(19)
(11) EP 0 515 804 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
31.01.1996  Patentblatt  1996/05

(21) Anmeldenummer: 92105849.1

(22) Anmeldetag:  04.04.1992
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6D01H 9/00

(54)

Verfahren zum Abziehen von Spulen und zum Aufstecken von Spulenhülsen an Spindeln einer Maschinenseite einer Spinn- oder Zwirnmaschine und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens

Procedure for removing bobbins and creeling empty tubes on spindles of a machine side of a spinning or twisting machine and device for carrying out the procedure

Procédé pour enlever de bobines et monter de tubes vidés aux broches d'un côté d'une machine d'un métier à filer ou à retordre et dispositif pour la mise en oeuvre du procédé


(84) Benannte Vertragsstaaten:
CH DE FR IT LI

(30) Priorität: 30.05.1991 DE 4117730

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
02.12.1992  Patentblatt  1992/49

(73) Patentinhaber: Zinser Textilmaschinen GmbH
D-73058 Ebersbach (DE)

(72) Erfinder:
  • Schulz, Günter, Dipl.-Ing.
    W-7333 Ebersbach/Fils (DE)
  • Maeser, Martin, Dipl.-Ing.
    W-7321 Albershausen (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 290 063
DE-A- 4 001 006
DE-A- 2 613 900
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Abziehen von Spulen und zum Aufstecken von Spulenhülsen an Spindeln einer Maschinenseite einer Spinn- oder Zwirnmaschine, bei dem an den Spindeln aufsitzende Spulen von einer jeder Maschinenseite zugeordneten Greifvorrichtung, die mit jeweils einer Aufnahme für den Endbereich der Spulenhülse enthaltenen Greiferköpfen ausgebildet ist, ergriffen und auf Aufnahmezapfen einer an den Maschinenseiten verlaufenden Transportvorrichtung aufgesteckt werden, und bei dem anschließend mittels der Transportvorrichtung zugeführte Spulenhülsen von der Greifvorrichtung ergriffen und auf die Spindeln aufgesetzt werden und eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.

    [0002] Aus der gattungsgemäßen DE-OS 39 12 332 ist eine Greifvorrichtung für eine Spinn- oder Zwirnmaschine bekannt, die einen jeweils jeder Maschinenseite zugeordneten Greiferbalken besitzt, der sich in Längsrichtung der Maschine erstreckt. An dem mittels eines Antriebes verstellbaren Greiferbalken sind in Spindelteilung Greiferköpfe angeordnet, die jeweils mit einer trichterförmigen Aufnahme für den Endbereich einer Spule oder einer Spulenhülse und mit einem pneumatisch ansteuerbaren, die Spule oder Spulenhülse von außen erfassenden Greifelement versehen sind. Die Greifvorrichtung besitzt zur Vermeidung von Beschädigungen bei deren vertikalem Absenken an die Spulen oder Spulenhülsen Greiferköpfe, die mittels einer Rastverbindung an dem Greiferbalken befestigt sind. Zum Auswechseln der vollen, auf den Spindeln aufsitzenden Spulen gegen leere Spulenhülsen, die an Aufnahmezapfen einer an den Maschinenseite verlaufenden Transportvorrichtung zugeführt wurden, ergreift die Greifvorrichtung zunächst die auf den Spindeln aufsitzenden Spulen und übergibt sie der Transportvorrichtung. Anschließend wird die Greifvorrichtung in einer vertikalen Absenkbewegung den leeren Spulenhülsen zugestellt. Sofern die Spulenhülsen gegenüber der Aufnahme des Greifkopfes nicht ausgerichtet sind, kann es hierbei zu einem unerwünschten Kontakt zwischen dem Randbereich des Greiferkopfes und dem Endbereich der Spulenhülse kommen. Hierbei wird die zwischen dem Greiferkopf und dem Greiferbalken bestehende Rastverbindung gegebenenfalls gelöst. Um die Greifvorrichtung wieder voll einsatzfähig zu machen, muß der Greiferkopf wieder eingerastet werden.

    [0003] Aus der DE-PS 26 13 900 ist eine Greifvorrichtung bekannt, bei der die an dem in Maschinenlängsrichtung verlaufenden Greiferbalken angeordneten Greiferköpfe zur gleichzeitigen Halterung einer Spulenhülse und einer Spule ausgebildet sind. Das Abziehen der Spulenhülse von der Transportvorrichtung und das Aufsetzen der Spulen auf die Transportvorrichtung erfolgt hierbei bei nach außen geneigten Aufnahmezapfen der Transportvorrichtung.

    [0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das eingangs genannte Verfahren und die Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens derart weiterzuentwickeln, daß die Beschädigung und das Blockieren der Greifvorrichtung bei deren Absenken auf die Spulenhülsen vermieden und das Ergreifen der Spulenhülsen sicher und verzögerungsfrei gewährleistet wird.

    [0005] Hinsichtlich des Verfahrens wird diese Aufgabe erfindungsgemäß durch die Merkmale des charakterisierenden Teils des Anspruchs 1 gelöst.

    [0006] Durch diese Verfahrensführung wird erreicht, daß die Spulenhülsen vor dem Einführen in die Aufnahme des Greiferkopfes gegenüber dieser zentriert sind. Somit treten bei der Absenkbewegung der Greifervorrichtung auf die Spulenhülsen keine Probleme durch fehlorientierte Spulenhülsen auf. Derartige Fehlorientierungen der Spulenhülsen können verschiedene Ursachen haben. Hier sind insbesondere beschädigte Spulenhülsen, schiefstehende Aufnahmezapfen an der Transportvorrichtung, Verformungen an den Stahlbändern der Transportvorrichtung und Teilungsdifferenzen der Aufnahmezapfen zu nennen.

    [0007] Es ist ein wesentlicher Vorteil der erfindungsgemäßen Verfahrensführung, daß durch die vor der Absenkbewegung der Greifvorrichtung ausgeführte Zentrierung ein unerwünschter Kontakt zwischen den Greiferköpfen der Greifvorrichtung und den Endbereichen der Spulenhülsen von vornherein vermieden wird. Somit treten bei der erfindungsgemäßen Verfahrensführung keine Verzögerungen im Fertigungsprozeß insbesondere dadurch auf, daß beispielsweise aus den Rastelementen ausgerastete Greiferköpfe erneut in ihre Funktionsstellung gebracht werden müssen.

    [0008] Eine weitere Ausgestaltung ergibt sich aus Anspruch 2.

    [0009] Eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens ist mit einer jeder Maschinenseite einer Spinn- oder Zwirnmaschine zugeordneten Greifvorrichtung zum selbsttätigen Wechseln von auf Spindeln aufzusetzenden Spulen gegen Spulenhülsen versehen. Diese werden mittels einer an den Maschinenseiten verlaufenden, mit Aufnahmezapfen versehenen Transportvorrichtung zugeführt. Die Greifvorrichtung weist einen sich in Maschinenlängsrichtung erstreckenden Greiferbalken auf, der mittels eines Antriebes verstellbar ist und an dem in Spindelteilung angeordnete Greiferköpfe befestigt sind, die jeweils mit einer Aufnahme für den oberen Endbereich der Spule oder Spulenhülse und mit einem die Spule oder Spulenhülse von außen erfassenden Greifelement versehen sind.

    [0010] Erfindungsgemäß wird eine derartige Vorrichtung durch das Kennzeichen des Anspruchs 3 charakterisiert.

    [0011] Die Zustellung der Greifvorrichtung erfolgt abhängig von der Anordnung der Zentriermittel. Bei einer derartigen Zustellbewegung gerät das an den Greiferköpfen vorgesehene Zentriermittel mit einer fehlorientierten Spulenhülse in Kontakt und richtet diese bezüglich der Aufnahme des entsprechenden Greiferkopfes aus. Somit ist die Spulenhülse vor der vertikalen Absenkbewegung des Greiferbalkens zentriert. Bei der Absenkbewegung der Greifvorrichtung tritt insbesondere kein unerwünschter Kontakt zwischen dem Randbereich des Greiferkopfes und der fehlorientierten Spulenhülse auf. Der Endbereich der Spulenhülse kann somit problemlos in die Aufnahme des Greiferkopfes eingeführt werden.

    [0012] Die an den Greiferköpfen vorgesehenen Zentriermittel können verschiedenartig ausgebildet sein. Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung ist vorgesehen, daß die Zentriermittel als Seitenführungen ausgebildet sind, die in Zustellrichtung eine Einführöffnung für die Spulenhülse begrenzen. Somit werden bei der näherungsweise horizontalen Zustellbewegung des Greiferbalkens gegebenenfalls fehlorientierte Spulenhülsen von einer der sich in Vertikalrichtung erstreckenden Seitenführungen erfaßt und in die Einführöffnung eingeführt. Hierbei ist der Abstand der Seitenführungen derart gewählt, daß eine genügend große Einführöffnung für die Spulenhülsen vorliegt. Vor der vertikalen Absenkbewegung des Greiferbalkens befindet sich somit die Spulenhülse zwischen den beiden Seitenführungen unterhalb der Aufnahmeöffnung des Greiferkopfes. Wird dieser nunmehr abgesenkt, so wird der Endbereich der Spulenhülse sicher in die Aufnahmeöffnung des Greiferkopfes eingeführt.

    [0013] Bei einer Weiterbildung der Erfindung sind die Seitenführungen an sich gegenüberliegenden Randbereichen der Aufnahme des Greiferkopfes angeordnet. Mit dieser Ausgestaltung wird eine besonders gute Einfädelung der Endbereiche der Spulenhülse in die Aufnahme des Greiferkopfes erreicht.

    [0014] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung sind die Seitenführungen in einem der Einführöffnung gegenüberliegenden Abschnitt mittels einer Verbindungswandung miteinander verbunden. Hierdurch können auch schräg nach außen geneigte Spulenhülsen sicher erfaßt werden.

    [0015] Bei einer vorteilhaften Ausführungsform sind die Seitenführungen an einem Zentriermittel ausgebildet, das einen näherungsweise U-förmigen Querschnitt besitzt. Hierbei begrenzen die U-Schenkel die in Zustellrichtung angeordnete Einführöffnung für die Spulenhülse.

    [0016] Die Zentriermittel können mit dem Greiferkopf integriert ausgebildet sein. Es kann aber auch vorgesehen sein, daß die Zentriermittel vom Greiferkopf getrennt ausgeführt und an diesen festlegbar sind. Eine derartige Ausgestaltung eignet sich insbesondere für die Nachrüstung bekannter Greifvorrichtungen.

    [0017] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist die Transportvorrichtung mit Aufnahmezapfen versehen, deren Längsachse gegenüber der Vertikalen eine von der Spinn- oder Zwirnmaschine weggerichtete Neigung aufweisen. Hierzu kann vorgesehen sein, daß ein die Aufnahmezapfen aufnehmendes Förderband auf einer Aufnahmefläche aufliegt, die gegenüber der Horizontalen geneigt angeordnet ist. Eine derartige Aufnahmefläche ist zweckmäßig an einem Horizontalträger angeordnet,der sich in Längsrichtung der Spinn- oder Zwirnmaschine an deren Maschinenseite erstreckt.

    [0018] Bei einer anderen Ausgestaltung ist vorgesehen, daß an einem Horizontalträger eine Aufnahmefläche für das Förderband ausgebildet ist, die einen der Spinn- oder Zwirnmaschine zugewandten mit einer Unterlage erhöhten Bereich und einen der Spinn- oder Zwirnmaschine abgewandten demgegenüber erniedrigten Bereich besitzt. Durch eine derartige Unterlage wird ebenfalls ein gegenüber der Horizontalen geneigtes Förderband erreicht, wodurch demgemäß auch die an diesen befestigten Aufnahmezapfen gegenüber der Vertikalen eine nach außen gerichtete Neigung aufweisen.

    [0019] Vorteilhaft kann hierbei vorgesehen sein, daß die Unterlage aus einem Kunststoff mit guten Gleiteigenschaften besteht. Insbesondere kann eine aus Polytetrafluoräthylen bestehende Unterlage eingesetzt werden.

    [0020] Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung einer in der Zeichnung dargestellten Ausführungsform. Es zeigen:
    Fig. 1
    einen Querschnitt durch eine schematisch dargestellte, mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung ausgerüsteten Ringspinnmaschine,
    Fig. 2
    eine Seitenansicht der Ringspinnmaschine nach Fig. 1 in kleinerem Maßstab,
    Fig. 3
    eine schematische Seitenansicht eines Greiferkopfes der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
    Fig. 4
    den Schnitt längs der Linie IV-IV gemäß Fig. 3 und
    Fig. 5
    eine schematische Seitenansicht der Greifvorrichtung bei der Ubergabe einer Spinnspule an den Aufnahmezapfen einer Transportvorrichtung.


    [0021] Die in Fig. 1 dargestellte Ringspinnmaschine besitzt auf beiden Maschinenseiten eine Vielzahl von in einer Reihe nebeneinander angeordneten Spindeln (10), die in Spindelbänken (11) gelagert und in nicht näher dargestellter Weise angetrieben sind. Auf beiden Maschinenseiten ist eine Greifvorrichtung (16) zum selbsttätigen Abziehen von Spulen (17) und zum selbsttätigen Aufstecken von Spulenhülsen (18) angeordnet. Die in Fig. 1 rechte Maschinenseite befindet sich in der Betriebsphase, d.h. es wird an allen Spindeln (10) ein Spinnvorgang durchgeführt. Hierbei befindet sich die Greifvorrichtung (16) in der Ruhestellung. Die in Fig. 1 linke Maschinenseite befindet sich demgegenüber in der Phase eines Spulenwechsels, dessen Funktionsablauf weiter unten erläutert werden wird. Die Greifvorrichtung (16) befindet sich in einer Bewegungsphase, in welcher leere Spulenhülsen (18) den Spindeln (10) zugeführt und auf diesen aufgesteckt werden, von denen vorher die vollen Spulen (17) abgezogen wurden.

    [0022] Die Greifvorrichtung (16) besitzt einen Greiferbalken (20), der sich in Maschinenlängsrichtung erstreckt. An dem Greiferbalken (20) sind in Spindelteilung eine Vielzahl von Greiferköpfen (21) angeordnet, deren Anzahl der Anzahl der Spindeln (10) der Ringspinnmaschine entspricht.

    [0023] Der Greiferbalken (20) jeder Maschinenseite ist mit einem scherenartigen Gestänge gehalten, das - wie aus Fig. 2 hervorgeht - aus mehreren Tragarmen (22) und mehreren Zugarmen (23) gebildet ist. Die Tragarme (22), die gelenkig an den Greiferbalken (20) angelenkt sind, erstrecken sich von dem Greiferbalken (20) bis zu einer in Maschinenlängsrichtung verlaufenden Spindel (24), auf der Spindelmuttern (25) angeordnet sind, die mit den Tragarmen (22) verbunden sind. Die Zugstangen (23) greifen etwa mittig gelenkig an den Tragarmen (22) an und sind in der Höhe der Gewindespindel (24) ortsfest gelagert. Durch einen entsprechenden Drehantrieb der Gewindespindel (24) kann somit der Greiferbalken (20) aus der abgesenkten Stellung (Fig. 1 rechts, Fig. 2 links) in eine angehobene Stellung (Fig. 1 links, Fig. 2 rechts) angehoben und abgesenkt werden.

    [0024] Zusätzlich ist der Greiferbalken (20) quer zur Maschinenlängsrichtung ein- und ausfahrbar. Für dieses Ein- und Ausfahren, das bei dem Ausführungsbeispiel als eine Schwenkbewegung durchgeführt wird, kann der Greiferbalken (20) mitsamt seinem scherenartigen Gestänge (22, 23) um eine in Maschinenlängsrichtung verlaufende Achse verschwenkt werden, d.h. um die dicht über dem Boden liegende Spindel (24). Hierzu ist das scherenartige Gestänge des Greiferbalkens (20) mit einem nach innen zum Maschineninnern abragenden Hebel (26) versehen, an den eine in Fig. 1 nur für die rechte Maschinenseite angedeutete Antriebseinrichtung (27) angreift. Als eine derartige Antriebseinrichtung (27) werden beispielsweise Hydraulikzylinder vorgesehen, die über ein steuerbares Ventil an eine Druckmedium-Versorgungseinrichtung angeschlossen sind.

    [0025] Auf beiden Seiten läuft unterhalb der Spindelbänke (11) eine Transportvorrichtung (19), die zur Zufuhr leerer Spulenhülsen (18) und zum Abtransport voller Spulen (17) dient. Hierbei werden die leeren Spulenhülsen (18) zugeführt, solange der Spinnvorgang läuft und sich die Greifvorrichtung (16) in der Ruheposition befindet (rechte Maschinenseite, Fig. 1). Die Transportvorrichtung (19) besteht beispielsweise aus einem auf jeder Maschinenseite umlaufenden Förderband (50), das mit Aufnahmezapfen (51) versehen ist, auf die leere Spulenhülsen (18) oder volle Spulen (17) aufgesteckt werden können. Die Anzahl der Aufnahmezapfen (51) entspricht der doppelten Anzahl der Spindeln (10) jeder Maschinenseite. Sie sind in der halben Spindelteilung angeordnet. Die Transportvorrichtung (19) ist somit abwechselnd mit Aufnahmezapfen (51) zum Aufnehmen der abgezogenen Spulen (17) und zum Aufnehmen von aufzusteckenden Spulenhülsen (18) versehen.

    [0026] Anstelle einer aus einem Transportband (50) gebildeten Transportvorrichtung (19) kann auch eine nicht dargestellte Transportvorrichtung vorgesehen sein, die aus einzelnen hintereinander gereihten Tellern gebildet wird, die jeweils einen Spulenzapfen aufweisen.

    [0027] Die Ausbildung des Greiferkopfes (21) der Greifvorrichtung (16) geht insbesondere aus Fig. 3 hervor. Der Greiferkopf (21) ist senkrecht an dem Greiferbalken (20) festgelegt, der sich in Maschinenlängsrichtung erstreckt. Hierbei kann die Befestigung des Greiferkopfes (21) an dem Greiferbalken (20) mittels einer in der Zeichnung nicht dargestellten Rastverbindung erfolgen. Eine derartige Befestigung des Greiferkopfes (21) mittels einer Rastverbindung geht aus der DE-OS 39 12 332 hervor.

    [0028] Innerhalb des Greiferkopfes (21) ist ein Greifelement (30) angeordnet, das in Richtung des Doppelpfeiles (31) verstellbar ist. Die Verstellung des Greifelementes (30) kann mittels einer pneumatischen Einrichtung erfolgen, wie sie ebenfalls aus der DE-OS 39 12 332 hervorgeht. Mit dem Greifelement (30) ist es möglich, den Endbereich einer in das Innere des Greiferkopfes (21) eingeführten Spule (17) oder Spulenhülse (18) von außen zu erfassen. Demgemäß wird eine auf diesem Prinzip basierende Greifvorrichtung (16) auch als Außengreifer bezeichnet.

    [0029] Der aus Kunststoff hergestellte Greiferkopf (21) besitzt eine trichterförmige Aufnahme (32) für die Spule (17) oder die Spulenhülse (18). Im Bereich einer Randkante (33) des Greiferkopfes (21) besitzt die Aufnahme (32) ihren größten Querschnitt. In Richtung einer oberen Randkante (34) des Greiferkopfes (21) besitzt die Aufnahme (32) zunächst einen kegelstumpfförmigen Bereich (35), dem sich ein zylindrischer Bereich (36) anschließt. In Höhe des zylindrischen Bereiches (36) ist das pneumatisch verstellbare Greifelement (30) angeordnet. In Richtung der Randkante (34) des Greiferkopfes (28) schließt sich an den zylindrischen Bereich (36) ein konisch verlaufender Bereich (37) an.

    [0030] Im Bereich der in Fig. 3 unten liegenden Randkante (33) des Greiferkopfes (21) ist ein Zentriermittel (38) angeordnet, dessen Querschnitt in Fig. 4 dargestellt ist. Das Zentriermittel (38) dient der Zentrierung von fehlorientierten Spulenhülsen (18) gegenüber der Aufnahme (32) des Greiferkopfes (21) vor der Absenkbewegung der Greifvorrichtung (16).

    [0031] Das Zentriermittel (38) besitzt einen U-förmigen Querschnitt mit als Seitenführungen (38a, 38b) dienenden Schenkeln. Hierbei sind die Seitenführungen (38a, 38b) des Führungsteiles (38) derart angeordnet,daß sie den Öffnungsquerschnitt der Aufnahme (32) seitlich begrenzen. Die Seitenführungen (38a, 38b) sind mittels einer Verbindungswandung (38c) miteinander verbunden, die gemäß Fig. 3 in dem dem Greiferbalken (20) zugewandten Bereich der Aufnahme (32) an diese angrenzt.

    [0032] Die Seitenführungen (38a, 38b) begrenzen eine Einführöffnung (39) für die Spule (17) oder Spulenhülse (18). Hierbei ist die Einführöffnung (39) derart angeordnet, daß sie bei einer von außen auf die Ringspinnmaschine gerichteten näherungsweise horizontalen Zustellbewegung der Greifvorrichtung (16) fehlorientierte Spulenhülsen (18) erfaßt und somit zentriert.

    [0033] Die Wandung des Zentriermittels (38) ist bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel in Vertikalrichtung mit einer Länge (B) ausgeführt, die von den Kanten (33) und (40) begrenzt wird. Bei dem in Fig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel der Greifvorrichtung (16) beträgt die Länge (B) etwa 15 mm. In der in Fig. 3 dargestellten Funktionsstellung der Greifvorrichtung (16) beträgt eine Eintauchtiefe (A), die einerseits von der Kante (40) und andererseits von der Oberkante (41) der Spulenhülse (18) oder Spule (17) begrenzt wird, 43 mm.

    [0034] Wie aus Fig.5 hervorgeht, besitzt die Transportvorrichtung (19) einen Horizontalträger (52), der an der Ringspinnmaschine befestigt ist und sich in deren Maschinenlängsrichtung erstreckt. Das als Stahlband ausgebildete Förderband (50) liegt in einem der Spinnmaschine zugewandten Bereich auf einer Unterlage (53) auf, die aus einem Kunststoff mit guten Gleiteigenschaften, beispielsweise Polytetrafluoräthylen hergestellt ist. Demgegenüber hat das Förderband (50) in einem der Maschine abgewandten Bereich des Horizontalträgers (52) direkten Kontakt mit diesem. Die Unterlage (53) bewirkt eine Neigung des Förderbandes (50) in Uhrzeigerrichtung gegenüber der Horizontalen, da mit der Unterlage (53) maschinenseitig ein erhöhter Bereich (54') und der Maschine abgewandt ein demgegenüber erniedrigter Bereich (54") der Aufnahmefläche geschaffen wird. Demgemäß sind die senkrecht auf dem Förderband (50) angeordneten Aufnahmezapfen (51) auch gegenüber der Vertikalen in Uhrzeigerrichtung geneigt. Durch eine derartige Schrägstellung der Aufnahmezapfen (51) der Transportvorrichtung (19) wird erreicht, daß die freien Enden der Spulenhülsen (18) in den hinteren Bereich des Greiferkopfes (21) gelenkt werden. Weiterhin wird durch die Schrägstellung der Spulenhülsen (18) ein unerwünschter Kontakt mit dem vorderen Trichterrand des Greiferkopfes (21) vermieden.

    [0035] Die Höhe (C) der Aufnahmezapfen (51) gemäß Fig. 5 beträgt bei dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel etwa 33 mm.

    [0036] Nachfolgend soll die Funktionsweise der Greifvorrichtung (16) beschrieben werden. Das Auswechseln der vollen Spulen (17) gegen leere Spulenhülsen (18) beginnt mit dem Abziehen der vollen Spulen (17) von den Spindeln (10) einer Maschinenseite der Spinnmaschine. Hierzu wird der Greiferbalken (20) der Greifvorrichtung (16) in eine Position oberhalb der Spulen (17) verfahren, so daß die Greiferköpfe (16) koaxial zu den Spindeln (10) positioniert sind. Anschließend erfolgt eine vertikale Absenkbewegung, bei der der Endbereich der Spule (17) in die Aufnahme (32) des Greiferkopfes (21) eingeführt wird.

    [0037] Der Endbereich der Spule (17) gelangt bei der weiteren Absenkbewegung der Greifvorrichtung (16) in die Tiefe der Aufnahme (32) des Greiferkopfes (21). In dieser Position ist der Endbereich der Spule (17) von dem pneumatisch ansteuerbaren Greifelement (30), das die Spule (17) von außen ergreift, erfaßbar. Nunmehr hebt die Greifvorrichtung (16) sämtliche erfaßten Spulen (17) von den Spindeln (10) nach oben ab und stellt sie der unterhalb der Spindelbank (11) angeordneten Transportvorrichtung (19) zu. Die Spulen (17) werden auf die freien Aufnahmezapfen (51) der Transportvorrichtung (19) aufgesteckt. Anschließend wird das Greifelement (30) der Greiferköpfe (21) angesteuert, so daß der Endbereich der Spulen (17) freigegeben wird. Sodann wird der Greiferbalken (20) zunächst nach oben und dann nach außen verfahren.

    [0038] Die leeren Spulenhülsen (18), die auf den Aufnahmezapfen (51) des Förderbandes (50) aufsitzen, befinden sich vor dem Ergreifen durch die Greifvorrichtung (16) in der in Fig.5 dargestellten gegenüber der Spinnmaschine nach außen geneigten Position. Hierdurch werden bei der näherungsweise horizontalen von außen auf die Spinnmaschine gerichteten Zustellbewegung des Greiferbalkens (20) unerwünschte Kollisionen mit einem vorderen Trichterrand (21') des Greiferkopfes (21) vermieden.Bei der Zustellbewegung des Greiferbalkens (20) werden eventuell fehlorientierte Spulenhülsen (18) von einer der Seitenführungen (38a, 38b) des an den Greiferköpfen (21) angeordneten Zentriermittels (38) erfaßt und im weiteren Verlauf der Zustellbewegung des Greiferbalkens (20) in die Einführöffnung (39) eingeführt. Da die Spulenhülsen (18) eine Schräglage einnehmen, werden sie bei der weiteren Zustellbewegung des Greiferbalkens (20) in den hinteren Bereich der Greiferköpfe (21) gelenkt. In dieser gegenüber der Aufnahme (32) zentrierten Lage ist bei der anschließenden Absenkbewegung des Greiferbalkens (20) ein beschädigungsfreies Einführen in die Tiefe der Aufnahme (32) der Greiferköpfe (21) möglich. Insbesondere kann durch die Zentrierung gegebenenfalls fehlorientierter Spulenhülsen (18) ein Aufsitzen der Greiferköpfe (16) auf den Rand der Spulenhülsen (12) vermieden werden. Nach dem Abschließen der vertikalen Absenkbewegung des Greiferbalkens (20) werden die Spulenhülsen (18) von außen durch das ansteuerbare Greifelement (30) erfaßt. Sodann werden die Spulenhülsen (18) von den Aufnahmezapfen (51) angehoben und den Spindeln (10) der Spinnmaschine zugestellt.


    Ansprüche

    1. Verfahren zum Abziehen von Spule (17) und zum Aufstecken von Spulenhülsen (18) an Spindeln (10) einer Maschinenseite einer Spinn- oder Zwirnmaschine, bei dem an den Spindeln aufsitzende Spulen (17) von einer jeder Maschinenseite zugeordneten Greifvorrichtung (16), die mit jeweils einer Aufnahme für den Endbereich der Spulenhülse (18) enthaltenen Greiferköpfen (21) ausgebildet ist, ergriffen und auf Aufnahmezapfen (51) einer an den Maschinenseiten verlaufenden Transportvorrichtung (19) aufgesteckt werden, und bei dem anschließend mittels der Transportvorrichtung (19) zugeführte Spulenhülsen (18) von der Greifvorrichtung (16) ergriffen und auf die Spindeln (10) aufgesetzt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Spulenhüsen (18) in einer im wesentlichen quer zur Längsachse der Hülsen (18) erfolgenden Zustellbewegung der Greifvorrichtung (16) in einen Zentrierbereich geführt und anschließend in einer im wesentlichen koaxial zu den Aufnahmezapfen (51) ausgeführten Absenkbewegung der Greifvorrichtung (16) unter Zentrieren in die Aufnahme der Greiferköpfe (21) geführt werden.
     
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zustellbewegung der Greifvorrichtung (16) zu den Spulenhülsen (18) in einer im wesentlichen quer zur Längsachse der Spulenhülsen (18) auf die Spinn- oder Zwirnmaschine zu und in einer Höhe erfolgt, in der sich Zentriermittel der Greifvorrichtung (16) unterhalb des oberen Endes der Spulenhülsen befinden.
     
    3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, mit einer jeder Maschinenseite einer Spinn- oder Zwirnmaschine zugeordneten Greifvorrichtung (16) zum selbsttätigen Wechseln von auf Spindeln (10) aufsitzenden Spulen (17) gegen Spulenhülsen (18), die mittels einer an der Maschinenseite verlaufenden, mit Aufnahmezapfen (51) versehenen Transportvorrichtung (19) zugeführt werden, wobei die Greifvorrichtung einen sich in Maschinenlängsrichtung erstreckenden Greiferbalken (20) aufweist, der mittels eines Antriebes verstellbar ist und an dem in Spindelteilung angeordnete Greiferköpfe (21) befestigt sind, die jeweils mit einer Zentriereinrichtung (32) für den oberen Endbereich der Spule oder Spulenhülse und mit einem die Spule oder Spulenhülse von außen erfassenden Greifelement versehen sind,
    dadurch gekennzeichnet, daß
    den Greiferköpfen (21) Zentriermittel (38) zugeordnet sind,

    - die im wesentlichen quer zur Längsachse des Greiferbalkens (20) und quer zu den Längsachsen der Spulen (17) oder Spulenhülsen (18) orientierte Einführöffnungen (39) aufweisen,

    - die in die ebenfalls quer zur Längsachse des Greiferbalkens (20), aber parallel zu den Längsachsen der Spulen (17) oder Spulenhülsen (18) liegenden Zentriereinrichtungen (32) der Greiferköpfe (21) überleiten und

    - die als Seitenführungen (38a, 38b) an den Greiferköpfen (21) ausgebildet sind, die jeweils die Einführöffnung (39) für die Spulenhülse (18) begrenzen.


     
    4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterkante (40) der Zentriermittel (38) in derjenigen Höhenstellung des Greiferbalkens (20), in der er die Zustellbewegung ausführt, unterhalb der Oberkante der Spulenhülsen (18) steht.
     
    5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenführungen (38a, 38b) an sich gegenüberliegenden Randbereichen der Aufnahme (32) des Greiferkopfes (21) angeordnet sind.
     
    6. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenführungen (38a, 38b) in einem der Einführöffnung (39) gegenüberliegenden Abschnitt mittels einer Verbindungswandung (38c) miteinander verbunden sind.
     
    7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenführungen (38a, 38b) an einem Zentriermittel (38) ausgebildet sind, das einen näherungsweise U-förmigen Querschnitt besitzt.
     
    8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Zentriermittel (38) mit dem Greiferkopf (21) integriert ausgebildet sind.
     
    9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Zentriermittel (38) vom Greiferkopf (21) getrennt ausgeführt und an diesen festlegbar sind.
     
    10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Transportvorrichtung (19) mit Aufnahmezapfen (51) versehen ist, deren Längsachse gegenüber der Vertikalen eine von der Spinn- oder Zwirnmaschine weggerichtete Neigung aufweist.
     
    11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß ein die Aufnahmezapfen (51) aufnehmendes Förderband (50) auf einer Aufnahmefläche aufliegt, die gegenüber der Horizontalen geneigt angeordnet ist.
     
    12. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß an einem Horizontalträger (52) eine Aufnahmefläche für das Förderband (50) ausgebildet ist, die einen der Spinn- oder Zwirnmaschine zugewandten mit einer Unterlage (53) erhöhten Bereich (54') und einem der Spinn- oder Zwirnmaschine abgewandten demgegenüber erniedrigten Bereich (54") besitzt.
     
    13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterlage (53) aus einem Kunststoff mit guten Gleiteigenschaften besteht.
     


    Claims

    1. Method for the drawing-off of bobbins (17) and for the slipping-on of bobbin tubes (18) on spindles (10) of one machine side of a spinning or twisting machine, in which bobbins (17) seated on the spindles are gripped by a gripper device (16) assigned to each machine side and designed with gripper heads (21) in each case containing a receptacle for the end region of the bobbin tube (18) and are slipped onto receiving tenons (51) of a transport device (19) extending on the machine sides, and in which bobbin tubes (18) supplied by means of the transport device (19) are subsequently gripped by the gripper device (16) and are placed onto the spindles (10), characterized in that the bobbin tubes (18) are guided into a centring region in an advancing movement of the gripper device (16) taking place essentially transversely to the longitudinal axis of the tubes (18) and are subsequently guided, with centring, into the receptacle of the gripper heads (21) in a lowering movement of the gripper device (16) executed essentially coaxially to the receiving tenons (51).
     
    2. Method according to Claim 1, characterized in that the advancing movement of the gripper device (16) towards the bobbin tubes (18) in a [...] essentially transverse to the longitudinal axis of the bobbin tubes (18), towards the spinning or twisting machine and at a height at which centring means of the gripper device (16) are located underneath the upper end of the bobbin tubes.
     
    3. Apparatus for carrying out the method according to Claim 1, with a gripper device (16), assigned to each machine side of a spinning or twisting machine, for the automatic changing of bobbins (17), seated on spindles (10), for bobbin tubes (18) which are supplied by means of a transport device (19) extending on the machine side and provided with receiving tenons (51), the gripper device having a gripper bar (20) which extends in the longitudinal direction of the machine and is adjustable by means of a drive and to which are fastened gripper heads (21) arranged according to the spindle pitch and provided in each case with a centring device (32) for the upper end region of the bobbin or bobbin tube and with a gripper element grasping the bobbin or bobbin tube from outside, characterized in that the gripper heads (21) are assigned centring means (38)

    - which have introduction orifices (39) oriented essentially transversely to the longitudinal axis of the gripper bar (20) and transversely to the longitudinal axes of the bobbins (17) or bobbin tubes (18),

    - which lead into the centring devices (32) of the gripper heads (21), the said centring devices (32) being likewise transverse to the longitudinal axis of the gripper bar (20), but parallel to the longitudinal axes of the bobbins (17) or bobbin tubes (18), and

    - which are designed as lateral guides (38a, 38b) on the gripper heads (21), which lateral guides in each case limit the introduction orifice (39) for the bobbin tube (18).


     
    4. Apparatus according to Claim 3, characterized in that, in that height position of the gripper bar (20) in which it executes the advancing movement, the lower edge (40) of the centring means (38) is located underneath the upper edge of the bobbin tubes (18).
     
    5. Apparatus according to Claim 3, characterized in that the lateral guides (38a, 38b) are located on mutually opposite edge regions of the receptacle (32) of the gripper head (21).
     
    6. Apparatus according to Claim 3 or 5, characterized in that the lateral guides (38a, 38b) are connected to one another by means of a connecting wall (38c) in a portion located opposite the introduction orifice (39).
     
    7. Apparatus according to Claim 6, characterized in that the lateral guides (38a, 38b) are formed on a centring means (38) which has an approximately U-shaped cross-section.
     
    8. Apparatus according to one of Claims 3 to 7, characterized in that the centring means (38) are made integrated with the gripper head (21).
     
    9. Apparatus according to one of Claims 3 to 8, characterized in that the centring means (38) are made separate from the gripper head (21) and can be fixed to this.
     
    10. Apparatus according to one of Claims 3 to 9, characterized in that the transport device (19) is provided with receiving tenons (51), the longitudinal axes of which have an inclination relative to the vertical which is directed away from the spinning or twisting machine.
     
    11. Apparatus according to Claim 10, characterized in that a conveyor band (50) receiving the receiving tenons (51) rests on a receiving surface which is arranged at an inclination to the horizontal.
     
    12. Apparatus according to Claim 10, characterized in that a receiving surface for the conveyor band (50) is formed on a horizontal carrier (52), which receiving surface has a region (54'), facing the spinning or twisting machine and elevated by means of a support (53), and a region (54") facing away from the spinning or twisting machine and lowered relative thereto.
     
    13. Apparatus according to Claim 12, characterized in that the support (53) consists of a plastic having good sliding properties.
     


    Revendications

    1. Procédé pour enlever des bobines (17) et monter des tubes vides (18) aux broches (10) d'un côté d'une machine d'un métier à filer ou à retordre, dans lequel des bobines (17) posées sur les broches sont saisies par un dispositif de saisie (16) affecté à chaque côté de la machine, qui est formé avec à chaque fois un logement pour des têtes de saisie (21) contenant la zone d'extrémité du tube vide (18), et sont enfichées sur des tourillons de positionnement (51) d'un dispositif de transport (19) s'étendant contre les côtés de la machine, et dans lequel ensuite les tubes vides (18) amenés au moyen d'un dispositif de transport (19) sont saisis par le dispositif de saisie (16) et placés sur les broches (10), caractérisé en ce que les tubes vides (18) sont guidés dans une zone centrale par un mouvement d'avance du dispositif de saisie (16) s'effectuant essentiellement transversalement à l'axe longitudinal des tubes (18), et sont ensuite guidés, avec centrage dans le logement des têtes de saisie (21), par un mouvement d'abaissement du dispositif de saisie (16) réalisé essentiellement coaxialement aux tourillons de positionnement (51).
     
    2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le mouvement d'avance du dispositif de saisie (16) vers les tubes vides (18) s'effectue dans une direction essentiellement transversale à l'axe longitudinal des tubes vides (18) vers le métier à filer ou à retordre, et à une hauteur à laquelle se trouvent des moyens de centrage du dispositif de saisie (16) en dessous de l'extrémité supérieure des tubes vides.
     
    3. Dispositif pour mettre en oeuvre le procédé selon la revendication 1, avec un dispositif de saisie (16) affecté à chaque côté de la machine d'un métier à filer ou à retordre, pour échanger automatiquement des bobines (17) posées sur des broches (10) contre des tubes vides (18), qui sont amenés au moyen d'un dispositif de transport (19) s'étendant contre le côté de la machine et pourvu de tourillons de positionnement (51), le dispositif de saisie présentant une barre de saisie (20) s'étendant dans la direction longitudinale de la machine, qui est déplaçable au moyen d'un entraînement et auquel sont fixées des têtes de saisie (21) disposées dans l'écartement des broches, qui sont pourvues à chaque fois d'un dispositif de centrage (32) pour la zone d'extrémité supérieure de la bobine ou du tube vide, et d'un élément de saisie entourant la bobine ou le tube vide par l'extérieur, caractérisé en ce qu'aux têtes de saisie (21) sont affectés des moyens de centrage (38),

    - qui présentent des orifices d'entrée (39) orientés essentiellement transversalement à l'axe longitudinal de la barre de saisie (20) et transversalement aux axes longitudinaux des bobines (17) ou des tubes vides (18),

    - qui réalisent la transition dans les dispositifs de centrage (32) des têtes de saisie (21) situés également transversalement à l'axe longitudinal de la barre de saisie (20), mais parallèlement aux axes longitudinaux des bobines (17) ou des tubes vides (18), et

    - qui sont formés en tant que guides latéraux (38a, 38b) contre les têtes de saisie (21), qui délimitent à chaque fois l'orifice d'entrée (39) pour le tube vide (18).


     
    4. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé en ce que le rebord inférieur (40) du moyen de centrage (38) à la hauteur de la barre de saisie (20), à laquelle il effectue le mouvement d'avance, est en dessous du rebord supérieur du tube vide (18).
     
    5. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé en ce que les guides latéraux (38a, 38b) sont disposés dans des zones des bords opposés du logement (32) de la tête de saisie (21).
     
    6. Dispositif selon la revendication 3 ou 5, caractérisé en ce que les guides latéraux (38a, 38b) sont reliés l'un à l'autre au moyen d'une paroi de liaison (38c) dans une portion opposée à l'orifice d'entrée (39).
     
    7. Dispositif selon la revendication 6, caractérisé en ce que les guides latéraux (38a, 38b) sont formés sur un moyen de centrage (38) qui possède une section transversale approximativement en forme de U.
     
    8. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 3 à 7, caractérisé en ce que les moyens de centrage (38) sont formés de manière intégrale avec la tête de saisie (21).
     
    9. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 3 à 8, caractérisé en ce que les moyens de centrage (38) sont réalisés de manière séparée de la tête de saisie (21) et peuvent être fixés sur celle-ci.
     
    10. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 3 à 9, caractérisé en ce que le dispositif de transport (19) est pourvu de tourillons de positionnement (51), dont l'axe longitudinal présente une inclinaison par rapport à la verticale s'écartant du métier à filer ou à retordre.
     
    11. Dispositif selon la revendication 10, caractérisé en ce qu'une courroie de transport (50) portant les tourillons de positionnement (51) repose sur une surface de positionnement, qui est inclinée par rapport à l'horizontale.
     
    12. Dispositif selon la revendication 10, caractérisé en ce qu'une surface de positionnement pour la courroie de transport (50) est formée sur un support horizontal (52), laquelle surface de positionnement possède une zone relevée (54') au moyen d'une base (53), du côté rapproché du métier à filer ou à retordre, et une zone abaissée (54") par rapport à celle-ci, du côté éloigné du métier à filer ou à retordre.
     
    13. Dispositif selon la revendication 12, caractérisé en ce que la base (53) se compose d'un plastique ayant de bonnes propriétés de glissement.
     




    Zeichnung