| (19) |
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(11) |
EP 0 454 018 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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28.12.1994 Patentblatt 1994/52 |
| (22) |
Anmeldetag: 22.04.1991 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)5: H01H 71/46 |
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| (54) |
Elektrisches Schaltgerät
Electrical switch gear
Appareil de commutation électrique
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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BE DE FR IT |
| (30) |
Priorität: |
26.04.1990 DE 4013272
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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30.10.1991 Patentblatt 1991/44 |
| (73) |
Patentinhaber: ABB
PATENT GmbH |
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68309 Mannheim (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Muders, Erwin
W-6900 Heidelberg (DE)
- Sellner, Rudolf
W-6852 Hockenheim (DE)
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| (74) |
Vertreter: Rupprecht, Klaus, Dipl.-Ing. et al |
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c/o ABB Patent GmbH,
Postfach 10 03 51 68128 Mannheim 68128 Mannheim (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 303 965 US-A- 4 112 270
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DE-A- 3 119 165
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein elektrisches Schaltgerät nach dem Oberbegriff des Anspruches
1, wie z.B. aus der US-A- 4 112 270 bekannt.
[0002] Ein ähnliches elektrisches Schaltgerät, welches als Hilfsschalteranbauteil für Leitungsschutzschalter
Verwendung finden kann, is auch aus der DE-GM 74 26 189 bekannt geworden. Die beweglichen
Kontaktstücke sind an Kontaktbrücken angeordnet, die in einem verschiebbaren Kontaktbrückenträger
gelagert sind, der über ein kurbelähnliches Kupplungselement von einem Selbstschalter
betätigt werden kann. Dieses Anbauteil enthält aber lediglich einen Hilfsschalter
und keinen Signalschalter.
[0003] Ein Schaltgerät, welches zwei Schalterpole aufweist, die als Hilfsschalter und als
Signalschalter dienen, ist aus der DE-PS 31 19 165 bekannt geworden. Bei dieser Anordnung
nimmt der Schalterpol, der als Hilfsschalter dienen soll, immer die Stellung der Kontaktstellen
des Leitungsschutzschalters ein, dem er zugeordnet ist, wogegen bei dem Schalterpol,
der als Signalschalter wirken soll, lediglich dann ein Schaltvorgang erfolgt, wenn
der Leitungsschutzschalter automatisch ausgelöst, d. h. automatisch aufgrund eines
Kurzschlusses oder Überstroms geöffnet hat. Wenn der Leitungsschutzschalter manuell
geschaltet wird, dann hat dies keinen Einfluß auf den Signalschalter. Die Ausgesatltung
mit Kontaktwippen, entsprechenden Schaltelementen und Betätigungsgliedern ist relativ
kompliziert.
[0004] Ein elektrisches Schaltgerät der eingangs genannten Art ist aus der EP-A 0 303 965
bekannt geworden. Dieses Schaltgerät ist an einen Leitungsschutzschalter angeschlossen
und der Kontur des Leitungsschutzschalters angepaßt. Es besitzt zwei Schaltgriffe,
die auf den Hilfsschalter-Schalterpol und den Signalschalter-Schalterpol jeweils getrennt
einwirken. Diese Anordnung ist im wesentlichen bei Installationsgeräten anzuwenden,
nicht aber ohne weiteres bei Fehlerstromschutzschaltern.
[0005] Aus der US-A 4 112 270 ist eine Hilfsschalteranordnung bekannt geworden, die mit
einem Selbstschalter zusammenwirkt, wobei ein Kupplungselement vorgesehen ist, welches
an seinem einen Ende eine schlitzartige oder sechseckige Ausnehmung aufweist, die
mit einer Schaltwelle, die in entsprechender Weise ausgebildet ist, zusammenwirkt.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, ein elektrisches Schaltgerät der eingangs genannten
Art so auszubilden, daß es auf einfache Weise mit dem Selbstschalter zusammengebaut
werden kann, ohne daß spezielle Justierarbeiten erforderlich sind.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch die Merkmale des Anspruches 1.
[0008] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Verbesserungen der Erfindung sind den Unteransprüchen
zu entnehmen.
[0009] Erfindungsgemäß wird insbesondere der Hilfsschalter über ein Kupplungsglied betätigt,
welches mit der Kontaktwalze des Installationsschaltgerätes in Verbindung steht. Die
Kontaktwalze ist eine Drehachse, die mit dem beweglichen Kontakthebel gekuppelt ist
und um die sich der Kontakthebel dreht. Zwecks einer optimalen und insbesondere toleranzfreien
Verbindung zwischen dem Kupplungsglied und der Kontaktwalze sind die Kontaktwalze
und das Kupplungsglied mit konisch ineinandergreifenden Ausnehmungen bzw. Vorsprüngen
versehen, dergestalt, daß in einer Version die Kontaktwalze eine konisch sich zum
Boden hin verjüngende Ausnehmung und das Kupplungsglied einen entsprechend sich verjüngenden
Fortsatz oder die Kontaktwalze einen sich zum freien Ende hin verjüngenden Fortsatz
und das Kupplungsglied eine entsprechend ausgestaltete und daran angepaßte Ausnehmung
aufweist. Aufgrund der Feder, die an dem Gehäuse des Schaltgerätes angeformt ist,
wird ein Ineinanderpressen des Fortsatzes in die Ausnehmung und damit eine spielfreie
Verbindung zwischen Kontaktwalze und Kupplungsstück bewirkt.
[0010] Das zugehörige Kontaktelement wird in zwei Kontaktstellungen durch eine Federanordnung
festgehalten, die auf diejenige Lasche drückt, an der das Kontaktelement befestigt
ist und an der der Verbindungsbügel zwischen dem Kupplungsglied und der Lasche eingreift.
Durch die Feder-Bügelanordung wird bei Verdrehen des Kupplungsgliedes in die entsprechende
Richtung die Lasche und damit das Kontaktelemente in die eine stabile bzw. in die
andere stabile Lage verdreht, in der das Kontaktelement jeweils mit einem Festkontakt
zusammenwirkt. Mit dieser Ausgestaltung wird der Hilfsschalter betätigt, der mit dem
Kontaktapparat des Installationsschaltgerätes, also des Leitungsschutzschalters oder
des Fehlerstromschutzschalters gleichsinnig zusammenwirkt.
[0011] Das Schaltgerät besitzt auch noch einen zweiten Schalterpol, mit dem die Schaltstellung
signalisiert wird, insbesondere dann, wenn das Installations-Schaltgerät automatisch
aufgrund eines Kurzschlußstromes, Überstromes oder Fehlerstromes ausgelöst und geöffnet
hat.
[0012] Bei dieser Ausgestaltung ist ähnlich wie bei der eingangs erwähnten EP-A 0 303 965
ein Schieber vorgesehen, mit dem das entsprechend Anspruch 12 ausgebildete Kupplungselement
zusammenwirkt. Dieser Schieber besitzt zur Aufnahme des entsprechenden Kurbelzapfens
des Kupplungsgliedes eine Ausnehmung und demgemäß eine entsprechend ausgestaltete
Form im Bereich dieser Ausnehmung, damit eine definierte Übertragungsfläche der Bewegung
des Schiebers auf den Auslösehebel erzeugt wird.
[0013] Wie eingangs erwähnt, ist der Schaltgriff in zwei Schaltgriffteile unterteilt, ähnlich
wie bei dem Schaltgerät nach der EP-A 0 303 965. Der Schaltgriffteil, der zur Betätigung
des Schalterpoles, der als Signalschalter dient, benutzt wird, besitzt gemäß kennzeichnenden
Merkmalen des Anspruches 14 einen Haken, der mit einem Ende eines Übertragungsbügels
zusammenwirkt und zwar dergestalt, daß der Übertragungsbügel von dem Haken lediglich
in Schließstellung mitgenommen wird. Dadurch wird der als Signalschalter dienende
Schalterpol manuell einschaltbar, nicht aber manuell ausschaltbar, weil eine entsprechende
Ausgestaltung des Schaltgriffteiles gegeben ist; in der einen Richtung wirkt der Haken
und in der anderen Richtung ist ein dem Haken entsprechendes Teil nicht vorgesehen,
so daß im eingeschalteten Zustand der Schaltgriffteil ohne Einwirkung auf den Schalterpol
hin- und herschwenkbar ist.
[0014] Anhand der Zeichnung, in der ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt ist,
sollen die Erfindung sowie weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Verbesserungen
der Erfindung näher erläutert und beschrieben werden.
[0015] Es zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Teilschnittansicht im Bereich eines Kupplungsgliedes eines elektrischen
Schaltgerätes in einer ersten Stellung,
- Figur 2
- ein um ein ebenfalls nur schematisch und teilweise dargestellten Fehlerstromschutzschalter
ergänztes Schaltgerät ähnlich dem der Figur 1, bei dem allerdings für die Funktionsweise
unwesentliche Teile weggelassen sind,
- Figuren 3 bis 6
- unterschiedliche Schaltstellungen für den als Hilfsschalter wirkenden Schalterpol,
- Figur 7
- eine Schnittansicht ähnlich der der Figur 2 mit einem Kupplungsglied für den Schalterpol,
der als Signalschalter wirkt,
- Figur 8
- eine Einsicht in ein erfindungsgemäßes Schaltgerät und
- Figur 9
- ein Zwischenstück, welches mit dem Schaltgerät nach Figur 8 verbindbar ist.
[0016] Es sei Bezug genommen auf die Figuren 8 und 9.
[0017] Aus der EP-A 0 303 965, insbesondere Figur 1 und 2 ist eine Zuordnung eines Schaltgerätes
ähnlich dem der vorliegenden Erfindung zu Leitungsschutzschaltern gezeigt, wobei die
Figur 2 das Schaltgerät in perspektivischer Darstellung einzeln zeigt. Die Figur 3
der EP-A 0 303 965 zeigt eine Einsicht in das Schaltgerät gemäß der Figur 2 der EP-A
0 303 965, und die Figur 8 zeigt jenes bekannte Schaltgerät in modifizierter Form
und quasi von der Rückseite her. Die folgende Beschreibung nimmt auf den Inhalt der
EP-A 0 303 965 insoweit Bezug, als die in Klammern beigesetzten Bezugsziffern den
Bezugsziffern der Ausführung nach der EP-A 0 303 965 entsprechen.
[0018] Das Schaltgerät gemäß Figur 8 besitzt ein Gehäuse 10 (40) mit Anschlußklemmen 11
(25) und Anschlußklemmen 12 (25). An der in der Zeichnung links oben dargestellten
Klemme ist eine Anschlußfahne 13 (60) angeformt, an deren freiem, im Inneren des Gehäuses
12 befindlichen Ende ein festes Kontaktstück 14 angebracht ist. An der mittleren Klemme
11 ist eine weitere Anschlußfahne 15 (62) vorgesehen, an der ein weiteres festes Kontaktstück
16 angebracht ist, welches in Abstand zu dem festen Kontaktstück 14 angeordnet ist.
An der im Bodenbereich befindlichen Klemme der Anschlußklemme 11 ist eine dritte Anschlußfahne
17 angeformt, an der ein Litzenleiter 18 (50) angebracht ist, dessen anderes Ende
an einem Lagerteil 19 (54) für eine Kontaktfeder 20 (56) mit einem beweglichen Kontaktstück
21 (ohne Bezugsziffer) angelenkt ist. Das bewegliche Kontaktstück 21 schwingt zwischen
den beiden Festkontaktstücken 14 und 16 je nach Antriebsrichtung hin und her.
[0019] An dem Lagerstück 19 ist ein Übertragungsbügel 22 (58) angelenkt, dessen anderes
Ende an einem Auslösehebel 23 (76) angelenkt ist. Dieser Auslösehebel wirkt mit einem
Klinkenhebel 24 (78) unter Bildung einer Verklinkungsstelle 25 (77) zusammen.
[0020] In der Zeichnung Figur 8 vor dem Auslösehebel 23 gezeichnet ist ein Schieber 26,
der bis auf gewisse Modifizierungen dem Schieber 80 der EP-A 0 303 965 entspricht.
Der Schieber 26 weist eine L-förmige Ausgestaltung auf, wobei der eine Schenkel 27
eine langlochartige Ausnehmung 28 besitzt, die im Bereich der Außenseite des Schenkels
27 von einem Vorsprung 29 begrenzt wird, der gegen den Klinkenhebel 24 drückt, um
die Verklinkungsstelle 25 zu entklinken. Damit dies optimal funktioniert, ist der
Klinkenhebel 24 mittels einer Feder 30 beaufschlagt. Der Klinkenhebel 24 ist in gleicher
Weise wie der Klinkenhebel 78 in einer Drehachse 31 gelagert, die eine bananenartige
Ausnehmung 32 (82) durchgreift. An dem Auslösehebel 23 schließt ein Ende eines Übertragungsbügels
33 (75) an, dessen anderes Ende mit einem Haken 34 an dem Schaltgriff 35 derart zusammenwirkt,
daß beim Einschalten, also bei Bewegung des Schaltgriffes in Pfeilrichtung E, der
Haken den Übertragungsbügel 33 nach unten drückt, damit das Element 19 verdreht wird,
so daß das bewegliche Kontaktstück 21 aus der in Figur 8 gezeigten Stellung in die
Stellung verdreht werden kann, in der das bewegliche Kontaktstück mit dem festen Kontaktstück
16 zusammenwirkt.
[0021] Man erkennt aus der Figur 8, daß eine große Ähnlichkeit mit der Ausführung nach der
EP-A 0 303 965 gegeben ist.
[0022] Zur Ergänzung der obigen Ausführungen sei jetzt Bezug genommen auf die Figur 7.
[0023] Man erkennt in der Figur 7 rein schematisch einen Fehlerstromschutzschalter 40, der
einen etwa senkrecht zur Zeichenebene schwingenden Zapfen 41 aufweist, der mit dem
nicht näher dargestellten Schaltschloß des Fehlerstromschutzschalters in Verbindung
steht.
[0024] An die Breitseite 43 des Fehlerstromschutzschalters 40 angeschlossen ist ein im Querschnitt
etwa T-förmiges Zwischenstück 44, welches eine Außenwandung 45 aufweist, die der Außenkontur
des erfindungsgemäßen Schaltgerätes entspricht. Im Inneren der Gehäusewandung 45 ist
eine Zwischenwand 46 vorgesehen, die in einem Abstand zu den jeweiligen Enden der
Gehäusewandung annähernd in der Mitte angeformt ist und die ein etwa wieder annähernd
senkrecht zu der Zeichenebene verlaufendes Langloch 47 aufweist. An der fehlerstromschutzschalterseitigen
Fläche der Zwischenwand 46 sind zwei Rastzapfen 48 und 49 mit an deren Enden angeformten
Rastnasen 50 und 51 angeformt, die durch eine Öffnung 52 eines Kupplungsgliedes 53
hindurchgreifen, hinter Rücksprüngen 54 verrastet sind und eine drehbare Lagerung
des Kupplungsgliedes 53 gestatten.
[0025] Das Kupplungsglied 53 besitzt eine etwa zylindrische Form und dabei sind an entgegengesetzt
liegenden stirnseitigen diametral gegenüberliegend je ein Kurbelzapfen 55 und 56 angeformt,
wobei der Kurbelzapfen 55 durch ein annähernd senkrecht zur Zeichenebene verlaufendes
Langloch 57 in der Breitseitenwand 43 hindurchgreift. Der Kurbelzapfen 55 besitzt
eine Sacklochvertiefung 58, in die der Zapfen 41 eingreift.
[0026] Auf dem entgegengesetzten Ende des Kupplungsgliedes 53 sitzt der Kurbelzapfen 56,
der durch das Langloch 47 hindurchgreift und auf der anderen Seite der Zwischenwand
46, in der sich diejenigen Teile befinden, die in der Figur 8 sichtbar sind, in die
Langlochausnehmung 28 des Schenkels 29 des Schiebers 26 eingreift. Die in Figur 8
hinter dem Schieber 26 befindlichen Auslösehebel 23 bzw. Klinkenhebel 24 und dgl.
würden in der Ausführungsform nach Figur 7 und in der Darstellung rechts neben dem
Schieber 26 angeordnet liegen. Die Langlöcher 57 und 47 sind demgemäß als Kreisbogen
ausgebildet, deren Kreisradius den Drehradien der Kurbelzapfen 55 und 56 bezogen auf
die Drehachse des Kupplungsgliedes 53 entspricht; diese Drehachse ist die mit M-M
bezeichnete, strichpunktiert dargestellte Symmetrielinie der beiden Arme 48 und 49.
[0027] Das freie Ende der Gehäusewandung 45 ist mittels eines Deckels 60 abgedeckt. Der
Fehlerstromschutzschalter 40 ist mit dem in der Gesamtheit mit 61 bezeichneten Schaltgerät
über Schnapp-Haltebügel 62 und 63 verbunden. Es können selbstverständlich auch alle
anderen Arten von Verbindungsgliedern vorgesehen werden.
[0028] Die Figur 9 zeigt das Schaltgerät 61 bei abgenommenen Fehlerstromschutzschalter 40
gemäß Aufsicht Pfeilrichtung P. Man erkennt dabei den Kurbelzapfen 55 sowie die beiden
Nasen 50 und 51 des Kupplungsgliedes 53. Durch eine Ausnehmung 64 in der Zwischenwand
46 erkennt man auch den Übertragungsbügel 33 sowie den Schieber 26.
[0029] Es sei nun Bezug genommen auf die Figuren 1 bis 6. Man erkennt dort den Fehlerstromschutzschalter,
die Zwischenwandung 46, die Gehäusewandung 45 und den Deckel 60. Der Fehlerstromschutzschalter,
der ebenso nur zum Teil dargestellt ist wie in Figur 7 schon angedeutet, besitzt eine
mit einem nicht dargestellten bewegbaren Kontakthebel verbundene und dessen Drehachse
bildende Kontaktwalze 70, die mit einem Zapfen 71 in einem Loch 72 in der Seitenwandung
des Fehlerstromschutzschalters gelagert ist. Die Kontaktwalze 70, genauer der Zapfen
71, weist an ihrem bzw. seinem freien Ende eine Ausnehmung oder Vertiefung 73 auf,
die sich vom freien Ende bis zum Boden hin konisch verjüngt und eine Profilform hat.
[0030] In diese Vertiefung 73 greift ein konisch ausgebildeter, daran angepaßter Zapfen
74 eines Kupplungsgliedes 75 ein, welches Kupplungsglied eine zentrale Vertiefung
76 aufweist, die über eine seitliche Aussparung 78 nach außen hin offen ist, so daß
ein Rücksprung 77 gebildet ist, hinter den eine Nase 79 an einem Arm 80 greift. Dem
Rastarm 80 ist ein weiterer Rastarm 81 zugeordnet, der allerdings keine Nase aufweist,
sondern lediglich Führungsaufgaben übernimmt. In der in Figur 2 dargestellten Stellung
ist die Rastnase 79 von dem Rücksprung 77 um das Maß A entfernt. An der Zwischenwandung
46 ist eine Feder 81 angeformt, die mit einem Vorsprung 82 gegen das Kupplungsglied
75 drückt und das Kupplungsglied mit dem Zapfen 74 in die Ausnehmung 73 hineindrückt.
Man erkennt die Stellung der Feder 81 in der Figur 1, in der der Abstand zwischen
der Rastnase 79 und dem Rücksprung 77 Null ist.
[0031] Das Kupplungsglied 75 besitzt eine exzentrische, in axialer Richtung des Kupplungsgliedes
75 verlaufende Durchgangsbohrung 83, in die das abgewinkelte Ende 84 eines Übertragungsbügels
85 eingreift; mittels einer an der Zwischenwand 46 angeformten L-förmigen Lasche 86
ist der Bügel 85 geführt, so daß er sich etwa in seiner Längsrichtung verschieben
kann.
[0032] Die Figur 3 zeigt das Kupplungsglied 75 in Aufsicht gemäß Pfeilrichtung P. Man erkennt
den Zapfen 74, das Loch 83 sowie einen Querschnitt durch das Ende 84 und den Bügel
85. Das Loch 83 ist als Langloch ausgebildet, das eine kreisbogenförmige Gestalt aufweist,
dessen Mittellinie 87 seinen Mittelpunkt im Drehpunkt des Kupplungsgliedes 75 hat.
[0033] Das andere Ende des Bügels 85 ist an einer Lasche 90 angelenkt, die um eine ortsfeste
Achse 91 verdrehbar ist und an der eine Kontaktfeder 92 mit einem beweglichen Kontakt
93 angebracht ist. Die Drehachse 91 der Lasche 90, der Anlenkpunkt des Bügels 85 an
der Lasche und die Kontaktfeder 92 liegen auf einer Linie 94. Man erkennt, daß auf
die Lasche 90 eine Druckfeder 95 drückt, wobei die Kraftlinie 96 bzw. Kraftrichtung
96 in der in Figur 3 gezeigten Stellung, die eine Totpunktlage darstellt, durch die
Drehachse 91 der Lasche 90 und durch die Verbindungslinie zwischen der Drehachse 91
und dem Anlenkpunkt 97 des Bügels 85 an der Lasche 90 verläuft.
[0034] Die Figur 5 zeigt die Anordnung gemäß Figur 3 in einer ersten stabilen Lage, in der
das bewegliche Kontaktstück 93 mit einem ersten Festkontaktstück 98 zusammenwirkt.
Die Kraftlinie 96 der Feder 95 verläuft nun nicht mehr durch den Mittelpunkt der Drehachse
91, sondern unter einem Winkel verschoben, der von der Totpunktlage (siehe Figur 3)
hin zum Anlenkpunkt 97 verschwenkt ist. Dadurch wirkt auf die Lasche 90 ein Drehmoment
D
M, welches das bewegliche Kontaktstück 93 gegen das Festkontaktstück 98 drückt. Da
das Kupplungsglied 75 in der Ausführung nach Figur 3 seine Endstellung erreicht hat,
verschiebt sich das Ende 84 um einen Winkel von dem Ende 99 des Langloches 83, und
es verbleibt zwischen diesem Ende 99 und dem entgegengesetzt liegenden Ende 100 des
Langloches noch eine Strecke a.
[0035] Wenn sich nun das Kupplungsglied 75 aus der in der Figur 5 gezeigten Stellung in
Pfelrichtung P₁ aufgrund der Drehung der Kontaktwalze 70 verdreht, dann muß sich das
Kupplungsglied 75 solange drehen, bis das Ende 84 an das Ende 100 des Langloches 83
zum Anliegen kommt. Dadurch wird über das Übertragungsglied 85 eine Kraft in Pfeilrichtung
P₂ auf die Lasche 90 ausgeübt, so daß sich die Lasche in Uhrzeigersinn, also in Pfeilrichtung
P₃ verschwenkt, wodurch die Feder 95 die in Figur 3 gezeigte Totpunktlage erreicht
und bei weiterer Verdrehung des Kupplungsgliedes 75 auch überschreitet, so daß die
in Figur 6 gezeigte Endlage erreicht ist, in der die Kraftlinie 96 der Druckfeder
95 um einen Winkel verdreht ist, wobei der Winkel von der Totpunktlage aus in die
Richtung gemessen ist, die außerhalb des Verbindungsbereiches zwischen der Drehachse
91 und dem Anlenkpunkt 97 des Übertragungsbügels 85 liegt. In diesem Falle legt sich
das bewegliche Kontaktstück 93 an ein weiteres festes Kontaktstück 101 an. Das Ende
84 befindet sich in einem Winkel von dem Ende 100 und ist von dem anderem Ende 99
um dem Wert a entfernt.
[0036] Wie aus der Zeichnung ersichtlich, schwenkt das Kupplungsglied 75 um eine mittlere
Linie M₁, jeweils soweit, daß in der einen stabilen Stellung, Figur 3, das eine Ende
99 des Langloches 83 gerade diese Linie M₁ anschneidet, wogegen in der anderen stabilen
Stellung, Figur 6, das andere Ende 100 des Langloches 83 die Linie M₁ tangiert Der
Abstand a des Endes 84 vom Ende 99 des Langloches 83 in der einen stabilen Stellung
gleicht dem Abstand a des Endes 84 vom anderen Ende 100 des Langloches 83.
[0037] Man erkennt in der Figur 9 den Übertragungsbügel 85, das Kupplungsglied 75 sowie
das Langloch 83.
[0038] Die Ausführungen nach den Figuren 1 bis 6 sind schematisch und in der tatsächlich
realisierten Ausführung erkennt man die Lasche 90, die Druckfeder 95 mit der an der
Lasche 90 angeformten Kontaktfeder 92, an deren Ende das bewegliche Kontaktstück 93
sitzt.
[0039] Die Drechachse 91 der Lasche 90 ist ebenso eingezeichnet wie der Anlenkpunkt 97 des
in der Figur 8 nicht sichtbaren Übertragungsbügels; unterschiedlich zu der Ausführung
nach den Figuren 3 bis 6 ist die Zuordnung des beweglichen Kontaktstückes 93 bzw.
der Kontaktfeder 92 zu der Verbindungslinie zwischen der Drehachse 91 und dem Anlenkpunkt
97. Die Kontaktfeder 92 verläuft dazu parallel; es kommt auch nicht darauf an, daß
die Kontaktfeder 92 mit der Verbindungslinie fluchtet. Die übrigen Verhältnisse, insbesondere
die Kraftwirkung der Druckfeder 95 sind den in der Figur 3 bis 6 dargestellten Verhältnissen
identisch.
[0040] Das bewegliche Kontaktstück 93 (bezogen auf Figur 3 der EP-A 0 303 965 die Kontaktfeder
57) wirkt mit dem beweglichen Kontaktstück 93 mit zwei Anschlußfahnen 102 (63) und
103 (61) zusammen, die jeweils an den entsprechenden Anschlußklemmen 12 (25) angeschlossen
sind. An der Lasche 91 (53) mit der Drehachse 91 (41) schließt eine Litze 104 (51)
an, die an einer Anschlußfahne 105 angebracht ist.
[0041] Im montierten Zustand muß man sich vorstellen, daß die Innenteile der Figur 8 durch
die Zwischenwandung 46 abgedeckt sind, so daß die Darstellung gemäß Figur 9 den montierten
Zustand zeigen, wogegen die Darstellung gemäß Figur 8 praktisch eine Schnittansicht
gemäß Schnittlinie VIII-VIII der Figur 7 ist.
1. Elektrisches Schaltgerät (10) zum Anbau an einen insbesondere als Leitungsschutz-
oder Fehlerstromschutzschalter ausgebildeten Installations-Selbstschalter (40), mit
Kontaktstellen (15, 16, 21; 93, 102, 103) für wenigstens einen potentialfreien Schalterpol,
welche Kontaktstellen von je einer Betätigungseinrichtung betätigbar sind, die mit
die Flachseite des in Schmalbauweise ausgebildeten Gehäuses (45, 46, 60) des elektrischen
Schaltgerätes (10) und eines angrenzenden elektrischen Schaltgerätes (40) durchgreifenden
und die Schaltstellung des elektrischen Schaltgerätes (40) über die Betätigungseinrichtung
auf den jeweiligen Schalterpol übertragenden Kupplungsgliedern (41, 53; 75, 85) zusammenarbeiten,
wobei die Betätigungseinrichtungen aus je einem jeweils einem Schalterpol zugeordneten,
gegenüber dem anderen Schalterpol unabhängigen Schaltwerk gebildet ist, mit einer
mit den beweglichen Kontaktstücken des elektrischen Schaltgerätes (40) drehfest verbundenen
und diese drehbar lagernden Kontaktwalze (7), die mit einem ersten Kupplungsglied
(75) formschlüssig in Verbindung steht, so daß die Drehbewegung der Kontaktwalze (70)
und damit die Schaltstellung des elektrischen Schaltgerätes (40) auf die zugehörige
Betätigungseinrichtung übertragen wird, wobei die Kontaktwalze (70) und das erste
Kupplungsglied (75) mittels einer profilierten Ausnehmung (73), in die das entsprechend
ausgebildete und daran angepaßte Ende des jeweils anderen Teils eingreift, koppelbar
sind, dadurch gekennzeichnet, daß die profilierte Ausnehmung (72, 73) an der Kontaktwalze (70) oder an dem daran
angepaßten Ende des ersten Kupplungsgliedes (75) und der Fortsatz am ersten Kupplungsglied
(75) oder an der Kontaktwalze (70) konisch ausgebildet sind und daß das auf einer
Achsanformung (80, 81) an einer Flachseite des elektrischen Schaltgerätes (10) begrenzt
verschiebbare und drehbare erste Kupplungsglied (75) mittels einer Feder (81a) an
die Kontaktwalze (70) angedrückt ist, so daß der konische Sitz zwischen Kontaktwalze
(70) und Kupplungsglied (75) gewährleistet ist.
2. Elektrisches Schaltgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder (81a)
als am Gehäuse (45) des elektrischen Schaltgerätes (10) angeformter Federarm ausgebildet
ist.
3. Elektrisches Schaltgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Achsfortsatz
(80, 81) durch zwei Arme (80, 81) gebildet ist, daß beide Arme (80, 81) federnd gegeneinander
drückbar sind und daß am freien Ende des eines Armes (80) eine Rastnase (79) zur Begrenzung
der axialen Verschiebung des ersten Kupplungsgliedes angeformt ist.
4. Elektrisches Schaltgerät nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Betätigungseinrichtung einen langgestreckten Bügel (85) aufweist, dessen eines
Ende exzentrisch am zugehörigen ersten Kupplungsglied (75) und dessen anderes Ende
mit dem beweglichen Kontaktelement (93) des zugehörigen, einen Hilfskontakt bildenden
Schalterpols (erster Schalterpol) verbunden ist.
5. Elektrisches Schaltgerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das bewegliche
Kontaktelement (93) des ersten Schalterpols an einer Lasche (90) befestigt ist, an
der das andere Ende des Bügels (85) angelenkt ist, und daß die Drehachse (91) der
Lasche (90), der Anlenkpunkt und ggf. auch das erste bewegliche Kontaktelement (93)
auf einer Verbindungslinie liegen.
6. Elektrisches Schaltgerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Anlenkpunkt
(97) des Bügels (85) zwischen der Drehachse der Lasche (91) und dem ersten beweglichen
Kontaktelement (93) liegt.
7. Elektrisches Schaltgerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß an der Lasche
(91) auf der dem Bügel (85) abgewandten Seite der Lasche die Kraft einer Feder (95)
angreift, deren Richtung quer zur Verbindungslinie von Drehachse (91) der Lasche (90)
und Anlenkpunkt (97) des Bügels und quer zu der Drehachse verläuft, wobei die Lasche
(91) mit der Feder (95) und dem Bügel (85) aus einer ersten stabilen Lage über eine
Totpunktlage in eine zweite stabile Lage bringbar ist, und daß die Kraftrichtung der
Feder (95) in der Totpunktlage senkrecht zur Drehachse der Lasche (91) und durch diese
hindurch verläuft, wobei in jeder stabilen Lage das Kontaktelement (93) mit jeweils
einem Festkontakt (98, 101) in Berührung steht.
8. Elektrisches Schaltgerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Kupplungsglied
(75) ein Langloch (87) aufweist, in das das eine Ende des Bügels (85) eingehängt und
in welchem es geführt ist, und daß das andere Ende entsprechend der Verdrehung der
Lasche (91) aus einer stabilen Lage in die andere in dem Langloch (87) frei beweglich
ist, wobei das Langloch (87) so bemessen ist, daß das erste Kupplungsglied (75) bei
Verdrehung den Bügel (85) über die Enden des Langloches (87) in die beiden stabilen
Lagen mitnimmt.
9. Elektrisches Schaltgerät nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, bei dem
die Betätigungseinrichtung für den zweiten Schalterpol eine Verklinkungsstelle (25)
aufweist, die mittels eines durch das zweite Kupplungsglied (53) verschiebbaren Zapfen
(27) geöffnet wird, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Kupplungsglied (53) im
elektrischen Schaltgerät als ein mit zwei in entgegengesetzten Richtungen und in Abstand
zueinander verlaufenden Kurbelzapfen (55, 56) versehenes drehbar gelagertes Drehelement
ausgebildet ist, dessen einer Kurbelzapfen (55) mit einem im elektrischen Schaltgerät
befindlichen Antriebsteil (41) und dessen anderer Kurbelzapfen mit dem Schieber (26)
zur Öffnung der Verklinkungsstelle (25) zusammenwirkt.
10. Elektrisches Schaltgerät nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Schieber
(26) eine Ausnehmung (28) aufweist, die in dem Bereich liegt, der auf den Auslösehebel
der Verklinkungsstelle zu deren Öffnung einwirkt und in den der eine Kurbelzapfen
(56) eingreift.
11. Elektrisches Schaltgerät nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß am Schaltgriff (35) für den als Signalschalter dienenden zweiten Schalterpol ein
Haken (34) angeformt ist, der mit einem Ende eines Übertragungsbügels (33) lediglich
in einer Richtung, nämlich in der Schließrichtung zusammenwirkt, so daß der zweite
Schalterpol manuell schließbar, manuell aber nicht öffenbar ist.
1. Electric switching device (10) for building onto an installation automatic circuit-breaker
(40) constructed in particular as a line circuit-breaker or fault-current circuit-breaker,
having contact points (15, 16, 21; 93, 102, 103) for at least one potential-free circuit-breaker
pole, which contact points can be controlled by one control device each and co-operate
with coupling elements (41, 53; 75, 85) which penetrate the flat side of the housing
(45, 46, 60), constructed to a narrow design, of the electric switching device (10)
and of an adjoining electric switching device (40) and transmit the switch position
of the electric switching device (40) to the respective circuit-breaker pole via the
control device, the control devices each being formed from a switch mechanism respectively
assigned to a circuit-breaker pole and independent with respect to the other circuit-breaker
pole, and having a contact drum (7), which is connected in a rotationally secure fashion
to the moving contact pieces of the electric switching device (40) and supports them
rotatably and which is positively connected to a first coupling element (75), with
the result that the rotary movement of the contact drum (70) and thus the switch position
of the electric switching device (40) are transmitted to the associated control device,
it being possible to couple the contact drum (70) and the first coupling element (75)
by means of a profiled cutout (73) in which the end of the respective other part which
is appropriately constructed and adapted thereto engages, characterized in that the
profiled cutout (72, 73) on the contact drum (70) or on the end of the first coupling
element (75) adapted thereto and the extension on the first coupling element (75)
or on the contact drum (70) are constructed conically, and in that the first coupling
element (75), which can be displaced and rotated in a limited fashion on an integral
shaft extension (80, 81) on a flat side of the electrical switching device (10) is
pressed by means of a spring (81a) against the contact drum (70), with the result
that the conical seat between the contact drum (70) and the coupling element (75)
is guaranteed.
2. Electric switching device according to Claim 1, characterized in that the spring (81a)
is constructed as a spring arm integrally formed on the housing (45) of the electric
switching device (10).
3. Electric switching device according to Claim 1 or 2, characterized in that the shaft
extension (80, 81) is formed by two arms (80, 81), in that both arms (80, 81) can
be pressed against one another resiliently, and in that a locating nose (79) for limiting
the axial displacement of the first coupling element is integrally formed on the free
end of one arm (80).
4. Electric switching device according to one of the preceding claims, characterized
in that the control device has an elongated bracket (85) whose one end is connected
eccentrically to the associated first coupling element (75) and whose other end is
connected to the moving contact element (93) of the associated circuit-breaker pole
(first circuit-breaker pole) which forms an auxiliary contact.
5. Electric switching device according to Claim 4, characterized in that the moving contact
element (93) of the first circuit-breaker pole is fastened to a fish-plate (90) at
which the other end of the bracket (85) is pivoted, and in that the axis (91) of rotation
of the fish-plate (90), the pivot point and, possibly, also the first moving contact
element (93) lie on a connecting line.
6. Electric switching device according to Claim 5, characterized in that the pivot point
(97) of the bracket (85) lies between the axis of rotation of the fish-plate (91)
and the first moving contact element (93).
7. Electric switching device according to Claim 6, characterized in that acting on the
fish-plate (91) on the side of the fish-plate averted from the bracket (85) is the
force of a spring (95) whose direction extends at right angles to the connecting line
of the axis (91) of rotation of the fish-plate (90) and pivot point (97) of the bracket
and at right angles to the axis of rotation, it being possible for the fish-plate
(91) with the spring (95) and the bracket (85) to be brought from a first stable position
via a dead-centre position into a second stable position, and in that the direction
of force of the spring (95) extends in the dead-centre position at right angles to
the axis of rotation of the fish-plate (91) and through the latter, the contact element
(93) being in contact in each stable position with respectively one fixed contact
(98, 101).
8. Electric switching device according to Claim 7, characterized in that the first coupling
element (75) has an elongated hole (87) in which one end of the bracket (85) is suspended
and in which said end is guided, and in that the other end can be freely moved in
the elongated hole (87) in accordance with the rotation of the fish-plate (91) from
one stable position into the other, the elongated hole (87) being dimensioned such
that upon rotation the first coupling element (75) drives the bracket (85) into the
two stable positions via the ends of the elongated hole (87).
9. Electric switching device according to one or more of the preceding claims, in which
the control device for the second circuit-breaker pole has a latching point (25) which
is opened by means of a pin (27) which can be displaced by the second coupling element
(53), characterized in that the second coupling element (53) is constructed in the
electric switching device as a rotatably supported rotary element which is provided
with two crankpins (55, 56) extending in opposite directions and at a spacing from
one another, and whose one crankpin (55) co-operates with a drive part (41) located
in the electric switching device and whose other crankpin cooperates with the slide
(26) in order to open the latching point (25).
10. Electric switching device according to Claim 9, characterized in that the slide (26)
has a cutout (28) which is situated in the region which acts on the tripping lever
of the latching point in order to open the latter and in which one crankpin (56) engages.
11. Electric switching device according to one of the preceding claims, characterized
in that there is integrally formed on the handle (35) for the second circuit-breaker
pole, which serves as a signalling switch, a hook (34) which co-operates with one
end of a transmitting link (33) only in one direction, specifically in the closing
direction, with the result that the second circuit-breaker pole can be closed manually
but cannot be opened manually.
1. Appareil de commutation électrique (10) pour montage sur un interrupteur automatique
d'installation (40) réalisé en particulier sous forme de disjoncteur de protection
de ligne ou de disjoncteur de protection contre les courants de défauts, avec des
emplacements de contact (15, 16, 21; 93, 102, 103) pour au moins un pôle d'interrupteur
sans potentiel, lesquels emplacements de contact peuvent être actionnés par des dispositifs
d'actionnement qui coopèrent avec des organes d'accouplement (41, 53; 75, 85) traversant
le côté plat du boîtier (45, 46, 60) de type étroit de l'appareil de commutation électrique
(10) et d'un appareil de commutation électrique (40) contigu et transmettant la position
de commutation de l'appareil de commutation électrique (40) par le dispositif d'actionnement
aux pôles d'interrupteur respectifs, les dispositifs d'actionnement étant formés respectivement
d'un mécanisme de commutation associé à un pôle d'interrupteur et indépendant par
rapport à l'autre pôle d'interrupteur, avec un cylindre de contact (7) relié de façon
solidaire en rotation aux pièces de contact mobile de l'appareil de commutation électrique
(40) et assurant le montage mobile en rotation de ces pièces, ledit cylindre se trouvant
en liaison par complémentarité de forme avec un premier organe d'accouplement (75)
de sorte que le mouvement de rotation du cylindre de contact (70) et donc la position
de commutation du premier appareil de commutation électrique (40) soit transmis au
dispositif d'actionnement correspondant, le cylindre de contact (70) et le premier
organe d'accouplement (75) pouvant être accouplés au moyen d'un évidement profilé
(73) dans lequel pénètre l'extrémité de conformation correspondante de l'autre partie,
caractérisé par le fait que l'évidement profilé (72, 73) sur le cylindre de contact
(70) ou sur l'extrémité adaptée du premier organe d'accouplement (75) et le prolongement
sur le premier organe d'accouplement (75) ou sur le cylindre de contact (70) sont
de conformation conique et que le premier organe d'accouplement (75) mobile de façon
limitée en translation et en rotation sur un prolongement d'axe (80, 81) sur un côté
plat de l'appareil de commutation électrique (10) est poussé à l'aide d'un ressort
(81a) contre le cylindre de contact (70) de manière que soit établi l'ajustement conique
entre le cylindre de contact (70) et l'organe d'accouplement (75).
2. Appareil de commutation électrique suivant la revendication 1, caractérisé par le
fait que le ressort (81a) est réalisé sous forme de bras de ressort formé sur le boîtier
(45) de l'appareil de commutation électrique (10).
3. Appareil de commutation électrique suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé par
le fait que le prolongement d'axe (80, 81) est formé par deux bras (80, 81), que les
deux bras peuvent être poussés élastiquement l'un contre l'autre et qu'à l'extrémité
libre de l'un des bras (80), est formé un nez d'encliquetage (79) pour la limitation
du déplacement axial du premier organe d'accouplement.
4. Appareil de commutation électrique suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé
par le fait que le dispositif d'actionnement comprend un étrier allongé (85) dont
une extrémité est reliée de façon excentrée au premier organe d'accouplement (75)
associé et dont l'autre extrémité est reliée à l'élément de contact mobile (93) du
pôle d'interrupteur associé, formant un contact auxiliaire (premier pôle d'interrupteur).
5. Appareil de commutation électrique suivant la revendication 4, caractérisé par le
fait que l'élément de contact mobile (93) du premier pôle d'interrupteur est fixé
à une patte (90) sur laquelle est articulée l'autre extrémité de l'étrier (85), et
que l'axe de rotation (91) de la patte (90), l'axe d'articulation et le cas échéant,
également le premier élément de contact mobile (93) sont situés sur une ligne de liaison.
6. Appareil de commutation électrique suivant la revendication 5, caractérisé par le
fait que l'axe d'articulation (97) de l'étrier (85) est situé entre l'axe de rotation
de la patte (91) et le premier élément de contact mobile (93).
7. Appareil de commutation électrique suivant la revendication 6, caractérisé par le
fait que sur la patte (91), sur le côté opposé à l'étrier (85), agit la force d'un
ressort (95) dont la direction d'action est transversale à la ligne de liaison de
l'axe de rotation (91) de la patte (90) et de l'axe d'articulation (97) de l'étrier
et transversale à l'axe de rotation, la patte (91) pouvant être amenée, avec le ressort
(95) et l'étrier (85), d'une première position stable en passant par une position
de point mort dans une deuxième position stable, et que la direction d'action du ressort
(95) dans la position de point mort est perpendiculaire à l'axe de rotation de la
patte (91) et coupe ledit axe, l'élément de contact mobile (93) se trouvant, dans
chaque position stable, en contact avec un contact fixe (98, 101).
8. Appareil de commutation électrique suivant la revendication 7, caractérisé par le
fait que le premier organe d'accouplement (75) présente un trou oblong (87) dan lequel
est accrochée et guidée une extrémité de l'étrier (95), et que l'autre extrémité,
en fonction de la rotation de la patte (91), est librement mobile d'une position stable
dans l'autre, dans le trou oblong (87), le trou oblong (87) étant dimensionné de manière
que lors de la rotation, le premier organe d'accouplement (75) entraîne l'étrier (85)
dans les deux positions stables par les extrémités du trou oblong (87).
9. Appareil de commutation électrique suivant une ou plusieurs des revendications précédentes,
dans lequel le dispositif d'actionnement pour le deuxième pôle d'interrupteur présente
un emplacement d'encliquetage (25) qui peut être ouvert au moyen d'un coulisseau (26)
déplaçable en translation par le deuxième organe d'accouplement (53), caractérisé
par le fait que le deuxième organe d'accouplement (53) est réalisé dans l'appareil
de commutation électrique sous forme d'élément de rotation monté en rotation et muni
de deux manetons (55, 56) orientés dans des directions opposées et disposés à distance
l'un de l'autre, un maneton (55) coopérant avec une partie d'entraînement (41) se
trouvant dans l'appareil de commutation électrique et l'autre maneton coopérant avec
le coulisseau (26) en vue de l'ouverture de l'emplacement d'encliquetage (25).
10. Appareil de commutation électrique suivant la revendication 9, caractérisé par le
fait que le coulisseau (26) présente un évidemment (28) qui est situé dans la zone
agissant sur le levier de déclenchement de l'emplacement d'encliquetage en vue de
l'ouverture de ce dernier et dans lequel pénètre l'un des manetons (56).
11. Appareil de commutation électrique suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé
par le fait que sur la manette de commutation (35) pour le deuxième pôle servant d'interrupteur
de signalisation est formé un crochet (34) qui coopère avec une extrémité d'un étrier
de transmission (33) uniquement dans un sens, à savoir le sens de fermeture, de sorte
que le deuxième pôle d'interrupteur puisse être fermé manuellement, mais ne puisse
pas être ouvert manuellement.