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EP 0 457 126 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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28.12.1994 Patentblatt 1994/52 |
| (22) |
Anmeldetag: 03.05.1991 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: H01R 39/04 |
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Kollektor für einen Elektromotor oder -generator
Collector for an electric motor or generator
Collecteur pour moteur ou générateur électrique
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE DK ES FR GB IT |
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Priorität: |
16.05.1990 DE 4015705
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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21.11.1991 Patentblatt 1991/47 |
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Patentinhaber: Friedrich Nettelhoff Kommanditgesellschaft
Spezialfabrik für Kleinkollektoren |
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D-58708 Menden (DE) |
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Erfinder: |
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- Nettelhoff, Friedrich W.
D-28706 Menden (DE)
- Bremkes, Theo
D-58730 Fröndenberg (DE)
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| (74) |
Vertreter: Busse & Busse
Patentanwälte |
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Postfach 12 26 49002 Osnabrück 49002 Osnabrück (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-C- 852 576
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DE-U- 7 035 303
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- SOVIET INVENTIONS ILLUSTRATED, DERWENT PUBLICATIONS LTD., SECTION MECHANICAL, Week
K40, Abstr. No. 782101, V04 V06, 16.11.83 & SU-A-980199 (CAR ELECTR EQUIP INSTR),
07.12.82
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Kollektor für einen Elektromotor oder -generator nach
dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Kollektoren haben insbesondere mit den hohen und immer noch zunehmenden Produktionszahlen
von Elektromotoren trotz des überkommenen Grundaufbaus mit einem Isolierstoff-Grundkörper,
vorzugsweise aus einem Duroplast, und mit metallischen Lamellen am Umfang (Zylinderkollektor)
oder einer Stirnseite (Plankollektor) eine vielschrittige, an den verschiedensten
Details angreifende Entwicklung durchgemacht, die den Anforderungen an deren Funktion,
an eine einfache und sichere Montage, an Robustheit und Langlebigkeit und nicht zuletzt
an niedrige Gestehungskosten Rechnung tragen.
[0003] Besonders starke Belastungen für einen Kollektor treten bei der Montage auf, bei
der der Anschluß von Wicklungsleitern an die Lamellen und mehr noch das Aufpressen
eines solchen Kollektors auf eine Motorwelle kritisch sind. Letzteres hat früher bei
Kollektoren mit einem einheitlich aus einem Duroplast bestehenden Isolierstoff-Grundkörper
zu kritischen Beanspruchungen geführt, die auch dann gefährlich waren, wenn sie lediglich
unsichtbare innere Zerstörungen oder Risse hervorriefen.
[0004] Bei typischen Aufpreßkräften von mehreren tausend Newton beim Aufbringen eines Kollektors
auf eine Elektromotorwelle macht man deshalb schon seit langem von Möglichkeiten einer
Armierung Gebrauch, bei der der Sitz des Kollektors zur Welle hin durch eine innenliegende
metallische Buchse gebildet wird, die sehr viel höhere Spreiz- und Reibungskräfte
beim Aufpressen aufzunehmen vermag als der Isolierstoff. Ein solches Buchsenelement
ist aufgrund der hohen Belastbarkeit und Steifigkeit des Metalls in der Lage, den
Isolierstoff wirksam vor den hohen Schub- und Zugbelastungen beim Aufpressen und den
danach dauernd vom Preßsitz ausgehenden Zugbelastungen freizuhalten.
[0005] Ein solches Buchsenelement setzt allerdings eine eng tolerierte Fertigung voraus.
Typischerweise muß das Buchsenelement, nachdem es zusammen mit den Lamellen mit Isolierstoff
zu einem integralen Grundkörper verpreßt worden ist, nachbearbeitet werden, um Justierfehler
bei der Montage und beim Verpressen auszugleichen. Eine solche Nachbearbeitung des
eingegossenen metallischen Buchsenelements ist kostenaufwendig.
[0006] Es hat dementsprechend auch schon Versuche gegeben, statt eines metallischen Buchsenelements
ein Schraubenfederelement an der Innenseite der Bohrung in den Isolierstoff-Grundkörper
einzubetten, welches aufgrund seiner Elastizität einfach und bündig auf einen Dorn
in der Spritzform für den Isolierstoff-Grundkörper aufzubringen ist. Allerdings reicht
ein solches Federelement nur bedingt aus, die Aufpreß- und Sitzkräfte aufzufangen,
weil es in axialer Richtung verformbar ist und weil die vom Preßsitz ausgehenden Spreizkräfte
die Windungen durchgreifen können.
[0007] Aufgabe der Erfindung ist es, einen Kollektor mit einem durch ein Buchsenelement
ausgesteiften Isolierstoff-Grundkörper zu schaffen, der in der Herstellung einfacher
und damit preiswerter ist, eine möglichst einfache Montage ermöglicht und eine große
Robustheit und Langlebigkeit erzielt.
[0008] Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe, von einem Kollektor nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1 ausgehend, mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Auf der Innenseite eines Buchsenelements noch einmal eine Schicht von Isolierstoff
vorzusehen, die erst ihrerseits die Öffnung mit vorgegebenem Innendurchmesser ausbildet,
hat sich als ein in mehrerer Hinsicht vorteilhafter Kunstgriff erwiesen. Diese Lösung
geht von dem Grundgedanken ab, daß das Buchsenelement selbst die Öffnung ausbildet
und direkt alle Spreiz- und Aufpreßkräfte aufnimmt, um den Isolierstoff dahinter abzuschirmen.
Hier zeigt es sich, daß die innenseitige Schicht aus Isolierstoff mit dem Buchsenelement
"im Rücken" sehr wohl in der Lage ist, die beim Aufpressen auftretenden und für einen
Preßsitz erforderlichen Kräfte aufzunehmen und an das Buchsenelement weiterzugeben.
[0009] Wenn aber die innenliegende Schicht aus Isolierstoff die Öffnung ausbildet, kann
diese in vielen Fällen mit hinreichender Präzision bereits durch den Formvorgang selbst
gebildet sein, ohne daß es überhaupt einer Nachbearbeitung bedürfte. Dabei ist auch
von Interesse, daß eine in Isolierstoff ausgebildete Schicht aufgrund dessen geringerer
Steifigkeit eine größere Toleranz erhalten kann als ein Buchsenelement aus höherfestem
Werkstoff, etwa aus Stahl. In vielen Fällen kann die Öffnung mit hinreichender Maßhaltigkeit
bereits mit dem Preßvorgang zum Einbringen des Isolierstoffs erzielt werden.
[0010] Selbst wenn es einer Nachbearbeitung des Grundkörpers an der Öffnung bedarf, ist
diese vergleichsweise preisgünstig auszuführen, weil die Bearbeitung von Isolierstoff
von den Werkzeugen und vom Arbeitsaufwand schneller und leichter ist als die von Metall
oder anderen höherfesten Stoffen.
[0011] Ein weiterer wichtiger Vorteil des erfindungsgemäß gestalteten Kollektors ergibt
sich bei der Montage, bei der nicht mehr befürchtet werden muß, daß das Aufpressen
des Kollektors zu Schäden an der Motorwelle oder an dem Buchsenelement führt. Das
gefürchtete "Fressen" - die Kaltverschweißung von Oberflächenbereichen unter hohem
Druck reibend gegeneinander bewegter Metallflächen - gefährdet nicht nur den Sitz
des Kollektors bei entsprechenden Beschädigungen an Buchsenelement oder Welle, es
kann auch schon zuvor an dem überstehenden Ende der Motorwelle eine Beschädigung hervorrufen,
die dann den Sitz eines nachfolgend aufzubringenden Wälzlagers zerstört. In der Materialpaarung
Isolierstoff/Stahl ist eine solche Beschädigungsgefahr ausgeräumt und ein unproblematisches
Aufbringen des Kollektors auf die Motorwelle geschaffen.
[0012] Die innenliegende Isolierstoffschicht ist zweckmäßig mindestens 0,5 mm, vorzugsweise
1 bis 2 mm dick ausgebildet, um das Buchsenelement unabhängig von Toleranzen in dessen
Anordnung vor und bei dem Einbringen des Isolierstoffs abzudecken, um eine ausreichende
Nachgiebigkeit der Öffnung für den Preßsitz zu erzielen und um ggf. auch eine ausreichende
Isolierung zu gewährleisten.
[0013] Die Innenschicht kann nämlich auch Isolieraufgaben übernehmen. Diese sind insbesondere
dann gefragt, wenn nach den entsprechenden Sicherheitsvorschriften eine Doppel-isolierung
aller spannungsführenden Teile vorgesehen werden soll. Hierzu kann die Zwischenschicht
aus Isolierstoff zwischen dem Buchsenelement und der Welle herangezogen werden, wenn
das Buchsenelement aus Metall besteht. Es versteht sich, daß ein Buchsenelement in
Form eines Rohrabschnitts aus Stahl besonders preisgünstig verfügbar ist und dementsprechend
in erster Linie in Betracht kommt. Damit sind andere höherfeste Materialien, etwa
andere Metalle, Faserverbundstoffe oder Keramiken keineswegs ausgeschlossen. Das Buchsenelement
braucht auch mit seinem Innenmantel keine vollkommen geschlossene Wiederlagerfläche
für die vom Preßsitz ausgehenden Spreizdrücke zu bilden, solange es nur die Kräfte
flächenartig aufnimmt. Dies kann grundsätzlich auch mit einem sieb- oder netzartigen
Buchsenelement erfolgen, das hinreichend engmaschig eigensteif und belastbar ist.
[0014] Teilbereiche, die das Buchsenelement in seiner Zylinderebene für Materialbrücken
zwischen der Isolierstoff-Innenschicht und dem sonstigen Grundkörper freigibt, sind
sogar zweckmäßig, um den Verbund innerhalb des Grundkörpers, insbesondere auch in
bezug auf Abschergefahren längs der Grenzflächen von Isolierstoff und Buchsenelement
zu sichern. Derartige Übergangsbereiche können mit Vorteil bei einem metallischen
Buchsenelement auf die Stirnseiten verlegt werden, indem das Buchsenelement lediglich
eine geringere axiale Länge als der Isolierstoff-Grundkörper aufweist. Es versteht
sich, daß die Verbindung des Buchsenelements mit dem angrenzenden Isolierstoff an
der Innenmantelfläche und/oder Außenmantelfläche durch eine Profilierung, etwa durch
Quer- oder Gewinderillen, verbessert werden kann. Desgleichen kann eine Haftvermittlerschicht
den Zusammenhang fördern. Dies alles ergibt sich insbesondere aus jenen Scherbelastungen,
die beim Aufpressen des Kollektors auf eine Motorwelle auftreten.
[0015] Ein Ausführungsbeispiel für den Gegenstand der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt
und wird nachfolgend näher beschrieben. In der Zeichnung zeigen:
- Fig. 1
- Draufsicht auf einen Kollektor und
- Fig. 2
- Schnitt nach Linie II-II in Fig. 1.
[0016] In der Zeichnung ist ein Kollektor insgesamt mit 1 bezeichnet, der die Form eines
Zylinderkollektors mit umfangsseitig angeordneten Lamellen 2 hat, die in bekannter
Weise über nicht dargestellte Innenstege in einen im wesentlichen zylindrischen Grundkörper
3 aus Isolierstoff, nämlich einem Duroplast, eingebettet sind. Der Kollektor ist rotationssymmetrisch
bezüglich einer Achse 4 ausgebildet und innen mit einer durchgehenden Öffnung 5 versehen.
Die Öffnung 5 wird umfangsseitig durch eine Innenwandung 6 begrenzt, die zu einem
Preßsitz auf einer Elektromotorwelle vorgesehen ist. Die Innenwandung 6 geht über
eine Fase 7 in eine Stirnseite 8 über, die bei der Einpreßbewegung die Vorderseite
des Kollektors bildet. Die Fase 7 erleichtert das Aufstecken, Ausrichten und Zentrieren
des Kollektors gegenüber der Motorwelle und vermeidet Verkantungen und Beschädigungen.
[0017] Eine der Stirnseite 8 gegenüberliegende Stirnseite 9 ist im Längsschnitt treppenförmig
mit einer inneren Ringfläche 10 und einer dieser gegenüber zurückspringenden Ringfläche
11 ausgebildet, wobei letztere mit den Lamellen 2 bündig abschließt, so daß beide
einen Luftspalt zu benachbarten Metallteilen, etwa einem Wälz- oder Kalottenlager
für die Welle des Elektromotors erhalten. Damit läßt sich die Kontaktierunsgefahr
zwischen elektrisch leitenden Metallteilen, insbesondere zwischen den spannungsführenden
Lamellen 2 und dem mechanischen Aufbau des Motors vermeiden.
[0018] In den Grundkörper 3 ist ein Buchsenelement 12 eingebettet, und zwar so, daß es mit
einem Innenmantel 13 einen Abstand von etwa 1 mm zur Innenwandung 6 einhält, wobei
dieser Abstand durch eine Zwischenschicht 14 aus dem gleichen Isolierstoff gebildet
ist, der auch den übrigen Grundkörper 3 bildet.
[0019] Das Buchsenelement weist auch eine geringere axiale Länge als der Grundkörper 3 auf,
so daß es mit seinen Stirnseiten 15 bzw. 16 nicht bis an die Stirnseiten 8 und 9 des
Grundkörpers 3 heranreicht. Der Isolierstoff des Grundkörpers überbrückt und umschließt
beidendig das Buchsenelement. Damit erhält die Zwischenschicht 14 eine integrale Verbindung
zu dem übrigen Grundkörper 3. Diese Verbindungen sind für den Zusammenhalt des Kollektors
1 von besonderem Interesse, wenn die Adhäsion zwischen dem Isolierstoff längs des
Innenmantels 13 und längs eines Außenmantels 17 des Buchsenelements 12 nicht zuverlässig
ausreicht, Scherkräfte beim Aufpressen auf eine Welle zu übertragen, zumal die Aufpreßkräfte
für den gesamten Kollektor beispielsweise in einer Größenordnung von 6000 N liegen.
[0020] Abgesehen von den endseitigen Brücken zwischen der innenliegenden Schicht 14 und
dem sonstigen Grundkörper umschließt das Buchsenelement 12 die Innenwandung 6 und
stützt die Schicht 14 bei der Aufnahme von Spreizkräften im aufgepreßten Zustand ab.
[0021] Das Buchsenelement 12 ist aus einem Material höherer Festigkeit und Steifigkeit als
das Isolierstoffmaterial gebildet, im vorliegenden Fall aus Stahl. Die Zwischenschicht
wird auf diese Weise durch allseitigen Druck gehalten und stabilisiert, und das Buchsenelement
fängt die Spreizkräfte vom Preßsitz gegenüber der Motorwelle auf.
[0022] Hieraus ergibt sich ein robuster Aufbau des Kollektors. Gleichzeitig ergibt sich
eine sehr einfache Montage des Kollektors, da sich dieser mit einer innenliegenden
Isolierstoffschicht sehr viel besser und unkritischer auf eine Stahlwelle aufschieben
läßt als etwa ein Kollektor mit einer innenliegenden Metallbuchse.
[0023] Auch in der Fertigung ist der Kollektor 1 relativ einfach und preisgünstig herzustellen.
In einer Preßform werden die Lamellen 2 und das Buchsenelement 12 so angeordnet, wie
sie in dem fertigen Kollektor zueinander liegen sollen. Üblicherweise werden die Lamellen
dabei zueinander und in der Form durch besondere Halterungen nach Art einer "verlorenen
Schalung" festgelegt. Auch das Buchsenelement könnte beispielsweise durch einen Formring
aus Kunststoff festgelegt sein. Im vorliegenden Fall wird allerdings vorgesehen, daß
das Buchsenelement 12 auf einem Kranz von zwölf in Ringform zueinanderstehenden Klauen
aufsteht und von diesen mit Inneneingriff zentriert wird, die im fertigen Kollektor
entsprechende Ausnehmungen 18 hinterlassen. Die Höhlung des Kollektors wird durch
einen Zentraldorn freigehalten, so daß nach dem Ausspritzen der verbleibenden Hohlräume
mit einem Duroplast als Isolierstoff ein Kollektorrohling entsteht. Dieser Rohling
unterscheidet sich von dem dargestellten Kollektor lediglich dadurch, daß zwischen
den Lamellen 2 noch Isolierspalte 19 auszufräsen sind.
[0024] In der Regel ist der Kollektor ohne Nacharbeiten an der Innenwandung 6 bereits im
Spritzgußverfahren zu fertigen. Soweit aber Nacharbeiten erforderlich sind, lassen
sich diese unproblematisch und schnell durchführen, da der Isolierstoff sehr viel
einfacher zu bearbeiten ist als etwa eine Metallbuchse an der Innenseite.
[0025] Während das vorstehende Beispiel einen Zylinderkollektor mit durchgehender axialer
Öffnung erfaßt, wird aus dem beschriebenen Zusammenhang ohne weiteres ersichtlich,
daß ein Plankollektor eine ganz ähnliche Gestaltung erhalten kann, und daß auch Kollektoren
mit einer nur einseitig ausmündenden (Sackloch-) Öffnung entsprechend auszubilden
sind.
[0026] Die Buchse muß zur Erfüllung ihrer Funktion hinreichend fest sein. Dies wird im einfachsten
Fall mit einer Metallbuchse zu erzielen sein, für die unterschiedlichste Materialien,
auch Legierungen oder Sintermetalle in Betracht kommen. Es kann aber auch ein höherfester
Kunststoff oder ein Verbundstoff, etwa mit einer Faserarmierung, verwendet werden.
Die Buchse kann Profilierungen oder Durchbrechungen aufweisen, die einem Abscheren
entgegenwirken. Auch Buchsen in Gitterform oder Wendelform, auch mehrteilige Buchsen
aus Ringen lassen sich mit Vorteil verwenden.
1. Kollektor für einen Elektromotor oder -generator mit symmetrisch zu einer Kollektorachse
am Umfang oder an einer Stirnseite verteilten Lamellen, die in einen Isolierstoff-Grundkörper
eingelagert sind, wobei der Kollektor eine zentrale, im Durchmesser zu einem Preßsitz
auf der Welle des Elektromotors oder -generators ausgelegte Öffnung (5) aufweist,
die zur Aufnahme von Sitz- und Aufpreßkräften durch ein Buchsenelement (12) höherer
Festigkeit ausgesteift ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Buchsenelement (12) einen
Innendurchmesser aufweist, der größer als der Durchmesser der Öffnung (5) ist und
daß das Buchsenelement (12) innenseitig durch eine Schicht (14) aus Isolierstoff abgedeckt
ist.
2. Kollektor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Buchsenelement (12) die
Öffnung (5) nicht vollständig umschließt, sondern mindestens einen Teilbereich frei
läßt, in dem die Schicht (14) in den Grundkörper (3) übergeht.
3. Kollektor nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Buchsenelement (12) eine
gegenüber der Öffnung (5) verkürzte axiale Länge aufweist.
4. Kollektor nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Buchsenelement (12) an
beiden axialen Stirnseiten (8,9) gegenüber der Öffnung (5) axial zurückversetzt und
in Isolierstoff eingebettet ist.
5. Kollektor nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Buchsenelement (12)
an einer gegenüber der Öffnung (5) zurückversetzten Stirnseite (9) an zumindest drei
Abstützpunkten (18) freiliegt.
6. Kollektor nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnung
(5) zu einer Stirnseite (8) eine Fase (7) aufweist.
7. Kollektor nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die innenseitige
Schicht (14) aus Isolierstoff eine Dicke von mindestens 0,5 mm aufweist.
8. Kollektor nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Buchsenelement
(12) zumindest an einer Mantelfläche mit einer Profilierung versehen ist.
9. Kollektor nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Buchsenelement
(12) an zumindest einer Mantelfläche mit einer haftvermittelnden Schicht versehen
ist.
10. Kollektor nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß er als zylindrischer
Kollektor (1) ausgebildet ist.
11. Kollektor nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß er als Plankollektor
ausgebildet ist.
12. Kollektor nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Buchsenelement
(12) aus Metall besteht.
13. Verfahren zur Herstellung eines Kollektors nach einem der Ansprüche 1 bis 12, bei
dem ein Satz von Lamellen am Innenumfang einer zylindrischen Preßform und ein Buchsenelement
um einen Zentraldorn der Preßform fixiert werden und die Preßform nachfolgend mit
einem Isolierstoff verfüllt wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Buchsenelement mit
einem einen Ringspalt ausbildenden gleichförmigen Radial-Abstand zum Dorn angeordnet
wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Buchsenelement in der
Form auf ein zentrierendes und von einem Boden der Preßform abhebendes Formwerkzeug
mit zumindest drei kranzförmig angeordneten Klauen aufgestellt wird.
1. A collector for an electric motor or generator with segments distributed over the
periphery or on an end face symmetrically relative to a collector axis, said segments
being embedded in a basic member of insulating material, the collector comprising
a central aperture (5) the diameter of which is designed for a press fit on the shaft
of the electric motor or generator and strengthened by a bush element (12) of relatively
high strength in order to accommodate seating and press-on forces, characterised in
that the bush element (12) has an inside diameter which is greater than the diameter
of the aperture (5) and in that the bush element (12) is covered on the inside by
a layer (14) of insulating material.
2. A collector according to Claim 1, characterised in that the bush element (12) does
not pass completely around the aperture (5) but leaves at least one part free in which
the layer (14) merges into the basic member (3).
3. A collector according to Claim 2, characterised in that the bush element (12) has
an axial length which is shortened opposite the aperture (5).
4. A collector according to Claim 3, characterised in that relative to the aperture (5),
the bush element (12) is axially set back at both axial ends (8, 9) and is embedded
in insulating material.
5. A collector according to Claim 3 or 4, characterised in that at one end (9) which
is set back relative to the aperture (5), the bush element (12) is exposed at least
at three support points (18).
6. A collector according to one of Claims 1 to 5, characterised in that the aperture
(5) has a bezel (7) towards one end face (8).
7. A collector according to one of Claims 1 to 6, characterised in that the interior
layer (14) of insulating material has a thickness of at least 0.5 mm.
8. A collector according to one of Claims 1 to 7, characterised in that the bush element
(12) is profiled on at least one outer surface.
9. A collector according to one of Claims 1 to 8, characterised in that the bush element
(12) has an adhesive coating at least on one outer surface.
10. A collector according to one of Claims 1 to 9, characterised in that it is constructed
as a cylindrical collector (1).
11. A collector according to one of Claims 1 to 10, characterised in that it is constructed
as a plane collector.
12. A collector according to one of Claims 1 to 11, characterised in that the bush element
(12) consists of metal.
13. A method of producing a collector according to one of Claims 1 to 12, in which a set
of segments are fixed on the inner periphery of a cylindrical compression mould and
a bush element is fixed about a central mandrel in the compression mould, this latter
being subsequently filled with an insulating material, characterised in that the bush
element is disposed at a uniform radial distance from the mandrel to produce an annular
gap.
14. A method according to Claim 13, characterised in that the bush element is set up in
the mould on a centring mould tool projecting from one end of the compression mould
and having at least three claws disposed in a ring.
1. Collecteur de moteur ou de générateur électrique comportant symétriquement par rapport
à l'axe de collecteur, des lamelles réparties à la périphérie ou sur une face frontale
et qui sont intégrées dans un corps de base en matière isolante, le collecteur ayant
une ouverture centrale (5) dont le diamètre est prévu pour former un siège pressé
sur l'axe du moteur ou générateur électrique, et qui sert à recevoir les forces de
mise en place ou pression, ou de siège, en étant renforcé par un élément en forme
de douille (12) de plus grande résistance, collecteur caractérisé en ce que l'élément
en forme de douille (12) présente un diamètre intérieur supérieur au diamètre de l'ouverture
(5) et en ce que l'élément en forme de douille (12) est couvert du côté intérieur
par une couche (14) en matière isolante.
2. Collecteur selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément en forme de douille
(12) n'entoure pas complètement l'ouverture (5) mais laisse libre au moins une zone
partielle dans laquelle la couche (14) rejoint le corps de base (3).
3. Collecteur selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément en forme de douille
(12) présente une longueur axiale plus faible que son ouverture (5).
4. Collecteur selon la revendication 3, caractérisé en ce que l'élément en forme de douille
(12) est en retrait axialement au niveau des deux faces frontales axiales (8, 9) par
rapport à l'ouverture (5) et est intégré dans la matière isolante.
5. Collecteur selon la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce que l'élément en forme
de douille (12) présente sur une face frontale (9) en retrait par rapport à l'ouverture
(5), au moins trois points d'appui (18) laissés libres.
6. Collecteur selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que l'ouverture
(5) présente un congé (7) au niveau d'une face frontale (8).
7. Collecteur selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que la couche intérieure
(14) est en matière isolante ayant une épaisseur d'au moins o,5 mm.
8. Collecteur selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que l'élément en
forme de douille (12) présente une surface enveloppe munie d'un profil.
9. Collecteur selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que l'élément en
forme de douille (12) est muni au moins d'une couche favorisant l'accrochage sur une
surface enveloppe.
10. Collecteur selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce qu'il est en forme
de collecteur cylindrique (1).
11. Collecteur selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce qu'il est en forme
de collecteur plat.
12. Collecteur selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que l'élément
en forme de douille (12) est en métal.
13. Procédé de fabrication d'un collecteur selon l'une des revendications 1 à 12, dans
lequel un jeu de lamelles est fixé à la périphérie intérieure d'un moule cylindrique
sous pression et un élément en forme de douille est fixé autour d'une broche centrale
du moule sous pression et celui-ci est rempli de matière isolante, procédé caractérisé
en ce que l'élément en forme de douille présente par rapport à la broche une distance
radiale régulière formant un intervalle annulaire.
14. Procédé selon la revendication 13, caractérisé en ce que l'élément en forme de douille
se présente sous la forme d'un outil de moulage, de centrage, dégagé du fond du moule
sous pression en s'appuyant sur au moins trois griffes réparties en couronne.
