[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Heben, Senken und/oder Ausrichten eines
Gebäudes oder Gebäudeteils, bei welchem das Gebäude bzw. das Gebäudeteil mittels mehrerer
Zylinder-Kolbeneinheiten (1) gehoben, gesenkt und/oder ausgerichtet wird, wobei in
einem ersten Verfahrensschritt die Tiefstellung der Gründungsebene des Gebäudes als
Ist-Wegwert ermittelt wird, der jeweilige Wegwert mit dem Ist-Wegwert verglichen wird,
und nachfolgend die Zylinder-Kolbeneinheiten (1) unter Berücksichtigung des Ergebnisses
der ermittelten Ist-Wegwerten wegabhängig betätigt werden und die wegabhängige Ansteuerung
der Zylinder-Kolbeneinheiten (1) über eine Regelstrecke und Zentralregler (11), welcher
ein Rechner ist erfolgt.
[0002] Die Erfindung betrifft auch eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens.
[0003] Verfahren der genannten Art werden insbesondere verwendet, um in Bergbaugebieten
auftretende Schieflagen von Gebäuden zu korrigieren. Insbesondere in Kohleabbaugebieten
ändert sich die Geländeoberfläche durch das Einbrechen oder Einstürzen von Stollen
und das nachfolgende Einsinken des Erdreichs vielfach so stark, daß die Gebäude ganz
oder zum Teil geneigt, schiefgestellt oder gekippt werden. Als besonders nachteilig
erweist es sich, daß die Änderungen der Geländeoberfläche nicht in gleichmäßiger,
ebener Weise erfolgen, sondern daß sich bestimmte Geländebereiche stärker senken,
als andere. Dies führt insbesondere bei größeren Gebäuden zu erheblichen Schiefstellungen,
welche im Extremfall zum Auftreten von starken Gebäudeschäden führen können. Diese
Gebäudeschäden sind besonders durch unterschiedliche Pressungen in horizontaler und
vertikaler Richtung hervorgerufen.
[0004] Aus dem Stand der Technik ist es bekannt, ein Gebäude mittels eines starren Rahmens
zu unterfangen und nachfolgend diesen Rahmen mittels hydraulischer Vorrichtungen in
eine Waagrechtlage auszurichten. Diese Vorgehensweise ist zum einen auf relativ kleine
Gebäude beschränkt, da größere Rahmen in sich instabil werden und zu Verwindungen
neigen, so daß eine exakte Ausrichtung des Gebäudes nicht möglich ist. Zum anderen
ist es aus baulichen Gründen vielfach nicht möglich entsprechende Rahmen im Kellerbereich
oder Fundamentbereich eines Gebäudes anzuordnen, sei es, weil die für den Rahmen benötigten
Träger nicht in das Kellergeschoß einbringbar sind oder weil bestimmte Gebäudeteile
nicht in ausreichender Weise zugänglich sind. Ein weiterer, wesentlicher Nachteil
dieser Vorgehensweise liegt darin, daß zwar eine gleichmäßige Schiefstellung eines
Gebäudes ausgeglichen werden kann, nicht jedoch eine Verwindung oder Senkung eines
bestimmten Bereichs des Gebäudes. So ist es beispielsweise nicht möglich, in gezielter
Weise einen Gebäudeteil auszurichten und/oder einen anderen Gebäudeteil dabei zur
Kippung des gesamten Gebäudes abzusenken.
[0005] Aus der EP-B1-43078 ist ein Verfahren gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bekannt,
bei welchem eine Vielzahl von Zylinder-Kolbeneinheiten verwendet wird, mittels derer
das Gebäudes so gehoben, gesenkt und/oder ausgerichtet werden kann, daß die aufgetretenen
Bodensenkungen ausgeglichen werden. Bei diesen Verfahren erfolgt eine Messung der
von den einzelnen Zylinder-Kolbeneinheiten zurückgelegten Wege, so daß unter Berücksichtigung
einer vor der Ausrichtung erfolgten Aufnahme der Schiefstellung der Gründungsebene
des Gebäudes für die einzelnen Zylinder-Kolbeneinheiten die erforderlichen Hebe- oder
Absenkwege bestimmbar sind, welche zur Ausrichtung des Gebäudes notwendig sind. Dieses
Verfahren erweist sich in vielen anderen Fällen, insbesondere bei kleineren oder leichteren
Gebäuden als ausreichend. Es gibt jedoch eine Vielzahl von Anwendungsfällen, in welchen
eine rein wegabhängige Ausrichtung des Gebäudes im Bereich der einzelnen Zylinder-Kolbeneinheiten
nicht ausreichend ist. Insbesondere bei größeren Gebäuden, welche sich durch die Senkung
des Geländes in sich verwunden haben, reicht es nicht aus, das Gebäude nur wegabhängig
geradezustellen, da die Anforderungen, welche durch die Statik des Gebäudes gegeben
sind, nicht in ausreichender Weise berücksichtigt werden können.
[0006] Aus der EP-B1-43078 ist auch eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
13 bekannt.
[0007] Aus der DE-A-3633473 ist ein Verfahren zum hydraulischen Unterfangen eines Bauwerks
während seines Verschubes bekannt. Mit diesen Verfahren wird ein im Verschub befindliches
Gebäude über Hubelemente so gesteuert, daß seine ursprüngliche vertikale Stehachse
im wesentlichen beibehalten wird, d. h. ausgehend von der Lage des Gebäudes Lageveränderungen
aufgrund nachgiebig gebetteter biegeweicher Verschubbahnen ausgeglichen. Dieses Verfahren
geht von einer Istlage des Gebäudes aus und versucht diese Istlage auch bei biegeweichen
Verschubbahnen beizubehalten.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs genannten Art
und eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens zu schaffen, welche bei einfachem
Aufbau und einfacher Handhabbarkeit der Vorrichtung die Ausrichtung eines Gebäudes
so ermöglichen, daß dieses auch im Hinblick auf die statischen Anforderungen wieder
in eine exakte Lage gebracht werden kann, wobei Schäden durch die Bewegung des Gebäudes
vermieden werden sollen.
[0009] Diese Aufgabe wird durch das im Anspruch 1 definierte Verfahren und die im Anspruch
13 definierte Vorrichtung gelöst.
[0010] Erfindungsgemäß wird jede der Zylinder-Kolbeneinheiten bis zum erreichen einer jeweils
aus der Statik des Gebäudes für den Ort der Zylinder-Kolbeneinheit vorgegebenen Belastung
betätigt, wobei die Soll-Kraftwerte für jede Zylinder-Kolbeneinheit in den Zentralrechner
eingespeichert sind, die Auflagekräfte an jeder Zylinder-Kolbeneinheit, während der
weggesteuerten Hebung, in Intervallen oder kontinuierlich gemessen und in den Zentralrechner
eingegeben werden, der Zentralrechner die Soll-Kraftwerte mit den Ist-Kraftwerten
vergleicht und die Stellsignale für die Betätigung der einzelnen Zylinder-Kolbeneinheiten
unter Berücksichtigung des Ergebnisses aller ermittelten Soll-Ist-Kraftwerten in der
Weise bildet, daß an allen Zylinder-Kolbeneinheiten eine möglichst gleiche Belastung
vorliegt.
[0011] Das erfindungsgemäße Verfahren zeichnet sich durch eine Reihe erheblicher Vorteile
aus. Während bei dem bisher bekannten Verfahren lediglich eine wegabhängige Geradstellung
oder Ausrichtung des Gebäudes erfolgte, ist es erfindungsgemäß nunmhehr möglich, die
Ausrichtung, Hebung oder Senkung des Gebäudes so vorzunehmen, daß an den jeweiligen
Gebäudestellen die durch die Baustatik vorgegebene Belastung vorliegt. Es ist damit
sichergestellt, daß die Gebäudeteile, welche zur Einleitung der Kräfte in den Boden
vorgesehen sind, diese Kräfte auch in entsprechender Weise aufnehmen können. Demgegenüber
erfolgt eine entsprechend geringere Belastung der Gebäudeteile, welche beispielsweise
nicht tragend sind oder nur in geringer Weise belastet werden. Es ist somit möglich,
beispielsweise die Aussenmauern eines Kellergeschosses so auf der Gründungsebene zu
lagern, daß die Kräfteeinleitung so erfolgt, wie dies bei der ursprünglichen Errichtung
des Gebäudes der Fall war. Es werden somit Beschädigungen des Gebäudes vermieden,
welche durch eine ungleichmäßige Ausrichtung und/oder eine nicht an die Statik des
Gebäudes angepaßte Krafteinleitung hervorgerufen würden.
[0012] Da erfindungsgemäß eine Vielzahl von Zylinder-Kolbeneinheiten vorgesehen ist, können
vielfältige Auflage- oder Krafteinleitungspunkte geschaffen werden, an welchen das
Gebäude während der Ausrichtung abgestützt ist. Da erfindungsgemäß nicht nur eine
wegabhängige, sondern auch eine kraftabhängige Abstützung während des Hebens, Senkens
oder Ausrichten erfolgt, können Gebäudeschäden vermieden werden, da insbesondere keine
oder nur geringe Scherkräfte aufgebracht werden. Weiterhin ist es erfindungsgemäß
möglich, komplexe Desorientierungen der Gründungsebene des Gebäudes auszugleichen,
beispielsweise Verwindungen oder Verbiegungen.
[0013] Mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens ist es somit möglich, die bei der ursprünglichen
Statik, welche dem Bauantrag des Gebäudes zugrundegelegt wird, vorgenommene Aufteilung
in vertikale und horizontale Scheiben zu berücksichtigen, welche die jeweiligen Kräfte
übertragen, weiterleiten oder direkt in die Fundamente abgeben. Es ist somit möglich,
die Elastizität des gesamten Gebäudes, d. h. das Vermögen des Gebäudes, Verformungen
mitzumachen, beizubehalten bzw. wieder herzustellen. Diese Elastizität ergibt sich
aus der einerseits geringen Elastizität einzelner starrer Scheiben aus Mauerwerk oder
Stahlbeton und andererseits der Möglichkeit, bleibende Verformung an Stellen aufzunehmen,
an welchen die Kräfte von Scheibe zu Scheibe übertragen werden. Risse in dem Gebäude
lassen sich somit vermeiden, wobei sowohl Risse im Bereich der Übertragung zweier
starrer Scheiben, welche weniger kritisch sind, als auch Risse, welche die Kraftübertragung
einer einzelner Scheibe stören, vermieden werden können.
[0014] Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht es weiterhin, Gebäude auszurichten, bei
welchen die jeweilige Gründungssohle der baulichen Anlage keine plane Ebene mehr war,
sondern eine unebene, in mehreren Dimensionen geneigte Fläche. Es können dabei beispielsweise
die Aussenkanten des Gebäudes unterschiedliche Neigungen haben, so daß bei der Ermittlung
einer neuen Soll-Ebene, in welcher das Gebäude ausgerichtet werden soll, die in sich
schiefe Fläche der Gründungssohle gemittelt werden muß.
[0015] In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist
vorgesehen, daß die ursprüngliche Gründungsebene des Gebäudes in einzelne aneinander
hängende Teilebenen unterteilt wird und daß die einzelnen Teilebenen mit der zugeordneten
Zylinder-Kolbeneinheit unabhängig voneinander ausgerichtet werden. Es ist somit möglich,
die Teilebenen völlig unabhängig voneinander zu nivellieren und/oder auszurichten,
sodaß auch größere Gebäude, bei welchen sich nur bestimmte Teile gesenkt oder verschoben
haben, wieder in ihren ursprünglichen Zustand rückversetzt werden können.
[0016] Bei der praktischen Vorgehensweise erweist es sich erfindungsgemäß als besonders
günstig, wenn für jede Teilebene eine theoretisch erste Soll-Ebene durch Bestimmung
der mittleren Neigung und der Lage der Drehachse des Gebäudes bestimmt wird. Die Ausrichtung
kann somit so erfolgen, daß die erste Soll-Ebene erreicht wird. Falls zur vollständigen
Ausrichtung des Gebäudes mehrere oder größere Hebe-, Senk- oder Ausrichtvorgänge erforderlich
sind, so kann erfindungsgemäß bei Erreichen der ersten Sollebene eine weitere, nachfolgend
schrittweise zu erreichende Sollebene bestimmt werden. In gleicher Weise können eine
Vielzahl von Sollebenen vorgegeben werden, so daß auch größere Senkungen des Gebäudes
ausgeglichen werden können.
[0017] Weiterhin werden mit einem speziell entwickelten Computerprogramm die notwendigen
Hubwege des Gebäudes errechnet, nachdem die Ursprungs- Schieflage und die jeweilige
Drehachse bestimmt wurden.
[0018] Die Festlegung der Koordinaten der einzelnen Hubpunkte des Gebäudes erfolgte in der
Hebungsstatik. An den Punkten, an denen aus der Statik die Kräfte in die Fundamente
geleitet werden, werden Hubkammern vorgesehen, in denen die jeweiligen Zylinder-Kolbeneinheiten
eingesetzt werden. Die Lage der Hubpunkte ergibt sich dabei aus der Ausbildung der
zu hebenden festen Schreiben des Gebäudes und aus der Druckfestigkeit der Bausubstanz
über den Hubkammern. Gleichzeitig wird in der Hebungsstatik die Größe der Kräfte ermittelt,
die in den einzelnen Hubpunkten abgetragen oder aufgebracht werden soll.
[0019] Da erfindungsgemäß die einzelnen Hubeinheiten bzw. Zylinder-Kolbeneinheiten unterschiedlich
angesteuert werden können und unterschiedliche Kräfte aufbringen können, ist eine
Einzelwegsteuerung und eine Einzelkraftsteuerung an den jeweiligen Hubpunkten möglich.
[0020] Erfindungsgemäß erfolgt die Ansteuerung der einzelnen Zylinder-Kolbeneinheiten über
einen Zentralrechner, in welchem zugleich die jeweiligen Kraft- und/oder Wegwerte
gespeichert und mit den Istwerten verglichen werden. Dabei ist es weiterhin möglich,
die Bewegung des Gebäudes zu dokumentieren.
[0021] Die Aufnahme der Messwerte, aus welchen sich die jeweilige Lage des Gebäudes bestimmen
läßt, erfolgt bevorzugterweise über ein Schlauchwaagensystem, welches entweder an
den Schnittbereichen benachbarter Teilebenen oder an den Aussenbereichen oder Aussenkanten
der Teilebenen in seinen Messpunkten festgelegt ist.
[0022] Erfindungsgemäß ist es somit möglich, durch die Einzelwegsteuerung jeder Hubeinheit
in jedem Hubpunkt unterschiedlich hohe Kräfte aufzubringen.
[0023] Zum Beginn der Ausrichtung des Gebäudes, d. h. beim Anfahren der Hubeinheiten ergeben
sich zwei mögliche Vorgehensweisen. Die erste Vorgehensweise besteht darin, über eine
Druckregelung in der Hydraulik die jeweilige Kraft einzustellen, welche durch die
Hubeinheit aufgebracht werden soll und welche in der Erhebungsstatik für jeden Hubpunkt
ermittelt wurde. Es ist jedoch auch möglich, sämltiche Hubeinheiten bzw. Zylinder-Kolbeneinheiten
weggesteuert und parallel in die Höhe zu verschieben, beispielsweise um einen Betrag
von einem Millimeter. Dadurch steht das gesamte Gebäude, ohne daß relative Verschiebungen
in der Grundfläche stattgefunden haben, auf den Zylinder-Kolbeneinheiten. Nachfolgend
ist es möglich, die einzelnen Kräfte, die in den Hubpunkten abgetragen werden, zu
ermitteln und mittels des Zentralrechners grafisch darzustellen. Sofern nunmehr Zwängungen
zu erkennen sind, können diese durch weggesteuertes Nachfahren oder Ablassen der einzelnen
Zylinder-Kolbeneinheiten so weitergeleitet werden, daß sich bereits zu Beginn der
Hebung eine normale Spannungsverteilung einstellt.
[0024] Während der weggesteuerten Hebung ist zu beobachten, daß sich die geweiligen Auflagerkräfte
verlagern. Dadurch, daß die Kräfte kontinuierlich gemessen werden, können derartige
Umlagerungen erkannt und frühzeitig Gegenmaßnahmen ergriffen werden, um sicherzustellen,
daß während der Hebung die gewünschte Kräfteverteilung eingehalten wird.
[0025] Zu Beginn des letzten Hubes wird erfindungsgemäß die bis dahin ausgeglichene Tieflage
des Gebäudes durch einen Vermesser überprüft. Dadurch ist es mögich, notwendige Korrekturen
für den letzten Hubgang nochmals zu berücksichtigen und in den Zentralrechner einzugeben,
um neue Hubhöhen zu berechnen und diese automatisch an die Microprozessoren der einzelnen
Hubeinheiten oder Zylinder-Kolbeneinheiten weiterzuleiten.
[0026] Nach Abschluß der höhenmäßigen Hebung des Gebäudes erfolgt eine Überprüfung der Kraftabtragung
im Gebäude. Dabei ist es möglich, Lastspitzen weiterzuverteilen und die Lastabtragung
in den einzelnen Scheiben des Gebäudes zu optimieren.
[0027] Erfindungsgemäß ist somit eine Ausrichtung des Gebäudes möglich, ohne daß Auswirkungen
auf das statische Gefüge des Gebäudes zu befürchten sind.
[0028] Erfindungsgemäß ist es auf besonders einfache Weise möglich, die Ausrichtung des
Gebäudes sowohl hinsichtlich des Kraftweges, als auch hinsichtlich der Kraftabtragung
nachzuvollziehen und zu protokollieren. Die somit erzeugte Hebungskinematik ist prüfbar
und kann ggfs. durch einen Prüfstatiker testiert werden. Dieses Testat bedeutet, daß
während der Hebung in das Gefüge des Hauses oder Gebäudes keine Eingriffe vorgenommen
wurden, die eine Verschlechterung der Bausubstanz herbeigeführt haben. Vielmehr ist
es erfindungsgemäß möglich, nach dem Verfahren den Baukörper oder das Gebäude optimal
auf die neuen Fundamente abzusetzen.
[0029] Das erfindungsgemäße Verfahren erfüllt somit die Anforderungen der Prüfstatik an
ein Verfahren für derartig komplexe Aufgaben.
[0030] Das erfindungsgemäße Verfahren zeichnet sich weiterhin durch ein hohes Maß an Sicherheit
während des Hebenvorganges aus, da Lastspitzen, welche sich bei der Hebung einstellen
können, rechtzeitig erkannt und abgeleitet werden können.
[0031] Ein weiterer, hinsichtlich der Sicherheit des Verfahrens wesentlicher Vorteil liegt
darin, daß eine Vielzahl einzelner Zylinder-Kolbenelemente verwendet werden, so daß
bei Ausfall eines Elementes die Sicherheit des Hebevorganges nicht beeinträchtigt
wird. Insbesondere bei Stromausfall oder bei fehlerhafter Datenübertragung, jedoch
auch bei mechanischen Fehlern in der Hydraulik können durch die Überwachung der jeweiligen
Belastungswerte der Hubeinheiten Fehler sofort erkannt und durch Unterbrechung des
Hebevorganges eine Gefährdung des Gebäudes vermieden werden. Weiterhin werden erfindungsgemäß
parallel mit der Hebung unter den Wangen der Hubkammern mechanisch nachfahrende Ischebeckkeile
angeordnet, welche sofort die Last übernehmen können, falls die Zylinderkolbeneinheit
ausfällt.
[0032] Weiterhin sind bedingt durch die Vielzahl der angeordneten Hubkammern, welche für
die maximale Belastungsaufnahme der Statik der Baugenehmigung berechnet wurden, die
einzelnen Zylinderkolbeneinheiten oder Hubeinheiten oft nur zur Hälfte ihrer Nennlast
ausgelastet, so daß bei Lastumlagerungen die frei werdenden Kräfte übertragen werden
können. Derartige Lastumlagerungen können sich daraus ergeben, daß Fundamentbereiche,
die aus der Lage der Hubkammern stärker belastet werden, sich senken. Aus dem dabei
sofort auftretenden und zu registrierenden Druckabfall der jeweiligen Hubeinheit ist
dieser Vorgang sofort zu erkennen und es ist möglich, mit einem Nachfahren auf den
vorherigen Druck zu reagieren.
[0033] Im folgenden wird eine praktische Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens beschrieben.
1. Einmessen der Gründungsfläche:
Die Gründungsfläche des Gebäudes bezogen auf die Unterkante der Kellergeschoßdecke
wird von aussen mit einem Feinnausrichtellement aufgenommen. Dabei wird festgestellt,
wie sich die ursprüngliche Gründungsebene während der Bergsenkung verändert hat. Die
vorhandene Gründungsfläche wird in einzelne aneinander hängende Teilebenen aufgeteilt.
Die Lage der einzelnen Teilebenen zueinander ist ein wichtiger Parameter für die Steuerung
der Lastverteilung in den Fundamenten.
Bei einer Einzelwegsteuerung von Teilebenen zum Erreichen einer statisch richtigen
Lastverteilung in den Fundamenten wird so gesteuert, daß die gegenseitige Verdrehung
der Gründungsfläche möglichst rückgängig gemacht wird.
Aus der Lage der vorgefundenen Gründungsfläche wird eine theoretische erste Soll-Ebene
für das Heben und Senken angegeben, indem die mittlere Neigungen und die Lage der
Drehachse für die Hebung bzw. Senkung angegeben wird.
Bei der dem erfindungsgemäßen Verfahren zugrundeliegenden Anlage kann die Drehachse
innerhalb der baulichen Anlage oder des Gebäudes liegen.
Die somit ermittelte erste theoretische Soll-Ebene wird bei erfolgreichen Einzelsteuerungen
von Teilebenen jeweils neu festgelegt, nachdem ein erster Hebungsschritt erfolgt ist.
Die Geometrie die Gründungsfläche und die Lastverteilung in den Fundamenten wird schrittweise
dem ursprünglichen Zustand angenähert, so daß eine Heilung der Schädung aus der Bergsenkung
vorgenommen wird.
2. Umsetzung der Ergebnisse aus Statik und geometrischem Hebungsplan in die Bauausführungspläne:
Die Lage und Anordnung der Hubkammern wird sowohl aus den Erfordernissen der Statik
abgeleitet, als auch aus dem geometrischen Hebungsplan, nachdem zusammenhängende Hebungseinheiten
gebildet werden müssen, die einen gesonderte Steuerung der Teilebenen zulassen. Die
Teilebenen werden bei der Steuerung der Lastverteilung in den Fundamenten um ihre
Drehachse mit der Nachbarebene so gehoben oder gesenkt, daß der durch Bergsenkung
erzwungene Weg so weit wie möglich rückgängig gemacht wird. Dabei wird solange gesteuert,
bis die richtige Kraftverteilung erreicht wird.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren soll nicht die verdrehte Gründungsfläche in eine
Ebene überführt werden, vielmehr wird eine nach der Statik korrespondierende Lastverteilung
erreicht, wobei gegen die Richtung der Bewegung aus der Bergsenkung gehoben oder abgesenkt
wird.
Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht, daß der Hebe-oder Absenkvorgang mit der
gesamten Anlage erforderlichenfalls abgebrochen wird und nur mit einer Teilebene und
nur mit neuen Steuerungsparametern weitergefahren wird. Danach werden die neuen Istwerte
automatisch im Zentralrechner übernommen und es wird mit der gesamten Anlage weitergefahren.
Nach der Ausarbeitung der theoretischen Vorgaben wird an Ort und Stelle die praktische
Durchführbarkeit festgestellt, wobei es möglich ist, Änderungen sofort einzuarbeiten.
Als Ergebnis dieses Verfahrensschrittes sind detaillierte Ausführungspläne für die
Hubkammern und Hilfseinrichtungen erstellbar.
3. Anfahren zum Heben und Senken:
Um die absolute Bewegung der Fundamente unter den einzelnen Hubeinheiten zu kontrollieren,
werden an den Schnittpunkten benachbarter Teilebenen und an den Aussenecken Messpunkte
eines Schlauchwagensystems angebracht. Mit Hilfe der Einzelhebersteuerung werden die
einzelnen Hubeinheiten einheitlich auf eine Lastabtragung von 10 Tonnen pro Hubeinheit
auf Kontakt angefahren. Anschließend wird parallel mit einem Weg von einem Millimeter
angehoben. Dabei wird die Kraftabtragung in den einzelnen Hubpunkten gemessen.
Um mögliche Konsulidierungssetzungen bei der Umlagerung von der Flächen- auf die Punktlast
der Hubeinheiten zu erfassen, wird sowohl die Kraftabtragung als auch die Messpunkte
der absoluten Wege an der Schlauchwaage beobachtet. Die beiden ermittelten Werte korrespondieren
miteinander, da beim Abgehen der Fundamente auch eine Verminderung der abgetragenen
Kräfte in der Teilebene eintritt. Bei Beendigung der Konsulidierungssetzungen beginnt
der eigentliche Hebungs- und Absenkungsvorgang.
4. Heben und Senken mit kontrollierter Lastverteilung:
Die maximale Hubhöhe an der höchsten Stelle ergibt sich aus der mittleren Schieflage
und der Entfernung der Drehachse der Ebenen von dem Gebäude. Die maximale Hubhöhe
wird in Teilhebungen unterteilt, wobei die Hubhöhe je Teilhebung höchstens 15 cm beträgt.
Nachfolgend wird die jeweilige Kolben-Zylindereinheit umgesetzt. Die Hebung wird in
1 % Schritten durchgeführt, so daß der maximale Einzelhub an der höchsten Stelle 1,5
mm beträgt.
Die Ablesung der Kraftverteilung wird für 5 % Intervale durchgeführt. Bei kritischen
Stellen ist eine kontinuierliche Ablesung möglich. Die abgelesenen Werte werden in
einem Diagramm aufgetragen, wobei Abweichungen von der Soll-Verteilung zu einer entsprechenden
Anhebung oder Absenkung der Teilebenen führt, bis die optimale Kraftverteilung erreicht
wird. Nachdem die maximale Hubhöhe von 15 cm erreicht ist, werden die einzelnen Hubvorrichtungen
umgesetzt. Dabei werden die seitlich angesetzten mechanischen Hebekeile so angezogen,
daß der Druck in der jeweiligen Hubeinheit abfällt. Nachfolgend wird diese Hubeinheit
auf Null abgelassen und auf ein horizontales Widerlager vertikal gestellt. Danach
wird mit dem Druck vor dem Umsetzen wieder angefahren. Die neuen Nullhöhen werden
vom Zentralrechner übernommen.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist nicht auf das beschriebene Ausführungsbeispiel
beschränkt. Vielmehr ergeben sich für den Fachmann im Rahmen der Erfindung vielfältige
Abwandlungs- und Modifikationsmöglichkeiten.
[0034] Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist anhand der Zeichnung
näher erläutert. Die einzige Figur zeigt eine schematische Darstellung einer Kolben-Zylindereinheit.
[0035] Eine Kolben-Zylindereinheit 1 ist mit einem Weggeber 2 verbunden. Die Versorgung
der Kolben-Zylindereinheit 1 erfolgt über eine Versorgungseinheit 3, bestehend aus
einem Motor 4, der eine nicht dargestellte, in einer Ölwanne 5 befindliche Pumpe antreibt.
Zwischen der Kolben-Zylindereinheit 1 und der Versorgungseinheit 3 ist eine Steuereinheit
6 angeordnet. Zwischen der Steuereinheit 6 und der Kolben-Zylindereinheit 1 befindet
sich ein Druckmesser 7. Die vom Weggeber 2, bzw. vom Druckmesser 7 kommenden analogen
Meßwerte werden durch Analog-Digital-Wandler 8,9 in die digitale Signale umgesetzt,
die ihrerseits dem Einzelregler 10 zugeführt werden. Der Einzelregler 10 gibt seinerseits
die Daten an den Zentralregler 11 weiter und erhält von diesem auch seine Anweisungen,
die er seinerseits an die Steuereinheit 6 weitergibt. An dem Zentralregler 11 sind
eine Vielzahl von Einzelreglern, vergleichbar dem Einzelregler 10 anschließbar. In
der schematischen Skizze sind nur drei derartiger Anschlüsse dargestellt.
1. Verfahren zum Heben, Senken und/oder Ausrichten eines Gebäude oder Gebäudeteils, bei
welchem das Gebäude bzw. das Gebäudeteil mittels mehrerer Zylinder-Kolbeneinheiten
(1) gehoben, gesenkt und/oder ausgerichtet wird, wobei in einem ersten Verfahrensschritt
die Tiefstellung der Gründungsebene des Gebäudes als Ist-Wegwert ermittelt wird, der
jeweilige Wegwert mit dem Ist-Wegwert verglichen wird, und nachfolgend die Zylinder-Kolbeneinheiten
(1) unter Berücksichtigung des Ergebnisses der ermittelten Soll-Ist-Wert wegabhängig
betätigt werden und die wegabhängige Ansteuerung der Zylinder-Kolbeneinheiten (1)
über eine Regelstrecke und Zentralregler (11), welcher ein Rechner ist erfolgt, dadurch
gekennzeichnet, daß jede der Zylinder-Kolbeneinheiten (1) bis zum erreichen einer
jeweils aus der Statik des Gebäudes für den Ort der Zylinder-Kolbeneinheit (1) vorgegebenen
Belastung betätigt wird, daß Soll-Kraftwerte für jede Zylinder-Kolbeneinheit (1) in
den Zentralrechner (11) eingespeichert sind, daß, zur Ermittelung von Ist-Kraftwerten,
die Auflagekräfte an jeder Zylinder-Kolbeneinheit (1), während der weggesteuerten
Hebung, in Intervalen oder kontinuierlich gemessen werden und in den Zentralrechner
(11) eingegeben werden, wobei der Zentralrechner (11) die Soll-Kraftwerte mit den
Ist-Kraftwerten vergleicht, und daß der Zentralrechner (11) die Stellsignale für die
Betätigung der einzelnen Zylinder-Kolbeneinheiten (1) unter Berücksichtigung des Ergebnisse
aller ermittelten Soll-Ist-Kraftwerten in der Weise bildet, daß an allen Zylinder-Kolbeneinheiten
(1) eine gewünschte Belastung vorliegt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die ursprüngliche Gründungsebene
des Gebäudes bzw. Gebäudeteils in einzelne aneinanderhängende Teilebenen unterteilt
wird, und daß die einzelnen Teilebenen mittels der zugeordneten Zylinder-Kolben-Einheiten
(1) unabhängig voneinander ausgerichtet werden.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß für jede Teilebene eine theoretische
erste Sollebene durch Bestimmung der mittleren Neigung und der Lage der Drehachse
bestimmt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei Erreichen der ersten Sollebene
weitere, nachfolgend schrittweise zu erreichende Sollebenen bestimmt werden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Lage der
jeweiligen Zylinder-Kolbeneinheit (1) in Abhängigkeit von den statischen Auflagerpunkten
des Gebäudes und in Abhängigkeit von den einzelnen Teilebenen der Gebäudeteile festgelegt
wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Zylinder-Kolben-Einheiten
(1) unabhängig voneinander betätigbar sind.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Zylinder-Kolben-Einheiten
(1) über einen Zentralrechner (11) gesteuert und/oder geregelt werden.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß jede der Zylinder-Kolben-Einheiten
(1) über einen eigenen Hydraulik-Regelkreis bestätigt wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß zur Überwachung
der Bewegung des Gebäudes an den Schnittbereichen benachbarter Teilebenen Messpunkte
eines Schlauchwaagesystems angeordnet werden.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß zum Beginn
der Ausrichtung des Gebäudes jede der Zylinder-Kolben-Einheiten (1) mit einer Belastung
von 10 to belastet wird, und daß möglicherweise auftretende Konsulidierungssetzungen
vor Beginn des eigentlichen Ausrichtvorgangs ausgeglichen werden.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß in jedem
Ausrichtschritt eine maximale Hebung von 15 cm erfolgt.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Hebung in 1%-Schritten
der maximalen Hebung erfolgt.
13. Vorrichtung zum Heben, Senken und/oder Ausrichten eines Gebäudes oder Gebäudeteiles
unter Verwendung von hydraulischen Zylinder-Kolben-Einheiten (1) welche einzeln und/oder
gruppenweise zusammengefaßt steuerbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß zur Durchführung
des Verfahrens nach einen oder mehreren der Ansprüche 1 bis 12, jede Kolben-Zylinder-Einheit
(1) mit einem Druckmesser (7), einem Weggeber (2) und einem Einzelregler (10) ausgerüstet
ist, daß der Druckmesser (7) und der Weggeber (2) mit jeweils einem Analog-Digital-Wandler
(8,9) verbunden sind, die ihrerseits mit dem Einzelregler (10) verbunden sind, daß
der Einzelregler (10) mit einem Zentralregler (11) verbunden ist, wobei an dem Zentralregler
(11) eine Vielzahl von Einzelreglern angeschlossen sind.
1. Method of raising, lowering and/or adjusting of a building or part of a building,
using cylinder-piston units, where in the first step of the method the lowering of
the foundation is calculated as the actual path value, the particular path value is
compared with the actual path value, and afterwards the cylinder-piston units (1)
are used dependent on the path, under consideration of the results of the calculated
desired actual value and where the heading for the cylinder-piston units dependent
on the path, moves over a controlled path and a central controller (11), which is
a computer and where the heading is characterised in that each cylinder-piston unit
(1) is set in motion up to the point where the given load, which is calculated from
the statistic of the building for the place of the cylinder-piston unit (1), is reached,
that the desired power value for each cylinder-piston unit (1) is saved in the central
computer, that for the calculation of the actual power value the loading power of
each cylinder-piston unit (1), is meassured in intervals or continuously during the
raising dependent on the path, that the central computer (11) compares the desired
power values with the actual power values and it calculates the positioning signals
for the use of the individual cylinder-piston unit (1) under consideration of the
results of all calculated desired actual power values that there is the desired load
on all cylinder-piston units.
2. Method according to Claim 1, characterised in that the original foundation of the
building or part of the building is subdivided in single but connected partial levels
and that the single partial levels can be adjusted independently from each other by
the cylinder-piston units.
3. Method according to Claim 2, characterised in that there is defined a theoretical
first desired level by definition of the middle inclination and the position of the
axis of rotation, for each partial level.
4. Method according to Claim 3, characterised in that by reaching the first desired level,
following desired levels to reach are defined.
5. Method according to one of the Claims 2 to 4, characterised in that the position of
the individual cylinder-piston unit (1) is defined in dependence of the statistic
points of support of the building and in dependence of the single partial levels of
the parts of the building.
6. Method according to one of the Claims 1 to 5, characterised in that cylinder-piston
untit (1) are used dependently on each other.
7. Method according to one of the Claims 1 to 6, characterised in that the cylinder-piston
units are directed and/or controlled by a central computer.
8. Method according to one of the Claims 1 to 7, characterised in that the cylinder-piston
units (1) are operated with a hydraulic automatic control system.
9. Method according to one of the Claims 2 to 8, characterised in that for the controlling
of the movements of the building, points of measurement of a system of water-levels
are arranged at the intersectional areas of the adjoining partial levels.
10. Method according to one of the Claims 1 to 9, characterised in that at the beginning
of the adjustment of the building every cylinder-piston unit (1) is loaded with 10
t and that possible consolidations are equalized before the actual adjustment is started.
11. Method according to one of the Claims 1 to 10, characterised in that there is a maximal
lifting of 15 cm in every step of adjusting.
12. Method according to Claim 11, characterised in that the raising takes place in 1%-steps
of the maximal lifting.
13. An apparatus for raising, lowering and/or adjusting of a building or parts of a building
employing hydraulic cylinder-piston units (1), which can be controlled individually
and/or in groups, characterised in that for carrying out the method according to one
or more of Claims 1 to 12 each cylinder-piston unit (1) is equiped with a pressure
gauge (7), a measuring instrument to calculate the way (2) and an individual controller
(10), that the pressure gauge (7) and the measuring instrument to calculate the way
(2) are individually connected with a analog-digital-converter (8,9), which are on
their part connected with the individual controller (10), that the indivdual controller
(10) is connected with a central controller (11), where a multitude of individual
controllers are connected to the central controller (11).
1. Procédé pour le soulèvement, l'abaissement et/ou l'ajustement d'un bâtiment ou d'une
partie d'un bâtiment, lors duquel le bâtiment ou la partie d'un bâtiment est soulevé,
abaissé et/ou ajusté à l'aide de plusieurs unités à cylindre et à piston (1), procédé
lors duquel dans une première phase la position du plan de fondation du bâtiment est
mesurée en tant que valeur de déplacement effective, la valeur de déplacement correspondante
est comparée à la valeur de déplacement effective, et ensuite les unités à cylindre
et à piston (1) sont commandées en fonction du déplacement en tenant compte du résultat
obtenu de la valeur préscrite et effective et la commande des unités à cylindre et
à piston (1) s'effectue en fonction du déplacement par le moyen d'une installation
à réglage et un régulateur central (11) qui est un ordinateur et est caractérisé par
le fait que chaque unité à cylindre et à piston (1) est actionnée jusqu'à ce qu'elle
ait atteint une charge déterminée par la statiqe du bâtiment concerné pour la position
de l'unité à cylindre et à piston (1), que les charges préscrites pour chaque unité
à cylindre et à piston (1) sont mémorisées dans l'ordinateur central (11), que pour
la détermination de charges effectives les forces d'appui de chaque unité à cylindre
et à piston (1) sont mesurées par intervalles ou continuellement lors du soulèvement
commandé par contournage et sont introduites dans l'ordinateur central (11), lors
de ce procédé l'ordinateur central (11) compare les charges préscrites aux charges
effectives, et que l'ordinateur central (11) forme les signaux de correction pour
la commande de chaque unité à cylindre et à piston (1) en tenant compte du résultat
de toutes les charges préscrites et effectives déterminées, de façon à ce que chaque
unité à cylindre et à piston subisse la charge souhaitée.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé par le fait que le plan de fondation
initial du bâtiment ou la partie d'un bâtiment est subdivisé en différents plans partiels
rattachés et que les différents plans partiels sont ajustés indépendamment par le
moyen des unités à cylindre et à piston (1) qui leur sont attribués.
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé par le fait que pour chaque plan partiel
est déterminé un premier plan théorique préscrit en déterminant l'inclinaison moyenne
et la position de l'axe de rotation.
4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé par le fait que, lorsque le premier
plan préscrit est atteint, d'autres plans préscrits sont déterminés qui doivent être
atteints l'un après l'autre.
5. Procédé selon une des revendications 2 à 4, caractérisé par le fait que la position
de l'unité à cylindre et à piston (1) concernée est déterminée en fonction des points
d'appui statiques du bâtiment et en fonction des différents plans partiels des parties
du bâtiment.
6. Procédé selon une des revendications 1 à 5, caractérisé par le fait que les unités
à cylindre et à piston (1) sont maniables indépendamment.
7. Procédé selon une des revendications 1 à 6, caractérisé par le fait que les unités
à cylindre et à piston (1) sont contrôlées et / ou réglées par un ordinateur central
(11).
8. Procédé selon une des revendications 1 à 7, caractérisé par le fait que chacune des
unités à cylindre et à piston (1) est actionnée par son propre circuit de réglage
hydraulique.
9. Procédé selon une des revendications 2 à 8, caractérisé par le fait que pour surveiller
les mouvements du bâtiment des points de mesure d'un système de niveaux à bulle d'air
sont disposés le long des zones d'intersection entre les plans partiels voisins.
10. Procédé selon une des revendications 1 à 9, caractérisé par le fait qu'au début du
procédé d'ajustement du bâtiment sur chaque unité à cylindre et à piston (1) est appliqué
une charge de 10 to et que des tassements de consolidation qui se produisent éventuellement
sont compensés avant le début du procédé d'ajustement proprement dit.
11. Procédé selon une des revendications 1 à 10, caractérisé par le fait que pendant chaque
étape d'ajustement un soulèvement maximal de 15 cm est effectué.
12. Procédé selon la revendication 11, caractérisé par le fait que le soulèvement se produit
par étapes de 1 % du soulèvement maximal.
13. Dispositif pour le soulèvement, l'abaissement et / ou l'ajustement d'un bâtiment ou
d'une partie d'un bâtiment à l'aide d'unités hydrauliques à cylindre et à piston (1)
commandées individuellement et/ou réunies en groupe, caractérisé par le fait que pour
l'application du procédé selon une ou plusieurs des revendications 1 à 12, chaque
unité à cylindre et à piston (1) est équipé d'un manomètre (7), d'un capteur de déplacement
(2) et d'un régulateur individuel (10), que le manomètre (7) et le capteur de déplacement
(2) sont reliés chacun à un convertisseur analogique-numérique (8,9) qui, eux, sont
reliés au régulateur individuel (10), que le régulateur individuel (10) est relié
à un régulateur central (11) auquel est raccordé une multitude de régulateurs individuels.