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EP 0 545 224 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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05.04.1995 Patentblatt 1995/14 |
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Anmeldetag: 21.11.1992 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: F42C 13/06 |
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Auslösevorrichtung für einen Zünder
Release device for a fuse
Dispositif de déclenchement pour une fusée
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR IT LI SE |
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Priorität: |
05.12.1991 DE 4140141
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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09.06.1993 Patentblatt 1993/23 |
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Patentinhaber: HONEYWELL AG |
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D-63008 Offenbach (DE) |
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Erfinder: |
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- Riewe, Franz-Jürgen
W-6458 Rodenbach (DE)
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Vertreter: Herzbach, Dieter, Dipl.-Ing. et al |
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Honeywell Holding AG
Patent- und Lizenzabteilung
Postfach 10 08 65 63008 Offenbach 63008 Offenbach (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 3 011 366 US-A- 5 007 032
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US-A- 4 081 785
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Auslösevorrichtung für einen Zünder
nach dem Gattungsbegriff des Patentanspruches 1.
[0002] Eine derartige Auslösevorrichtung ist z. B. aus der DE-A-28 38 806 bekannt. Dort
werden durch einen Sensor aus Bodenerschütterungen gewonnene seismische Signale in
elektrische Signale umgesetzt und nach Amplitudenbewertung und Frequenzfilterung einem
Zeitglied zugeführt, welches die Durchschaltung des Sensorsignales auf eine Zündeinrichtung
nur dann zuläßt, wenn die Sensorsignale über eine vorgegebene einstellbare Zeitspanne
vorgelegen haben. Dort ist auch bereits vorgesehen, die in dem Zeitglied gespeicherte
Signalmenge wieder zu löschen oder abzuintegrieren für den Fall, daß die zur Zielerkennung
erforderliche Signalmenge innerhalb des Zeit- und Amplitudenfensters nicht erreicht
wird.
[0003] Eine ähnliche Vorrichtung zeigt die DE-A-15 78 478. Dort werden von einem Integrierglied
aus Lageänderungen resultierende Beschleunigungssignale aufintegriert und es wird
ein die Zündung einer Mine auslösendes Signal nur dann ausgegeben, wenn die integrierte
Größe einen vorgegebenen Schwellwert überschreitet.
[0004] Hierbei sind Mittel vorgesehen, um die Aufladung des Integriergliedes vom Betrag
der Beschleunigung unabhängig zu machen. Um zu vermeiden, daß die Integration der
vom Betrag der Beschleunigung unabhängigen Größe sich auf vorherige Integrationswerte
aufstockt, ist ferner vorgesehen, daß beim Nichterreichen des Schwellwertes die integrierte
Größe gelöscht wird.
[0005] Schließlich ist aus der DE-A-10 54 351 ein Zünder bekannt, bei dem durch mechanische
Mittel sichergestellt ist, daß dieser seinen Ursprungszustand wieder einnimmt, wenn
erfaßte Belastungsimpulse eine Unterbrechung, die großer als eine vorbestimmte Zeitspanne
ist, aufweisen.
[0006] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, dieses zuletzt erwähnte mechanische
Prinzip elektronisch bei einer Auslösevorrichtung der eingangs erwähnten Art umzusetzen,
d. h. eine Auslösung nur zu gestatten, wenn innerhalb des detektierten Signales nicht
eine vorbestimmte Pause vorgelegen hat, wobei der Auslösevorgang alleine durch die
Frequenz des Signales und nicht durch dessen Amplitude bewirkt werden soll.
[0007] Die Lösung dieser Aufgabe gelingt gemäß den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruches
1. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Auslösevorrichtung sind
den abhängigen Ansprüchen entnehmbar.
[0008] Anhand der einzigen Figur der beiliegenden Zeichnung sei im folgenden die erfindungsgemäße
Auslösevorrichtung näher beschrieben.
[0009] Ein Mikrofon 10 erfaßt das Geräuschspektrum einer vorüberfahrenden Geräuschquelle.
Die erfaßten Signale werden einem analogen Bandpaßverstärker 12 zugeführt, der zugleich
eine dynamische Kompression der erfaßten Signale vornimmt. Die herausgefilterten,
verstärkten und dynamisch komprimierten Signale werden einem Nulldurchgangsdetektor
14 aufgeschaltet, der alleine die Nulldurchgänge des Signales herausfiltert und ein
entsprechendes Impulssignal einem digitalen Bandpaßfilter 16 zuführt, das von einem
externen Oszillator 18 synchronisiert wird. Das digitale Bandpaßfilter 16 wirkt mit
seinem Ausgang auf einen Pausenzähler 20 ein (z.B. auf dessen Rückstelleingang) solange
in dem detektierten Signal Frequenzkomponenten innerhalb der vorgegebenen Bandbreite
vorliegen. Der Pausenzähler 20 wird an seinem Eingang von dem Oszillator 18 beaufschlagt.
Ferner wird ein Auslösezähler 22 von dem Oszillator 18 an seinem Eingang beaufschlagt.
Der Pausenzähler 20 wirkt seinerseits bei vorgegebenen Lücken bzw. Pausen auf das
Ergebnis des Auslösezählers 22 ein (z.B. auf dessen Rückstelleingang).
[0010] Die Funktion der vorstehend beschriebenen Schaltungsanordnung ist folgende: Solange
das erfaßte Geräusch das gesuchte Frequenzspektrum aufweist, gibt der Bandpaßverstärker
12 entsprechende Signale an seinem Ausgang aus und der Nulldurchgangsdetektor 14 setzt
dieses Signal in ein digitales Frequenzspektrum um. Das digitale Bandpaßfilter 16
gibt in diesem Fall an seinem Ausgang ein Rückstellsignal aus, das den Pausenzähler
20 in seinem zurückgestellten Zustand hält, so daß dieser nicht in der Lage ist, den
Auslösezähler 22 zurückzustellen. Wenn daher das geforderte Frequenzspektrum über
eine hinreichend lange Zeit vorliegt, so wird der Auslösezähler 22 von dem Oszillator
18 bis zu seiner Zählkapazität hochgezählt und liefert an seinem Ausgang ein entsprechendes
Alarm- oder Wecksignal. Tritt hingegen in dem erfaßten Frequenzspektrum eine Pause
auf, so wird der Pausenzähler 20 von dem digitalen Bandpaßfilter 16 nicht mehr zurückgestellt
und kann seine Zählkapazität in dem Fall erreichen, wo die Pause über eine vorgebbare
Zeitspanne vorliegt. In diesem Fall wird von dem Pausenzähler 20 der Auslösezähler
22 zurückgestellt und kann das Weck- oder Alarmsignal nicht erzeugen.
[0011] Im Prinzip kann die vorstehend beschriebene Schaltung auch analog aufgebaut werden,
indem zwei analoge Zeitglieder, wie z.B. Kondensatoren unterschiedlicher Größe aus
z. B. einer Konstantstromquelle aufgeladen werden. Die Aufladung des einen analogen
Zeitgliedes (Pausenglied) wird solange gesperrt, wie die gesuchte Frequenzkomponente
in dem detektierten Signal vorliegt, so daß das andere Zeitglied (Auslöseglied) einen
vorgegebenen Schwellwert erreichen kann, wenn keine Pause in dem erfaßten Signal auftritt.
Beim Vorliegen einer Pause in dem detektierten Signal erreicht das analoge Pausenglied
seinen Schwellwert bevor das Auslöseglied seinen Schwellwert erreicht und bewirkt
eine Entladung desselben.
[0012] Selbstverständlich ist sowohl bei einer digitalen als auch bei einer analogen Lösung
die Integrationszeit des Pausengliedes kürzer als die Integrationszeit des Auslösegliedes.
1. Auslösevorrichtung für einen Zünder, insbesondere akustischer Wecksensor, mit einem
Bandpaßfilter (16) zur Ausfilterung eines Frequenzbandes aus einem erfaßten Signal
und einem Integrierglied (22), das beim Vorliegen eines kontinuierlichen Signales
im vorgegebenen Frequenzband über eine vorgegebene Zeitperiode den Auslösevorgang
bewirkt, gekennzeichnet durch ein weiteres Integrierglied (Pausenglied 20) mit einer geringeren Integrationszeit
als das erste Integrierglied (Auslöseglied 22), wobei beide Integrierglieder aus einer
von dem erfaßten Signal unabhängigen Quelle (18) gespeist werden und das weitere Integrierglied
(20) nach Ablauf seiner Integrationszeit rückstellend auf das erste Integriergliede
(22) einwirkt, und durch eine Einrichtung (14,16) zur Erzeugung eines Rückstellsignales
für das weitere Integrierglied (20) solange das erfaßte Signal innerhalb des vorgegebenen
Frequenzbandes liegt.
2. Auslösevorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Anordnung von Digitalzählern (20,22) als erste und zweite Integrierglieder, die
von einem internen Oszillator (18) als unabhängige Quelle angesteuert werden.
3. Auslösevorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zur Erzeugung eines Rückstellsignales umfaßt:
einen dem analogen Bandpaßfilter (12) nachgeschalteten Nulldurchgangsdetektor (14),
dessen Signale einem digitalen Bandpaßfilter (16) zugeführt werden, welches mit seinem
Ausgang auf den Rückstelleingang des als Pausenzähler arbeitenden zweiten Zählers
(20) geführt ist.
4. Auslösevorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgang des Pausenzählers (20) auf den Rückstelleingang des als Auslösezähler
(22) arbeitenden ersten Zählers geführt ist.
5. Auslösevorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kapazität des Pausenzählers (20) geringer als die Kapazität des Auslösezählers
(22) ist.
1. Release device for a fuze, in particular an acoustic alarm sensor, comprising a bandpass
filter (16) for filtering a frequency band from a sensed signal and an integrating
means (22), which at the presence of a continuous signal within said predetermined
frequency band over a predetermined time period effects the release operation, characterized by a further integrating means (stop means 20) with a shorter integration time than
the first integration means (release means 22), whereat both integration means are
fed by a source (18) which is independent from the sensed signal and whereat the further
integration means (20) after expiration of its integration time acts to reset the
first integration means (22), and by a device (14, 16) for the generation of a reset
signal for the further integration means (20) as long as the sensed signal lies within
the predetermined frequency band.
2. Release device according to claim 1, characterized by the provision of digital counters (20, 22) as said first and second integration means,
which are fed by an internal oscillator (18) as said independent source.
3. Release device according to claim 2, characterized in that said device for generation of a reset signal comprises:
a zero-crossing detector (14) connected to said analog bandpass filter (12), with
the signals of said detector being fed to a digital bandpass filter (16) with its
output being fed to the reset input of said second counter (20) operating as said
stop counter.
4. Release device according to claim 3, characterized in that the output of said stop counter (20) is fed to the reset input of the first counter
operating as said release counter (22).
5. Release device according to claim 4, characterized in that the capacity of the stop counter (20) is smaller than the capacity of the release
counter (22).
1. Dispositif de déclenchement pour un système d'amorçage, notamment un détecteur d'éveil
acoustique, comportant un filtre passe-bande (16) destiné au filtrage d'une bande
de fréquence hors d'un signal ayant été détecté, et un organe d'intégration(22), qui,
en cas de présence d'un signal continu dans la bande de fréquence préallouée pendant
une période de temps préallouée, produit le processus de déclenchement, caractérisé
par un autre organe d'intégration (organe de pause 20) ayant un temps d'intégration
plus petit que le premier organe d'intégration (organe de déclenchement (22)), les
deux organes d'intégration étant alimentés par une source (18) indépendante du signal
détecté, et l'autre organe d'intégration (20), après que sa durée d'intégration se
soit écoulée, ayant une action de remise à l'état initial sur le premier organe d'intégration
(22), ainsi que par un dispositif (14, 16) destiné à engendrer un signal de remise
à l'état initial pour l'autre organe d'intégration (20), aussi longtemps que le signal
détecté se situe à l'intérieur de la bande de fréquence préallouée.
2. Dispositif de déclenchement selon la revendication 1, caractérisé par l'agencement
de compteurs numériques (20, 22) comme premier et second organes d'intégration, qui
seront commandés par un oscillateur interne (18) comme source indépendante.
3. Dispositif de déclenchement selon la revendication 2, caractérisé en ce que le dispositif
destiné à engendrer un signal de remise à l'état initial comprend un détecteur de
passage à zéro (14) mis en circuit à la suite du filtre passe-bande analogique (12),
dont les signaux sont amenés à un filtre passe-bande numérique (16), dont la sortie
est conduite à l'entrée de remise à l'état initial du second compteur (20) travaillant
comme compteur de pauses.
4. Dispositif de déclenchement selon la revendication 3, caractérisé en ce que la sortie
du compteur de pauses(20) est conduite à l'entrée de remise à l'état initial du premier
compteur travaillant comme compteur de déclenchements (22).
5. Dispositif de déclenchement selon la revendication 4, caractérisé en ce que la capacité
du compteur de pauses (20) est plus petite que la capacité du compteur de déclenchements
(22).
