(19)
(11) EP 0 624 755 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
17.11.1994  Patentblatt  1994/46

(21) Anmeldenummer: 93115153.4

(22) Anmeldetag:  21.09.1993
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5F21V 23/06, F21S 3/02
(84) Benannte Vertragsstaaten:
BE CH DE ES FR IT LI LU NL

(30) Priorität: 11.05.1993 DE 9307141 U

(71) Anmelder: LT- LICHT-TECHNIK GmbH
D-33442 Herzebrock-Clarholz (DE)

(72) Erfinder:
  • Liehr, Wilfried
    D-33442 Herzebrock-Clarholz (DE)

(74) Vertreter: Fritz, Edmund Lothar, Dipl.-Chem. et al
Patentanwaltskanzlei Fritz Mühlenberg 74
D-59759 Arnsberg
D-59759 Arnsberg (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Lichtleiste


    (57) Die vorliegende Erfindung betrifft eine Lichtleisten-Leuchte mit einem langgestreckten, im Querschnitt U-förmigen Gehäuse (10), das sich endseitig in Form von vorstehenden Kappen (11,12) fortsetzt, geeignet zur Aufnahme einer stabförmigen Lampe (1) zwischen den Kappen. Die Lichtleisten-Leuchte ist dadurch gekennzeichnet, daß in einer Kappe (11) ein Einsatzteil (20) aus Kunststoff eingesteckt ist, das eine von außen zugängliche Büchse (21) zur Aufnahme eines Euro-Flachsteckers aufweist und das über Kontaktelemente an die stromführende Installation der Leuchte angeschlossen ist. Das Einsatzteil ist vollständig in das Leuchtengehäuse integriert, so daß dessen Erscheinungsbild nicht beeinträchtig wird. Das Einsatzteil kann durch Einstecken in das Gehäuse von der offenen Seite her montiert werden, ohne daß zusätzliche Verbindungsteile oder aufwendige Montagearbeiten erforderlich sind.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Lichtleisten-Leuchte mit den Merkmalen nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

    [0002] Derartige Lichtleisten-Leuchten dienen zur Aufnahme einer stabförmigen Lampe zum Beispiel einer sogenannten Linien-Glühlampe mit seitlichen Lampensockeln oder auch zur Aufnahme einer stabförmigen Leuchtstofflampe. Lichtleisten-Leuchten können an der Wand oder an der Decke angebracht werden. Ihre bevorzugte Anwendungsform sind jedoch Möbel, insbesondere werden sie als Spiegelleuchten verwand.

    [0003] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Lichtleisten-Leuchte dieser Art so auszubilden, daß sie auch zum Anschluß eines Elektrogerätes mit einem sogenannten Euro-Flachstecker geeignet ist.

    [0004] Diese Aufgabe wird durch eine Lichtleisten-Leuchte mit den Merkmalen des Hauptanspruchs gelöst. Die Unteransprüche haben spezielle, konstruktive Ausgestaltungen dieser Lösung zum Inhalt.

    [0005] Bei einer solchen Lichtleisten-Leuchte ist an einer Stirnseite ein Einsatzteil aus Kunststoff aufgenommen mit einer zum Einstecken eines Euro-Flachsteckers geeigneten Büchse. Dieses Einsatzteil ist vollständig in das Leuchtengehäuse integriert, so daß dessen Erscheinungsbild in keiner Weise beeinträchtigt ist. Das Einsatzteil kann durch Einstecken in das Gehäuse von der offenen Seite her montiert werden ohne, daß zusätzliche Verbindungsteile oder aufwendige Montagearbeiten erforderlich sind. Im übrigen ist das Einsatzteil in einfacher Weise mittels Kontaktelementen an die spannungsführenden Elemente der Leuchte anzuschließen.

    [0006] Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung beschrieben unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen
    Fig. 1
    ist eine Seitenansicht einer Lichtleisten-Leuchte nach der Erfindung im Endbereich der Steckdose;
    Fig. 2
    ist eine Ansicht in Richtung II von Fig. 1;
    Fig. 3
    ist eine Ansicht in Richtung III von Fig. 1;
    Fig. 4
    stellt als Einzelteil ein zugehöriges Einsatzteil für eine Steckdose dar, mit Einblick in die Büchse;
    Fig. 5
    ist eine Draufsicht entsprechend V von Fig. 4;
    Fig. 6
    ist eine Seitenansicht entsprechend VI von Fig. 4;
    Fig. 7
    ist ein Schnitt VII-VII von Fig. 4;
    Fig. 8
    zeigt in vergrößertem Maßstab eine Ansicht eines in das Einsatzteil einsetzbaren Kontaktelementes mit Blick auf den Steg des selben;
    Fig. 9
    ist eine Ansicht entsprechend IX von Fig. 8;
    Fig. 10
    ist eine Ansicht entsprechend X von Fig. 9; Fig. 11 ist eine Ansicht entsprechend XI von Fig. 9.


    [0007] Zunächst wird Figur 1 bis 3 beschrieben. Danach nimmt die Lichtleisten-Leuchte eine sogenannte Linien-Glühlampe auf, deren Lampensockel 1a in radialer Anordnung in entsprechende Lampenfassungen eingesteckt sind. Es ist ein im Querschnitt U-förmiges Leuchtengehäuse 10 vorgesehen, aus Kunststoff, das sich an jedem Ende in Gestalt einer Kappe 11 fortsetzt. Diese Kappen bilden jeweils eine Fortsetzung der Linien-Glühlampe 1 an der Stirnseite. Eine obere, ebene Fläche 10a des Leuchtengehäuses dient zum Ansetzen der Leuchte an einer ebenen Fläche zum Beispiel an einer Wand, an einer Decke oder an einem Möbel. Eine der Kappen, nämlich die Kappe 11 dient zur Aufnahme einer Steckdose für einen sogenannten Euro-Flachstecker. An der anderen Kappe 12 (rechte Seite) ist ein Schalter 12a aufgenommen.

    [0008] Die Steckdose für den Euro-Flachstecker wird gebildet durch ein Einsatzteil 20 aus Kunststoff. Dieses ist von oben in den Innenraum der Kappe 11 gesteckt, wie auf Figur 1 und 3 gestrichelt angedeutet. Zur Führung sind am Gehäuse innen Leisten 16 angeformt, die von Nuten 23 des Einsatzteiles aufgenommen werden. Im übrigen liegt das Einsatzteil endseitig an Rippen 15 des Gehäuses an. Im Bereich der Büchse 21, die den Euro-Flachstecker aufnimmt, ist am Leuchtengehäuse eine entsprechende Durchbrechnung 14 gebildet, die dem Querschnitt des Euro-Flachsteckers entsprechend eine langstreckte, sechseckige Form hat. Einzelheiten des Einsatzteils 20 gehen aus Figur 4 bis 7 hervor. Man erkennt dort die Führungsnuten 23 zur Aufnahme der Leisten 16. Außerdem sind am Einsatzteil für eventuelle weitere Anwendungsformen zur Lampenrichtung parallele Nuten 22 gebildet. Im Boden der Büchse 21 sind Durchbrechungen 24 gebildet zur Aufnahme der Steckerstifte des Flachsteckers. In Fortsetzung der Durchbrechungen 24 sind jeweils eine Kammer 25 angeformt. Jede Kammer dient zur Aufnahme eines Kontaktelementes, wo eine elektrische Leitung angeschlossen wird und wo der Steckerstift aufgenommen wird. Auf Figur 7 ist die grundsätzliche Form des Kontaktelementes 30 gestrichelt dargestellt. Das Kontaktelement ragt in Gestalt eines Winkels 34 seitlich aus einer Durchbrechung 26 der Kammer 25 heraus. Am Winkel 34 kann in an sich bekannter Weise durch Einstecken eine Elektroleitung angeschlossen werden.

    [0009] Weitere Einzelheiten des Kontaktelements 30 ergeben sich aus Figur 8 bis 11. Im Prinzip hat das Kontaktelement 30 eine U-Form mit einem U-Steg 31 und zwei Flanschen 35. Der Steg setzt sich in Gestalt des Winkels 34 fort. Am Steg selbst ist eine Zunge 33 geformt, wo die Elektroleitung angeschlossen wird. Weiterhin hat der Steg eine kreisrunde Durchbrechung 32 zur Aufnahme des Endbereichs eines Steckerstiftes.

    [0010] Die beiden U-Flansche 35 sind in Gestalt von haarnadelförmigen Bögen 36 verformt. Die Bögen bilden in ihren Endbereichen eine elastische Stiftaufnahme 37.

    [0011] Jeweils ein Kontaktelement wird seitlich in eine Kammer 35 eingesteckt, wie Figur 7 zeigt, derart, daß die Stiftaufnahme 37 in der axialen Verlängerung zu einer Durchbrechung 24 für einen Steckerstift zu liegen kommt.


    Ansprüche

    1. Lichtleisten-Leuchte mit einem langgestreckten, im Querschnitt U-förmigen Gehäuse, das sich endseitig in Form von vorstehenden Kappen fortsetzt, geeignet zur Aufnahme einer stabförmigen Lampe zwischen den Kappen, dadurch gekennzeichnet, daß in einer Kappe (11) ein Einsatzteil (20) aus Kunststoff eingesteckt ist, das eine von außen zugängliche Büchse (21) zur Aufnahme eines Euro-Flachsteckers aufweist und das über Kontaktelemente (30) an die stromführende Installation der Leuchte angeschlossen ist.
     
    2. Lichtleisten-Leuchte nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß zur Führung des Einsatzteils beim Einstecken am Gehäuse Leisten (16) angeformt sind, die von Nuten (23) des Einsatzteiles aufgenommen werden.
    Lichtleisten-Leuchte nach Anspruch 1 gekennzeichnet durch die nachfolgend genannten Merkmale:

    - im Boden der Büchse (21) des Einsatzteiles sind zwei Durchbrechungen (24) jeweils zur Aufnahme eines Steckerstiftes gebildet;

    - jeder Durchbrechung ist eine am Einsatzteil angeformte Kammer (25) zugeordnet;

    - jede Kammer nimmt ein Kontaktelement (30) auf, geeignet zur Aufnahme eines Steckerstiftes und zum Anschließen einer elektrischen Leitung.


     
    4. Lichtleisten-Leuchte nach Anspruch 3 gekennzeichnet durch ein Kontaktelement (30) mit den nachfolgend genannten Merkmalen:

    - es ist im Prinzip U-förmig mit einem Steg (31) und zwei Flanschen (35);

    - die beiden Flansche sind U-förmig gebogen und bilden in ihren Endbereichen eine Stiftaufnahme (37);

    - im U-Steg ist eine Durchbrechung (32) für einen Steckerstift gebildet.


     
    5. Lichtleisten-Leuchte nach Anspruch 4 dadurch gekennzeichnet, daß im U-Steg (31) ein an der Kammer vorstehender Winkel (34), geeignet zum Einstecken einer Elektroleitung, gebildet ist.
     




    Zeichnung