| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 544 730 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
28.12.1994 Patentblatt 1994/52 |
| (22) |
Anmeldetag: 20.08.1991 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)5: D03D 47/36 |
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/EP9101/579 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 9203/604 (05.03.1992 Gazette 1992/06) |
|
| (54) |
VERFAHREN ZUM STEUERN EINER SCHUSSFADENLIEFER- UND -MESSVORRICHTUNG SOWIE SCHUSSFADENLIEFER-
UND -MESSVORRICHTUNG
PROCESS FOR CONTROLLING A WEFT THREAD FEED AND MEASUREMENT DEVICE
DISPOSITIF D'AMENEE ET DE MESURE DU FIL DE TRAME ET SON PROCEDE DE COMMANDE
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
BE CH DE IT LI NL SE |
| (30) |
Priorität: |
21.08.1990 DE 4026434
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
09.06.1993 Patentblatt 1993/23 |
| (73) |
Patentinhaber: IRO AB |
|
S-523 01 Ulricehamn (SE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- JOSEFSSON, Pär
S-502 51 Boras (SE)
- FRITZSON, Joachim
S-523 35 Ulricehamn (SE)
|
| (74) |
Vertreter: Grünecker, Kinkeldey,
Stockmair & Schwanhäusser
Anwaltssozietät |
|
Maximilianstrasse 58 80538 München 80538 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 112 555 EP-A- 196 676 EP-A- 253 359
|
EP-A- 176 987 EP-A- 228 089 EP-A- 286 590
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1
sowie eine zum Durchführen des Verfahrens geeignete Vorrichtung gemäß nebengeordnetem
Anspruch 17.
[0002] Bei einer unter der Bezeichnung IWF 8407 bzw. Comet bekannten Schußfadenliefer- und
-meßvorrichtung der Fa. IRO AB wird das Freigabesignal an einem bestimmten Zeitpunkt
erzeugt. Die Stopvorrichtung, bestehend aus dem Stopelement und einem dieses betätigenden
Elektro-Magneten, besitzt einen in der Praxis unvermeidbaren Freigabe-Toleranzbereich,
d.h. die Zeit zwischen dem Freigabesignal und der Ist-Freigabe kann in Abhängigkeit
von äußeren und inneren Einflüssen variieren. Die Größe des Freigabetoleranzbereichs
hängt, dabei von solchen variablen Einflüssen wie dem Anlagedruck des Schußfadens
am Stopelement, dem Bewegungswiderstand des Stopelementes unter seitlicher Belastung
und seiner Massenträgheit, der Größe des Spaltes für den Durchgang der Abzugsstelle,
der Qualität und der Garnnummer des Schußfadens, dem Ansprechverhalten des Elektro-Magneten
und dgl. ab. Für die Textilmaschine gibt es bei jedem Betriebsfall einen Soll-Freigabezeitpunkt,
an dem der Schußfaden seine Bewegung aufnehmen sollte, damit die Textilmaschine optimal
arbeiten kann. Der Soll-Freigabezeitpunkt ist ein maschinen- und/oder fadenspezifischer
Richtwert.
[0003] Gerade bei modernen Düsenwebmaschinen mit bis zu 1500 Eintragvorgängen pro Minute
ist es wichtig, daß die den Schußfaden messende und liefernde Vorrichtung so exakt
wie möglich synchron mit der Düsenwebmaschine arbeitet. Die Freigabe des Schußfadens
sollte jeweils möglichst genau am Soll-Freigabezeitpunkt stattfinden, wobei Abweichungen
allenfalls bis zu ca. 3° eines Zyklusses tolerierbar sind. Die Hersteller der Düsenwebmaschinen
fordern demzufolge eine hohe Synchronisationsgenauigkeit, um zwischen dem Öffnen und
Schließen des Webfaches nicht durch ungenaues Ansprechen der Schußfadenliefer- und
-meßvorrichtung eingeschränkt zu sein. Bei dem Toleranzbereich üblicher Stopvorrichtungen
kann diese Forderung nicht zufriedenstellend erfüllt werden. Bei der bekannten Vorrichtung
mit einer Stopvorrichtung und einem Durchgangssensor und radial verstellbarer Speicherfläche
wird ein hochwertiger, teurer und in Versuchen ausgewählter Elektro-Magnet für das
Stopelement verwendet und wird die Stopvorrichtung mit hohem Fertigungsaufwand exakt
abgestimmt, um einen möglichst engen Freigabetoleranzbereich zu erhalten, der einmal
auf den Soll-Freigabezeitpunkt eingestellt wird. Dies ist kostenintensiv und zeitaufwendig.
[0004] Bei einer aus der EP-A2-01 12 555 bekannten Schußfadenliefer- und -meßvorrichtung
wird das Freigabesignal für das Stopelement maschinentaktabhängig von einem von der
Düsenwebmaschine betätigten Signalgeber erzeugt. Ob wegen des unvermeidlichen Freigabe-Toleranzbereiches
der Ist-Freigabezeitpunkt dann mit einem Soll-Freigabezeitpunkt genau genug übereinstimmt
oder nicht wird nicht berücksichtigt. In derselben Umfangsposition wie das Stopelement
an der Trommel befindet sich ein zugeordneter Durchgangssensor, dessen Signale ausschließlich
zum Ein- und Ausschalten eines Zählers für von einem Oszillator erzeugte Zeitsignale
benutzt werden, um die Zeitdauer für den Abzug einer vollständigen Windung ermitteln
zu können.
[0005] Bei einem aus EP-A-0 228 089 bekannten Verfahren wird das Stopsignal für das Stopelement
auf der Basis eines aktuellen Ankunftssignals des Schußfadenendes am gegenüberliegenden
Fachrand auf der Zeit- oder Drehwinkelachse korrigiert. Der Zeitpunkt bzw. Drehwinkel
des Stopsignals wird jedoch nur dann in der einen oder anderen Richtung korrigiert,
wenn der Zeitpunkt des aktuellen Ankunftssignals in etwa mit einem vorgegebenen Zeitpunkt
übereinstimmt. Mit anderen Worten erfolgt die Korrektur des Zeitpunkts des Stopsignals
in Abhängigkeit von der Größe einer Zeitoder Winkeldifferenz zwischen dem Zeitpunkt
oder Winkel des aktuellen Ankunftssignals und einem vorgegebenen Sollzeitpunkt. Der
Ist-Freigabezeitpunkt des Schußfadens bleibt bei dieser Korrektur außer Betracht,
denn es wird nur der Zeitpunkt bzw. der Drehwinkel des Freigabesignals auch eine Freigabesignal-Einstellvorrichtung
bestimmt. Bei diesem Verfahren läßt sich die tatsächliche Bewegungsaufnahme des Schußfadens
beim Eintragen nicht berücksichtigen.
[0006] Bei einem aus EP-A-0 196 676 bekannten Verfahren wird der Zeitpunkt (Drehwinkel)
des Stopsignals für den Betätigungsmagneten des Stopelements auf der Basis eines Sync-Signals
der Webmaschine vorwärts oder rückwärts verschoben, um das Stopsignal genau auf einen
vorbestimmten Zeitpunkt bzw. Drehwinkel einzustellen. Der Ist-Freigabezeitpunkt des
Schußfadens wird außer acht gelassen, weil nur der Zeitpunkt bzw. Drehwinkel festgelegt
wird, an bzw. bei dem das Freigabesignal erzeugt wird. Der Ist-Freigabezeitpunkt wird
weder ermittelt noch korrigiert.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs genannten Art
sowie eine zum Durchführen des Verfahrens geeignete Vorrichtung anzugeben, die synchron
mit der Textilmaschine arbeitet und mit einem preiswerten Elektro-Magenten für das
Stopelement auskommt.
[0008] Die gestellte Aufgabe wird mit den aus dem Verfahrensanspruch 1 und im nebengeordneten
Anspruch 17 entnehmbaren Merkmalen gelöst.
[0009] Der Ist-Freigabezeitpunkt wird bei einer unzulässigen Abweichung zur Synchronisation
der Schußfadenliefer- und -meßvorrichtung auf die Textilmaschine so eingestellt, daß
bereits einer der nächsten Ist-Freigabezeitpunkte mit dem Soll-Freigabezeitpunkt übereinstimmt.
Der individuelle Freigabetoleranzbereich der Stopvorrichtung wird kompensiert, weil
der Ist-Freigabezeitpunkt nachträglich an den sich beim Arbeiten tatsächlich einstellenden
Toleranzbereich angepaßt wird. Es läßt sich ein preiswerter Elektro-Magnet verwenden,
der an Sich zu einem relativ großen Freigabetoleranzbereich führte, denn durch die
Verstellung des Parameters für das Freigabesignal werden nicht nur die Größe des aktuellen
Toleranzbereiches berücksichtigbar, sondern auch Veränderungen der Toleranz im Betrieb.
Für die Stopvorrichtung ist keine teure Vorabfeinabstimmung mehr nötig, weil die Vorrichtung
während des Betriebes mit der Textilmaschine synchronisiert wird.
[0010] In der Vorrichtung gemäß Anspruch 17 wird der Ist-Freigabezeitpunkt durch Abtasten
ermittelt. Es kann ein kostengünstiger einfacher Magnet für das Stopelement verwendet
werden, weil der sich in der Praxis ergebende Freigabetoleranzbereich keinen spürbaren
Einfluß mehr hat. Dies ist wichtig auch für Reparaturen, weil jeder die grundsätzlichen
Anforderungen erfüllende erhältliche Elektro-Magnet im Austausch benutzbar ist. Die
Vorrichtung arbeitet zuverlässig und mit vertretbarem steuerungstechnischen Aufwand,
weil sie sich in gewinnbringender Weise tatsächlich auftretender, klarer Ist-Zustandsgrößen
bedient, nämlich des Synchronisationssignals bzw. des Soll-Freigabezeitpunkts der
Textilmaschine und der Ist-Freigabe der Abzugsstelle, um die Bewegung des Stopelements
korrekt zu steuern.
[0011] Die Ansprüche 2, 3 und 4 sind auf zweckmäßige Verfahrensvarianten gerichtet. Gemäß
Anspruch 2 bedarf es nur der Verstellung des Zeitpunktes des Beginns des Freigabesignals,
um bei dem zunächst als konstant anzusehenden Toleranzbereich bzw. der Ansprechzeit
der Stopvorrichtung den Ist-Freigabezeitpunkt korrekt an den Soll-Freigabezeitpunkt
anzugleichen. Gemäß Anspruch 3 wird durch Regeln der Strombeaufschlagung bei unverändertem
Zeitpunkt des Freigabesignals das Ansprechen des Elektro-Magenten beschleunigt oder
verzögert. Ähnlich wird bei Anspruch 4 die Ansprechdauer der Stopvorrichtung verlängert
oder verkürzt. Diese vorerwähnten Verfahrensvarianten können bei Bedarf auch miteinander
kombiniert eingesetzt werden.
[0012] Das Synchronisationssignal der Textilmaschine wird zwar üblicherweise schon bereitgestellt.
Sein Zeitpunkt bzw. die Winkelposition des Signals während eines 360°-Zyklusses liegt
durch die Textilmaschine fest bzw. wird durch den Maschinenführer eingestellt. Das
Sychronisationssignal steht in gleichbleibender exakter Relation z.B. zum Öffnen und
Schließen des Fachs und damit zu dem für die Webmaschine idealen Soll-Freigabezeitpunkt
bzw. Soll-Winkelwert der Freigabe des Schußfadens. Die Webmaschine verlangt sozusagen
die Freigabe des Schußfadens zum Soll-Freigabezeitpunkt. Dem wird durch die Angleichung
Rechnung getragen.
[0013] Selbst wenn durch sich ändernde Einflüsse der Ist-Freigabezeitpunkt variieren sollte,
wird bei der Verfahrensvariante gemäß Anspruch 5 rasch eine exakte Angleichung an
den Soll-Freigabezeitpunkt gewährleistet. Unter der Betriebsdauer der Textilmaschine
wird dabei ein Zeitraum verstanden, über den die Textilmaschine ohne Änderung grundlegender
Funktionsparameter arbeitet. In der Schußfadenliefer- und -meßvorrichtung ist der
Soll-Freigabezeitpunkt bzw. Soll-Winkelwert für die Freigabe bekannt, wobei der Zeit-
oder Winkelabstand zwischen dem Synchronisationssignal und dem Soll-Freigabezeitpunkt
bzw. dem Winkelwert der Freigabe festbleibend ist. Der Soll-Freigabezeitpunkt kann
entweder von der Textilmaschine als Signal bereitgestellt werden. Er kann aber auch
in der Schußfadenliefer- und -meßvorrichtung einmal in bezug auf das Synchronisationssignal
festgelegt werden. Es ist auch denkbar, zwischen der Textilmaschine und der Schußfadenliefer-
und -meßvorrichtung ein Zwischenglied zum Festlegen und Engeben des Soll-Freigabezeitpunkts
zu verwenden. Es ist ferner denkbar, bei jedem Maschinenzyklus ein Synchronisationssignal
und ein Signal für den Soll-Freigabezeitpunkt zu erzeugen. Das Signal für den Soll-Freigabezeitpunkt
könnte auch von der Webmaschine nur einmal (beim Anlaufen einer Betriebsdauer) abgegeben
und dann in der Steuervorrichtung der Liefer- und Meßvorrichtung festgehalten werden.
Mit jedem Synchronisationssignal wird dann der Soll-Freigabezeitpunkt zum Vergleichen
und zum Angleichen abgerufen. Steuerungstechnisch einfach ist dabei die Vorgangsweise
gemäß Anspruch 6.
[0014] Bei der Verfahrensvariante gemäß Anspruch 7 wird permanent eine exakte Angleichung
gewährleistet. Variationen des Toleranzbereiches treten allerdings relativ langsam
ein, so daß sich das System an die Variationen leicht anzupassen vermag.
[0015] Gemäß Anspruch 8 wird das Angleichen automatisch durchgeführt. Das kann permanent,
aber auch nur in der Anlaufphase, nach Stillstandszeiten oder regelmäßig während der
Betriebsdauer erfolgen, um die Steuervorrichtung oder einen Mikroprozessor zu entlasten.
[0016] Zweckmäßig ist die Ausführungsform gemäß Anspruch 9, bei der sich das Verfahren nach
dem ersten Durchgangssignal richtet. Ein Abstand zwischen dem Stopelement und dem
Durchgangssensor kann schon bei der Festlegung des Soll-Freigabezeitpunkts berücksichtigt
werden.
[0017] Der Ist-Freigabezeitpunkt kann ferner durch eine Konstante für das Durchgangssignal
oder durch Rückrechnen auf der Basis der Fadengeschwindigkeit festgestellt werden,
entsprechend Anspruch 10.
[0018] Einfach ist ferner die Verfahrensvariante gemäß Anspruch 11, bei der der Ist-Freigabezeitpunkt
durch aktives Abtasten ermittelt wird. Mit einer Abtastung kann der Ist-Freigabezeitpunkt
nämlich sehr genau ermittelt werden.
[0019] Zweckmäßige Verfahren zum Abtasten gehen aus den Ansprüchen 12, 13 und 14 hervor.
Bei piezo-elektrischer, opto-elektronischer, kapazitiver oder induktiver Abtastung
des Schußfadens bzw. des Stopelementes wird genau der Ist-Zeitpunkt festgestellt,
an dem die Abzugsstelle ihre Bewegung aufnimmt. Durch eine Überwachung des Verlaufs
des Signals für den Elektro-Magneten anhand der elektromotorischen Kraft wird eine
ausreichend genaue Aussage für den Ist-Freigabezeitpunkt gefunden. Im Verlauf des
Signals des Elektro-Magneten tritt bei der Freigabestellung des Stopelementes eine
Einbuchtung auf, die Sich gut abtasten läßt.
[0020] Das erfindungsgemäße Verfahren berücksichtigt auch die Erfahrung, daß sich die Freigabetoleranz
der Stopvorrichtung nicht sprunghaft von einem Eintrag zum anderen ändert, sondern
daß Änderungen allmählich auftreten. Mit der Maßnahme, den Freigabesignalzeitpunkt
oder einen Betätigungsparameter jeweils für den nächsten Eintrag oder für einen der
nächsten Eintragvorgänge zu verstellen, wird eine sehr präzise Angleichung erreicht.
Signifikante Änderungen können z.B. nach einer Umstellung der Schußfaden-Liefer- und
-meßvorrichtung auf eine neue Schußfadenlänge auftreten. Dem wird aber durch die dann
sofort vorgenommene Angleichung nach Betriebsaufnahme Rechnung getragen.
[0021] Für die Praxis wichtige Vorgangsweisen gehen aus den Ansprüchen 15 und 16 hervor.
Je nach Anwender, Maschinenhersteller oder Konzeption der Steuervorrichtungen wird
entweder das Prinzip vorgezogen, die Zeitpunkte auf einer Zeitachse und die Abstände
zwischen den Zeitpunkten als Zeitabstände zu verarbeiten, oder die Zeitpunkte und
die Zeit-Abstände als Wege oder Winkelpositionen auf einem den Maschinenzyklus repräsentierenden
Kreis (360°) zu berücksichtigen.
[0022] Das aus den Ansprüchen 17 und 18 entnehmbare Bauprinzip ist nicht nur für Vorrichtungen
mit einer Stopvorrichtung und einem Durchgangssensor und radial verstellbarer Trommel
brauchbar, sondern auch für Schußfadenliefer- und -meßvorrichtungen mit festem Trommeldurchmesser,
einem Durchgangssensor und einer Vielzahl von in Umfangsrichtung gleichmäßig verteilten
Stopvorrichtungen oder sogar mit mehreren Durchgangssensoren, wobei dann bei jeder
Stopvorrichtung eine Detaktionsvorrichtung vorgesehen ist, um den Ist-Freigabezeitpunkt
dieser Stopvorrichtung festzustellen. Bei mehreren Stopvorrichtungen entfällt zwar
die Veränderung des Freigabetoleranzbereiches bei Umstellarbeiten zum Anpassen an
die Schußfadenlänge; trotzdem kann der Ist-Freigabezeitpunkt abweichen. Bei mehreren
Stopvorrichtungen und nur einem Durchgangssensor könnte das Durchgangssignal für die
Ermittlung des jeweiligen Ist-Freigabezeitpunkts herangezogen werden, in dem die Steuervorrichtung
jeder Stopvorrichtung sozusagen eine individuelle Konstante zuordnet, die vom Winkelabstand
zwischen der Stopvorrichtung und dem Durchgangssensor abhängt. Die Konstanten sind
dann in einer Art Tabelle gespeichert und werden bei Betätigung der Stopvorrichtung
entsprechend abgerufen. Der Vorteil preiswerter Elektro-Magneten kommt dann besonders
zum Tragen, da entlang der Speicherfläche bis zu 24 Stopvorrichtungen verteilt sein
können.
[0023] Mit der Vorrichtung gemäß Anspruch 18 läßt sich mit dem ersten Durchgangssignal bei
oder kurz nach der Freigabe der Ist-Freigabezeitpunkt genau genug feststellen. Je
näher der Durchgangssensor beim Stopelement angeordnet ist, desto genauer ist das
Durchgangssignal für den Ist-Freigabezeitpunkt. Die Abweichung zwischen dem Ist-Freigabezeitpunkt
und dem Soll-Freigabezeitpunkt ist ein aussagefähiger Richtwert für das Ausmaß und
die Richtung der Verstellung oder Veränderung des Parameters für das Freigabesignal,
um beim oder bei einem folgenden Eintrag den Ist-Freigabezeitpunkt genau oder fast
genau im Soll-Freigabezeitpunkt zu haben. Liegt der Ist-Freigabezeitpunkt nach dem
Soll-Freigabezeitpunkt, dann wird der Zeitpunkt für das Freigabesignal vorverstellt
oder die Ansprechzeit verkürzt. Liegt hingegen der Ist-Freigabezeitpunkt früher als
der Soll-Freigabezeitpunkt, dann wird der Zeitpunkt für das Freigabesignal entsprechend
nachverstellt oder die Ansprechzeit verlängert. Die Freigabe wird so ausreichend genau
mit der Textilmaschine synchronisiert.
[0024] Bei der Ausführungsform gemäß Anspruch 19 verändert der Versorgungsstromregelschaltkreis
in Abhängigkeit von einer festgestellten Abweichung zwischen dem Ist-Freigabezeipunkt
und dem Soll-Freigabezeitpunkt die Energiebeaufschlagung des Elektro-Magneten, z.B.
durch Änderung der Stromstärke, Modulation des Freigabesignals oder mittels ähnlicher
elektronischer Einflußnahmen, um die Zeitdauer zwischen dem Zeitpunkt des Beginns
des Freigabesignals und dem Ist-Freigabezeitpunkt zu verlängern oder zu verkürzen.
In der Praxis könnte dies in einfacher Weise durch eine Veränderung des Anzugsstroms
für den Elektro-Magneten erfolgen, während der Haltestrom des Elektro-Magneten nicht
verändert wird.
[0025] Günstig ist ferner die Ausführungsform gemäß Anspruch 20. Der Durchgangssensor findet
den Ist-Freigabezeitpunkt
am genauesten, wenn er an der Umfangsposition des Stopelements liegt. Aber auch bei
einer in Umlaufrichtung der Abzugsstelle hinter dem Stopelement liegenden Position
des Durchgangssensors wird ein für die Ermittlung des Ist-Freigabezeitpunktes aussagekräftiges
Durchgangssignal erzeugt. Günstig ist ein möglichst geringer, aber nicht zu kleiner
Abstand zwischen dem Stopelement und dem Durchgangssensor, damit ein deutliches Durchgangssignal
entsteht.
[0026] Besonders wichtig ist ferner die Ausführungsform gemäß Anspruch 21, weil es herstellungs-,
einstellungs- und montagetechnische Vorteile erbringt, wenn die Sensoren und die Stopvorrichtung
in ein und derselben Baueinheit untergebracht sind.
[0027] Eine weitere, vorteilhafte Ausführungsform geht aus Anspruch 22 hervor. Die Auswerteschaltung
der Detektionsvorrichtung ermittelt den Ist-Freigabezeitpunkt durch die für die Freigabe
signifikante Verlaufsänderung, z.B. eine Einbuchtung im Verlauf. Diese Einbuchtung
tritt abhängig vom jeweiligen Ansprechverhalten des Stopelementes und des Magneten
dann auf, wenn der Anker im Begriff ist, seine Endstellung zu erreichen und das Stopelement
die Abzugsstelle freigibt. Dies ist ein auch für Vorrichtungen mit mehreren in Umfangsrichtung
verteilten Stopvorrichtungen und einer Trommel mit festem Durchmesser brauchbares
Prinzip.
[0028] Zweckmäßig sind ferner die Ausführungsformen gemäß den Ansprüchen 23 und 24. Die
Bewegungsaufnahme des Schußfadens wird unmittelbar festgestellt und so der Ist-Freigabezeitpunkt
gefunden.
[0029] Alternativ ist auch die Ausführungsform von Anspruch 25 günstig. Die signifikante
Position muß nicht notwendigerweise die vollständig eingezogene Position des Stopelementes
sein, sondern die Position, bei der die Wahrscheinlichkeit der Freigabe der Abzugsstelle
am größten ist. Der Positionssensor muß deshalb auf die jeweiligen Bedingungen genau
einjustiert werden, z.B. auf die Fadenqualität oder Fadenstärke und die Spaltweite.
[0030] Wichtig ist schließlich auch die Ausführungsform gemäß Anspruch 26, bei der der Soll-Freigabezeitpunkt
entweder als Zeitpunkt auf der Zeitachse oder als Winkelposition auf einem 360°-Kreisbogen
festgelegt ist.
[0031] Anhand der Zeichnung werden Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1 + 2
- einen Längsschnitt und eine Stirnansicht einer Schußfadenliefer- und -meßvorrichtung,
- Fig. 3
- ein Schaubild,
- Fig. 4
- ein Schema zu Fig. 2,
- Fig. 5
- eine geänderte Ausführungsform, ähnlich der von Fig. 4,
- Fig. 6
- eine weitere Ausführungform,
- Fig. 7
- eine weitere Ausführungsform,
- Fig. 8
- ein Diagramm,
- Fig. 9
- ein Blockschaltbild, und
- Fig. 10
- ein weiteres Blockschaltbild.
[0032] Eine Schußfadenliefer- und -meßvorrichtung V dient zum Speichern eines fortwährend
gebildeten, aus Windungen bestehenden Vorrats T eines Schußfadens F, der für eine
Textilmaschine, z.B. eine Düsenwebmaschine, bereitgestellt und taktweise in genau
bemessenen Längsabschnitten verbraucht wird. Die Vorrichtung V enthält in einem Gehäuse
1 einen Antriebsmotor M für ein aus einer Hohlwelle 3 und einem schräg davon abstehenden
Rohr 4 bestehendes Aufwickelorgan für den Faden F, der an einem Ende der Vorrichtung
zugeführt und durch das Aufwickelorgan 4 auf eine trommelförmige Speicherfläche 5
aufgewickelt wird, die aus einzelnen, radial verstellbaren Fingern 6 besteht. Zum
Verstellen der Finger 6 dient eine Stellscheibe 7. Die Speicherfläche 5 ist mit Lagern
10 auf dem verlängerten Ende der Hohlwelle 3 drehbar gelagert und wird durch Magneten
9 am Mitdrehen gehindert. Am Gehäuse 1 ist eine Baueinheit B befestigt, die sich über
einen begrenzten Umfangsbereich der Speicherfläche 5 erstreckt und mit ihr einen Spalt
P begrenzt, durch den der Faden F mit entlang des Abzugsrandes umlaufender Abzugsstelle
abziehbar ist.
[0033] Die Baueinheit B enthält eine Stopvorrichtung A, bestehend aus einem radial zwischen
einer den Spalt P durchquerenden Stopstellung und einer aus dem Spalt P herausgezogenen
Freigabestellung hin- und herbeweglichen Stopelement 11 und einem Elektro-Magneten
12. Ferner enthält sie einen Referenzsensor R und einen Durchgangssensor D. Der Referenzsensor
R befindet sich in Umlaufrichtung (durch einen Pfeil angedeutet) der Abzugsstelle
vor dem Stopelement 11, der Durchgangssensor D in Umlaufrichtung hingegen knapp hinter
dem Stopelement 11. Der Durchgangssensor D könnte auch getrennt von der Baueinheit
B angeordnet sein, und zwar zweckmäßigerweise in einem Bereich, der sich in Umlaufrichtung
vom Stopelement 11 bis höchstens zur diametral gegenüberliegenden Position erstreckt.
Der Durchgangssensor D könnte auch in derselben Umfangsposition angeordnet sein wie
das Stopelement 11.
[0034] Die Baueinheit B läßt sich mittels einer lösbar befestigten Halterung 13 in radialer
Richtung verstellen, damit je nach der radialen Stellung der Finger 6 der Spalt P
eingehalten wird.
[0035] Im oder am Gehäuse 1 ist ferner eine elektronische Hauptsteuervorrichtung C, z.B.
für den Motor M, vorgesehen, der eine elektronische Steuervorrichtung C₁ zugeordnet
ist. Beide Steuervorrichtungen C, C₁ stehen mit den Sensoren R, D und dem Elektro-Magneten
12 in signalübertragender Verbindung. Ferner sind die Steuervorrichtungen C, C₁ an
die nicht dargestellte Textilmaschine derart angeschlossen, daß sie zumindest mit
vom Zyklus der Textilmaschine abhängigen Synchronisationssignalen versorgt werden,
und gegebenenfalls einmal oder permanent mit einem den Soll-Freigabezeitpunkt festlegenden
Signal. An diesem Zeitpunkt fordert die Webmaschine sozusagen zyklusabhängig die Freigabe
des Schußfadens zum Abzug. Die Abzugsgeschwindigkeit des Fadens F sowie weitere wichtige
Parameter können in C, C₁ eingegeben werden. Bei den Steuervorrichtungen C, C₁ ist
zweckmäßigerweise wenigstens ein Mikroprozessor mit Speicher vorgesehen. Zusätzlich
kann eine Tastatur oder ein Anschluß für einen Controller zum Setzen von Funktionsparametern
vorgesehen sein.
[0036] Das Aufwickelorgan 4 hält den Vorrat auf einer vorbestimmten und durch den Referenzsensor
R überwachten Größe. In der in den Fig. 1 und 2 gezeigten Stellung der Stopvorrichtung
A ist die Fadenabzugsstelle an ihrer Umlaufbewegung durch das in der Stopstellung
stehende Stopelement 11 gehindert. Der Faden F erstreckt sich vom Stopelement 11 zu
einer nicht dargestellten, zur Hohlwelle 3 konzentrischen Fadenöse oder direkt zu
einer Eintragdüse für eine Düsenwebmaschine.
[0037] Zum Eintragen eines Schußfadens mit vorbestimmter Länge, die der Steuervorrichtung
C aufgegeben ist, wird von der Textilmaschine ein Synchronisationssignal erhalten,
worauf das Stopelement 11 durch den Elektro-Magneten 12 in seine Freigabestellung
bewegt und der Faden F mit umlaufender Abzugsstelle abgezogen wird. Bei jedem Durchgang
der Abzugsstelle unter dem Durchgangssensor D wird ein Durchgangssignal erzeugt und
den Sternervorrichtungen übermittelt. Die Steuervorrichtungen C, C₁ brechen vor Erreichen
der vorbestimmten Schußfadenlänge das Freigabesignal für den Elektro-Magneten 12 ab,
damit die Abzugsstelle im richtigen Moment vom Stopelement 11 abgefangen wird. Da
nur eine Stopvorrichtung B vorgesehen ist, wird die Schußfadenlänge zuvor mittels
der radial verstellbaren Finger 6 derart eingestellt, daß eine Windung im Vorrat R
einem ganzzahligen Bruchteil der Schußfadenlänge entspricht.
[0038] Zwischen dem Zeitpunkt des Beginns des Freigabesignals für den Elektro-Magneten 12
und dem Ist-Freigabezeitpunkt verstreicht eine bestimmte Zeitspanne, die nicht exakt
vorherbestimmbar ist. Damit der Ist-Freigabezeitpunkt jedoch mit dem, z.B. auf das
von der Textilmaschine gegebene Synchronisationssignal bezogenen, Soll-Freigabezeitpunkt
zur Übereinstimmung kommt, wird, z.B. in der Steuervorrichtung C₁, in der Anfangsphase
eines Eintragvorganges der Ist-Freigabezeitpunkt festgestellt und mit dem Soll-Freigabezeitpunkt
verglichen. Liegt eine Abweichung vor, dann wird ein den Ist-Freigabezeitpunkt beeinflussender
Parameter steuerungsseitig verstellt. Dies kann der Zeitpunkt des Beginns des Freigabesignals
oder die Strombeaufschlagung des Elektro-Magneten 12 oder das mechanische Ansprechverhalten
der Stopvorrichtung sein. Die Verstellung oder Änderung erfolgt im Hinblick daruf,
daß der nächste oder ein nächster Ist-Freigabezeitpunkt nahezu vollständig mit dem
Soll-Freigabezeitpunkt übereinstimmt. Eine Ungenauigkeit bis zu etwa 3° pro 360° eines
Maschinezyklus wird dabei beispielsweise als noch zulässig angesehen. Dieser Zulässigkeitsbereich
kann maschinenabhängig jedoch auch enger oder weiter sein.
[0039] Bei der Ausführungsform gemäß den Fig. 1 und 2 wird zum Ermitteln des Ist-Freigabezeitpunkts
das erste Durchgangssignal des Durchgangssensors D benutzt. Wie aus Fig. 4 erkennbar
ist, ist der Abstand Q zwischen dem Stopelement 11 und dem Durchgangssensor D bekannt.
Mit der ebenfalls bekannten Fadenabzugsgeschwindigkeit V oder auch wie durch empirische
Versuche festgestellt, verstreicht zwischen dem aktuellen Freigabezeitpunkt des Fadens
F am Stopelement 11 und dem Durchgang des Fadens F unter dem Durchgangssensor D eine
bestimmte Zeitspanne. Der Ist-Freigabezeitpunkt wird anhand des ersten Durchgangssignals
in der Steuervorrichtung C₁ zurückgerechnet oder mittels einer Konstanten festgelegt.
Bei kurzem Abstand Q wird dieser gegebenenfalls ignoriert, weil er für die Genauigkeit
des Verfahrens unerheblich ist. Die Steuervorrichtung C₁ vergleicht, ob der Ist-Freigabezeitpunkt
relativ zum Soll-Freigabezeitpunkt nach- oder voreilt und wie groß die Abweichung
ist. Sobald die Abweichung ermittelt ist, wird der erwähnte Parameter, z.B. der Zeitpunkt
für den Beginn des Freigabesignals, für den Elektro-Magneten 12 entsprechend verstellt,
so daß bei einem folgenden Eintrag der Ist-Freigabezeitpunkt mit dem Soll-Freigabezeitpunkt
übereinstimmt.
[0040] Fig. 3 zeigt auf der horizontalen Achse I (Zeitachse oder Winkelachse) Synchronisationssignale
S1, S2, S3 von der Textilmaschine in vorbestimmten Zeit- oder Winkelabständen. Der
Winkelabstand beträgt z.B. jeweils 360°. Jedem Synchronisationssignal folgt mit vorbestimmtem
Abstand a ein Soll-Freigabezeiptunkt SS₁, SS₂, SS₃. Auf der Achse II sind für eine
nicht-gezeigte Eintragdüse der Textilmaschine erzeugte Aktivierungssignale E1, E2,
E3 angedeutet. Jeweils mit der vorderen Flanke des Signals E1, E2, E3 wird die Eintragdüse
aktiviert; mit der jeweils hinteren Flanke wird sie deaktiviert. Auf der horizontalen
Achse III sind die Freigabesignale G1, G2, G3 für den Elektro-Magneten 12 angedeutet.
Mit der vorderen Flanke jedes Signals G1, G2, G3 wird der Elektro-Magnet 12 betätigt,
um das Stopelement 11 in die Freigabestellung zu bewegen. Mit der hinteren Flanke
jedes Signals G1, G2, G3 wird der Elektro-Magnet 12 entregt. Auf der Achse VI sind
die Bewegungen des Stopelementes 11 band der Kurven N1, N2, N3 angedeutet. Das Stopelement
11 gelangt mit einer Ansprechverzögerung in die Freigabestellung (obere Grenzlinie)
und geht mit einer Verzögerung wieder in die Stopstellung (Achse VI). Auf der Achse
IV sind die Ist-Freigabezeitpunkte K1, K2, K3 gezeigt. Der Ist-Freigabezeitpunkt K1
weicht um ein Maß X vom Soll-Freigabezeitpunkt SS₁ ab. Das nächste Freigabesignal
G2 wird deshalb in etwa um das Maß X' in Richtung eines Pfeiles verstellt. Beim nächsten
Eintrag wird dann das Signal G2 relativ zum soll-Freigabezeitpunkt SS₂ etwas später
erzeugt als beim Soll-Freigabezeitpunkt SS₁. Während dieses Eintrags wird wiederum
der Ist-Freigabezeitpunkt K2 ermittelt, der vom Soll-Freigabezeitpunkt SS₂ um ein
Maß Y abweicht. Der Zeitpunkt für das nächste Freigabesignal G3 wird daraufhin um
in etwa das Maß Y' in Pfeilrichtung verstellt. Beim nächsten Eintrag wird dann das
Signal G3 etwas früher - bezogen auf den Soll-Freigabezeitpunkt SS₃ - erzeugt als
beim Soll-Freigabezeitpunkt SS₂. Der dann ermittelte Ist-Freigabezeitpunkt K3 stimmt
mit dem Soll-Freigabezeitpunkt SS₃ überein. Eine weitere Verstellung des Freigabesignals
erfolgt dann solange nicht mehr, als der Ist-Freigabezeitpunkt weiterhin mit dem Soll-Freigabezeitpunkt
übereinstimmt. Auf der Achse V sind die vom Durchgangssensor D erzeugten Durchgangssignale
L aufgetragen. Die Signale L haben untereinander gleiche Abstände. Ihre Anzahl pro
Zyklus repräsentiert die Schußfadenlänge. Der Abstand zwischen dem jeweiligen Soll-Freigabezeitpunkt
SS₁, SS₂, SS₃ und der vorderen Flanke des jeweils ersten Durchgangssignals L variiert
infolge der Verstellung der Freigabesignale G1, G2, G3 entsprechend.
[0041] Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 5 (Ansicht in Umlaufrichtung) wird der Ist-Freigabezeitpunkt
durch direktes Abtasten ermittelt. Zu diesem Zweck ist der Durchgangssensor D an derselben
Umfangsposition wie das Stopelement 11 angeordnet. Er erzeugt das erste Durchgangssignal,
sobald die Abzugsstelle ihre Bewegung aufnimmt.
[0042] Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 6 ist ein opto-elektronischer Positionssensor
als Detektionsvorrichtung I für das Stopelement 11 vorgesehen, der bei dessen Bewegung
in die Freigabestellung an einer für die Freigabe der Abzugsstelle signifikanten Position
des Stopelementes 11 ein Signal erzeugt. Dieses Signal könnte auch mit einem induktiven
Sensor erzeugt werden. Der Zeitpunkt des Auftretens des Signals ist der Ist-Freigabezeitpunkt.
[0043] Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 7 ist als Detektionsvorrichtung I ein Bewegungsmelder
für die Fadenlängsbewegung vorgesehen, der, z.B. durch eine Fadenöse 15 mit einem
piezo-elektrischen Sensor 16 gebildet wird. Dieser Bewegungsmelder kann im Fadenweg
von der Speicherfläche 5 bis in die Textilmaschine an jeder geeigneten Position angeordnet
sein.
[0044] Fig. 8 verdeutlicht, wie durch Abtasten des Freigabesignals 17 des Elektro-Magneten
12 anhand der elektromotorischen Kraft der Ist-Freigabezeitpunkt festgestellt wird.
Die ausgezogene Kurve 17 repräsentiert den Verlauf des Signals bei der Bewegung des
Stopelementes 11. Wenn der Anker des Elektro-Magneten 12 seine Endstellung erreicht
und das Stopelement 11 die Abzugsstelle zur Bewegung freigibt, zeigt die Kurve 17
eine deutliche Einbuchtung 18. Der Zeitpunkt dieser Einbuchtung 18 repräsentiert den
Ist-Freigabezeitpunkt K1, Kn, K3. Wird der Verlauf wie in der strichlierten Kurve
17' verzögert, dann tritt die Einbuchtung 18' zu einem späteren Zeitpunkt auf. Der
Unterschied zwischen den Kurven 17, 17' könnte auch steuerungsseitig bewußt, etwa
durch Änderung der Strombeaufschlagung des Elektro-Magneten, erzeugt werden, um bei
unverändertem Zeitpunkt für den Beginn des Freigabesignals den Ist-Freigabezeitpunkt
zum Angleichen an den Soll-Freigabezeitpunkt vor- oder nachzuverlegen.
[0045] Im Blockschaltbild von Fig. 9, das den steuerungsseitigen Aufbau in Verbindung mit
dem Diagramm von Fig. 3 zeigt, ist die Textilmaschine 20, z.B. eine Düsenwebmaschine,
mit einem Bedienpaneel 21 ausgestattet, das an eine Steuervorrichtung 22 der Textilmaschine
angeschlossen ist. Das Paneel 21 weist z.B. Eingabetasten und ein Display auf. Die
Sternervorrichtung 22 steuert die nicht-gezeigten aktiven und passiven Komponenten
der Textilmaschine in Abhängigkeit von eingegebenen und schon gespeicherten Daten.
Von der Steuervorrichtung 22 führen zwei Signalleitungen 23, 24 zu den Steuervorrichtungen
C, C₁ der Schußfadenliefer- und -meßvorrichtung V. Auf der Leitung 23 wird zumindest
einmal oder auch fortwährend der Soll-Freigabezeitpunkt in Form eines auf den Maschinenzyklus
bezogenen Signals an die Sternervorrichtungen C, C₁ übertragen. Die Signalleitung
24 dient zum Übertragen des Synchronisationssignals.
[0046] In den Steuervorrichtungen C, C₁, die einen nicht dargestellten Mikroprozessor mit
Speichereinrichtungen enthalten, sind ein Vergleicherschaltkreis 27 und ein diesem
über eine Leitung 28 nachgesetzter Angleichschaltkreis 29 vorgesehen. An den Eingang
des Vergleicherschaltkreises 27 ist über eine die Ist-Freigabezeitpunkt-Signale übertragende
Leitung 26 ein Freigabesensor 25 angeschlossen, z.B. der Durchgangssensor D oder die
Detektionsvorrichtung I. An den Ausgang des Angleichschaltkreises 29 ist über eine
das Freigabesignal übertragende Leitung 30 der Elektro-Magnet 12 des Stopelementes
11 angeschlossen. Sofern das Soll-Freigabezeitpunkt-Signal nur einmal erzeugt wird,
ist dafür ein Speicher vorgesehen, aus dem der Vergleicherschaltkreis 27 den Soll-Freigabezeitpunkt
jeweils bei Empfang eines Synchronisationssignals abruft. Im anderen Fall liegt der
Soll-Freigabezeitpunkt ohnedies einmal bei jedem Zyklus vor.
[0047] In dem Blockschaltbild gemäß Fig. 10 ist eine Variante der steuerungsseitigen Komponenten
zum Angleichen des Ist-Freigabezeitpunktes an den Soll-Freigabezeitpunkt dargestellt.
In den Steuervorrichtungen C, C₁ der Vorrichtung V ist ein Mikroprozessor 30 mit nicht-dargestellten
Speichereinrichtungen enthalten, der aus der Leitung 23 zumindest einmal das Signal
für den Soll-Freigabezeitpunkt erhält. Gleichzeitig ist an den Mikroprozessor 30 der
Freigabesensor 25, d.h. der Durchgangssensor D oder die Detektionsvorrichtung I, angeschlossen.
Über die Signalleitung 31 werden die den Ist-Freigabezeitpunkt repräsentierenden Signale
übertragen. Ausgangsseitig ist der Mikroprozessor 30 über zwei Leitungen 32, 33 mit
einem Treiberschaltkreis 34 für den Elektro-Magneten 12 verbunden. An den Treiberschaltkreis
34 ist eine Energieversorgungsleitung 35 angeschlossen. Auf der Leitung 32 wird jeweils
das Freigabesignal übertragen, während über die Leitung 33 Steuersignale für den vom
Treiberschaltkreis 34 an den Elektromagneten 12 übertragenen Strom bereitgestellt
werden. Über die Leitung 36 erfolgt dann die Übertragung des Freigabesignalstroms
an den Magneten 12, der seinerseits das Stopelement bewegt.
[0048] Dabei wird wie folgt vorgegangen:
[0049] Der Mikroprozessor 30 gibt das Freigabesignal jeweils zum gleichen Zeitpunkt bei
einem Maschinenzyklus ab. Der Mikroprozessor 30 stellt auch den Vergleich zwischen
dem Ist-Freigabezeitpunkt und dem Soll-Freigabezeitpunkt fest. Wird dabei eine Abweichung
festgestellt, dann verändert der Mikroprozessor 30 beispielsweise das Stromsteuersignal
auf der Leitung 33, um den Ist-Freigabezeitpunkt für einen folgenden Eintrag an den
Soll-Freigabezeitpunkt anzupassen. Üblicherweise wird nämlich dem Elektro-Magneten
12 mit dem Freigabesignal zunächst ein hoher Anzugsstrom und nach einer vorbestimmten
Zeitdauer ein niedrigerer Haltestrom zugeführt. Durch Verändern des Anzugsstroms läßt
sich wiederum die Ansprechdauer des Systems aus Elektro-Magneten und Stopelement verkürzen
oder verlängern. Auf diese Weise steuert der Mikroprozessor 30 die Angleichung des
Ist-Freigabezeitpunkts an den Soll-Freigabezeitpunkt, indem er bei gleichbleibendem
Zeitpunkt für das Freigabesignal auf der Leitung 32 z.B. den Anzugsstrom entsprechend
verändert.
1. Verfahren zum Steuern einer Schußfadenliefer- und -meßvorrichtung (V) für eine Textilmaschine
(20), insbesondere für eine Düsenwebmaschine, bei dem für einen Schußfaden-Eintrag
ein Freigabesignal (Gn) für den Elektromagneten (12) eines Stopelements (11) erzeugt
wird, damit das Stopelement (11) in eine Freigabestellung bewegt wird und den Schußfaden
(F) an einem Ist-Freigabezeitpunkt (Kn) zum Abziehen und Eintragen freigibt, dadurch gekennzeichnet, daß beim Eintrag der Ist-Freigabezeitpunkt (Kn) ermittelt und mit einem von der
Textilmaschine (20) abhängigen Soll-Freigabezeitpunkt (SSn) verglichen wird, und daß
ein den Ist-Freigabezeitpunkt beeinflussender Parameter für das Freigabesignal (Sn)
in Abhängigkeit von einer festgestellten Abweichung zwischen dem Ist-Freigabezeitpunkt
und dem Soll-Freigabezeitpunkt derart verstellt wird, daß bei einem folgenden Eintrag
der Ist-Freigabezeitpunkt zumindest annähernd an den Soll-Freigabezeitpunkt angeglichen
ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Parameter der Zeitpunkt des Freigabesignals verstellt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Parameter die Strombeaufschlagung für den Elektromagneten (12) des Stopelementes
(11) geändert wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Parameter das mechanische Ansprechverhalten des Stopelementes (11) und gegebenenfalls
des Elektromagneten (12) geändert wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Soll-Freigabezeitpunkt (SSn) zumindest einmal pro Betriebsdauer der Textilmaschine
(20), vorzugsweise in Relation zu einem Synchronisationssignal (Sn) der Textilmaschine,
festgelegt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Soll-Freigabezeitpunkt (SSn) jeweils bei Auftraten des Synchronisationssignals
(Sn) abgefragt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Angleichen des Ist-Freigabezeitpunkts (Kn) an den Soll-Freigabezeitpunkt
(SSn) bei jedem Eintrag durchgeführt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Angleichen automatisch, und vorzugsweise in ausgewählten Betriebsphasen
während einer Betriebsdauer der Textilmaschine durchgeführt wird.
9. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 8, wobei der mit einer umlaufenden Bewegung erfolgende
Abzug des Schußfadens (F) anhand von Schußfaden-Durchgangssignalen (L) überwacht wird,
dadurch gekennzeichnet, daß der Ist-Freigabezeitpunkt (Kn) aufgrund eines ersten Durchgangssignals (L) ermittelt
wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Durchgangssignal (L) bei der aktuellen Freigabe der Abzugsstelle oder
in Umlaufrichtung der Abzugsstelle kurz danach erzeugt wird, und daß der Ist-Freigabezeitpunkt
(Kn) nur durch Bestimmen des Zeitpunkts des Durchgangssignals, oder durch Rückrechnen
vom Zeitpunkt des Durchgangssignals auf der Basis der Fadengeschwindigkeit, oder durch
Berücksichtigen einer Konstanten, ermittelt wird.
11. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Ist-Freigabezeitpunkt (Kn) durch aktives Abtasten festgestellt wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Ist-Freigabezeitpunkt (Kn) am Schußfaden (F) oder am Stopelement (11) direkt
oder am Magneten (12) des Stopelementes (11) indirekt abgetastet wird.
13. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß während der Bewegung des Stopelementes (11) in die Freigabestellung der Schußfaden
(F) am Stopelement (11) oder das Stopelement (11) in einer für die Freigabe der Abzugsstelle
signifikanten Position opto-elektronisch, kapazitiv induktiv oder piezo-elektrisch
abgetastet wird.
14. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Verlauf des Freigabesignals für den Elektro-Magneten (12) des Stopelements
(11) aufgrund einer erzeugten elektromotorischen Kraft auf eine die Freigabe der Abzugsstelle
repräsentierende Verlaufsänderung abgetastet wird.
15. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstellung des Zeitpunktes des Freigabesignals auf einer Zeitachse erfolgt,
auf der der Soll-Freigabezeitpunkt festgelegt ist.
16. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstellung des Zeitpunkts des Freigabesignals im Winkelmaß auf einem Kreisbogen
durchgeführt wird, und daß der Soll-Freigabezeitpunkt als Winkelposition zwischen
0° und 360° einer Umdrehung des Textilmaschinenzyklus festgelegt ist.
17. Schußfadenliefer- und -meßvorrichtung für eine Textilnaschine, insbesondere für eine
Düsenwebmaschine, mit einer Speicherfläche für den Schußfaden, der aus einem aus Windungen
auf der Speicherfläche bestehenden Vorrat mit umlaufender Abzugsstelle abziehbar ist,
mit wenigstens einer Stopvorrichtung (A), die ein zwischen einer Stopstellung und
einer Freigabestellung hin- und herbewegliches, durch einen Elektro-Magneten (12)
betätigbares Stopelement aufweist, wobei die Abzugsstelle in der Stopstellung des
Stopelements an der Umlaufbewegung gehindert und in der Freigabestellung zur Umlaufbewegung
freigegeben ist, und mit einer über die Arbeitszyklen der Textilmaschine zumindest
durch periodisch erzeugte Synchronisationssignale informierten elektronsichen Steuervorrichtung
(C, C₁), an die zumindest der Elektro-Magnet angeschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Stopvorrichtung (A) eine an die Steuervorrichtung (C, C₁) angeschlossene
Detektionsvorrichtung (I) zum Abtasten des aktuellen Ist-Freigabezeitpunkts der Abzugsstelle
vorgesehen ist, und daß die Steuervorrichtung (C, C₁) zumindest einen Vergleich(27)-
und Angleich(29)-Schaltkreis zum Verstellen eines den Ist-Freigabezeitpunkt beeinflussenden
Parameters, z.B. des Zeitpunkts des Beginns des Freigabesignals, der Strombeaufschlagung
des Elektromagneten oder des mechanischen Ansprechverhaltens der Stopvorrichtung,
für das Freigabesignal für den Elektro-Magneten (12) aufgrund einer Abweichung zwischen
dem Ist-Freigabezeitpunkt und einem von der Textilmaschine vorgegebenen Soll-Freigabezeitpunkt
aufweist, um den Ist-Freigabezeitpunkt für einen nachfolgenden Eintrag an den Soll-Freigabezeitpunkt
anzugleichen.
18. Schußfadenliefer- und -meßvorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein der Stopvorrichtung (A) zugeordneter Durchgangssensor (D) auf
den Umlaufweg des Schußfadens (F) ausgerichtet ist, der in Umlaufrichtung der Abzugsstelle
bei oder hinter dem Stopelement (11) angeordnet und an die Steuervorrichtung (C, C₁)
angeschlossen ist, und daß mit dem Vergleich(27)- und Angleich(29)-Schaltkreis in
der Steuervorrichtung (C, C₁) der Ist-Freigabezeitpunkt (Kn) der Abzugsstelle aufgrund
eines Durchgangssignals (L) des Durchgangssensors (D) ermittelbar ist.
19. Schußfadenliefer- und -meßvorrichtung nach den Ansprüchen 17 und 18, dadurch gekennzeichnet, daß beim Angleichschaltkreis (29) ein Versorgungsstromregelschaltkreis (33, 34)
für das Freigabesignal des Elektro-Magneten (12) vorgesehen ist.
20. Schußfadenliefer- und -meßvorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchgangssensor (D) in einem in Umlaufrichtung der Abzugsstelle an das
Stopelement angrenzenden Bereich angeordnet ist.
21. Schußfadenliefer- und -meßvorrichtung nach den Ansprüchen 17 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß in radialem Abstand zu der als radial verstellbare Trommel ausgebildeten Speicherfläche
eine radial verstellbare, in Umfangsrichtung der Trommel begrenzte Baueinheit (B)
vorgesehen ist, die in der Mitte die Stopvorrichtung mit dem Stopelement (11) und
an beiden Seiten des Stopelementes (11) den Durchgangssensor (D) sowie einen Referenzsensor
(R) für die Vorratsgröße enthält, und daß in der Baueinheit (B) der Durchgangssensor
(D) in Umlaufrichtung der Abzugsstelle hinter und der Referenzsensor (R) vor dem Stopelement
(11) angeordnet sind.
22. Schußfadenliefer- und -meßvorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Detektionsvorrichtung (I) eine Auswerteschaltung für den Verlauf, insbesondere
eine die Freigabe der Abzugsstelle repräsentierende Verlaufsänderung (18), des Freigabesignals
(17, 17') aufgrund der erzeugten elektromotorischen Kraft des Elektro-Magneten (12)
des Stopelementes (11) bei der Freigabebewegung des Stopelements (11) aufweist.
23. Schußfadenliefer- und -meßvorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Detektionsvorrichtung (I) einen opto-elektronischen, kapazitiven oder piezo-elektrischen
Fadenbewegungsmelder (15, 16) aufweist.
24. Schußfadenliefer- und -meßvorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Detektionsvorrichtung (I) einen Fadenlängsbewegungsmelder entlang des Fadenwegs
von der Speicherfläche (5) zur Textilmaschine aufweist.
25. Schußfadenliefer- und -meßvorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Detektionsvorrichtung (I) einen opto-elektronischen oder induktiven Positionssensor
(14) für eine die Freigabe der Abzugsstelle repräsentierende Position des Stopelements
(11) aufweist.
26. Schußfadenliefer- und -meßvorrichtung nach den Ansprüchen 17 bis 25, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuervorrichtung (C, C₁) an einen ein Synchronisationssignal und/oder ein
Soll-Freigabezeitpunkt-Signal, entweder jeweils als Zeitfestpunkt auf einer Zeitachse
oder als Winkelposition während eines Textilmaschinen-Zyklusses, bereitstellenden
Signalgeber (S, 22) angeschlossen ist.
1. Process for the control of a weft thread feeding and measuring device (V) for a textile
machine (20), particularly for a jet weaving machine, in which for a weft thread pick
a release signal (Gn) for the electromagnet (12) of a stop element (11) is generated
so that the stop element (11) is moved into a release position and releases the weft
thread (F) at an actual release time (Kn) for drawing-off and picking, characterized in that at the pick the actual release time (Kn) is determined and compared with a desired
release time (SSn) dependent on the textile machine (20) and that a parameter influencing
the actual release time for the release signal (Sn) is adjusted according to an ascertained
deviation between the actual release time and the desired release time in such a way
that at a subsequent pick the actual release time is adapted at least approximately
to the desired release time.
2. Process according to Claim 1, characterized in that the parameter adjusted is time of the release signal.
3. Process according to Claim 1, characterized in that the parameter changed is the power application for the electromagnet (12) of the
stop element (11).
4. Process according to Claim 1, characterized in that the parameter changed is the mechanical response behaviour of the stop element (11)
and of the electromagnet (12) if required.
5. Process according to Claim 1, characterized in that the desired release time (SSn) is determined at least once per operating period of
the textile machine (20), preferably in relation to a synchronization signal (Sn)
of the textile machine.
6. Process according to Claim 5, characterized in that the desired release time (SSn) is polled when the synchronization signal (Sn) occurs
in each case.
7. Process according to Claim 1, characterized in that the adaptation of the actual release time (Kn) to the desired release time (SSn)
is carried out at each pick.
8. Process according to Claim 1, characterized in that the adaptation is carried out automatically, and preferably in selected operating
phases in the course of an operating period of the textile machine.
9. Process according to Claims 1 to 8, the take-off of the weft thread (F) which takes
place with a rotary movement being monitored with the aid of weft thread feedthrough
signals (L), characterized in that the actual release time (Kn) is determined on the basis of a first weft-thread passing
signal (L).
10. Process according to Claim 9, characterized in that the first passing signal (L) is generated at the actual release of the take-off point
or in the rotational direction of the take-off point shortly thereafter, and that
the actual release time (Kn) is determined only by determining the time of the passing
signal, or by calculating back from the time of the passing signal on the basis of
the thread speed, or by taking a constant into account.
11. Process according to Claims 1 to 8, characterized in that the actual release time (Kn) is determined by active scanning.
12. Process according to Claim 11, characterized in that the actual release time (Kn) is scanned directly at the weft thread (F) or at the
stop element (11) or indirectly at the magnet (12) of the stop element (11).
13. Process according to Claim 11, characterized in that in the course of the movement of the stop element (11) into the release position
the weft thread (F) at the stop element (11) or the stop element (11) in a position
significant to the release of the take-off point is scanned by opto-electronic, capacitive,
inductive or piezo-electric means.
14. Process according to Claim 11, characterized in that the course of the release signal for the electromagnet (12) of the stop element (11)
is scanned on the basis of a generated electromotive force for a change in course
representing the release of the take-off point.
15. Process according to Claim 2, characterized in that the adjustment of the time of the release signal takes place on a time axis on which
the desired release time is determined.
16. Process according to Claim 2, characterized in that the adjustment of the time of the release signal is carried out in the angular dimension
on an arc of a circle and that the desired release time is determined as an angular
position between 0° and 360° of a revolution of the textile machine cycle.
17. Weft thread feeding and measuring device for a textile machine, particularly for a
jet weaving machine, with a storage surface for the weft thread, which can be drawn
off from a supply comprising turns on the storage surface with rotating take-off point,
with at least one stop device (A) which has a stop element which can be actuated by
an electromagnet (12) and which moves to and fro between a stop position and a release
position, the take-off point being prevented from the rotary movement in the stop
position of the stop element and released for the rotary movement in the release position,
and with an electronic control device (C, C₁) informed at least by periodically generated
synchronization signals about the working cycles of the textile machine, to which
control device at least the electromagnet is connected, characterized in that at the stop device (A) a detection device (I) connected to the control device (C,
C₁) and for scanning the current actual release time of the take-off point is provided,
and that the control device (C, C₁) has at least one comparing (27) and adapting (29)
circuit for adjusting a parameter which influences the actual release time, e.g. the
time of the start of the release signal, the power application to the electromagnet
or the mechanical response behaviour of the stop device, for the release signal for
the electromagnet (12) on the basis of a deviation between the actual release time
and a desired release time specified by the textile machine, in order to adapt the
actual release time for a subsequent pick to the desired release time.
18. Weft thread feeding and measuring device according to Claim 17, characterized in that at least one passing sensor (D) allocated to the stop device (A) is aligned on the
rotary path of the weft thread (F), which is arranged in the rotational direction
of the take-off point at or behind the stop element (11) and is connected to the control
device (C, C₁), and that with the comparing (27) and adapting (29) circuit in the
control device (C, C₁) the actual release time (Kn) of the take-off point can be determined
on the basis of a passing signal (L) of the passing sensor (D).
19. Weft thread feeding and measuring device according to Claims 17 and 18, characterized in that a power supply control circuit (33, 34) for the release signal of the electromagnet
(12) is provided at the adapting circuit (29).
20. Weft thread feeding and measuring device according to Claim 18, characterized in that the passing sensor (D) is arranged in an area adjoining the stop element in the rotational
direction of the take-off point.
21. Weft thread feeding and measuring device according to Claims 17 to 20, characterized in that at a radial distance from the storage surface in the form of a radially adjustable
drum a radially adjustable unit (B) limited in the rotational direction of the drum
is provided, which contains in the centre the stop device with the stop element (11)
and on both sides of the stop element (11) the passing sensor (D) as well as a reference
sensor (R) for the size of the supply, and that in the unit (B) the passing sensor
(D) is arranged behind the stop element (11) and the reference sensor (R) in front
of the stop element (11) in the rotational direction of the take-off point.
22. Weft thread feeding and measuring device according to Claim 17, characterized in that the detection device (I) has an evaluation circuit for the course, particularly a
change of course (18), representing the release of the take-off point, of the release
signal (17, 17') on the basis of the generated electromotive force of the electromagnet
(12) of the stop element (11) on the release movement of the stop element (11).
23. Weft thread feeding and measuring device according to Claim 17, characterized in that the detection device (I) has an opto-electronic, capacitive or piezo-electric thread
movement indicator (15, 16).
24. Weft thread feeding and measuring device according to Claim 17, characterized in that the detection device (I) has a thread length movement indicator along the thread
path from the storage surface (5) to the textile machine.
25. Weft thread feeding and measuring device according to Claim 17, characterized in that the detection device (I) has an opto-electronic or inductive position sensor (14)
for a position of the stop element (11) representing the release of the take-off point.
26. Weft thread feeding and measuring device according to Claims 17 to 25, characterized in that the control device (C, C₁) is connected to a signal transmitter (S, 22) providing
a synchronization signal and/or a desired release time signal, either as a fixed time
on a time axis or as an angular position in the course of a textile machine cycle
in each case.
1. Procédé pour commander un dispositif (V) de délivrance et de mesure du fil de trame
pour une machine textile (20), notamment un métier à tisser à jet d'air, selon lequel
pour une insertion du fil de trame, un signal de libération (Gn) est produit pour
l'électroaimant (12) d'un élément d'arrêt (11) afin que l'élément d'arrêt (11) soit
amené dans une position de libération et libère le fil de trame (F) à un instant réel
de libération (Kn) pour le tirage et l'insertion, caractérisé en ce que, lors de l'insertion,
l'instant réel de libération (Kn) est déterminé et est comparé à un instant de consigne
de libération (SSn) qui dépend de la machine textile (20), et qu'un paramètre, qui
influe sur l'instant réel de libération, pour le signal de libération (Sn) est décalé
en fonction d'un écart fixé entre l'instant réel de libération et l'instant de consigne
de libération de telle sorte que, lors d'une insertion suivante, l'instant réel de
libération est réglé au moins approximativement sur l'instant de consigne de libération.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que, comme paramètre, l'instant
du signal de libération est décalé.
3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que, comme paramètre, la charge
en courant appliquée à l'électroaimant (12) de l'élément d'arrêt (11) est modifiée.
4. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que, comme paramètre, le comportement
mécanique de réponse de l'élément d'arrêt (11) et éventuellement de l'électroaimant
(12) est modifié.
5. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'instant de consigne de libération
(SSn) est fixé au moins une fois pendant chaque durée de fonctionnement de la machine
textile (20), de préférence en rapport avec un signal de synchronisation (Sn) de la
machine textile.
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que l'instant de consigne de libération
(SSn) est interrogé respectivement lors de l'apparition du signal de synchronisation
(Sn).
7. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le réglage de l'instant réel
de libération (Kn) sur l'instant de consigne de libération (SSn) est exécuté lors
de chaque insertion.
8. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le réglage est exécuté automatiquement
et de préférence pendant des phases de fonctionnement sélectionnées, pendant une durée
de fonctionnement de la machine textile.
9. Procédé selon les revendications 1 à 8, selon lequel le tirage du fil de trame (F),
qui s'effectue selon un déplacement rotatif, est contrôlé sur la base de signaux (L)
de passage du fil de trame, caractérisé en ce que l'instant réel de libération (Kn)
est déterminé sur la base d'un premier signal de passage (L).
10. Procédé selon la revendication 9, caractérisé en ce que le premier signal de passage
(L) est produit, lors de la libération effective du point de tirage ou peu après dans
le sens de circulation en rotation du point de tirage et que l'instant réel de libération
(Kn) est déterminé uniquement au moyen de la détermination de l'instant du signal
de passage, ou par calcul rétrograde à partir de l'instant du signal de passage sur
la base de la vitesse du fil ou en tenant compte d'une constante.
11. Procédé selon les revendications 1 à 8, caractérisé en ce que l'instant réel de libération
(Kn) est déterminé au moyen d'une détection active.
12. Procédé selon la revendication 11, caractérisé en ce que l'instant réel de libération
(Kn) est détecté directement au niveau du fil de trame (M) ou au niveau de l'élément
d'arrêt (11) ou est détecté indirectement au niveau de l'aimant (12) de l'élément
d'arrêt (11).
13. Procédé selon la revendication 11, caractérisé en ce que pendant le déplacement de
l'élément d'arrêt (11) amenant ce dernier dans la position de libération, le fil de
trame (F) est détecté par voie optoélectronique, d'une manière capacitive, d'une manière
inductive ou par voie piézoélectrique, au niveau de l'élément d'arrêt (11) ou l'élément
d'arrêt (11) est détecté par voie optoélectronique, d'une manière capacitive, d'une
manière inductive ou par voie piézoélectrique, dans une position importante pour la
libération du point de tirage.
14. Procédé selon la revendication 11, caractérisé en ce que l'allure du signal de libération
pour l'électroaimant (12) de l'élément d'arrêt (11) est explorée sur la base d'une
force électromotrice produite, lors de la détection d'une variation d'allure représentant
la libération du point de tirage.
15. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que le décalage de l'instant du
signal de libération s'effectue sur un axe des temps, sur lequel l'instant de consigne
de libération est fixé.
16. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que le décalage de l'instant du
signal de libération est exécuté angulairement sur un arc de cercle et que l'instant
de consigne de libération est fixé sous la forme d'une position angulaire entre 0°
et 360° d'une rotation du cycle de la machine textile.
17. Dispositif de délivrance et de mesure du fil de trame pour une machine textile, notamment
un métier à tisser à jet d'air, comportant une surface d'accumulation pour le fil
de trame, qui peut être tiré d'une réserve formée par des spires situées sur la surface
d'accumulation, et ce avec un point de tirage circulant en rotation, comportant au
moins un dispositif d'arrêt (A), qui possède un élément d'arrêt déplaçable en va-et-vient
entre une position d'arrêt et une position de libération et pouvant être actionné
par un électroaimant (12), le point de tirage étant bloqué dans son déplacement périphérique
lorsque l'élément d'arrêt est dans la position d'arrêt, et étant libéré pour son déplacement
en rotation lorsque l'élément d'arrêt est dans la position de libération, et comportant
un dispositif de commande (C, C₁), qui est informé sur les cycles de travail de la
machine textile au moins par des signaux de synchronisation produits périodiquement
et auquel est raccordé au moins l'électroaimant, caractérisé en ce que, dans le cas
du dispositif d'arrêt (A), un dispositif de détection (I) raccordé au dispositif de
commande (C, C₁) est prévu pour la détection de l'instant réel effectif de libération
du point de tirage, et que le dispositif de commande (C, C₁) comporte au moins un
circuit de comparaison (27) et de réglage (29) pour le décalage d'un paramètre qui
influe sur l'instant réel de libération, par exemple de l'instant du début du signal
de libération, de la charge en courant appliquée à l'électroaimant ou du comportement
de réponse mécanique du dispositif d'arrêt, pour le signal de libération pour l'électroaimant
(12) sur la base d'un écart entre l'instant réel de libération et un instant de consigne
de libération prédéterminé par la machine textile, de manière à régler l'instant réel
de libération pour une insertion suivante, sur l'instant de consigne de libération.
18. Dispositif de délivrance et de mesure de fil de trame selon la revendication 17, caractérisé
en ce qu'au moins un capteur de passage (D) associé au dispositif d'arrêt (A) est
dirigé sur le trajet de rotation du fil de trame (F), ce capteur étant disposé au
niveau ou en arrière de l'élément d'arrêt (11) dans le sens en rotation du point de
tirage et étant raccordé au dispositif de commande (C, C₁), et que l'instant réel
de libération (Kn) du point de tirage peut être déterminé, au moyen du circuit de
comparaison (27) et de réglage (29) situé dans le dispositif de commande (C, C₁),
sur la base d'un signal de passage (L) du capteur de passage (D).
19. Dispositif de délivrance et de mesure de fil de trame selon l'une des revendications
17 et 18, caractérisé en ce que, dans le circuit de réglage (29), il est prévu un
circuit (33,34) de régulation du courant d'alimentation pour le signal de libération
de l'électroaimant (12).
20. Dispositif de délivrance et de mesure de fil de trame selon la revendication 18, caractérisé
en ce que le capteur de passage (D) est disposé dans une zone qui est adjacente à
l'élément d'arrêt dans la direction de rotation du point de tirage.
21. Dispositif de délivrance et de mesure de fil de trame selon les revendications 17
à 20, caractérisé en ce qu'à une distance radiale de la surface d'accumulation réalisée
sous la forme d'un tambour pouvant être déplacé radialement, est prévue une unité
de construction (B), qui est déplaçable radialement, est limitée dans la direction
de rotation du tambour et contient, en son centre, le dispositif d'arrêt équipé de
l'élément d'arrêt (11), et, des deux côtés de l'élément d'arrêt (11), le capteur de
passage (D) ainsi qu'un capteur de référence (A) pour la taille de la réserve, et
que le capteur de passage (D) est disposé en arrière de l'élément d'arrêt (11) et
le capteur de référence (A) est disposé en avant de cet élément d'arrêt dans la direction
de rotation du point de tirage, dans l'unité de construction (B).
22. Dispositif de délivrance et de mesure de fil de trame selon la revendication 17, caractérisé
en ce que le dispositif de détection (I) comporte un circuit d'évaluation pour l'allure,
notamment une variation d'allure (18) représentant la libération du point de tirage,
du signal de libération (17,17') sur la base de la force électromotrice produite de
l'électroaimant (12), de l'élément d'arrêt (11) lors du mouvement de libération de
l'élément d'arrêt (11).
23. Dispositif de délivrance et de mesure de fil de trame selon la revendication 17, caractérisé
en ce que le dispositif de détection (I) possède un transmetteur optoélectronique,
capacitif ou piézoélectrique (15,16) de déplacement du fil.
24. Dispositif de délivrance et de mesure de fil de trame selon la revendication 17, caractérisé
en ce que le dispositif de détection (I) possède un transmetteur du déplacement longitudinal
du fil le long du trajet de déplacement du fil depuis la surface d'accumulation (5)
en direction de la machine textile.
25. Dispositif de délivrance et de mesure de fil de trame selon la revendication 17, caractérisé
en ce que le dispositif de détection (I) comporte un capteur optoélectronique ou inductif
de position (14) détectant une position de l'élément d'arrêt (11), qui représente
la libération du point de tirage.
26. Dispositif de délivrance et de mesure de fil de trame selon les revendications 17
à 25, caractérisé en ce que le dispositif de commande (C, C₁) est raccordé à un transmetteur
de signaux (S, 22) qui prépare un signal de synchronisation et/ou un signal d'instant
de consigne de libération, respectivement sous la forme d'un instant fixe sur un axe
des temps, ou sous la forme d'une position angulaire pendant un cycle de la machine
textile.