| (19) |
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(11) |
EP 0 418 929 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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28.12.1994 Patentblatt 1994/52 |
| (22) |
Anmeldetag: 21.09.1990 |
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| (54) |
Saugaggregat
Suction device
Dispositif d'aspiration
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE ES FR GB GR IT LI NL |
| (30) |
Priorität: |
21.09.1989 DE 8911278 U
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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27.03.1991 Patentblatt 1991/13 |
| (73) |
Patentinhaber: Sohler, Manfred |
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D-88239 Wangen (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Sohler, Manfred
D-88239 Wangen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Patentanwälte
Dipl.-Ing. R. Splanemann
Dr. B. Reitzner
Dipl.-Ing. K. Baronetzky |
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Tal 13 80331 München 80331 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 419 188 US-A- 3 412 545
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DE-A- 3 527 656
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN, Band 12, Nr. 270 (C-515)[3117], 27. Juli 1988;& JP-A-63
050 537 (TOYOTA AUTOM. LOOM WORKS) 03-03-1988
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN, Band 11, Nr. 18 (C-398)[2465], 17. Januar 1987;& JP-A-61
194 229 (NIPPON SPINDLE MFG. CO.) 28-08-1986
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein mit zwei Gebläsen ausgestattetes Saugaggregat, gemäß dem
Oberbegriff von Anspruch 1.
[0002] Bei der Reinigung von Textilmaschinen sind mit zwei Gebläsen ausgestattete Saugaggregate
bekannt geworden, die verschiedene Vorteile hinsichtlich der Flexibilität der zur
Verfügung stehenden Saug- bzw. Blasleistung aufweisen. Beispielsweise ist es bekannt
geworden, zwei gleichartige Gebläse mit getrennten Saugkreisen und je getrennten Filtereinrichtungen
vorzusehen, die wechselseitig einschaltbar sind. Diese Lösung bietet den Vorteil,
daß mit kontinuierlicher Reinigungskraft gearbeitet werden kann, wenn abwechselnd
das je geeignete Gebläse eingeschaltet ist und das andere Gebläse entweder abgeschaltet
ist oder, unmittelbar nach Abschluß des zugehörigen Saugzyklus, im Reinigungsbetrieb
gefahren wird, so daß der Faserflug, der sich in der zugehörigen Filtereinrichtung
angesammelt hatte, in vergleichsweise kurzen Zeitabständen entfernt werden kann. Eine
stets gut gereinigte Filtereinrichtung bietet aber den Vorteil, daß eine große Saugleistung
im Verhältnis zum eingesetzten Energieaufwand zur Verfügung steht.
[0003] Ferner ist es auch bereits vorgeschlagen worden, ein Gebläse mit hohem Differenzdruck
und geringem Fördervolumen und ein weiteres Gebläse mit niedrigem Differenzdruck und
großem Fördervolumen zu verwenden.
[0004] Ein derartiges, gattungsgemäßes Saugaggregat bietet die Möglichkeit, gezielt an Stellen
größerer Verschmutzung eine erhöhte Reinigungswirkung bereitzustellen und im übrigen
mit dem Niederdruckgebläse Faserflugmengen großvolumig abzusaugen.
[0005] Ein besonderes Problem tritt bei der Absaugung von zu fettenden Maschinenteilen,
wie Streckwerkswalzen, auf. Der Faserflug neigt dazu, sich an den etwas überfetteten
Stellen abzusetzen und dort recht stark zu haften. In diesen Bereichen ist hierdurch
die Störanfälligkeit der Textilmaschine erheblich vergrößert, so daß es wünschenswert
wäre, gerade die verschmutzungsgefährdeten Teile besonders gut zu reinigen.
[0006] Es ist auch bereits vorgeschlagen worden, den recht fettigen Faserflug mit Hilfe
von Schiebern und mechanischen Mitteln abzustreifen. Hierdurch wird jedoch der fettige
Faserflug noch komprimiert und haftet dann sogar noch stärker.
[0007] Demgegenüber ist es Aufgabe der Erfindung, ein Saugaggregat gemäß dem Oberbegriff
von Anspruch 1 zu schaffen, das für die Reinigung auch sehr unterschiedlich stark
verunreinigter Stellen einer Textilmaschine geeignet ist, in einem schnellen Reinigungszyklus
arbeiten kann und dessen Störanfälligkeit vermindert ist.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen
ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0009] Ein besonders günstiger Effekt ergibt sich bei der Kombination der Streckwalzenabsaugung
im Hochdruckbereich mit der Absaugung des sonstigen Faserflugs im Niederdruckbereich.
[0010] Der relativ fetthaltige Faserflug aus dem Streckwalzenbereich wird praktisch abwechselnd
geschichtet mit dem fettlosen bzw. fettarmen Faserflug aus dem Niederdruckkreis im
Auffangbehälter abgelegt. Hierbei hat es sich als überraschend besonders günstig herausgestellt,
daß eine Vergleichmäßigung des Fettgehalts über die fettlosen und fetthaltigen Schichten
im Auffangbehälter automatisch auftritt, so daß der Faserflug praktisch automatisch
auf den gewünschten mittleren Fettgehalt eingestellt wird. Ganz leicht fettige Fasern
neigen aber weniger dazu, sich so stark komprimieren zu lassen, daß sie an den Wänden
und am Boden des Auffangbehälters festbacken.
[0011] Je nach Anteil der fetthaltigen Fasern läßt sich zudem eine Wiederverwendung des
gesammelten Faserflugs ermöglichen.
[0012] Dadurch, daß man das mit zwei Gebläsen ausgestattete erfindungsgemäße Saugaggregat
mit einem Hochdruckkreis und einem Niederdruckkreis ausstattet, die insbesondere nacheinander
arbeiten können, ergibt sich zunächst der Vorteil, daß ohne zeitliche Verzögerung
die Textilmaschinenreihe je mit der größtmöglichen Effizienz gereinigt werden kann.
Dies bedeutet praktisch, daß Bereiche wie Streckwalzen oder Wirtelklappen mittels
des Hochdruckkreises gereinigt werden können, während eine Bodenabsaugung kontinuierlich
über den Niederdruckkreis möglich ist.
[0013] Besonders günstig ist es, eine Umschalteinrichtung wie eine Klappe vorzusehen, die
sich im (normalen) Saugbetrieb für jeden Kreis in geschlossenem Zustand befindet,
im Filter-Reinigungsbetrieb sich jedoch je automatisch öffnet. Hiermit wird die Entkopplung
der Reinigung bereitgestellt, wobei es sich durch ein mechanisches Schaltglied, aber
beispielsweise auch durch entsprechende Mikroschalter ohne weiteres vermeiden läßt,
daß beide Kreise zugleich im Filter-Reinigungsbetrieb arbeiten.
[0014] Diese auf den ersten Blick nachteilige Eigenschaft des erfindungsgemäßen Saugaggregats
stellt keinen wirklichen Nachteil dar. Vielmehr beträgt der Anteil des Filter-Reinigungsbetriebs
am Saugbetrieb pro Kreis zeitlich weniger als 10%, so daß die zeitliche Entkopplung
unproblematisch ist. Zum anderen läßt sich das Bereitstellen eines separaten Auffangbehälters
vermeiden. Hierbei ist es besonders günstig, daß die vorhandenen Zentralabsaugungen,
die nicht auf zwei Auffangbehälter ausgelegt sind, weiterverwendet werden können.
[0015] Mit den in den Unteransprüchen angegebenen Ausgestaltungen läßt sich besonders speziellen
Anforderungen Rechnung tragen. Wenn stark fetthaltiger Faserflug abgesaugt wird, ist
es besonders günstig, daß mit den erfindungsgemäßen Klappen ein schlagartiger Umschaltbetrieb
möglich ist. Wenn eine Klappe, beispielsweise eine Rückschlagklappe gemäß Anspruch
8, 9 oder 10, beispielsweise einseitig schwenkbeweglich aufgehängt ist und schlagartig
in die andere Arbeitsstellung gebracht wird, entsteht eine Zentrifugalkraft, die etwaigen,
aufgrund des Fettgehalts noch anhaftenden Faserflug abschleudert. Insbesondere die
den Sauganschluß abdeckende Klappe arbeitet hierbei praktisch im Servobetrieb, so
daß keine besondere mechanische Steuerung erforderlich ist. Bei der schlagartigen
Umschaltung von Saugbetrieb auf Filter-Reinigungsbetrieb durch weitere, hier nicht
im einzelnen erläuterte Klappen entsteht schlagartig an der Klappe anstelle des Unterdrucks
ein Überdruck bzw. anstelle des Überdrucks ein Unterdruck, so daß sie schnell in die
je andere Arbeitsstellung gebracht wird, wodurch die gewünschte Wirkung eintritt.
Eine entsprechende Rückschlagklappe kann sowohl im Hochdruck- als auch im Niederdruckkreis
vorgesehen sein.
[0016] Bei einer Abwandlung gemäß Anspruch 11 ist es vorgesehen, einen stark fetthaltigen
Faserflug einem separaten Hochdruckkreis zuzuführen, so daß praktisch zwei Hochdruckkreise
und ein großvolumiger Niederdruckkreis besteht. Hierzu wird dann saugseitig des Hochdruckgebläses
über einen gesteuerten Wechselschieber eine Umschaltung zwischen dem einem separaten
Auffangbehälter zugeordneten Fett-Hochdruckkreis und dem normalen Hochdruckkreis vorgenommen.
[0017] Diese Abwandlung bietet besondere Vorteile, wenn sowohl eine Wiederverwendung von
sehr fetthaltigem Faserflug als auch von nicht-fettigem Faserflug möglich ist, wobei
entsprechende Maßnahmen zur je separaten Wiederverwendung bzw. Regeneration vorausgesetzt
sind.
[0018] Weitere Einzelheiten, Vorteile und Merkmale sind aus der nachstehenden Beschreibung
mehrerer Ausführungsbeispiele anhand der Zeichnung näher erläutert.
[0019] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematisierte Darstellung einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Saugaggregats;
- Fig. 2
- eine schematisierte Darstellung einer abgewandelten Ausführungsform des Saugaggregats
gemäß Fig. 1;
- Fig. 3
- eine schematisierte Darstellung einer dritten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Saugaggregats; und
- Fig. 4
- eine Schnittdarstellung eines horizontalen Schnitts des Saugaggregats gemäß Fig. 3.
[0020] Ein erfindungsgemäßes Saugaggregat 10 weist einen Hochdruckkreis 14 und einen Niederdruckkreis
12 auf. Jeder der Kreise ist mit einem Gebläse ausgestattet, die in Fig. 1 nicht dargestellt
sind, wobei das Gebläse für den Hochdruckkreis 14 für eine große Druckdifferenz und
ein vergleichsweise geringes Fördervolumen und das Gebläse für den Niederdruckkreis
12 für ein hohes Fördervolumen und eine vergleichsweise geringe Druckdifferenz ausgelegt
ist.
[0021] Der Niederdruckkreis 12 weist einen Saugkanal 16 auf, der sich von einem Sauganschluß
18 über einen Saugraum 20 durch eine Filtereinrichtung 22 zu einem Gebläseanschluß
24 erstreckt, an welchen das Niederdruckgebläse mit seiner Saugseite angeschlossen
ist. Die Filtereinrichtung 22 ist hierbei in einen Filterhalterahmen 26 eingehängt
und wird von unten nach oben durchströmt. Sie ist im oberen Bereich des Saugraums
20 angeordnet, der ebenso wie die Filtereinrichtung 22 einen vergleichsweise großen
Strömungsquerschnitt aufweist. Hierdurch ist in an sich bekannter Weise die Strömungsgeschwindigkeit
des Saugluftstroms stark vermindert, beispielsweise auf ein Zehntel der Strömungsgeschwindigkeit
in dem Sauganschluß 18.
[0022] Die Filtereinrichtung 22, die sich im wesentlichen horizontal erstreckt, ist an ihrer
Saugseite 28 vergleichsweise glatt, so daß sich ansammelnder Faserflug im Reinigungsbetrieb
leicht lösbar ist. Der Sauganschluß 18 weist eine Achse 30 auf, die sich im wesentlichen
horizontal erstreckt und deutlich unterhalb der Filtereinrichtung 22 verläuft. Zwischen
dem Sauganschluß 18 und dem Saugraum 20 ist eine Rückschlagklappe 32 vorgesehen, die
an einem Schwenklager 34 knapp oberhalb des Sauganschlusses schwenkbeweglich gelagert
ist. Die mögliche Schwenkbewegung der Rückschlagklappe 32 wird einerseits durch den
Sauganschluß 18 und andererseits durch eine Prallfläche 36 begrenzt, so daß sich die
Rückschlagklappe 32 von der senkrechten Stellung, in welcher der Sauganschluß 18 im
wesentlichen nicht verschlossen ist, bis zu einer schrägen Stellung von etwas mehr
als 45° erstrecken kann. Die Prallfläche 36 ist vergleichsweise stabil, so daß sie
einen harten Anschlag für die Rückschlagklappe 32 bildet.
[0023] Der aus dem Sauganschluß 18 austretende Saugluftstrom, der mit Faserflug angereichert
ist, wird durch die Prallfläche 36 und die eine Verlängerung der Prallfläche 36 nach
schräg unten bildende Rückschlagklappe 32 nach schräg/unten abgelenkt, so daß sie
zu dem gegenüberliegenden Bereich des Saugraums gelangt. Aufgrund des großen Durchmessers
des Saugraums 20 erfolgt eine Strömungsberuhigung und -vergleichmäßigung, so daß sich
ein großer Teil des mitgeführten Faserflugs am Boden des Saugraums 20 absetzt.
[0024] Der Boden des Saugraums 20 ist seinerseits von einer Reinigungsklappe 38 gebildet,
die an einem weiteren Schwenklager 40 gelagert ist und sich von der horizontalen Stellung,
in welcher sie einen Boden des im wesentlichen dichten Saugraums 20 bildet, in eine
nahezu vertikale Stellung verschwenkbar ist, in welcher der Reinigungsbetrieb möglich
ist.
[0025] Im Saugbetrieb ist die Reinigungsklappe 38 geschlossen, d.h., in der horizontalen
Stellung, in welcher sie einen Boden für den Saugraum 20 bildet.
[0026] Zur Kompensation ihres Gewichts ist sie im Bereich des Schwenklagers 40 mit einer
nicht dargestellten Spiralfeder vorbelastet, die so dimensioniert ist, daß die Reinigungsklappe
38 bei abgeschaltetem Gebläse durch die Wirkung dieser Spiralfeder zumindest knapp
unterhalb der Horizontalstellung gehalten wird.
[0027] Bei Einschaltung des Gebläses für den Niederdruckkreis 12 wird die Reinigungsklappe
38 in die vollständig horizontale Lage gezogen, sofern sie nicht bereits den Saugraum
20 nach unten abdichtet.
[0028] Im Saugbetrieb des Niederdruckkreises 12 wird ferner durch die Wirkung des Niederdruckgebläses
die Rückschlagklappe 32 in die Schrägstellung gezogen, in welcher sie an der Prallfläche
36 anliegt. Eine Mittelstellung zwischen dieser Stellung und der geschlossenen Stellung
(Reinigungsbetrieb) der Rückschlagklappe 32 ist in Fig. 1 gestrichelt angedeutet.
[0029] Durch fortgesetzten Saugbetrieb sammelt sich unten an der Filtereinrichtung 22 ein
nicht dargestellter Filterkuchen an, der den Saugwiderstand vergrößert und die Strömungsgeschwindigkeit
des Niederdruckkreises verringert. Sobald dies festgestellt wird, wird auf Filter-Reinigungsbetrieb
umgeschaltet. Hierzu wird durch nicht dargestellte Klappen der Saugluftstrom aus dem
Gebläseanschluß 24 heraus abgebrochen und ein Blasluftstrom über einen gestrichelt
dargestellten Reinigungsanschluß 42 geleitet, der oberhalb der Filtereinrichtung 22
in den Saugraum 20 mündet. Durch den Blasluftstrom wird in dem Saugraum 20 ein Überdruck
erzeugt, der dazu führt, daß sich die Rückschlagklappe 32 und die Reinigungsklappe
38 je in die andere Stellung bewegen: die Rückschlagklappe 32 wird in die den Sauganschluß
18 abdichtende Stellung geschleudert und die Reinigungsklappe 38 in die nahezu vertikale
Stellung. Durch den Blasluftstrom wird der sich unten an der Filtereinrichtung 22
befindende und dort zunächst anhaftende Filterkuchen abgelöst und gelangt in einen
Auffangbehälter 44, der sich unterhalb des Saugraums befindet. Der Durchmesser des
Auffangbehälters 44 entspricht in etwa dem des Saugraums, so daß dort eine geringe
Strömungsgeschwindigkeit herrscht und der Filterkuchen sich dort endgültig absetzt.
[0030] Der Hochdruckkreis 14 ist mit entsprechenden Elementen versehen, so daß auch dort
ein Saugbetrieb und ein Filter-Reinigungsbetrieb möglich ist. Die einzelnen Konstruktionselemente
des Hochdruckkreises 14 sind den Konstruktionselementen des Niederdruckkreises 12
entsprechend bezeichnet, wobei zur Unterscheidung das jeweilige Bezugszeichen um 100
erhöht ist. Dem Saugkanal 16 des Niederdruckkreises entspricht also ein Saugkanal
116 des Hochdruckkreises usw. Beiden Kreisen ist der Auffangbehälter 44 gemeinsam.
Der Saugbetrieb kann für den Hochdruckkreis 14 und für den Niederdruckkreis 12 voneinander
entkoppelt durchgeführt werden. Jedoch ist gleichzeitiger Filter-Reinigungsbetrieb
des Hochdruckkreises 14 und des Niederdruckkreises 12 tunlichst zu vermeiden. Ferner
sind die Kreise 12 und 14 über ein gemeinsames Gehäuse 46 zusammengefaßt, das nach
unten hin, d.h. zum Auffangbehälter 44 hin, verjüngt ist. Hierdurch ist für den Filter-Reinigungsbetrieb
des Hochdruckkreises 14 ein etwas verlängerter Reinigungskanal 148 vorgesehen, der
einen im wesentlichen dem Saugraum 120 entsprechenden Durchmesser aufweist und in
den Auffangbehälter 44 mündet. Der Strömungsdurchmesser des Auffangbehälters 44 ist
erheblich größer als der Durchmesser des Reinigungskanals 148.
[0031] In Fig. 2 ist eine weitere Ausführungsform mit einer doppelt wirkenden Ventilklappe
dargestellt.
[0032] Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, erstreckt sich oberhalb des Gebläseanschlusses 24
das Niederdruckgebläse 50 und oberhalb des Gebläseanschlusses 124 das Hochdruckgebläse
150.
[0033] Aus Fig. 3 ist eine dritte Ausführungsform ersichtlich, die sich von der in den Fig.
1 und 2 dargestellten Ausführungsform durch die spezielle Ausgestaltung des Hochdruckkreises
14 unterscheidet. Der Hochdruckkreis 14 ist praktisch in zwei Hochdruckkreise 14A
und 14B aufgeteilt, wobei der Hochdruckkreis 14A dem Hochdruckkreis 14 gemäß Fig.
1 entspricht. Der Hochdruckkreis 14B weist dem Hochdruckkreis 14A entsprechende Teile
auf, deren Bezugszeichen der Einfachheit halber gegenüber den Bezugszeichen des Hochdruckkreises
14A (bzw. 14 in Fig. 1 und 2) je wiederum um 100 erhöht ist.
[0034] Zusätzlich ist ein Schieber 52 vorgesehen, der sich zwischen den Filtereinrichtungen
222 und 122 und dem Hochdruckgebläse 150 erstreckt und wahlweise einen der beiden
Hochdruckkreise 14A und 14B einschaltet.
[0035] Der Hochdruckkreis 14B ist mit einem Auffangbehälter 54 ausgerüstet, der für das
Aufnehmen von besonders verunreinigtem Faserflug dient.
[0036] In der Ausführungsform gemäß Fig. 3 ist der Auffangbehälter 44 für die Wiederverwendung
des dort angesammelten Faserflugs vorgesehen, während der in dem Auffangbehälter 54
gesammelte Faserflug separat zu entsorgen ist.
[0037] Aus Fig. 4 ist ersichtlich, daß die Abmessungen der beiden Hochdruckkreise 14A und
14B zusammen in etwa dem Saugraum 20 des Niederdruckkreises 12 entsprechen.
[0038] Die Sauganschlüsse 118 und 218 sind je an geeigneten Stellen unterhalb der Filtereinrichtungen
122 und 222 vorgesehen, wobei der Sauganschluß 222 mit einem Saugmundstück für fettigen
Faserflug in Verbindung steht.
[0039] Gemäß einer abgewandelten Ausführungsform ist es vorgesehen, den Schieber 52 mit
einer Umschalteinrichtung dergestalt zu koppeln, daß der jeweils abgeschaltete Hochdruckkreis
14A bzw. 14B in den Reinigungsbetrieb versetzt wird. Hierzu wird von dem Niederdruckkreis
12 über eine entsprechende Umschalteinrichtung etwas Luft abgezweigt, so daß die Filtereinrichtungen
122 bzw. 222 ziemlich intensiv gereinigt werden können.
1. Mit zwei Gebläsen ausgestattetes Saugaggregat für die Textilmaschinenreinigung, deren
Sauganschluß je an eine Filtereinrichtung (22, 122) angeschlossen ist, wobei ein Gebläse
(150) mit hohem Differenzdruck und geringem Fördervolumen und ein weiteres Gebläse
(50) mit niedrigem Differenzdruck und großem Fördervolumen arbeitet und die Filtereinrichtungen
(21, 121) zur Reinigung durch Umsteuern des Luftstroms entleerbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Filtereinrichtungen (22, 122) einem Auffangbehälter (44) zugeordnet sind,
in welchem die Filterkuchen der unterschiedlichen Filtereinrichtungen (22, 122) wahlweise
auffangbar sind.
2. Saugaggregat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Hochdruckgebläse an
mindestens eine Saugdüse angeschlossen ist, die für die Wirtelklappenreinigung, Ballonreinigung
oder dergleichen eingesetzt ist und insbesondere an eine solche Saugdüse angeschlossen
ist, mit welcher im Bereich des Streckwerks fetthaltiger Faserflug absaugbar ist.
3. Saugaggregat nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
eine Umschalteinrichtung für die Filtereinrichtungen (22, 122) vorgesehen ist, mit
welcher wahlweise entweder der Faserflug des Hochdruck- oder des Niederdruckgebläses
in einem Auffangbehälter (44) auffangbar ist.
4. Saugaggregat nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
eine Umschalteinrichtung für einen Hochdruck- (14) und einen Niederdruckkreis (12)
so steuerbar ist, daß der Auffangbehälter (44) vor Betätigung der Umschalteinrichtung
entleerbar ist.
5. Saugaggregat nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
eine Umschalteinrichtung vorgesehen ist, mit welchem ein Filter-Reinigungsluftstrom
aus einem Reinigungsanschluß (42, 142), insbesondere schlagartig, durch eine der Filtereinrichtungen
(22, 122, 222) leitbar ist.
6. Saugaggregat nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
das Hochdruckgebläse (150) in seinem Saugkanal an zwei zueinander parallel geschaltete
Filtereinrichtungen (122, 222) angeschlossen ist, wobei eine dieser Filtereinrichtungen
(222) mit Saugmundstücken für das Absaugen stark fetthaltiger Fasern und die andere
Filtereinrichtung (122) mit Saugmundstücken für das Absaugen hochwertiger Fasern verbunden
ist.
7. Saugaggregat nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Filtereinrichtungen (22, 122, 222) oberhalb eines großvolumigen Saugraums (20,
120, 220) aufgehängt sind, der je seitlich einen Sauganschluß (18, 118, 218) aufweist,
der von einer schrägen Prallfläche (36 136) abgedeckt ist.
8. Saugaggregat nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
ein Sauganschluß (18, 118, 218) für den Saugraum (20, 120, 220) unterhalb einer Filtereinrichtung
(22, 122, 222) je mit einer Rückschlagklappe (32, 132, 232) verschließbar ist.
9. Saugaggregat nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
eine Rückschlagklappe (32, 132) für den Saugluftstrom oberhalb eines Sauganschlusses
(18 118, 218) eines Saugraums (20, 120, 220) drehbeweglich aufgehängt ist und eine
oberhalb dieser befindliche Prallfläche (36, 136) einen Anschlag für die Rückschlagklappe
(32, 132) bildet.
10. Saugaggregat nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
Rückschlagklappen (32, 132) der Sauganschlüsse (18, 118 218) für das Abschleudern
von fettigen Faserflugresten schlagartig schließbar sind.
11. Saugaggregat nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
zusätzlich eine weitere Filtereinrichtung (222) für die Abtrennung von Verunreinigungen
vorgesehen ist, die nicht in den Auffangbehälter (44) gelangen sollen, wobei der Filtereinrichtung
(222) ein separater Auffangbehälter (24) zugeordnet ist in welchem der Filterkuchen
auffangbar ist.
1. Suction unit equipped with two blowers for cleaning textile machines, the suction
connections of which being each connected to a filter means (22, 122), a blower (150)
operating with a high differential pressure and little volumetric displacement and
a further blower (50) operating with low differential pressure and high volumetric
displacement and the filter means (21, 121) being dischargeable for cleaning by reversing
the airflow, characterized in that the filter means (22, 122) are allocated to a collecting container (44) in
which the filter cakes of the different filter means (22, 122) can be collected selectively.
2. Suction unit according to claim 1, characterized in that the high-pressure blower
is connected to at least one suction nozzle, which is used for cleaning the wharve
flaps, for cleaning the balloon or the like, and is particularly connected to such
a suction nozzle by means of which a fly of fibres containing grease can be evacuated
in the area of the drafting equipment.
3. Suction unit according to one of the preceding claims, characterized in that a reversing
means for the filter means (22, 122) is provided, by means of which either the fly
of fibres from the high-pressure blower or from the low-pressure blower can selectively
be collected in a collecting container (44).
4. Suction unit according to one of the preceding claims, characterized in that a reversing
means for a high-pressure circuit (14) and a low-pressure circuit (12) can be controlled
such that the collecting container (44) can be discharged before activating the reverse
means.
5. Suction unit according to one of the preceding claims, characterized in that a reversing
means is provided by means of which a filter cleaning airflow from the cleaning terminal
(42, 142) can be guided in particular abruptly through one of the filter means (22,
122, 222).
6. Suction unit according to one of the preceding claims, characterized in that the high-pressure
blower (150) is connected in its suction channel to two filter means (122, 222) which
are connected in parallel to each other, one of these filter means (222) being connected
to suction nozzles for evacuating fibres containing much grease and the other filter
means (122) being connected to suction nozzles for evacuating high-quality fibres.
7. Suction unit according to one of the preceding claims, characterized in that the filter
means (22, 122, 222) are suspended above a high-volume suction space (20, 120, 220),
each having laterally a suction terminal (18, 118, 218), being covered by an inclined
rebounding surface (36, 136).
8. Suction unit according to one of the preceding claims, characterized in that a suction
terminal (18, 118, 218) for the suction space (20, 120, 220) can each be shut underneath
a filter means (22, 122, 222) by means of a one-way flap (32, 132, 232).
9. Suction unit according to one of the preceding claims, characterized in that a one-way
flap (32, 132) for the suction airflow is suspended rotably above a suction terminal
(18, 118, 218) of a suction space (20, 120, 220) and that a rebounding surface (36,
136) located above it forms a limit stop for the one-way flap (32, 132).
10. Suction unit according to one of the preceding claims, characterized in that one-way
flaps (32, 132) of the suction terminals (18, 118, 218) can be shut abruptly for throwing
off greasy remainders of fiber fly.
11. Suction unit according to one of the preceding claims, characterized in that additionally
a further filter means (222) is provided for separating off impurities which are not
to get into the collecting container (44), a separate collecting container (24), in
which the filter cake can be collected, being allocated to the filter means (222).
1. Groupe d'aspiration, équipé de deux ventilateurs, pour le nettoyage de machines textiles,
dont le raccord d'aspiration est raccordé respectivement à un système de filtrage
(22, 122), un ventilateur (150) travaillant avec une importante pression différentielle
et un faible volume déplacé et un autre ventilateur (50) travaillant avec une faible
pression différentielle et un important volume déplacé, et des systèmes de filtrage
(21, 121) pouvant être vidés pour le nettoyage par inversion du flux d'air, caractérisé
en ce que les systèmes de filtrage (22, 122) sont affectés à un bac collecteur (44)
dans lequel on peut collecter au choix les gâteaux de filtrage des différents systèmes
de filtrage (22, 122).
2. Groupe d'aspiration selon la revendication 1, caractérisé en ce que le ventilateur
haute pression est raccordé à au moins une buse d'aspiration qui est utilisée pour
le nettoyage des clapets de noix, le nettoyage des ballons ou éléments similaires
et est en particulier raccordé à une buse d'aspiration avec laquelle le duvet fibreux
contenant des graisses peut être aspiré dans la zone du banc d'étirage.
3. Groupe d'aspiration selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce
qu'il est prévu un système de commutation pour les systèmes de filtrage (22, 122),
avec lequel on peut collecter dans un bac collecteur (44), au choix, soit le duvet
fibreux du ventilateur haute pression soit le duvet fibreux du ventilateur basse pression.
4. Groupe d'aspiration selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce
qu'un système de commutation pour un circuit haute pression (14) ou un circuit basse
pression (12) peut être commandé de façon à ce que le bac collecteur (44) puisse être
vidé avant l'actionnement du système de commutation.
5. Groupe d'aspiration selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce
qu'il est prévu un système de commutation avec lequel un flux d'air de nettoyage des
filtres provenant d'un raccord de nettoyage (42, 142) peut être dirigé, en particulier
instantanément, à travers un des systèmes de filtrage (22, 122, 222).
6. Groupe d'aspiration selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce
que le ventilateur haute pression (150) est raccordé, dans sa gaine d'aspiration,
à deux systèmes de filtrage (122, 222) montés parallèlement l'un à l'autre, un de
ces systèmes de filtrage (222) étant relié à des embouchures d'aspiration pour l'aspiration
de fibres contenant beaucoup de graisses tandis que l'autre système de filtrage (122)
est relié à des embouchures d'aspiration pour l'aspiration de fibres de haute qualité.
7. Groupe d'aspiration selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce
que les systèmes de filtrage (22, 122, 222) sont suspendus au-dessus d'une chambre
d'aspiration (20, 120, 220) de grand volume qui présente un raccord d'aspiration (18,
118, 218) qui est couvert par une chicane oblique (36, 136).
8. Groupe d'aspiration selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce
qu'un raccord d'aspiration (18, 118, 218) destiné à la chambre d'aspiration (20, 120,
220) peut être fermé par un clapet antiretour (32, 132, 232) au-dessous d'un système
de filtrage (22, 122, 222).
9. Groupe d'aspiration selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce
qu'un clapet antiretour (32, 132) pour le flux d'air d'aspiration est suspendu, de
façon à pouvoir tourner, au-dessus d'un raccord d'aspiration (18, 118, 218) d'une
chambre d'aspiration (20, 120, 220) et en ce qu'une chicane (36, 136), située au-dessus
de ce clapet, constitue une butée pour le clapet antiretour (32, 132).
10. Groupe d'aspiration selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce
que des clapets antiretour (32, 132) des raccords d'aspiration (18, 118, 218) peuvent
être fermés instantanément pour le lancement des résidus de duvet fibreux gras.
11. Groupe d'aspiration selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce
que, en plus, un autre système de filtrage (222) est prévu pour la séparation des
impuretés qui ne doivent pas pénétrer dans le bac collecteur (44), un bac collecteur
séparé (24) étant affecté au système de filtrage (222), bac collecteur séparé dans
lequel le gâteau de filtrage peut être collecté.