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(11) |
EP 0 164 602 B2 |
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NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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28.12.1994 Patentblatt 1994/52 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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20.09.1989 Patentblatt 1989/38 |
| (22) |
Anmeldetag: 15.05.1985 |
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| (54) |
Einrichtung zum Regeln des Druckes und der Fördermenge einer verstellbaren Pumpe
Device for regulating the pressure and the capacity of a variable-capacity pump
Dispositif pour le réglage de la pression et du débit d'une pompe réglable
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT DE FR GB IT |
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Priorität: |
14.06.1984 DE 3422089
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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18.12.1985 Patentblatt 1985/51 |
| (73) |
Patentinhaber: ROBERT BOSCH GMBH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- Palm, Volker, Dipl.-Ing.
D-7147 Nussdorf (DE)
- Pfuhl, Berthold
D-7145 Markgröningen (DE)
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 335 758 FR-A- 2 458 840
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DE-C- 3 119 095 FR-A- 2 494 784
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- Druckschrift der Fa. Moog GmbH, Böblingen, "P-Q-Proportionalventil" Baureihe D648-1
- "Einführung in die elektronische Regelungstechnik", F. Fröhr, F. Orttenburger, 4.
Auflage, 1976, Siemens AG, S. 176-179
- Druckschrift der Fa. Moog GmbH, Böblingen, "P-Q-Proportionalventile" Baureihe D648
4.83
- "Grundriss der praktischen Regelungstechnik" E. Samal, 13. Auflage, 1983, R. Oldenbourg
Verlag München, Seiten 204-212
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Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einer Einrichtung nach der Gattung (DE 31 19 095 C2) des
Anspruchs 1. Bei derartigen bekannten Einrichtungen ist üblicherweise für die Regelung
des Druckes und der Fördermenge in Verbindung mit entsprechenden Istwertaufnehmern
für jede Proteßphase ein angepaßter Regler erforderlich. Die verwendeten Regler werden
jeweils umgeschaltet oder arbeiten als Begrenzerschaltung mit automatischem Übergang
von Geschwindigkeits- in Druckregelung. Wird eine derartige Einrichtung bzw. Pumpe
zur Steuerung von Spritzgießmaschinen verwendet, so tritt bei einem zuletzt genannten
Regler das Problem auf, daß während der Geschwindigkeitsphase des Druckzylinders der
Druckregler in die Stellgrenzen läuft und somit ein optimaler Übergang von Geschwindigkeits-
in Druckregelung nicht möglich ist.
[0002] Weiterhin ist eine Einrichtung zum Regeln des Druckes und der Fördermenge einer verstellbaren
Pumpe bekanntgeworden, in der ein elektrisches Steuerungssystem vorgesehen ist, das
einen mit dem Stellglied der Pumpe gekoppelten Sensor umfaßt, ferner einen Sollstromvorgeber
zum Erzeugen eines den Sollwert für den Förderstrom der Pumpe anzeigenden Sollstromsignals,
ferner eine Einrichtung zum Kombinieren des Sollstromsignals und des Positionssignals
zu einem resultierenden Signal, das eine Sollstellung für das Stellglied angibt, sowie
einen Signalumsetzer zum Umsetzen des resultierenden Signals in ein dazu proportionales
Druckmittel-Drucksignal, mit dem der Stellantrieb beaufschlagt wird. (FR-A-24 58 840).
[0003] Es ist Aufgabe der Erfindung eine Einrichtung zum Regeln des Druckes und der Fördermenge
einer verstellbaren Pumpe nach der Gattung des Anspruchs 1 zu schaffen, mit der es
möglich ist, die Menge bzw. den Druck einer verstellbaren Pumpe entsprechend einer
Sollwertvorgabe so einzustellen, daß der Übergang von einer Mengen- zur Druckregelung
verbessert wird, wobei durch einen Istwertvorhalt eine gute Dämpfung und ein gutes
Einschwingverhalten erreicht wird.
[0004] Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe ist durch die kennzeichnenden Merkmale
des Anspruchs 1 definiert.
[0005] Durch die in den abhängigen Ansprüchen aufgeführten Maßnahmen sind Weiterbildungen
der im Anspruch 1 angegebenen Merkmale möglich.
Zeichnung
[0006] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und in der
nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Die Zeichnung zeigt eine Regeleinrichtung
für eine verstellbare Pumpe in schematischer Darstellung.
Beschreibung des Ausführungsbeispieles
[0007] In der Zeichnung ist mit 10 eine verstellbare Pumpe bezeichnet, die über eine Saugleitung
11 Druckmittel aus einem Behälter 12 ansaugt und dieses in eine Förderleitung 13 verdrängt.
Die Förderleitung 13 führt zu einem Arbeitszylinder 14; in ihr ist ein Wegeventil
15 (Steuerventil) mit drei Schaltstellungen mit stetigem Übergang angeordnet, z. B.
ein elektromagnetisch betätigbares Proportionalventil.
[0008] Das die Fördermenge der Pumpe 10 bestimmende Stellglied 16 z. B. die Schrägscheibe
einer Axialkolbenpumpe - wird mit Hilfe zweier einander entgegenwirkender Stellkolben
17, 18 mit ungleich großen Flächen eingestellt Der Stellkolben 18 wird über eine Leitung
19 beaufschlagt, welche von der Förderleitung 13 ausgeht, und zwar von einer Stelle,
die stromabwärts des Wegeventils 15 liegt. Der Stellkolben 17 wird über eine Steuerleitung
20 beaufschlagt, die ebenfalls an die Förderleitung 13 angeschlossen ist, und zwar
an einer Stelle, die zwischen der Pumpe 10 und dem Wegeventil 15 liegt. In der Schaltstellung
11 des Wegeventils 15 sind sämtliche Anschlüsse gesperrt; in seiner Schaltstellung
1 ist der Arbeitszylinder 14 zu einer zum Behälter führenden Rückleitung 22 verbunden,
während in der Schaltstellung 111 Verbindung von der Förderleitung hergestellt ist
zum flächengrößeren Stellkolben 18 und zum Arbeitszylinder 14. Der flächenkleinere
Stellkolben 17 ist stets vom Förderdruck der Pumpe beaufschlagt.
[0009] Das Wegeventil 15 wird durch einen Elektromagneten 23 eingestellt, der über eine
elektrische Leitung 24 mit einem elektronischen Steuergerät 25 verbunden ist, von
dem eine erste elektrische Leitung 26 zu einem elektronischen Mengenbegrenzer 27 führt
und eine zweite elektrische Leitung 28 zu einem Wegaufnehmer 29 des Wegeventils 15.
Der Wegaufnehmer 29 signalisiert laufend die Position des Wegeventils 15 dem elektronischen
Steuergerät 25; dieses wiederum gibt durch ein von der Leitung 26 empfangenes Signal
entsprechend verarbeitete Werte über die Leitung 24 dem Elektromagneten 23 vor, der
das Wegeventil 15 entsprechend einstellt.
[0010] An die Förderleitung 13 ist ein elektrischer Druckgeber 31 angeschlossen, der über
eine elektrische Leitung 32 einem Istwertvorhalt 33 und über eine Leitung 42 den differenzierten
Druck-Istwert zu einem Regelverstärker 35 führt. Von der elektrischen Leitung 32 zweigt
eine elektrische Leitung 34 ab, die ebenfalls zum Regelverstärker 35 führt, dem über
einen Eingang 36 der von der Pumpe zu erzeugende DruckSollwert P eingegeben wird.
Der Mengenbegrenzer27 hat eine 3 Eingabe 37, über die ihm die von der Pumpe bereitzustellende
Fördermenge eingegeben wird; er begrenzt gleichzeitig deren maximale Fördermenge.
Weiterhin ist in der Regeleinrichtung eine Nachführung 39 vorgesehen, welche den Regelverstärker
35 mit dem Mengenbegrenzer 27 in Wirkverbindung bringt. In den einzelnen Einheiten
33, 35, 27 und 39 sind diverse Verstärker, Widerstände und Kondensatoren enthalten,
auf deren Wirkungsweise im einzelnen nicht eingegangen ist, da dies nicht zum besseren
Verständnis der Erfindung beiträgt Erwähnt sei lediglich eine Diode 40 im Istwertvorhalt
33, auf deren Funktion weiter unten eingegangen ist.
[0011] Der Arbeitszylinder 14 ist einfach wirkend ausgebildet und stellt im Ausführungsbeispiel
den Druckzylinder einer Spritzgießmaschine dar. Dabei ist der Geschwindigkeits- und
Druckverlauf am Arbeitszylinder 14 von Bedeutung. Unter Geschwindigkeitsverlauf ist
dabei auf die Vorschubbewegung des Kolbens Bezug genommen. Die Aufgabe des Wegeventils
15 ist es, die Fördermenge bzw. den Förderdruck der Pumpe entsprechend den obengenannten
Sollwertvorgaben einzustellen. Solange der Mengenbegrenzer27 nicht wirksam ist, setzt
sich die Sollwertmenge M unverändert durch. Das elektronische Steuergerät wird mit
diesem Wert angesteuert und das Wegeventil entsprechend des Sollwerts positioniert.
Wenn der Stellkolben 18 über die Steuerleitung 19 mit der Förderleitung 13 vor dem
Wegeventil verbunden ist, überwiegt die Kraft an diesem - da seine Fläche größer ist
- so daß die Kraft am Kolben 17 überwunden wird und die Pumpe 10 auf größere Fördermenge
eingestellt wird. Über diesen Stellkolben wird eine konstante Druckdifferenz und-
somit eine dem Sollwert proportionale Mengenverstellung der Pumpe erreicht.
[0012] Am Regelverstärker 35 werden Drucksoll- und Istwertverglichen, und nach entsprechenderVerstärkung
wirkt dieses Signal auf den Mengenbegrenzer 27 und korrigiert dem Sollwert der Fördermenge
so lange, bis der am Druckgeber 31 festgestellte Istwert dem an der Eingabe 36 eingegebenen
Drucksollwert entspricht
[0013] Um auch bei kleinen Differenzen zwischen Drucksoll- und Istwert noch die eingestellte
Menge zu erreichen, ist es notwendig, im Regelverstärker 35 eine hohe statische Verstärkung
zu erreichen. Da dies nicht mit reiner proportionaler Verstärkung möglich ist, weist
dieser ein integrales Verhalten auf. Dieses führt dazu, daß der Regler bei Soll-Istdifferenz
in die Stellgrenze läuft. Durch die Nachführung 39 des Regelverstärkers 35 wird erreicht,
daß dessen Stellgröße nicht größer als der Sollwert « Fördermenge » werden kann und
somit bei Gleichheit von Drucksoll-und Druckistwert der Regler unverzüglich die Mengenvorgabe
zurücknimmt.
[0014] Durch den Istwertvorhalt 33 wird eine zusätzliche Dämpfung und damit ein besseres
Einschwingverhalten des Drukkes erreicht. Mit dem Widerstand 41 und der Diode 40 läßt
sich die Dämpfung richtungsabhängig einstellen; somit kann diese dem unterschiedlichen
Verhalten der Regelstrecke optimal angepaßt werden. Damit werden erhebliche Verbesserungen
gegenüber bisherigen Einrichtungen erreicht.
[0015] Anstelle der zwei Stellkolben 17, 18 ist es auch möglich, nur einen Stellkolben vorzusehen
und als Gegenkraft eine Feder einzusetzen. Solche Stellvorrichtungen sind hinlänglich
bekannt und nicht erfindungswesentlich.
1. Einrichtung zum Regeln des Druckes und der Fördermenge einer verstellbaren Pumpe
(10), deren Stellglied (16) mit Hilfe eines über ein Steuerventil (15) angesteuerten,
druckbeaufschlagten Kolbens (18) einstellbar ist, wodurch eine konstante Druckdifferenz
über dem Steuerventil (15) erreicht wird und mit einer elektrischen Steuereinrichtung
für die Fördermengen- und Druckregelung der Pumpe, wobei der Druck-Istwert durch einen
an die Förderleitung (13) der Pumpe angeschlossenen Druckgeber (31) ermittelt wird,
dadurch gekennzeichnet, daß der in der Förderleitung (13) herrschende Druck-Istwert
(31) als elektrisches Signal parallel zu einem Druck-Istwertvorhalt (33) einem elektrischen
Regelverstärker (35) eingespeist wird, dem auch der Druck-Sollwert (P) eingegeben
wird, daß der Fördermengen-Sollwert (M) einem Mengenbegrenzer (27) eingegeben wird,
der über eine elektronische Lageregelung (25) das Steuerventil (15) einstellt, dessen
der Fördermenge entsprechende Position als elektrisches Signal (29) ebenfalls der
elektronischen Lageregelung (25) eingegeben wird und daß im Regelverstärker (35) Drucksoll-
und Druck-Istwert unter Berücksichtigung des Druck-Istwertvorhaltes verglichen und
dessen Stellgröße dem Mengenbegrenzer (27) übermittelt wird und die Ausgangsgröße
(26) des Mengenbegrenzers (27) so lange korrigiert wird, bis der Mengenbegrenzer durch
entsprechende Einstellung der Fördermenge den Druck-Sollwert hergestellt hat und daß
die Stellgröße des Regelverstärkers (35) durch eine zwischen diesen und den Mengenbegrenzer(27)
geschaltete Nachführung (39) nicht größer werden kann, als der Sollwert der Fördermenge.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Istwertvorhalt (33)
eine durch eine Diode (40) und Widerstände (41) gebildete richtungsabhängige Dämpfung
einstellt.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stellung des
Steuerventils (15) und damit der Istwert der Fördermenge durch einen mit dem Steuerventil
verbundenen Weggeber (29) ermittelt wird.
1. Device for regulating the pressure and the capacity of a variable-capacity pump
(10), the final control element (16) of which is adjustable by means of a pressure-stressed
piston (18) controlled through a control valve (15), whereby a constant pressure difference
is achieved through the control valve (15), and having an electrical control device
to regulate the capacity and the pressure of the pump, the actual pressure value being
determined by a pressure transducer (31) connected to the delivery pipe (13) of the
pump, characterized in that the actual pressure value (31) prevailing in the delivery
pipe (13) is fed as an electrical signal parallel is also fed, to an actual pressure
value lead (33) to an electrical regulating amplifier (35), to which the desired pressure
value (P), in that the desired capacity value (M) is fed to a capacity limiter (27)
which, through an electronic position control (25), adjusts the control valve (15),
the position of which corresponding to the capacity is likewise fed as an electrical
signal (29) to the electronic position control (25), and in that desired pressure
value and actual pressure value are compared in the regulating amplifier (35), taking
into account the actual pressure value lead, and its actuating variable is conveyed
to the capacity limiter (27) and the output variable (26) of the capacity limiter
(27) is corrected until the capacity limiter has established the desired pressure
value by corresponding adjustment of the capacity, and in that the actuating variable
of the regulating amplifier (35), due to a follow-up unit (39) connected between the
latter and the capacity limiter (27), cannot be greater than the desired value of
the capacity.
2. Device according to Claim 1, characterized in that an actual value lead unit (33)
adjusts a directional damping means formed by a diode (40) and resistors (41).
3. Device according to Claim 1 or 2, characterized in that the position of the control
valve (15), and therefore the actual value of the capacity, is determined by a position
sensor (29) connected to the control valve.
1. Installation de réglage de la pression et du débit d'une pompe réglable (10) dont
l'organe de réglage (16) se règle par l'intermédiaire d'un piston (18) soumis à l'action
d'une pression sur commande d'une soupape de commande (15) la soupape de commande
établissant une différence de pression constante ainsi que d'une installation de commande
électrique pour la régulation du débit et de la pression de la pompe, la valeur réelle
de la pression étant déterminée par un capteur de pression raccordé à la conduite
de transfert (13) de la pompe, caractérisée en ce que la valeur réelle de la pression
(31) régnant dans la conduite de transfert (13) est introduite comme signal électrique
avec une réserve de valeur réelle de pression (33) dans un amplificateur électrique
de réglage (35) qui reçoit également la valeur de consigne de la pression (P), en
ce que la valeur de consigne du débit (M) est introduite dans un limiteur de débit
(27) qui règle la soupape de commande (15) par l'intermédiaire d'un moyen électronique
de réglage de position (25), dont la position qui correspond au débit est introduite
comme signal électrique (29) également dans le moyen électrique de réglage de position
(25) et en ce que l'amplificateur de réglage (35) compare la valeur de consigne et
la valeur réelle de la pression en tenant compte de la réserve de valeur réelle de
pression pour transmettre le signal de comparaison au limiteur de débit (27) et de
le corriger jusqu'à ce que celui-ci réalise la valeur de consigne de la pression par
un réglage correspondant du débit et en ce que la grandeur de réglage de l'amplificateur
de réglage (35) ne peut dépasser une valeur inférieure à celle de la valeur de consigne
du débit par un asservissement (39) prévu entre cet amplificateur et le limiteur de
débit (27).
2. Installation selon la revendication 1, caractérisée par une réserve de valeur réelle
(33) réglée par un amortissement directionnel formé par une diode (40) et une résistance
(41).
3. Installation selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisée en ce que la position
de la soupape de commande (15) et ainsi la valeur réelle du débit se déterminent par
un capteur de course (29) relié à la soupape de commande.
