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(11) |
EP 0 492 264 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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22.03.1995 Patentblatt 1995/12 |
| (22) |
Anmeldetag: 10.12.1991 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: B22D 11/04 |
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Stahlstranggiesskokille
Mold for continuous steel casting
Lingotière pour la coulée continue d'acier
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE DE ES FR GB IT NL |
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Priorität: |
24.12.1990 DE 4041830
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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01.07.1992 Patentblatt 1992/27 |
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Patentinhaber: SMS SCHLOEMANN-SIEMAG AKTIENGESELLSCHAFT |
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40237 Düsseldorf (DE) |
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Erfinder: |
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- Flemming, Günter, Dr.
W-4006 Erkrath (DE)
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Vertreter: Müller, Gerd, Dipl.-Ing. et al |
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Patentanwälte
Hemmerich-Müller-Grosse
Pollmeier-Valentin-Gihske
Hammerstrasse 2 57072 Siegen 57072 Siegen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 149 734 DE-A- 2 316 450 DE-A- 3 211 199
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EP-A- 0 282 759 DE-A- 2 822 004
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 14, no. 251 (M-979)29. Mai 1990
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 5, no. 10 (M-51)22. Januar 1981
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 5, no. 68 (M-67)8. Mai 1981
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 12, no. 248 (C-511)(3095) 13. Juli 1988
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Stahlstranggießkokille, deren Wände aus einem mit Kühlkanälen
versehenen Grundkörper aus legiertem Kupfer und einer auf diesem befindlichen Arbeitsbeschichtung
bestehen.
[0002] Die wesentlichen Forderungen an Stahlstranggießkokillen sind gute Wärmeleitfähigkeit,
Verschleißfestigkeit und Formstabilität. Unter dieser Zielsetzung wurden Stranggießkokillen
mit formgebenden Wänden aus Reinkupfer, legiertem Kupfer und aus mit Chrom und Nickel
beschichtetem Kupfer entwickelt.
[0003] Durch die EP-A1 282 759 ist ein Reparaturverfahren für Blockkokillen bekannt, wobei
verschlissene Oberflächen, zum Ausgleich der Abnutzung und zur Schaffung einer ebenen
Grundlage für eine Nickel- oder Chrombeschichtung, durch eine galvanisch aufgebrachte
Kupferschicht wiederaufgebaut werden, was aufgrund des starken Verschleißes nur mit
beträchtlichen Schichtdicken möglich ist.
[0004] Aus der JP-A1-207 0357 ist eine Stranggießkokille bekannt, deren Oberfläche mit einem
Nutengitter versehen ist, wobei zur Abdeckung der Nuten eine Blechplatte aus Kupfer
oder anderem Material aufgelegt ist.
[0005] Schließlich ist durch die JP-A-55141363 eine Blockkokille bekannt, die aus einer
äußeren Kupferlegierung größerer Härte und einer inneren Kupferlage besteht, auf die
eine Chromschicht aufgebracht ist.
[0006] Bei den in neuerer Zeit entwickelten Stranggießanlagen zum Gießen von Stahlbändern
unterliegen die dabei eingesetzten Kokillen aufgrund höherer Gießgeschwindigkeit und
komplexer Gestalt des Formraumes erheblich höheren Beanspruchungen durch Verschleiß,
Spannungsverzug und Rißbildung.
[0007] Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, daß örtliche hohe Spannungsspitzen an der
Oberfläche durch Dehnungsbehinderung zu Schäden insbesondere zur Rißbildung führen.
Dabei wird die Tendenz zur Rißbildung und Rißausbreitung verstärkt durch Messingbildung
infolge des Eindiffundierens von Zink in die Arbeitsfläche.
[0008] Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer Stahlbandgießkokille mit eine obere
Erweiterung bildenden Breitseitenwänden, wobei die Kokillenwände unter der artbedingten
höheren Beanspruchung eine verbesserte Verschleißfestigkeit und Standzeit insbesondere
gute Rißunempfindlichkeit und Formstabilität aufweisen.
[0009] Die gestellte Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß die Kokille zum
Stranggießen von Dünnbrammen ausgebildet ist, deren Breitseitenwände einen erweiterten
Eingießbereich formen und deren Grundkörper mit einer Reinkupferschicht von 1 - 8
mm als Arbeitsbeschichtung, oder mit einer Reinkupferschicht von 0,2 - 0,4 mm als
Grundlage für eine auf dieser befindlichen verschleißfesten Arbeitsbeschichtung versehen
sind.
[0010] Eine Reinkupferschicht gewährleistet eine schnelle Wärmeableitung und damit eine
Verringerung der Oberflächentemperatur. Die Zähigkeit des Reinkupfers widersteht sowohl
bei einer Arbeitsbeschichtung von 1 - 8 mm als auch bei einer Grundlagenschicht von
0,2 - 0,4 mm der Rißbildung und Rißausbreitung, wodurch der aus legiertem Kupfer bestehende
kaltverfestigte Grundkörper vor Zerstörung geschutzt wird.
[0011] Dieser Erfolg kann durch die bekannten zum Vernickeln aufgetragenen unter 10 »m starken
Zwischenschichten nicht erzielt werden.
[0012] Die auf der Zwischenschicht aufgebrachte Arbeitsbeschichtung kann aus Nickel, Chrom,
Molybdän oder deren Legierungen oder aus Metallkeramik bestehen. Das Aufbringen der
Zwischenschicht und Arbeitsbeschichtung kann in bekannter Weise elektrolytisch oder
durch Aufspritzen erfolgen.
[0013] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigen
- Fig. 1
- die Draufsicht einer Stahlbandgießkokille mit erweitertem Eingießbereich,
- Fig. 2
- einen senkrechten Schnitt durch die Stahlbandgießkokille gemäß der Linie II-II in
Fig. 1,
- Fig. 3
- einen Teilschnitt der Kokillenwandoberseite
und
- Fig. 4
- einen Teilschnitt der Kokillenwandoberseite mit alternativer Beschichtung.
[0014] Gemäß den Figuren 1 und 2 besteht eine Stahlbandgießkokille aus zwei Breitseitenwänden
1, 2 und zwei zwischen diesen angeordneten Schmalseitenwänden 3, 4. Die Breitseitenwände
1, 2 bilden zur Aufnahme eines Tauchgießrohres 5 einen erweiterten Eingießbereich
6, der sich über einen Teil der Kokillenhöhe erstreckt. Die Kokillenwand weist einen
mit Kühlkanälen 7 versehenen Grundkörper 8 auf.
[0015] Bei der Ausführung gemäß Fig. 3 ist der Grundkörper 8 mit einer Arbeitsbeschichtung
9 aus Reinkupfer versehen.
[0016] Bei der alternativen Ausführung gemäß Fig. 4 ist der Grundkörper 8 mit einer Zwischenschicht
10 aus Reinkupfer als Grundlage für eine Arbeitsbeschichtung 11 versehen. Hierbei
besteht die Arbeitsbeschichtung 11 vorteilhaft aus Nickel oder Metallkeramik.
[0017] In beiden Ausführungsbeispielen wird die Rißbildung und das Rißwachstum in dem Grundkörper
8 verhindert.
[0018] Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt.
1. Stahlstranggießkokille, deren Wände aus einem mit Kühlkanälen (7) versehenen Grundkörper
(8) aus legiertem Kupfer und einer auf diesem befindlichen Arbeitsbeschichtung (9,
11) bestehen,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kokille zum Stranggießen von Dünnbrammen ausgebildet ist, deren Breitseitenwände
(1, 2) einen erweiterten Eingießbereich (6) formen und deren Grundkörper (8) mit einer
Reinkupferschicht von 1 - 8 mm als Arbeitsbeschichtung (9), oder mit einer Reinkupferschicht
von 0,2 - 0,4 mm als Grundlage (10) für eine auf dieser befindlichen verschleißfesten
Arbeitsbeschichtung (11) versehen sind.
2. Stahlstranggießkokille nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Arbeitsbeschichtung (11) im wesentlichen aus Nickel besteht.
3. Stahlstranggießkokille nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Arbeitsbeschichtung (11) im wesentlichen aus Chrom besteht.
4. Stahlstranggießkokille nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Arbeitsbeschichtung (11) im wesentlichen aus Molybdän besteht.
5. Stahlstranggießkokille nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Arbeitsbeschichtung (11) aus Metallkeramik besteht.
1. Chill mould for continuous steel casting, the walls of which consist of a base body
(8) which is provided with cooling channels (7) and is of alloyed copper and a work
coating (9, 11) disposed thereon, characterised thereby that the chill mould is constructed
for continuous casting of thin slabs, the wide side walls (1, 2) of which mould form
an enlarged pouring-in region (6) and the base body (8) of which is provided with
a pure copper layer of 1 to 8 millimetres as work coating (9) or with a pure copper
layer of 0.2 to 0.4 millimetres as base layer for a wear-resistant work coating (11)
disposed thereon.
2. Chill mould for continuous steel casting according to claim 1, characterised thereby
that the work coating (11) substantially consists of nickel.
3. Chill mould for continuous steel casting according to claim 2, characterised thereby
that the work coating (11) substantially consists of chromium.
4. Chill mould for continuous steel casting according to claim 2, characterised thereby
that the work coating (11) substantially consists of molybdenum.
5. Chill mould for continuous steel casting according to claim 2, characterised thereby
that the work coating (11) substantially consists of metal ceramic.
1. Coquille pour la coulée continue d'acier dont les parois sont constituées par un bâti
de base (8) en alliage de cuivre pourvu de canaux de refroidissement (7) et par un
revêtement de travail (9, 11) disposé sur ledit bâti, caractérisée en ce que la coquille
est exécutée pour la coulée continue de brames minces, en ce que ses côtés latéraux
larges (1, 2) forment une zone de coulée (6) élargie et en ce que son bâti de base
(8) est revêtu d'une couche de cuivre pur de 1 à 8 mm comme revêtement de travail
(9) ou d'une couche de cuivre pur de 0,2 à 0,4 mm comme couche de fond (10) pour un
revêtement de travail (11) résistant à l'usure situé sur ladite couche de fond.
2. Coquille pour la coulée continue d'acier selon la revendication 1, caractérisée en
ce que le revêtement de travail (11) est constitué essentiellement par du nickel.
3. Coquille pour la coulée continue d'acier selon la revendication 2, caractérisée en
ce que le revêtement de travail (11) est constitué essentiellement par du chrome.
4. Coquille pour la coulée continue d'acier selon la revendication 2, caractérisée en
ce que le revêtement de travail (11) est constitué essentiellement par du molybdène.
5. Coquille pour la coulée continue d'acier selon la revendication 2, caractérisée en
ce que le revêtement de travail (11) est constitué essentiellement par du cermet.
