| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 460 142 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
17.11.1994 Patentblatt 1994/46 |
| (22) |
Anmeldetag: 20.12.1990 |
|
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/CH9000/289 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 9110/002 (11.07.1991 Gazette 1991/15) |
|
| (54) |
VORRICHTUNG ZUR WÄRMEBEHANDLUNG UND/ODER BEFEUCHTUNG VON SPULEN, KOPSEN UND KONEN
DEVICE FOR THE HEAT TREATMENT AND/OR HUMIDIFICATION OF BOBBINS, SPOOLS AND CONES
DISPOSITIF POUR LE TRAITEMENT THERMIQUE ET/OU L'HUMIDIFICATION DE BOBINES, DE CANETTES
ET DE CONES
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE CH DE DK ES FR GB GR IT LI LU NL SE |
| (30) |
Priorität: |
22.12.1989 CH 4631/89
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
11.12.1991 Patentblatt 1991/50 |
| (73) |
Patentinhaber: Xorella AG |
|
CH-5430 Wettingen (CH) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- WANGER, Freddy
CH-5452 Oberrohrdorf (CH)
|
| (74) |
Vertreter: Frauenknecht, Alois J. et al |
|
c/o PPS Polyvalent Patent Service AG,
Waldrütistrasse 21 8954 Geroldswil 8954 Geroldswil (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 3 508 942 FR-A- 1 396 869
|
FR-A- 1 087 510
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Wärmebehandlung und/oder
Befeuchtung von Spulen, Kopsen und/oder Konen, wobei ein länglicher, evakuierbarer
Dämpfbehälter vorgesehen ist.
[0002] In der Spinntechnik ist es seit langem bekannt und gebräuchlich, Garne zu dämpfen.
Besonders bewährt haben sich in der FR -A- 2 614 633 beschriebenen Dampfbehälter,
in denen die Kopse oberhalb eines beheizten Wasserbades in einer Sattdampfatmosphäre
angeordnet werden. Hierzu müssen die Kopse von der Spinnmaschine abgenommen, im Dämpfbehälter
behandelt und danach der Spulmaschine zugeführt werden. Dies erfordert bei den bisher
bekannten Anlagen ein eigenes Transportsystem, welches sehr viel Platz benötigt. Zudem
besteht hierdurch die Gefahr, dass es zu Materialverwechslungen kommt.
[0003] Ferner war aus der ER -A- 1 087 510 eine Vorrichtung zum Färben oder sonstiger Behandlung
von Kopsen bekannt. Gemäss dieser Druckschrift erfolgt die Behandlung unter Druck
in einem verschliessbaren Behälter. Die (Färbe) Flüssigkeit kann in zwei Richtungen
durch die Kopse strömen. Entweder strömt die (Färbe) Flüssigkeit von innen her durch
einen mit vielen Löchern versehenen, konischen Träger radial nach aussen durch den
Fadenkörper hindurch, oder sie strömt in entgegengesetzter Richtung radial nach innen
durch den Fadenkörper hindurch.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Wärmebehandlung und/oder
Befeuchtung von Kopsen zu schaffen, wobei die Wärmebehandlung mit möglichst geringem
Aufwand durchgeführt werden kann und möglichst wenig zusätzlichen Platz beanspruchende
Änderungen an der gesamten Anlage erfordert. Weiterhin soll der Materialfluss optimal
in den Arbeitsablauf integriert werden; die erforderlichen Transportwege sollen minimal
sein.
[0005] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass der Dämpfbehälter (2) kanalförmig und höhenverstellbar
ausgebildet ist, oder dass der Dämpfbehälter geschlossen kanalförmig und an seinen
beiden Endseiten offen ausgebildet ist, und dass diese Endseiten an wenigstens einen
Förderer angeschlossen sind, wobei der Dämpfbehälter (2) aus mehreren, hintereinander
angeordneten, insgesamt den kanalförmigen Dämpfbehälter (2) bildenden Elementen (3-5)
zusammengesetzt ist und sich mit einem ausserhalb des Dämpfbehälters (2) angeordneten
Dampferzeuger (2) in Wirkverbindung befindet.
[0006] Beide erfindungsgemässen Ausführungsvarianten ermöglichen den Wärmebehandlungsprozess
an Textilmaschinen anzupassen bzw. diesen Prozess in den Materialfluss zu integrieren.
[0007] In abhängigen Ansprüchen sind vorteilhafte Weiterbildungen des Erfindungsgegenstandes
beschrieben.
[0008] Der Eintritt von Dampf in den Dämpfbehälter kann durch Absperren von Dampfzutrittsöffnungen
auf einfache Weise, durch zwei gegenseitig verschiebbare Lochbleche, Anspruch 2, unterbrochen
werden.
[0009] Die Steuerung der Wassermenge erfolgt in ebenfalls einfacher Weise entsprechend Anspruch
3.
[0010] Der Deckel des Dämpfbehälters behindert im geöffneten Zustand den Transport der Kopse
in den Dämpfbehälter oder vom Dämpfbehälter zum Förderer mittels der Abzugsvorrichtung
nicht, wenn der Dämpfbehälter einen an der den Spinnstellen zugewandten Seitenwand
des Dämpfbehälters durch ein Scharnier angelenkten Deckel nach Anspruch 4 aufweist.
[0011] Konstruktiv besonders einfach ist es, wenn der Deckel, gemäss Anspruch 5, mittels
eines an der Seitenwand und einem Auslegerarm des Deckels befestigten Hubzylinders
betätigbar ausgebildet ist.
[0012] Um die Masse bei einem höhenverstellbaren Dämpfbehälter zu reduzieren, empfiehlt
sich eine Ausgestaltung gemäss Anspruch 6, bei der der Deckel über einen horizontalen
Ausleger ein- und ausrückbar ist.
[0013] Die einzelnen Elemente sind optimal konstruktiv gestaltet gemäss der weiteren, vorteilhaften
Weiterbildung nach Anspruch 7.
[0014] Die Ausgestaltung nach Anspruch 8 reduziert die Wärmeverluste im Dämpfbehälter.
[0015] Durch die Ausbildung nach Anspruch 9 lassen sich in einem endseitig offenen Dämpfbehälter
ebenfalls Vakuua erzeugen.
[0016] Entsprechend der Chargengrösse und Taktzeiten kann zudem dadurch der Prozessablauf
optimiert werden.
[0017] Besonders einfach sind Förderer mit Führungsschienen nach Anspruch 10 für die Aufnahme
von Gleitkörpern.
[0018] Die einzelnen Bereiche bzw. Kammersegmente im Dämpfbehälter sind vorzugsweise nach
Anspruch 11 versorgt.
[0019] Die Anordnung der Laufschiene im verschliessbaren Dämpfbehälter gemäss Anspruch 12,
an welcher die Konen oder Kopse mit Hilfe von Laufkatzen aufgehängt sind, hat den
Vorteil, dass das Einfüllen der Kopse oder Konen erleichtert wird. Durch die Anordnung
mehrerer Laufschienen kann der Dämpfbehälter besser ausgenützt werden.
[0020] Die Heissluftdüsen gemäss Anspruch 13 verhindern die Kondenswasserbildung an den
Laufkatzen und somit eine Verschmutzung der Kopse oder Konen.
[0021] Die schwenkbaren Laufschienen gemäss Anspruch 14 vereinfachen das Einfüllen der Kopse
in die Dämpfbehälter.
[0022] Nachfolgend wird der Erfindungsgegenstand anhand von Zeichnungen näher beschrieben.
[0023] Es zeigen:
- Fig. 1
- einen höhenverstellbaren Dämpfkanal, der unter einem Förderer, vor einer Spinnanlage
angeordnet ist,
- Fig. 2a
- eine Laufkatze eines Förderers mit angehängter Kone,
- Fig. 2b
- einen höhenverstellbaren Dämpfkanal an einem Ständer angeordnet,
- Fig. 3
- die schematische Darstellung einer Spinnmaschine mit darüberbefindlichem Dämpfkanal,
- Fig. 4
- einen geschlossenen Dämpfbehälter für Durchlaufprozesse,
- Fig. 5
- die Endseite eines Dämpfbehälters für Konen,
- Fig. 6
- einen senkrechten Schnitt durch einen beispielsweisen Dämpfbehälter,
- Fig. 7
- einen senkrechten Schnitt durch einen unteren Bereich eines gegenüber Fig. 6 abgewandelten
Dämpfbehälters,
- Fig. 8
- eine Seitenansicht von einem geschlossenen rohrförmigen Dämpfbehälter für Durchlaufprozesse
gemäss einem weiteren Ausführungsbeispiel,
- Fig. 9
- einen Querschnitt nach Linie IX-IX, durch den in Fig. 8 dargestellten Dämpfbehälter
und
- Fig. 10
- einen Querschnitt durch einen Dämpfbehälter, durch den parallel zueinander mehrere
Laufkatzen gemäss Fig. 1 und 2a hindurchgeführt sind.
[0024] Fig. 1 zeigt schematisch dargestellt einen höhenverstellbaren Dämpfbehälter 2. Dieser
ist einer Spinnmaschine 13 vorgelagert und auf Führungsschienen 8 vertikal geführt.
Über dem Dämpfbehälter befindet sich ein Förderer 16, eine Schiene mit Laufkatzen,
an denen Konen 15 angekoppelt sind.
[0025] Die Ausgestaltung des Förderers 16 ist aus Fig. 2a näher ersichtlich, zwei Rollen
6 sind in einer entsprechenden Laufschiene 17 geführt.
[0026] Die Höhenverstellung des Dämpfbehälters 2 lässt sich anhand der Fig. 2b erklären:
Der an sich autonome Dämpfbehälter 2 mit seinem Deckel 7, der über einen Auslegerarm
20, einem Scharnier 19 und einem Hubzylinder 21 mit einem Vorsprung 22 an einer Seitenwand
18 anlenkbar angeordnet ist. Über ein Zugseil 9 mit Antriebsmotor 10 und Umlenkrollen
25 wird der gesamte Dämpfbehälter 2 über die Träger 14, bei geöffnetem Deckel, soweit
angehoben, dass die Kopsen 15 am Förderer 16, Fig. 2a, in an sich bekannter Weise
ausklinken und in jeweils einem Gleit- und Stützkörper 31 zentriert werden. Die Anordnung
Fig. 2b ist durch ihre Ständer 38 mit Supporten 39 und Stützteilen 40 autonom ausgestaltet.
Die Zuführungen zu den Steigleitungen 27, 27a (Dampf und Vakuum) sind über flexible
Schläuche zu einer nicht dargestellten Versorgungseinheit geführt.
[0027] In ähnlicher Weise ist ein weiterer Dämpfbehälter 2 über einer Spulmaschine 12, Fig.
3, angeordnet, er befindet sich hier in der Symmetrieachse zusammen mit dem darüberbefindlichen
Förderer 16. In diesem Ausführungsbeispiel ist der Dämpfbehälter 2 modular aus einzelnen
Elementen, einem Kopfelement 3, Zwischenelemente 4 und 5 sowie einem nicht dargestellten
weiteren Endelement aufgebaut. Damit lassen sich gleichzeitig Wärmedehnungsprobleme
lösen. Ein Dämpf- und Vakuumgerät 10' befindet sich bei der Spulmaschine 12; die nicht
dargestellten Versorgungsleitungen sind zu den Elementen des Dämpfbehälters 2 geführt.
[0028] Die Ausgestaltungen Fig. 4 und Fig. 5 zeigen einen in den Materialfluss zwischen
einer Spinnmaschine 1 und einer Spulmaschine 12 eingebauten kanalförmigen Dämpfbehälter
2''. Ein Förderer 16', eine Führungsschiene mit einem Schwalbenschwanzprofil 16a führt
durch einen oben geschlossenen Dämpfkanal 2'' hindurch. Gleitkörper 31 tragen in Fig.
4 Kopse 15' und werden taktweise durch den Kanal geschoben. Zur Verminderung des Reibungswiderstandes
besitzen die Gleitkörper 31 Ausnehmungen 32, die je nach System auch der Förderung
über Nockenräder dienen.
[0029] Die Aufteilung des kanalförmigen Dämpfbehälters 2'' in einzelne, dem Prozess angepasste
Kanmersegmente erfolgt durch das Einfahren von nicht dargestellten Flachschiebern
35' in quer zum Dämpfraum verlaufende Schlitze 35.
[0030] In jedem Gleitkörper 31 sind entsprechend der Kopse, Spule oder Kone Bohrungen oder
Stützzapfen 31'' angeordnet.
[0031] Durch eine endseitige Abdeckung 36, Fig. 5, deren Öffnung 37 der Form des zu dämpfenden
Körpers, hier einer Kone 15, angepasst ist, lassen sich Wärme- und Strömungsverluste
reduzieren.
[0032] Der Dämpfbehälter 2, Fig. 6, weist einen im Querschnitt kreisförmigen Wasserkanal
26 auf. Von diesem führt eine Steigleitung 27 nach oben in den Wasserbadraum 24 des
Dämpfbehälters 2. Ein Absperrventil 28 dient dazu, dei Steigleitung 27 öffnen oder
schliessen zu können. Die Wasserbadabdeckung 23 dient wiederum zur Abstützung der
im Dämpfbehälter 2 eingebrachten Kopse 15. Zu erkennen ist in Fig. 6 des weiteren
ein parallel zum Wasserkanal 26 verlaufender Kabelkanal 29, in welchem elektrische
Leitungen 30 verlaufen; ebenso Dichtungselemente 2' im Bereich des Deckels 7.
[0033] Bei der Ausführungsform nach Fig. 7 ist der Wasserbadraum 24 von zwei übereinander
liegenden Lochblechen 33, 34 abgedeckt. Das untere Lochblech 33 ist fest mit den Wänden
des Dämpfbehälters 2 verbunden. Das obere Lochblech 34 kann in Längsrichtung auf dem
unteren Lochblech 33 verschoben werden. Dadurch ist es möglich, den Wasserbadraum
24 vom übrigen Innenraum des Dämpfbehälters 2 abzusperren. Die Wasserbadabdeckung
23 dient hier ebenfalls als Träger für die in Fig. 7 nicht dargestellte Kopse 15.
[0034] Gemäss Fig. 8 und 9 ist der Dämpfbehälter 50 rohrförmig ausgebildet und enthält in
seinem Innern eine Laufschiene 17', wie sie bereits in Fig. 2a dargestellt ist. Auf
diesen Laufschienen 17' lassen sich Laufkatzen 51 mit den Kopsen 15 durch den Dämpfbehälter
50 hindurchführen. Dieser Dämpfbehälter 50 kann - wie anhand der Fig. 1 und 2b gezeigt
- gehoben und gesenkt werden. Der Dämpfbehälter 50 ist an beiden Enden durch je einen
abnehmbaren Deckel 52 verschliessbar. In der in Fig. 8 gezeigten Stellung des Dämpfbehälters
50 befindet sich die Laufschiene 17', in derselben Höhe wie zwei weitere rechts und
links des Dämpfbehälters angeordnete Laufschienen 53 und 54, d.h. die Laufschiene
17' fluchtet mit den beiden Laufschienen 53 und 54. An den Enden dieser beiden Laufschienen
54 und 54 ist je ein schwenkbarer Laufschienen-Abschnitt 55 und 56 angelenkt. Diese
beiden Laufschienenabschnitte 55 und 56 lassen sich - wie durch strickpunktierte Linien
angedeutet - herunterklappen, so dass sich die Laufkatzen 51 von der Laufschiene 53
über den Laufschienenabschnitt 55 auf die Laufschiene 17' im Innern des Dämpfbehälters
50 verschieben lassen. Anschliessend können die Laufkatzen 51 von der Laufschiene
17' im Innern des Dämpfbehälters 50 über den Laufschienenabschnitt 56 auf die rechte
Laufschiene 54 verschoben werden, sobald der Dämpfprozess im Innern des Dämpfbehälters
50 beendet ist.
[0035] Zum Verschwenken der beiden Laufschienenabschnitte 55 und 56 sind zwei Betätigungszylinder
57 und 58 vorhanden. Diese Betätigungszylinder 57 und 58 sind schwenkbar an den Laufschienen
53 bzw. 54 angelenkt. In jedem Betätigungszylinder 57, 58 befindet sich ein Kolben,
der über eine Kolbenstange am entsprechenden Laufschienenabschnitt 55 bzw. 56 angelenkt
ist. Bevor jedoch die Laufschienenabschnitte 55 und 56 verschwenkt werden können,
müssen die beiden Deckel 52 an den beiden Enden des Dämpfbehälters 50 entfernt werden.
Unterhalb der Kopse oder Spulen 15 befindet sich ein Wasserbadraum 24, wie er bereits
anhand der Fig. 6 und 7 ausführlich beschrieben worden ist.
[0036] Der Dämpfbehälter 50 gemäss Fig. 10 unterscheidet sich von dem in Fig. 9 dargestellten
Dämpfbehälter 50 im wesentlichen nur dadurch, dass statt einer einzigen Laufschiene
17' vier Laufschienen 17' parallel zueinander im Innern des Dämpfbehälters angeordnet
sind. Diese können dann entweder alle vier gleichzeitig mit Kopsen oder Spulen 15
gefüllt werden, oder mit Hilfe der in Fig. 8 dargestellten Laufschiene 53 und dem
Laufschienenabschnitt 55 kann eine nach der andern der vier Laufschienen 17' im Innern
des Dämpfbehälters 50 mit in Körben 61 befindlichen Kopsen 15 gefüllt werden.
[0037] Gemäss Fig 9 und 10 befinden sich die Spulen 15 in Körben 61, welche an den Laufkatzen
51 aufgehängt sind. Auch bei dieser Laufkatze 51 sind Rollen 6 in einer entsprechenden
Laufschiene 17' geführt. Im Gegensatz zu den in Fig. 2a gezeigten Rollen sind die
in Fig. 9 und 10 gezeigten Rollen geneigt angeordnet, wodurch eine bessere Führung
gewährleistet ist.
[0038] Mit Hilfe von Heissluftdüsen 62 wird gemäss Fig. 9 und 10 verhindert, dass sich an
den Laufkatzen 51 oder an den Körben 61 Kondenswasser bildet.
[0039] Die grundsätzliche Prozessführung, die Wahl des Dampfdruckes, der Temperaturen und
der Zusatz eventueller Chemikalien sind insbesonders beim Garndämpfen bekannt. Vgl.
Freddy Wanger, Chemiefasern/Textilindustrie Vol. 30/82, 1980, S. 888-890; Melliand
Textilberichte 66, 1985, S. 525-526; Textilbetrieb, Vogel-Verlag Würzburg, 1981, Heft
7/8. Der Erfindungsgegenstand lässt sich an alle gewünschten Verfahrens- und Betriebsbedingungen
anpassen.
[0040] Selbstverständlich sind unter dem im Patentanspruch verwendeten Begriff "Wärmebehandlung"
auch Sterilisationsvorgänge zu verstehen, wie sie beispielsweise bei der Herstellung
von Hygieneartikeln, Verbandstoffen, Kompressen etc. Verwendung finden.
1. Eine Vorrichtung zur Wärmebehandlung und/oder Befeuchtung von Spulen, Kopsen und/oder
Konen, wobei diese über ein Förderband in einen Dämpfbehälter eingeführt und dort
einer Wärmebehandlung im Vakuum unter Dampferhitzung unterworfen werden, dadurch gekennzeichnet,
dass der Dämpfbehälter (2) kanalförmig und höhenverstellbar, oder geschlossen, kanalförmig
und an seinen beiden Endseiten offen ausgebildet ist und diese Endseiten an wenigstens
einem Förderer angeschlossen sind, wobei der Dämpfbehälter (2) aus mehreren, hintereinander
angeordneten, insgesamt den kanalförmigen Dämpfbehälter (2) bildenden Elementen (3
- 5) zusammengesetzt ist und sich mit einem ausserhalb des Dämpfbehälters (2) angeordneten
Dampferzeuger in Wirkverbindung befindet.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Dämpfbehälter (2) ein
von einem Lochblech (33) abgedeckter Wasserbadraum (24) vorgesehen ist und dass auf
diesem Lochblech (33) zum Absperren des Wasserbadraumes (24) ein zweites Lochblech
(34) des Dämpfbehälters (2) verschiebbar angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Dämpfbehälter (2) oberhalb
eines Wasserkanals (26) angeordnet ist und dass von diesem Wasserkanal (26) mit einem
Absperrventil (28) versehene Steigleitungen (27) zum Wasserbadraum (24) des Dämpfbehälters
(2) führen.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Dämpfbehälter (2) an
einer Seitenwand (18) des Dämpfbehälters (2) einen, durch ein Scharnier (19) angelenkten
und verriegelbaren Deckel (7) aufweist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel (7) mittels eines
an der Seitenwand (18) und einem Auslegerarm (20) des Deckels (7) befestigten Hubzylinders
(21) betätigbar ausgebildet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Dämpfbehälter (2) einen
horizontal verschiebbaren und verriegelbaren Deckel aufweist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Dämpfbehälter (2) aus
einem Kopfelement (3), zumindest einem Zwischenelement (4,5) und einem Endelement
gebildet ist, wobei das Kopfelement (3) Anschlüsse für die Vakuum- und Belüftungsleitung,
Temperaturfühler, Druckfühler, einen Speisewasseranschluss und einen Antrieb für den
Deckel (7) des Dämpfbehälters (2) aufweist, wobei jedes Zwischenelement (4,5) ein
Heizelement, einen Deckel (7) und einen Anschluss für einen Wasserniveaufühler und
das Endelement ein Heizelement, einen weiteren Deckel (7) des Dämpfbehälters (2) und
einen Ventilationsanschluss aufweisen.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Endseiten des Dämpfbehälters
(2) dem Profil einer Spule oder einer Kopse oder einem Konus angepasste Öffnungen
aufweisen.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Dämpfbehälter (2) durch
quer zum Dämpfraum verlaufende Schieber in einzelne Kammersegmente aufteilbar ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet,
dass im Dämpfbehälter (2) Führungsschienen für Gleitkörper mit Mittelzapfen vorgesehen
sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass im Dämpfbehälter
(2) Be- und Entlüftungs-Einrichtungen vorgesehen sind.
12. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet,
dass sich wenigstens eine Laufschiene (17') in einem endseitig verschliessbaren kanalförmigen
Dämpfbehälter (50) befindet, an der die Konen oder Kopse (15) mit Hilfe von Laufkatzen
(51) aufgehängt sind.
13. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass Heissluftdüsen (62)
im Bereich der Laufkatzen (51) vorgesehen sind, welche eine Kondenswasserbildung verhindern.
14. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der Ansprüche 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet,
dass die Laufschiene (17') im Dämpfbehälter (50) über schwenkbare Laufschienenabschnitte
(55 und 56) mit Laufschienen (53, 54) ausserhalb des Dämpfbehälters (50) verbindbar
ist.
1. An apparatus for the heat treatment and/or dampening of bobbins, cops and/or cones,
the latter being introduced by way of a conveyor belt into a steam vessel and there
being subjected to a heat treatment in vacuo while being heated by steam, characterized
in that the steam vessel (2) is constructed to be channel-shaped and vertically adjustable,
or closed, channel-shaped and open at its two end sides and these end sides are connected
to at least one conveyor, the steam vessel (2) being composed of a plurality of elements
(3 - 5), which are arranged one behind the other and together form the channel-shaped
steam vessel (2), and being in operative connection with a steam generating means
arranged outside the steam vessel (2).
2. Apparatus according to Claim 1, characterized in that a water bath space (24) covered
by an apertured metal sheet (33) is provided in the steam vessel (2), and in that
a second apertured metal sheet (34) of the steam vessel (2) is displaceably arranged
on this apertured metal sheet (33) in order to block off the water bath space (24).
3. Apparatus according to Claim 1, characterized in that the steam vessel (2) is arranged
above a water channel (26), and in that ascension lines (27) provided with a shut-off
valve (28) lead from this water channel (26) to the water bath space (24) of the steam
vessel (2).
4. Apparatus according to Claim 1, characterized in that the steam vessel (2) has a cover
(7) which is coupled by means of a hinge (19) and is lockable, on a side wall (18)
of the steam vessel (2).
5. Apparatus according to Claim 4, characterized in that the cover (7) is constructed
such that it can be actuated by means of a lifting cylinder (21) secured to the side
wall (18) and an extension arm (20) of the cover (7).
6. Apparatus according to Claim 1, characterized in that the steam vessel (2) has a horizontally
displaceable and lockable cover.
7. Apparatus according to Claim 1, characterized in that the steam vessel (2) is formed
from a head element (3), at least one intermediate element (4, 5) and an end element,
the head element (3) having connections for the vacuum and aerating line, temperature
sensors, pressure sensors, a water supply connection and a drive for the cover (7)
of the steam vessel (2), each intermediate element (4, 5) having a heating element,
a cover (7) and a connection for a water level sensor, and the end element having
a heating element, a further cover (7) of the steam vessel (2) and a ventilation connection.
8. Apparatus according to Claim 1, characterized in that the end sides of the steam vessel
(2) have openings matched to the profile of a bobbin or of a cop or matched to a cone.
9. Apparatus according to Claim 8, characterized in that the steam vessel (2) can be
divided up into individual chamber segments by sliders running transversely with respect
to the steam space.
10. Apparatus according to Claim 1 or one of Claims 8 or 9, characterized in that guide
rails for slide bodies having central pegs are provided in the steam vessel (2).
11. Apparatus according to Claim 1 or 10, characterized in that aerating and de-aerating
devices are provided in the steam vessel (2).
12. Apparatus according to Claim 1 or one of Claims 8 or 9, characterized in that at least
one running rail (17') is located in a channel-shaped steam vessel (50) which can
be closed on the end side and on which the cones or cops (15) are suspended with the
aid of travelling crabs (51).
13. Apparatus according to Claim 1 or 12, characterized in that hot air nozzles (62) are
provided in the region of the travelling crabs (51), which prevent the formation of
condensation.
14. Apparatus according to Claim 1 or one of Claims 12 or 13, characterized in that the
running rail (17') in the steam vessel (50) can be connected by way of pivotal running
rail sections (55 and 56) to running rails (53, 54) outside the steam vessel (50).
1. Dispositif pour le traitement thermique et/ou l'humidification de bobines, de canettes
et/ou de cônes, ces pièces étant chargées par une bande transporteuse dans un vaporisateur,
où elles sont soumises à un traitement thermique sous vide, par échauffement à la
vapeur, caractérisé en ce que le vaporisateur (2) est réalisé en forme de canal et
est réglable en hauteur, ou en forme de canal fermé, ouvert sur ses deux côtés extrêmes,
et ces deux côtés extrêmes sont raccordés à un convoyeur, au moins, le vaporisateur
(2) se composant de plusieurs éléments (3 - 5) disposés les uns derrière les autres,
qui forment dans l'ensemble le vaporisateur (2) en forme de canal, et concourant avec
un générateur de vapeur, prévu à l'extérieur du vaporisateur (2).
2. Dispositif suivant la revendication 1, caractérisé en ce qu'un espace de bain d'eau
(24), couvert par une tôle perforée (33), est prévu dans le vaporisateur (2), et en
ce qu'une seconde tôle perforée (34) du vaporisateur (2) est montée avec une possibilité
de déplacement sur cette tôle perforée (33), pour la fermeture de l'espace de bain
d'eau (24).
3. Dispositif suivant la revendication 1, caractérisé en ce que le vaporisateur (2) est
disposé au-dessus d'un conduit d'eau (26), et en ce que des conduites ascendantes
(27), munies d'un robinet-vanne (28), mènent de ce conduit d'eau (26) dans l'espace
de bain d'eau (24) du vaporisateur (2).
4. Dispositif suivant la revendication 1, caractérisé en ce que le vaporisateur (2) présente,
sur sa paroi latérale (18), un couvercle (7) verrouillable, articulé par une charnière
(19).
5. Dispositif suivant la revendication 4, caractérisé en ce que le couvercle (7) peut
être actionné au moyen d'un cylindre de levage (21), fixé sur la paroi latérale (18)
et sur un bras pivotant (20) du couvercle (7).
6. Dispositif suivant la revendication 1, caractérisé en ce que le vaporisateur (2) présente
un couvercle verrouillable et mobile dans le sens horizontal.
7. Dispositif suivant la revendication 1, caractérisé en ce que le vaporisateur (2) se
compose d'un élément de tête (3), d'un élément intermédiaire (4, 5), au moins, et
d'un élément extrême, l'élément de tête (3) présentant des raccordements pour la conduite
à vide et de ventilation, le capteur de température, le capteur de pression, un raccord
d'eau d'alimentation et une commande pour le couvercle (7) du vaporisateur (2), chaque
élément intermédiaire (4, 5) présentant un élément chauffant, un couvercle (7) et
un raccordement pour un détecteur de niveau d'eau, et l'élément extrême présentant
un élément chauffant, un autre couvercle (7) du vaporisateur (2) et un raccord de
ventilation.
8. Dispositif suivant la revendication 1, caractérisé en ce que les côtés extrêmes du
vaporisateur (2) présentent des ouvertures adaptées au profil d'une bobine ou d'une
canette ou d'un cône.
9. Dispositif suivant la revendication 8, caractérisé en ce que le vaporisateur (2) peut
être subdivisé en segments de chambre individuels, par des tirois plans situés à la
transversale de l'espace de vaporisation.
10. Dispositif suivant la revendication 1 ou l'une quelconque des revendications 8 et
9, caractérisé en ce que des rails de guidage sont prévus dans le vaporisateur (2),
pour des corps de glissement munis de goupilles de centrage.
11. Dispositif suivant l'une des revendications 1 et 10, caractérisé en ce que des dispositifs
de ventilation et d'aération sont prévus dans le vaporisateur (2).
12. Dispositif suivant la revendication 1 ou l'une quelconque des revendications 8 et
9, caractérisé par un rail de roulement (17'), au moins, situé dans un vaporisateur
(50) en forme de canal obturable côté extrême, et sur lequel sont accrochés les cônes
ou canettes (15) à l'aide de treuils roulants (51).
13. Dispositif suivant l'une des revendications 1 ou 12, caractérisé par des buses de
soufflage d'air chaud (62), prévues dans la zone des treuils roulants (51) et s'opposant
à la formation d'eau de condensation.
14. Dispositif suivant la revendication 1 ou l'une quelconque des revendications 12 ou
13, caractérisé en ce que le rail de roulement (17'), prévu dans le vaporisateur (50),
peut être relié à des rails de roulement (53, 54), situés à l'extérieur du vaporisateur
(50), par l' intermédiaire de sections pivotantes (55 et 56) de rails de roulement.