[0001] Die Erfindung betrifft eine Aufzugsanlage für Zonenbetrieb in einem hohen Gebäude
mit mindestens einer Zone, mit mindestens einer Haupthaltestelle und mit einer aus
mindestens zwei Aufzügen bestehenden Aufzugsgruppe, bei der die aus mindestens einem
Abteil bestehenden Aufzugskabinen der Aufzüge den Personenverkehr zwischen der Haupthaltestelle
und den Zonen bewältigen, wobei zur Registrierung der von den Aufzugsbenutzern gewünschten
Fahrten in die Zonen eine handfrei betätigbare Einrichtung vorgesehen ist und die
Zonenrufe von einer Steuereinrichtung dem Aufzug mit den bestmöglichen Fahrbedingungen
zur Ausführung sofort zugeteilt werden und zur Visualisierung des zugeteilten Aufzuges
eine Anzeigeeinrichtung vorgesehen ist, die dem Aufzugsbenutzer nach der Wahl der
gewünschten Zone den zu benutzenden Aufzug bekannt macht.
[0002] Aus der Patentschrift EP-B1 0 301 178 ist eine Gruppensteuerung mit Sofortzuteilung
von Zielrufen bekannt, bei der auf der Haupthaltestelle lediglich Stockwerke einer
bestimmten Zone manuell gewählt werden können. Auf den übrigen Stockwerken sind die
Zielstockwerke frei wählbar, welche von der Gruppensteuerung dem Aufzug mit den bestmöglichen
Fahrbedingungen zur Ausführung zugeteilt werden.
[0003] Einerseits werden auf der Haupthaltestelle jedem Aufzug durch Unterdrücken der Wahl
bestimmter Stockwerke feste Zonen zugeteilt, andererseits werden die Zielrufe der
übrigen Stockwerke dem Aufzug mit den bestmöglichen Fahrbedingungen frei zugeteilt.
Der Mischbetrieb von fester Zonenzuteilung und freier Zielrufzuteilung beeinträchtigt
die Leistungsfähigkeit der Aufzugsgruppe in nachteiliger Weise.
[0004] Hier will die Erfindung Abhilfe schaffen. Die Erfindung, wie sie in den Ansprüchen
gekennzeichnet ist, löst die Aufgabe, die Nachteile der bekannten Einrichtung zu vermeiden
und eine Aufzugsanlage mit Sofortzuteilung von Zonenrufen zu schaffen, bei der ein
vom Zwischenstockwerkbetrieb unabhängiger Zonenbetrieb machbar ist.
[0005] Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind im wesentlichen darin zu sehen,
dass insbesondere bei hohem Verkehrsaufkommen auf der Haupthaltestelle die Leistungsfähigkeit
der Aufzugsanlage besser genutzt werden kann und dass dem Aufzugsbenutzer insbesondere
bei hohen Gebäuden klar strukturierte Verkehrswege zur Verfügung stehen. Weitere Vorteile
sind darin zu sehen, dass durch die Bekanntgabe des Fahrzieles keine Wartezeiten entstehen
können und dass bei der Bekanntgabe des Fahrzieles beide Hände frei bleiben, was insbesondere
Behinderten zu Gute kommt.
[0006] Im folgenden wird die Erfindung anhand von lediglich einen Ausführungsweg darstellenden
Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer Haupthaltestelle einer Aufzugsanlage mit einer
aus drei Aufzügen bestehenden Aufzugsgruppe und mit Mitteln zur Erfassung von Zonenrufen,
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung der Zonung in einem hohem Gebäude und die Bedienung
der Zonen und Stockwerke durch Aufzugsgruppen,
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung einer Steuereinrichtung für einen Aufzug der aus drei
Aufzügen bestehenden Aufzugsgruppe,
- Fig. 4
- ein Schaltschema einer Rufregistriereinrichtung der Steuereinrichtung gemäss Fig.
2,
- Fig. 5
- eine schematische Darstellung der Struktur eines einem Aufzug zugeordneten Zonenrufspeichers
der Steuereinrichtung gemäss Fig. 2 und eine Koinzidenzschaltung für die Rufzuteilung
und
- Fig. 6
- eine schematische Darstellung einer Steuereinrichtung für eine Anzeige der zugeteilten
Zonenrufe auf der Haupthaltestelle der aus drei Aufzügen bestehenden Aufzugsgruppe.
[0007] In den Fig. 1 bis 6 ist mit ABC eine aus drei Aufzügen A;B;C bestehende Aufzugsgruppe
bezeichnet mit der der Personenverkehr zwischen mindestens einer Haupthaltestelle
HH und Zonen Z0;Z1...Zn in einem hohen Gebäude bewältigt wird. Der auf der Haupthaltestelle
HH ankommende gebäudefüllende Personenverkehr ist mit auf die Aufzugsgruppe ABC weisenden
Pfeilen P0;P1...Pn symbolisiert. Der auf der Haupthaltestelle HH ankommende gebäudeverlassende
Personenverkehr ist mit von der Aufzugsgruppe ABC wegweisenden Pfeilen Pa symbolisiert.
Jeder gebäudefüllende Aufzugsbenutzer passiert eine einer Zone Z0;Z1...Zn zugeordnete
Pforte G0;G1...Gn, in der ein Sensor S0;S1...Sn den Aufzugsbenutzer registriert. Durch
die Wahl der entsprechenden Pforte G0;G1...Gn teilt der Aufzugsbenutzer seine gewünschte
Zone Z0;Z1...Zn ohne manuelle Betätigung einer Rufregistriereinrichtung der Aufzugssteuerung
mit. Als Ausführungsvarianten des Sensors S0;S1...Sn sind Lichtschranken, Drehkreuze,
Lastaufnehmer, Infrarotdetektoren, induktiv oder kapazitiv arbeitende Detektoren,
Kameras, auf dem Radarprinzip arbeitende Detektoren oder andere den Aufzugsbenutzer
detektierende Einrichtungen vorgesehen. Die Pforten G0:G1...Gn sind je nach Ausführungsvariante
des Sensors S0;S1...Sn ausgebildet. Bei Drehkreuzen bestehen die Pforten G0;G1...Gn
beispielsweise aus türähnlichen Eingängen, bei Lastaufnehmern bestehen die Pforten
G0;G1...Gn beispielsweise aus Bodenmarkierungen und lastdetektierenden Bodenplatten.
Die Signale der Sensoren S0;S1...Sn werden an die Steuereinrichtungen der Aufzüge
A;B;C weitergeleitet, die wiederum dem Aufzugsbenutzer vor dem Verlassen der Pforte
G0;G1...Gn den jeweiligen zugeteilten Aufzug mittels einer Anzeigeeinrichtung D0;D1...Dn
auf der Haupthaltestelle HH mitteilen.
[0008] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist eine Haupthaltestelle HH dargestellt von
der aus über der Haupthaltestelle HH liegende Zonen Z0;Z1...Zn bedient werden. Je
nach Gebäudestruktur ist mindestens eine Haupthaltestelle HH vorgesehen von der aus
über der Haupthaltestelle HH liegende Zonen Z0;Z1...Zn und unter der Haupthaltestelle
HH liegende Zonen -Z0;-Z1...-Zn bedient werden.
[0009] Die Aufzugsgruppe ABC besteht im vorliegenden Ausführungsbeispiel aus drei Aufzügen
A;B;C, die eindeckige oder mehrdeckige Aufzugskabinen aufweisen. Je nach Gebäudehöhe
und je nach Verkehrsaufkommen sind Aufzugsgruppen mit zwei oder mehr als drei Aufzügen
vorgesehen.
[0010] Je Zone Z0;Z1...Zn ist mindestens eine Aufzugsgruppe abc vorgesehen, die den Verkehr
auf den Stockwerken E0;E1...En bewältigt. Im Unterschied zur Haupthaltestelle HH teilt
der Aufzugsbenutzer der Aufzugssteuerung sein Zielstockwerk mittels Rufregistriereinrichtungen
mit Tastaturen oder Stockwerkknöpfen mit. Der Zielruf wird von der Aufzugssteuerung
sofort einem Aufzug der Gruppe zugeteilt und dem Aufzugsbenutzer mittels einer Anzeigeeinrichtung
als der zu benutzende Aufzug mitgeteilt.
[0011] In einer weiteren Ausführungsvariante ist anstelle der manuell betätigbaren Rufregistriereinrichtung
die vorstehend beschriebene erfindungsgemässe handfrei betätigbare Einrichtung zur
Registrierung der Stockwerkrufe vorgesehen.
[0012] In der Fig. 3 ist mit 1 ein Aufzugsschacht des Aufzuges A der aus beispielsweise
drei Aufzügen A;B;C bestehenden Aufzugsgruppe ABC bezeichnet. Eine Fördermaschine
2 treibt über ein Förderseil 3 eine im Aufzugsschacht geführte Kabine 4 an, wobei
n Zonen Z0 bis Zn bedient werden, von denen lediglich Z0, Z1 und Zn dargestellt sind.
Die Fördermaschine 2 wird von einer aus dem EP-B 0 026 406 bekannten Antriebssteuerung
gesteuert, wobei die Sollwerterzeugung, die Regelfunktionen und die Stopeinleitung
mittels eines Mikrocomputersystems 5 realisiert werden, und wobei mit 6 die Mess-
und Stellglieder der Antriebssteuerung symbolisiert sind, die über ein erstes Interface
IF1 mit dem Mikrocomputersystem 5 in Verbindung stehen. Die Kabine 4 weist eine Lastmesseinrichtung
7 und eine den jeweiligen getriebszustand der Kabine signalisierende Einrichtung auf,
welche ebenfalls über das erste Interface IF1 mit dem Mikrocomputersystem 5 verbunden
sind. Rufe für Fahrten zu gewünschten Zonen Z0;Z1...Zn werden von einer nachstehend
an Hand der Fig. 4 näher erläuterten Rufregistriereinrichtung 9 erfasst. Die Rufregistriereinrichtung
9 ist über einen Adressenbus AB und einen Dateneingabeleiter CRUIN eines seriellen
Ein-Ausgabebusses CRU mit dem Mikrocomputersystem 5 und einer mit dem EP-B 0 062 141
bekanntgewordenen, aus einer Vergleichseinrichtung 10 und einem DMA-Baustein bestehenden
Eingabeeinrichtung verbunden. Die Rufregistriereinrichtung 9 steht ferner über eine
Leitung 11 mit den Microcomputersystemen und Eingabeeinrichtungen der Aufzüge B und
C in Verbindung.
[0013] Das Microcomputersystem 5 besteht aus einem Hauphaltestellenspeicher RAM1, einem
nachstehend an Hand der Fig. 5 näher beschriebenen Zonenrufspeicher RAM2, einem die
momentane Kabinenlast und den Betriebszustand der Kabine speichernden Speicher RAM3,
je einem Kostenspeicher RAM4 für AUF- und AB-Fahrtrichtung, je einem Zuteilungsspeicher
RAM5 für AUF- und AB-Fahrtrichtung, einem Programmspeicher EPROM und einem Mikroprozessor
CPU, der über den Adressenbus AB, einen Datenbus DB und einen Steuerbus STB mit den
Speichern RAM1...RAM5;EPROM verbunden ist. Mit R1 und R2 sind ein erster und ein zweiter
Abtaster einer Abtasteinrichtung bezeichnet, wobei die Abtaster R1;R2 Register sind,
mittels welcher den Zonennummern und der Laufrichtung entsprechende Adressen gebildet
werden. Mit R3 ist ein Selektor in Form eines weiteren Registers bezeichnet, welcher
bei fahrender Kabine die Adresse derjenigen Zone anzeigt, auf der die Kabine noch
anhalten könnte. Wie aus vorstehend genannter Antriebssteuerung bekannt, sind den
Selektoradressen Zielwege zugeordnet, die mit einem in einem Sollwertgeber erzeugten
Zielweg verglichen werden. Bei Gleichheit der Wege und Vorliegen eines Haltebefehls
wird die Verzögerungsphase eingeleitet. Ist kein Haltebefehl vorhanden, so wird der
Selektor R3 auf die nächste Zone geschaltet.
[0014] Die Mikrocomputersysteme der einzelnen Aufzüge A;B;C sind über eine aus dem EP-B
0 050 304 bekannte Kostenvergleichseinrichtung 12 und ein zweites Interface IF2 sowie
über ein aus dem EP-B 0 050 305 bekanntes Partyline-Übertragungssystem 13 und ein
drittes Interface IF3 miteinander verbunden.
[0015] In Fig. 4 ist ein Schaltschema der Rufregistriereinrichtung 9 der Steuereinrichtung
gemäss Fig. 2 näher erläutert. Mit K0;K1...Kn sind Kontakte der die Aufzugsbenutzer
auf der Haupthaltestelle HH registrierenden Sensoren S0;S1...Sn bezeichnet. Die registrierten
Aufzugsbenutzer werden von der Steuereinrichtung als Zonenrufe interpretiert, wobei
beispielsweise ein in der Pforte G1 registrierter Aufzugsbenutzer als Zonenruf für
die Zone Z1 angesehen wird. Die symbolisch dargestellten Kontakte K0;K1...Kn werden
üblicherweise in der Form von Halbleiterbausteinen zugehörigen Ausgangsstufen realisiert.
Die Kontakte K0;K1...Kn stehen mit den Eingängen S der Rufspeicher 27.0;27.1...27.n
in Verbindung. Die Ausgänge Q der Rufspeicher 27.0;27.1...27.n sind mit den Eingängen
eines Multiplexers 28 und eines ODER-Gliedes 29 verbunden, dessen Ausgang am ersten
Eingang des Multiplexers 28 angeschlossen ist. Der Multiplexer 28 steht ausserdem
mit dem Adressenbus AB in Verbindung und ist ausgangsseitig am Dateneingabeleiter
CRUIN angeschlossen. Die Ausgänge Q der Rufspeicher 27.0;27.1...27.n sind über Leitungen
11 mit den Multiplexern 28 und den ODER-Gliedern der Aufzüge B und C verbunden. Über
den Multiplexer 28 können die Rufspeicher 27.0;27.1...27.n abgetastet und gespeicherte
Zonenrufe in das Mikrocomputersystem 5 des betreffenden Aufzuges übertragen werden.
Hierbei wird bei Vorhandensein mindestens eines Zonenrufes der erste Eingang des Multiplexers
28 über das ODER-Glied 29 aktiviert und die zugeordnete Adresse als Adresse der Haupthaltestelle
HH interpretiert. Die den übrigen Eingängen des Multiplexers 28 zugeordneten Adressen
werden als Adressen von Zonenrufen interpretiert.
[0016] Wie aus dem in der Beschreibung zu Fig. 3 erwähnten EP-B 0 062 141 bekannt, erfolgt
die Übertragung der Zonenrufe in das Mikrocomputersystem 5 in der Weise, dass der
Mikroprozessor CPU durch ein Freigabesignal CIEN seine Bereitschaft zur Annahme von
Unterbrechungsanforderungen CINT signalisiert. Durch das Freigabesignal wird der DMA-Baustein
aktiviert und übernimmt die Kontrolle über den Adressenbus AB und den seriellen Ein-
Ausgabebus CRU. Mittels der nun vom DMA-Baustein erzeugten Adressen werden die Rufspeicher
27.0;27.1...27.n der Rufregistriereinrichtung 9 und ein Schreib-Lesespeicher Flag-RAM
der Vergleichseinrichtung 10 abgefragt. In der Vergleichseinrichtung 10 wird der Inhalt
der Rufspeicher 27.0;27.1...27.n und der zugeordneten Speicherplätze des Schreib-Lesespeichers
Flag-RAM miteinander verglichen. Bei Ungleichheit wird die DMA-Operation beendet und
eine Unterbrechungsanforderung CINT erzeugt. Der Mikroprozessor CPU führt nun ein
Interruptprogramm durch, wobei der das auf dem Dateneingabeleiter CRUIN befindliche
Datenbit liest und unter der auf dem Adressenbus AB befindlichen Adresse in den Haupthaltestellenspeicher
RAM1 oder in den Zonenrufspeicher RAM2 und über einen Datenleiter D0 des Datenbusses
DB in den Schreib-Lesespeicher Flag-RAM einschreibt.
[0017] Gemäss Fig. 5 besteht der Zonenrufspeicher RAM2 aus einem ersten Speicher RAM2',
welcher der Anzahl der Zonen entsprechende Speicherplätze aufweist, und in dem bereits
zugeteilte Rufe gespeichert sind. Mit RAM2.0; RAM2.1...RAM2.n sind weitere, den Zonen
Z0;Z1...Zn zugeordnete Speicher bezeichnet, die ebenfalls der Anzahl der Zonen entsprechende
Speicherplätze aufweisen. In die weiteren Speicher RAM2.0;RAM2.1...RAM2.n werden mittels
des im vorstehenden Abschnitt beschriebenen Verfahrens lediglich die erfassten Zonenrufe
übertragen, die noch keiner bestimmten Kabine zugeteilt sind. Der erste Speicher RAM2',
die weiteren Speicher RAM2.0; RAM2.1...RAM2.n, der Haupthaltestellenspeicher RAM1
und der Zuteilungsspeicher RAM5 sind über eine durch UND-Glieder 50 und 51 versinnbildlichte
Koinzidenzschaltung miteinander verknüpft. Die vom Mikroprozessor CPU aufgrund eines
Programmes bei jeder Stellung des zweiten Abtasters R2 gebildete Koinzidenzschaltung
bewirkt, dass bei Koinzidenz einer Zuteilungsanweisung und eines Zonenrufes bei der
gleichen Haupthaltestelle, die im zugeordneten weiteren Speicher gespeicherten Rufe
in den ersten Speicher RAM2' übertragen werden, womit sie zugeteilt und für die Abtastung
durch den Selektor R3 freigegeben sind. Gemäss gewähltem Beispiel ist in Fig. 5 lediglich
der Zuteilungsspeicher RAM5 für die AUF-Fahrtrichtung dargestellt. Die Zuteilung eines
Haupthaltestellenrufes und der auf der entsprechenden Haupthaltestelle gewünschten
Zone erfolgt in ähnlicherweise wie bei dem im Stand der Technik gewürdigten EP-B 0
032 213.
[0018] Fig. 6 zeigt eine schematische Darstellung einer Steuereinrichtung für die Anzeige
der zugeteilten Zonenrufe auf der Haupthaltestelle HH der aus drei Aufzügen A;B;C
bestehenden Aufzugsgruppe ABC. Je Pforte G0;G1...Gn ist eine Anzeigeeinrichtung D0;D1...Dn
vorgesehen, die über nachstehend näher beschriebene weitere Steuerschaltungen 71;72;80
mit den Aufzügen A;B;C zugeordneten Microcomputersystemen 5a;5b;5c verbunden sind.
Die eine weitere Steuerschaltung 71 besteht aus drei Adressendecodierern 74, drei
Monoflops 75 und drei je zwei Eingänge aufweisende UND-Gliedern 76. Die anderen weiteren
Steuerschaltungen 72;80 bestehen lediglich aus drei UND-Gliedern 78;81. Die Adressendecodierer
74 sind eingangsseitig jeweils mit einem Adressenbus AB und einer Baustein-Freigabeleitung
ce der zugeordneten Mikrocomputersysteme 5a;5b;5c verbunden. Ausgangsseitig stehen
die Adressendekodierer 74 mit den Eingängen der Monoflops 75 in Verbindung, deren
Ausgänge an je einen Eingang der UND-Glieder 76;78;81 angeschlossen sind. Die anderen
Eingänge der UND-Glieder 76;78;81 sind über Freigabeleitungen L0;L1...Ln mit den Sensoren
S0;S1...Sn verbunden, sodass bei der Registrierung eines Aufzugspassagiers und bei
der Anzeige des zugeteilten Aufzuges lediglich die zugeordnete Anzeigeeinrichtung
D0;D1...Dn freigeschaltet ist.
1. Aufzugsanlage für Zonenbetrieb in einem hohen Gebäude mit mindestens einer Zone (Z0;Z1...Zn),
mit mindestens einer Haupthaltestelle (HH) und mit einer aus mindestens zwei Aufzügen
(A;B;C) bestehenden Aufzugsgruppe (ABC), bei der die aus mindestens einem Abteil bestehenden
Aufzugskabinen der Aufzüge (A;B;C) den Personenverkehr zwischen der Haupthaltestelle
(HH) und den Zonen (Z0;Z1...Zn) bewältigen, wobei zur Registrierung der von den Aufzugsbenutzern
gewünschten Fahrten in die Zonen (Z0;Z1...Zn) eine handfrei betätigbare Einrichtung
vorgesehen ist und die Zonenrufe von einer Steuereinrichtung dem Aufzug (A;B;C) mit
den bestmöglichen Fahrbedingungen zur Ausführung sofort zugeteilt werden und zur Visualisierung
des zugeteilten Aufzuges (A:B:C) eine Anzeigeeinrichtung (D0;D1...Dn) vorgesehen ist,
die dem Aufzugsbenutzer nach der Wahl der gewünschten Zone (Z0;Z1...Zn) den zu benutzenden
Aufzug (A:B:C) bekannt macht.
2. Aufzugsanlage nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Einrichtung zur Registrierung der gewünschten Fahrten den Zonen (Z0;Z1...Zn)
zugeordnete Pforten (G0;G1...Gn) aufweist, an deren Eingänge Sensoren (S0;S1...Sn)
zur Erfassung der Aufzugsbenutzer und an deren Ausgängen die Anzeigeeinrichtungen
(D0;D1...Dn) zur Anzeige des zugeteilten Aufzuges (A;B;C) angeordnet sind.
3. Aufzugsanlage nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass als Sensoren (S0;S1...Sn) Lichtschranken, Drehkreuze, Lastaufnehmer, Infrarotdetektoren,
induktiv oder kapazitiv arbeitende Detektoren, Kameras, auf dem Radarprinzip arbeitende
Detektoren oder andere den Aufzugspassagier detektierende Einrichtungen vorgesehen
sind.
4. Aufzugsanlage nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Einrichtung zur Registrierung der gewünschten Fahrten eine Rufregistriereinrichtung
(9) aufweist, bei der den Sensoren (S0;S1...Sn) zugehörige Kontakte (K0;K1...Kn) mit
Eingängen (S) von Rufspeichern (27.0;27.1...27.n) in Verbindung stehen und Ausgänge
(Q) der Rufspeicher (27.0;27.1...27.n) mit Eingängen eines Multiplexers (28) und eines
ODER-Gliedes (29) verbunden sind, dessen Ausgang am ersten Eingang des Multiplexers
(28) angeschlossen ist, der mit einem Adressenbus (AB) eines Mikrocomputersystems
(5) verbunden ist, wobei die Ausgänge (Q) der Rufspeicher (27.0;27.1...27.n) über
Leitungen 11 mit den Multiplexern (28) und den ODER-Gliedern der übrigen Aufzüge (B;C)
verbunden sind.
5. Aufzugsanlage nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Anzeigeeinrichtungen (D0;D1...Dn) über weitere Steuerschaltungen (71;72;80)
mit den Aufzügen (A;B;C) zugeordneten Microcomputersystemen (5a;5b;5c) verbunden sind,
wobei eine weitere Steuerschaltung (71) aus drei Adressendecodierern (74), drei Monoflops
(75) und drei je zwei Eingänge aufweisende UND-Gliedern (76) besteht und dass die
anderen weiteren Steuerschaltungen (72;80) aus drei UND-Gliedern (78;81) bestehen
und die Adressendecodierer (74) eingangsseitig jeweils mit einem Adressenbus (AB)
und einer Baustein-Freigabeleitung (ce) der zugeordneten Mikrocomputersysteme (5a;5b;5c)
verbunden sind und dass die Adressendekodierer (74) ausgangsseitig mit den Eingängen
der Monoflops (75) in Verbindung stehen, deren Ausgänge an je einen Eingang der UND-Glieder
(76;78;81) angeschlossen sind, wobei die anderen Eingänge der UND-Glieder (76;78;81)
über Freigabeleitungen (L0;L1...Ln) mit den Sensoren (S0;S1...Sn) verbunden sind.
6. Aufzugsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Microcomputersystem (5) aus einem Haupthaltestellenspeicher (RAM1), einem
Zonenrufspeicher (RAM2), je einem Kostenspeicher (RAM4) für AUF- und AB-Fahrtrichtung,
je einem Zuteilungsspeicher (RAM5) für AUF- und ABFahrtrichtung, Abtastern (R1;R2),
einem Selektor (R3), einem Programmspeicher (EPROM) und einem Mikroprozessor (CPU)
besteht, der über den Adressenbus (AB), einen Datenbus (DB) und einen Steuerbus (STB)
mit den Speichern (RAM1...RAM5;EPROM) verbunden ist.
7. Aufzugsanlage nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Zonenrufspeicher (RAM2) aus einem ersten Speicher (RAM2') besteht, welcher
der Anzahl der Zonen entsprechende Speicherplätze aufweist, und in dem bereits zugeteilte
Rufe gespeichert sind und dass der Zonenrufspeicher (RAM2) aus weiteren den Zonen
(Z0;Z1...Zn) zugeordneten Speichern (RAM2.0; RAM2.1...RAM2.n) besteht, die ebenfalls
der Anzahl der Zonen (Z0;Z1...Zn) entsprechende Speicherplätze aufweisen, in die die
erfassten Zonenrufe übertragen werden, die noch keiner bestimmten Aufzugskabine zugeteilt
sind.