| (19) |
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(11) |
EP 0 461 636 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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17.11.1994 Patentblatt 1994/46 |
| (22) |
Anmeldetag: 12.06.1991 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)5: D01H 1/34 |
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Ringspinn- oder Zwirnmaschine
Ring spinning or twisting machine
Métier à filer à anneaux ou métier à retordre à anneaux
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE IT |
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Priorität: |
15.06.1990 CH 2003/90
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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18.12.1991 Patentblatt 1991/51 |
| (73) |
Patentinhaber: MASCHINENFABRIK RIETER AG |
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CH-8406 Winterthur (CH) |
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Erfinder: |
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- Erni, Markus
CH-8400 Winterthur (CH)
- Toggweiler, Peter
CH-8400 Winterthur (CH)
- Mächler, Franz
CH-8413 Neftenbach (CH)
- Grob, Fritz
CH-8353 Elgg (CH)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 1 563 545 DE-A- 3 713 350
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DE-A- 3 402 225
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 013, no. 575 (C-667) 19 Dezember 1989,& JP-A-01 239122
(TOYOTA AUTOM LOOM WORKS LTD) 25 September 1989,
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Betriebsverfahren für eine Ringspinn- oder Ringzwirn-Maschine
gemäss Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie eine Ringspinn- oder Zwirnmaschine zur Durchführung
des Betriebsverfahrens.
[0002] Es ist bekannt, bei Spinnmaschinen nach dem Einsatz neuer Ringläufer und/oder Spinnringe
die Betriebsdrehzahl zu senken, da bei der Verwendung neuer Spinnringe bzw. Läufer
sonst von Anfang an erhöhter Verschleiss auftreten würde.
[0003] In der deutschen Offenlegungsschrift 34 02 225 wird vorgeschlagen, für den Einsatz
neuer Ringläufer die Betriebsdrehzahl der Spindeln mit einer Drehzahlbegrenzungsvorrichtung
herabzusetzen und daneben eine Drehzahlerhöhungsvorrichtung einzusetzen, welche die
nach dem Auswechseln der Ringläufer reduzierte Betriebsdrehzahl wieder auf erhöhte
Werte zurückführt. Dabei wird aber nicht berücksichtigt, dass beim Einsatz neuer Spinnringe
in einer Ringspinnmaschine die Betriebsdrehzahl der Spindeln nach anderen Kriterien
reduziert werden muss als beim Einsatz neuer Ringläufer.
[0004] In die gleiche Richtung weist die japanische Patentanmeldung JP-A 63/62461, wonach
eine elektronische Steuerung dafür sorgt, dass nach dem Läuferwechsel die Maschine
für eine gewisse Zeit mit reduzierter Drehzahl fährt. Ebenso wie bei der vorerwähnten
deutschen Schrift wird das Problem des Ringeinlaufs in der japanischen Anmeldung nicht
erwähnt.
[0005] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Betriebsverfahren für eine Ringspinn-
oder Ringzwirnmaschine zu schaffen, bei dem während des Einlaufens neuer Spinnringe
bei reduzierter Drehzahl zusätzlich eine Aenderung der Betriebsbedingungen ohne Eingriff
von aussen ermöglicht wird, wenn neue Ringläufer während des Einlaufprozesses der
Spinnringe auf die Spinnmaschine gebracht worden sind. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss
durch die technische Lehre aus den Patentansprüchen gelöst.
[0006] Ferner ist Aufgabe der Erfindung eine Ringspinn- oder Ringzwirnmaschine zu schaffen,
die zur Durchführung des erfindunggemäßen Betriebsverfahrens geeignet ist.
[0007] Demnach wird in einer Spinnmaschine mit Spinnringen und darauf angeordneten Läufern,
die das Garn um Spinnkopse führen, eine Einrichtung zum Aendern der Betriebsdrehzahl
der Spindeln vorgesehen, wobei die Aenderungen vorzugsweise die Phase des Einlaufens
von fadenführenden Teilen an der Spinnmaschine betreffen, dadurch gekennzeichnet,
dass aus Datenspeichern zeitlich variable Referenzwerte für die Betriebsdrehzahl der
Spindeln und ebenfalls variable Reduktionswerte für diese Referenzwerte einerseits
abhängig vom Zustand der Spinnringe und andererseits abhängig vom Zustand der Ringläufer
abgerufen werden, und dass aus den Referenzwerten und Reduktionswerten zeitlich variable
Sollwerte für einen Regler gebildet werden, der die Betriebsdrehzahl der Spindeln
beeinflusst. Es können auch laufend während des Spinnprozesses Referenzwerte für die
Betriebsdrehzahlen eines Spinnprogramms, eines Ringeinlaufprogramms und eines Läufereinlaufprogramms
aus Speichern entnommen und miteinander verglichen werden, wobei der jeweils kleinste
zu einem gegebenen Zeitpunkt vorgesehene Wert als massgeblicher Sollwert für einen
Regler für eine Antriebswelle, welche die Betriebsdrehzahl der Spindel bestimmt, verwendet
wird. Die Betriebsdrehzahlen der Spindeln können auch dadurch verändert werden, dass
aus einem Speicher für das Spinnprogramm Referenzwerte für die Betriebsdrehzahlen
der Spindeln entnommen werden, und dass aus einem anderen Speicher für das Ringeinlaufprogramm
Differenzwerte, um welche die Betriebsdrehzahlreferenzwerte der Spindeln reduziert
werden sollen, entnommen werden, und dass aus einem weiteren Speicher Drehzahlreduktionswerte
entnommen werden, welche mit Referenzwerten für die Betriebsdrehzahl der Spindeln
multipliziert Differenzwerte während des Läufereinlaufes bzw. Ringeinlaufs ergeben,
und dass der jeweils grössere Differenzwert oder auch beide Differenzwerte vom jeweiligen
Referenzwert für die Betriebsdrehzahl der Spindeln abgezogen werden, und dass der
nach Abzug verbleibende Restwert als massgebender Sollwert für einen Regler verwendet
wird, der die Drehzahl der Antriebswelle bestimmt. In einem Speicher können auch mehrere
Ringeinlaufprogramme, Läufereinlaufprogramme und Spinnprogramme aufrufbar sein, und
zwar in Abhängigkeit vom Spinngarn und/oder von der Art bzw. dem Zustand der Spinnringe.
Der Zustand der Spinnringe und Läufer kann beispielsweise durch einen Temperaturmesskopf,
der entlang der Spinnstellen bewegt wird, erfasst werden. Durch Vergleich der gemessenen
Temperaturen mit Erfahrungswerten in einem Komperator kann festgestellt werden, ob
die Einlaufprozedur zu schnell oder zu langsam abläuft und in der Folge eine Anpassung
der Reduktionswerte erfolgen. Liegen die Ringtemperaturen beispielsweise unter einem
erwarteten Niveau von Grenzwerten, kann das Ringeinlaufprogramm so abgeändert werden,
dass die Drehzahlreduktion rascher zurückgenommen werden, so dass das Programm früher
beendet ist. Einen Aufschluss über den Erfolg des vorgegebenen Ringeinlaufprogramms
kann auch die Bestimmung der Läuferausfallraten durch einen wandernden Sensor geben.
Abhängig von der Anzahl der ausgefallenen Läufer kann das Ringeinlaufprogramm automatisch
abgeändert werden. Jeweils vor einer weiteren Steigerung der Betriebsdrehzahl der
Spindeln kann ein Wechsel der Läufer vom Regler verlangt und angezeigt werden, worauf
die Spinnmaschine für den Läuferwechsel vorübergehend stillgesetzt wird.
[0008] Erst mit der Ueberlagerung vorgegebener Sollwerte für das normale Spinnprogramm,
das Ringeinlaufprogramm und das Läufereinlaufprogramm gelingt es, in kürzester Zeit
den Einlauf der Spinnringe abzuschliessen und dann wieder auf erhöhtem Drehzahlniveau
zu produzieren. Je nach den Bedingungen können verschiedene Ringeinlaufprogramme aufgerufen
werden, beispielsweise abhängig von der Ausführung des Spinnrings beim Einbau, welcher
z.B. in der Form und/oder Oberflächenbeschaffenheit unterschiedlich sein kann. Es
ist auch möglich, das Läufereinlaufprogramm von vornherein im Ringeinlaufprogramm
zu integrieren, so dass beim Ablauf des Ringeinlaufprogrammes zu bestimmten Zeitpunkten
ein Läuferwechsel vorgeschrieben wird, der eine Drehzahlreduktion für eine im Verhältnis
zur Gesamtdauer des Ringeinlaufprogrammes kurze Zeitdauer nach sich ziehen kann. Diese
zusätzliche Drehzahlreduktion nach Einsatz neuer Ringläufer ermöglicht ein besonders
schonendes und effizientes Einlaufen der neuen Spinnringe innerhalb kürzester Zeit.
[0009] Im folgenden wird die Erfindung anhand der Figuren im Detail beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Schema für die Einrichtung zum Aendern der Betriebsdrehzahl einer Spinnmaschine,
- Fig. 1a,1b
- ein Detail aus dem Schema in Fig. 1 für eine Spinnmaschine mit einem herkömmlichen
Uebersetzungsgetriebe bzw. einem elektronisch gesteuerten Antrieb,
- Fig. 2
- den zeitlichen Ablauf der Betriebsdrehzahl für zwei verschiedene Programme,
- Fig. 3a
- den Betriebsdrehzahlverlauf bei einem Läuferwechsel,
- Fig. 3b
- den Verlauf der Betriebsdrehzahl während eines Kopsaufbaues nach dem Einsatz neuer
Spinnringe und bei einem Läuferwechsel,
- Fig. 3c
- einen möglichen Betriebsdrehzahlverlauf während des Ablaufs zweier Spinnprogramme
hintereinander mit einem Läuferwechsel und mit Einsatz neuer Spinnringe, und
- Fig. 4
- den Verlauf der Sollwerte der Betriebsdrehzahlen während eines Ringeinlaufprogrammes
mit Läuferwechsel nach einer anderen Betriebsart der Ringspinnmaschine.
[0010] In Fig. 1 sind einem Komparator 22 drei Speicher zugeordnet, nämlich ein Speicher
23 für das Spinnprogramm, ein Speicher 24 für das Ringeinlaufprogramm und ein Speicher
25 für das Läufereinlaufprogramm. Die Speicher sind mit dem Komparator, der beispielsweise
ein Rechner oder Mikroprozessor sein kann, durch Steuerleitungen 23a,24a,25a verknüpft.
Vom Komparator 22 führt eine Steuerleitung 22a zum Sollwertgeber 21 für den Regler
20 eines Motors 14, wobei verbindende Steuerleitungen 21a und 20a vorgesehen sind.
Der Motor 14 ist stellvertretend für eine beliebige Antriebsart der Spindeln in der
Spinnmaschine gewählt. Die Spinnspindeln können alle separat durch Einzelmotoren oder
durch einen gemeinsamen Motor 14, wie in Fig. 1a dargestellt, angetrieben werden.
In Fig. 1 sind weiterhin ein Eingabegerät 26 und ein Ausgabegerät 27 mit Steuerleitungen
26a,27a mit dem Sollwertgeber 21 verbunden; sie können aber auch direkt an den Komparator
bzw. Rechner 22 angeschlossen sein. Vom Motor 14 führt eine Antriebswelle 12 zum Getriebe
11 der Spinnmaschine. Ein Tachogenerator 19 an der Welle 12 misst die jeweilige Drehzahl
der Antriebswelle 12 und gibt die Ist-Werte der Drehzahl über die Leitung 19a an den
Regler 20 zurück. Sämtliche Komponenten zur programmgemässen Steuerung der Betriebsdrehzahl
der Spindeln werden zusammenfassend als Einrichtung 2 bezeichnet.
[0011] Fig. 1a zeigt schematisch einen herkömmlichen Antrieb für eine Spinnmaschine 1 mit
einem Motor 14, der über eine Welle 15 ein Riemenscheibenpaar 13a antreibt, wobei
der Abstand der Riemenscheiben 13a,13b zueinander verstellbar ist. Ein Riemen 13c
führt zu einem zweiten Riemenscheibenpaar 13b, wobei eine der Riemenscheiben 13b durch
einen Mitnehmer 18 über einen im Lager 17a festgelegten Schwenkhebel 17 verstellbar
ist. Zur Verstellung dient ein Stellantrieb 16, der über eine Steuerleitung 20a mit
dem Regler 20 verbunden ist. Die Antriebswelle 12 beim Riemenscheibenpaar 13b führt
in das Getriebe 11 der Spinnmaschine, das mit den Spindeln 12' zur Aufnahme von Spinnkopsen
über weitere nicht einzeln dargestellte Antriebsglieder verbunden ist. Eine mögliche
Variante für die Drehzahlverstellung bildet ein Frequenzumrichter 28 gemäss Fig. 1b.
[0012] In den folgenden Figuren sind Betriebsdrehzahlverläufe v über der Zeit t qualitativ
dargestellt. Fig. 2 zeigt den Solldrehzahl- bzw. Betriebsdrehzahlverlauf der Spindeln
über der Zeit t während des Einlaufens neuer Spinnringe nach zwei verschiedenen Programmen.
Die Betriebsdrehzahl der Spindeln wird sukzessive nach einer Treppenkurve bis zu einem
Maximalwert gesteigert. Die im Diagramm der Fig. 2 dargestellten Werte der Betriebsdrehzahl
v sind maximale Drehzahlwerte M, welche während des Durchlaufens eines Spinnprogramms
nicht überschritten werden dürfen. Sie können aber unterschritten werden, wenn die
Drehzahlkurve s, in Fig. 3a dargestellt, dies während des Ablaufs eines Spinnprogrammes
vorsieht. In der oberen Kurve des Diagramms in Fig. 2 werden nacheinander maximale
Werte s20,s21,s22,s23 usw. der Betriebsdrehzahl v zugelassen. Dazwischen findet bei
einem Läuferwechsel eine kurzzeitige Absenkung der Betriebsdrehzahl statt, beispielsweise
zwischen den Werten s22 und s23 vom Punkt C' zum Punkt D'. Nach Absenken der Drehzahl
wird diese wiederum gemäss der Linie s1 bis zum Punkt E' gesteigert. Zum Zeitpunkt,
an dem der Punkt C' erreicht ist, findet der sechste Läuferwechsel L6 während des
Ringeinlaufprogrammes statt. Die Zeitpunkte der Läuferwechsel sind unten in Fig. 2
mit den Punkten L1,L2,L3 usw. markiert. Die untere Drehzahlkurve im Diagramm in Fig.
2 gilt für ein anderes Garn, beispielsweise ein Tricot-Garn, bei dem von vorneherein
eine niedrigere Maximaldrehzahl mit dem Wert s30 vorgegeben ist. Bei jedem Läuferwechsel
wird auch hier die Betriebsdrehzahl der Spindeln kurzzeitig abgesenkt und anschliessend
wieder gemäss Linie s1' auf den ursprünglichen Wert zurückgeführt. Je nach Garn ergeben
sich verschiedene Programme, wobei die Drehzahlkurven für feinere Garne über jenen
für grobere Garne liegen.
[0013] Fig. 3a beinhaltet ein Diagramm, in dem die Betriebsdrehzahl während eines Spinnprogrammes,
während des Aufbauens eines Spinnkopses, mit dem Linienzug s über der Zeit entlang
der Punkte A,B,C,E,F angegeben ist. Zum Zeitpunkt, bei dem der Punkt C erreicht ist,
findet ein Läuferwechsel statt. Nach dem damit verbundenen Stillstand der Spinnmaschine
wird die Betriebsdrehzahl bis zum Punkt E auf den Wert s11 gesteigert. Bis zum Ablauf
des Spinnprogramms wird in dieser Variante die Betriebsdrehzahl der Spindeln nicht
mehr weiter gesteigert, sondern über den Punkt F bei Beendigung des Kopsaufbaues auf
den Wert 0 zurückgeführt. Nach dem Doffen und Aufstecken neuer Spinnhülsen auf den
Spindeln 12' wird die Drehzahl wieder kontinuierlich gesteigert, wobei der Punkt G
durchlaufen wird. Anschliessend kann die Spindeldrehzahl gemäss der Linie s110 so
gesteigert werden, dass beim Punkt I wieder die normale Betriebsdrehzahl der Spindeln
gemäss dem Linienzug s erreicht ist.
[0014] Die Betriebsdrehzahl der Spindeln kann nach dem Start auch nach Linie s1 zwischen
den Punkten D und E langsam gesteigert werden. Nach Erreichen des Punktes E wird die
Betriebsdrehzahl wieder gesenkt, da das Spinnprogramm vor dem Kopswechsel beendet
ist. Beim nächsten Kopsaufbau wird die Drehzahlkurve s über den Punkt G bis zum Punkt
H durchlaufen, dann wird die Drehzahl gemäss Linie s10 mit Werten unterhalb des Linienzuges
s bis zum Punkt I gesteigert. Anschliessend läuft wieder das Spinnprogramm bei nicht
reduzierter Betriebsdrehzahl ab.
[0015] In Fig. 3b sind unterhalb des Linienzuges s für ein normales Spinnprogramm verschiedene
Drehzahlkurven eingezeichnet, die während des Ablaufes des Ringeinlaufprogramms massgebend
sind. Nach dem dritten Läuferwechsel L3 gemäss Fig. 2 ist eine Maximaldrehzahl mit
dem Wert s20 vorgeschrieben. Während eines Kopsaufbaues wird dann zunächst die Betriebsdrehzahl
der Spindeln gemäss dem Linienzug s in Fig. 3b gesteigert, bis die Betriebsdrehzahl
v den Wert s20 erreicht hat. Darüber findet keine Steigerung der Betriebsdrehzahl
statt. Nach dem nächsten Läuferwechsel L4 wird die Betriebsdrehzahl v bis zum Wert
s21 in Fig. 3b gesteigert. Nach einem weiteren Läuferwechsel kann die Betriebsdrehzahl
v bis zum Wert s22 gesteigert werden, dabei wird der Linienzug s bis zum Punkt B'
durchlaufen. Es wird angenommen, dass der nächste Läuferwechsel L6 gemäss Fig. 2 zum
Zeitpunkt bei dem Punkt C' in Fig. 3b stattfindet. Dieser Läuferwechsel zieht eine
Absenkung der Betriebsdrehzahl v zum Punkt D' hin nach sich. Die Absenkung der Betriebsdrehzahl
kann vom Rechner 22 beispielsweise jeweils nach der augenblicklichen Maximaldrehzahl,
im vorliegenden Fall s22, errechnet werden. Der Reduktionswert kann dabei einen bestimmten
Prozentsatz des augenblicklichen Maximalwertes s22 der Betriebsdrehzahl betragen.
Der Reduktionswert ergibt sich aus Fig. 3b als Differenz der Ordinatenwerte der Punkte
C' und D'. Nach Erreichen des Punktes D' im Ringeinlaufprogramm kann die Drehzahl
wieder gemäss Linie s1 gesteigert werden, bis Punkt E' des Linienzuges s erreicht
ist. Anschliessend läuft wieder das normale Spinnprogramm gemäss Linienzug s bis zum
Ende des Kopsaufbaues ab.
[0016] Fig. 3c zeigt schliesslich in einem Diagramm den Drehzahlverlauf der Spindeln 12'
während zweier Zyklen im Arbeitsprozess der Spinnmaschine. Es wird angenommen, dass
gemäss Diagramm in Fig. 2 das Ringeinlaufprogramm nach dem oberen Linienzug in Fig.
2 abläuft, und dass der letzte Läuferwechsel zum Zeitpunkt L5 stattgefunden hat. Nach
dem Kopswechsel wird die Betriebsdrehzahl v über der Zeit t zunächst gemäss Linienzug
s bis zum Punkt B' gesteigert. Die massgebliche Maximaldrehzahl der Spindeln 12' ist
bis zu diesem Zeitpunkt auf den Wert s22 begrenzt. Dieser Maximalwert der Betriebsdrehzahl
wird bis zum Erreichen des Punktes C' beibehalten, worauf ein nächster Läuferwechsel
L6, wie in Fig. 2 markiert, stattfindet. Nach Absenken der Betriebsdrehzahl bis zum
Punkt D' wird die Betriebsdrehzahl wieder über Linie s1 bis zum Punkt E' gesteigert
und anschliessend gemäss Linienzug s gesenkt, worauf ein Kopswechsel stattfindet.
Während des nächsten Spinnprogrammes bzw. Spinnzyklus wird die Betriebsdrehzahl wieder
gemäss Linienzug s in Fig. 3c bis zum Punkt H' gesteigert, weiter gemäss Linienzug
s110, wobei die Steigungen der Linienzüge s1 und s110 identisch sein können. Nach
Erreichen des Punktes I' ist durch das Ringeinlaufprogramm ein neuer Maximalwert s23
für die Betriebsdrehzahl v der Spindeln vorgesehen. Demnach wird die Betriebsdrehzahl
der Spindeln bis zum Erreichen des Punktes K' den Wert s23 nicht überschreiten.
[0017] Die in den Fig. 2, 3a,3b,3c dargestellten Drehzahlverläufe über der Zeit sind die
vom Komparator bzw. Rechner 22 aus den verschiedenen Programmen ermittelten Sollwerte
für den Regler 20, der die Drehzahl des Motors 14 in Fig. 1 bzw. der Antriebswelle
12 in Fig. 1a über den Stellantrieb 16 bestimmt.
[0018] In Fig. 4 ist schliesslich ein abgewandeltes Betriebsverfahren für die Spinnmaschine
während des Ringeinlaufs bzw. Läufereinlaufs gezeigt, wobei die Betriebsdrehzahlen
der Spindeln nicht nach zeitlich konstanten, sondern variablen Sollwerten eingestellt
werden, und zwar in Abhängigkeit vom Ablauf des Ringeinlaufprogrammes. Während der
Linienzug s den Verlauf der Betriebsdrehzahl für ein normales Spinnprogramm ausserhalb
der Phase des Ringeinlaufes darstellt, geben die Linienzüge sr1,sr2,sr3... Drehzahlverläufe
für die verschiedenen Phasen des Ringeinlaufprozesses an, wobei mit fortschreitender
Dauer dieses Prozesses jeweils höhere Werte für die Betriebsdrehzahlen gelten. Der
Rechner 22 ermittelt in diesem Fall ausgehend vom normalen Sollwert für die Betriebsdrehzahl
s den abhängig vom Ablauf des Spinnprogrammes vorgesehenen Reduktionswert. Im Ringeinlaufprogramm
und im Läufereinlaufprogramm können die jeweils gültigen Verhältniswerte s/sr1, s/sr2
usw. abgespeichert sein, weiterhin die Reduktionswerte s11/sr3, s12/sr3, s13/sr3,
usw. welche gültig sind, wenn während des Ringeinlaufprogrammes ein weiterer Läuferwechsel,
beispielsweise der Läuferwechsel L3 in Fig. 4, durchgeführt wird. Diese Reduktionswerte
bzw. Reduktionsfaktoren für die Errechnung des jeweiligen Sollwertes multipliziert
mit dem augenblicklichen Betriebsdrehzahlwert ergeben dann den jeweils massgeblichen
Sollwert für den Regler 20. In Fig. 4 sind ausgezogen die Drehzahlverläufe für mehrere
Spinnzyklen dargestellt, wobei zum Zeitpunkt R1 ein Ringwechsel durchgeführt wird,
der zu einer Reduktion der Drehzahlwerte vom Linienzug s zunächst auf den Linienzug
sr1 über der Zeit führt. Nach einem ersten Läuferwechsel L1 nach dem Ringwechsel R1
wird die Drehzahl allmählich auf Werte gemäss dem Linienzug sr2 gesteigert. Nach dem
Doffvorgang D1 ist weiterhin die Drehzahlkurve sr2 im Ringeinlaufprogramm massgebend,
bis ein weiterer Läuferwechsel L2 stattfindet. Anschliessend, beim nächsten Schritt
des Ringeinlaufprogrammes, wird die Drehzahl auf Werte gemäss dem Linienzug sr3 gesteigert.
Für den Zeitabschnitt nach dem zweiten Doffvorgang D2, sowie nach dem Läuferwechsel
L3, ist eine weitere Betriebsart dargestellt, bei der aufgrund des Läuferwechsels
L3 nicht mehr die Drehzahlkurve gemäss Linienzug sr3 gültig ist, sondern die rechts
in Fig. 4 dargestellte, treppenartige Kurve gemäss den Linienzügen s11,s12,s13. Für
jeweils kurze Zeitabstände werden verschiedene Reduktionswerte aus dem Läufereinlaufprogramm
verarbeitet, die dann schliesslich zur effektiven Treppenkurve s11,s12 usw. für die
Sollwerte der Betriebsdrehzahl führen.
Legende
[0019]
- 1
- Spinnmaschine
- 11
- Getriebe
- 12
- Antriebswelle
- 12'
- Spindeln
- 13
- Uebersetzungsgetriebe, variabel
- 13a,b
- Riemenscheibe
- 13c
- Riemen
- 14
- Motor
- 15
- Welle
- 16
- Stellantrieb
- 17
- Schwenkhebel
- 18
- Mitnehmer
- 19
- Tachogenerator
- 20
- Regler
- 21
- Sollwertgeber
- 21a
- Steuerleitung
- 22
- Komparator
- 23
- Speicher für Spinnprogramm
- 23a
- Steuerleitung
- 24
- Speicher für Ringeinlaufprogramm
- 24a
- Steuerleitung
- 25
- Speicher für Läufereinlaufprogramm
- 25a
- Steuerleitung
- 26
- Eingabegerät
- 27
- Ausgabegerät
- 20a..27a
- Steuerleitungen
- 28
- Frequenzumrichter
- v
- Betriebsdrehzahl der Spindeln
- t
- Zeit
- s
- Linienzug für Spinnprogramm bzw. Läufergeschwindigkeit während Kopsaufbau
- s1,s11
- Linienzug für reduzierte Läufergeschwindigkeit bei Läufereinlauf
1. Betriebsverfahren für eine Ringspinn- oder Zwirnmaschine, mit Spinnringen und darauf
angeordneten Läufern, die das Garn um Spinnkopse führen, mit einer Einrichtung zum
Aendern der Betriebsdrehzahl der Spindeln, dadurch gekennzeichnet, dass während des
Spinnprozesses laufend Referenzwerte für die Betriebsdrehzahlen eines Spinnprogramms,
eines Ringeinlaufprogramms und eines Läufereinlaufprogramms aus Speichern (23,24,25)
entnommen und miteinander verglichen werden, und dass der jeweils kleinste zu einem
gegebenen Zeitpunkt vorgesehene Wert (s,s22,s11) als massgebender Sollwert für einen
Regler (20) für eine Antriebswelle (12), welche die Betriebsdrehzahl der Spindeln
bestimmt, verwendet wird.
2. Betriebsverfahren für Ringspinnmaschine nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, dadurch
gekennzeichnet, dass aus Datenspeichern (23,24,25) zeitlich variable Referenzwerte
für die Betriebsdrehzahl der Spindeln und ebenfalls variable Reduktionswerte für diese
Referenzwerte einerseits abhängig vom Zustand der Spinnringe und andererseits abhängig
vom Zustand der Ringläufer abgerufen werden, und dass aus den Referenzwerten und Reduktionswerten
zeitlich variable Sollwerte für einen Regler (20) gebildet werden, der die Betriebsdrehzahl
der Spindeln (12') beeinflusst.
3. Betriebsverfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Zustand
der Spinnringe und Läufer durch Temperaturmessungen festgestellt wird und nach Vergleich
mit Erfahrungswerten für die Temperaturen das Ringeinlauf- bzw. Läufereinlaufprogramm
angepasst wird, so dass der Einlauf bei Einhaltung bestimmter Grenzwerte für die Temperaturen
früher oder später im Vergleich zum vorgegebenen Programm beendet ist.
4. Betriebsverfahren für Spinnmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass
aus einem Speicher (23) für das Spinnprogramm Referenzwerte für die Betriebsdrehzahl
der Spindeln entnommen werden, und dass aus einem Speicher (24) für das Ringeinlaufprogramm
Differenzwerte, um welche die Betriebsdrehzahlreferenzwerte der Spindeln reduziert
werden sollen, entnommen werden, und dass aus einem weiteren Speicher (25) Drehzahlreduktionswerte
entnommen werden, welche mit Betriebsdrehzahlreferenzwerten multipliziert Betriebsdrehzahldifferenzwerte
während des Läufereinlaufes ergeben, und dass der jeweils grössere Differenzwert oder
beide Differenzwerte vom jeweiligen Referenzwert für die Betriebsdrehzahl der Spindeln
aus dem Speicher (23) abgezogen wird, und dass der nach Abzug verbleibende Restwert
als massgebender Sollwert für einen Regler (20) verwendet wird, der die Drehzahl einer
Antriebswelle (12) bestimmt, welche zum Antrieb der Spindeln dient.
5. Betriebsverfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
im Speicher (24) mehrere Ringeinlaufprogramme geladen sind, welche für den jeweiligen
Betriebszustand der Spinnmaschine aufrufbar sind, und zwar in Abhängigkeit vom Spinngarn
und/oder von der Art bzw. dem Zustand der Spinnringe.
6. Betriebsverfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
nach einem Wechsel der Spinnringe die Betriebsdrehzahlen der Spindeln je nach Ringeinlaufprogramm
auf bestimmte Werte reduziert werden, und dass diese Werte (s20,s21,s22) stufenweise
erhöht werden bis zum Ende des Ringeinlaufprogrammes.
7. Betriebsverfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils vor einer
weiteren Steigerung der Betriebsdrehzahl ein Wechsel der Läufer durchgeführt bzw.
vom Regler 20 verlangt und angezeigt wird.
8. Beriebsverfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils nach einem
Wechsel der Läufer in der Spinnmaschine die Betriebsdrehzahl der Spindeln um einen
Wert vermindert wird, der sich aus dem augenblicklichen Referenzwert multipliziert
mit einem Drehzahlreduktionswert aus dem Läufereinlaufprogramm des Speichers (25)
ergibt.
9. Ringspinn- oder Ringzwirnmaschine zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorstehenden
Ansprüche, mit Spinnringen und darauf angeordneten Läufern, die das Garn um Spinnkopse
führen, mit einer Einrichtung zum Aendern der Betriebsdrehzahl der Spindeln, dadurch
gekennzeichnet, dass neben einem Speicher (23) für das Spinnprogramm mindestens ein
Speicher (24) für ein Ringeinlaufprogramm und ein Speicher (25) für ein Läufereinlaufprogramm
vorgesehen ist, und dass diese Speicher (23,24,25) mit einem Komparator (22) verbunden
sind, in welchem die Sollwerte aus den von den Speichern (23 bis 25) übermittelten
Programmwerten gebildet werden, und dass der Komparator (22) mit einem Sollwertgeber
(21) und dieser mit einem Regler (20) verknüpft ist, der in einer Wirkungsverbindung
mit einer die Betriebsdrehzahl mindestens einer Spindel beeinflussenden Antriebswelle
(12) steht.
10. Spinnmaschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Regler (20) über eine
Steuerleitung (20a) mit einem variablen Stellantrieb (13,16) der Spinnmaschine (1)
verbunden ist.
11. Spinnmaschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Regler (20) über eine
Steuerleitung (20a) mit einem Motor (14) verbunden ist, der mit einer Antriebswelle
(12) für den Antrieb der Spindeln gekoppelt ist.
12. Spinnmaschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Regler (20) über eine
Steuerleitung (20a) mit einem Frequenzumrichter (28) für den Motor (14) verbunden
ist.
1. An operating method for a ring spinning machine or doubling frame, with spinning rings
and travellers arranged thereon which guide the yarn around spinning cops, with a
device for changing the operating speed of the spindles, characterized in that during
the spinning process reference values for the operating speeds of a spinning program,
a ring run-up program and a traveller run-up program are obtained from memories (23,
24, 25) and compared with one another, and that the smallest value (s, s22, s11) provided
at a given time is used as the determining value for a controller (20) for a drive
shaft (12) which defines the operating speed of the spindles.
2. An operating method for a ring spinning machine as claimed in the preamble of claim
1, characterized in that reference values variable over time for the operating speed
of the spindle and also variable reduction values for said reference values depending,
on the one hand, on the condition of the spinning rings and, on the other hand, on
the condition of the ring travellers are retrieved from data memories (23, 24, 25)
and that from the reference values and the reduction values temporally variable set
values for a controller (20) are formed which influence the operating speed of the
spindles (12').
3. An operating method as claimed in claim 1 or 2, characterized in that the condition
of the spinning rings and travellers is determined by temperature measurements and
that the ring run-up or traveller run-up program is adapted after comparison with
empirical values, so that under adherence to certain thresholds for the temperature
the run-up is terminated earlier or later as compared with the preset program.
4. An operating method for a spinning machine as claimed in claim 2, characterized in
that reference values for the operating speed of the spindles are retrieved from a
memory (23) for the spinning program, and that difference values, by which the operating
speed reference values of the spindles are to be reduced, are retrieved from a memory
(24) for the ring run-up program, and that speed reduction values are retrieved from
a memory which result in operating speed difference values during the traveller run-up
when multiplied with operating speed reference values, and that the respectively bigger
difference value or both difference values are deducted from the respective reference
value for the operating speed of the spindle from the memory (23), and that the residual
value remaining after the deduction is used as the determining set value for a controller
(20) which defines the speed of a drive shaft (12) used for driving the spindles.
5. An operating method as claimed in one of the previous claims, characterized in that
several ring run-up programs are loaded into the memory (24) which are executable
for the respective operating condition of the spinning machine, namely depending on
the spinning yarn and/or the type and the condition of the spinning rings.
6. An operating method as claimed in one of the previous claims, characterized in that
after a change of the spinning rings the operating speeds of the spindles are reduced
to specific values depending on the ring run-up program, and that said values (s20,
s21, s22) are increased step-by-step until the end of the ring run-up program.
7. An operating method as claimed in claim 6, characterized in that before any further
increase of the operating speed a change of the traveller is carried out or demanded
and indicated by controller 20.
8. An operating method as claimed in claim 7, characterized in that after a change of
the travellers in the spinning machine, the operating speed of the spindles is reduced
by a value which results from the momentary reference value multiplied by a speed
reduction value from the traveller run-up program of the memory (25).
9. A ring spinning machine or doubling frame for carrying out the method as claimed in
one of the previous claims, with spinning rings and travellers arranged thereon which
guide the yarn around spinning cops and with a device for changing the operating speed
of the spindles, characterized in that in addition to a memory (23) for the spinning
program at least one memory (24) for a ring run-up program and a memory (25) for a
traveller run-up program are provided, and that said memories (23, 24, 25) are connected
to a comparator (22), in which the set values are formed from the program values transmitted
by the memories (23 to 25), and that the comparator (22) is coupled with a set point
device (21) and the device with a controller (20) which is in effective connection
with a drive shaft (12) influencing the operating speed of at least one spindle.
10. A spinning machine as claimed in claim 9, characterized in that the controller (20)
is connected via a control line (20a) to a variable actuating drive (13, 16) of the
spinning machine (1).
11. A spinning machine as claimed in claim 9, characterized in that the controller (20)
is connected via a control line (20a) to a motor (14) which is coupled to a drive
shaft (12) for driving the spindles.
12. A spinning machine as claimed in claim 9, characterized in that the controller (20)
is connected via a control line (20a) to a frequency converter (28) for the motor
(14).
1. Procédé d'exploitation pour une machine à filer à anneaux ou à retordre à anneaux,
avec des anneaux de filage et des curseurs disposés sur ces anneaux, curseurs qui
guident le fil autour des bobines de filage, avec un arrangement servant a varier
le nombre de tours de régime des broches,
caractérisé par le fait que,
pendant le processus de filage, des valeurs de référence sont prélevées continuellement
hors des mémoires (23, 24, 25) d'un programme de filage, d'un programme de rodage
d'anneaux et d'un programme de rodage de curseurs, pour les nombres de tours de régime,
et sont comparées entre elles, et que chaque plus petite valeur (s, s22, s11), prévue
pour un moment déterminé, est utilisée comme valeur de consigne témoin pour un régleur
(20) qui actionne un arbre d'entraînement (12) déterminant le nombre de tours de régime
des broches.
2. Procédé d'exploitation pour une machine à filer à anneaux, selon le préambule de la
revendication 1,
caractérisé par le fait que
des valeurs de référence, variables dans le temps, sont appelées depuis des mémoires
de données (23, 24, 25) pour le nombre de tours de régime des broches, et des valeurs
de réduction, également variables, sont appelées pour ces valeurs de référence d'une
part en dépendance de l'état des anneaux de filage et d'autre part en dépendance de
l'état des curseurs d'anneaux, et que, par les valeurs de référence et les valeurs
de réduction, des valeurs de consigne, variables dans le temps, sont formées pour
un régleur (20) qui influence le nombre de tours de régime des broches (12').
3. Procédé d'exploitation selon revendication 1 ou 2,
caractérisé par le fait que
l'état des anneaux de filage et des curseurs est déterminé par des mesures de températures
et, après comparaison avec des valeurs d'expérience pour les températures, le programme
de rodage d'anneaux respectivement de rodage de curseurs est adapté, de sorte que
le rodage est terminé plus tôt ou plus tard en maintenant des valeurs limites déterminées
pour les températures, en comparaison avec le programme prédéterminé.
4. Procédé d'exploitation pour une machine à filer selon revendication 2,
caractérisé par le fait que
des valeurs de référence pour le nombre de tours de régime des broches sont prélevées
hors d'une mémoire (23) pour le programme de filage, et que, hors d'une mémoire (24)
pour le programme de rodage d'anneaux, des valeurs de différence sont prélevées, avec
lesquelles les valeurs de référence du nombre de tours de régime des broches doivent
être réduites, et que des valeurs de réduction du nombre de tours de régime sont prélevées
hors d'une autre mémoire (25), valeurs qui, multipliées avec des valeurs de référence
du nombre de tours de régime, donnent des valeurs de différence du nombre de tours
de régime pendant le rodage des curseurs, et que la valeur de différence plus grande,
ou les deux valeurs de différence, sont extraites de la valeur de référence correspondante
de la mémoire (23) pour le nombre de tours de régime des broches, et la valeur résiduelle
restante après l'extraction est utilisée comme valeur de consigne témoin pour un régleur
(20) qui détermine le nombre de tours d'un arbre d'entraînement (12) servant a l'entraînement
des broches.
5. Procédé d'exploitation selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que
plusieurs programmes de rodage d'anneaux sont chargés dans la mémoire (24), programmes
qui peuvent être appelés pour l'état actuel de fonctionnement de la machine à filer,
et ceci en dépendance du fil filé et/ou du type respectivement de l'état des anneaux
de filage.
6. Procédé d'exploitation selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que,
après un échange des anneaux de filage, les nombres de tours de régime des broches
sont réduits à des valeurs déterminées, selon le programme de rodage d'anneaux, et
que ces valeurs (s20, s21, s22) sont augmentées par échelonnement jusqu'à la fin du
programme de rodage d'anneaux.
7. Procédé d'exploitation selon revendication 6,
caractérisé par le fait que,
avant une autre augmentation du nombre de tours de régime, un échange des curseurs
est réalisé, respectivement est demandé et est indiqué par le régleur (20).
8. Procédé d'exploitation selon revendication 7,
caractérisé par le fait que,
après un échange des curseurs dans la machine à filer, le nombre de tours de régime
des broches est diminué d'une valeur qui résulte de la valeur de référence instantanée
multipliée par une valeur de réduction du nombre de tours, venant de la mémoire (25)
du programme de rodage de curseurs.
9. Machine à filer à anneaux ou à retordre a anneaux servant à la réalisation du procédé
selon l'une des revendications précédentes, avec des anneaux de filage et des curseurs
disposés sur ces anneaux, curseurs qui guident le fil autour des bobines de filage,
avec un arrangement servant à varier le nombre de tours de régime des broches,
caractérisée par le fait que,
en plus d'une mémoire (23) pour le programme de filage, au moins une mémoire (24)
est prévue pour un programme de rodage d'anneaux, et une mémoire (25) est prévue pour
un programme de rodage de curseurs, et que ces mémoires (23, 24, 25) sont reliées
avec un comparateur (22) dans lequel les valeurs de consigne sont formées à partir
des valeurs de programme transmises par les mémoires (23 à 25), et que le comparateur
(22) est relié avec un donneur de valeurs de consigne (21), et celui-ci est relié
avec un régleur (20) qui se tient en liaison d'action avec un arbre d'entraînement
(12) qui influence le nombre de tours de régime d'au moins une broche.
10. Machine a filer selon revendication 9,
caractérisée par le fait que
le régleur (20) est relié avec un entraînement pas à pas (13, 16) variable de la machine
a filer (1), par une conduite d'asservissement (20a).
11. Machine à filer selon revendication 9,
caractérisée par le fait que
le régleur (20) est relié avec un moteur (14) par une conduite d'asservissement (20a),
moteur qui est accouplé avec un arbre d'entraînement (12) pour l'entraînement des
broches.
12. Machine à filer selon revendication 9,
caractérisée par le fait que
le régleur (20) est relié avec un changeur de fréquence (28) pour le moteur (14),
par une conduite d'asservissement (20a).