[0001] Die Erfindung betrifft einen Wärmeaustauscher, insbesondere ein Kühlgerät, wie einen
Luftkühler, mit einem Gehäuse und wenigstens einem Ventilator zum Ausblasen der durch
den Wärmeaustauscher strömenden Luft durch eine Austrittsöffnung des Gehäuses.
[0002] Aus US-PS 2 279 425 ist es bekannt, die Austrittsöffnung des Gehäuses eines Gebläses
mit einer lamellenartigen Abdeckvorrichtung zur versehen, wobei die einzelnen Lamellen
aus starrem Material bestehen und schwenkbar gelagert sind, so daß sie bei laufendem
Gebläse durch den Staudruck in eine Öffnungsstellung verschwenkt werden, während sie
bei abgeschaltetem Gebläse durch Federbeaufschlagung in die Schließstellung zurückgeschwenkt
werden.
[0003] Bei Luftkühlern, wie sie in Kühl- und Tiefkühlanlagen eingesetzt werden, wird durch
einen oder mehrere Ventilatoren Luft durch den Luftkühler, der einen Wärmeaustauscher
darstellt, angesaugt und in den umgebenden Raum geblasen, wobei der Luftkühler Wärme
aus der zugeführten Luft aufnimmt und diese dadurch kühlt. Unterschreitet die Oberfläche
des Luftkühlers den Taupunkt bei Temperaturen von kleiner/gleich +/-0°C, so verschlechtert
sich der Wirkungsgrad des Luftkühlers mit zunehmender Reif- und Eisbildung.
[0004] In der Regel wird ein Abtauvorgang des Luftkühlers je nach Bedarf eingeleitet. Während
eines solchen Abtauvorganges wird der Wärmeaustauscher durch eine Elektroheizung oder
durch Heißgas erwärmt, wobei die Reif- und Eisbildung durch Abtauen entfernt wird.
Der Ventilator wird während des Abtauvorganges abgeschaltet.
[0005] Während des Abtauvorganges strömt durch die freiliegende Luftaustrittsöffnung des
Gehäuses feuchtwarme Abtauluft in die Umgebung. Hierdurch entsteht einerseits ein
Energieverlust dadurch, daß die im Wärmeaustauscher für den Abtauvorgang benötigte
Wärme in die Umgebung austritt, und andereseits dadurch, daß die kühl zu haltende
Umgebung erwärmt wird. Die feuchtwarme Abtauluft beeinträchtigt die Kühlgutqualität
und auch die Isolierungen von Kühl- und Tiefkühlstellen zuerst durch Kondensatbildung
mit anschließender Reif- und Eisbildung. Nach dem Abtauvorgang muß die feuchtwarme
Luft wieder aufgenommen und gekühlt werden, die dann sofort eine erneute Reif- und
Eisbildung am Luftkühler verursacht und zugleich den Kühlvorgang bis zum Erreichen
des Sollwertes der Kühlstellentemperatur verlängert. Auf diese Weise entstehen Energieverluste
der Abtauwärme von oft mehr als 50% und es ergeben sich insgesamt auch hohe Energiekosten.
[0006] Wenn durch eine mechanische Abdeckvorrichtung, wie sie in der US-PS 2 279 425 beschrieben
ist, die Austrittsöffnung bei einem Kühlgerät abgedeckt werden soll, so ergibt sich
ein erheblicher Aufwand für diese mechanische Abdeckvorrichtung und es besteht dauernd
die Gefahr, daß der Mechanismus einfriert.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Wärmeaustauscher der eingangs angegebenen
Art mit einfachen Mitteln so auszubilden, daß Energieverluste bei einem Abtauvorgang
wesentlich reduziert und insgesamt Energiekosten eingespart werden können.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß an der Luftaustrittsöffnung
des Gehäuses ein flexibles Flächensstück oder ein flexibles Schlauchstück aus Stoff
oder Folie, befestigt ist, das sich bei laufendem Ventilator in Strömungsrichtung
der Luft ausrichtet und die Luft in den umgebenden Raum austreten läßt, während es
bei abgeschaltetem Ventilator in sich zusammenfällt und dadurch die Austrittsöffnung
des Gehäuses abdeckt, so daß bei einem Abtauvorgang keine feuchtwarme Abtauluft durch
die Austrittsöffnung des Gehäuses in die Umgebung austreten kann.
[0009] Auf diese Weise kann der Abtauvorgang mit erheblich geringerer Energie ausgeführt
werden und es entstehen auch insgesamt geringere Energiekosten dadurch, daß die Solltemperatur
beim anschließenden Kühlvorgang schneller erreicht wird.
[0010] Wenn in größeren Räumen mehrere Luftkühler vorgesehen sind, so ist die erfindungsgemäße
Ausgestaltung auch insofern vorteilhaft, als sekundäre Luftströmungen den Abtauvorgang
eines Luftkühlers nicht mehr beeinflussen können, wenn einer von mehreren Luftkühlern
wegen eines Abtauvorgangs abgeschaltet wird, während benachbarte Luftkühler weiterlaufen.
Die sekundären Luftströmungen ausgehend von den noch weiter kühlenden Luftkühlern
blasen die feuchtwarme Abtauluft aus dem im Abtauprozeß befindlichen Luftkühler in
den Raum, so daß die Feuchte- und Wärmebelastung für die weiter im Kühlprozess arbeitenden
Luftkühler steigt. Diese führt bei mehreren Luftkühlern in einem Raum dazu, daß der
abzutauende Luftkühler häufig nicht vollständig abgetaut wird. In jedem Falle dauert
der Abtauvorgang lange und er verursacht für die gesamte Kälteanlage hohe Energiekosten.
Auch diese werden durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung vermieden.
[0011] Beispielsweise Ausführungsformen der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnung
näher erläutert. Es zeigen
- Fig. 1
- in einer Vorder- und einer Seitenansicht zwei nebeneinander angeordnete Luftkühler
mit jeweils zwei Ventilatoren,
- Fig. 2
- eine weitere Ausführungsform eines Luftkühlers mit zwei Ventilatoren in einer Vorder-
und einer Seitenansicht,
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf einen Luftkühler mit zwei nebeneinander liegenden Ventilatoren
nach dem Stand der Technik,
- Fig. 4
- eine Ansicht eines auf Ständern angeordneten luftgekühlten Wärmetauschers mit drei
Ventilatoren,
- Fig. 5
- die Anordnung eines Luftkühlers nahe der Decke eines zu kühlenden Raumes,
- Fig. 6
- eine perspektivische Ansicht einer weiteren Ausführungsform,
- Fig. 7
- eine Seitenansicht einer abgewandelten Ausführungsform der Fig. 2,
- Fig. 8
- eine weitere Ausführungsform, und
- Fig. 9
- eine abgewandelte Ausführungsform.
[0012] In den Figuren ist mit 1 das Gehäuse eines Luftkühlers, Verflüssigers oder dergleichen
Wärmeaustauschers bezeichnet, das ein Wärmeaustauschpaket 2 aus von Kühlmedium durchströmten
Rohren mit Kühlrippen umgibt. In Fig. 1 ist die Lufteintrittsseite 3 der beiden Gehäuse
1, 1' für den Zustrom von Umgebungsluft offen, während die Austrittsseite der Gehäuse
1, 1' geschlossen und bei dem in Fig. 1 dargesgtellten Ausführungsbeispiel mit jeweils
zwei beabstandeten runden Austrittsöffnungen 4, 4'versehen ist. In den Austrittsöffnungen
4, 4' ist jeweils ein Ventilator 5, 5' angeordnet. Dieser Aufbau ist ansich bekannt.
Wie Fig. 1 zeigt, ist auf der Außenseite jeder Austrittsöffnung
[0013] 4, 4' ein flexibles Schlauchstück 6 bzw. 6' befestigt, wobei in der Darstellung nach
Fig. 1 die Schlauchstücke 6 durch die von den laufenden Ventilatoren 5 ausgeblasene
Luft eine Rohrform annehmen, während die Schlauchstücke 6' bei abgeschalteten Ventilatoren
5' in sich zusammenfallen und dadurch die Austrittsöffnungen 4' abdecken.
[0014] Wird an dem Wärmeaustauscher 2 des linken Luftkühlers mit abgeschalteten Ventilatoren
5' ein Abtauvorgang vorgenommen, so kann die Abtauwärme nicht durch die abgedeckte
Austrittsöffnung 4' entweichen. Eine Sekundärluftströmung durch die laufenden, benachbarten
Ventilator 5 des rechten Luftkühlers wird durch die die Austrittsöffnungen 4' abdeckenden,
in sich zusammengefallenen Schlauchstücke 6' verhindert.
[0015] Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 ist auf der Lufteintrittsseite 3 des Gehäuses
1 eine starre Haube 7 angeordnet, die die Eintrittsseite des Gehäuses abdeckt und
einen Luftzutritt nur von unten zuläßt, wobei durch die Haubenform der Luftstrom um
90° in den Wärmeaustauscher 2 umgelenkt wird. Diese Ausgestaltung hat den Vorteil,
daß beim Abtauen des Wärmeaustauschers 2 auf der Lufteintrittsseite keine feuchtwarme
Abtauluft aus dem Gehäuse austritt und nach oben steigt. Eventuell austretende Abtauluft
wird durch die Haube 7 abgefangen und darin gehalten, bis wieder ein Kühlvorgang einsetzt.
[0016] Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 sind drückende Ventilatoren 5, 5' auf der Lufteintrittsseite
des Gehäuses in einer entsprechenden runden Öffnung 8, 8' der die Lufteintrittsseite
abdeckenden Haubenwand 9 angeordnet, während die Luftaustrittsseite über den Querschnitt
des Wärmeaustauschers 2 frei liegt. Auf der Luftaustrittsseite sind nebeneinander
zwei Schlauchstücke 6, 6' angebracht, die sich über den freiliegenden Querschnitt
der Luftaustrittsseite erstrecken, wobei das Schlauchstück 6 durch gestrichelte Linien
in der Abdeckstellung wiedergegeben ist. Bei drückenden Ventilatoren kann auch ein
einzelnes, die gesamte Austrittsseite umschließendes Schlauchstück 6 vorgesehen werde,
das bei Wegfall des von den Ventilatoren verursachten Staudrucks zusammenfällt und
die Austrittsöffnung abdeckt, wie durch gestrichelte Linien in Fig. 2 dargestellt.
Auf der Lufteintrittsseite hindert die senkrecht liegende Haubenwand 9 die feuchtwarme
Abtauluft am Austreten aus dem Gehäuse 1. Die durch die Öffnung 8, in der der Ventilator
5 angeordnet ist, austretende Abtauluft wird in der nach oben und seitlich geschlossenen
Haube 7 aufgefangen, so daß sie nicht in die Umgebung entweicht.
[0017] Eine solche oben und seitlich geschlossene, starre Haube 7 ist auch bei der Ausführungsform
nach Fig. 1 mit saugenden Ventilatoren vorteilhaft, weil auch bei dieser Ausführungsform
die auf der Lufteintrittsseite entweichende Abtauluft aufgefangen wird. Während bei
der Ausführungsform nach Fig. 1 das Schlauchstück 6, 6' einen kreisförmigen Grundquerschnitt
aufweist, können auch Schlauchstücke mit einem rechteckigen, quadratischen oder ovalen
Grundquerschnitt vorgesehen werden.
[0018] Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 wird eine nicht dargestellte Trennwand in der
Haube 7 vorgesehen, welche den Lufteintrittsbereich des einen Ventilators von dem
des anderen Ventilators abtrennt, so daß keine Sekundärluftströmungen auf der Lufteintrittsseite
auftreten, wenn der eine Ventilator ausgefallen ist, während der andere weiterarbeitet.
[0019] Fig. 3 zeigt eine Draufsicht auf einen Luftkühler mit zwei Ventilatoren 5, 5' nach
dem Stand der Technik, wobei durch Pfeile die Luftströmung wiedergegeben ist, wenn
der Ventilator 5 ausgefallen ist und nur noch der Ventilator 5' weiter arbeitet. In
diesem Falle wird durch die Luftaustrittsöffnung 4 des stillstehenden Ventilators
5 kurzschlußartig Luft durch den laufenden Ventilator 5' angesaugt, wodurch die Kühlleistung
erheblich vermindert wird. Wird dagegen an den beiden Luftaustrittsöffnungen jeweils
ein Schlauchstück 6, 6' angeordnet, wie dies in den Fig. 1 und 2 wiedergegeben ist,
so fällt das Schlauchstück an dem ausgefallenen Ventilator 5 in sich zusammen und
verschließt die Luftaustrittsöffnung 4, so daß die in Fig. 3 wiedergegebene Sekundärluftströmung
14 nicht auftreten kann und die gesamte vom Ventilator 5' angesaugte Luft durch den
Wärmeaustauscher 2 strömt.
[0020] Fig. 4 zeigt eine horizontale Anordnung eines Wärmaustauschers 2 in Form eines Verflüssigers,
der mit seinem umgebenden Gehäuse 1 auf Ständern 10 abgestützt ist. Die unten liegende
Lufteintrittsseite, wie durch Pfeile angedeutet, ist offen, während auf der ansonsten
geschlossenen Oberseite des Gehäuses drei nebeneinander liegende Luftaustrittsöffnungen
4, 4', 4'' ausgebildet sind, in denen jeweils ein Ventilator 5 angeordnet ist. Auf
der Außenseite jeder Luftaustrittsöffnung 4 ist ein flexibles Schlauchstück 6, 6'
und 6'' angebracht. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind die beiden Ventilatoren
5 und 5' in Betrieb, wodurch die zugeordneten Schlauchstücke 6, 6' rohrförmig nach
oben abstehen, während an dem durch einen Defekt still stehenden oder abgeschalteten
Ventilator 5'' das Schlauchstück 6'' durch Schwerkraftwirkung in sich zusammengefallen
ist und die Luftaustrittsöffnung 4'' abdeckt. Auch in diesem Fall wird eine in Fig.
3 dargestellte, nachteilige Sekundärluftströmung verhindert, die im wesentlichen einem
Luftkurzschluß gleichkommt, da ein Großteil der von den laufenden Ventilatoren angesaugten
Luft über die nicht abgedeckte Luftaustrittsöffnung 4'' angesaugt würde.
[0021] Die Schlauchstücke können im aufgeblasenen Zustand eine Zylinderform haben, so daß
die Fläche des Lufteintritts gleich der des Luftaustritts ist. Vorteilhafterweise
haben die Schlauchstücke jedoch im aufgeblasenen Zustand eine kegelstumpf- oder pyramidenstumpfförmige
Gestalt, wie in Fig. 4 angedeutet, so daß der Querschnitt auf der Außenseite etwas
geringer ist, als auf der am Gehäuse anliegenden Innenseite. Hierdurch wird das Zusammenfallen
der Schlauchstücke bei abgeschaltetem Ventilator begünstigt.
[0022] Durch die sich nach außen verjüngende Form des Schlauchstückes 6 entsteht beim Betrieb
des Ventilators ein geringer Staudruck, der ein sich ständiges Bewegen des Schlauches
ausschließt. Wird der Staudruck nach Abschalten des Ventilators abgebaut, so fällt
das Schlauchstück über die Austrittsöffnung und verschließt diese zuverlässig.
[0023] Nach Beendigung eines Abtauvorganges wird durch eine Steuervorrichtung zuerst der
Kälteprozess im Wärmeaustauscher und dann der Ventilator wieder eingeschaltet, der
dann die zuvor noch vorhandene Abschottung der Austrittsöffnung durch das Schlauchstück
aufhebt.
[0024] Fig. 5 zeigt die Anordnung eines Luftkühlers nahe der Decke 12 eines Raumes, wobei
die freiliegende Lufteintrittsseite 3 des Gehäuses 1 vor der senkrechten Raumwand
13 angeordnet ist. Die Luft strömt, wie durch Pfeile angedeutet, von unten längs der
senkrechten Raumwand 13 nach oben und wird horizontal in den Wärmeaustauscher 2 umgelenkt.
[0025] Auf der Luftaustrittsseite ist bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 5 ein in aufgeblasenem
Zustand schräg nach oben gerichtetes Schlauchstück 6 vorgeshen, durch das die Kühlluft
schräg gegen die Decke 12 des Raumes geblasen wird. Hierdurch wird eine Verbesserung
der Kühlluftzirkulation in dem Kühlraum erreicht, wobei Zuglufterscheinungen in dem
Kühlraum vermieden werden.
[0026] Das erfindungsgemäß vorgesehene flexible Schlauchstück besteht vorzugsweise aus einem
luftundurchlässigen und wasserabweisenden Material mit ausreichender Wärmebeständigkeit,
beispielsweise einer Folie oder einem entsprechend beschichteten Gewebe, das keine
hohe Steifigkeit hat, so daß bei abgeschaltetem Ventilator der Schlauch in sich zusammenfällt
und die Luftaustrittsöffnung abdeckt.
[0027] Die Haube 7 kann aus feuerverzinktem oder kunststoffbeschichtetem Alu- oder Stahlblech
bestehen und sie kann jegliche Form haben, wobei sie unten zur Lufteintrittsseite
des Luftkühlers hin offen und ansonsten allseitig geschlossen ist. Zweckmäßigerweise
wird die Haube 7 mit einer Wärmedämmung versehen. Die Querschnitte von Haube und Schlauchstück
sind so bemessen, daß der Luftdurchsatz während des Kühlvorganges nicht beeinträchtigt
wird.
[0028] Die beschriebene Vorrichtung kann sehr kostengünstig hergestellt und montiert werden.
Sie unterliegt keinem verschleiß und bringt erhebliche Vorteile dadurch, daß während
eines Abtauvorganges Wärmeverluste vermieden werden, die durch austretende Abtauluft
entstehen. Zudem wird der Abtauvorgang selbst beschleunigt und nicht mehr durch Sekundärluftströmungen
beeinträchtigt.
[0029] Die aufgebrachte Abtauleistung kann innerhalb eines abzutauenden Luftkühlers durch
die beschriebene Ausgestaltung besser verteilt werden, wenn mehrere Ventilatoren nebeneinander
vorgesehen sind. Zudem ergibt sich der Vorteil, daß durch das aufgeblasene Schlauchstück
leicht festgestellt werden kann, ob sich ein Ventilator im Betriebszustand befindet
oder nicht.
[0030] Durch die an den Luftaustrittsöffnungen der Luftkühler vorgesehenen flexiblen Schlausstücke
wird weiterhin eine Gleichrichtung und Beschleunigung des Luftstromes der einzelnen
Ventilatoren erreicht, wodurch sich auch eine größere Reichweite der einzelnen Luftströme
ergibt. Durch die Luftstromgleichrichtung kann eine bessere Kühlluftverteilung innerhalb
des zu kühlenden Raumes erreicht werden.
[0031] Die flexible Abdeckung an der Luftaustrittsseite wird - wie dargestellt- vorteilhafterweise
als Schlauchstück ausgebildet. Es ist aber auch möglich, einen z. B. am oberen Rand
der Austrittsöffnung befestigten Vorhang aus einem Gewebe oder einer Folie vorzusehen,
der ohne Staudruck die Austrittsöffnung abdeckt und bei laufendem Ventilator sich
von der Austrittsöffnung abhebt. Ein derartiger Vorhang kann auch eine Haubenform
haben, bspw. ähnlich einer Schlauchhälfte, wobei ein Schlauchstück in Achsrichtung
aufgeschnitten und nur eine Hälfte des Schlauchstückes als Abdeckung verwendet wird.
[0032] Fig. 6 zeigt bei einer rechteckigen Austrittsöffnung 4 eines Wärmeaustauschers 2
einen derartigen Vorhang 15 aus einem flexiblen Flächenstück, beispielsweise einem
beschichteten Gewebe oder einer Folie. Dieses Flächenstück 15 ist rechteckig ausgebildet
entsprechend den Abmessungen der Austrittsöffnung 4 und am oberen Rand der Austrittsöffnung
befestigt. Damit dieses flexible Flächenstück während des Betriebs des Ventilators
5 nicht flattert und dadurch frühzeitig verschleißt, ist das freie Ende des Flächenstücks
15 durch Fäden 16 oder ein flexibles Netz mit der Unterseite der Austrittsöffnung
verbunden, wobei diese Fäden 16 eine Spanneinrichtung bilden, wie Fig. 6 zeigt, wenn
das flexible Flächenstück 15 durch die durch Pfeile wiedergegebene Luftströmung etwa
horizontal ausgerichtet wird. Wird der Ventilator 5 abgestellt, so fällt das Flächenstück
15 nach unten und deckt die Austrittsöffnung 4 ab, während die flexible Spanneinrichtung
16 ebenfalls in sich zusammenfällt. In Fig. 6 sind mit 20 Nähte bezeichnet, durch
die das Flächenstück 15 in bogenförmige Abschnitte unterteilt ist, die diesem Flächenstück
eine bessere Formstabilität verleihen.
[0033] Bei der Ausführungsform nach Fig. 7 ist anstelle der starren Haube 7 in Fig. 2 ein
starres Kanalstück 17 vor der z.B. rechteckigen Lufteintrittsöffnung 3 des Wärmeaustauschers
2 angeordnet, wobei über die Höhe dieses Kanalstücks 17 verteilt Streifen 18 aus flexiblem
Material, wie z.B. Gewebe, Folie oder dgl., so angeordnet sind, daß bei abgeschaltetem
Ventilator 5 diese Streifen 18 nach unten hängen und die Eintrittsöffnung abdecken.
Wird durch den Ventilator 5, der in der Austrittsöffnung angeordnet ist, Luft angesaugt,
so werden diese flexiblen Streifen 17 in Strömungsrichtung der Luft ausgerichtet,
wobei sie den Eintrittsquerschnitt freigeben, wie Fig. 7 zeigt. Diese Ausgestaltung
hat die gleiche Wirkung wie die Haube 7 in Fig. 2.
[0034] In entsprechender Weise können insbesondere bei einer rechteckigen Luftaustrittsöffnung
4 übereinander Streifen 19 aus flexiblem Material übereinander so angeordnet werden,
daß sie bei abgeschaltetem Ventilator die Austrittsöffnung 4 abdecken, wobei sich
die einzelnen Streifen 19 auch überlappen können, während sie bei eingeschaltetem
Ventilator 5 in Strömungsrichtung der Luft ausgerichtet werden und die Austrittsöffnung
freigeben, wie dies Fig. 8 zeigt. Wegen der geringen Breite dieser Streifen 19 kann
eine flexible Spanneinrichtung 16 entfallen, weil die schmalen Streifen in der Luftströmung
nicht so stark flattern wie eine längeres in Fig. 6 gezeigtes Flächenstück 15.
[0035] Fig. 9 zeigt eine Ausführungsform mit einem Schlauchstück 6, innerhalb von dem ein
trichterförmiges Netz 21 so angeordnet ist, daß die offene Seite des Trichters zusammen
mit dem Schlauchstück an der Mündungsöffnung 8 des Gehäuses 1 befestigt ist. Wenn
der Ventilator 5 außer Betrieb ist, fällt das Schlauchstück zusammen mit dem flexiblen
Netz 21 in sich zusammen, so daß die Mündungsöffnung 8 abgedeckt wird, wie dies anhand
der vorhergehenden Ausführungsformen beschrieben wurde. Bei laufendem Ventilator 5
wird das Schlauchstück 6 - wie dargestellt - aufgeblasen, während gleichzeitig der
netzförmige Trichter 21 sich koaxial in dem Schlauchstück ausrichtet, wie dies Fig.
9 zeigt. Auf diese Weise wird eine Gleichrichtung der durch das Schlauchstück strömenden
Luft erreicht, die durch den Ventilator 5 einen bestimmten Drall erhält.
[0036] Diese Ausführungsform ist insbesondere dann von Vorteil, wenn zwischen Ventilator
und Elektromotor kein starrer Luftgleichrichter vorhanden ist. Die Nachrüstung mit
einem solchen starren Luftgleichrichter ist relativ aufwendig, während die Anbringung
des Schlauchstückes 6 mit dem flexiblen Luftgleichrichter 21 sehr einfach ist. Das
flexible Schlauchstück 6 wird durch die Gleichrichtung der ausströmenden Luft sehr
gleichmäßig aufgeblasen und bleibt auch während des Ventilatorbetriebs ruhig ohne
zu Flattern im Luftstrom stehen.
[0037] Anstelle eines auf der Außenseite geschlossenen Trichters 21 kann auch ein kegelstumpfförmiger
flexibler Netzschlauch zur Luftgleichrichtung vorgesehen werden, dessen offene Austrittsseite
erheblich kleiner ist als die Lufteintrittsseite.
1. Wärmeaustauscher, insbesondere Kühlgerät, mit einem Gehäuse und wenigstens einem Ventilator
zum Ausblasen der durch den Wärmeaustauscher strömenden Luft durch eine Austrittsöffnung
des Gehäuses,
dadurch gekennzeichnet,
daß an der Austrittsöffnung (4) des Gehäuses (1) wenigstens ein flexibles Flächenstück
(6,15,19) angebracht ist, das durch den Staudruck bei laufendem Ventilator (5) sich
in Richtung der Luftströmung ausrichtet und somit die Luft in den umgebenden Raum
austreten läßt, während es bei abgeschaltetem Ventilator in sich zusammenfällt und
die Austrittsöffnung abdeckt.
2. Wärmeaustauscher nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein im wesentlichen recheckiges flexibles Flächenstück (15) mit einem Seitenrand
an der Austrittsöffnung (4) befestigt ist, wobei die Abmessungen des Flächenstücks
(15) wenigstens denen der Austrittsöffnung (4) entsprechen.
3. Wärmeaustauscher nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der freie Rand des Flächenstücks (15) mit einer flexiblen Einrichtung (16) zum
Spannen des Flächenstücks bei austretender Luftströmung versehen ist.
4. Wärmeaustauscher nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß mehrere Streifen (19) eines flexiblen Flächenstücks über die Austrittsöffnung
(4) verteilt so angeordnet sind, daß sie bei abgeschaltetem Ventilator die Austrittsöffnung
abdecken.
5. Wärmeaustauscher nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das flexible Flächenstück als Schlauchstück (6) ausgebildet ist, das um den Umfang
der Austrittsöffnung (4) angebracht ist.
6. Wärmeaustauscher nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei mehreren nebeneinander angeordneten Ventilatoren (5) jedem Ventilator ein
flexibles Flächenstück (6,15) zugeordnet ist.
7. Wärmeaustauscher nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Schlauchstück (6) im aufgeblasenen Zustand eine zur Luftaustrittsseite hin
sich verjüngende Form hat.
8. Wärmeaustauscher nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß auf der Lufteintrittsseite (3) des Gehäuses (1) eine starre Haube (7) ausgebildet
ist, die unten offen ist und die Lufteintrittsseite oben und an den Seiten abdeckt.
9. Wärmeaustauscher nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei Anordnung mehrerer Ventilatoren nebeneinander die Haube (7) mit Trennwänden
zwischen den einzelnen Ansaugbereichen versehen ist.
10. Wärmeaustauscher nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß auf der Lufteintrittsseite (3) des Gehäuses (1) übereinander Streifen (18) aus
flexiblen Material angeordnet sind, die bei abgeschaltetem Ventilator die Lufteintrittsseite
abdecken und sich bei laufendem Ventilator (5) in Richtung der Luftströmung ausrichten.