(19)
(11) EP 0 624 730 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
17.11.1994  Patentblatt  1994/46

(21) Anmeldenummer: 94107289.4

(22) Anmeldetag:  10.05.1994
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5F04D 25/14, F04D 29/58, F04D 29/54
(84) Benannte Vertragsstaaten:
DE ES FR GB IT NL

(30) Priorität: 10.05.1993 DE 4315538

(71) Anmelder: MEYER, Friedhelm
D-57319 Bad Berleburg (DE)

(72) Erfinder:
  • MEYER, Friedhelm
    D-57319 Bad Berleburg (DE)

(74) Vertreter: Klingseisen, Franz, Dipl.-Ing. 
Patentanwälte, Dr. F. Zumstein, Dipl.-Ing. F. Klingseisen, Bräuhausstrasse 4
D-80331 München
D-80331 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Wärmeaustauscher, insbesondere Kühlgerät


    (57) Bei einem Wärmetauscher, insbesonere bei einem Kühlgerät, mit einem Gehäuse und wenigstens einem Ventilator zum Ausblasen der durch den Wärmeaustauscher strömenden Luft durch eine Austrittsöffnung des Gehäuses, wird zur Vermeidung von Energieverlusten bei einem Abtauvorgang und zur Einsparung von Energiekosten auf der Ausßenseite der Austrittsöffnung (4) des Gehäuses (1) eine flexibles Flächenstück (6,15) angebracht, das bei laufendem Ventilator die gekühlte Luft ungestört in den umgebenden Raum austreten läßt, bei abgeschaltetem Ventilator aber in sich zusammenfällt und dadurch die Austrittsöffnung des Gehäuses abdeckt, so daß beim Abtauvorgang keine feuchtwarme Abtauluft durch die Austrittsöffnung des Gehäuses in die Umgebung austreten kann.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft einen Wärmeaustauscher, insbesondere ein Kühlgerät, wie einen Luftkühler, mit einem Gehäuse und wenigstens einem Ventilator zum Ausblasen der durch den Wärmeaustauscher strömenden Luft durch eine Austrittsöffnung des Gehäuses.

    [0002] Aus US-PS 2 279 425 ist es bekannt, die Austrittsöffnung des Gehäuses eines Gebläses mit einer lamellenartigen Abdeckvorrichtung zur versehen, wobei die einzelnen Lamellen aus starrem Material bestehen und schwenkbar gelagert sind, so daß sie bei laufendem Gebläse durch den Staudruck in eine Öffnungsstellung verschwenkt werden, während sie bei abgeschaltetem Gebläse durch Federbeaufschlagung in die Schließstellung zurückgeschwenkt werden.

    [0003] Bei Luftkühlern, wie sie in Kühl- und Tiefkühlanlagen eingesetzt werden, wird durch einen oder mehrere Ventilatoren Luft durch den Luftkühler, der einen Wärmeaustauscher darstellt, angesaugt und in den umgebenden Raum geblasen, wobei der Luftkühler Wärme aus der zugeführten Luft aufnimmt und diese dadurch kühlt. Unterschreitet die Oberfläche des Luftkühlers den Taupunkt bei Temperaturen von kleiner/gleich +/-0°C, so verschlechtert sich der Wirkungsgrad des Luftkühlers mit zunehmender Reif- und Eisbildung.

    [0004] In der Regel wird ein Abtauvorgang des Luftkühlers je nach Bedarf eingeleitet. Während eines solchen Abtauvorganges wird der Wärmeaustauscher durch eine Elektroheizung oder durch Heißgas erwärmt, wobei die Reif- und Eisbildung durch Abtauen entfernt wird. Der Ventilator wird während des Abtauvorganges abgeschaltet.

    [0005] Während des Abtauvorganges strömt durch die freiliegende Luftaustrittsöffnung des Gehäuses feuchtwarme Abtauluft in die Umgebung. Hierdurch entsteht einerseits ein Energieverlust dadurch, daß die im Wärmeaustauscher für den Abtauvorgang benötigte Wärme in die Umgebung austritt, und andereseits dadurch, daß die kühl zu haltende Umgebung erwärmt wird. Die feuchtwarme Abtauluft beeinträchtigt die Kühlgutqualität und auch die Isolierungen von Kühl- und Tiefkühlstellen zuerst durch Kondensatbildung mit anschließender Reif- und Eisbildung. Nach dem Abtauvorgang muß die feuchtwarme Luft wieder aufgenommen und gekühlt werden, die dann sofort eine erneute Reif- und Eisbildung am Luftkühler verursacht und zugleich den Kühlvorgang bis zum Erreichen des Sollwertes der Kühlstellentemperatur verlängert. Auf diese Weise entstehen Energieverluste der Abtauwärme von oft mehr als 50% und es ergeben sich insgesamt auch hohe Energiekosten.

    [0006] Wenn durch eine mechanische Abdeckvorrichtung, wie sie in der US-PS 2 279 425 beschrieben ist, die Austrittsöffnung bei einem Kühlgerät abgedeckt werden soll, so ergibt sich ein erheblicher Aufwand für diese mechanische Abdeckvorrichtung und es besteht dauernd die Gefahr, daß der Mechanismus einfriert.

    [0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Wärmeaustauscher der eingangs angegebenen Art mit einfachen Mitteln so auszubilden, daß Energieverluste bei einem Abtauvorgang wesentlich reduziert und insgesamt Energiekosten eingespart werden können.

    [0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß an der Luftaustrittsöffnung des Gehäuses ein flexibles Flächensstück oder ein flexibles Schlauchstück aus Stoff oder Folie, befestigt ist, das sich bei laufendem Ventilator in Strömungsrichtung der Luft ausrichtet und die Luft in den umgebenden Raum austreten läßt, während es bei abgeschaltetem Ventilator in sich zusammenfällt und dadurch die Austrittsöffnung des Gehäuses abdeckt, so daß bei einem Abtauvorgang keine feuchtwarme Abtauluft durch die Austrittsöffnung des Gehäuses in die Umgebung austreten kann.

    [0009] Auf diese Weise kann der Abtauvorgang mit erheblich geringerer Energie ausgeführt werden und es entstehen auch insgesamt geringere Energiekosten dadurch, daß die Solltemperatur beim anschließenden Kühlvorgang schneller erreicht wird.

    [0010] Wenn in größeren Räumen mehrere Luftkühler vorgesehen sind, so ist die erfindungsgemäße Ausgestaltung auch insofern vorteilhaft, als sekundäre Luftströmungen den Abtauvorgang eines Luftkühlers nicht mehr beeinflussen können, wenn einer von mehreren Luftkühlern wegen eines Abtauvorgangs abgeschaltet wird, während benachbarte Luftkühler weiterlaufen. Die sekundären Luftströmungen ausgehend von den noch weiter kühlenden Luftkühlern blasen die feuchtwarme Abtauluft aus dem im Abtauprozeß befindlichen Luftkühler in den Raum, so daß die Feuchte- und Wärmebelastung für die weiter im Kühlprozess arbeitenden Luftkühler steigt. Diese führt bei mehreren Luftkühlern in einem Raum dazu, daß der abzutauende Luftkühler häufig nicht vollständig abgetaut wird. In jedem Falle dauert der Abtauvorgang lange und er verursacht für die gesamte Kälteanlage hohe Energiekosten. Auch diese werden durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung vermieden.

    [0011] Beispielsweise Ausführungsformen der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen
    Fig. 1
    in einer Vorder- und einer Seitenansicht zwei nebeneinander angeordnete Luftkühler mit jeweils zwei Ventilatoren,
    Fig. 2
    eine weitere Ausführungsform eines Luftkühlers mit zwei Ventilatoren in einer Vorder- und einer Seitenansicht,
    Fig. 3
    eine Draufsicht auf einen Luftkühler mit zwei nebeneinander liegenden Ventilatoren nach dem Stand der Technik,
    Fig. 4
    eine Ansicht eines auf Ständern angeordneten luftgekühlten Wärmetauschers mit drei Ventilatoren,
    Fig. 5
    die Anordnung eines Luftkühlers nahe der Decke eines zu kühlenden Raumes,
    Fig. 6
    eine perspektivische Ansicht einer weiteren Ausführungsform,
    Fig. 7
    eine Seitenansicht einer abgewandelten Ausführungsform der Fig. 2,
    Fig. 8
    eine weitere Ausführungsform, und
    Fig. 9
    eine abgewandelte Ausführungsform.


    [0012] In den Figuren ist mit 1 das Gehäuse eines Luftkühlers, Verflüssigers oder dergleichen Wärmeaustauschers bezeichnet, das ein Wärmeaustauschpaket 2 aus von Kühlmedium durchströmten Rohren mit Kühlrippen umgibt. In Fig. 1 ist die Lufteintrittsseite 3 der beiden Gehäuse 1, 1' für den Zustrom von Umgebungsluft offen, während die Austrittsseite der Gehäuse 1, 1' geschlossen und bei dem in Fig. 1 dargesgtellten Ausführungsbeispiel mit jeweils zwei beabstandeten runden Austrittsöffnungen 4, 4'versehen ist. In den Austrittsöffnungen 4, 4' ist jeweils ein Ventilator 5, 5' angeordnet. Dieser Aufbau ist ansich bekannt. Wie Fig. 1 zeigt, ist auf der Außenseite jeder Austrittsöffnung

    [0013] 4, 4' ein flexibles Schlauchstück 6 bzw. 6' befestigt, wobei in der Darstellung nach Fig. 1 die Schlauchstücke 6 durch die von den laufenden Ventilatoren 5 ausgeblasene Luft eine Rohrform annehmen, während die Schlauchstücke 6' bei abgeschalteten Ventilatoren 5' in sich zusammenfallen und dadurch die Austrittsöffnungen 4' abdecken.

    [0014] Wird an dem Wärmeaustauscher 2 des linken Luftkühlers mit abgeschalteten Ventilatoren 5' ein Abtauvorgang vorgenommen, so kann die Abtauwärme nicht durch die abgedeckte Austrittsöffnung 4' entweichen. Eine Sekundärluftströmung durch die laufenden, benachbarten Ventilator 5 des rechten Luftkühlers wird durch die die Austrittsöffnungen 4' abdeckenden, in sich zusammengefallenen Schlauchstücke 6' verhindert.

    [0015] Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 ist auf der Lufteintrittsseite 3 des Gehäuses 1 eine starre Haube 7 angeordnet, die die Eintrittsseite des Gehäuses abdeckt und einen Luftzutritt nur von unten zuläßt, wobei durch die Haubenform der Luftstrom um 90° in den Wärmeaustauscher 2 umgelenkt wird. Diese Ausgestaltung hat den Vorteil, daß beim Abtauen des Wärmeaustauschers 2 auf der Lufteintrittsseite keine feuchtwarme Abtauluft aus dem Gehäuse austritt und nach oben steigt. Eventuell austretende Abtauluft wird durch die Haube 7 abgefangen und darin gehalten, bis wieder ein Kühlvorgang einsetzt.

    [0016] Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 sind drückende Ventilatoren 5, 5' auf der Lufteintrittsseite des Gehäuses in einer entsprechenden runden Öffnung 8, 8' der die Lufteintrittsseite abdeckenden Haubenwand 9 angeordnet, während die Luftaustrittsseite über den Querschnitt des Wärmeaustauschers 2 frei liegt. Auf der Luftaustrittsseite sind nebeneinander zwei Schlauchstücke 6, 6' angebracht, die sich über den freiliegenden Querschnitt der Luftaustrittsseite erstrecken, wobei das Schlauchstück 6 durch gestrichelte Linien in der Abdeckstellung wiedergegeben ist. Bei drückenden Ventilatoren kann auch ein einzelnes, die gesamte Austrittsseite umschließendes Schlauchstück 6 vorgesehen werde, das bei Wegfall des von den Ventilatoren verursachten Staudrucks zusammenfällt und die Austrittsöffnung abdeckt, wie durch gestrichelte Linien in Fig. 2 dargestellt. Auf der Lufteintrittsseite hindert die senkrecht liegende Haubenwand 9 die feuchtwarme Abtauluft am Austreten aus dem Gehäuse 1. Die durch die Öffnung 8, in der der Ventilator 5 angeordnet ist, austretende Abtauluft wird in der nach oben und seitlich geschlossenen Haube 7 aufgefangen, so daß sie nicht in die Umgebung entweicht.

    [0017] Eine solche oben und seitlich geschlossene, starre Haube 7 ist auch bei der Ausführungsform nach Fig. 1 mit saugenden Ventilatoren vorteilhaft, weil auch bei dieser Ausführungsform die auf der Lufteintrittsseite entweichende Abtauluft aufgefangen wird. Während bei der Ausführungsform nach Fig. 1 das Schlauchstück 6, 6' einen kreisförmigen Grundquerschnitt aufweist, können auch Schlauchstücke mit einem rechteckigen, quadratischen oder ovalen Grundquerschnitt vorgesehen werden.

    [0018] Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 wird eine nicht dargestellte Trennwand in der Haube 7 vorgesehen, welche den Lufteintrittsbereich des einen Ventilators von dem des anderen Ventilators abtrennt, so daß keine Sekundärluftströmungen auf der Lufteintrittsseite auftreten, wenn der eine Ventilator ausgefallen ist, während der andere weiterarbeitet.

    [0019] Fig. 3 zeigt eine Draufsicht auf einen Luftkühler mit zwei Ventilatoren 5, 5' nach dem Stand der Technik, wobei durch Pfeile die Luftströmung wiedergegeben ist, wenn der Ventilator 5 ausgefallen ist und nur noch der Ventilator 5' weiter arbeitet. In diesem Falle wird durch die Luftaustrittsöffnung 4 des stillstehenden Ventilators 5 kurzschlußartig Luft durch den laufenden Ventilator 5' angesaugt, wodurch die Kühlleistung erheblich vermindert wird. Wird dagegen an den beiden Luftaustrittsöffnungen jeweils ein Schlauchstück 6, 6' angeordnet, wie dies in den Fig. 1 und 2 wiedergegeben ist, so fällt das Schlauchstück an dem ausgefallenen Ventilator 5 in sich zusammen und verschließt die Luftaustrittsöffnung 4, so daß die in Fig. 3 wiedergegebene Sekundärluftströmung 14 nicht auftreten kann und die gesamte vom Ventilator 5' angesaugte Luft durch den Wärmeaustauscher 2 strömt.

    [0020] Fig. 4 zeigt eine horizontale Anordnung eines Wärmaustauschers 2 in Form eines Verflüssigers, der mit seinem umgebenden Gehäuse 1 auf Ständern 10 abgestützt ist. Die unten liegende Lufteintrittsseite, wie durch Pfeile angedeutet, ist offen, während auf der ansonsten geschlossenen Oberseite des Gehäuses drei nebeneinander liegende Luftaustrittsöffnungen 4, 4', 4'' ausgebildet sind, in denen jeweils ein Ventilator 5 angeordnet ist. Auf der Außenseite jeder Luftaustrittsöffnung 4 ist ein flexibles Schlauchstück 6, 6' und 6'' angebracht. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind die beiden Ventilatoren 5 und 5' in Betrieb, wodurch die zugeordneten Schlauchstücke 6, 6' rohrförmig nach oben abstehen, während an dem durch einen Defekt still stehenden oder abgeschalteten Ventilator 5'' das Schlauchstück 6'' durch Schwerkraftwirkung in sich zusammengefallen ist und die Luftaustrittsöffnung 4'' abdeckt. Auch in diesem Fall wird eine in Fig. 3 dargestellte, nachteilige Sekundärluftströmung verhindert, die im wesentlichen einem Luftkurzschluß gleichkommt, da ein Großteil der von den laufenden Ventilatoren angesaugten Luft über die nicht abgedeckte Luftaustrittsöffnung 4'' angesaugt würde.

    [0021] Die Schlauchstücke können im aufgeblasenen Zustand eine Zylinderform haben, so daß die Fläche des Lufteintritts gleich der des Luftaustritts ist. Vorteilhafterweise haben die Schlauchstücke jedoch im aufgeblasenen Zustand eine kegelstumpf- oder pyramidenstumpfförmige Gestalt, wie in Fig. 4 angedeutet, so daß der Querschnitt auf der Außenseite etwas geringer ist, als auf der am Gehäuse anliegenden Innenseite. Hierdurch wird das Zusammenfallen der Schlauchstücke bei abgeschaltetem Ventilator begünstigt.

    [0022] Durch die sich nach außen verjüngende Form des Schlauchstückes 6 entsteht beim Betrieb des Ventilators ein geringer Staudruck, der ein sich ständiges Bewegen des Schlauches ausschließt. Wird der Staudruck nach Abschalten des Ventilators abgebaut, so fällt das Schlauchstück über die Austrittsöffnung und verschließt diese zuverlässig.

    [0023] Nach Beendigung eines Abtauvorganges wird durch eine Steuervorrichtung zuerst der Kälteprozess im Wärmeaustauscher und dann der Ventilator wieder eingeschaltet, der dann die zuvor noch vorhandene Abschottung der Austrittsöffnung durch das Schlauchstück aufhebt.

    [0024] Fig. 5 zeigt die Anordnung eines Luftkühlers nahe der Decke 12 eines Raumes, wobei die freiliegende Lufteintrittsseite 3 des Gehäuses 1 vor der senkrechten Raumwand 13 angeordnet ist. Die Luft strömt, wie durch Pfeile angedeutet, von unten längs der senkrechten Raumwand 13 nach oben und wird horizontal in den Wärmeaustauscher 2 umgelenkt.

    [0025] Auf der Luftaustrittsseite ist bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 5 ein in aufgeblasenem Zustand schräg nach oben gerichtetes Schlauchstück 6 vorgeshen, durch das die Kühlluft schräg gegen die Decke 12 des Raumes geblasen wird. Hierdurch wird eine Verbesserung der Kühlluftzirkulation in dem Kühlraum erreicht, wobei Zuglufterscheinungen in dem Kühlraum vermieden werden.

    [0026] Das erfindungsgemäß vorgesehene flexible Schlauchstück besteht vorzugsweise aus einem luftundurchlässigen und wasserabweisenden Material mit ausreichender Wärmebeständigkeit, beispielsweise einer Folie oder einem entsprechend beschichteten Gewebe, das keine hohe Steifigkeit hat, so daß bei abgeschaltetem Ventilator der Schlauch in sich zusammenfällt und die Luftaustrittsöffnung abdeckt.

    [0027] Die Haube 7 kann aus feuerverzinktem oder kunststoffbeschichtetem Alu- oder Stahlblech bestehen und sie kann jegliche Form haben, wobei sie unten zur Lufteintrittsseite des Luftkühlers hin offen und ansonsten allseitig geschlossen ist. Zweckmäßigerweise wird die Haube 7 mit einer Wärmedämmung versehen. Die Querschnitte von Haube und Schlauchstück sind so bemessen, daß der Luftdurchsatz während des Kühlvorganges nicht beeinträchtigt wird.

    [0028] Die beschriebene Vorrichtung kann sehr kostengünstig hergestellt und montiert werden. Sie unterliegt keinem verschleiß und bringt erhebliche Vorteile dadurch, daß während eines Abtauvorganges Wärmeverluste vermieden werden, die durch austretende Abtauluft entstehen. Zudem wird der Abtauvorgang selbst beschleunigt und nicht mehr durch Sekundärluftströmungen beeinträchtigt.

    [0029] Die aufgebrachte Abtauleistung kann innerhalb eines abzutauenden Luftkühlers durch die beschriebene Ausgestaltung besser verteilt werden, wenn mehrere Ventilatoren nebeneinander vorgesehen sind. Zudem ergibt sich der Vorteil, daß durch das aufgeblasene Schlauchstück leicht festgestellt werden kann, ob sich ein Ventilator im Betriebszustand befindet oder nicht.

    [0030] Durch die an den Luftaustrittsöffnungen der Luftkühler vorgesehenen flexiblen Schlausstücke wird weiterhin eine Gleichrichtung und Beschleunigung des Luftstromes der einzelnen Ventilatoren erreicht, wodurch sich auch eine größere Reichweite der einzelnen Luftströme ergibt. Durch die Luftstromgleichrichtung kann eine bessere Kühlluftverteilung innerhalb des zu kühlenden Raumes erreicht werden.

    [0031] Die flexible Abdeckung an der Luftaustrittsseite wird - wie dargestellt- vorteilhafterweise als Schlauchstück ausgebildet. Es ist aber auch möglich, einen z. B. am oberen Rand der Austrittsöffnung befestigten Vorhang aus einem Gewebe oder einer Folie vorzusehen, der ohne Staudruck die Austrittsöffnung abdeckt und bei laufendem Ventilator sich von der Austrittsöffnung abhebt. Ein derartiger Vorhang kann auch eine Haubenform haben, bspw. ähnlich einer Schlauchhälfte, wobei ein Schlauchstück in Achsrichtung aufgeschnitten und nur eine Hälfte des Schlauchstückes als Abdeckung verwendet wird.

    [0032] Fig. 6 zeigt bei einer rechteckigen Austrittsöffnung 4 eines Wärmeaustauschers 2 einen derartigen Vorhang 15 aus einem flexiblen Flächenstück, beispielsweise einem beschichteten Gewebe oder einer Folie. Dieses Flächenstück 15 ist rechteckig ausgebildet entsprechend den Abmessungen der Austrittsöffnung 4 und am oberen Rand der Austrittsöffnung befestigt. Damit dieses flexible Flächenstück während des Betriebs des Ventilators 5 nicht flattert und dadurch frühzeitig verschleißt, ist das freie Ende des Flächenstücks 15 durch Fäden 16 oder ein flexibles Netz mit der Unterseite der Austrittsöffnung verbunden, wobei diese Fäden 16 eine Spanneinrichtung bilden, wie Fig. 6 zeigt, wenn das flexible Flächenstück 15 durch die durch Pfeile wiedergegebene Luftströmung etwa horizontal ausgerichtet wird. Wird der Ventilator 5 abgestellt, so fällt das Flächenstück 15 nach unten und deckt die Austrittsöffnung 4 ab, während die flexible Spanneinrichtung 16 ebenfalls in sich zusammenfällt. In Fig. 6 sind mit 20 Nähte bezeichnet, durch die das Flächenstück 15 in bogenförmige Abschnitte unterteilt ist, die diesem Flächenstück eine bessere Formstabilität verleihen.

    [0033] Bei der Ausführungsform nach Fig. 7 ist anstelle der starren Haube 7 in Fig. 2 ein starres Kanalstück 17 vor der z.B. rechteckigen Lufteintrittsöffnung 3 des Wärmeaustauschers 2 angeordnet, wobei über die Höhe dieses Kanalstücks 17 verteilt Streifen 18 aus flexiblem Material, wie z.B. Gewebe, Folie oder dgl., so angeordnet sind, daß bei abgeschaltetem Ventilator 5 diese Streifen 18 nach unten hängen und die Eintrittsöffnung abdecken. Wird durch den Ventilator 5, der in der Austrittsöffnung angeordnet ist, Luft angesaugt, so werden diese flexiblen Streifen 17 in Strömungsrichtung der Luft ausgerichtet, wobei sie den Eintrittsquerschnitt freigeben, wie Fig. 7 zeigt. Diese Ausgestaltung hat die gleiche Wirkung wie die Haube 7 in Fig. 2.

    [0034] In entsprechender Weise können insbesondere bei einer rechteckigen Luftaustrittsöffnung 4 übereinander Streifen 19 aus flexiblem Material übereinander so angeordnet werden, daß sie bei abgeschaltetem Ventilator die Austrittsöffnung 4 abdecken, wobei sich die einzelnen Streifen 19 auch überlappen können, während sie bei eingeschaltetem Ventilator 5 in Strömungsrichtung der Luft ausgerichtet werden und die Austrittsöffnung freigeben, wie dies Fig. 8 zeigt. Wegen der geringen Breite dieser Streifen 19 kann eine flexible Spanneinrichtung 16 entfallen, weil die schmalen Streifen in der Luftströmung nicht so stark flattern wie eine längeres in Fig. 6 gezeigtes Flächenstück 15.

    [0035] Fig. 9 zeigt eine Ausführungsform mit einem Schlauchstück 6, innerhalb von dem ein trichterförmiges Netz 21 so angeordnet ist, daß die offene Seite des Trichters zusammen mit dem Schlauchstück an der Mündungsöffnung 8 des Gehäuses 1 befestigt ist. Wenn der Ventilator 5 außer Betrieb ist, fällt das Schlauchstück zusammen mit dem flexiblen Netz 21 in sich zusammen, so daß die Mündungsöffnung 8 abgedeckt wird, wie dies anhand der vorhergehenden Ausführungsformen beschrieben wurde. Bei laufendem Ventilator 5 wird das Schlauchstück 6 - wie dargestellt - aufgeblasen, während gleichzeitig der netzförmige Trichter 21 sich koaxial in dem Schlauchstück ausrichtet, wie dies Fig. 9 zeigt. Auf diese Weise wird eine Gleichrichtung der durch das Schlauchstück strömenden Luft erreicht, die durch den Ventilator 5 einen bestimmten Drall erhält.

    [0036] Diese Ausführungsform ist insbesondere dann von Vorteil, wenn zwischen Ventilator und Elektromotor kein starrer Luftgleichrichter vorhanden ist. Die Nachrüstung mit einem solchen starren Luftgleichrichter ist relativ aufwendig, während die Anbringung des Schlauchstückes 6 mit dem flexiblen Luftgleichrichter 21 sehr einfach ist. Das flexible Schlauchstück 6 wird durch die Gleichrichtung der ausströmenden Luft sehr gleichmäßig aufgeblasen und bleibt auch während des Ventilatorbetriebs ruhig ohne zu Flattern im Luftstrom stehen.

    [0037] Anstelle eines auf der Außenseite geschlossenen Trichters 21 kann auch ein kegelstumpfförmiger flexibler Netzschlauch zur Luftgleichrichtung vorgesehen werden, dessen offene Austrittsseite erheblich kleiner ist als die Lufteintrittsseite.


    Ansprüche

    1. Wärmeaustauscher, insbesondere Kühlgerät, mit einem Gehäuse und wenigstens einem Ventilator zum Ausblasen der durch den Wärmeaustauscher strömenden Luft durch eine Austrittsöffnung des Gehäuses,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß an der Austrittsöffnung (4) des Gehäuses (1) wenigstens ein flexibles Flächenstück (6,15,19) angebracht ist, das durch den Staudruck bei laufendem Ventilator (5) sich in Richtung der Luftströmung ausrichtet und somit die Luft in den umgebenden Raum austreten läßt, während es bei abgeschaltetem Ventilator in sich zusammenfällt und die Austrittsöffnung abdeckt.
     
    2. Wärmeaustauscher nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß ein im wesentlichen recheckiges flexibles Flächenstück (15) mit einem Seitenrand an der Austrittsöffnung (4) befestigt ist, wobei die Abmessungen des Flächenstücks (15) wenigstens denen der Austrittsöffnung (4) entsprechen.
     
    3. Wärmeaustauscher nach Anspruch 2,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß der freie Rand des Flächenstücks (15) mit einer flexiblen Einrichtung (16) zum Spannen des Flächenstücks bei austretender Luftströmung versehen ist.
     
    4. Wärmeaustauscher nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß mehrere Streifen (19) eines flexiblen Flächenstücks über die Austrittsöffnung (4) verteilt so angeordnet sind, daß sie bei abgeschaltetem Ventilator die Austrittsöffnung abdecken.
     
    5. Wärmeaustauscher nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß das flexible Flächenstück als Schlauchstück (6) ausgebildet ist, das um den Umfang der Austrittsöffnung (4) angebracht ist.
     
    6. Wärmeaustauscher nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß bei mehreren nebeneinander angeordneten Ventilatoren (5) jedem Ventilator ein flexibles Flächenstück (6,15) zugeordnet ist.
     
    7. Wärmeaustauscher nach Anspruch 5,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß das Schlauchstück (6) im aufgeblasenen Zustand eine zur Luftaustrittsseite hin sich verjüngende Form hat.
     
    8. Wärmeaustauscher nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß auf der Lufteintrittsseite (3) des Gehäuses (1) eine starre Haube (7) ausgebildet ist, die unten offen ist und die Lufteintrittsseite oben und an den Seiten abdeckt.
     
    9. Wärmeaustauscher nach Anspruch 8,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß bei Anordnung mehrerer Ventilatoren nebeneinander die Haube (7) mit Trennwänden zwischen den einzelnen Ansaugbereichen versehen ist.
     
    10. Wärmeaustauscher nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß auf der Lufteintrittsseite (3) des Gehäuses (1) übereinander Streifen (18) aus flexiblen Material angeordnet sind, die bei abgeschaltetem Ventilator die Lufteintrittsseite abdecken und sich bei laufendem Ventilator (5) in Richtung der Luftströmung ausrichten.
     




    Zeichnung

























    Recherchenbericht