[0001] Die Erfindung betrifft eine als temperierbare Behandlungskammer ausgebildete Sauna.
[0002] Kälte- oder Wärmebehandlungen in temperierbaren Behandlungskammern sind als therapeutische
Verfahren der physikalischen Therapie bekannt. Sie gelten als wirksame Applikation
bei den verschiedensten Indikationen. Derartige Behandlungen erstrecken sich vom rein
medizinisch-therapeutischen Bereich, z.B. der Kälteanwendung bei rheumatischen Erkrankungen,
bis hin in den Bereich der Prophylaxe und der körperlichen Fitness, z.B. der Wärmeanwendung
in Saunen. Es ist ferner bekannt, daß als unmittelbare oder nachfolgende Reaktion
auf eine Kälte- oder Wärmebehandlung ein erhöhter Sauerstoffbedarf vorhanden ist.
Ferner ist bekannt, daß bei bestimmten Indikationen eine erhöhte Sauerstoffversorgung
ebenfalls einen therapeutischen und allgemein leistungssteigernden Effekt hat. Eine
solche verbesserte Sauerstoffversorgung könnte durch eine Anreicherung der Atmosphäre
in der Behandlungskammer mit Sauerstoff erreicht werden. Dies ist aber aus sicherheitstechnischen
Gründen problematisch und würde einen hohen technischen Sicherheitsaufwand erfordern.
Einen solchen Stand der Technik zeigt beispielsweise die FR-A-1.161. 427, gemäß der
zur Überwachung der Sauerstoffbehandlung medizinisches Fachpersonal für erforderlich
gehalten wird. Die DE-A-1 566 593 zeigt eine Sauerstoff-Druckkammer, die mit einem
die Brandgefahr ausschließenden Gas gefüllt ist und bei der dem Patienten der Sauerstoff
über ein Atemmundstück zugeführt wird. Hierbei sind sämtliche Ventile und Steuereinrichtungen
in der Druckkammer angeordnet.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine als temperierbare Behandlungskammer
ausgebildete Sauna zu schaffen, welche es ermöglicht, dem Benutzer jederzeit ohne
Steuereinrichtungen innerhalb der Sauna ein an Sauerstoff angereichertes atembares
Gas zur Verfügung zu stellen und dabei eine Anreicherung der Kammeratmosphäre mit
Sauerstoff zu vermeiden.
[0004] Ausgehend von dem im Oberbegriff des Anspruches 1 berücksichtigten Stand der Technik
ist diese Aufgabe erfindungsgemäß gelöst mit den im kennzeichnenden Teil des Anspruches
1 angegebenen Merkmalen.
[0005] Die Erfindung geht demnach von der Überlegung aus, die Sauna mit einer Gasversorgungseinrichtung
auszustatten, aus welcher das atembare Gas in der gewünschten Zusammensetzung entnommen
werden kann. Diese Entnahme wird erst möglich, wenn der Benutzer dies wünscht und
eine Auslösevorrichtung zum Steuern der Zufuhr des atembaren Gases betätigt. Wenn
die Sauna zur gleichzeitigen Benutzung durch mehrere Personen geeignet ist, können
entsprechend viele ansteuerbare Entnahmestellen vorgesehen werden. Die Entnahme des
atembaren Gases durch den Benutzer erfolgt durch einen Schlauch oder ein Rohr, an
welche austauschbar ein Mundstück oder eine Voll- oder Teilgesichtsmaske angeschlossen
ist.
[0006] Die Gasversorgungseinrichtung besteht aus einer Druckgasflasche für Sauerstoff, einem
Druckminderer und einem steuerbaren Auf-/Zu-Ventil. Die Steuerung des Auf-/Zu-Ventils
erfolgt durch den beim Einatmen entstehenden Unterdruck. Hierbei gelangt mit Sicherheit
nur soviel atembares Gas in das Schlauchendstück, wie der Benutzer benötigt. Eine
Anreicherung der Kammeratmosphäre mit Sauerstoff ist ausgeschlossen.
[0007] Zwischen dem steuerbaren Auf-/Zu-Ventil und der Entnahmestelle kann vorteilhaft ein
Atemgasbefeuchter angeordnet werden, durch welchen dem atembaren Gas Feuchtigkeit
oder andere Komponenten wie Geruchsstoffe und Medikamente beigegeben werden können.
Die Gasversorgungseinrichtung kann auch mit einem Gasmischgerät ausgestattet werden,
welches die Zumischung weiterer gasförmiger Komponenten gestattet, um ein atembares
Gas beliebiger Zusammensetzung herzustellen.
[0008] Die Entnahmestelle ist als Steckkupplung zum Ankoppeln eines Schlauches oder Rohres
mit austauschbarem Mundstück ausgebildet. Die Steckkupplung wird hierbei so ausgeführt,
daß nur bei angekoppeltem Schlauch oder Rohr eine Gasentnahme möglich ist. Hierbei
läßt sich auf besonders einfache Weise eine pneumatische Steuerung des Auf-/Zu-Ventils
durch den beim Einatmen entstehenden Unterdrucks bewerkstelligen. Sind mehrere derartige
Steckkupplungen vorgesehen, werden sie, beispielsweise durch eine federbelastete Dichtung,
so ausgebildet, daß nur bei angekoppeltem Schlauch oder Rohr Gas durch die Steckkupplung
strömen kann. In diesem Fall kann sich der Benutzer in der Behandlungskammer frei
bewegen und die Zufuhr von atembarem Gas durch eine beliebige Entnahmestelle auslösen.
Ein Austritt von atembarem Gas durch andere Entnahmestellen ist dann nicht möglich.
Sinngemäß gilt dies auch für die Benutzung durch mehrere Personen in einer Sauna.
[0009] Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel der Erfindung. Dargestellt
ist die Wand einer als Behandlungskammer 1 ausgebildeten Sauna und eine außerhalb
der Behandlungskammer 1 angeordnete Gasversorgungseinrichtung. Die Gasversorgungseinrichtung
besteht aus einer Druckgasflasche 2 für Sauerstoff, einem Druckminderer 3, ein Gasmischgerät
4, einem steuerbaren Auf-/Zu-Ventil 5 und einem Atemgasbefeuchter 6. Im Gasmischgerät
4 werden dem aus der Druckgasflasche 2 abgezogenen Sauerstoff weitere Komponenten
zugemischt, beispielsweise Stickstoff durch die Leitung 7. Der Druckminderer 3 ist
so ausgelegt, daß die an die Benutzer abgegebene Gasmenge und der Gasdruck unabhängig
vom Einspeisedruck aus der Druckgasflasche 2 ist.
[0010] Erfindungsgemäß mündet die Gasversorgungseinrichtung in eine Steckkupplung 8 in der
Wand der Behandlungskammer 1. In die Steckkupplung 8 kann ein Schlauch 9 mit Kupplungsgegenstück
10 gesteckt werden. Am anderen Ende des Schlauches 9 befindet sich ein auswechselbares
Mundstück 11. Die Zufuhr des Atemgases wird durch den beim Einatmen entstehenden Unterdruck
ausgelöst. Diese Steuerung ist symbolisch durch die Steuerstrecke 12 angedeutet.
1. Als temperierbare Kammer (1) ausgebildete Sauna, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
- in der Kammerwand befindet sich mindestens eine als Steckkupplung (8) zum Ankoppeln
eines Schlauches mit Mundstück (11) ausgebildete Entnahmestelle für Sauerstoff,
- die Entnahmestelle ist an eine außerhalb der Kammer angeordnete Druckgasflasche
(2) für Sauerstoff angeschlossen,
- zwischen Entnahmestelle und Druckgasflasche befindet sich ein steuerbares Auf-/Zu-Ventil
(5),
- das Auf-/Zu-Ventil öffnet infolge des beim Einatmen durch das Mundstück entstehenden
Unterdruckes.
1. Sauna configured as a temperature-adjustable chamber (1), characterized by the following
features:
- in the chamber wall there is located at least one tapping point for oxygen, which
tapping point is configured as a plug-in coupling (8) for the attachment of a hose
having a mouthpiece (11),
- the tapping point is connected to a pressure-gas bottle (2) for oxygen, which is
disposed outside the chamber,
- between the tapping point and the pressure-gas bottle there is located a controllable
open/shut valve (5),
- the open/shut valve opens as a result of the underpressure generated upon inhalation
through the mouthpiece.
1. Sauna réalisé sous la forme d'une chambre (1) susceptible d'être mise en température,
caractérisé en ce que :
- dans la paroi de la chambre se trouve au moins un point de prise d'oxygène réalisé
sous la forme d'un raccord d'enfichage (8) pour le branchement d'un tuyau muni d'un
embout (11) constituant un point de prise,
- le point de prise est raccordé à une bouteille de gaz sous pression (2) contenant
de l'oxygène et placée à l'extérieur de la chambre,
- entre le point de prise et la bouteille de gaz sous pression se trouve une vanne
fermeture-ouverture commandée (5),
- la vanne ouverture-fermeture s'ouvre par la dépression créée au niveau de l'embout
par la respiration.