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EP 0 479 051 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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28.12.1994 Patentblatt 1994/52 |
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Anmeldetag: 19.09.1991 |
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Verfahren zum Überwachen von Kopiervorgängen
Method for monitoring the copying process
Procédé pour contrôler le processus de copie
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR GB LI |
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Priorität: |
02.10.1990 DE 4031110
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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08.04.1992 Patentblatt 1992/15 |
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Patentinhaber: Agfa-Gevaert AG |
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51373 Leverkusen (DE) |
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Erfinder: |
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- Benker, Gerhard, Dipl.-Ing.
W-8023 Pullach (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 208 340 GB-A- 2 077 189 US-A- 3 997 873
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EP-A- 0 257 789 US-A- 3 917 924
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung geht aus von einem Verfahren nach dem Oberbegriff des Hauptanspruches.
[0002] Seit einiger Zeit sind Geräte bekannt, mit denen von bereits entwickelten fotografischen
Filmen Kopien angefertigt, das belichtete Fotopapier entwickelt und daraufhin sortiert
abgelegt werden kann. Das hat zur Gründung von Läden oder sogar Ladenketten geführt,
in denen vor allem Hobby-Fotografen ihre entwickelten Filme abgeben, innerhalb kürzester
Zeit die Kopien mitnehmen, also auf die Fertigstellung ihres Auftrages warten können.
[0003] Es kommt nun immer wieder vor, daß Angestellte solcher Läden Aufträge auf eigene
Rechnung bearbeiten und dadurch die Geräte praktisch ohne Entgelt zu ihrem eigenen
Nutzen verwenden. Den Besitzern solcher Läden und Geräte kann dadurch ein erheblicher
Schaden entstehen.
[0004] Die GB-A-2 077 189 beschreibt eine Vorrichtung für ein elektrofotografisches Kopiergerät,
mit dem Dokumente vervielfältigt werden können. Mit dieser Vorrichtung soll ermöglicht
werden, daß die auf dem Gerät erstellten Kopien den entsprechenden Abteilungen oder
Einzelpersonen, die das Gerät benutzen, zugeordnet werden können und daß das Gerät
nicht von unbefugten Personen benutzt werden kann. Hierzu sind codierte Magnetkarten
vorgesehen, mit denen die Aktivierung des Gerätes ermöglicht wird. Die Anzahl der
erstellten Kopien wird auf ein Konto aufaddiert, das dem gelesenen Code zugeordnet
ist.
[0005] Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zum Überwachen solcher Kopieraufträge
zu entwickeln, durch das die auf einem Kopiergerät bearbeiteten Aufträge und die Anzahl
der erstellten Kopien nachweislich festgehalten werden.
[0006] Gelöst wird die Aufgabe durch die im kennzeichnenden Teil des Hauptanspruchs beschriebenen
Merkmale. Dadurch wird erreicht, daß der Kopiervorgang ohne das Eröffnen eines offiziellen
Auftrages nicht mehr gestartet werden kann. Sobald aber ein offizieller Auftrag eröffnet
wird, wird auch sichergestellt, daß dessen Daten festgehalten werden. Diese Daten
können ohne das Einverständnis oder die Zustimmung des Besitzers oder der verantwortlichen
Person nicht mehr gelöscht werden. Lediglich bei der Endkontrolle kann die Anzahl
der Kopien von der Bedienperson noch reduziert werden. In vorteilhafter Weise geschieht
dies jedoch nicht durch eine Tastatur-Eingabe, sondern mit Hilfe eines Strichcode-Lesestiftes,
so daß auch hier praktisch eine Manipulation nicht mehr möglich ist. Ebenso kann die
Auftragsnummer von der Bedienperson an der Eingabestation über einen Lesestift in
das Gerät eingelesen werden. Um bei der Endkontrolle die Arbeit zu erleichtern, könnte
auf jede Kopie zumindest ein Teil der an der Eingabestation eingelesenen Auftragsnummer
aufgedruckt werden. Dies ermöglicht eine eindeutige Zuordnung der Kopien zu dem jeweiligen
Auftrag.
[0007] Ist an das Kopier- und Entwicklungsgerät eine Auspreis-Einheit mit Datenspeicher
angeschlossen, so wird in vorteilhafter Weise bei jeder Auftragseröffnung ein entsprechender
Datensatz in dem Datenspeicher angelegt.
[0008] Die Auftragsnummer und die entsprechenden Kopierdaten werden dann in diesen Datensatz
übertragen. Bei der Endkontrolle wird die Anzahl der erstellten Kopien durch die Bedienperson
noch korrigiert. Dieser Datensatz kann dann nur über ein spezielles, zugriffgeschütztes
Programm geändert oder gelöscht werden.
[0009] Müssen über das Gerät einmal eine größere Anzahl von Testkopien gefahren werden,
so wird auch für diese Kopien ein spezieller Datensatz angelegt und entsprechend gekennzeichnet.
[0010] Wird nach dem Starten des Kopiervorganges durch das Einlesen der Auftragsnummer die
Auspreis-Einheit ausgeschaltet und erst am Ende des Auftrags wieder eingeschaltet,
werden auch die in dieser Zeit erstellten Kopien in den eröffneten Datensatz übertragen.
[0011] Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und werden
nachfolgend anhand der Zeichnung näher beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Ablaufschema des erfindungsgemäßen Verfahrens und
- Fig. 2
- ein Kopier- und Entwicklungsgerät, das nach dem erfindungsgemäßen Verfahren arbeitet.
[0012] Das kombinierte Kopier- und Entwicklungsgerät weist einen Eingabe-Arbeitsplatz 1
auf. Hier wird mit Hilfe des Lesestiftes 2 die Auftragsnummer von der Auftragstasche
abgenommen und eingelesen. Das Kopier- und Entwicklungsgerät steht über die Leitung
3 mit dem Datenspeicher 10 der Auspreis-Einheit in Verbindung. Im Datenspeicher wird
für die eingelesene Auftragsnummer ein Datensatz angelegt. Die Bedienungsperson legt
nun an der Eingabestation 1 den Film in die Vorlagenbühne der Kopiervorrichtung 4
ein. Es wird nun von dem Gerät geprüft, ob bereits mit Hilfe des Lesestiftes 2 eine
Auftragsnummer eingelesen und ein Datensatz angelegt wurde. Sollte dies nicht der
Fall sein, bleibt die Kopiervorrichtung 4 gesperrt und es wird eine Fehlermeldung
generiert. Weiterhin erfolgt die Aufforderung, zuerst die Auftragsnummer einzulesen.
[0013] War die Auftragsnummer ordnungsgemäß eingelesen worden, so wird der Film selbständig
in die Kopiervorrichtung 4 eingezogen, gescannt und kopiert. Das während des Kopiervorganges
belichtete Fotopapier wird in der Entwicklungsvorrichtung 5 entwickelt, geschnitten
und im Sorter 6 nach Aufträgen geordnet abgelegt.
[0014] An der Endkontrollstation 7 werden alle Bilder eines jeden Auftrages nochmals auf
ihre Qualität untersucht. Sollten unverkäufliche Bilder dabeisein, muß dies beim Auspreisen
berücksichtigt werden. Der für den Auftrag angelegte Datensatz, in den zwischenzeitlich
auch die Kopierdaten - wie z. B. die Anzahl der Kopien - übertragen wurden, muß entsprechend
korrigiert werden. Um auch hier keine Manipulation zuzulassen, geschieht dies nicht
über eine Tastatur-Eingabe, sondern mit Hilfe des Lesestiftes 8. Dies kann entweder
dadurch erfolgen, daß der Lesestift über einen Strichcode auf der Rückseite der Kopie
geführt wird, der die Auftragsnummer und die Bildnummer enthält, oder es ist ein Tablett
mit verschiedenen Strichcodes vorgesehen und die Bedienperson sucht sich den entsprechenden
Strichcode zur Preisreduzierung unter der angebotenen Auswahl aus. Der für den Auftrag
angelegte Datensatz wird dann entsprechend geändert.
[0015] Ist der Auftrag dann auf diese Weise geprüft, kann er von der Bedienperson am Endkontrollplatz
7 abgeschlossen werden. Die Auspreisung kann entweder durch das Einlegen der Auftragstasche
in einen Drucker 9 erfolgen oder aber es wird ein auf dem Drucker angefertigtes Preisschild
auf der Auftragstasche angebracht.
1. Verfahren zum Überwachen des Kopiervorganges in fotografischen Kopiergeräten, mit
denen Papierbilder von belichteten Filmen angefertigt werden, insbesondere in Geräten
in denen eine Kopiereinheit mit einer Entwicklungseinheit kombiniert ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Kopiervorgang nur durch das Einlesen von Daten, die einen bestimmten Auftrag
kennzeichnen - beispielsweise einer Auftragsnummer- gestartet werden kann und daß
diese Daten zusammen mit den Kopierdaten gespeichert und vor unberechtigtem Zugriff
geschützt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zu Beginn eines jeden Auftrages
die Auftragsnummer in den Datenspeicher (10) einer Preisauszeichnungseinheit eingegeben
und ein dazugehöriger Datensatz eröffnet wird, bei Auftragsende Kopierdaten - wie
z. B. die Anzahl der erstellten Kopien - in den Datensatz übertragen werden und der
Datensatz nach einer Endkontrolle hinsichtlich unverkäuflicher Kopien korrigiert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß für die Endkontrolle auf jeder
Kopie zumindest ein Teil der Auftragsnummer aufgedruckt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Auftragsnummer von der
entsprechenden Auftragstasche über einen Strichcode-Aufnehmer (2) eingelesen wird
und der Datensatz nach der Endkontrolle ebenfalls mit einem Strichcode-Aufnehmer (8)
korrigiert wird.
5. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß für Testkopien ein eigener
Testdatensatz eröffnet wird.
6. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß nach einem Ausschalten der
Preisauszeichnungseinheit beim Wiedereinschalten die in der Zeit erstellte Anzahl
von Kopien in den Datensatz übertragen wird.
7. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem oder mehreren der Ansprüche
1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß an einem kombinierten Kopier- (4) und Entwicklungsgerät
(5) für die Erstellung von Papierbildern von fotografischen Filmen eine Preisauszeichnungseinheit
zum Berechnen und Drucken des Preises für jeden Auftrag vorgesehen ist, daß die Eingabestation
(1) für die fotografischen Filme mit einem Strichcode-Leser (2) zum Einlesen der Auftragsnummer
von der Auftragstasche und der Arbeitsplatz zur Endkontrolle (7) mit einem Strichcode-Leser
(8) zum Eingeben der Korrekturen versehen ist und daß'Mittel vorhanden sind, die die
Kopiervorrichtung (4) sperren, solange über den Strichcode-Leser (2) an der Eingabestation
(1) keine Auftragsnummer eingelesen wurde.
1. Method for monitoring the copying process in photographic copying machines, with which
paper images are produced from exposed films, in particular in machines in which a
copying unit is combined with a developing unit, characterised in that the copying
process can be started only by the reading in of data which denote a particular order
- for example of an order number - and that these data are stored together with the
copying data and are protected against unauthorized access.
2. Method according to claim 1, characterised in that at the start of each individual
order the order number is loaded into the data memory (10) of a price marking unit
and an associated data set is opened, on completion of the order copying data - such
as e.g. the number of copies made - are transferred into the data set and the data
set is corrected after a final check with regard to unsaleable copies.
3. Method according to claim 2, characterised in that for the final check there is printed
on each copy at least a part of the order number.
4. Method according to claim 2, characterised in that the order number is read in from
the corresponding order pocket via a bar code sensor (2) and the data set is after
the final check likewise corrected with a bar code sensor (8).
5. Method according to claim 2, characterised in that a special test data set is opened
for test copies.
6. Method according to claim 2, characterised in that on re-connection of the price marking
unit after a disconnection the number of copies made within this period is transferred
into the data set.
7. Apparatus for carrying out the method according to one or more of claims 1 to 6, characterised
in that there is provided on a combined copying (4) and developing machine (5) for
the making of paper images from photographic films a price marking unit for calculating
and printing the price for each order, that the loading point (1) for the photographic
films is provided with a bar code reader (2) for reading in the order number from
the order pocket and the work station for the final check (7) with a bar code reader
(8) for loading the corrections and that means are provided which lock the copying
apparatus (4) so long as no order number has been read in via the bar code reader
(2) at the loading point (1).
1. Procédé pour la surveillance de l'opération de copie dans des appareils de copie photographiques,
avec lesquels, des épreuves sur papier de films impressionnés sont fabriquées, en
particulier dans des appareils dans lesquels une unité de copie est combinée avec
une unité de développement, caractérisé en ce que l'opération de copie ne peut être
démarrée que par la mise en mémoire de données, qui caractérisent un ordre déterminé
- par exemple un numéro d'ordre -, et en ce que ces données sont emmagasinées ensemble
avec les données de copie et sont protégées contre un accès injustifié.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'au commencement de chaque ordre,
le numéro d'ordre est introduit dans la mémoire de données (10) d'une unité de marquage
de prix, et un jeu de données associé à celui-ci est communiqué ; lors de fin d'ordre,
des données de copies - comme par exemple le nombre de copies produites - sont transmises
dans le jeu de données, et le jeu de données, après un contrôle final, est corrigé
en prenant compte les copies invendables.
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que pour le contrôle final, sur
chaque copie, au moins une partie du numéro d'ordre est imprimé.
4. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que le numéro d'ordre de la pochette
d'ordre concernée est mis en mémoire par l'intermédiaire d'un élément d'accueil de
code à barres (2), et le jeu de données, après les contrôles finaux, est également
corrigé avec un élément de réception de code à barres (8).
5. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que, pour des copies d'essai,
un jeu de données d'essai propre est communiqué.
6. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'après une mise hors service
de l'unité de marquage de prix, lors de la remise en service, le nombre de copies
produit dans le temps est transmis dans le jeu de données.
7. Procédé pour la mise en oeuvre du procédé selon une ou plusieurs des revendications
1 à 6, caractérisé en ce qu'à un appareil combiné de copie (4) et de développement
(5) pour la production d'épreuves sur papier de films photographiques, est prévue
une unité d'émission de prix pour le calcul et l'impression du prix pour chaque ordre,
en ce que le poste d'introduction (1) pour les films photographiques est pourvu d'un
lecteur de code à barres (2), pour la mise en mémoire du numéro d'ordre de la pochette
d'ordre, et la place de travail pour le contrôle final (7) est pourvue d'un lecteur
de code à barres (8), pour l'introduction des corrections, et en ce que des moyens
sont présents, qui verrouillent le dispositif de copie (4), aussi longtemps qu'aucun
numéro d'ordre n'a été mis en mémoire, par l'intermédiaire du lecteur de code à barres
(2), au poste d'introduction (1).

