[0001] Die hier beschriebene Erfindung betrifft eine Beschickungs- und Verteilvorrichtung
zum kontrollierten Einfüllen von Feststoffen zweier Kornklassen in Schachtöfen, mit
einer in die Schachtöffnung beschickenden, zumindest materialmässig diskontinuierlich
arbeitenden Förderanlage und mit einem im Schacht unter der Schachtöffnung angeordneten,
in der Mitte offenen Verteilschirm, wobei der Abstand des Schirmaussenrandes von der
inneren Schachtwand 1/10 bis 1/5 des Schachtinnendurchmessers ausmacht.
[0002] In der Fig.1 der DE-C 611 115 ist eine Vorrichtung dieser Art beschrieben, bei der
die wahlweise Verteilung der eingefüllten Feststoffe zur Mitte oder zum Rand des Schachtes
allein mit Hilfe eines in der Mitte offenen Verteilschirmes erfolgt, indem dieser
um 180° um eine horizontale Achse gedreht wird. Eine oberhalb der Oeffnung des Verteilschirmes
angeordnete Glocke verteilt die Feststoffe beim Einfüllen so, dass diese stets auf
die nach innen oder nach aussen gerichtete Schrägfläche des Verteilschirmes fallen.
[0003] Durch die DE-C-801 015 ist eine andersartige Beschickungs- und Verteilvorrichtung
beschrieben, bei der die wahlweise Verteilung nach innen oder nach aussen nicht durch
entsprechendes Aendern der Schrägstellung einer Leitfläche erfolgt, sondern durch
wahlweises Oeffnen und Schliessen des mittleren Bereiches eines Verteilkegels. Hierbei
wird die Kegelhaube seitlich weggeschwenkt, wenn der zentral zugeführte Füllstrom
nicht durch den Verteilkegel nach aussen verteilt werden soll, sondern in den zentralen
Bereich des Schachtes gelangen soll. Da das Wegschwenken der Kegelhaube durch Betätigung
von aussen erfolgen muss, ist eine aufwendige, abzudichtende Stangenführung erforderlich
sowie zusätzlich eine die Stangenbewegung in die Schwenkbewegung umsetzende Mechanik.
[0004] Aufgabe der im folgenden beschriebenen erfindungsgemässen Beschickungs- und Verteilvorrichtung
ist es, die aufwendigen bekannten Konstruktionen zu vermeiden und somit eine optimale
Verteilung der Feststoffe verschiedener Kornklassen durch einen minimalen Aufwand
an konstruktiven Elementen zu erreichen. Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt dadurch,
dass der Verteilschirm feststehend angeordnet ist und oberhalb seiner mittleren Oeffnung
eine zwischen einer senkrechten und waagerechten Grundstellung verschwenkbare Drehklappe
aufweist, wobei der Durchmesser der Drehklappe demjenigen der Schirmöffnung angepasst
ist.
[0005] Auf diese Weise beschreitet die Erfindung gegenüber der Vorrichtung nach der DE-C
611 115 einen grundsätzlich neuen Weg, indem die Richtungsverteilung des Füllstromes
nicht mehr durch entsprechende Ausrichtung von Schrägflächen erfolgt. Aber auch gegenüber
der DE-C 801 015 wird ein neuer Weg beschritten, indem für die Ablenkung nach aussen
keine zentrale Schrägfläche verwendet wird. Die Drehklappe entsprechend der Erfindung
ist folglich nicht nur gegenüber der Kegelhaube wesentlich einfacher herzustellen,
sondern auch ihre Betätigungseinrichtung ist einfacher und zuverlässiger ausgeführt.
[0006] Die erfindungswesentliche Drehklappe bewirkt wahlweise eine Zuströmung zur Peripherie
hin, obwohl keine dorthin verlaufende Leitfläche verwendet wird. Stattdessen lässt
man auf der quergestellten Drehklappe sich zuerst einen Schüttkegel ausbilden, über
den dann das nachströmende Füllgut nach aussen geleitet wird. Nach Drehen der Drehklappe
um 90° gelangt dann auch die dem Schüttkegel entsprechende Füllmenge in den Schacht.
[0007] Der in der DE-C-801 015 gezeigte wegschwenkbare Leitkegel ist für sich bereits aufwendiger
als eine ebene Kreisscheibe. Er hat ein wesentlich grösseres, wegzuschwenkendes Gewicht.
Die Schwenkbewegung aufgrund einer reinen Schubbewebung der nach aussen geführten
Betätigungsstange erfordert zusätzliche kinematische Mittel, die in dieser älteren
Patentschrift nicht gezeigt sind. Entsprechend der dort gezeigten Konstruktion müsste
die Betätigungsstange biegsam sein, um der Schwenkbewegung folgen zu können.
[0008] Auch die Beschickungsvorrichtung entsprechend der DE-C-611 115 ist wesentlich aufwendiger
konstruiert. Sie verwendet zwar zur wahlweise unterschiedlichen Verteilung ebenfalls
eine vorteilhafte Drehlagerung, jedoch wird bei ihr in jedem Fall der äussere, bei
uns feststehende Verteilschirm um 180° gedreht. Folglich muss in jedem Fall das Schüttgut
durch darüber angeordnete Leitmittel zur Peripherie (Abb. 1) hin vorverteilt werden,
um auf die Leitfläche des äusseren Verteilschirmes zu gelangen. Bei der Ausführung
nach Abb. 2 muss sogar ein zusätzlicher Verteilkegel mitgeschwenkt werden. Es sind
auch Verbindungsmittel zwischen innerem Verteilkegel und äusserem Verteilschirm erforderlich,
die in Abb. 2 nicht mit dargestellt worden sind.
[0009] Die einzige Figur zeigt in schematischer Darstellung die Grundanordnung der erfindungsgemässen
Beschickungsvorrichtung: 1.2 ist der (beladene) Beschickungskübel mit ausziehbarem
Kübelboden 1.3. 1.4 ist die (ohne Verschluss dargestellte) Schachtöffnung. Zentral
unter derselben befindet sich der Verteilschirm 1.6 mit der in dieser Figur geöffneten
Drehklappe 1.5.
[0010] Durch das dem speziellen Beschickungsproblem angepasste Fahren der erfindungsgemässen
Vorrichtung können, mit minimalem Aufwand an kunstruktiven Elementen oder an Mess-
und Regelgeräten, optimale Verteilungen der beiden Feststoffe verschiedener Kornklassen
erreicht werden.
[0011] Die Verteilungsarten können dabei beeinflusst werden durch
- Anteile der Materialien der verschiedenne Kornklassen in den Kübeln, bzw. auf den
Förderbändern,
- Durchmesserverhältnis von Drehklappe und Verteilschirm, und
- Chargenfolgen der Materialien verschiedener Kornklassen.
[0012] Die Kombination der Merkmale der erfindungsgemässen Beschickungsvorrichtung führt
zu auch für den Fachmann nicht ohne weiteres voraussehbaren Vorteilen:
- kleinere und somit leichtere Verschlüsse für die Schachtöffnungen;
- einfachere Chargenvorbereitungen und
- kostengünstigere Ausführung.
1. Beschickungs- und Verteilvorrichtung zum kontrollierten Ein-füllen von Feststoffen
zweier Kornklassen in Schachtöfen, mit einer in die Schachtöffnung beschickenden,
zumindest materialmässig diskontinuierlich arbeitenden Förderanlage und mit einem
im Schacht unter der Schachtöffnung angeordneten, in der Mitte offenen Verteilschirm,
wobei der Abstand des Schirmaussenrandes von der inneren Schachtwand 1/10 bis 1/5
des Schachtinnendurchmessers ausmacht, dadurch gekennzeichnet, dass der Verteilschirm
(1.6) feststehend angeordnet ist und oberhalb seiner mittleren Oeffnung eine zwischen
einer senkrechten und waagerechten Grundstellung verschwenkbare Drehklappe (1.5) aufweist,
wobei der Durchmesser der Drehklappe (1.5) demjenigen der Schirmöffnung angepasst
ist.
1. Feeding and distributing device for the controlled filling of solids of two size fractions
into shaft furnaces, with a conveyor operating discontinuously at least from the material
standpoint and feeding into the shaft opening and with a centrally open distributing
screen arranged below the shaft opening in the shaft, the distance between the screen
outer edge and the inner shaft wall being 1/10 to 1/5 of the shaft internal diameter,
characterized in that the distributing screen (1.6) is arranged in fixed manner and
is provided above its central opening with a flap (1.5) pivotable between a vertical
and a horizontal normal position, the diameter of the flap (1.5) being adapted to
that of the screen opening.
1. Dispositif de chargement et de distribution pour le remplissage contrôlé de matières
solides de deux intervalles granulométriques dans des fours à cuve, avec une installation
de transport alimentant l'ouverture de la cuve et fonctionnant en discontinu, tout
au moins sous l'angle des matières, et avec un cône de distribution à centre ouvert
disposé dans la cuve sous l'ouverture de la cuve, la distance entre le bord extérieur
du cône et la paroi intérieure de la cuve étant sensiblement égale à 1/10 jusqu'à
1/5 du diamètre intérieur de la cuve, caractérisé en ce que le cône de distribution
(1.6) est monté de manière fixe et en ce qu'audessus de son ouverture centrale il
présente un clapet rotatif (1.5) pouvant pivoter entre une position verticale et une
position de base horizontale, le diamètre du clapet rotatif (1.5) étant adapté à celui
de l'ouverture du cône.