[0001] Die Stammanmeldung stellt auf eine Druckvorrichtung ab, mit der aufgabengemaß vorzugsweise
unendliche Drucke erzeugt werden sollen und die vorliegende Ausscheidungsanmeldung
auf einen dort offenharten Wechsel der Übertragungszylinderhülse.
[0002] Aus dem britischen Patent 763 639 sind bereits mittlere Übertragungszylinder einer
Mehrfarbendruckmaschine (Wertdruckmaschine) bekannt, die massiv, d. h. aus Vollmaterial,
ausgebildet sind und die aus der Maschine herausgenommen werden, um eine gummibeschichtete
Hülse auswechseln zu können. Die gummibeschichtete Hülse besteht aus einer relativ
dicken metallischen und konischen Trägerhülse, die durch mechanische Befestigungsvorrichtungen
auf den Übertragungszylinder montiert wird, wobei auf der dicken Trägerhülse eine
relativ dünne elastische Schicht angeordnet ist. Aufgrund der komplexen Einstell-
und Verstellmechanismen an den Druckwerkseitenwänden ist ohne Ausbau der äußeren Formzylinder
ein Wechsel der gummibeschichteten mittleren Übertragungshülsen weder möglich noch
offensichtlich erwünscht. Insbesondere können die Hülsen der mittleren Übertragungszylinder
nicht in der Maschine gewechselt werden, was ebenfalls sehr nachteilig sein kann.
[0003] Ein aus einer Offset-Druckmaschine herausgenommener Übertragungszylinder ist in der
US-PS 1 804 139 gezeigt. Bei diesem Übertragungszylinder wird anstelle eines Gummituches
eine Hülse verwendet, die ihrerseits auf einem zylindrischen Kern mittels Schrauben
fixiert ist. Die Hülse kann vom dem Kern abgezogen werden und durch eine mit einem
anderen Gummituch bzw. einer anderen Gummischicht versehene Hülse ersetzt werden.
Das Wechseln der Gummihülse ist offensichtlich nur bei ausgebautem Zylinder wie dargestellt
möglich.
[0004] Aus der DE-A 27 24 653 ist es bereits bekannt, einen Druckzylinder, der insbesondere
als Formzylinder in einer Flexo-Druckmaschine einsetzbar sein soll, fliegend zu lagern,
d. h. ein Ende des Zylinders aus dem Lager bzw. aus der Lagerung, die in bzw. an der
Zugeordneten Seitenwand vorgesehen ist, in der Weise freizulegen, daß von der Seite
her eine Hülse auf den Zylinder aufschiebbar ist. Bei der bekannten Anordnung wird
die an der Seitenwand angeordnete Lagerung vollständig entfernt. Mit dieser Art von
Druckmaschinen wird nach einem direkten Druckverfahren gearbeitet, denn ein Übertragungszylinder
ist nicht gezeigt. Das zu druckende Bild wird somit von dem mit Hülsen versehbaren
Formzylinder direkt auf einen Druckträger übertragen. Das gleiche gilt auch für die
aus der DE-C 490 994 bekannte Tiefdruckmaschine, bei der ebenfalls eine Hülse für
den Tiefdruckformzylinder durch die Seitenwand auswechselbar ist, wobei bei dieser
bekannten Druckmaschine die inneren drehbaren Teile auf dem Achszapfen des freizulegenden
Endes des Zylinders verbleiben und die äußeren Teile des Lagers wegschwenkbar sind,
so daß jedenfalls stets von der Seite her durch die Seitenwand eine Hülse auf den
Zylinder aufschiebbar ist. Der wesentliche Grund für das Wechseln derartiger Hülsen
in der Maschine liegt darin, daß bei jedem Druckauftrag ein neues Klischee benötigt
wird, das möglichst schnell ausgetauscht werden soll.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung aufzuzeigen, bei der diese Nachteile
nicht vorhanden sind, also ein Hülsenwechsel am Übertragungszylinder möglich ist,
ohne daß dieser aus der Maschine ausgebaut werden muß. Diese Aufgabe wird durch die
Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0006] Im einzelnen wird die Erfindung in der Bezugnahme auf die Abbildungen 1 und 2 beschrieben.
[0007] Ein Übertragungszylinder (5) wird in Offset-Druckmaschinen verwendet und ist zwischen
zwei Druckwerkseitenwänden (12, 13) angeordnet. In einer der Druckwerkseitenwände
(12) ist der Übertragungszylinder (5) mit seinem Ende (30) fliegend gelagert, während
das andere Ende (31) des Übertragungszylinders (5) in einem Lager (32) positioniert
ist, das aus der zugeordneten Druckwerkseitenwand (13) herausnehmbar ist, so daß auf
der Höhe des Übertragungszylinders (5) eine Öffnung, d. h. eine Ausnehmung (34) entsteht.
Gemäß Abbildung 2 kann das Lager (32) um ein Schwenklager (33) abgeschwenkt und nach
dem Hülsenwechsel wieder hochgeschwenkt werden.
[0008] Die Ausnehmung (34) in der Druckwerkseitenwand (13) ist größer als eine durch diese
Ausnehmung (34) aufschiebbare Übertragungshülse (1 a).
[0009] Die Übertragungshülse (1 a) besteht, wie Abbildung 1 schematisch zeigt, vorzugsweise
aus einer relativ dünnen Trägerhülse (2), die eine Trägermetallhülse mit einer Stärke
von etwa 0,3 mm sein kann, während der elastische Belag (11) dagegen relativ dick
ist und beispielsweise aus einer 1 bis 5 mm starken Gummischicht bestehen kann. Durch
Verwendung der relativ dünnen Trägermetallhülse ist es möglich, daß sie beim Aufbringen
der Übertragungshülse (1 a) z. B. mit Hilfe von Druckluft aufgeweitet werden kann,
so daß sich die Übertragungshülse (1 a) relativ leicht durch die Ausnehmung (34) bei
freigelegtem Ende (31) auf den Übertragungszylinder (5) aufschieben läßt.
[0010] Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden ausführlichen
Beschreibung und den beigefügten Zeichnungen, in denen bevorzugte Ausführungsformen
der Erfindung beispielsweise veranschaulicht sind.
[0011] In den Zeichnungen zeigen
- Fig. 1
- einen Querschnitt durch eine mit einem Gummibelag beschichtete Übertragungshülse und
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung eines Teils einer Druckmaschine mit einem einseitig
vom Zylinder abgeklappten Lager.
[0012] Eine Offsetdruckmaschine besteht im wesentlichen aus einem Gerüst, in dessen Druckwerkseitenwänden
(12, 13) ein Druckwerk mit mindestens einer Druckeinheit angeordnet ist. Jede Druckeinheit
hat in der Regel einen Druckformzylinder, einen Übertragunszylinder (5) und einen
Gegendruckzylinder, die drehbar auf Zapfen gelagert sind. An den Zapfen ist ein Getriebe
angeschlossen, das eine von einen Antrieb erzeugte Drehbewegung auf die Zylinder überträgt.
Zwischen dem Übertragungszylinder (5) und dem Gegendruckzylinder ist ein Druckspalt
vorgesehen, durch den sich ein Druckträger hindurchbewegt. Bei seiner Bewegung kommt
der Druckträger in unmittelbaren Kontakt sowohl mit dem Übertragungszylinder (5) als
auch mit den Gegendruckzylinder. Dabei drucken sich Muster auf dem Druckträger ab.
[0013] In der Abbildung 1 ist eine mit einem Gummibelag 11 beschichtete Übertragungshülse
(1 a) im Querschnitt gezeigt. Hier wird eine Trägerhülse (2) aus Metall verwendet.
Die Trägerhülse (2) ist ein etwa 0,3 mm starkes Metallrohr. Der Gummibelag (11) ist
etwa 1 bis 5 mm stark.
[0014] In der in Abbildung 2 dargestellten Ausführungsform wird die Übertragungshülse (1
a) eines Übertragungszylinders (5) ausgewechselt. der den Druckwerkseitenwänden (12,
13) nicht entnommen wird. Zu diesem Zweck kann beispielsweise der Übertragungszylinder
(5) an seinem einen Ende (30) in der Druckwerkseitenwand (12) fliegend gelagert und
an seinem anderen Ende (31) in einem verschwenkbaren Lager (32) geführt sein. Dieses
verschwenkbare Lager (32) ist um ein Schwenklager (33) an der Druckwerkseitenwand
(13) verschwenkbar gelagert und kann in eine vom Übertragungszylinder (5) abgewandte
Richtung von der Druckwerkseitenwand (13) weggeschwenkt werden. Nach dem Abschwenken
des verschwenkbaren Lagers (32) erstreckt sich durch die Druckwerkseitenwand (13)
eine Ausnehmung (34), deren Querschnitt größer ist als der Querschnitt der Übertragungshülse
(1 a). Durch diese Ausnehmung (34) kann die Übertragungshülse (1 a) vom Übertragungszylinder
(5) abgezogen und durch eine andere ersetzt werden. Nach dem Auswechseln der Übertragungshülse
(1 a) wird das verschwenkbare Lager (32) in Richtung auf den Übertragungszylinder
(5) zurückgeschwenkt, so daß das Ende (31) des Übertragungszylinders (5) innerhalb
des verschwenkbaren Lagers (32) geführt wird.
[0015] Der Austauschvorgang von Hülsen (1) ist zu den Fig. 6 bis 8 der zur Stammanmeldung
86 11 58 98 eingereichten Anmeldungsunterlagen anhand der Druckformhülse (1) behandelt
worden. Für die Übertragungshülse (1 a) mit der Gummischicht (11) gelten die gleichen
Verfahrensschritte und die gleichen Konstruktionsprinzipien.
1. Zwischen zwei Druckwerkseitenwänden (12, 13) gelagerter Übertragungszylinder (5),
der mit einem Ende (30) in der zugeordneten Druckwerkseitenwand (12) fliegend gelagert
ist und dessen anderes Ende (31) vom Lager (32) in der zugeordneten Druckwerkseitenwand
(13) freilegbar ist, so daß eine Ausnehmung (34) in dieser Druckwerkseitenwand (13)
entsteht, deren Querschnitt größer ist als der Querschnitt einer durch diese Ausnehmung
(34) auf den Übertragungszylinder (5) aufschiebbaren Übertragungshülse (1 a), die
einen auf einer Trägerhülse (2) angeordneten elastischen Belag (11) trägt, wobei nach
dem Aufbringen der Übertragungshülse (1 a) auf den Übertragungszylinder (5) das Lager
(32) des Übertragungszylinders (5) wieder in die Ausnehmung (34) auf der Höhe des
Übertragungszylinders (5) einsetzbar ist.
2. Übertragungszylinder (5) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er leicht ausgebildet
ist.
1. A transfer cylinder (5) mounted between two printer side walls (12, 13), one end (30)
of which is mounted floating on the associated printer side wall (12) and the other
end (31) of which can be exposed from the bearing (32) in the associated printer side
wall (13), so that an aperture (34) exists in this printer side wall (13), the cross-section
of which is larger than the cross-section of a transfer sleeve (1a), which carries
an elastic coating (11) arranged on a support sleeve (2), and which can be pushed
onto the transfer cylinder (5) through this aperture (34), wherein after placement
of the transfer sleeve (1a) on the transfer cylinder (5) the bearing (32) of the transfer
cylinder (5) can be replaced in the aperture (34) at the level of the transfer cylinder
(5).
2. Transfer cylinder (5) according to claim 1, characterised in that it is simply configured.
1. Cylindre de report (5) tourillonnant entre deux parois de bâti latérales (12, 13)
d'un groupe imprimant, qui est monté en porte à faux par une extrémité (30) dans la
paroi de bâti latérale correspondante (12) du groupe imprimant, et dont l'autre extrémité
(31) peut être dégagée du palier (32) situé dans la paroi de bâti latérale (13) qui
lui correspond, en ce sens qu'on ouvre dans cette paroi de bâti latérale (13) du groupe
imprimant un évidement (34) dont la section est plus grande que la section d'un manchon
de report (1a) qui peut être emmanché sur le cylindre de report (5) à travers cet
évidement (34), manchon qui porte un revêtement élastique (11) monté sur un manchon
support (2), cependant qu'après la mise en place du manchon de report (1a) sur le
cylindre de report (5), le palier (32) du cylindre de report (5) peut être remis en
place dans l'évidement (34) au niveau du cylindre de report (5).
2. Cylindre de report (5) selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il est de construction
légère.