| (19) |
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(11) |
EP 0 509 381 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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16.08.1995 Patentblatt 1995/33 |
| (22) |
Anmeldetag: 08.04.1992 |
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| (54) |
Schneckenpresse
Screw-press
Presse à vis
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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BE CH DE DK ES FR GB IT LI NL SE |
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Priorität: |
18.04.1991 DE 4112637
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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21.10.1992 Patentblatt 1992/43 |
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Patentinhaber: Alois Pöttinger Maschinenfabrik GmbH |
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A-4710 Grieskirchen (AT) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Groisböck, Franz
A-4710 St. Georgen 44 (AT)
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| (74) |
Vertreter: Dupal, Helmut, Dipl-Ing. |
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Jägerweg 12 4702 Wallern 4702 Wallern (AT) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 332 187 DE-A- 1 584 672 DE-A- 2 551 369
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EP-A- 0 408 964 DE-A- 2 208 945
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Schneckenpresse mit einem Schneckenrohr mit Zufuhröffnung
für zerkleinertes Altpapier oder dgl. und einer Austrittsöffnung für Strangpreßlinge,
in dem eine Preßschnecke angetrieben umläuft und an das eine Zangenpresse anschließt,
deren Backen über ein Preßzangengetriebe von einem elektrischen Stellglied in Abhängigkeit
von der Stromaufnahme des Antriebsmotors der Preßschnecke geöffnet oder geschlossen
werden. Eine solche Presse is aus EP-A-0 408 964 bekannt.
[0002] Bei diesen Schneckenpressen ist es üblich, die Zangenpresse für das Zurückhalten
der Strangpreßlinge so zu schalten, daß sie bei überhöhter Stromaufnahme des Antriebsmotors
geöffnet und danach wieder geschlossen wird. Bei Anordnungen, bei denen der Schneckenpresse
eine Zerkleinerungsvorrichtung vorgeschaltet ist und die Antriebe gewöhnlich verbunden
sind, entspricht die Steuerungsfolge häufig nicht den Erfordernissen, nämlich dann,
wenn die erhöhte Stromaufnahme durch die Zerkleinerungsvorrichtung verursacht ist.
[0003] Die Verwendung einer pneumatischen Steuerung, die vom Ansprechverhalten geeignet
ist, ist sehr aufwendig wegen des erforderlichen Kompressors, weil an den meisten
Aufstellungsorten der Maschine kein Preßluftanschluß zur Verfügung steht.
[0004] Nachteilig ist aber auch, daß die Verstellung eingestellter Schranken für das Öffnen
und das Schließen der Zangenpresse umständlich ist und daher die notwendige Anpassung
an das zu bearbeitende Preßgut kaum vorgenommen wird.
[0005] Bei einer Schneckenpresse der eingangs beschriebenen Gattung wird diese Aufgabe mit
den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.
[0006] Besonders vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
unter Schutz gestellt, auf die, ebenso wie auf Anspruch 1, als gleichzeitiger Teil
der Beschreibung besonders verwiesen wird.
[0007] Durch die Anwendung eines elektrischen Stellmotors als Stellglied ist eine sehr genaue,
verzögerungsarme Steuerung möglich. Es entfällt die Verwendung eines Kompressors oder
die Herstellung von Anschlußleitungen und die Geräuschentwicklung einer pneumatischen
Steuerung; für in Büronähe aufgestellte Maschinen sehr wichtig.
[0008] Überdies sind die Schranken für die Öffnung und die Schließung der Zangenpresse in
äußerst einfacher Weise zu verändern und durch die Anzeiger der Stellung der Backen
auch gut einzustellen, während die Steuerung in Abhängigkeit anderer Betriebsparameter,
wie z.B. der Stromaufnahmen des Antriebsmotors der Preßschnecke als Maß für die mechanische
Belastung derselben oder der Auswurfgeschwindigkeit der Preßlinge dadurch in keiner
Weise erschwert wird, sondern sehr vorteilhaft miteinbezogen werden kann.
[0009] Eine besonders einfache Möglichkeit besteht in der Aufnahme des magnetischen Flusses
der Versorgungsleitung des Antriebsmotors der Preßschnecke und der Verwendung als
Steuergröße für die Steuereinrichtung zur Steuerung des Stellgliedes in Form eines
Stellmotors für die Zangenpresse.
[0010] Die Anwendung eines Kurbelgetriebes mit einem geführten Übertragungshebel läßt die
Anwendung von Öffnungs-und Schließbewegungen der Zangenpresse zu, die durch die Bemessung
von Übertragungshebel und Führungshebeln in dem gesamten Bereich des erforderlichen
Bewegungsablaufes an die jeweiligen gewünschten Preßbedingungen angepaßt werden können.
[0011] Die Steuerung wird besonders genau und rasch ansprechend, aber auch gleichzeitig
einfach in der Herstellung und damit preisgünstig, sowie auch geräuscharm, wenn ein
Ketten- oder Zahnriemengetriebe verwendet wird.
[0012] Die Übertragung der Schließkraft für die Backen der Zangenpresse von einer Feder
auf einen mittels Kette oder Zahnriemen angekoppelten Kurbeltrieb ermöglicht die Einstellung
der Federbelastung und ermöglicht es, dann, wenn der Kurbeltrieb frei durchdrehen
kann, auf Sicherungsschalter für seine Verstellung zu verzichten, weil der Kurbeltrieb
dann bei Ausfall des Stellungsgebers vom Stellmotor durchgedreht werden kann, ohne
daß dadurch Beschädigungen am Preßzangengetriebe auftreten.
[0013] Die elektronische Steuereinrichtung gestattet es, die Einstellung der Schranken für
Öffnen und Schließen des Preßzangengetriebes, durch Verstellung des Stellgliedes,
mittels zweier Taster vorzunehmen, mit denen die Signale für die Eingabe der Schranken
vorgenommen wird, wobei deren aktueller Stand vorzugsweise digital ablesbar und ihre
Einstellung daher besonders einfach und genau und rasch geschehen kann, wenn dies
z.B. durch Änderung der Qualität des Altpapiers erforderlich ist.
[0014] Durch die Anwendung eines elektrischen Stellgliedes in Form eines Stellmotors ist
es in einfacher Weise möglich, mittels der elektronischen Steuereinrichtung das Stellglied
ein-und auszuschalten, oder dessen Drehrichtung zu ändern.
[0015] Die Erfindung wird nachstehend an Hand eines Ausführungsbeispiels beschrieben.
[0016] Es zeigt:
- Fig. 1
- ein Blockschaltbild der Steuerung der Zangenpresse einer Schneckenpresse und
- Fig. 2
- die Draufsicht auf die Zangenpresse und einen Teil der Preßschnecke, schematisch.
[0017] Eine Schneckenpresse mit einer fliegend gelagerten Preßschnecke 5, die in einem Schneckenrohr
1 von einer Antriebsvorrichtung 9 angetrieben umläuft, erfaßt das durch eine im Schneckenrohr
1 mündende Zufuhröffnung 2 zugeführte Preßgut, z.B. in Form von Altpapier, Kartonagen
oder dgl., das unterhalb der Zufuhröffnung 2 in das, einen nach oben offenen Trog
bildende Schneckenrohr gelangt und verdichtet es in einer sich kegelig verengenden
Preßdüse 29, das mit einer Austrittsöffnung 3 zu einer Zangenpresse 6 hin endet.
[0018] Der gebildete Gutstrang wird zwischen einander gegenüberliegenden Backen 7 und 10
der Zangenpresse 6 zur Erzeugung eines Gegendruckes gehalten und verläßt diese am
anderen Ende in Form unregelmäßig abbrechender Strangpreßlinge 4. Von den Backen der
Zangenpresse 6, ist der eine ein rahmenfester Backen 7 und der andere ein beweglicher
Backen 10, der von dem rahmenfesten Backen 7 wegbewegbar, an dem Übertragungshebel
18 eines Kurbelgetriebes 17 eines Preßzangengetriebes 11 gelagert und mittels eines
kurbelgetriebeseitigen Führungshebels 19 und eines backenseitigen Führungshebels 20
gelenkig geführt ist, wobei das Preßzangengetriebe 11 von einem elektrischen Stellmotor
als Stellglied 12, über ein biegeschlaffes, durchrutschfestes Antriebsmittel 21, wie
Kette oder Zahnriemen, angetrieben wird.
[0019] Ein weiteres biegeschlaffes, durchrutschfestes Antriebsmittel 22 verbindet das Kurbelgetriebe
17 des Preßzangengetriebes 11 mit einem federbelasteten Kurbeltrieb 23, an dessen
Kurbel 30 eine an einer Führungsspindel 31 geführte Feder 24 angreift, deren Spannkraft
an einem verstellbaren Stützteller 32, auf die Stellung der Kurbel 30 zur Führungsspindel
31 abgestimmt, einstellbar ist. Die Führungsspindel 31 ist einenends an dem rahmenfesten
Backen 7 an der Anlenkstelle 40 angelenkt und andernends in einer Führung 33 eines
am Ende der Kurbel 30 verschwenkbare gelagerten Steines 34 geführt.
[0020] Der federbelastete Kurbeltrieb 23 ist als offener Kurbeltrieb ausgeführt, der das
freie Durchdrehen der Führungsspindel 31 mit der Feder 24 gestattet, wodurch Grenzschalter
für die Bewegungsbegrenzung überflüssig werden.
[0021] Der in Fig. 2 nicht dargestellte elektrische Stellungsgeber 14, der aus einem elektrischen
Drehwinkelgeber besteht, ist mit der Welle 35 des Kurbelgetriebes 17 des Preßzangengetriebes
11 verbunden und gibt über eine Potentiometeranordnung Analogsignale an die elektronische
Steuereinrichtung 13 ab. Der elektrische Stellungsgeber 14 kann selbstverständlich
auch an anderen Wellen der Getriebeanordnung angebracht werden, doch wird mit der
beschriebenen Anordnungsart der Spielweg des Antriebsmittels zwischen den Wellen der
Getriebe ausgeschaltet, wenn man nicht ohnedies einen besonders spielfreien Zahnriemenantrieb
anwendet.
[0022] Die vom elektrischen Stellungsgeber 14 an die elektronische Steuereinrichtung 13
abgegebenen Analogsignale werden, ebenso wie die Analogsignale eines Sensors 36 für
die Stromaufnahme des Antriebsmotors 8 der Antriebsvorrichtung 9 der Preßschnecke
5 digital umgesetzt und steuern den elektrischen Schalter 15 des Stellmotors des Stellgliedes
12 auf Einschalten oder Ausschalten und Vor- oder Rücklauf des Stellmotors. Abgeleitet
vom aktuellen Signal des elektrischen Stellungsgebers 14 wird dessen Stellung, die
gleichzeitig die Stellung der Backen 7 und 10 der Zangenpresse 6 zueinander widergibt,
digital angezeigt.
[0023] Mit Hilfe von Tastern 25 und 26, die ihre elektrische Spannung von einer Spannungsversorgung
37, die auch den elektrischen Stellungsgeber 14 mit Spannung versorgt, erhalten, werden
die Schranken für die Öffnung und für das Schließen des beweglichen Backens 10 der
Zangenpresse 6 durch Verstellung des Preßzangengetriebes 11 eingestellt und diese
Einstellung ist gleichzeitig an dem Anzeiger 16 digital ablesbar. Der Taster 25 dient
bei dieser Anordnung zum Einstellen der Öffnungsstellung und der andere Taster 26
zum Einstellen der Schließstellung der Zangenpresse 6.
[0024] Werden vom Sensor 28 für die Stromaufnahme des Antriebsmotors 8 Signale abgegeben,
welche das Überschreiten einer Grenzbelastung des Antriebsmotors 8 und der Preßschnecke
5 anzeigen, so veranlassen sie die elektronische Steuereinrichtung 13 dazu, nach einer
bestimmten Verzögerungszeit über ein Signal den elektrischen Schalter 15 des Stellgliedes
12 im Sinn der Öffnung der Zangenpresse 6 einzuschalten.
[0025] Bleiben die Signale des Sensors 28 über eine bestimmte Zeitspanne im Überschreitungsbereich,
so wird durch eine gleichzeitig an eine Schalteinrichtung 38 für das Ein-und Ausschalten
der Spannungsversorgung und für das Schalten von Vor- oder Rücklauf des Antriebsmotors
8 der Preßschnecke 5 abgegebenes Signal diese geschaltet und damit der Antriebsmotor
8 der Preßschnecke 5 stillgesetzt, nach einer weiteren Verzögerungszeit für eine bestimmte
Zeitspanne auf Rücklauf geschaltet und dann wieder stillgesetzt. Der Antriebsmotor
8 bleibt stillgesetzt oder bei Schaltung auf wiederanlauf wieder auf Vorlauf geschaltet.
[0026] Parallel dazu kann die elektrische Schalteinrichtung 38 des Antriebsmotors 8 von
anderen vorgeordneten Steuerungseinrichtungen, beispielsweise in Abhängigkeit von
der Vorschubgeschwindigkeit der Strangpreßlinge 4, über die Leitung 39 gesteuert werden.
[0027] Die Versorgungsspannung für den elektrischen Teil der Maschine wird mit dem Hauptschalter
27 geschaltet.
Legende :
[0028]
- 1
- Schneckenrohr
- 2
- Zufuhröffnung
- 3
- Austrittsöffnung
- 4
- Strangpreßling
- 5
- Preßschnecke
- 6
- Zangenpresse
- 7
- rahmenfester Backen der Zangenpresse 6
- 8
- Antriebsmotor der Antriebsvorrichtung 9
- 9
- Antriebsvorrichtung der Preßschnecke 5
- 10
- beweglicher Backen der Zangenpresse 6
- 11
- Preßzangengetriebe
- 12
- Stellglied, in Gestalt eines Stellmotors, für das Preßzangengetriebe 11
- 13
- elektronische Steuereinrichtung für das Stellglied 12
- 14
- elektrischer Stellungsgeber
- 15
- elektrischer Schalter zum Ein-und Ausschalten des Stellgliedes 12
- 16
- Anzeiger der elektronischen Steuereinrichtung 13
- 17
- Kurbelgetriebe des Preßzangengetriebes 11
- 18
- Übertragungshebel des Kurbelgetriebes 17
- 19
- kurbelgetriebeseitiger Führungshebel
- 20
- backenseitiger Führungshebel
- 21
- biegeschlaffes, durchrutschfestes Antriebsmittel, wie Zahnriemen oder Kette
- 22
- weiteres biegeschlaffes, durchrutschfestes Antriebsmittel, wie Zahnriemen oder Kette,
zwischen Kurbelgetriebe 17 und federbelastetem Kurbeltrieb 23
- 23
- federbelasteter Kurbeltrieb
- 24
- Feder des federbelasteten Kurbeltriebes 23
- 25
- Taster für die Öffnungsstellung der Zangenpresse 6
- 26
- Taster für die Schließstellung der Zangenpresse 6
- 27
- Hauptschalter der Stromversorgung
- 28
- Sensor für die Stromaufnahme des Antriebsmotors 8 der Antriebsvorrichtung 9 der Preßschnecke
5
- 29
- Preßdüse der Schneckenpresse mit der Austrittsöffnung 3
- 30
- Kurbel des federbelasteten Kurbeltriebes 23
- 31
- Führungsspindel für die Führung der Feder 24
- 32
- Stützteller für die Feder 24
- 33
- Führung für die Führungsspindel 31 im Stein 34
- 34
- Stein an der Kurbel 30
- 35
- Welle des Kurbelgetriebes 17 des Preßzangengetriebes 11
- 36
- 37
- Spannungsversorgung für den Stellungsgeber 14 und die Taster 25 und 26
- 38
- elektrische Schalteinrichtung für die Spannungsversorgung des Antriebsmotors 8 der
Preßschnecke 5
- 39
- Signalleitung zu der elektrischen Schalteinrichtung 38 des Antriebsmotors 8
- 40
- Anlenkstelle der Führungsspindel 31 am rahmenfesten Backen 7
1. Schneckenpresse mit einem Schneckenrohr (1) mit Zufuhröffnung für zerkleinertes Altpapier
oder dgl. und einer Austrittsöffnung für Strangpreßlinge, in dem eine Preßschnecke
(5) von einer Antriebsvorrichtung (9) angetrieben umläuft, mit einer an die Austrittsöffnung
des Schneckenrohres anschließend angeordneten Zangenpresse (6) zum Zurückhalten des
Strangpreßlings, deren wenigstens ein Backen (10) von einem Stellglied, mit einem
Preßzangengetriebe (11), bei Überschreiten eines Grenzwertes der Stromaufnahme des
Antriebsmotors (8) der Antriebsvorrichtung (9) an einer elektrischen Schalteinrichtung
durch deren Schalter geöffnet und bei Stromaufnahme des Antriebsmotors (8) im Bereich
des vorgesehenen Betriebszustandes bis zu einer voreinstellbaren Stellung geschlossen
wird, dadurch gekennzeichnet, daß ein elektrischer Stellmotor als Stellglied (12)
mit einem elektrischen Drehwinkelgeber als Stellungsgeber (14) für das Preßzangengetriebe
(11) gekoppelt ist, der über eine elektronische Steuereinrichtung (13) das elektrische
Stellglied (12) zusätzlich zur Abhängigkeit von dem Stellungsgeber (14) in Abhängigkeit
von der mechanischen oder elektrischen Belastung des Antriebsmotors (8) der Antriebsvorrichtung
(9) der Preßschnecke (5) bis in eine vorwählbare Schließstellung oder Öffnungsstellung
des Zangengetriebes (11) und damit die Backen (7,10) der Zangenpresse (6) steuert.
2. Schneckenpresse nach dem vorhergehenden Anspruch , dadurch gekennzeichnet, daß die
elektrische Belastung des Antriebsmotors (8) der Antriebsvorrichtung (9) für die Preßschnecke
(5) mittels eines, an die elektrische Versorgungsleitung des Antriebsmotors (8) magnetisch
angekoppelten Stromstärkegebers (28) aufgenommen und an die elektronische Steuereinrichtung
(13) weitergegeben wird.
3. Schneckenpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Preßzangengetriebe
(11) ein Kurbelgetriebe (17), mit einem an diesem angelenkten Übertragungshebel (18)
umfaßt, der mit dem beweglichen Backen (10) gelenkig verbunden ist, der wiederum über
an seinem kurbelgetriebeseitigen und seinem balkenseitigen Ende angelenkte Führungshebel
(19 und 20) geführt ist, wobei der kurbelgetriebeseitige Führungshebel (19) am beweglichen
Backen (10) und der backenseitige Führungshebel (20) am rahmenfesten Backen (7) der
Zangenpresse (6) angelenkt ist.
4. Schneckenpresse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der Stellmotor des Stellgliedes (12) des Preßzangengetriebes (11) über ein biegeschlaffes,
durchrutschfestes Antriebsmittel (21) verstellt wird.
5. Schneckenpresse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
das Kurbelgetriebe (17) des Preßzangengetriebes (11) über ein weiteres biegeschlaffes,
durchrutschfestes Antriebsmittel (22) mit einem, von einer Feder (24) belasteten Kurbeltrieb
(23), zur Erzeugung der Schließkraft der Zangenpresse (6) gekoppelt ist.
6. Schneckenpresse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die elektronische Steuereinrichtung (13), welche die Positionssignale des Stellungsgebers
(14) verarbeitet, mit einem Taster (25) für die Einstellung der Öffnung der Zangenpresse
(6) und einem weiteren Taster (26) für die Einstellung des Schließens der Zangenpresse
(6) versehen ist, die die Steuereinrichtung (13) mit elektrischen Signalen einer Spannungsquelle
ansteuern und mit denen die Grenzen für die Öffnungsstellung und/oder die Schließstellung
der Zangenpresse (6) festlegbar sind, bis zu denen das Stellglied (12) das Preßzangengetriebe
(11) verstellt, wobei gleichzeitig die jeweilige Position des beweglichen Backens
(10) der Zangenpresse (6) auf einem Anzeiger ablesbar ist.
7. Schneckenpresse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Steuereinrichtung (13) einen elektrischen Schalter (27) des Stellgliedes (12)
ein- oder ausschaltet, der die Spannungsversorgung des Stellgliedes (12) zur Umstellung
der Bewegungsrichtung des Stellgliedes (12) zwischen Öffnungsstellung und Schließstellung
vornimmt.
8. Schneckenpresse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der federbelastete Kurbeltrieb (23) des Preßzangengetriebes (11) offen aufgebaut ist
und das Drehen über beliebige Umdrehungen gestattet.
1. A screw extruder with a screw (1) with a supply opening for comminuted waste paper
or the like and an outlet opening for extruded briquettes, in which a press screw
(5) is driven by a drive device (9) so as to rotate, with a collet press (6) adjoining
the outlet opening of the screw tube for holding back the extruded briquette, of which
at least one jaw (10) is opened by an adjusting member with a collet press gearing
(11) when a threshold value of the current consumption of the drive motor (8) of the
drive device (9) is exceeded, at an electrical switching device, by way of the switch
thereof, and is closed as far as a pre-selectable position when the current consumption
of the drive motor (8) is within the range of the preset operating condition, characterised
in that an electrical adjusting motor is coupled as an adjusting member (12) to an
electrical angle of rotation transmitter as a position transmitter (14) for the collet
press gearing (11), which via an electronic control device (13) controls the electrical
adjusting member (12) as a function of the mechanical or electrical loading of the
drive motor (8) of the drive device (9) of the press screw conveyor (5) and also as
a function of the position transmitter (14), until the collet gearing (11) and therefore
the jaws (7, 10) of the collet press (6) are in a pre-selectable closed position or
open position.
2. A screw extruder according to the preceding claim, characterised in that the electrical
loading of the drive motor (8) of the drive device (9) for the press screw (5) is
recorded by a current transmitter (28), which is magnetically coupled to the electrical
supply line of the drive motor (8), and is transmitted to the electronic control device
(13).
3. A screw extruder according to claim 1, characterised in that the collet press gearing
(11) comprises a crank gearing (17) with a transmission lever (18) articulatedly connected
thereto, which lever is hingedly connected to the movable jaw (10) and is in turn
guided via guide levers (19 and 20) articulatedly connected to its ends facing the
crank gearing and [jaw] respectively, the guide lever (19) at the end facing the crank
gearing being articulatedly connected to the movable jaw (10) and the guide lever
(20) at the end facing the jaw being articulatedly connected to the jaw (7) of the
collet press (6) which is fixed to the frame.
4. A screw extruder according to one of the preceding claims, characterised in that the
adjusting motor of the adjusting member (12) of the collet press gearing (11) is adjusted
via a slack, non-slip drive means (21).
5. A screw extruder according to one of the preceding claims, characterised in that the
crank gearing (17) of the collet press gearing (11) is coupled via a further slack,
non-slip drive means (22) to a crank drive (23) loaded by a spring (24) in order to
generate the closing force of the collet press (6).
6. A screw extruder according to one of the preceding claims, characterised in that the
electronic control device (13), which processes the position signals of the position
transmitter (14), is provided with a push-button (25) for actuating the opening of
the collet press (6) and a further push-button (26) for actuating the closure of the
collet press (6), which switches actuate the control device (13) by means of electrical
signals of a voltage source and determine the thresholds for the opening position
and/or the closing position of the collet press (6) as far as which the adjusting
member (12) adjusts the collet press gearing (11), the respective position of the
movable jaw (10) of the collet press (6) being simultaneously readable from an indicator.
7. A screw extruder according to one of the preceding claims, characterised in that the
control device (13) switches an electrical switch (27) of the adjusting member (12)
on or off, which effects the voltage supply to the adjusting member (12) in order
to switch the movement direction of the adjusting member (12) between the open and
closed positions.
8. A screw extruder according to one of the preceding claims, characterised in that the
spring-loaded crab drive (23) of the collet press gearing (11) has an open construction
and allows for a rotation through any number of revolutions.
1. Presse à vis comprenant un carter tubulaire (1) logeant une vis, présentant un orifice
d'amenée de vieux papiers déchiquetés ou substances similaires et un orifice de sortie
d'ébauches extrudées, carter dans lequel une vis de compression (5) est menée en rotation
par un dispositif d'entraînement (9) ; et une presse (6) à mâchoires, située dans
la continuité directe de l'orifice de sortie du carter tubulaire de la vis en vue
de retenir l'ébauche extrudée, presse dont au moins une mâchoire (10) est ouverte
par un organe de manoeuvre avec une transmission (11) affectée aux mâchoires, lors
du dépassement d'une valeur limite de la consommation de courant du moteur d'entraînement
(8) du dispositif d'entraînement (9), sur un dispositif de commutation électrique,
par l'interrupteur de ce dernier, et est fermée jusqu'à une position pouvant être
préréglée lorsque la consommation de courant du moteur d'entraînement (8) se trouve
dans la plage de la condition de service prévue, caractérisée par le fait qu'un servomoteur
électrique, remplissant la fonction de l'organe de manoeuvre (12), est couplé à un
indicateur électrique d'angles de rotation remplissant la fonction d'un indicateur
de positions (14) de la transmission (11) affectée aux mâchoires, qui commande l'organe
de manoeuvre électrique (12) par l'intermédiaire d'un dispositif de commande électronique
(13), outre d'une manière dépendant de l'indicateur de positions (14), d'une manière
dépendant de la contrainte mécanique ou électrique imposée au moteur d'entraînement
(8) du dispositif d'entraînement (9) de la vis de compression (5), jusqu'à une position
de fermeture ou une position d'ouverture présélectionnable de la transmission (11)
affectée aux mâchoires, et commande par conséquent les mâchoires (7, 10) de la presse
(6) à mâchoires.
2. Presse à vis selon la revendication précédente, caractérisée par le fait que la contrainte
électrique imposée au moteur d'entraînement (8) du dispositif d'entraînement (9) de
la vis de compression (5) est captée au moyen d'un indicateur (28) d'intensité du
courant, couplé magnétiquement au conducteur d'alimentation électrique du moteur d'entraînement
(8), et est transmise au dispositif de commande électronique (13).
3. Presse à vis selon la revendication 1, caractérisée par le fait que la transmission
(11) affectée aux mâchoires comprend un mécanisme (17) à manivelle et un levier de
transmission (18) articulé sur ce dernier et relié de manière articulée à la mâchoire
mobile (10), laquelle est à son tour guidée par l'intermédiaire de leviers de guidage
(19 et 20) articulés sur son extrémité située côté mécanisme à manivelle et sur son
extrémité située côté traverse, le levier de guidage (19) situé côté mécanisme à manivelle
étant articulé sur la mâchoire mobile (10), et le levier de guidage (20) situé côté
mâchoire étant articulé sur la mâchoire (7) de la presse (6) à mâchoires, qui est
assujettie au bâti.
4. Presse à vis selon l'une des revendications précédentes, caractérisée par le fait
que le servomoteur de l'organe de manoeuvre (12) de la transmission (11) affectée
aux mâchoires est réglé par l'intermédiaire d'un moyen d'entraînement (21) cédant
à la flexion et résistant au ripage.
5. Presse à vis selon l'une des revendications précédentes, caractérisée par le fait
que, pour engendrer la force de fermeture de la presse (6) à mâchoires, le mécanisme
(17) à manivelle de la transmission (11) affectée aux mâchoires est accouplé, par
l'intermédiaire d'un autre moyen d'entraînement (22) cédant à la flexion et résistant
au ripage, à un entraînement à manivelle (23) sollicité par un ressort (24).
6. Presse à vis selon l'une des revendications précédentes, caractérisée par le fait
que le dispositif de commande électronique (13), traitant les signaux de positions
de l' indicateur de positions (14), est pourvu d'un palpeur (25) pour régler l'ouverture
de la presse (6) à mâchoires et d'un autre palpeur (26) pour régler la fermeture de
la presse (6) à mâchoires, qui activent le dispositif de commande (13) par des signaux
électriques d'une source de tension, et par lesquels peuvent être fermement établies
les limites de la position d'ouverture et/ou de la position de fermeture de la presse
(6) à mâchoires, jusqu'auxquelles l'organe de manoeuvre (12) déplace la transmission
(11) affectée aux mâchoires, la position respective de la mâchoire mobile (10) de
la presse (6) à mâchoires pouvant être simultanément lue sur un élément d'affichage.
7. Presse à vis selon l'une des revendications précédentes, caractérisée par le fait
que le dispositif de commande (13) provoque l'enclenchement ou le déclenchement d'un
interrupteur électrique (27) de l'organe de manoeuvre (12) qui assure l'alimentation
en tension de l'organe de manoeuvre (12), en vue d' inverser la direction de mouvement
de l'organe de manoeuvre (12) entre une position d'ouverture et une position de fermeture.
8. Presse à vis selon l'une des revendications précédentes, caractérisée par le fait
que l'entraînement à manivelle (23) de la transmission (11) affectée aux mâchoires,
sollicité par un ressort, est de structure ouverte et autorise la rotation selon un
nombre de tours complets choisi à volonté.
