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(11) |
EP 0 372 237 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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26.04.1995 Patentblatt 1995/17 |
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Anmeldetag: 06.11.1989 |
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Vorrichtung zur Passerkorrektur der Bogenaufdrucke in einer Bogenrotationsdruckmaschine
Device for register correction of the overprinting of sheets in a rotary sheet-fed
press
Dispositif de correction du repérage de la surimpression sur une feuille dans une
rotative à feuilles
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT |
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Priorität: |
03.12.1988 DE 3840870
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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13.06.1990 Patentblatt 1990/24 |
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Patentinhaber: Heidelberger Druckmaschinen
Aktiengesellschaft |
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D-69019 Heidelberg (DE) |
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Erfinder: |
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- Pollich, Gerhard
D-6900 Heidelberg (DE)
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Vertreter: Stoltenberg, Heinz-Herbert Baldo et al |
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c/o Heidelberger Druckmaschinen AG
Kurfürsten-Anlage 52-60 69115 Heidelberg 69115 Heidelberg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
CH-A- 525 774 DE-A- 3 504 435 US-A- 2 577 099
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DE-A- 2 052 786 DE-B- 1 079 077
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Passerkorrektur der Bogenaufdrucke beziehungsweise
zum Ausgleich verspannter Bogen in einer Bogenrotationsdruckmaschine durch Verformen
der Bogenvorderkante vor dem Druckwerk mit Gattungsmerkmalen nach dem Oberbegriff
des Patentanspruches 1.
[0002] Diese Gattungsmerkmale einer Vorrichtung zur Passerkorrektur bzw. zum Ausgleich von
verspannten Bogen sind aus der DE-PS 31 12 964 bekannt. Diese Druckschrift zeigt die
Gattungsmerkmale an einem Bogenübertragungszylinder. Die Biegeeinrichtung greift mittig
an die Greiferbrückenwelle des Bogenübertragungszylinders an, so daß sie die Greiferbrückenwelle
im Arbeitstakt der Maschine durchbiegt. Dadurch wird die Bogenvorderkante in oder
gegen die Drehrichtung des Zylinders in der Mitte verformt. Die Biegeeinrichtung besteht
aus einer beweglichen Anordnung eines mittleren Greiferbrückenwellenlagers und aus
einem Steuerkurvenmechanismus mit Anpreßrolle und Rückholfeder, wobei die augenblickliche
Drehlage der Anpreßrolle durch eine Steuerwelle einstellbar ist, die nach dem Vorschlag
in dieser Druckschrift unmittelbar durch die Greiferbrückenwelle gebildet sein soll.
Durch eine solche Biegeeinrichtung werden relativ hohe Kosten verursacht. Vor allem
haftet ihr der Nachteil an, daß eine Verstellung der Verformung der Bogenvorderkante
während des Maschinenlaufs nicht vorgenommen werden kann, so daß die Maschine in der
Einrichtungsphase wiederholt angehalten werden muß, um Passerkorrekturen durch Verformung
der Bogenvorderkante vorzunehmen.
[0003] Die US-PS 2,577,099 zeigt eine Vorrichtung zur Passerkorrektur, bei der die Greiferbrückenwelle
an den Enden in einem Bogenübertragungszylinder festgehalten und in der Mitte ebenfalls
in oder gegen die Laufrichtung des Bogens durchgebogen wird. Dazu ist die Greiferbrückenwelle
entweder rohrförmig ausgebildet und in der Mitte eines Kanals in dem Bogenübertragungszylinder
auf einem Rollenpaar abgestützt, deren Drehachsen eine unterschiedliche Winkellage
zur Greiferbrückenwellenachse einnehmen und deren Rollen mittels einer Exzentermechanik
einzeln gegen die Greiferbrückenwelle preßbar sind, oder als Biegestab gestaltet,
der unmittelbar durch eine Exzentermechanik verformbar ist. Auch ein solcher Steuermechanismus
für die Biegeeinrichtung ist recht aufwendig und vor allem während des Maschinenlaufes
nicht regelbar.
[0004] In der DE-AS 23 14 302 und der DE-PS 11 75 695 sind Vorrichtungen zur Verformung
der Bogenvorderkante zum Zwecke der Passerkorrektur beschrieben, bei denen die Greiferbrückenwelle
unterteilt ist und die benachbarten Enden der Wellenteile in einem beweglichen Schlitten
gelagert sind, der mittels besonderer Bauglieder verstellbar ist. Auch diese Einrichtungen
sind kostenaufwendig und nicht während des Maschinenlaufs einstellbar.
[0005] Hingewiesen wird auch noch auf die bekannte Möglichkeit der Verstellung von Greiferauflageleisten
bzw. von Vorderanschlägen in den Greifern von Bogenübertragungszylindern zum Zwecke
der Verformung der Bogenvorderkante entsprechend der DE-PS 19 09 795 und der DE-OS
35 04 435. Mit den hieraus bekannten Einrichtungen wird der Bogen bereits bei seiner
Ausrichtung an der Greiferauflageleiste bzw. an den Vorderanschlägen der Greifer in
einem Bogenanlegezylinder an der Vorderkante verformt und dadurch zur glatten Anlage
gebracht.
[0006] Diese abweichend von dem weiter oben erläuterten Stand der Technik gestalteten Mittel
beseitigen die zuvor erwähnten Nachteile jedoch nicht.
[0007] Diesen Anordnungen nach dem Stande der Technik ist das Merkmal gemeinsam, daß die
Mittel zur Verformung der Vorderkante des Bogens an einem umlaufend angetriebenen
Zylinder mit in einem axialen Kanal am Umfange dieses Zylinders angeordneten, um eine
exzentrisch zur Zylinderachse gelagerten Greiferbrückenwelle schwenkbaren Greifersystem
vorgesehen sind. Die Praxis und die Literatur weisen somit eindeutig den Weg, daß
die Gestaltung solcher Mittel auf umlaufende Zylinder beschränkt und eine aufwendige
Herstellung ohne die Möglichkeit einer einfachen Verstellung der Mittel bei laufender
Maschine in Kauf zu nehmen ist.
[0008] Aus dem Stand der Technik ist weiterhin eine Blattzubringervorrichtung für Druckmaschinen,
DE 20 52 786, bekannt. Oberhalb einer Papierzufuhrebene sind durch einzelne Rändelschrauben
über Federn vorgespannte Hebel angeordnet, deren Position durch Verdrehen der Rändelschrauben
verändert wird, so daß die als Anschlag dienenden Hebelenden unterschiedlich stark
auf einzelne Blöcke, die je zwei Greiferpolstern zugeordnet sind, einwirken. Aus der
CH-525 774 ist darüberhinaus eine weitere Einrichtung zum Zuführen von Bogen zu den
Greifern eines stetig rotierenden Druckzylinders offenbart, bei der sich ein komplexer
Hebelmechanismus, Nocken und Stößel umfassend, um einen walzenförmigen Körper erstreckt,
um die Papierbogenvorderkante während des Bogentransportes in zwei Schritten zu verformen.
[0009] Angesichts des skizzierten Standes der Technik ist die Aufgabe der Erfindung die
Schaffung einer Biegeeinrichtung zur Verformung der Bogenvorderkante zum Zwecke der
Passerkorrektur bzw. zum Ausgleich verspannter Bogen in einem Greifersystem zur Bogenübernahme
in einer Bogenrotationsdruckmaschine, die vor allem während des Maschinenlaufs einstellbar
ist und möglichst wenig zusätzliche Bauteile erfordert.
[0010] Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß eine Ausbildung mit Merkmalen nach
dem Kennzeichen des Patentanspruches 1 vorgeschlagen.
[0011] Wesentliches Unterscheidungsmerkmal der Erfindung gegenüber dem Stande der Technik
ist somit die Ausbildung der Biegeeinrichtung an der Greiferbrücke eines Vorgreifers,
der schwingende Bewegungen um eine gegenüber dem Maschinengestell ortsfeste, in ihrer
Lage jedoch eventuell verstellbare Achse ausführt und dessen Greiferbrücke lediglich
an ihren beiden Enden mittels biegesteifer Hebel auf einer Greiferbrückenwelle abgestützt
ist. Die eigentliche Biegeeinrichtung besteht dann lediglich aus einem am Gestell
der Maschine festen, in der Höhenlage jedoch einstellbaren Anschlag, gegen den die
Greiferbrücke mit ihrem mittleren Bereich zur Anlage kommt, bevor die weiter zurückschwingenden
Enden der Greiferbrücke ihre Nullage erreicht haben, in der die Bogengreifer den Bogen
übernehmen. Da der Anschlag an einem Teil des Maschinengestells angeordnet ist, kann
er jederzeit, auch während des Maschinenlaufes, verstellt werden. Darin ist ein wesentlicher
Vorteil gegenüber allen bisher bekannten Ausbildungen zu sehen. Außerdem kann der
Anschlag in einfachster Ausbildung aus einer Stellschraube bestehen, die ein Muttergewinde
eines gestellfesten Teiles durchgreift. Endanschläge für die Greiferbrücke sind grundsätzlich
nicht notwendig, jedoch können auch für die Enden der Greiferbrücke Anschläge am Gestell
der Maschine angeordnet sein, gegen die die Greiferbrücke in der Nullage gegebenenfalls
zur Anlage kommt. Wird der mittlere Anschlag für die Greiferbrücke hinter die gerade
Verbindungslinie der beiden Endanschläge zurückgenommen, so ist die Biegeeinrichtung
unwirksam. Bei einer eventuell erforderlichen Passerkorrektur wird der mittlere Anschlag
gegenüber der geraden Verbindungslinie vorgeschoben, so daß die Mitte der Greiferbrücke
bereits gegen diesen Anschlag zur Anlage kommt, bevor die Enden der Greiferbrücke
die Nullage bzw. die äußeren Anschläge erreicht haben, so daß die Greiferbrücke um
den mittleren Anschlag herum leicht verbogen wird. Eine solche Greiferbrücke arbeitet
ohne Anschläge an Greiferauflageleisten, so daß der Bogen bei eingestellter Biegeeinrichtung
an den Enden weiter in die Greifer hineinragt als in der Mitte und die Bogenseiten
zum Zwecke der Bogenspannung bei der Bewegung des Vorgreifers zunächst stärker beschleunigt
werden als in der Mitte, wie es an sich auch bei bekannten Einrichtungen erfolgt.
[0012] In einfachster Ausbildung ist der Anschlag für den mittleren Bereich der Greiferbrücke
an einem Querträger des Maschinengestells angeordnet.
[0013] Erfindungsgemäß ist nach einem Gedanken zur weiteren Ausgestaltung der Erfindung
vorgesehen, daß der mittlere Anschlag für die Greiferbrücke auf der Greiferbrückenwelle
abgestützt ist, um dadurch ein über mehrere Schwenkgrade verzögertes Zurückbleiben
zu ermöglichen. Dazu ist nach einem besonderen Vorschlag gemäß der Erfindung ein Anschlag
in der Form einer Rolle vorgesehen, die an einem weiteren, mit der Greiferbrücke fest
verbundenen und sich etwa parallel zu den beiden biegesteifen, an den Enden der Greiferbrücke
erstreckenden Hebeln mittig zwischen diesen erstreckenden Hebel gelagert ist, welcher
andererseits ein drehfest mit der Greiferbrückenwelle verbundenes, exzentrisch zu
deren Achse angeordnetes Schwenklager aufweist. Diese Rolle ist in ihrem Abstand von
der Greiferbrückenwelle durch eine am Umfang eines um die Greiferbrückenwelle verdrehbaren
Ringes ausgebildete Kurve einstellbar. Eine besonders vorteilhafte Lösung wird erfindungsgemäß
darin gesehen, daß die Kurve am Außenmantel eines die Greiferbrückenwelle umschließenden
Ringes ausgebildet ist, dessen Drehlage mittels einer am Maschinengestell festen Einstellvorrichtung,
zum Beispiel einer Stellschraube, einstellbar ist. Bei abgestellter Einrichtung bleibt
die Rolle frei, und mit einer Feder wird der Hebel gegen die Anschlagschraube gedrückt.
[0014] Auf der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Es zeigen:
- Figur 1
- einen vertikalen Schnitt durch einen Vorgreifer einer Bogenrotationsdruckmaschine,
- Figur 2
- eine Draufsicht auf den Vorgreifer in Richtung des Pfeiles X in Figur 1,
- Figur 3
- einen vertikalen Schnitt durch einen Vorgreifer eines gegenüber der Figur 1 abgeänderten
Ausführungsbeispieles und
- Figur 4
- eine Draufsicht auf den Vorgreifer nach Figur 3 in Richtung des Pfeiles X in Figur
3.
[0015] Der auf der Zeichnung dargestellte Vorgreifer übernimmt den zu bedruckenden Bogen
1 vom Anlegetisch 2, auf dem der Bogen an nicht dargestellten Vordermarken und Seitenmarken
ausgerichtet wurde. Der Vorgreifer beschleunigt den Bogen 1 auf Druckgeschwindigkeit
und übergibt ihn an den Umführungszylinder 3. Der Antrieb des Vorgreifers erfolgt
durch eine in Figur 1 dargestellte Kurve 4 über einen Rollenhebel 5 mit an seinem
freien Ende drehbar gelagerter Rolle 6, die mittels einer Feder 7 gegen die Kurve
4 gedrückt wird. Durch eine entsprechende Gestaltung der Kurve wird der Bogen durch
den Vorgreifer bis auf Druckgeschwindigkeit bei der übergabe an den Zylinder 3 beschleunigt,
während der Vorgreifer nach einer entsprechenden Verzögerung in der letzten Bewegungsphase
langsam in die andere Endlage zurückkehrt und die Nullage erreicht wird, in der ein
neuer Bogen 1 vom Anlegetisch 2 übernommen wird.
[0016] Bei dem Ausführungsbeispiel in der Figur 1 ist eine sich quer über die Maschinenbreite
erstreckende, im Querschnitt u-förmige Greiferbrücke 8 mit ihren Enden an biegesteifen
Hebeln 9 befestigt, die andererseits auf der Greiferbrückenwelle 10 des Vorgreifers
befestigt sind. Die Biegeeinrichtung für die Greiferbrücke 8 besteht aus einem verstellbar
am Maschinengestell 11 angeordneten Anschlag 12, welcher mit einem Gegenanschlag 13
an der Greiferbrücke 8 zusammenwirkt. Der Anschlag 12 ist in diesem Ausführungsbeispiel
als Stellschraube 14 ausgebildet, die in einem querverlaufenden Träger oder einem
anderen Bauteil des Maschinengestells 11 verschraubt werden kann, wozu das freie Ende
der Stellschraube 14 mit einem Rändelkopf oder Mitteln zum Ansetzen eines Werkzeuges
oder Motors verbunden ist. Weitere, gegebenenfalls einstellbare Anschläge 15 und 16
sind im Bereich der Enden der Greiferbrücke 8 vorgesehen und wirken mit Gegenanschlägen
17 und 18 an der Greiferbrücke zusammen, wobei in einfachster Weise Pilzköpfe als
Anschläge 15 und 16 sowie Schraubenköpfe als Gegenanschläge 17 und 18 verwendet werden.
Bei dieser Anordnung kann der Anschlag 12 durch die Stellschraube 14 bis hinter die
gerade Verbindungslinie durch die Berührungsebenen der Anschläge 15 und 16 mit den
Gegenanschlägen 17 und 18 zurückgenommen werden, so daß keine Durchbiegung der Greiferbrücke
8 erfolgt. Zum Zwecke der Passerkorrektur kann der Anschlag 12 bei laufender Maschine
durch Betätigung der Stellschraube 14 über diese gerade Verbindungslinie vorbewegt
werden, so daß eine mehr oder weniger starke Durchbiegung der Greiferbrücke 8 erfolgt,
wie es in der Figur 2 mit den strichpunktierten Linien dargestellt ist. Je nach dem
Grad der Durchbiegung fassen die in der Greiferbrücke 8 um ihre Schwenkwelle 19 beweglichen
Greifer 20 am Rand weiter in den Bogen ein als in der Mitte, so daß bei der Bewegung
des Vorgreifers eine stärkere Bogenbeschleunigung am Rand und damit eine Spannung
des Bogens erfolgt.
[0017] Ein anderes Ausführungsbeispiel ist in den Figuren 3 und 4 dargestellt. Hiernach
besteht der Anschlag aus einer Rolle 21, die von einer Feder 31 auf die Kurve 24 gestützt
wird und an einem weiteren Hebel 22 frei drehbar gelagert ist, der sich etwa parallel
zu den beiden biegesteifen, an den Enden der Greiferbrücke 8 angeordneten Hebeln mittig
zwischen diesen erstreckt, dessen eines Ende fest mit der Greiferbrücke 8 verbunden
ist und dessen anderes Ende ein drehfest mit einer Greiferbrückenwelle 10 verbundenes,
exzentrisch zu deren Achse angeordnetes Schwenklager 23 aufweist. Der durch die Rolle
21 gebildete Anschlag entspricht dem Gegenanschlag 13 des ersten Ausführungsbeispiels,
während die Kurve 24 hier den festen Anschlag gegenüber dem Maschinengestell 11 bildet.
Da die Rolle 21 in ihrem Abstand von der Achse der Greiferbrückenwelle 10 einstellbar
ist, wird eine Biegeeinrichtung geschaffen, durch die die Greiferbrücke 8 über den
Hebel 22 verformt werden kann. Zur Einstellung des Abstandes der Rolle 21 von der
Achse der Greiferbrückenwelle 10 ist bei dem Ausführungsbeispiel eine Kurve 24 bestimmt,
die am Umfang eines um die Achse der Greiferbrückenwelle 10 verdrehbaren Ringes 25
ausgebildet ist. Dieser Ring 25 ist durch eine Stellschraube 26 verdrehbar, die axial
unverschieblich im Gestell der Maschine gehalten und deren Mutter 27 mit dem Ring
25 pendelbeweglich verbunden ist. über diese Stellschraube 26 kann die Kurve 24 in
den Bereich der als Anschlag wirkenden Rolle 21 verdreht werden, so daß die Rolle
21 bei zurückschwenkender Greiferbrücke 8 früher zur Anlage kommt und die Greiferbrücke
8 dadurch verformt wird. Zur Abstellung der Biegeeinrichtung wird die Kurve 24 aus
dem Bewegungsbereich der Rolle 21 herausbewegt, wie es in der Figur 3 zeichnerisch
dargestellt ist. Der in der Mitte mit der Greiferbrücke 8 verbundene Hebel 22 wirkt
mit einem weiteren, drehfest auf der Greiferbrückenwelle 10 angeordneten Anschlaghebel
28 zusammen, welcher auf der Greiferbrückenwelle 10 drehfest angeordnet ist. In diesem
Hebel 28 und in dem Hebel 22 ist je ein verstellbarer Anschlag 29 bzw. 30 vorgesehen,
die mit ihren Köpfen aneinanderliegen und auf eine spannungsfreie Nullage der Greiferbrücke
einstellbar sind. Bei abgestellter Biegeeinrichtung werden die beiden Köpfe der beiden
Anschläge (Schrauben) 29 und 30 durch eine Feder 31 zusammengehalten.
Bezugszeichenliste
[0018]
- 1
- Bogen
- 2
- Anlegetisch
- 3
- Bogenüberführungszylinder
- 4
- Kurve
- 5
- Hebel
- 6
- Rolle
- 7
- Feder
- 8
- Greiferbrücke
- 9
- Hebel
- 10
- Greiferbrückenwelle
- 11
- Maschinengestell
- 12
- Anschlag
- 13
- Gegenanschlag
- 14
- Stellschraube
- 15
- Anschlag
- 16
- Anschlag
- 17
- Gegenanschlag
- 18
- Gegenanschlag
- 19
- Greiferwelle
- 20
- Bogengreifer
- 21
- Rolle
- 22
- Hebel
- 23
- Schwenklager
- 24
- Kurve
- 25
- Ring
- 26
- Stellschraube
- 27
- Mutter
- 28
- Hebel
- 29
- Anschlag (Schraube)
- 30
- Anschlag (Schraube)
- 31
- Feder
1. Vorrichtung zur Passerkorrektur der Bogenaufdrucke beziehungsweise zum Ausgleich verspannter
Bogen in Bogenrotationsdruckmaschinen durch Verformen der Bogenvorderkante vor dem
Druckwerk, bestehend aus einer Biegeeinrichtung, die einen sich quer zur Laufrichtung
des Bogens (1) erstreckenden Träger für nebeneinander angeordnete Bogengreifer (20)
im Arbeitstakt der Maschine durchbiegt, die Biegeeinrichtung an einem schwingende
Bewegungen ausführenden Vorgreifer mit einer den Träger für die Bogengreifer (20)
bildenden, auf einer Greiferbrückenwelle (10) abgestützten Greiferbrücke (8) wirksam
ist und wenigstens einen einstellbaren, gegenüber dem Gestell (11) der Maschine festen
Anschlag (24) umfaßt,
dadurch gekennzeichnet,
daß unterhalb des Anlegertisches (2) an der Greiferbrückenwelle (10) eine Kurve (24)
derart verstellbar ist, so daß der sich auf dieser abstützende und zur Achse der Greiferbrückenwelle
(10) verstellbare Anschlag (21) während der auf den Anlegetisch (2) gerichteten Schwenkbewegung
der in ihrer Nullage einstellbaren Greiferbrücke (8) deren von der Maschinenmitte
ausgehende Verformung allmählich einleitet.
2. Vorrichtung zur Passerkorrektur nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rolle (21) an einem mit der Greiferbrücke (8) fest verbundenen Hebel (22)
drehbar aufgenommen ist.
3. Vorrichtung zur Passerkorrektur nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Hebel (22) ein drehfest mit der Greiferbrückenwelle (10) verbundenes exzentrisch
zu deren Achse angeordnetes Schwenklager (23) umfaßt.
4. Vorrichtung zur Passerkorrektur gemäß Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kurve (24) zur Verstellung des Abstandes zwischen dem Anschlag (21) und der
Greiferbrückenwelle (10) an einem um diese verdrehbaren Ring (25) ausgebildet ist.
5. Vorrichtung zur Passerkorrektur nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Ring (25) mit einer am Maschinengestell axial unverschieblich gehaltenen Stellschraube
(26) verbunden ist.
6. Vorrichtung zur Passerkorrektur gemäß der Ansprüche 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der in der Mitte fest mit der Greiferbrücke (8) verbundene Hebel (22) mit einem
weiteren Anschlaghebel (28) zusammenwirkt, der gestellfest angeordnet und auf eine
spannungsfreie Nullage der Greiferbrücke (8) einstellbar ist.
7. Vorrichtung zur Passerkorrektur nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die spannungsfreie Nullage an verdrehbaren Anschläge (29, 30) im Hebel (22) und
im Anschlaghebel (28) justierbar ist.
1. Apparatus for register correction of the sheet prints or for straightening twisted
sheets in sheet-fed rotary printing machines by deforming the leading edge of the
sheet in front of the printing unit, consisting of a bending device which, in the
operating cycle of the machine, bends a carrier, extending transversely to the running
direction of the sheet (1), for adjacently arranged sheet grippers (20), the bending
device acting on a pregripper carrying out oscillating movements with a gripper bridge
(8) which forms the carrier for the sheet grippers (20) and is supported on a gripper-bridge
shaft (10), and comprising at least one adjustable stop (24) which is fixed relative
to the frame (11) of the machine, characterized in that a cam (24) is adjustable on
the gripper-bridge shaft (10) below the feed table (2) in such a way that the stop
(21), which is supported on said cam and is adjustable relative to the axis of the
gripper-bridge shaft (10), gradually initiates the deformation, starting from the
centre of the machine, of the gripper bridge (8) during the swivel movement, directed
onto the feed table (2), of said gripper bridge which is adjustable in its zero position.
2. Device for register correction according to Claim 1, characterized in that the roller
(21) is held rotatably on a lever (22) which is firmly connected to the gripper bridge
(8).
3. Device for register correction according to Claim 2, characterized in that the lever
(22) comprises a swivel bearing (23) which is connected securely in terms of rotation
to the gripper-bridge shaft (10) and is arranged eccentrically relative to the axis
of the latter.
4. Device for register correction according to Claim 3, characterized in that the cam
(24) for adjusting the distance between the stop (21) and the gripper-bridge shaft
(10) is formed on a ring (25) which can be rotated about the latter.
5. Device for register correction according to Claim 4, characterized in that the ring
(25) is connected to an adjusting screw (26) which is held on the machine frame so
as to be axially non-displaceable.
6. Device for register correction according to Claims 1 and 2, characterized in that
the lever (22), firmly connected in the centre to the gripper bridge (8), interacts
with a further stop lever (28) which is arranged fixedly on the frame and can be adjusted
to a tension-free zero position of the gripper bridge (8).
7. Device for register correction according to Claim 6, characterized in that the tension-free
zero position is adjustable on rotatable stops (29, 30) in the lever (22) and in the
stop lever (28).
1. Dispositif de correction du repérage des impressions d'une feuille ou d'alignement
de feuilles fixées dans des machines rotatives d'impression de feuilles par déformation
du bord antérieur des feuilles devant le groupe d'impression, se composant d'un dispositif
de flexion qui fait fléchir à la cadence de travail de la machine un support de preneurs
juxtaposés (20) de feuilles qui est disposé transversalement au sens d'avance de la
feuille (1), le dispositif de flexion agissant sur un preneur préliminaire exécutant
des mouvements oscillant et équipé d'une traverse (8) de preneurs formant le support
des preneurs (20) de feuilles et prenant appui sur un arbre (10) de traverse de preneurs,
ledit dispositif de flexion comprenant au moins une butée réglable (24) qui est fixe
par rapport au bâti (11) de la machine,
caractérisé en ce que
une came (24) disposée sous la table de marge (2) sur l'arbre (10) de la traverse
des preneurs est réglable de manière que la butée (21) prenant appui sur elle et réglable
par rapport à l'axe de l'arbre (10) de la traverse des preneurs induise progressivement
une déformation partant du milieu de la machine dans la traverse (8) des preneurs,
dont la position neutre est réglable, pendant le mouvement d'oscillation de cette
traverse qui est dirigé vers la table de marge (8).
2. Dispositif de correction de repérage selon la revendication 1, caractérisé en ce que
le galet (21) est monté rotatif sur un levier (22) solidarisé avec la traverse
(8) des preneurs.
3. Dispositif de correction de repérage selon la revendication 2, caractérisé en ce que
le levier (22) comprend un coussinet de pivotement (23) solidarisé en rotation
avec l'arbre (10) de la traverse des preneurs et excentré par rapport à l'axe de ce
dernier.
4. Dispositif de correction de repérage selon la revendication 3, caractérisé en ce que
la came (24) de réglage de la distance séparant la butée (21) et l'arbre (10) de
la traverse des preneurs est réalisée sur un anneau (25) rotatif sur ce dernier.
5. Dispositif de correction de repérage selon la revendication 4, caractérisé en ce que
l'anneau (25) est relié à une vis de réglage (26) montée de manière axialement
indéplaçable sur le bâti de la machine.
6. Dispositif de correction de repérage selon les revendications 1 et 2, caractérisé
en ce que
le levier (22) assujetti au milieu de la traverse (8) des preneurs coopère avec
un autre levier de butée (28) qui est monté en position fixe sur le bâti et qui est
réglable à une position neutre, exempte de contrainte, de la traverse (8) des preneurs.
7. Dispositif de correction de repérage selon la revendication 6, caractérisé en ce que
la position neutre exempte de contrainte est ajustable sur des butées rotatives
(29, 30) placées dans le levier (22) et dans le levier de butée (28).