| (19) |
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(11) |
EP 0 385 082 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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14.12.1994 Patentblatt 1994/50 |
| (22) |
Anmeldetag: 19.01.1990 |
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Vorrichtung zum Aufwickeln von Bahnen auf mit einem Klebstoffauftrag versehene Wickelhülsen
Device for winding webs onto core tubes provided with an adhesive coating
Dispositif pour enrouler une feuille continue sur des mandrins avec application de
colle
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE ES FR GB IT LI |
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Priorität: |
28.02.1989 DE 3906309
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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05.09.1990 Patentblatt 1990/36 |
| (73) |
Patentinhaber: Windmöller & Hölscher |
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D-49525 Lengerich (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Pyka, Udo
D-4540 Lengerich (DE)
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| (74) |
Vertreter: Gossel, Hans K., Dipl.-Ing. et al |
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Lorenz-Seidler-Gossel
Widenmayerstrasse 23 80538 München 80538 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 363 295 DE-A- 3 425 490 US-A- 4 530 265
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DE-A- 3 318 803 DE-A- 3 644 950
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Aufwickeln von Bahnen auf mit einem Klebstoffauftrag
versehene Wickelhülsen nach dem Oberbgriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Bei einem aus der US-PS 26 86 015 bekannten Wendewickler mit zwei an drehbaren Haltearmen
vorgesehenen Wickelstationen ist ein an einem schwenkbaren Hebel befestigtes Trennmesser
vorgesehen, das durch entsprechendes Einschwenken die Bahn zwischen den beiden Wickelstationen
durchtrennt, wobei an dem das Trennmesser tragenden Schwenkhebel eine Andrückrolle
gelagert ist, die während des Einschwenkens des Trennmessers zum Ausführen des Trennschnitts
den durch diesen gebildeten Bahnanfang an die neue mit einem Leimauftrag versehene
Wickelhülse andrückt. Da jedoch der Trennschnitt in beträchtlichem Abstand von der
Anklebstelle ausgeführt wird, ergibt sich eine überstehende Fahne, die sich in unkontrollierbarer
Weise zwischen die Anfangswindungen der auf die neue Wickelhülse aufzuwickelnden Bahn
legt und möglicherweise durch Überschlagen und Knittern Wülste oder Falten in den
Windungen bildet, die nicht nur zu einer Unwucht führen können, sondern darüber hinaus
auch Ausbuchtungen und Unebenheiten in der aufzuwickelnden Bahn bilden, die ein glattes
Aufwickeln verhindern und bleibende Verformungen in der aufgewickelten Bahn hervorrufen
können, die sich bei der späteren Verarbeitung störend bemerkbar machen können.
[0003] Aus DE-A-33 18 803 ist eine Vorrichtung nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1 bekannt, bei der ein Schneidmesser die Materialbahn im Abstand von der Anklebestelle
auf dem mit einem Klebstoffauftrag versehenen Rollenkern durchtrennt. Der Träger des
Schneidmessers ist in Laufrichtung der Bahn hinter dem Schneidmesser mit einer Bürste
versehen, die zusammen mit einer Andrückwalze den durch einen Trennschnitt gebildeten
Bahnanfang gegen den mit einem Klebstoffauftrag versehenen Rollenkern andrückt. Auch
bei dieser bekannten Vorrichtung bildet sich eine über die Anklebstelle vorstehende
Fahne aus, die sich in unkontrollierbarer Weise zwischen die Anfangswindungen der
auf die neue Wickelhülse aufzuwickelnden Bahn legen und möglicherweise durch Überschlagen
und Knittern Wülste oder Falten in den Wicklungen bilden kann, da diese durch den
Trennschnitt gebildete Fahne weder durch die Bürste noch durch die Andruckwalze gegen
den Rollenkern angedrückt wird.
[0004] Aus DE-A-34 25 490 ist eine Rollenwechseleinrichtung für Wickelhülsen mit unterschiedlichen
Durchmessern bekannt, bei der die nicht mit einem Klebstoffauftrag versehene leere
Wickelhülse zur Zeit des Wickelns derart in die aufzuwickelnde Warenbahn zwischen
eine Andrückwalze und eine Umlenkwalze geschwenkt wird, daß die Warenbahn die neue
Wickelhülse schlaufenartig mit einem größeren Winkel als 180 Grad umschlingt. Die
Trennung der Bahn erfolgt sodann durch ein an einem Schwenkhebel angeordnetes Messer
derart im Bereich des Schwenkkreises der zu wechselnden Wickelrollen, daß die vordere
Schnittkante der neu aufzuwickelnden Bahn in den Spalt zwischen der leeren Wickelhülse
und der Andrückwalze einläuft. Um eine Führung des neuen Bahnanfangs in dem Spalt
zwischen der Andrückwalze und der neuen Wickelhülse zu gewährleisten, kann zusätzlich
eine Bürste oder ein Luftstrahl als Anlagehilfe für die Warenbahn dienen.
[0005] Aus der US-PS 32 79 716 ist ein Wendewickler bekannt, der das Aufwickeln eines durch
einen Trennschnitt gebildeten Bahnanfangs auf eine Wickelhülse ohne Leimauftrag und
ohne überstehende Fahne dadurch ermöglicht, daß durch ein die Wickelhülse antreibendes
und teilweise umschlingendes Band und durch zusätzliche Leiteinrichtungen, von denen
eine durch das Trennmesser selbst gebildet wird, der Bahnanfang in den zwischen der
auflaufenden und durch eine Andrückwalze an die Wickelhülse angedrückte Bahn und der
Wickelhülse gebildeten Spalt eingeführt und in diesen derart eingeklemmt und mitgenommen
wird, daß der Bahnanfang die Wickelhüise kraftschlüssig umschlingt. Diese bekannte
Vorrichtung ist wegen der erforderlichen Andrück- und Leiteinrichtungen nicht nur
konstruktiv sehr aufwendig, sondern sie versagt auch dann, wenn glatte Bahnen aufzuwickeln
sind, die keinen genügenden Reibschluß mit der Wickelhülse eingehen. Störungen können
sich bei dieser bekannten Vorrichtung auch dann ergeben, wenn die zum Wickelbeginn
durch den Bahnanfang gebildete Schlaufe nicht bereits während der ersten Umdrehung
ausgezogen wird, so daß der Bahnanfang reibschlüssig an der Wickelhülse angreift.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung der eingangs angegebenen Art zu schaffen,
die eine über die Anklebstelle überstehende, durch den Bahnanfang gebildete Fahne
vermeidet und ein glattes, verwerfungs- und faltenfreies Aufwickeln des Bahnanfangs
auf die mit einem Klebstoffauftrag versehene Wickelhülse gewährleistet.
[0007] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei einer Vorrichtung der gattungsgemäßen Art
durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Bei der erfindungsgemäßen
Vorrichtung bildet somit das Trennmesser zugleich auch eine den durch den Trennschnitt
gebildeten Bahnanfang auf die Wickelhülse glatt aufstreichende Einrichtung, die den
Bahnanfang ohne überstehende Fahne an die Wickelhülse andrückt und dadurch ein glattes
und faltenfreies Aufwickeln sicherstellt.
[0008] Zweckmäßigerweise ist das Trennmesser in geradlinigen Führungen geführt.
[0009] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß das Trennmesser hinter
seiner Schneide auf seiner der Wickelhülse zugewandten Seite mit Borsten o.dgl. besetzt
ist. Diese drücken den aufgestrichenen Bahnanfang elastisch an den Umfang der Wickelhülse
an, wobei Abstandstoleranzen ausgeglichen werden.
[0010] Um ein gutes Aufstreichen des Bahnanfangs auf die mit einem Klebstoffauftrag versehene
Wickelhülse sicherzustellen, ist die Vorschubgeschwindigkeit des Trennmessers vorzugsweise
größer als die Umfangsgeschwindigkeit der Wickelhülse.
[0011] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist ein einschwenkbares oder einfahrbares
Gegenmesser vorgesehen, das im eingeschwenkten oder eingefahrenen Zustand mit der
neu zu bewickelnden Wickelhülse einen Spalt bildet, den das Trennmesser unter scherenartiger
Durchtrennung der Bahn einfahrbar ist. Diese Ausgestaltung begünstigt einen guten
Trennschnitt und darüber hinaus einen sicheren Einzug des durch den Trennschnitt gebildeten
Bahnanfangs in den Spalt.
[0012] Zweckmäßigerweise wird das Trennmesser von einer dieses aus- und einfahrenden pneumatischen
Kolben-Zylinder-Einheit bewegt.
[0013] Nach einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß
eine das Trennmesser in seiner eingefahrenen Stellung blockierende Einrichtung vorgesehen
ist, die dieses durch eine Steuereinrichtng erst freigibt, wenn der oder die Kolben-Zylinder-Einheiten
mit dem das Trennmesser in die ausgefahrene Stellung bewegenden pneumatischen Druck
beaufschlagt sind, so daß das Trennmesser nach Lösung der Blockierung schlagartig
ausfährt. Aufgrund dieses schlagartigen Ausfahrens wird der durchtrennte Bahnanfang
aufgrund der auf diesen durch das Trennmesser ausgeübten Beschleunigung mitgenommen
und auf die Wickelhülse aufgestrichen.
[0014] Die blockierende Einrichtung kann aus einer oder mehreren Druckmittel-Kolben-Zylinder-Einheiten
bestehen, deren Kolbenstangen in entsprechende Ausnehmungen von Führungsstangen o.dgl
des Trennmessers greifen.
[0015] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß das Trennmesser mit seinen
Führungen und Antriebseinrichtungen in weiteren Führungen des Gestells verschieblich
gelagert und aus dem Bereich der sich bildenden Wickelrolle nach dem Ankleben des
Bahnanfangs auf die Wickelhülse ausfahrbar ist. Da das Ausheben der fertig gewickelten
Rolle üblicherweise durch einen Kran erfolgt und einige Zeit in Anspruch nimmt, hat
die neue Wickelrolle bereits einen beträchtlichen Durchmesser angenommen, bevor sie
nach Einlegen bzw. Einspannen einer neuen Wickelhülse in die Wickelstation der gerade
ausgehobenen Wickelrolle in diese Wickelstellung gedreht werden kann. Aus diesem Grunde
ist es erforderlich, das Trennmesser und gegebenenfalls auch das Gegenmesser aus ihren
Bereitschaftsstellungen herauszubewegen, um ein ungestörtes anfängliches Wickeln der
Wickelrolle zu ermöglichen, so lange sich diese noch in ihrer Stellung während des
Anklebens des Bahnanfangs befindet.
[0016] Zweckmäßigerweise ist das einschwenkbare Gegenmesser auf weiteren Schwenkarmen gelagert
und über diese aus dem Bereich der sich bildenden Wickelrolle ausschwenkbar.
[0017] Zweckmäßigerweise sind zwei synchron antreibbare Tragscheiben um 180 Grad versetzt
mit zwei Wickelstationen versehen und tragen jeweils zwischen diesen Wickelstationen
achsparallele Leitrollen, die gegenüber den Wickelwellen oder fluchtenden Wickeldornen
radial nach außen versetzt sind. Diese Leitrollen gestatten es, die Bahn auf ihrem
Wege zu der nahezu fertig gewickelten Wickelrolle dicht an der neuen Wickelhülse vorbeizuführen,
so daß das vorschnellende Trennmesser den durch den Trennschnit gebildeten Bahnanfang
nur über eine kurze Strecke mitnehmen muß, um diesen auf die Wickelhülse aufzustreichen.
[0018] Zweckmäßigerweise ist an den das einschwenkbare Gegenmesser tragenden Schwenkhebeln
mindestens eine Leitwalze für die Bahn gelagert, so daß der Verlauf zwischen den beiden
Leitwalzen, zwischen denen der Trennschnitt ausgeführt wird, genau festgelegt werden
kann.
[0019] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung näher
erläutert. In dieser zeigt
- Fig.1
- einen Wendewickler in schematischer Seitenansicht und
- Fig.2
- den Wendewickler nach Fig.1 in Draufsicht, wobei dessen Teile der besseren Übersichtlichkeit
halber auseinandergezogen bzw. um 90 Grad verdreht dargestellt sind.
[0020] Zwei Seitenteile 1 des Maschinengestells sind durch eine Traverse 2 miteinander verbunden.
Mit dieser Traverse 2 sind zwei Konsolen 3 mit Abstand zueinander verschweißt. Sie
nehmen eine durchgehende Welle 4 auf, auf die ebenfalls mit Abstand zueinander zwei
Hebel 5 und 6 aufgesetzt sind. Diese beiden Hebel 5 und 6 tragen zwei Führungsrollen
7 und 8 sowie je einen Winkelhebel 9. Beide Winkelhebel 9 sind über eine Welle 10
miteinander verbunden, wobei auf der Welle 10 ein Bügel 11 mit gebogenen Schenkeln
befestigt ist, der ein Messer 12 trägt. Jeder der Hebel 5 und 6 trägt einen Lagerbock
13,14, in dem jeweils eine Kolben-Zylinder-Einheit 15 bzw. 16 schwenkbar gelagert
ist. Die Kolbenstangen dieser Kolben-Zylinder-Einheiten greifen an den Winkelhebeln
9 an, so daß der Bügel 11 und damit das Messer 12 verschwenkt werden kann. In der
dargestellten Position befindet sich das Messer 12 in der eingeschwenkten Stellung,
das heißt in Trennposition.
[0021] Diesem in der Trennposition feststehendem Messer 12 ist ein weiteres Messer 17 zugeordnet,
welches an zwei Stangen 18 und 19 befestigt ist. Diese Stangen sind über Kugelbüchsen
in zwei Führungszylindern 20 und 21 axial hin- und herbeweglich. Zu diesem Zweck sind
über zwei Platten 22 und 23 pneumatische Kolben-Zylinder-Einheiten 24 und 25 mit den
Führungszylindern 20 und 21 verbunden. Die Kolbenstangen dieser pneumatischen Kolben-Zylinder-Einheiten
sind ebenfalls mit dem Messer 17 verbunden. Letzteres befindet sich inn der dargestellten
Stellung ebenfalls in der Position unmittelbar vor dem Schnitt. In dieser Lage sind
die Stangen 18 und 19 verriegelt. Zu diesem Zweck sind mit den Führungszylindern 20
und 21 Platten 27 und 28 verschweißt, welche kleine Kolben-Zylinder-Einheiten 29 und
30 tragen. Die Kolbenstangen dieser Kolben-Zylinder-Einheiten sind ausgefahren und
greifen durch in den Führungszylindern 20 und 21 nicht dargestellte Bohrungen jeweils
in eine Ringnut der Stangen 18 und 19 ein. Sodann werden die Kolben-Zylinder-Einheiten
24 und 25 mit Preßluft beaufschlagt und vorgespannt. Erst dann werden die Kolben der
Kolben-Zylinder-Einheiten 29 und 30 eingefahren, so daß das Messer 17 aus seiner in
der Figur 2 mit vollen Linien dargestellten Lage schlagartig nach vorn schnellt und
dabei die Bahn 26 durchtrennt. Als Gegenschneide für das Messer 17 dient dabei das
in Schneidposition eingeschwenkte Gegenmesser 12. Aus der Figur 1 wird deutlich, daß
dabei der Bahnanfang durch das Messer 17 auf die vorbeleimte Wickelhülse 31 sozusagen
aufgebügelt wird, so daß keine freie Fahne mehr entsteht. Dieser Bügelvorgang kann
noch unterstützt werden, wenn das Messer 17 auf seiner Oberseite beispielsweise mit
Borsten 32 versehen wird. Unmittelbar nach dem Trennvorgang wird der Bügel 11 und
somit das Messer 12 über die Kolben-Zylinder-Einheiten 15 und 16 zurückgeschwenkt
und gleichzeitig die Hebel 5 und 6 über die Kolben-Zylinder-Einheiten 33, 34 zurückgeschwenkt.
Diese Kolben-Zylinder-Einheiten 33, 34 sind mit den Seitenwänden 1 über Distanzstücke
35 und 36 verbunden, wobei die Kolbenstangen dieser Einheiten 33,34 über Hebel 37,38
an der durchgehenden Welle 4 angreifen.
[0022] Ebenso wie das Messer 12 wird auch das Messer 17 durch Betätigung der Kolben-Zylinder-Einheiten
24,25 in die in Figur 2 dargestellte Lage zurückgefahren. Bei anwachsendem Wickeldurchmesser
würde jedoch der Wickel mit dem Messer 17, selbst wenn es in der in Figur 2 dargestellten
Lage sich befindet, kollidieren. Um dies zu verhindern. sind die Führungszylinder
20 und 21 über Gleitschuhe 39 und 40 auf Führungen 41 und 42 verschiebbar gelagert.
Die Führungen 41 und 42 sind Teile von Trägern 43 und 44, an denen über Halter 45
und 46 kolbenstangenlose Zylinder 47 und 48 befestigt sind. Die Kolben dieser Zylinder-Einheiten
weisen in bekannter Weise radial nach außen vorkragende Krapfen auf, die in Platten
49 und 50 eingreifen, welche fest mit den Führungszylindern 20 und 21 verbunden sind.
Auf diese Weise werden demnach bei Betätigung der kolbenstangenlosen Zylinder-Einheiten
die Führungszylinder verschoben, und zwar mit Bezug auf die Figur 2 nach links (nach
einem erfolgten Schnitt.) Die Träger 43 und 44 selbst werden durch senkrechte Stützen
51,52 gehalten die mit der Quertraverse 2 fest verbunden sind. Die Lagerung und der
Antrieb der beiden Drehscheiben 53 und 54 sowie Lagerung der Wickelwellen 55 und 56
werden nicht näher beschrieben, da dies zum bekannten Stand der Technik gehört.
[0023] In der Darstellung gemäß Fig.2 sind die Teile der besseren Übersichtlichkeit halber
auseinandergezogen bzw. um 90 Grad verdreht dargestellt.
1. Vorrichtung zum Aufwickeln von Bahnen (26) auf mit einem Klebstoffauftrag versehene
Wickelhülsen (31), die auf angetriebenen Wellen oder Haltedornen von mindestens zwei
um eine zentrale Achse drehbar gelagerten und mit einem Drehantrieb versehenen Wickelstationen
(55, 56) gehaltert sind,
mit die aufzuwickelnde Bahn (26) führenden Leitrollen (7, 8),
mit einem die Bahn durchtrennenden Trennmesser (17) und
mit einer Einrichtung zum Andrücken des durch den Trennschnitt gebildeten neuen Bahnanfangs
auf die neu zu bewickelnde Wickelhülse (31),
wobei das Trennmesser (17) auf gestellfesten Führungen (18 - 21) zwischen einer zurückgezogenen
und einer ausgefahrenen Stellung bewegbar ist und auf seinem Wege in die ausgefahrene
Stellung die zu der nahezu fertig gewickelten Rolle laufende Bahn (26) nahe der neu
zu bewickelnden Wickelhülse (31) durchtrennt,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Bahn (16) an der Wickelhülse (31) vorbeigeführt wird,
daß das Trennmesser etwa tangential die in seiner Vorschubrichtung rotierende Wickelhülse
(31) berührt oder nahezu berührt, so daß es dabei den durch den Trennschnitt gebildeten
Bahnanfang mitnimmt und dadurch ein Andruck der Bahn (26) an die Wickelhülse (31)
ausschließlich durch das Trennmesser (17) erfolgt, daß das Trennmesser (17) von ein-
und ausfahrenden pneumatischen Kolben-Zylinder-Einheiten (24, 25) bewegbar ist und
daß eine das Trennmesser (17) in seiner eingefahrenen Stellung blockierende Einrichtung
vorgesehen ist, die dieses durch eine Steuereinrichtung erst freigibt, wenn der oder
die Kolben-Zylinder-Einheiten (24, 25) mit dem das Trennmesser (17) in die ausgefahrene
Stellung bewegenden pneumatischen Druck beaufschlagt sind, so daß das Trennmesser
nach Lösen der Blockierung schlagartig ausfährt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Trennmesser (17) in geradlinigen
Führungen (24,25) geführt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Trennmesser (17)
hinter seiner Schneide auf seiner der Wickelhülse (31) zugewandten Seite mit Borsten
(32) o.dgl. besetzt ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein einschwenkbares
oder einfahrbares Gegenmesser (12) vorgesehen ist, das im eingeschwenkten oder eingefahrenen
Zustand mit der neu zu bewickelnden Wickelhülse (31) einen Spalt begrenzt, in den
das Trennmesser (17) unter scherenschnittartiger Durchtrennung der Bahn (26) einfahrbar
ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Trennmesser
(17) von dieses ein- und ausfahrenden pneumatischen Kolben-Zylinder-Einheiten (24,25)
bewegbar ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die blockierende Einrichtung
aus einer oder mehreren Druckmittel-Kolben-Zylinder-Einheiten (29,30) bestehen, deren
Kolbenstangen in entsprechende Ausnehmungen von Führungsstangen (18,19) o.dgl. des
Trennmesser (17) greifen.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Trennmesser
(12) mit seinen Führungen und Antriebseinrichtungen in weiteren Führungen (41,42)
des Gestells verschieblich gelagert und aus dem Bereich der sich bildenden Wickelrolle
nach dem Ankleben des Bahnanfangs auf die Wickelhülse (31) ausfahrbar ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das einschwenkbare
Gegenmesser (12) auf weiteren Schwenkarmen (5,6) gelagert und über diese aus dem Bereich
der sich bildenden Wickelrolle ausschwenkbar ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß zwei synchron
antreibbare Tragscheiben (53,54) um 180 Grad versetzt mit zwei Wickelstationen (55,56)
versehen sind und jeweils zwischen den Wickelstationen achsparallele Leitrollen tragen,
die gegenüber den Wickelwellen (55,56) radial nach außen versetzt sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß an den das
einschwenkbare Gegenmesser (12) tragenden Schwenkhebeln mindestens eine Leitwalze
(7,8) für die Bahn (26) gelagert ist.
1. Device for winding up webs (26) onto winding sleeves (31) which are provided with
an adhesive coating and are secured on driven shafts or holding mandrels of at least
two winding stations (55, 56) mounted rotatably about a central axis and provided
with a rotary drive, having guiding rollers (7, 8) guiding the web (26) to be wound
up, having a severing knife (17) severing the web, and having a device for pressing
the new beginning of a web, formed by the severing cut, onto the winding sleeve (31)
to be newly wound onto, the severing knife (17) being movable on guides (18 - 21),
fixed on the frame, between a retracted position and an extended position and, on
its way into the extended position, severing the web (26) which is running to the
roll wound virtually to completion close to the winding sleeve (31) to be newly wound
onto; characterized in that the web (16) is guided past the winding sleeve (31); in
that the severing knife touches or virtually touches the winding sleeve (31), rotating
in its advancing direction, approximately tangentially so that it thereby takes along
the beginning of a web formed by the severing cut and, as a result, a contact pressure
of the web (26) against the winding sleeve (31) takes place exclusively due to the
severing knife (17); in that the severing knife (17) can be moved by retracting and
extending pneumatic piston-cylinder units (24, 25); and in that there is provided
a device which blocks the severing knife (17) in its retracted position and releases
the latter by a control device only when the piston-cylinder unit or units (24, 25)
is or are subjected to the pneumatic pressure moving the severing knife (17) into
the extended position, so that the severing knife extends abruptly after discontinuing
the blocking.
2. Device according to Claim 1, characterized in that the severing knife (17) is guided
in rectilinear guides (24, 25).
3. Device according to Claim 1 or 2, characterized in that the severing knife (17) is
set with bristles (32) or the like behind its cutting edge on its side facing the
winding sleeve (31).
4. Device according to one of Claims 1 to 3, characterized in that there is provided
a counter-knife (12) which can be swivelled-in or moved-in and, in the swivelled-in
or moved-in state, bounds a gap with the winding sleeve (31) to be newly wound onto,
into which gap the severing knife (17) can be moved, severing the web (26) in the
manner of a scissors cut.
5. Device according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the severing knife
(17) can be moved by these retracting and extending pneumatic piston-cylinder units
(24, 25).
6. Device according to Claims 1 to 5, characterized in that the blocking device comprises
one or more pressure-medium piston-cylinder units (29, 30), the piston rods of which
engage in corresponding recesses of guide rods (18, 19) or the like of the severing
knife (17).
7. Device according to one of Claims 1 to 6, characterized in that the severing knife
(17) is mounted displaceably with its guides and drive devices in further guides (41,
42) of the frame and can be moved out from the region of the forming wound roll after
adhesive attachment of the beginning of the web onto the winding sleeve (31).
8. Device according to one of Claims 1 to 7, characterized in that the counter-knife
(12) which can be swivelled-in is mounted on further swivel arms (5, 6) and, by means
of the latter, can be swivelled-out from the region of the wound roll forming.
9. Device according to one of Claims 1 to 8, characterized in that two synchronously
drivable carrying plates (53, 54), offset by 180 degrees, are provided with two winding
stations (55, 56) and in each case carry between the winding stations axially parallel
guiding rollers which are offset radially outwards with respect to the winding shafts
(55, 56).
10. Device according to one of Claims 1 to 9, characterized in that there is at least
one guiding roller (7, 8) for the web (26) mounted on the swivel levers carrying the
counter-knife (12) which can be swivelled in.
1. Dispositif pour enrouler des bandes (26) sur des mandrins (31) pourvus d'une application
de colle, qui sont logés sur des arbres ou tourillons de retenue entraînés d'au moins
deux stations d'enroulement (55, 56) montées à rotation autour d'un axe central et
pourvues d'une commande d'entraînement,
avec des rouleaux de guidage (7, 8) guidant la bande à enrouler (26),
avec un couteau séparateur (17) divisant la bande et
avec une installation pour presser le nouveau début de bande formé par la coupe de
séparation sur le mandrin prévu pour le nouveau enroulement,
le couteau séparateur (17) étant déplaçable sur des guidages (18-21) solidaires du
bâti entre des positions retirée et sortie et sépare sur son trajet pour atteindre
la position sortie la bande (26) se dirigeant vers le rouleau dont l'enroulement est
presque terminé, à proximité du mandrin (31) prévu pour le nouveau enroulement,
caractérisé en ce
qu'on fait passer la bande (16) devant le mandrin (31),
que le couteau séparateur vient en contact ou vient presque en Contact à peu près
tangentiellement avec le mandrin (31) tournant suivant sa direction d'avance de façon
à entraîner ainsi le début de bande formé par la coupe de séparation, et qu'il se
produit ainsi une application par pression de la bande (26) au mandrin (31) exclusivement
par le couteau séparateur (17),
en ce que le couteau séparateur (17) est déplaçable par des unités pneumatiques à
piston et à cylindre (24, 25) pouvant être rentrées et sorties et
en ce qu'il est prévu une installation bloquant le couteau séparateur (17) dans sa
position rentrée qui libère celui-ci par un dispositif de commande seulement lorsque
la ou les unités à piston et à cylindre (24, 25) ont été sollicitées par la pression
pneumatique amenant le couteau séparateur (17) dans la position sortie de sorte que
le couteau séparateur, après la libération du blocage, sort d'un coup.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le couteau séparateur (17)
est guidé dans des guidages rectilignes (24, 25).
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le couteau séparateur
(17) est pourvu de poils (32) ou analogues derrière son tranchant sur son côté orienté
vers le mandrin (31).
4. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'il est prévu
un contre-couteau (12) pouvant être pivoté vers l'intérieur ou ramené qui, dans l'état
pivoté vers l'intérieur ou ramené délimite avec le mandrin (31) prévu pour le nouvel
enroulement une fente dans laquelle peut être inséré le couteau séperateur (17) en
séparant la bande (26) à la manière d'une silhouette.
5. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le couteau
séparateur (17) est déplaçable par des unités pneumatiques à piston et à cylindre
(24, 25) rentrant et sortant celui-ci.
6. Dispositif selon la revendication 1 à 5, caractérisé en ce que l'installation bloquante
est constituée d'une ou de plusieurs unités à piston et à cylindre à fluide sous pression
(29, 30) dont les tiges de piston s'engagent dans des évidements correspondants de
tiges de guidage (18, 19) ou analogues du couteau séparateur (17).
7. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le couteau
séparateur (12) est logé de façon déplaçable par ses guidages et ses installations
d'entraînement dans d'autres guidages (41, 42) du bâti et peut être sorti de la zone
du rouleau qui se forme après que le début de bande soit collé sur le mandrin (31).
8. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le contre-couteau
(12) pouvant être rentré par pivotement est logé sur d'autres bras pivotants (5, 6)
et peut être sorti par ceux-ci de la zone du rouleau qui se forme.
9. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que deux disques
de support (53, 54) pouvant être entraînés de manière synchrone sont pourvus de deux
stations d'enroulement (55, 56) décalées de 180 degrés et supportent, respectivement
entre les stations d'enroulement, des rouleaux de guidage parallèles à l'axe qui sont
décalés radialement vers l'extérieur par rapport aux arbres d'enroulement (55, 56).
10. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce qu'il est logé
aux leviers pivotants supportant le contre-couteau (12) pouvant être rentré par pivotement
au moins un cylindre de guidage (7, 8) pour la bande (26).

