(19)
(11) EP 0 467 877 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
14.12.1994  Patentblatt  1994/50

(21) Anmeldenummer: 91890150.5

(22) Anmeldetag:  11.07.1991
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5B22D 11/128

(54)

Strangführung an einer Stranggiessanlage

Guiding means for use in a continuous casting plant

Guidage de barre sur une installation de coulée continue


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT DE FR GB IT

(30) Priorität: 18.07.1990 DE 4022871
18.07.1990 DE 4022894

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
22.01.1992  Patentblatt  1992/04

(73) Patentinhaber: VOEST-ALPINE Industrieanlagenbau GmbH
A-4020 Linz (AT)

(72) Erfinder:
  • Schertler, Armin, Dipl.-Ing.
    A-2353 Guntramsdorf (AT)
  • Ortner, Josef Anton
    A-4063 Hörsching (AT)
  • Scheurecker, Werner
    A-4030 Linz (AT)
  • Engel, Kurt
    A-4490 St. Florian (AT)

(74) Vertreter: Wolfram, Gustav, Dipl.-Ing. et al
Patentanwälte Sonn, Pawloy, Weinzinger & Wolfram, Riemergasse 14
1010 Wien
1010 Wien (AT)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 194 656
DE-A- 3 212 414
DE-A- 2 612 094
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Strangführung an einer Stranggießanlage, mit einander gegenüberliegende Strangführungsrollen tragenden Gerüstteilen, von denen mindestens einer entlang einer Führungseinrichtung mittels einer Verschiebeeinrichtung unter Vergrößerung oder Verkleinerung des Abstandes der einander gegenüberliegenden Strangführungsrollen verschiebbar ist, wobei die Gerüstteile mittels der Verschiebeeinrichtung gegeneinander bis zur Anlage von Stützeinrichtungen an Gegenstützeinrichtungen spannbar sind, die mit in unterschiedlichen Höhenlagen befindlichen Stützflächen und mit Gegenstützflächen versehen sind.

    [0002] Eine Strangführung dieser Art ist aus der DE-C 1 963 146 bekannt. Die Stützeinrichtung ist hier als Büchse ausgebildet, die in unterschiedlichen Höhenlagen stufenförmig angeordnete Stützflächen aufweist. Die Büchse ist um ihre Achse verdrehbar, sodaß jeweils eine der Stützflächen in Eingriff mit einer Gegenstützfläche einer Gegenstützeinrichtung kommen kann, wodurch die Stützeinrichtung in unterschiedliche Distanzen zur Gegenstützeinrichtung bringbar ist und damit unterschiedliche Abstände der einander gegenüberliegenden Strangführungsrollen festlegbar sind.

    [0003] Nachteilig ist hiebei, daß lediglich ganz bestimmte Strangdicken gegossen werden können, wobei die Anzahl der unterschiedlichen Strangdicken durch die Anzahl der Stütz- und Gegenstützflächen vorgegeben ist.

    [0004] Weiters ist nachteilig, daß mit der bekannten Strangführung eine exakte Anpassung an das gewünschte Strangformat nicht möglich ist; insbesondere ist es nicht möglich, die Abstände der einander gegenüberliegenden Rollen der Strangführung entsprechend der Schrumpfung des Stranges über die Länge der Strangführung zu variieren, d.h. die einander gebenüberliegenden Rollenbahnen der Strangführungen über die Längserstreckung der Strangführung keilförmig anzuordnen.

    [0005] Aus der EP-B1 0 194 656 ist eine Strangführung bekannt, bei der eine Stufeneinstellung des Abstandes einander gegenüberliegenden Rollenbahnen mit Hilfe von austauschbaren Beilagscheiben und eine Feineinstellung mit Hilfe drehbarer Spindeln, die jeweils über ein Gewinde an einem der Gerüstteile gelagert sind und auf die Beilagscheiben mit ihrer Stirnseite exzentrisch aufsetzbar und abstützbar sind, durchgeführt werden kann. Hiebei ist der Austausch der Beilagscheiben umständlich und zeitraubend. Der Antrieb der Spindeln erfordert zudem eine aufwendige Kostruktion. Weiters ergibt sich zwischen der Stirnseite der Spindel und der Beilagscheibe eine hohe Flächenpressung. Infolge der exzentrischen Auflage der Spindeln an den Beilagscheiben treten in den Gerüstteilen Biegemomente auf.

    [0006] Die Erfindung bezweckt die Vermeidung dieser Nachteile und Schwierigkeiten und stellt sich die Aufgabe, eine Strangführung der eingangs beschriebenen Art zu schaffen, bei der die Rollenabstände einander gegenüberliegender Strangführungsrollen beliebig einstellbar sind, sodaß praktisch von einer stufenlosen Einstellmöglichkeit des Rollenabstandes gesprochen werden kann.

    [0007] Die Strangführung soll jedoch trotzdem eine einfach herzustellende und einfach zu wartende Konstruktion aufweisen, die trotz des rauhen Stranggußbetriebes nur eine geringe Reparaturanfälligkeit aufweist.

    [0008] Weiters soll eine Reparatur bzw. ein Ersatz des Einstellmechanismus des Rollenabstandes in einer kurzen Zeitspanne durchführbar sein.

    [0009] Diese Aufgabe wird bei einer Strangführung der genannten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zwischen den Gerüstteilen zu jeder Stütz- und Gegenstützeinrichtung in Serie eine verdrehbare Büchse mit einer schraubenförmigen Stützfläche vorgesehen ist, an der ein einem der Gerüstteile zugeordnetes Widerlager abgestützt ist.

    [0010] Vorteilhaft ist das Widerlager ebenfalls von einer eine schraubenförmige Stützfläche aufweisenden Büchse gebildet, die unverdrehbar ist und mit ihrer Stützfläche an der Stützfläche der verdrehbaren Büchse aufliegt.

    [0011] Eine besonders einfache Bauart ist dadurch gekennzeichnet, daß die Stütz- und Gegenstützeinrichtungen, die verdrehbare Büchse sowie das Widerlager jeweils zentrisch zu einem die gegenüberliegenden Gerüstteile verbindenden Zuganker angeordnet sind, wobei vorteilhaft die Gerüstteile in der Draufsicht als rechteckige Rahmen ausgebildet sind, in deren Eckpunkten jeweils ein Zuganker angeordnet ist.

    [0012] Hiebei sind zweckmäßig die Zuganker jeweils als Druckmittelzylinder ausgebildet, deren Zylinder jeweils mit einem der Gerüstteile und deren Kolbenstangen jeweils mit dem gegenüberliegenden Gerüstteil gelenkig verbunden sind und sind die Stütz- und Gegenstützeinrichtungen von der Kolbenstange der Druckmittelzylinder durchragt.

    [0013] Insbesondere zur Einstellung eines über die Längserstreckung der Strangführung konischen Rollenspaltes ist vorteilhaft an einem der Gerüstteile eine Führungseinrichtung vorgesehen, an der der andere Gerüstteil seitlich, d.h. senkrecht zur Verschieberichtung, geführt ist, wobei die Führungseinrichtung jedoch Schwenkbewegungen der Gerüstteile relativ zueinander um eine zu den Rollen parallele Achse zuläßt.

    [0014] Eine bevorzugte Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, daß die Führungseinrichtung von einer Führungssäule gebildet ist, die an einem der Gerüstteile starr angeordnet ist, wobei an der Führungssäule seitlich vorragende ballige Stützflächen vorgesehen sind, an denen Führungsflächen des zweiten Gerüstteiles anliegen, wobei vorteilhaft die balligen Stützflächen zylinderförmig ausgebildet sind.

    [0015] Zur einfachen Einstellung eines in Längsrichtung der Strangführung konischen Rollenspaltes sind vorteilhaft die an den in Längsrichtung der Strangführung in derselben Position angeordneten Druckmittelzylindern vorgesehenen verdrehbaren Büchsen synchron und unabhängig von den an den in Längsrichtung der Strangführung in weiterer Position angeordneten Druckmittelzylindern vorgesehenen verdrehbaren Büchsen betätigbar.

    [0016] Eine bevorzugte Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet,
    • daß die Stütz- und Gegenstützeinrichtungen als die Kolbenstange der Druckmittelzylinder umgebende Scheiben oder Büchsen ausgebildet sind,
    • daß jeweils eine der Stütz- oder Gegenstützeinrichtungen gegenüber der Kolbenstange des Druckmittelzylinders verdrehbar ist,
    • daß jeweils eine Stütz- oder Gegenstützeinrichtung mit Fortsätzen versehen ist und
    • daß jeweils eine Stütz- oder Gegenstützeinrichtung mit die Fortsätze aufnehmenden Ausnehmungen versehen ist,
    wobei durch Verdrehen der Stütz- oder Gegenstützeinrichtung die Fortsätze in die Ausnehmungen einsetzbar oder auf zwischen den Ausnehmungen vorgesehenen Fortsätzen aufsetzbar sind.

    [0017] Ein weiter Bereich der Einstellung eines Rollenabstandes trotz der Verwendung einer verdrehbaren Büchse mit einer eine geringe Neigung aufweisenden schraubenförmigen Stützfläche läßt sich dadurch erzielen, daß je Stütz- und Gegenstützeinrichtung Fortsätze oder Ausnehmungen in mehreren Höhenniveaus vorgesehen sind.

    [0018] Bei Vorsehen von zwei oder mehr Gegenstützeinrichtungen je Zuganker läßt sich ein besonders großer Bereich unterschiedlicher Rollenabstände auch bei geringem Verdrehwinkel der Büchse mit schraubenförmiger Stützfläche erzielen.

    [0019] Eine einfache Wartung bzw. ein einfacher Austausch der Einrichtung zum Einstellen eines Rollenabstandes läßt sich erreichen, wenn jeweils eine Stütz- und Gegenstützeinrichtung mit einer verdrehbaren Büchse und deren Widerlager eine auf den Zuganker aufschiebbare Baueinheit bildet.

    [0020] Um die Einrichtung gegen Spritzwasser und Schmutz zu schützen, ist vorteilhaft jede Baueinheit außenseitig von einer als Teleskopzylinder ausgebildeten Schutzeinrichtung umgeben.

    [0021] Zur Entlastung der die Büchse mit schraubenförmiger Stützfläche drehenden Einrichtung während des Stranggießens weist zweckmäßig die schraubenförmige Stützfläche der verdrehbaren Büchse einen Neigungswinkel kleiner als der zur zwischen ihr und dem Widerlager herrschenden Reibung zugehörige Reibungswinkel auf.

    [0022] Gemäß einer weiteren Aufgabe der Erfindung soll eine Strangführung geschaffen werden, bei der der Einstellvorgang zum Einstellen des Abstandes der einander gegenüberliegenden Strangführungsrollen sehr einfach durchführbar ist und trotz der beengten Platzverhältnisse relativ große Stütz- und Gegenstützflächen bei sehr kleiner Bauweise der Stütz- und Gegenstützeinrichtungen zur Verfügung stehen. Zudem soll die Stelleinrichtung zum Verstellen der Stütz- und Gegenstützflächen beliebig klein gehalten werden können.

    [0023] Diese Aufgabe wird nach einer bevorzugten Ausführungsform dadurch gelöst,
    • daß die Stütz- und Gegenstützeinrichtungen als Stütz- und Gegenstützscheiben, die in Richtung ihrer Mittelachsen fluchtend übereinander angeordnet und mit ihren Mittelachsen parallel zur Führungseinrichtung ausgerichtet sind, ausgebildet sind,
    • daß an jeder einem Ende der Strangführungsrollen zugeordneten Seite der Gerüstteile mindestens zwei übereinander liegende konzentrische Stützscheiben und eine einzige Gegenstützscheibe angeordnet sind,
    • daß die Stützscheiben jeweils mit zentrisch zu ihrer Mittelachse liegenden Ausnehmungen versehen sind,
    • daß jede Gegenstützscheibe mit sich in Richtung ihrer Mittelachse erstreckenden Fortsätzen versehen ist, die in die Ausnehmungen der Stützscheiben einführbar sind, wobei die Länge der Fortsätze größer bemessen ist als die Dicke der über der untersten Stützscheibe liegenden Stützscheibe(n) und
    • daß die Stützscheiben mittels Stelltrieben um ihre Mittelachse um einen vorbestimmten Winkel in eine Position, in der die Ausnehmungen der übereinander angeordneten Stützscheiben mit den Fortsätzen der Gegenstützscheibe fluchten sowie in eine Position, in der die Ausnehmungen einer oder mehrerer Stützscheiben seitlich der Fortsätze zu liegen kommen, drehbar sind.


    [0024] Da jede der Stützscheiben nur in zwei Lagen verdreht werden muß, kann als Drehantrieb für jede Stützscheibe ein Druckmittelzylinder einfachster Bauart vorgesehen werden. Sowohl für die Stütz- als auch Gegenstützflächen steht etwa die Hälfte der von den Stützscheiben bzw. Gegenstützscheiben eingenommenen Ringfläche zur Aufnahme der die Gerüstteile gegeneinander pressenden Spannkraft zur Verfügung. Da die Querschnittsflächen der Ausnehmungen jeder Stützscheibe und die Querschnittsflächen der Fortsätze der Gegenstützscheibe beliebig klein gewählt werden können - zumindest was ihre Ausdehnung in Umfangsrichtung betrifft - genügt schon eine relativ kleine Winkelbewegung der Stützscheiben zur Änderung des Abstandes der einander gegenüberliegenden Strangführungsrollen. Dies heißt mit anderen Worten, daß auch die Antriebseinrichtung zur Durchführung der Drehbewegung der Stützscheiben klein gehalten werden kann.

    [0025] Zur optimalen Flächenausnützung sind vorteilhaft die Ausnehmungen der Stützscheiben als segmentförmige Löcher ausgebildet und weisen die Fortsätze der Gegenstützscheibe einen hiezu korrespondierenden, um ein seitliches Spiel verringerten Querschnitt auf.

    [0026] Um eine möglichst hohe Anzahl von Abstufungen des Abstandes der einander gegenüberliegenden Strangführungsrollen mit möglichst geringem Aufwand erzielen zu können, ist vorteilhaft die Länge der Fortsätze der Gegenstützscheiben um ein Spiel größer bemessen als die Summe der Dicken der fluchtend zu einem Stapel angeordneten Stützscheiben.

    [0027] Um eine Führung der Stützscheiben zu erzielen bzw. deren genaue Dreh-Positionen sicherzustellen, sind zweckmäßig am Außenumfang der Stützscheiben parallel zur Mittelachse der Stützscheiben angeordnete und sich über die Höhe der fluchtend zu einem Stapel angeordneten Stützscheiben erstreckende Führungsleisten vorgesehen und weisen die Stützscheiben Anschläge zur Begrenzung ihrer Drehbewegung auf, die mit den Führungsleisten zusammenwirken.

    [0028] Zur Drehung der Stützscheiben sind vorteilhaft Druckmittelzylinder vorgesehen, und zwar für jede der übereinander liegenden Stützscheiben ein eigener Druckmittelzylinder.

    [0029] Um das Eindringen von Verunreinigungen zwischen die Stützscheiben zu verhindern, sind gemäß einer bevorzugten Ausführungsform die Stützscheiben außenseitig mit einer Ringnut versehen, in die jeweils ein Umfangssteg der darüber oder darunter angeordneten Stützscheibe ragt.

    [0030] Zwecks Lagesicherung der Stützscheiben sind vorteilhaft die Führungsleisten an den der obersten Stützscheibe zugewendeten Enden mit einem umlaufenden Ringwulst verbunden, der die oberste Stützscheibe übergreift.

    [0031] Vorzugsweise sind die Stütz- und Gegenstützscheiben jeweils zentrisch zu einem die gegenüberliegenden Gerüstteile verbindenden Zuganker angeordnet.

    [0032] Um sicherzustellen, daß die Fortsätze der Gegenstützscheiben sich jeweils auf übereinander geschichtetes Vollmaterial der Stützscheiben abstützen, ist zweckmäßig zur Steuerung der Druckmittelzylinder der zu einem Stapel übereinander angeordneten Stützscheiben ein Steuerventil vorgesehen, welches die Druckmittelzylinder derart steuert, daß die Fortsätze der Gegenstützscheiben jeweils auf übereinander geschichtetem Vollmaterial der Stützscheiben aufliegen.

    [0033] Die Erfindung ist anhand der Zeichnung an mehreren Ausführungsbeispielen näher erläutert, wobei Fig. 1 eine Seitenansicht des Strangführungsgerüstes in Richtung der Strangachse und teilweise geschnitten sowie Fig. 2 eine Ansicht von oben teilweise entlang der Linie II-II der Fig. 1 geschnitten auf dieses Strangführungsgerüst zeigen. Fig. 3 stellt eine Seitenansicht in Richtung des Pfeiles III der Fig. 1 dar. In Fig. 4 ist ein Detail der Fig. 1 in vergrößertem Maßstab teilweise in Ansicht und teilweise im Schnitt veranschaulicht. Fig. 5 zeigt in zu Fig. 4 analoger Weise eine zweite Ausführungsform in schematischer Darstellung. Fig. 6 zeigt eine Seitenansicht eines Strangführungsgerüstes in Richtung der Strangachse und teilweise geschnitten gemäß einer weiteren Ausführungsform sowie Fig. 7 eine Ansicht von oben, ebenfalls teilweise geschnitten, auf dieses Strangführungsgerüst. Fig. 8 stellt ein Detail der Fig. 7 und Fig. 9 ein Detail der Fig. 6 in vergrößertem Maßstab dar; die Figuren 10, 11, 12 und 13 veranschaulichen eine Steuerung für das Strangführungsgerüst und deren Funktionsweise in schematischer Darstellung, wobei die Figuren 10 bis 13 jeweils unterschiedlichen Abstandseinstellungen der einander gegenüberliegenden Strangführungsrollen entsprechen.

    [0034] Mit 1 ist ein Strang mit Brammenquerschnitt - es könnte auch ein Strang mit Vorblock- oder Knüppelquerschnitt sein - bezeichnet, der zwischen einander gegenüberliegenden Strangführungsrollen 2, 3 geführt und gestützt ist.

    [0035] Die den Strang 1 an der Außen- bzw. Unterseite 4 stützenden Strangführungsrollen 2 sind über Längsträger 5 auf zwei Querträgern 6 gelagert, die am Fundament abgestützt sind. Diesem, aus den Längs- 5 und Querträgern 6 gebildeten ortsfesten Gerüstteil 7, liegt ein in Richtung der Dicke 8 und damit des Rollenabstandes der Rollen 2 und 3 des Stranges 1 verschiebbarer Gerüstteil 9 gegenüber, der ebenfalls aus Längs- 10 und Querträgern 11 zusammengesetzt ist. Der gegenüber dem ortsfesten Gerüstteil 7 verschiebbare Gerüstteil 9 ist an seitlich der von den Strangführungsrollen 2 und 3 gebildeten Strangführungsbahnen 12,13 am ortsfesten Gerüstteil 7 starr montierten Führungssäulen 14 geführt, und zwar in Längsrichtung der Strangführungsbahnen über zwei an jeder der Führungssäulen 14 in gleicher Höhe, jedoch an gegenüberliegenden Seiten der Führungssäulen 14 angeordnete, ballig, vorzugsweise zylindrisch gestaltete Stützflächen 15, an denen am verschiebbaren Gerüstteil 9 starr angeordnete Seitenwangen mit Führungsflächen 16 anliegen.

    [0036] Diese Zylinder-Stützflächen 15 weisen jeweils einen Radius R auf, der der Hälfte ihrer Distanz entspricht, wodurch der verschiebbare Gerüstteil 9 gegenüber dem ortsfesten Gerüstteil 7 um die gemeinsame Achse A dieser Stützflächen 15, welche Achse A sich parallel zu den Rollen 2, 3 erstreckt, schwenkbar ist.

    [0037] Quer zur Längsrichtung der Strangführungsbahnen 12,13 sind an jeder ortsfesten Führungssäule 14 Führungsleisten 17 angeordnet, die in eine nutförmige Ausnehmung 18 des verschiebbaren Gerüstteiles 9 mit seitlichem Spiel 19 ragen.

    [0038] Die im Grundriß rechteckförmig gestalteten Gerüstteile 7, 9 sind an den Eckpunkten über jeweils einen Druckmittelzylinder 20 miteinander verbunden und mit Hilfe dieser Druckmittelzylinder gegeneinander verstellbar und gegeneinander spannbar.

    [0039] Wie insbesondere aus Fig. 1 ersichtlich, sind die Zylinderteile 21 der Druckmittelzylinder 20 am ortsfesten Gerüstteil 7 und die Kolbenstangen 22 am verschiebbaren Gerüstteil 9 über jeweils sphärische Lager angelenkt. Die Anlenkung der Kolbenstangen 22 am verschiebbaren Gerüstteil 9 befindet sich höhenmäßig im Bereich der Achse A.

    [0040] Zwischen jeweils einer Deckplatte 23 eines den Zylinderteil 21 der Druckmittelzylinder 20 einschließenden Gehäuses 24 und einer dieser Deckplatte 23 gegenüberliegenden, mit dem Ende der Kolbenstange 22 bzw. mit dem verschiebbaren Gerüstteil 9 gelenkig verbundenen Platte 25 ist jeweils eine Stütz- 26 und Gegenstützeinrichtung 27 angeordnet, die es ermöglichen, den verschiebbaren Gerüstteil 9 in genau definierte Entfernungen zum ortsfesten Gerüstteil 7 in Stellung zu bringen, sodaß der Abstand der einander gegenüberliegenden Strangführungsbahnen 12, 13 und damit die Dicke des zu gießenden Stranges 1 stufenweise variierbar ist. Dies ist nachfolgend anhand der Fig. 4 näher erläutert, die die Einzelteile der Einrichtung 26, 27 in auseinandergeschobener Position zeigt.

    [0041] Jede Stützeinrichtung 26 ist von einer konzentrisch um die Kolbenstange angeordneten ringförmigen, an der Deckplatte 23 ortsfest montierten Büchse 28 gebildet, die an ihrer zur Gegenstützeinrichtung 27 zugewendeten Seite mit zur Gegenstützeinrichtung 27 gerichteten sektorförmigen Fortsätzen 29, die um den Umfang gleichmäßig verteilt angeordnet sind, versehen ist. Zwischen den Fortsätzen 29 sind sektorförmige Lücken 30, die etwas breiter als die Fortsätze 29 sind, vorgesehen.

    [0042] Die Gegenstützeinrichtungen 27 sind ebenfalls von konzentrisch zu den Kolbenstangen 22 angeordneten Büchsen 31 gebildet, die gegengleich zu den Stützeinrichtungen 26 ausgestaltet sind, d.h. mit zu den Stützeinrichtungen 26 gewendeten Fortsätzen 32 versehen sind, die entweder zwischen die Fortsätze 29 in die Lücken 30 der Stützeinrichtungen 26 einsetzbar sind, bis die Stirnseiten 33 der Fortsätze 32 am Grund der Ausnehmungen 30 anstehen oder mit ihren Stirnseiten 33 auf die Stirnseiten 34 der Fortsätze 29 der Stützeinrichtungen 26 aufsetzbar sind.

    [0043] Zu diesem Zweck sind die Gegenstützeinrichtungen 27 um die Kolbenstangen 22 verdrehbar, wobei jeweils zwei Gegenstützeinrichtungen 27, die an einer Seite der Strangführungsbahnen 12,13 angeordnet sind, mittels eines gemeinsamen Druckmittelzylinders 35, dessen Gehäuse 36 an einem Fortsatz 37 einer der Gegenstützeinrichtungen 27 und dessen Kolbenstange 38 an einem Fortsatz 37 der zweiten Gegenstützeinrichtung 27 angelenkt ist, verdrehbar sind. Nicht näher dargestellte Anschläge sorgen für passende Endpositionen der Drehbewegung der Gegenstützeinrichtungen 27, sodaß in einer Dreh-Position die Fortsätze 29,32 der Stütz- und Gegenstützeinrichtungen 26,27 genau einander gegenüberliegen und in einer zweiten Dreh-Position die Fortsätze 32 der Gegenstützeinrichtung 27 genau zwischen den Fortsätzen 29 der Stützeinrichtungen 26 zu liegen kommen, wodurch sich zwei unterschiedliche Distanzen 8 zwischen den Rollen 2 und 3 einstellen lassen.

    [0044] Die Gegenstützeinrichtungen 27 sind jeweils an einer an der Kolbenstange 22 des Druckmittelzylinders 20 aufgeschobenen und mit dieser bewegbaren Stufenbüchse 39 angeordnet und stützen sich an einer Stufe 40 dieser Stufenbüchse 39 ab. Bei Ausfahren der Kolbenstange 22 wird die Gegenstützeinrichtung 27 von der Stützeinrichtung 26 abgehoben, wie dies in Fig. 4 gezeigt ist. Die Stütz- 26 und Gegenstützeinrichtungen 27 sind jeweils durch einen außenseitig angeordneten Teleskopzylinder 41 geschützt.

    [0045] Zwischen der Gegenstützeinrichtung 27 und dem Ende der Kolbenstange 22, d.h. der Platte 25, ist jeweils eine Einrichtung 42 zur Fein-Einstellung des Rollenabstandes 8 der einander gegenüberliegenden Rollenbahnen 12,13 angeordnet, welche Einrichtungen 42 somit jeweils in Serie zu den Stütz- 26 und Gegenstützeinrichtungen 27 vorgesehen sind. Diese Einrichtungen 42 gestatten eine Höheneinstellung des verschiebbaren Gerüstteiles 9 gegenüber dem ortsfesten Gerüstteil 7 im Ausmaß etwa der Höhe der Fortsätze 29,32 der Stütz- 26 und Gegenstützeinrichtungen 27 oder auch geringer.

    [0046] Diese Einrichtungen 42 sind jeweils von zwei Büchsen 43,44 gebildet, die mit einander entsprechenden schraubenförmigen Gleitflächen 45,46 aneinander anliegen. Eine der Büchsen 43,44 ist gegenüber der Kolbenstange 22 des Druckmittelzylinders 20 ortsfest, also unverdrehbar, gelagert. Die zweite gegenüberliegende Büchse 43 ist um die Kolbenstange verdrehbar und zwar mit Hilfe eines die Einstellung eines vorbestimmten Drehwinkels zulassenden Stellgerätes 47, wie beispielsweise eines Raco-Gerätes, wobei jeweils zwei in gleicher Höhe der Längserstreckung der Strangführungsbahnen 12, 13 angeordnete Büchsen 43 mit schraubenförmiger Gleitfläche 45 von einem Stellgerät 47 über Schubstangen 48 gemeinsam verdrehbar sind.

    [0047] Hiedurch kann der verschiebbare Gerüstteil 9 um die Achse A der balligen Stützflächen 15 verschwenkt werden. Es ist also möglich, mit Hilfe der Einrichtung 42 den verschiebbaren Gerüstteil 9 nicht nur nahezu stufenlos - je nach Mindeststellschritt des Raco-Gerätes und der sich aus dem Neigungswinkel der schraubenförmigen Stützfläche 45 ergebenden Höhendifferenz - parallel zu sich zu verschieben, sondern auch die von den Rollen des verschiebbaren Gerüstteiles gebildete Rollenbahn 13 zur gegenüberliegenden Rollenbahn 12, die von den Rollen 2 am starr angeordneten Gerüstteil 7 gebildet ist, keilförmig anzustellen, sodaß eine Schrumpfung des Stranges 1 in Dickenrichtung berücksichtigt werden kann.

    [0048] Die beiden Büchsen 43,44 mit schraubenförmigen Gleitflächen 45,46 sind ebenfalls außenseitig von einem Teleskopzylinder 49 umgeben, um das Eindringen von Verunreinigungen zwischen die Büchsen 43,44 zu verhindern.

    [0049] Der Neigungswinkel der schraubenförmigen Gleitflächen 45, 46 ist vorzugsweise kleiner als der zugehörige Reibungswinkel, sodaß das Stellgerät 47 nicht von vom Strang 1 bzw. vom Druckmittelzylinder 20 herrührenden Kräften beaufschlagt ist. Anstelle der unverdrehbar angeordneten Büchse 44 könnte auch ein anders gestaltetes Widerlager, an dem sich die schraubenförmige Stützfläche 45 abstützt, vorgesehen sein.

    [0050] Die Stütz- 26 und Gegenstützeinrichtung 27 ist jeweils mit der ihr in Serie angeordneten Einrichtung 42 zu einer Baueinheit zusammengefaßt, die sich in einfacher Weise und als Ganzes von der Kolbenstange 22 des Druckmittelzylinders 20 abziehen bzw. auf diese aufschieben läßt, wodurch sich eine einfache Reparaturmöglichkeit bzw. Instandhaltung und Wartung ergeben.

    [0051] Gemäß der in Fig. 5 dargestellten Ausführungsform sind Stütz- 26′ und Gegenstützeinrichtungen 27′ an jedem Druckmittelzylinder 20 doppelt vorhanden und zwar in Serie hintereinander. Die Stützeinrichtung 26′ weist Gegenstützflächen 50 in drei unterschiedlichen Ebenen 51,52,53 auf, an denen die Stützflächen bildenden Stirnflächen 33′ der Fortsätze 32′ der Gegenstützeinrichtung 27′ wahlweise abstützbar sind. Die zur Verdrehung der Gegenstützeinrichtungen 27′ vorgesehenen Stellgeräte 54 müssen in diesem Fall eine Verdrehung der Gegenstützeinrichtungen 27′ um einen vorbestimmten Winkel ermöglichen.

    [0052] Gemäß der in den Fig. 6 bis 13 dargestellten Ausführungsform ist zwischen jeweils einer Deckplatte 23 eines den Zylinderteil 21 der Druckmittelzylinder einschließenden Gehäuses 24 und einer dieser Deckplatte 23 gegenüberliegenden, mit dem Ende der Kolbenstange 22 bzw. mit dem verschiebbaren Gerüstteil 9 gelenkig verbundenen Platte 55 jeweils eine Stütz- 56 und Gegenstützeinrichtung 57 angeordnet, die es ermöglicht, den verschiebbaren Gerüstteil 9 in mehrere genau definierte Entfernungen zum ortsfesten Gerüstteil 7 in Stellung zu bringen, sodaß der Abstand 25 der einander gegenüberliegenden Strangführungsbahnen 12, 13 und damit die Dicke des zu gießenden Stranges 1 variierbar ist.

    [0053] Jede Stützeinrichtung 56 ist von drei konzentrisch übereinander angeordneten Stützscheiben 58, 59, 60 gebildet, die auf einer die Kolbenstange 22 umgebenden Büchse 61 aufgeschoben sind. Die Stützscheiben 58, 59, 60 weisen zentrisch zu ihrer Mittelachse 62 liegende Ausnehmungen 63 auf, die beim dargestellten Ausführungsbeispiel als segmentförmige durchgehende Löcher ausgebildet sind. Die Stützscheiben 58, 59, 60 sind gegeneinander verdrehbar, wobei zur Durchführung der Drehbewegung für jede der Stützscheiben 58, 59, 60 ein eigener Druckmittelzylinder 64, 65, 66 vorgesehen ist. Jeder dieser Druckmittelzylinder 64, 65, 66 greift an einer radialen Verlängerung 67 einer der Stützscheiben an und ist an der Deckplatte 23 gegengelagert. Mit Hilfe dieser Druckmittelzylinder lassen sich die Stützscheiben 58, 59, 60 verdrehen, wie dies später anhand der Fig. 10 bis 13 noch näher erläutert wird.

    [0054] Wie aus Fig. 9 ersichtlich ist, ist jede der Stützscheiben 58, 59, 60 außenseitig mit einem Bund 68 versehen, der in einer um den Umfang umlaufenden Nut 69 der jeweils darunter angeordneten Stützscheibe bzw. der Deckplatte 23 ragt, sodaß ein Schutz nach außen gegeben ist.

    [0055] Die Stützscheiben selbst sind zur Verminderung der Reibung mit einer Beschichtung 70 versehen. Zur besseren Führung der Stützscheiben 58, 59, 60 sind an der Deckplatte 23 seitlich aufragende Führungsleisten 71, die bis zur obersten Stützscheibe 58 ragen und über deren Umfang gleichmäßig verteilt angeordnet sind, vorgesehen. Am oberen Ende dieser Führungsleisten 71 ist ein die oberste Stützscheibe 58 übergreifender Ringwulst 72 montiert, sodaß die Stützscheiben 58, 59, 60 zusammengehalten sind. Diese Führungsleisten ragen in Umfangsausnehmungen 73 der Stützscheiben 58, 59, 60, sodaß der Weg der Drehbewegung jeder Stützscheibe 58, 59, 60 durch mit den Führungsleisten 71 zusammenwirkende Anschläge 74, 75, nämlich die Endflächen der Umfangsausnehmungen, begrenzt ist.

    [0056] Oberhalb der Stützscheiben 58, 59, 60 ist jeweils eine Gegenstützscheibe 76 angeordnet, die mit dem oberen Gerüstteil 9 heb- und senkbar ist, und zwar durch Mitnahme mit der Büchse 61, an der sie an einem Absatz 77 abstützbar ist. Jede dieser Gegenstützscheiben 76 weist sich in Richtung ihrer Mittelachse erstreckende Fortsätze 78 auf, die einen zum Querschnitt der Ausnehmungen 63 der Stützscheiben 58, 59, 60 korrespondierenden, jedoch um ein geringes seitliches Spiel 79 verringerten Querschnitt aufweisen. Diese Fortsätze 78 sind in die Ausnehmungen der Stützscheiben einsetzbar, wenn diese Ausnehmungen 63 in zu den Fortsätzen 78 fluchtende Positionen gedreht sind. Die Länge 80 der Fortsätze 78 ist größer bemessen als die Summe der Dicken der übereinanderliegenden Stützscheiben 58, 59, 60.

    [0057] Die Stirnseiten der Enden der Fortsätze 78 bilden Gegenstützflächen 81, die entweder auf der Deckplatte 23 oder auf einer der Stützscheiben 58, 59, 60 zwischen deren Ausnehmungen 63, welche Zwischenstücke dann als Stützflächen 82 für die Fortsätze 78 dienen, aufliegen. Jede Gegenstützscheibe 76 ist außenseitig von einem Teleskopzylinder 83 umgeben, sodaß ein Eindringen von Verunreinigungen zu den Stütz- 56 und Gegenstützeinrichtungen 57 verhindert wird.

    [0058] Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind drei Stützscheiben 58, 59, 60 vorgesehen, wodurch sich insgesamt vier unterschiedliche Distanzeinstellungen der einander gegenüberliegenden Stützrollen 2, 3 ergeben. Die Anzahl der Stützscheiben kann je nach Anforderung gewählt werden.

    [0059] Aus den Fig. 7 und 8 ist ersichtlich, daß je Stützscheibe 58, 59, 60 sechs Ausnehmungen 63 vorgesehen sind, wodurch sich ein Verstellwinkel 84 von 30 ° je Stützscheibe 58, 59, 60 ergibt. Durch Erhöhung der Anzahl der Ausnehmungen 63 je Stützscheibe läßt sich der Verstellwinkel 84 verringern, wobei jedoch in jedem Fall - also unabhängig von der Anzahl der Ausnehmungen 63 - als Stütz- 82 und Gegenstützflächen 81 etwa der halbe Kreisringquerschnitt der Stützscheiben 58, 59, 60 bzw. Gegenstützscheibe zur Verfügung steht, wobei die Breite des Kreisringquerschnitts der radialen Dimension 85 der Fortsätze 78 entspricht.

    [0060] In Verbindung mit an jedem Druckmittelzylinder angeordneten verdrehbaren Büchsen 43 mit schraubenförmigen Stützflächen, die in den Fig. 6 bis 13 der Einfachheit halber nicht dargestellt werden (an ihrer Stelle ist die Platte 55 gezeichnet), läßt sich eine stufenlose Verstellung der Distanz der Strangführungsbahnen 12, 13 erreichen, wobei es genügt, wenn der Verstellweg, der mit Hilfe der Büchsen mit schraubenförmigen Stützflächen erzielt werden kann, der Höhe einer Stützscheibe 58, 59, 60 entspricht.

    [0061] Wie aus den schematischen Fig. 10 bis 13 ersichtlich, ist zur Vermeidung von Fehleinstellungen der Stützscheiben 58, 59, 60, d.h. zur Vermeidung des Aufliegens eines Fortsatzes 78 auf einer Stützfläche 82 einer Stützscheibe 58, 59, die nicht von einer Stützfläche 82 einer darunter liegenden Stützscheibe 59, 60 gestützt ist, jeweils ein Steuerventil 86 vorgesehen, welches die Druckmittelzylinder 64,65,66 derart ansteuert, daß die Fortsätze 78 jeder Gegenstützscheibe 76 stets auf übereinander geschichtetem Vollmaterial der Stützscheiben 58, 59 aufliegen. Dieses Steuerventil 86 besteht aus einem länglichen Zylindergehäuse 87, in dessen Inneren ein Doppelkolben 88 vorgesehen ist, dessen Kolben 89 mit einer Stange 90 miteinander verbunden sind. An jeweils einem Ende des Zylindergehäuses 87 ist eine Druckmittelablaufleitung 91 angeschlossen; in der Mitte der Längserstreckung des Zylindergehäuses ist eine Zulaufleitung 92 für das Druckmittel vorgesehen. Die beiden Kolben 89 sind in einer Distanz angeordnet, die geringfügig größer ist als die jeweilige Distanz zwischen Ablaufleitung 91 und Zulaufleitung 92.

    [0062] Die Versorgung der Druckmittelzylinder 64, 65, 66 erfolgt über sechs Anschlußleitungen 93, 94, wovon drei Anschlußleitungen 93, die jeweils an einem Ende der Druckmittelzylinder 64, 65, 66 einmünden, zwischen der ersten Ablaufleitung 91 und der mittigen Zulaufleitung 92 in das Zylindergehäuse 87 einmünden und drei weitere Anschlußleitungen 94, die jeweils in das andere Ende der Druckmittelzylinder 64, 65, 66 münden, zwischen der zweiten Ablaufleitung 91 und der mittigen Zulaufleitung 92 in das Zylindergehäuse einmünden. Die beiden im Zylindergehäuse 87 verschiebbaren Kolben 89 weisen eine Dicke auf, die geringer ist als die Distanz zwischen den Einmündungen der einzelnen Anschlußleitungen 93, 94. Die Zulaufleitung 92 befindet sich stets in dem von den Kolben 89 eingeschlossenen Raum. Die Steuerung des Doppelkolbens 88 kann manuell oder auf elektronischem Wege vom Bedienungsstand der Stranggießanlage erfolgen.

    [0063] Wie aus den Fig. 10 bis 13 ersichtlich ist, können mit dem Steuerventil 86 die Druckmittelzylinder 64, 65, 66 nur in der Weise mit Druckmedium versorgt werden, daß die Fortsätze 78 stets nur auf über der Deckplatte 23 von den Stützscheiben 58, 59, 60 gebildetem Vollmaterial ruhen, so daß eine Verformung der Stützscheiben 58, 59 durch von den Druckmittelzylindern 17 über die Fortsätze 78 aufgebrachten Preßdruck vermieden wird.


    Ansprüche

    1. Strangführung an einer Stranggießanlage, mit einander gegenüberliegende Strangführungsrollen (2,3) tragenden Gerüstteilen (7,9), von denen mindestens einer (9) entlang einer Führungseinrichtung (14,15,17) mittels einer Verschiebeeinrichtung (20) unter Vergrößerung oder Verkleinerung des Abstandes (8) der einander gegenüberliegenden Strangführungsrollen (2,3) verschiebbar ist, wobei die Gerüstteile (7,9) mittels der Verschiebeeinrichtung gegeneinander bis zur Anlage von Stützeinrichtungen (26,26′) an Gegenstützeinrichtungen (27,27′) spannbar sind, die mit in unterschiedlichen Höhenlagen (51,52,53) befindlichen Stützflächen (33,33′) und mit Gegenstützflächen (34,50) versehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Gerüstteilen (7,9) zu jeder Stütz- (26,26′) und Gegenstützeinrichtung (27,27′) in Serie eine verdrehbare Büchse (43) mit einer schraubenförmigen Stützfläche (45) vorgesehen ist, an der ein einem der Gerüstteile (9) zugeordnetes Widerlager (44) abgestützt ist.
     
    2. Strangführung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Widerlager ebenfalls von einer eine schraubenförmige Stützfläche (46) aufweisenden Büchse (44) gebildet ist, die unverdrehbar ist und mit ihrer Stützfläche (46) an der Stützfläche (45) der verdrehbaren Büchse (43) aufliegt.
     
    3. Strangführung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stütz- (26,26′) und Gegenstützeinrichtungen (27,27′), die verdrehbare Büchse (43) sowie das Widerlager (44) jeweils zentrisch zu einem die gegenüberliegenden Gerüstteile verbindenden Zuganker (20) angeordnet sind.
     
    4. Strangführung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Gerüstteile (7,9) in der Draufsicht als rechteckige Rahmen ausgebildet sind, in deren Eckpunkten jeweils ein Zuganker (20) angeordnet ist.
     
    5. Strangführung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuganker jeweils als Druckmittelzylinder (20) ausgebildet sind, deren Zylinder (21) jeweils mit einem der Gerüstteile (7,9) und deren Kolbenstangen (22) jeweils mit dem gegenüberliegenden Gerüstteil (5) gelenkig verbunden sind und daß die Stütz- (26,26′) und Gegenstützeinrichtungen (27,27′) von der Kolbenstange (22) der Druckmittelzylinder (20) durchragt sind.
     
    6. Strangführung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß an einem der Gerüstteile (7) eine Führungseinrichtung (14,15,17) vorgesehen ist, an der der andere Gerüstteil (9) seitlich, d.h. senkrecht zur Verschieberichtung, geführt ist, wobei die Führungseinrichtung (14,15,17) jedoch Schwenkbewegungen der Gerüstteile (7,9) relativ zueinander um eine zu den Rollen (2,3) parallele Achse (A) zuläßt.
     
    7. Strangführung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungseinrichtung von einer Führungssäule (14) gebildet ist, die an einem der Gerüstteile (7) starr angeordnet ist, wobei an der Führungssäule (14) seitlich vorragende ballige Stützflächen (15) vorgesehen sind, an denen Führungsflächen (16) des zweiten Gerüstteiles (9) anliegen.
     
    8. Strangführung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die balligen Stützflächen (15) zylinderförmig ausgebildet sind.
     
    9. Strangführung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die an den in Längsrichtung der Strangführung in derselben Position angeordneten Druckmittelzylindern (20) vorgesehenen verdrehbaren Büchsen (43) synchron und unabhängig von den an den in Längsrichtung der Strangführung in weiterer Position angeordneten Druckmittelzylindern (20) vorgesehenen verdrehbaren Büchsen (43) betätigbar sind.
     
    10. Strangführung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,

    - daß die Stütz- (26,26′) und Gegenstützeinrichtungen (27,27′) als die Kolbenstange (22) der Druckmittelzylinder (20) umgebende Scheiben oder Büchsen (28,31) ausgebildet sind,

    - daß jeweils eine der Stütz- (26,26′) oder Gegenstützeinrichtungen (27,27′) gegenüber der Kolbenstange (22) des Druckmittelzylinders (20) verdrehbar ist,

    - daß jeweils eine Stütz- (26,26′) oder Gegenstützeinrichtung (27,27′) mit Fortsätzen (29,32) versehen ist und

    - daß jeweils eine Stütz- (26,26′) oder Gegenstützeinrichtung (27,27′) mit die Fortsätze (29,32) aufnehmenden Ausnehmungen (30) versehen ist,

    wobei durch Verdrehen der Stütz- (26,26′) oder Gegenstützeinrichtung (27,27′) die Fortsätze (29,32) in die Ausnehmungen (30) einsetzbar oder auf zwischen den Ausnehmungen (30) vorgesehenen Fortsätzen (29) aufsetzbar sind.
     
    11. Strangführung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß je Stütz- (26′) und Gegenstützeinrichtung (27′) Fortsätze oder Ausnehmungen in mehreren Höhenniveaus (51,52,53) vorgesehen sind (Fig. 5).
     
    12. Strangführung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß je Zuganker (20) zwei oder mehr Stütz- (26′) und Gegenstützeinrichtungen (27′) vorgesehen sind. (Fig. 5)
     
    13. Strangführung nach einem oder mehreren der Ansprüche 3 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils eine Stütz-(26,26′) und Gegenstützeinrichtung (27,27′) mit einer verdrehbaren Büchse (43) und deren Widerlager (44) eine auf den Zuganker (20) aufschiebbare Baueinheit bildet.
     
    14. Strangführung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß jede Baueinheit außenseitig von einer als Teleskopzylinder (41,49) ausgebildeten Schutzeinrichtung umgeben ist.
     
    15. Strangführung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die schraubenförmige Stützfläche (45) der verdrehbaren Büchse (43) einen Neigungswinkel kleiner als der zur zwischen ihr und dem Widerlager (44) herrschenden Reibung zugehörige Reibungswinkel aufweist.
     
    16. Strangführung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet,

    - daß die Stütz- (56) und Gegenstützeinrichtungen (57) als Stütz- (58, 59, 60) und Gegenstützscheiben (76), die in Richtung ihrer Mittelachsen (62) fluchtend übereinander angeordnet und mit ihren Mittelachsen (62) parallel zur Führungseinrichtung (17, 18) ausgerichtet sind, ausgebildet sind,

    - daß an jeder einem Ende der Strangführungsrollen (2, 3) zugeordneten Seite der Gerüstteile (7, 9) mindestens zwei übereinander liegende konzentrische Stützscheiben (58, 59, 60) und eine einzige Gegenstützscheibe (76) angeordnet sind,

    - daß die Stützscheiben (58, 59, 60) jeweils mit zentrisch zu ihrer Mittelachse (62) liegenden Ausnehmungen (63) versehen sind,

    - daß jede Gegenstützscheibe (76) mit sich in Richtung ihrer Mittelachse (62) erstreckenden Fortsätzen (78) versehen ist, die in die Ausnehmungen (63) der Stützscheiben (58, 59, 60) einführbar sind, wobei die Länge (80) der Fortsätze (78) größer bemessen ist als die Dicke der über der untersten Stützscheibe (60) liegenden Stützscheibe(n) (58, 59) und

    - daß die Stützscheiben (58, 59, 60) mittels Stelltrieben (64, 65, 66) um ihre Mittelachse (62) um einen vorbestimmten Winkel (84) in eine Position, in der die Ausnehmungen (63) der übereinander angeordneten Stützscheiben (58, 59, 60) mit den Fortsätzen (78) der Gegenstützscheibe (76) fluchten sowie in eine Position, in der die Ausnehmungen (63) einer oder mehrerer Stützscheiben (58, 59, 60) seitlich der Fortsätze (78) zu liegen kommen, drehbar sind (Fig. 6 bis 13).


     
    17. Strangführung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmungen (63) der Stützscheiben (58, 59, 60) als segmentförmige Löcher ausgebildet sind und die Fortsätze (78) der Gegenstützscheibe (76) einen hiezu korrespondierenden, um ein seitliches Spiel (79) verringerten Querschnitt aufweisen.
     
    18. Strangführung nach den Ansprüchen 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge (80) der Fortsätze (78) der Gegenstützscheiben um ein Spiel größer bemessen ist als die Summe der Dicken der fluchtend zu einem Stapel angeordneten Stützscheiben (58, 59, 60).
     
    19. Strangführung nach einem oder mehreren der Ansprüche 16 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß am Außenumfang der Stützscheiben (58, 59, 60) parallel zur Mittelachse (62) der Stützscheiben angeordnete und sich über die Höhe der fluchtend zu einem Stapel angeordneten Stützscheiben (58, 59, 60) erstreckende Führungsleisten (71) vorgesehen sind und die Stützscheiben (58, 59, 60) Anschläge (74, 75) zur Begrenzung ihrer Drehbewegung aufweisen, die mit den Führungsleisten (71) zusammenwirken.
     
    20. Strangführung nach einem oder mehreren der Ansprüche 16 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß zur Drehung der Stützscheiben (58, 59, 60) Druckmittelzylinder (64, 65, 66) vorgesehen sind, und zwar für jede der übereinander liegenden Stützscheiben (58, 59, 60) ein eigener Druckmittelzylinder (64, 65, 66).
     
    21. Strangführung nach einem oder mehreren der Ansprüche 16 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützscheiben (58, 59, 60) außenseitig mit einer Ringnut (69) versehen sind, in die jeweils ein Umfangssteg (68) der darüber oder darunter angeordneten Stützscheibe (58, 59, 60) ragt.
     
    22. Strangführung nach einem oder mehreren der Ansprüche 19 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsleisten (71) an den der obersten Stützscheibe (58) zugewendeten Enden mit einem umlaufenden Ringwulst (72) verbunden sind, der die oberste Stützscheibe (58) übergreift.
     
    23. Strangführung nach einem oder mehreren der Ansprüche 16 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß die Stütz- (58, 59, 60) und Gegenstützscheiben (76) jeweils zentrisch zu einem die gegenüberliegenden Gerüstteile (7, 9) verbindenden Zuganker (20) angeordnet sind.
     
    24. Strangführung nach einem oder mehreren der Ansprüche 20 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß zur Steuerung der Druckmittelzylinder (64, 65, 66) der zu einem Stapel übereinander angeordneten Stützscheiben (58, 59, 60) ein Steuerventil (86) vorgesehen ist, welches die Druckmittelzylinder (64, 65, 66) derart steuert, daß die Fortsätze (78) der Gegenstützscheibe (76) jeweils auf übereinander geschichtetem Vollmaterial der Stützscheiben (58, 59, 60) aufliegen.
     


    Claims

    1. A strand guide provided at a continuous casting plant and comprising oppositely arranged framework parts (7, 9) carrying strand guiding rollers (2, 3), at least one (9) of which framework parts is displaceable along a guiding means (14, 15, 17) by means of a displacement device (20) while widening or narrowing the distance (8) between the oppositely arranged strand guiding rollers (2, 3), the framework parts (7, 9) being clampable relative to each other by means of said displacement device until abutment of supporting means (26, 26') on counter supporting means (27, 27'), which are provided with supporting surfaces (33, 33') located at different height levels (51, 52, 53) and with counter supporting surfaces (34, 50), characterized in that a rotary bushing (43) having a helicoidal supporting surface (45) is provided in series to each of the supporting (26, 26') and counter supporting (27, 27') means between said framework parts (7, 9), an abutment (44) associated with one of the framework parts (9) being supporting on said helicoidal supporting surface.
     
    2. A strand guide according to claim 1, characterized in that the abutment likewise is formed by a bushing (44) having a helicoidal supporting surface (46), which bushing is fixed against rotation and bears against the supporting surface (45) of the rotary bushing (43) by its supporting surface (46).
     
    3. A strand guide according to claim 1 or 2, characterized in that the supporting (26, 26') and counter supporting (27, 27') means, the rotatable bushing (43) as well as the abutment (44) each are arranged centrically with respect to a tension rod (20) connecting the opposite framework parts.
     
    4. A strand guide according to claim 3, characterized in that the framework parts (7, 9), in top view, are designed as rectangular frames in each of whose corners a respective tension rod (20) is arranged.
     
    5. A strand guide according to claim 4, characterized in that the tension rods each are designed as a pressure cylinder means (20) whose cylinder (21) is articulately connected with one of the framework parts (7, 9) and whose piston rod (22) is articulately connected with the oppositely arranged framework part (5), and in that the supporting (26, 26') and counter supporting (27, 27') means are traversed by the piston rods (22) of the pressure cylinder means (20).
     
    6. A strand guide according to one or several of claims 1 to 5, characterized in that a guiding means (14, 15, 17) is provided on one (7) of the framework parts, on which the other (9) of the framework parts is guided laterally, i.e., perpendicular to the moving direction, the guiding means (14, 15, 17) yet allowing for pivotal movements of the framework parts (7, 9) relative to each other about an axis (A) extending parallel to said rollers (2, 3).
     
    7. A strand guide according to claim 6, characterized in that the guiding means is formed by a guiding column (14) rigidly arranged on one (7) of the framework parts, wherein laterally cantilevering cambered supporting surfaces (15) are provided on the guiding column (14) for abutment of guiding surfaces (16) of the second one (9) of the framework parts.
     
    8. A strand guide according to claim 7, characterized in that the cambered supporting surfaces (15) are cylindrically shaped.
     
    9. A strand guide according to claim 5, characterized in that the rotary bushings (43) arranged on the pressure cylinder means in equal positions in the longitudinal direction of the strand guide are actuatable synchronously and independently of the rotary bushings (43) provided on the pressure cylinder means (20) arranged in other positions in the longitudinal direction of the strand guide.
     
    10. A strand guide according to one or several of claims 1 to 9, characterized in that

    - the supporting (26, 26') and counter supporting (27, 27') means are designed as discs or bushings (28, 31) surrounding the piston rods (22) of the pressure cylinder means (20),

    - one of the supporting (26, 26') or counter supporting (27, 27') means each is rotatable relative to the piston rod (22) of the pressure cylinder means (20),

    - one of the supporting (26, 26') or counter supporting (27, 27') means each is provided with projections (29, 32), and

    - one of the supporting (26, 26') or counter supporting (27, 27') means each is provided with recesses (30) receiving said projections (29, 32),

    wherein said projections (29, 32), by rotating the supporting (26, 26') or counter supporting (27, 27') means, are insertable in said recesses (30) or are placeable on projections (29) provided between said recesses (30).
     
    11. A strand guide according to claim 10, characterized in that projections or recesses are provided on several height levels (51, 52, 53) for each supporting (26') and counter supporting (27') means (Fig. 5).
     
    12. A strand guide according to claim 10 or 11, characterized in that two or more supporting (26') and counter supporting (27') means are provided for each tension rod (20) (Fig. 5).
     
    13. A strand guide according to one or several of claims 3 to 11, characterized in that one supporting (26, 26') and counter supporting (27, 27') means, together with a rotary bushing (43) and its abutment (44), form a respective structural unit capable of being slipped on said tension rod (20).
     
    14. A strand guide according to claim 13, characterized in that each structural unit, on its external side, is surrounded by a protection means designed as a telescopic cylinder (41, 49).
     
    15. A strand guide according to one or several of claims 1 to 14, characterized in that the helicoidal supporting surface (45) of the rotary bushing (43) has an angle of inclination smaller than the angle of friction pertaining to the friction prevailing between the same and the abutment (44).
     
    16. A strand guide according to one or several of claims 1 to 15, characterized in that

    - the supporting (56) and counter supporting (57) means are designed as supporting (58, 59, 60) and counter supporting (76) discs alignedly superimposed in the direction of their central axes (62) and oriented parallel to the guiding means (17, 18) with their central axes (62),

    - at least two superimposed concentric supporting discs (58, 59, 60) and a single counter supporting disc (76) are arranged on each side of the framework parts (7, 9) associated with one end of the strand guiding rollers (2, 3),

    - the supporting discs (58, 59, 60) each are provided with recesses (63) located centrically with respect to their central axes (62),

    - each counter supporting disc (76) is provided with projections (78) extending in the direction of its central axis (62) and insertable in said recesses (63) of said supporting discs (58, 59, 60), the length (80) of said projections (78) being dimensioned to be larger than the thickness of the supporting disc(s) (58, 59) located above the lowermost supporting disc (60), and

    - the supporting discs (58, 59, 60) are rotatable by means of adjustment drives (64, 65, 66) about their central axes (62) by a predetermined angle (84) into a position in which the recesses (63) of the superimposed supporting discs (58, 59, 60) register with the projections (78) of the counter supporting disc (76) as well as into a position in which the recesses (63) of one or several supporting discs (58, 59, 60) come to lie laterally of the projections (78) (Figs. 6 to 13).


     
    17. A strand guide according to claim 16, characterized in that the recesses (63) of the supporting discs (58, 59, 60) are designed as segment-shaped holes and the projections (78) of the counter supporting disc (76) have corresponding cross sections reduced by a lateral play (79).
     
    18. A strand guide according to claim 16 or 17, characterized in that the length (80) of the projections (78) of the counter supporting discs is dimensioned to be larger by a play than the sum of the thicknesses of the registering supporting discs (58, 59, 60) arranged in a stack.
     
    19. A strand guide according to claims 16 to 18, characterized in that guide ledges (71) are provided on the external circumference of the supporting discs (58, 59, 60), arranged parallel to the central axis (62) of the supporting discs and extending over the height of the registering supporting discs (58, 59, 60) arranged to a stack, and the supporting discs (58, 59, 60) comprise stops (74, 75) for limiting their rotational movements, which stops cooperate with said guide ledges (71).
     
    20. A strand guide according to one or several of claims 16 to 19, characterized in that pressure cylinder means (64, 65, 66) are provided for rotating said supporting discs (58, 59, each of said superimposed supporting discs (58, 59, 60).
     
    21. A strand guide according to one or several of claims 16 to 20, characterized in that the supporting discs (58, 59, 60), on their external sides, each are provided with an annular groove (69) into which there projects a peripheral web (68) of the supporting disc (58, 59, 60) arranged thereabove or therebelow.
     
    22. A strand guide according to one or several of claims 19 to 21, characterized in that the guide ledges (71), on their ends facing the uppermost supporting disc (58), are connected with a peripheral annular bead (72) overlapping the uppermost supporting disc (58).
     
    23. A strand guide according to one or several of claims 16 to 22, characterized in that the supporting (58, 59, 60) and counter supporting (76) discs each are arranged centrically with respect to a tension rod (20) connecting the opposite framework parts (7, 9).
     
    24. A strand guide according to one or several of claims 20 to 23, characterized in that a control valve (86) is provided for controlling the pressure cylinder means (64, 65, 66) of the supporting discs (58, 59, 60) superimposed in a stack, controlling said pressure cylinder means (64, 65, 66) in a manner that the projections (78) of the counter supporting disc (76) each rest on superimposed solid material of said supporting discs (58, 59, 60).
     


    Revendications

    1. Guide de barre prévu sur une installation de coulée continue et comportant des parties de cage (7, 9) portant des rouleaux de guidage de barre opposés (2, 3), au moins une (9) desquelles parties de cage est déplacable le long d'un moyen de guidage (14, 15, 17) au moyen d'un dispositif de déplacement (20) en augmentant ou réduisant l'écartement (8) entre les rouleaux de guidage de barre opposés (2, 3), lesdits parties de cage (7, 9) étant susceptibles d'être serrées au moyen du dispositif de déplacement, l'une par rapport à l'autre jusqu'à l'appui de moyens de support (26, 26') sur des moyens de contre-support (27, 27'), qui sont pourvus de surfaces de support (33, 33') prévues aux niveaux différents (51, 52, 53) et de contre-surfaces de support (34, 50), caractérisé en ce qu'une douille rotative (43) comportant une surface de support hélicoidale (45) est prévue entre les parties des cage (7, 9) en série à chaque moyen de support (26, 26') et de contre-support (27, 27'), une butée (44) associée à une des parties de cage (9) étant supportée sur ladite surface de support hélicoidale.
     
    2. Guide de barre selon la revendication 1, caractérisé en ce que la butée est également constituée d'une douille (44) comportant une surface de support hélicoidale (46), laquelle douille est non-rotative et, par sa surface de support (46), porte sur la surface de support (45) de la douille rotative (43).
     
    3. Guide de barre selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les moyens de support (26, 26') et de contre-support (27, 27'), la douille rotative (43) ainsi que la butée (44) sont respectivement disposés de façon centrique à un tirant (20) reliant les parties des cage opposées.
     
    4. Guide de barre selon la revendication 3, caractérisé en ce que les parties de cage (7, 9), vues de dessus, sont réalisées en tant que cadres rectangulaires dans chacun des coins desquels un tirant (20) est prévu.
     
    5. Guide de barre selon la revendication 4, caractérisé en ce que chacun des tirants est réalisé en tant que vérin hydraulique (20) dont le cylindre (21) est relié à une des parties de cage (7, 9) et dont la tige de piston (22) est reliée à la partie de cage opposée (5), et en ce que les moyens de support (26, 26') et de contre-support (27, 27') sont traversés par les tiges de piston (22) des vérins hydrauliques.
     
    6. Guide de barre selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'un dispositif de guidage (14, 15, 17) est prévu sur une des parties de cage (7), sur lequel l'autre partie de cage (9) est guidée latéralement, c'est-à-dire perpendiculairement à la direction de déplacement, ledit dispositif de guidage (14, 15, 17) cependant permettant des mouvements pivotants des parties de cage (7, 9) l'une par rapport à l'autre autour d'un axe (A) s'étendant parallèlement aux rouleaux (2, 3).
     
    7. Guide de barre selon la revendication 6, caractérisé en ce que le dispositif de guidage est constitué d'une colonne de guidage (14) agencée rigidement sur une des parties de cage (7), cependant que des surfaces de support (15) bombées sont prévues sur la colonne de guidage (14) latéralement en saillie, des surfaces de support (16) de la seconde partie de cage (9) étant en appui sur lesdites surfaces de support bombées.
     
    8. Guide de barre selon la revendication 7, caractérisé en ce que les surfaces de support bombées (15) ont une forme cylindrique.
     
    9. Guide de barre selon la revendication 5, caractérisé en ce que les douilles rotatives (43) agencées sur les vérins hydrauliques (20) situés dans des positions égaux en direction longitudinale du guide de barre sont susceptibles d'être actionnées de manière synchrone et indépendente des douilles (43) rotatives agencées sur les vérins hydrauliques (20) situés dans d'autres positions en direction longitudinale du guide de barre.
     
    10. Guide de barre selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que

    - les moyens de support (26, 26') ou de contre-support (27, 27') sont réalisés en tant que disques ou douilles (28, 31) entourant les tiges de piston (22) des vérins hydrauliques (20),

    - un des moyens des support (26, 26') ou de contre-support (27, 27') est respectivement tournant par rapport à la tige de piston (22) du vérin hydraulique (20),

    - un des moyens de support (26, 26') ou de contre-support (27, 27') est respectivement pourvu de prolongements (29, 32), et

    - un des moyens de support (26, 26') ou de contre-support (27, 27') est respectivement pourvu d'évidements (30) reçevant les prolongements (29, 32),

    cependant que, par rotation des moyens de support (26, 26') ou de contre-support (27, 27'), les prolongements (29, 32) sont susceptibles d'être insérées dans lesdits évidements (30) ou montés sur des prolongements (29) prévus entre les évidements (30).
     
    11. Guide de barre selon la revendication 10, caractérisé en ce que, pour chaque moyen de support (26') ou de contre-support (27'), des prolongements ou des évidements sont prévus aux plusieurs niveaux en hauteur (51, 52, 53) (Fig. 5).
     
    12. Guide de barre selon la revendication 10 ou 11, caractérisé en ce que deux ou plus moyens de support (26') et de contre-support (27') sont prévus par tirant (20) (Fig. 5).
     
    13. Guide de barre selon l'une ou plusieurs des revendications 3 à 11, caractérisé en ce qu'un moyen de support (26, 26') et un moyen de contre-support (27, 27'), avec une douille rotative (43) et la butée (44) de celle-ci, forment respectivement une unité de construction coulissante sur le tirant (20).
     
    14. Guide de barre selon la revendication 13, caractérisé en ce que chaque unité de construction, de la côté extérieure, est entourée d'un moyen de protection réalisé en tant que cylindre télescopique (41, 49).
     
    15. Guide de barre selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 14, caractérisé en ce que la surface de support hélicoidale (45) de la douille rotative (43) a un angle d'inclination inférieure à l'angle de friction associé à la friction existant entre celle-ci et la butée (44).
     
    16. Guide de barre selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 15, caractérisé en ce que

    - les moyen de support (56) et de contre-support (57) sont configurés en tant que disques de support (58, 59, 60) et de contre-support (76), qui, en sens de leurs axes centraux (62), sont superposés l'un sur l'autre de facon alignée et, avec leurs axes centraux (62), sont orientés parallèle au moyen de guidage (17, 18),

    - au moins deux disques de support concentriques superposés (58, 59, 60) et un seul disque de support (76) sont agencés à chaque face des parties de cage (7, 9) qui est associée à une extrémité des rouleaux de guidage de barre (2, 3),

    - les disques de support (58, 59, 60) chacun sont pourvus d'évidements (63) disposés centriquement à leurs axes centraux (62),

    - chaque disque de contre-support (76) est pourvu de prolongements (78) s'étendant en sens de l'axe central (62) de celui-ci et susceptibles d'être insérés dans les évidements (63) des disques de support (58, 59, 60), la longueur (80) desdits prolongements (78) étant dimensionnée supérieure à l'épaisseur de(s) disque(s) de support (58, 59) disposé(s) sur le disque de support (60) le plus bas, et

    - les disques de support (58, 59, 60) sont mobiles en rotation au moyen des commandes de réglage (64, 65, 66) autour de leurs axes centraux (62) d'un angle prédéterminé (84) dans une position dans laquelle les évidements (63) des disques de support (58, 59, 60) superposés sont en alignement avec les prolongements (78) du disque de contre-support (76) ainsi que dans une position dans laquelle les évidements (63) d'un ou plusieurs disques de support (58, 59, 60) viennent à rester latéralement des prolongements (78) (Fig. 6 à 13).


     
    17. Guide de barre selon la revendication 16, caractérisé en ce que les évidements (63) des disques de support (58, 59, 60) ont la forme des trous segmentés et les prolongements (78) du disque de contre-support (76) ont une section transversale correspondante qui est réduite par un jeu latéral (79).
     
    18. Guide de barre selon les revendications 16 ou 17, caractérisé en ce que la longueur (80) des prolongements (78) des disques de contre-support est dimensionnée supérieure d' un jeu, à la somme des épaisseurs des disques de support (58, 59, 60) disposés en alignement en formant une pile.
     
    19. Guide de barre selon l'une ou plusieurs des revendications 16 à 18, caractérisé en ce que des lisières de guidage (71) agencées sur les péripheries extérieures des disques de support (58, 59, 60) de facon parallèle à l'axe (62) des disques de support et s'étendant sur la hauteur des disques de support (58, 59, 60) disposés en alignement en formant une pile sont prévues et les disques de support (58, 59, 60) comprennent des butées (74, 75) destinées à limiter leur mouvement de rotation et coopérant avec lesdites lisières de guidage (71).
     
    20. Guide de barre selon l'une ou plusieurs des revendications 16 à 19, caractérisé en ce que des vérins hydrauliques (64, 65, 66) sont prévus pour la rotation des disques de support (58, 59, 60), c'est-à-dire un vérin hydraulique (64, 65, 66) propre à chacun des disques de support superposés (58, 59, 60).
     
    21. Guide de barre selon l'une ou plusieurs des revendications 16 à 20, caractérisé en ce que les disques de support (58, 59, 60), de leur côté extérieure, sont pourvus d'une gorge annulaire (69) dans laquelle projète une nervure périphérique (68) du disque de support (58, 59, 60) disposé là-dessus ou là-dessous.
     
    22. Guide de barre selon l'une ou plusieurs des revendications 19 à 21, caractérisé en ce que les lisières de guidage (71), à leurs extrémités en regard du disque de support le plus haut (58), sont reliées à un bourrelet périphérique (72) chevauchant le disque de support le plus haut (58).
     
    23. Guide de barre selon l'une ou plusieurs des revendications 16 à 22, caractérisé en ce que les disques de support (58, 59, 60) et de contre-support (76) sont disposés chacun de façon centrique à un tirant (20) reliant les parties de cage (7, 9) opposées.
     
    24. Guide de barre selon l'une ou plusieurs des revendications 20 à 23, caractérisé en ce qu'une vanne-pilote (86) est prévue pour l'asservissement des vérins hydrauliques (64, 65, 66) des disques de support (58, 59, 60) superposés l'un sur l'autre en formant une pile, vanne-pilote qui asservit les vérins hydrauliques (64, 65, 66) de manière que chacun des prolongements (78) du disque de contre-support (76) est en appui sur de la matière pleine superposée des disques de support (58, 59, 60).
     




    Zeichnung