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(11) |
EP 0 623 190 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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31.05.1995 Patentblatt 1995/22 |
| (22) |
Anmeldetag: 21.10.1992 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: F01L 1/24 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP9202/409 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9315/308 (05.08.1993 Gazette 1993/19) |
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| (54) |
STÖSSEL MIT HYDRAULISCHEM VENTILSPIELAUSGLEICH UND LEERHUBKOLBEN
TAPPET WITH HYDRAULIC COMPENSATION OF VALVE CLEARANCE AND FREE PISTON
POUSSOIR A COMPENSATION HYDRAULIQUE DU JEU DE SOUPAPE ET PISTON LIBRE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE GB IT |
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Priorität: |
22.01.1992 DE 4201618
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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09.11.1994 Patentblatt 1994/45 |
| (73) |
Patentinhaber: INA Wälzlager Schaeffler KG |
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91063 Herzogenaurach (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- SPEIL, Walter
D-8070 Ingolstadt (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 3 935 027 US-A- 4 164 917
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GB-A- 1 498 460
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Stößel, bestehend aus einem von einem Hemd und einem
Boden gebildeten Gehäuse, das ein konzentrisch angeordnetes hydraulisches Spielausgleichselement
beinhaltet, welches aus einem federbelasteten, längsverschieblich gleitenden Ausgleichskolben
und einem Hochdruckraum besteht, wobei der Ausgleichskolben sich einerseits auf einen
Ventilschaft eines Gaswechselventils stützt und andererseits mit seiner dem Ventilschaft
des Gaswechselventils abgewandten Kolbenfläche den Hochdruckraum begrenzt und aus
einem Leerhubkolben geringeren Durchmessers als der Ausgleichskolben, auf dessen Kolbenfläche
der hydraulische Druck des Hochdruckraumes wirkt.
[0002] Diese Stößel werden im Ventiltrieb von Verbrennungsmotoren verwendet. Sie dienen
einem Ausgleich von Längenänderungen infolge von Verschleiß, thermischer Dehnung und
Fertigungstoleranzen. Die bisher bekannten Stößel gleichen diese Längenänderungen
zu Beginn der Grundkreisphase des Nockens, das heißt nach realisiertem Ventilhub,
auf Null aus. Somit entsteht eine kraftschlüssige Verbindung zwischen dem Nocken und
einem Ventil.
[0003] Als nachteilig bei diesen Einrichtungen erweist es sich, daß beispielsweise bei Grundkreisfehlern
des Nockens, Verlagerungen der Nockenwelle wegen Transversalschwingungen und/oder
Nockenwellenlagerspiels die Ventile während der Grundkreisphase des Nockens entlastet
oder sogar aufgedrückt werden. Dies kann beispielsweise zu Reibungsverlusten, erhöhten
Abgasemissionswerten oder unrundem Motorlauf führen.
[0004] Um diese Nachteile auszugleichen, wurde versucht, eine geringfügige Nachgiebigkeit
des Ventiltriebes während der Grundkreisphase des Nockens zu erzielen.
[0005] Ein derartiger Stößel mit einer Leerhubeinrichtung geht aus der GB-PS 14 98 460 hervor.
Bei dieser Ausführung ist der Hochdruckraum an der dem Ausgleichskolben gegenüberliegenden
Seite durch einen schwimmenden Kolben abgeschlossen. Da dieser Kolben eine geringfügig
kleinere Kolbenfläche zum Hochdruckraum als der Ausgleichskolben aufweist, wird eine
gewisse Leerhubwirkung erzielt. Jedoch sind bei dieser Einrichtung die Flächenverhältnisse
des Ausgleichskolbens zum schwimmenden Kolben schlecht gestaltet. Die Leckrate des
schwimmenden Kolbens erweist sich aufgrund seiner relativ großen Mantelfläche ungünstig,
oder ist fertigungstechnisch nur schwer zu definieren. Desweiteren zeigt sich eine
genaue Einstellung des Leerhubes aufgrund des nahe 1 liegenden Flächenverhältnisses
der Fläche des Ausgleichskolbens zu der Fläche des schwimmenden Kolbens als schwierig.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Stößel mit hydraulischem Ventilspielausgleich
und Leerhubkolben zu schaffen, bei dem die eingangs beschriebenen Nachteile beseitigt
sind, und eine geringfügige Nachgiebigkeit des Ventiltriebes während der Grundkreisphase
des Nockens realisiert ist, und wobei der durch den Leerhubkolben erzeugte Leerhub
genau definierbar und über die Lebensdauer des Stößels nahezu konstant und der Fertigungsaufwand
für einen derartigen Stößel gering ist.
[0007] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe nach dem kennzeichnenden Teil des Anspruches 1
dadurch gelöst, daß das Verhältnis der dem Hochdruckraum zugewandten projizierten
Kolbenfläche des Ausgleichskolbens zu der dem Hochdruckraum zugewandten projizierten
Kolbenfläche des Leerhubkolbens > 3 ist.
[0008] Durch diese Ausbildung gelingt es, einen genau definierten Leerhub zu erzielen, wobei
die fertigungstechnischen Anforderungen aufgrund des obengenannten Flächenverhältnisses
für die Ausbildung des Leernubkolbens niedrig gehalten sind. Durch das obengenannte
Flächenverhältnis > 3 ist die Wirksamkeit des Leerhubkolbens auch schon bei geringen
Grundkreisfehlern des Nockens oder ähnlichem gegeben. Je größer man dieses Flächenverhältnis
wählt, desto empfindlicher reagiert der Leerhubkolben auf beispielsweise die obengenannten
Grundkreisfehler, oder desto ungenauer kann die Auslegung der Hubtoleranz des Leerhubkolbens
sein.
[0009] Weitere erfindungsgemäße Merkmale sind Gegenstand der Unteransprüche und werden im
folgenden näher beschrieben.
[0010] Aus den Ansprüchen 2 und 3 geht eine bevorzugte Anordnung des Leerhubkolbens hervor.
Durch die Anordnung in einem Kantenbereich zwischen dem Gehäuseboden und dem Hemd
ist der Leerhubkolben von dem Ausgleichskolben getrennt. Diese Aufnahme für den Leerhubkolben
im Gehäuse läßt sich fertigungstechnisch relativ einfach bewältigen.
[0011] Die Ansprüche 4 bis 6 betreffen die Ausbildung des Leerhubkolbens direkt im Ausgleichskolben
integriert. Dabei kann, wie in Anspruch 4 beschrieben, der Anschlag für den Leerhubkolben
gleichzeitig durch den Flansch der Ventilkappe des Rückschlagventiles des Ausgleichskolbens
gebildet sein. Diese Lösung läßt sich konstruktiv relativ einfach herstellen. Die
Anschläge für den Leerhubkolben sind jedoch auch aus in den Ausgleichskolben eingebrachten
Metallplatten oder ähnlichem denkbar, wobei der Leerhub auch durch eine Kugel oder
einen anderen geeigneten Gegenstand realisiert werden kann. Es ist hier auch möglich,
die Leerhubbewegung der Kugel durch eine Feder zu unterstützen.
[0012] Anspruch 7 bezieht sich noch einmal direkt auf die Federunterstützung des Leerhubkolbens.
Diese Feder bewirkt, daß zuerst der Leerhubkolben am Ende des Hubes des Nockens in
seine dem Hochdruckraum zugewandte äußere Stellung geschoben wird, damit während dar
Grundkreisphase des Nockens eine eventuell erforderliche Leerhubberwegung realisiert
werden kann.
[0013] Eine Möglichkeit der Verwirklichung des Leckspaltes über den Leerhubkolben beschreibt
der Anspruch 8. Denkbar ist, die Leckrate komplett oder zumindest teilweise über den
Leerhubkolben zu bestimmen. Der gegenüber dem Ausgleichskolben kleinere Leckspaltumfang
erlaubt ein größeres Leckspaltspiel. Dies bedeutet wiederum die Möglichkeit einer
erweiterten Fertigungstoleranz für den Leerhubkolben oder einer eingeengten Absinktoleranz
für den Ausgleichskolben.
[0014] Die Ansprüche 9 und 10 beziehen sich auf die Möglichkeit der direkten Befestigung
des Rückschlagventiles des Ausgleichskolbens auf dem Leerhubkolben, wobei das Rückschlagventil
die Leerhubbewegung des Leerhubkolbens mit ausführt. Diese Lösung betrifft insbesondere
die Anordnung des Leerhubkolbens in einer Bohrung des Ausgleichskolbens. Es kann in
diesem Fall wiederum auf eine separate Bohrung für den Leerhubkolben verzichtet werden.
[0015] Der Einsatz des hier beschriebenen Stößels soll sich nicht nur auf den Ventiltrieb
von Verbrennungsmotoren beschränken. Denkbar sind alle Bereiche, in denen es infolge
von Wärmedehnung oder Verschleiß erforderlich ist, ein Spiel auszugleichen. Desweiteren
sind die Merkmale dieser Erfindung nicht nur auf die hier aufgeführten Stößel begrenzt.
Denkbar sind auch andere, als tassenförmige, direkt von einem Nocken beaufschlagte
Stößel, beispielsweise solche als Einsteckelemente in Kipp- oder Schlepphebeln ausgebildete.
[0016] Die Erfindung ist nicht auf die Merkmale der Ansprüche beschränkt. Es ergeben sich
auch Kombinationsmöglichkeiten einzelner Anspruchsmerkmale mit dem in den Vorteilsangaben
und zum Ausgestaltungsbeispiel Offenbarten.
[0017] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt, und werden
im folgenden näher beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Längsschnitt des oberen Teiles eines Zylinderkopfes,
- Fig. 2
- einen Längsschnitt eines vergrößert dargestellten Stößels,
- Fig. 3
- eine Schnittansicht eines Ausgleichskolbens mit integriertem Leerhubkolben,
- Fig. 4
- einen Ausschnitt aus dem in Fig. 2 dargestellten Stößel im Bereich von dessen Leerhubkolben,
- Fig. 5
- eine Schnittansicht eines Ausgleichskolbens mit integrierter Kugel als Leerhubelement,
- Fig. 6
- eine Schnittansicht eines weiteren Ausgleichskolbens mit integrierter Kugel und
- Fig. 7
- eine Schnittansicht eines Ausgleichskolbens mit integriertem Leerhubkolben.
[0018] Figur 1 zeigt einen Längsschnitt des oberen Teiles eines Zylinderkopfes 1. Der Stößel
2 besteht aus einem Gehäuse 3, welches im oberen Teil durch einen Boden 4 verschlossen
ist. Das Gehäuse 3 wird mittels einer Gleitführung 5 im obengenannten Zylinderkopf
1 eines Verbrennungsmotors geführt. Ein Nocken 6 als Ventilsteuerelement verschiebt
mit seiner Flanke 7 den Stößel 2 in eine vom Boden 4 des Stößels 2 abgewandte Richtung.
Das Gehäuse 3 beinhaltet ein konzentrisch angeordnetes Spielausgleichselement 8. Der
Aufbau und die Wirkungsweise des Spielausgleichselementes 8 werden an dieser Stelle
nicht näher erläutert, da dies schon hinlänglich bekannt ist. Ein federbelasteter,
in dieser Figur nicht dargestellter, Ausgleichskolben liegt mit seiner vom Boden 4
abgewandten Stirnseite an einem ebenfalls nicht sichtbaren Ende eines Ventilschaftes
9 eines Gaswechselventils 10 an. Ein erfindungsgemäßer Leerhubkolben 11 ist in einem
Kantenbereich 12, welcher gebildet wird durch den Boden 4 des Gehäuses 3 und dem Hemd
13 des Stößels 2, integriert. Anhand der Figuren 2 und 4 soll der Aufbau und die Funktion
des erfindungsgemäßen Stößels 2 mit Leerhubkolben 11 näher erläutert werden.
[0019] Aus Figur 2 ist ein Längsschnitt eines vergrößert dargestellten Stößels 2 entnehmbar.
Das eigentliche Spielausgleichselement 8, mit dem Ausgleichskolben 15, ist axial in
einer von dem Boden 4 des Stößels 2 ausgehenden und dort konzentrisch angeordneten
Nabe 14 geführt. Der Leerhubkolben 11 ist detailliert der Figur 4 entnehmbar. Wirkt
nun auf den Stößel 2 durch den Nocken 6 (siehe Figur 1) axial in eine vom Boden 4
des Nockens 6 abgewandte Richtung eine Kraft, erfolgt eine Belastung des Ausgleichskolbens
15. Ein Teil des im Hochdruckraum 18 befindlichen Öles wird verdrängt und bewirkt
zunächst eine Verschiebung des Leerhubkolbens 11 in Richtung des Hemdes 13. Bevor
also im Hochdruckraum 18 ein Hochdruck aufgebaut wird, vollzieht der Leerhubkolben
11 aufgrund der Flächenübersetzung seiner dem Hochdruckraum 18 zugewandten Kolbenfläche
19 zu der dem Hochdruckraum 18 zugewandten Kolbenfläche 20 des Ausgleichskolbens 15
eine Leerhubbewegung. Erst wenn der Druckaufbau im Hochdruckraum 18 erfolgt ist, ist
der zum Öffnen des Ventiles 10 gegen die Kraft der Ventilfeder 21 (siehe Figur 1)
notwendige Kraftschluß wirksam. Während des Hubes des Nockens 6 wird dann, wie bei
bekannten Spielausgleichselementen, über einen nicht dargestellten Leckspalt ein bestimmtes
geringes Ölvolumen aus dem Hochdruckraum 18 ausgepreßt, so daß am Ende des Hubes des
Nockens 6 ein Bedarf an Öl im Hochdruckraum 18 entsteht. Wird nun der Ausgleichskolben
15 zum Ausgleich des während des Hubes des Nockens 6 entstandenen Spieles durch eine
Rückstellfeder 22 in eine vom Boden 4 abgewandte Richtung gedrückt, so wird zuerst
eine Bewegung des Leerhubkolbens 11 in Richtung des Hochdruckraumes 18 bis an einen
Anschlag 23 erfolgen. Jetzt kann an dem nicht dargestellten Rückschlagventil (siehe
Figur 3) der zum Öffnen dieses erforderliche Differenzdruck aufgebaut werden. Die
aus dem Hochdruckraum 18 während des Hubes des Nockens 6 ausgepreßte Ölmenge wird
jetzt wieder nachgesaugt. Würde nun, aufgrund von beispielsweise Grundkreisfehlern
des Nockens 6, ein unerwünschtes Entlasten oder sogar Öffnen des Ventiles 10 gegenüber
einem Ventilsitzring 24 (siehe Figur 1) auftreten, so wird dies durch die Nachgiebigkeit
des Leerhubkolbens 11 gegenüber dem Hochdruckraum 18 ausgeglichen.
[0020] Figur 3 zeigt eine Schnittansicht eines Ausgleichskolbens 15 mit integriertem Leerhubkolben
11. Der Leerhubkolben 11 sitzt dabei konzentrisch und axial verschieblich in einer
Bohrung 25 des Ausgleichskolbens 15 ein. Die Bewegung des Leerhubkolbens 11 in Richtung
zum Hochdruckraum 18 wird dabei durch eine Feder 26, die sich einerseits an einem
Boden 27 des Ausgleichskolbens 15 und andererseits an einem Boden 28 des Leerhubkolbens
11 abstützt, unterstützt. Die Funktionsweise des hier beschriebenen Ausgleichskolbens
15 für den Stößel 2 und die in den Figuren 5, 6 und 7 für weitere Ausführungsformen
beschriebene, ist gleich der in Figur 2 genannten. Im Unterschied zu der in Figur
2 aufgezeigten Lösung, führt der Leerhubkolben 11 hier die Ausgleichsbewegung des
Ausgleichskolbens 15 mit aus. Dabei kann es, wie in diesem Beispiel dargestellt, möglich
sein, das Rückschlagventil 29 für den Ausgleichskolben 15 unmittelbar auf dem Leerhubkolben
11 anzuordnen.
[0021] Der Leerhubkolben 11 aus Figur 2 ist in Figur 4 detaillierter dargestellt. Eine Feder
30 stützt sich einerseits am Leerhubkolben 11 ab und ist andererseits von einer Kappe
31 begrenzt. Die Belastung des Leerhubkolbens 11 durch die Feder 30 erfolgt stets
in Richtung des Hochdruckraumes 18 (siehe Figur 2).
[0022] Die Figuren 5 bis 7 zeigen weitere Varianten des Ausgleichskolbens 15 mit integriertem
Leerhubkolben 11. Dabei ist es, wie die Figuren 5 und 6 zeigen, möglich, eine Kugel
32 als Leerhubkolben 11 zu verwenden und, wie in Figur 6 dargestellt, durch eine Feder
33, welche sich an einer Ventilkappe 34 abstützt, zu unterstützen. Die axiale Bewegung
der Kugel 32 wird dabei zweckmäßigerweise von einer Platte 34a begrenzt, wobei auch
weitere Anschlagformen denkbar sind.
[0023] Eine weitere Variante der Unterbringung des Leerhubkolbens 11 in dem Ausgleichskolben
15 ist aus Figur 7 ersichtlich. Der Leerhubkolben 11 ist dabei in eine im Ausgleichskolben
15 angeordnete Bohrung 33b integriert und bewegt sich entlang einer Achse, die sich
in etwa parallel zur Längsmittelachse des Ausgleichskolbens 15 befindet. Als vorteilhafte
Lösung erweist es sich, einen axialen Endanschlag des Leerhubkolbens 11 an einem Flansch
35 einer Ventilkappe 34 zu realisieren.
Bezugszahlenliste
[0024]
- 1
- Zylinderkopf
- 2
- Stößel
- 3
- Gehäuse
- 4
- Boden
- 5
- Gleitführung
- 6
- Nocken
- 7
- Flanke
- 8
- Spielausgleichselement
- 9
- Ventilschaft
- 10
- Gaswechselventil
- 11
- Leerhubkolben
- 12
- Kantenbereich
- 13
- Hemd
- 14
- Nabe
- 15
- Ausgleichskolben
- 16
- Außenfläche
- 17
- nicht vergeben
- 18
- Hochdruckraum
- 19
- Kolbenfläche
- 20
- Kolbenfläche
- 21
- Ventilfeder
- 22
- Rückstellfeder
- 23
- Anschlag
- 24
- Ventilsitzring
- 25
- Bohrung
- 26
- Feder
- 27
- Boden
- 28
- Boden
- 29
- Rückschlagventil
- 30
- Feder
- 31
- Kappe
- 32
- Kugel
- 33
- Feder
- 33b
- Bohrung
- 34
- Ventilkappe
- 34a
- Platte
- 35
- Flansch
- 36
- Spalt
- 37
- Bohrung
- 38
- Ausnehmung
1. Stößel (2), bestehend aus einem von einem Hemd (13) und einem Boden (4) gebildeten
Gehäuse (3), das ein konzentrisch angeordnetes hydraulisches Spielausgleichselement
(8) beinhaltet, welches aus einem federbelasteten, längsverschieblich gleitenden Ausgleichskolben
(15) und einem Hochdruckraum (18) besteht, wobei der Ausgleichskolben (15) sich einerseits
auf einen Ventilschaft (9) eines Gaswechselventils (10) stützt und andererseits mit
seiner dem Ventilschaft (9) des Gaswechselventils (10) abgewandten Kolbenfläche (20)
den Hochdruckraum (18) begrenzt und aus einem Leerhubkolben (11) geringeren Durchmessers
als der Ausgleichskolben (15), auf dessen Kolbenfläche (19) der hydraulische Druck
des Hochdruckraumes (18) wirkt, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis der dem Hochdruckraum (18) zugewandten projizierten Kolbenfläche
(20) des Ausgleichskolbens (15) zu der dem Hochdruckraum (18) zugewandten projizierten
Kolbenfläche (19) des Leerhubkolbens (11) > 3 ist.
2. Stößel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Leerhubkolben (11) in einer radialen Bohrung (37) des Hemdes (13) angeordnet
ist.
3. Stößel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Leerhubkolben (11) in einem Kantenbereich (12), welcher gebildet wird durch
den Boden (4) des Gehäuses (3) und einen Teil des Hemdes (13), angeordnet ist.
4. Stößel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Leerhubkolben (11) in einer sich im Ausgleichskolben (15) befindlichen Bohrung
(25) angeordnet ist.
5. Stößel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine Bewegung des Leerhubkolbens (11) entlang einer Achse der Bohrung (25) erfolgt,
die sich parallel zur Längsmittelachse des Ausgleichskelbers (15) befindet.
6. Stößel nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein Weg des Leerhubkolbens (11) an einer seiner Kolbenflächen (19) durch einen
Anschlag an einem Flansch (35) einer Ventilkappe (34) eines Rückschlagventiles (29)
des Ausgleichskolbens (15) begrenzt ist.
7. Stößel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Leerhubkolben (11) in Richtung des Hochdruckraums (18) durch eine Feder (30)
beaufschlagt ist.
8. Stößel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein sich zwischen einer radialen Außenfläche (16) des Leerhubkolbens (11) und
der ihn umschließenden Bohrung (25) befindlicher Spalt (36) als Leckspalt für das
im Hochdruckraum (18) befindliche Strömungsmittel dient.
9. Stößel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Rückschlagventil (29) des Ausgleichskolbens (15) an der dem Hochdruckraum
(18) zugewandten Kolbenfläche (19) des Leerhubkolbens (11) befestigt ist.
10. Stößel nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventilkappe (34) des Rückschlagventiles (29) in einer zylindrischen Ausnehmung
(38) des Leerhubkolbens (11) befestigt ist.
1. Tappet (2) comprising a housing (3) formed by a jacket (13) and a bottom (4) and in
which there is concentrically arranged, a hydraulic clearance compensation element
(8) comprised of a spring-loaded longitudinally slidable compensating piston (15)
and a high pressure chamber (18), the compensating piston (15) being supported at
one end on a valve shaft (9) of a gas exchange valve (10) and delimiting at the other
end, by its piston face (20) facing away from the valve shaft (9) of the gas exchange
valve (10), the high pressure chamber (18), said tappet (2) further comprising an
idle stroke piston (11) having a diameter smaller than that of the compensating piston
(15) and on whose piston face (19) the hydraulic pressure of the high pressure chamber
(18) acts, characterized in that the ratio of the projected area of the piston face
(20) of the compensating piston (15) facing the high pressure chamber (18) to the
projected area of the piston face (19) of the idle stroke piston (11) facing the high
pressure chamber (18) is >3.
2. Tappet according to claim 1, characterized in that the idle stroke piston (11) is
arranged in a radial bore (37) of the jacket (13).
3. Tappet according to claim 2, characterized in that the idle stroke piston (11) is
arranged in an edge region (12) formed by the bottom (4) of the housing (3) and a
part of the jacket (13).
4. Tappet according to claim 1, characterized in that the idle stroke piston (11) is
arranged in a bore (25) of the compensating piston (15).
5. Tappet according to claim 4, characterized in that the idle stroke piston (11) is
displaced along an axis of the bore (25) parallel to the central longitudinal axis
of the compensating piston (15).
6. Tappet according to claim 4 or 5, characterized in that a stroke of the idle stroke
piston (11) is limited at one of its piston faces (19) by a stop on a flange (35)
of a valve cap (34) of a non-return valve (29) of the compensating piston (15).
7. Tappet according to claim 1, characterized in that the idle stroke piston (11) is
biased towards the high pressure chamber (18) by a spring (30).
8. Tappet according to claim 1, characterized in that a gap (36) situated between a radial
outer surface (16) of the idle stroke piston (11) and the bore (25) surrounding the
idle stroke piston (11) serves as a leak gap for the flow medium present in the high
pressure chamber (18).
9. Tappet according to claim 4, characterized in that the non-return valve (29) of the
compensating piston (15) is fixed on the piston face (19) of the idle stroke piston
(11) facing the high pressure chamber (18).
10. Tappet according to claim 9, characterized in that the valve cap (34) of the non-return
valve (29) is fixed in a cylindrical recess (38) of the idle stroke piston (11).
1. Poussoir (2) comprenant un boîtier (3) formé par une jupe (13) et par un fond (4)
et dans lequel est concentriquement agencé un élément hydraulique (8) de compensation
de jeu constitué d'un piston de compensation (15) monté coulissant et chargé par ressort,
et d'une chambre à haute pression (18), le piston de compensation (15) étant supporté
d'un côté sur une tige de soupape (9) d'un soupape de remplacement des gaz (10), tandis
que, de l'autre côté, ledit piston de compensation délimite, par sa surface de piston
(20) détournée de la tige de soupape (9) du soupape de remplacement des gaz (10),
la chambre à haute pression (18), ledit poussoir (2) comprenant, en plus, un piston
à course morte (11) dont le diamètre est inférieur à celui du piston de compensation
(15) et sur la surface de piston (19) duquel agit la pression hydraulique de la chambre
à haute pression (18), caractérisé en ce que le rapport de la surface de piston projetée
(20) du piston de compensation (15) faisant face à la chambre à haute pression (18)
à la surface de piston projetée (19) du piston à course morte (11) faisant face à
la chambre à haute (18) est >3.
2. Poussoir selon la revendication 1, caractérisé en ce que le piston à course morte
(11) est agencé dans un alésage radial (37) de la jupe (13).
3. Poussoir selon la revendication 2, caractérisé en ce que le piston à course morte
(11) est agencé dans une région de bord (12) formée par le fond (4) du boitier (3)
et par une partie de la jupe (13).
4. Poussoir selon la revendication 1, caractérisé en ce que le piston à course morte
(11) est agencé dans un alésage (25) prévu dans le piston de compensation (15).
5. Poussoir selon la revendication 4, caractérisé en ce qu'un déplacement du piston à
course morte (11) se fait le long d'un axe de l'alésage (25) qui s'étend parallèlement
à l'axe longitudinal central du piston de compensation (15).
6. Poussoir selon la revendication 4 ou 5, caractérisé en ce qu'à l'une (19) de ses surfaces
de piston, une course du piston à course morte (11) est limitée par une butée sur
une bride (35) d'un chapeau (34) d'un clapet anti-retour (29) du piston de compensation
(15).
7. Poussoir selon la revendication 1, caractérisé en ce que le piston à course morte
(11) est sollicité par un ressort (30) vers la chambre à haute pression (18).
8. Poussoir selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un intervalle (36) se trouvant
entre une surface externe radiale (16) du piston à course morte (11) et l'alésage
(25) qui l'entoure sert d'intervalle de fuite du milieu d'écoulement qui se trouve
dans la chambre à haute pression (18).
9. Poussoir selon la revendication 4, caractérisé en ce que le clapet anti-retour (29)
du piston de compensation (15) est fixé sur la surface de piston (19) du piston à
course morte (11) faisant face à la chambre à haute pression (18).
10. Poussoir selon la revendication 9, caractérisé en ce que le chapeau (34) du clapet
anti-retour (29) est fixé dans un évidement cylindrique (38) du piston à course morte
(11).