(19)
(11) EP 0 628 661 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
14.12.1994  Patentblatt  1994/50

(21) Anmeldenummer: 94103431.6

(22) Anmeldetag:  07.03.1994
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5E01C 19/48
(84) Benannte Vertragsstaaten:
DE FR GB IT

(30) Priorität: 14.06.1993 DE 9308802 U

(71) Anmelder: Joseph Vögele AG
D-68199 Mannheim (DE)

(72) Erfinder:
  • Beyse, Volker, Dr-Ing.,
    D-69469 Weinheim, (DE)
  • Grundl, Roland, Dipl. Ing.,
    D-69253 Heiligkreuzsteinach, (DE)

(74) Vertreter: Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser Anwaltssozietät 
Maximilianstrasse 58
80538 München
80538 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Strassenfertiger


    (57) Bei einem Straßenfertiger (F) mit elektrischen Antrieben für Funktionskomponenten, einem aus Verbrennungsmotor und Drehstromgenerator gebildeten Primärantriebsaggregat (13, 14; 15) für die Antriebe und einem ein Fahrwerk (2, 2') aufweisenden Chassis (1) an dem in Arbeitsfahrtrichtung vorne eine Gutbehälter (9) und hinten eine Querverteileinrichtung (7) vorgesehen sind, zwischen denen auf dem Chassis (1) das Primärantriebsaggregat und ein Führerstand (11) angeordnet sind, bildet das Primärantriebsaggregat (13, 14; 15) eine eigenständige Baueinheit (B, B'), die in Arbeitsfahrtrichtung (A) hinter dem Führerstand (11) und vom Chassis (1) abnehmbar angeordnet ist.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft einen Straßenfertiger der im Oberbegriff des Schutzanspruchs 1 angegebenen Art.

    [0002] Bei einem aus EP-A-0 489 969 bekannten elektrischen Straßenfertiger sind das Primärantriebsaggregat bei seit Jahrzehnten für Straßenfertiger konventioneller Bauweise vor dem Führerstand in das Chassis eingegliedert und der Führerstand so hoch gesetzt, daß der Fahrzeugführer nach vorne über das Primärantriebsaggregat hinwegblickt. Unter einem elektrischen Straßenfertiger ist dabei ein Straßenfertiger zu verstehen, in dem zumindest wesentliche Funktionskomponenten, wie Fahrantrieb, Fördererantrieb, Querverteilerantrieb und dgl. elektrisch betreibbar sind. Der Verbrennungsmotor des Primärantriebsaggregates dient hauptsächlich oder ausschließlich als Antrieb des Drehstromgenerators, der den Strom für die elektrischen Antriebe erzeugt. Der Verbrennungsmotor kann den Drehstromgenerator direkt oder über ein Zwischengetriebe antreiben. Der Vorteil des sauberen und umweltfreundlichen elektrischen Straßenfertigers wird unter bestimmten Einsatzbedingungen durch den Nachteil des für die Umwelt bzw. Umgebung schädlichen oder störenden Verbrennungsmotor geschmälert, der auch den hinter ihm stehenden Fahrzeugführer mit Lärm, Vibrationen und Abgasen belästigt. Beispielsweise in einem Tunnel oder auf einer überbauten oder abgedeckten Baustelle können Motorenlärm und Angase unerwünscht sein. Ferner erfordern Reparaturen und Wartungsarbeiten am Primärantriebsaggregat im Straßenfertiger lange und kostenintensive Stillstandszeiten.Diese Arbeiten sind aufgrund oft beschränkten Zugangs mühsam. Bei modernen Straßenfertigertypen mit Kabine muß diese aufwendig demontierbar oder klappbar sein, andernfalls sind u.a. aufgrund der Bauhöhe beim Transportieren Sondertransporte oder Umwege nötig.

    [0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen elektrischen Straßenfertiger der eingangs genannten Art zu schaffen, der bedienungs-, wartungs- und reparaturfreundlich sowie universell an unterschiedliche Einsatzbedingungen anpaßbar und einfach transportierbar ist.

    [0004] Die gestellte Aufgabe wird neuerungsgemäß mit den im Schutzanspruch 1 enthaltenen Merkmalen gelöst.

    [0005] Für Wartungs- oder Reparaturarbeiten läßt sich die eigenständige Baueinheit vom Chassis abnehmen. Die Arbeiten am Primärantriebsaggregat lassen sich dann bequem durchführen. Zudem besteht dann weitgehend unbehinderter Zugang zu den Funktionskomponenten und anderen Teilen im Chassis. Um kostspielige Stillstandszeiten eines wartungs- oder reparaturbedürftigen Straßenfertigers zu vermeiden, läßt sich im Austausch eine gleichartige Baueinheit auf das Chassis setzen, mit der der Straßenfertiger sofort weiterarbeiten kann. Die hinter dem Führerstand auf dem Chassis angeordnete Baueinheit führt ferner zu dem Vorteil einer besseren Sicht auf den Vorderteil und Gutbehälter des Straßenfertigers vom Führerstand aus, und zu einer verringerten Lärm- und Abgasbelastung des Fahrzeugführers. Dazu kommt, daß der Führerstand wesentlich tieferliegt als bisher, was Transportprobleme wegen der Bauhöhe beseitigt. Die abgenommene Baueinheit kann ferner als Stromversorgungsaggregat an der Baustelle oder an jedem beliebigen Ort benutzt werden. Für schwerwiegende Reparaturarbeiten, die an der Baustelle nicht ausführbar sind, läßt sich die Baueinheit abtransportieren, während der Straßenfertiger an Ort und Stelle verbleibt oder mit einer Austausch-Baueinheit weiter betrieben wird. Bei Einbauarbeiten in einem Tunnel oder auf einer überdachten Baustelle oder auf einer Baustelle innerhalb eines Gebäudes läßt sich die abgenommene Baueinheit an einer weniger störenden Stelle des Tunnels oder außerhalb des Tunnels bzw. außerhalb des Gebäudes aufstellen und mit dem Straßenfertiger durch Kabel verbinden, der dann mit erheblich reduzierter Geräuschentwicklung und ohne Abgase fernversorgt arbeitet.

    [0006] Es ist zwar aus dem Prospekt "SENTORE 21, KE1137A IBeBh, der Firma NIIGATA ENGINEERING CO. LTD., Tokio, JP, ein Straßenfertiger bekannt, bei dem der Führerstand in einer geschlossenen Kabine hinter dem Gutbehälter auf dem Chassis angeordnet ist. Jedoch wird der Straßenfertiger mit hydrostatischen Antrieben seiner Funktionskomponenten betrieben, die auf herkömmliche Weise vom Primärantriebsaggregat mit hydraulischer Antriebsenergie oder über Getriebe mit mechanischer Antriebsenergie versorgt werden. Das Primärantriebsaggregat ragt von hinten wit nach vorne in die Fahrerkabine. Das Primärantriebsaggregat ist nur nach weitgehender Demontage des Fertigeraufbaus ausbaubar.

    [0007] Eine besonders zweckmäßige Ausführungsform geht aus Anspruch 2 hervor. Durch die Fahrerkabine wird der Fahrzeugführer weitgehend vor Motorenlärm und Vibrationen sowie gegen die Abgase geschützt. Er hat einen humanen Arbeitsplatz in der geschlossenen Fahrerkabine, in der ein angenehmes Arbeitsklima einstellbar ist. Der Fahrzeugführer braucht nicht über das Primärantriebsaggregat hinweg nach vorne zu blicken, was eine tiefe Lage der Kabine ermöglicht. Selbst bei einer stabilen Kabine wird die zulässige Transporthöhe nicht überschritten. Durch die ganz nach vorne gesetzte Fahrerkabine wird viel Einbauraum für die Baueinheit hinter der Fahrerkabine gewonnen. Es ergibt sich eine brauchbare Schwerpunktlage für das Primärantriebsaggregat.

    [0008] Zweckmäßig ist ferner die Ausführungsform gemäß Anspruch 3, bei der der vergrößerte Einbauraum auch zum Unterbringen der Frequenzumrichter benutzt wird.

    [0009] Bei der Ausbildung gemäß Anspruch 4 bleiben die Frequenzumrichter bei Abnahme der Baueinheit auf dem Chassis.

    [0010] Bei der Ausbildung gemäß Anspruch 5 sind die Frequenzumrichter in die Baueinheit eingegliedert und mit dieser vom Chassis abnehmbar.

    [0011] Bei der Ausbildung gemäß Anspruch 6 ist die Baueinheit für den Betrieb des Straßenfertigers fest mit dem Chassis verbunden und trotzdem rasch abnehmbar bzw. rasch wieder aufsetzbar.

    [0012] Bei der Ausbildung gemäß Anspruch 7 werden durch den Quereinbau eine günstige Schwerpunktlage erreicht und Einbauraum in Längsrichtung gespart.

    [0013] Die Lärmbelästigung für die Umwelt und auch für den Fahrzeugführer ist bei der Ausbildung gemäß Anspruch 8 reduziert.

    [0014] Bei der Ausführungsform gemäß Anspruch 9 läßt sich die abgenommene Baueinheit getrennt vom Straßenfertiger betreiben, einerseits um den über eine Kabelverbindung angeschlossenen Straßenfertiger zu versorgen, andererseits um elektrische Energie für andere Zwecke zu erzeugen und zu liefern.

    [0015] Eine besonders zweckmäßige Ausführungsform geht aus Anspruch 10 hervor. Nach Abnahme der Baueinheit wird eine Kabeltrommel aufgesetzt, die mit dem wenigstens einen Versorgungskabel die elektrische Antriebsenergie für den Straßenfertiger bei dessen Arbeitsfahrt vom entfernt aufgestellten Primärantriebsaggregat überträgt. Gegebenenfalls wird anstelle einer aufgesetzten Kabeltrommel nur das Versorgungskabel angeschlossen, das der Straßenfertiger nachschleppt.

    [0016] Bei der Ausführungsform gemäß Anspruch 11 kann die abgenommene Baueinheit getrennt vom Straßenfertiger als Stromaggregat zum Ausleuchten einer Baustelle oder für andere Zwecke benutzt werden.

    [0017] Gemäß Anspruch 12 ist die Handhabung beim Aufsetzen und Abnehmen der Baueinheit vereinfacht.

    [0018] Damit sich die Abnahme und das Aufsetzen der Baueinheit mit möglichst geringem Zeitverlust durchführen läßt, sind die Merkmale von Anspruch 13 vorteilhaft.

    [0019] Um beim Abnehmen oder Aufsetzen der Baueinheit genügend Platz zu haben, und auch für allgemeine Wartungsarbeiten, bei denen Zugang von der Seite der Fahrerkabine her am Primärantriebsaggregat und/oder im Chassis benötigt wird, ist die Ausführungsform gemäß Anspruch 14 zweckmäßig.

    [0020] Anhand der Zeichnung werden Ausführungsformen des Neuerungsgegenstandes erläutert. Es zeigen:
    Fig. 1
    eine schematische Seitenansicht eines elektrischen Straßenfertigers, und
    Fig. 2
    eine schematische Seitenansicht einer Baustelle.


    [0021] Ein elektrischer Straßenfertiger F weist an einem Chassis 1 ein Fahrwerk (Raupenfahrwerk 2 oder Räderfahrwerk 2') auf. Am Chassis 1 sind in Arbeitsfahrtrichtung A vorne ein Gutbehälter 9 und hinten eine Querverteileinrichtung 7 angeordnet. Direkt hinter dem Gutbehälter 9 befindet sich auf dem Chassis 1 eine geschlossene Fahrerkabine 12, in der ein Führerstand 11 mit Betriebsüberwachungs- und Steuereinrichtungen angeordnet ist. Hinter der Fahrerkabine 12 sind ein Primärantriebsaggregat, bestehend aus einem Verbrennungsmotor 13 und einem, gegebenenfalls über ein Zwischengetriebe, angeschlossenen Drehstromgenerator 14, sowie dahinter oder daneben Frequenzumrichter 15 vorgesehen. Das Primärantriebsaggregat ist in einem Kapselgehäuse 16 untergebracht und ist als eigenständige Baueinheit B vom Chassis 1 abnehmbar angeordnet. Gegebenenfalls umfaßt die eigenständige Baueinheit B' auch die Frequenzumrichter 15.

    [0022] Das Primärantriebsaggregat ist über eine elektrische Hauptleitung 27 mit den Frequenzumrichtern 15 verbunden, die ihrerseits mit mehreren elektrisch betreibbaren Sekundärantrieben im Straßenfertiger über Leitungen 29 verbunden sind. Sind die Frequenzumrichter 15 nicht Teil der Baueinheit B, dann ist eine Kupplung 28 zum Trennen der Baueinheit B von den Frequenzumrichtern 15 vorgesehen. Sind hingegen die Frequenzumrichter 15 Teil der Baueinheit B', dann sind in den Leitungen 29 nicht dargestellte, lösbare Kupplungen vorgesehen. Mit dem Primärantriebsaggregat verbundene Betriebssteuer- und Überwachungseinrichtungen im Führerstand 11 sind über Verbindungsglieder oder Leitungen 34 und einer lösbaren Kupplung mit dem Primärantriebsaggregat verbunden. Befestigungselemente 25 bzw. 26 dienen zum Festlegen der Baueinheit B bzw. des Primärantriebsaggregats auf dem Chassis. Das Primärantriebsaggregat ist quer eingebaut.

    [0023] Am Chassis 1 sind seitliche Ausleger 17 angelenkt, an denen der Straßenfertiger eine Bohle B (Einbaubohle oder Aufrauhbohle oder ein anderes Arbeitsgerät) schleppt. Zwischen dem Gutbehälter 9 und der Querverteileinrichtung 7 verläuft im Chassis 1 ein Längsförderer für das Gut aus dem Gutbehälter 9. Gegebenenfalls ist zwischen dem Gutbehälter 9 und der Fahrerkabine 12 ein Gutbehälter für eine Sprühlösung vorgesehen.

    [0024] Zumindest die wichtigsten, d.h. leistungsstärksten, Funktionskomponenten des Straßenfertigers F, weisen Sekundärantriebe auf, die mit elektrischer Antriebsleistung vom Primärantriebsaggregat betreibbar sind. Im dargestellten Straßenfertiger F sind folgende, nicht ausschließlich, sondern beispielsweise aufgezählten Sekundärantriebe vorgesehen: Ein elektromechanischer Antrieb 4 für das Fahrwerk 2 oder 2', ein elektromechanischer Lenkantrieb 3 (für lenkbare Räder des Räderfahrwerks 2'); ein elektromechanischer Antrieb 6 für den Längsförderer 5; ein elektromechanischer Antrieb 8 für die Querverteileinrichtung 7; elektromechanische Stelltriebe 10 für Wandteile des Gutbehälters 9; elektromechanische Stelltriebe 19 zur Einstellung der Bohle B; elektromechanische Stelltriebe 33 zum Bewegen der Fahrerkabine 12; elektromechanische Antriebe oder eine elektrische Heizung 20 in oder an der Bohle B. Elektromechanisch bedeutet dabei auch elektro-hydraulisch-mechanisch, so wie dies beispielsweise aus G 92 10 367 von dort gezeigten hydraulischen Arbeitsaggregaten bekannt ist.

    [0025] Zwischen dem Gutbehälter und der Fahrerkabine kann zur Trennung ein Querrahmen 21 vorgesehen sein, der Scheinwerfer 22 enthält. Eine Frontscheibe 25 der Fahrerkabine 12 liegt mit ihrem unteren Rand unmittelbar oberhalb einer Rückwand 9a des Gutbehälters 9. In den Wänden der Fahrerkabine 12 sind zweckmäßigerweise Schall- und Vibrationsschutzmaßnahmen vorgesehen. In ähnlicher Weise ist auch das Kapselgehäuse 16 schallund vibrationsgedämpft ausgebildet. Die hintere Wand des Kapselgehäuses 16 schließt in etwa mit dem hinteren Ende des Chassis 1 ab.

    [0026] Die Fahrerkabine 12 ist - um für Wartungs- oder Reparaturarbeiten und zum Abheben bzw. Aufsetzen der Baueinheit B bzw. B' freien und raschen Zugang zu haben - anhebbar oder abklappbar auf dem Chassis angeordnet. Verriegelungen 32 lassen sich zum Bewegen der Fahrerkabine 12 lösen. Zum Anheben oder Wegklappen dient beispielsweise ein Stellantrieb 33.

    [0027] An der Baueinheit B bzw. am Primärantriebsaggregat sind Anschlußteile 23 bzw. 24 für ein Hebezeug vorgesehen.

    [0028] In der Baueinheit B bzw. B' sind zweckmäßigerweise auch der Kraftstofftank sowie die Starterbatterie des Verbrennungsmotors und gegebenenfalls eigenständige Betriebs- und Steuereinrichtungen für das Primärantriebsaggregat enthalten.

    [0029] Die Baueinheit B bzw. B' läßt sich nach Lösen der Befestigungselemente 25, 26 abnehmen, z.B. zu Wartungsoder Reparaturarbeiten am Aggregat, für Wartungs- oder Reparaturarbeiten im Chassis, oder um anstelle der Baueinheit B gemäß Fig. 2 eine Kabeltrommel 30 mit einem Versorgungskabel 31 aufzusetzen, das an die Frequenzumrichter 15 angeschlossen wird und mit der getrennt vom Straßenfertiger F aufgestellten Baueinheit B verbunden ist. Bei Arbeiten in einem Tunnel T gemäß Fig. 2 läßt sich der Straßenfertiger dann mit deutlich reduzierter Lärmbelästigung und ohne die Abgase des Verbrennungsmotors betreiben. Die Kabeltrommel 30 könnte aber auch bei der abgestellten Baueinheit B stehen. Der Straßenfertiger F schleppt dann das an die Frequenzumrichter 15 angeschlossene Versorgungskabel 31 nach. Bei fälliger Wartung oder Reparatur wird die Baueinheit B bzw. B' abgenommen und durch eine gleichartige ersetzt, um Stillstandszeiten des Straßenfertigers zu vermeiden. Die abgenommene Baueinheit B oder B' könnte ferner als Stromversorgungsaggregat für eine Baustelle S benutzt werden, um die elektrische Energie für die Beleuchtung und für den Betrieb anderer Gerätschaften oder Einrichtungen auf der Baustelle zu liefern. Die Baueinheit B bzw. B' läßt sich auch zum Transport des Straßenfertigers abnehmen, um das Transportgewicht zu verringern.


    Ansprüche

    1. Straßenfertiger (F) mit elektrischen Antrieben für Funktionskomponenten, mit einem aus Verbrennungsmotor und Drehstromgenerator gebildeten Primärantriebsaggregat (13, 14;, 15) für die elektrischen Antriebe (4, 6, 10, 19, 20, 33), und mit einem ein Fahrwerk (2, 2') aufweisenden Chassis (1), an dem in Arbeitsfahrtrichtung vorne ein Gutbehälter (9) und hinten eine Querverteileinrichtung (7) vorgesehen sind, zwischen denen auf dem Chassis das Primärantriebsaggregat (13, 14; 15) und ein Führerstand (11) angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß das Primärantriebsaggregat (13, 14; 15) eine eigenständige Baueinheit (B, B') bildet, die in Arbeitsfahrtrichtung (A) hinter dem Führerstand (11) und abnehmbar angeordnet ist.
     
    2. Straßenferiger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Führerstand (11) in einer geschlossenen Fahrerkabine (12) auf dem an den Gutbehälter (9) angrenzenden Vorderende des Chassis (1) vorgesehen ist.
     
    3. Straßenfertiger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Primärantriebsaggregat (13, 14) elektrisch mit Frequenzumrichtern (15) für die als Asynchronmotoren ausgebildeten Antriebe ( 4, 6, 10, 19, 20, 33) verbunden ist, und daß die Frequenzumrichter (15) hinter oder neben dem Primärantriebsaggregat (13, 14) auf dem Chassis (1) angeordnet und elektrisch mit den Antrieben verbunden sind.
     
    4. Straßenfertiger nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Frequenzumrichter (15) über eine lösbare Kupplung (28) mit dem Primärantriebsaggregat (13, 14) verbunden und fest am Chassis (1) angebracht sind.
     
    5. Straßenfertiger nach Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet, daß die Frequenzumrichter (15) in die Baueinheit (B') eingegliedert und über lösbare Kupplungen mit den Antrieben verbunden sind.
     
    6. Straßenfertiger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am Chassis (1) und an der Baueinheit (B. B') zur Zusammenwirkung bringbare, lösbare Befestigungselemente (25, 26) vorgesehen sind.
     
    7. Straßenfertiger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Primärantriebsaggregat (13, 14) in der Baueinheit (B, B') quer zur Arbeitsfahrtrichtung (A) angeordnet ist, vorzugsweise mit querliegender Kurbelwellenachse des Verbrennungsmotors (13) und querliegender Achse des Drehstromgenerators (14).
     
    8. Straßenfertiger nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Primärantriebsaggregat (13, 14) in der Baueinheit von einem, vorzugsweise abnehmbaren oder zerlegbaren, Kapselgehäuse (16) umschlossen ist.
     
    9. Straßenfertiger nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Brennstofftank und eine Starterbatterie des Verbrennungsmotors (13) in der Baueinheit (B, B') enthalten sind.
     
    10. Straßenfertiger nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 89 dadurch gekennzeichnet, daß anstelle der abgenommenen Baueinheit (B) eine Kabeltrommel (30) mit abspulbarem und an die Frequenzumrichter (15) anschließbarem Versorgungskabel (31) für die elektrischen Antriebe auf das Chassis (1) aufsetz- und festlegbar ist.
     
    11. Straßenfertiger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Baueinheit (B, B') als eigenständiges vom Straßenfertiger getrennt betreibbares Drehstrom-Versorgungsaggregat ausgebildet ist.
     
    12. Straßenfertiger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Baueinheit (B, B') Anschlüsse (23, 24) für ein Hebezeug aufweist.
     
    13. Straßenfertiger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der Fahrerkabine (12) Steuer- und Überwachungseinrichtungen für das Primärantriebsaggregat (13, 14) vorgesehen sind, die trennbar (35) mit dem Primärantriebsaggregat (13, 14) verbunden sind.
     
    14. Straßenfertiger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fahrerkabine (12) anhebbar oder kippbar am Chassis (1) angebracht ist.
     




    Zeichnung










    Recherchenbericht