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EP 0 532 964 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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31.01.1996 Patentblatt 1996/05 |
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Anmeldetag: 29.08.1992 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: B65H 54/80 |
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Drehteller für Faserbandablageeinrichtungen
Coiler head for textile sliver depositing devices
Tête tournante pour dispositifs de dépôt de rubans de fibres textiles
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT |
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Priorität: |
19.09.1991 DE 4131134
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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24.03.1993 Patentblatt 1993/12 |
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Teilanmeldung: |
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95108297.3 / 0670281 |
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Patentinhaber: Rieter Ingolstadt
Spinnereimaschinenbau
Aktiengesellschaft |
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D-85046 Ingolstadt (DE) |
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Erfinder: |
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- Oexler, Rudolf
W-8070 Ingolstadt (DE)
- Hauner, Friedrich
W-8070 Ingolstadt (DE)
- Inderst, Kurt
W-8070 Ingolstadt (DE)
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 3 524 601 DE-B- 1 510 310
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DE-B- 1 115 623 FR-A- 2 302 951
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Drehteller für Faserbandablageeinrichtungen
mit einem Bandkanal.
[0002] Bekannt ist aus der DE-PS 15 10 310 ein Drehteller zum Ablegen von Faserbändern in
Spinnkannen mit einem Kanal, der das Faserband von einem oben und in der Drehachse
des Drehtellers mündenden Eintrittsteil über eine im Grundriß kreisbogenförmige Krümmung
zu einem untenliegenden, tangential zum Drehteller und etwa an dessen Umfang mündenden
Austrittsteil führt. Der Kanal weist zwischen seinem Eintrittsteil und seinem Austrittsteil
ein gerade und radial verlaufendes Zwischenstück auf. Insbesondere bei den modernen,
sehr schnell laufenden Maschinen mit derartigen Drehtellern hat sich herausgestellt,
daß derartige Kanäle zu ungünstigen und ungleichmäßigen Faserbandablagen führen.
[0003] Weiterhin ist aus der DE-PS 11 15 623 bekannt, daß der Kanal aus mindestens zwei
kreisbogenförmig gebogenen Rohrkrümmern teleskopartig zusammengesetzt ist. Durch die
teleskopartige Zusammensetzung der Krümmer kann der Verlauf des Kanals den verschiedenen
Kannendurchmessern angepaßt werden. Die beiden Rohrkrümmer sind an ihre Verbindungsstelle
mit geraden Enden versehen. Neben dem Nachteil des gerade verlaufenden Kanalteils
wie in der oben erwähnten DE-PS 15 10 310 ergibt sich bei dieser Vorichtung noch zusätzlich
der Nachteil, daß das Faserband über eine Rohrkrümmerkante geführt werden muß und
einen veränderten Kanalquerschnitt durchläuft. Insbesondere bei schnellen Maschinen
ist eine derartige Ausführung für eine hohe Genauigkeit bei der Ablage des Faserbandes
und einer schonenden Behandlung des Faserbandes nicht gut geeignet. An der Kante können
sich Ablagerungen bilden, die sich von Zeit zu Zeit ablösen und zu Ungleichmäßigkeiten
in dem Faserband führen.
[0004] Aus der FR-A-2 302 951 ist ein Drehteller zum Ablegen von Multifilamentsträngen aus
synthetischen Materialien in Spinnkannen bekannt. Bei derartigen Multifilamentsträngen
ist eine Ungleichmäßigkeit im Faserkabel (Fehlverzug) bei der Ablage nicht möglich,
da die Filamente nicht gegeneinander verstreckt werden können. Der Krümmungsradius
des Bandkanals ist über die Länge des Bandkanals nicht konstant, sondern verändert
sich.
[0005] In der DE-A-35 24 601 ist ebenfalls ein Faserbandkanal gezeigt, welcher bis zu der
Austrittsöffnung eine Krümmung aufweist. Ein Hinweis auf eine besonders günstige Faserbandablage
durch einen derartigen, nicht näher beschriebenen Bandkanal ist für den Fachmann nicht
zu entnehmen.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es somit, insbesondere bei schnellen Vorichtungen
zum Ablegen von Faserbändern in Spinnkannen durch eine entsprechende Gestaltung des
Drehtellers und des Bandkanals eine in höchstem Maße gleichmäßige und faserbandschonende
Ablage zu gewährleisten.
[0007] Die Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale des Anspruchs 1. Wird der Bandkanal aus
einem Rohrstück mit zwei unmittelbar ineinander übergehenden Kreisbögen gebildet,
so wirken auf das Faserband nur geringe Beschleunigungskräfte. Dadurch, daß kein gerades
Stück zwischen den Kreisbögen angeordnet ist, wird das Faserband in dem Bandkanal
schonend geführt, so daß praktisch keine bleibende Verformung nach der Ablage in der
Spinnkanne in dem Faserband nachzuweisen ist. Diese gleichmäßige und schonende Ablage
des Faserbandes ist bei den modernen, sehr genauen und schnellen Strecken und Karden
von großer Bedeutung, um das zuvor hergestellte genaue Faserband bei der Ablage nicht
wieder zu zerstören.
[0008] Weisen beide Kreisbögen im wesentlichen gleiche Radien auf, so wirkt sich dies positiv
auf die Beschleunigung des Faserbandes aus, da in diesem Fall des Faserbandes in großen
Radien gewunden wird und somit geringe Umlenkkräfte auf das Faserband einwirken.
[0009] Weisen beide Kreisbögen an ihrem Übergang eine gemeinsame Tangente auf, so ist ein
stetiger und kantenfreier Übergang der Kreisbögen gewährleistet.
[0010] Für die Faserbandablage hat sich in vorteilhafterweise herausgestellt, daß der Bandkanal
ausschließlich aus Kreisbögen bestehen soll. Insbesonder das kreisbogenförmige Auslaufen
des Bandkanals wirkt sich auf eine kraftarme Ablage des Faserbandes positiv aus.
[0011] Für eine Neigung der Ebenen, in denen die Kreisbögen angeordnet sind hat sich ein
Winkel von 130° bewährt. Der Übergang des Bandkanals in die Horizontale erfolgt vorzugsweise
unter einem Ablagewinkel von etwa 15°.
[0012] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist der Bandkanal
und/oder eine Abdeckung des Drehtellers aus Edelstahl gefertigt. Dadurch werden geringe
Reibungswerte des Faserbandes erzielt, wodurch sowohl der Verschleiß des Drehtellers
und des Bandkanals, als auch die Beschädigung des Faserbandes in vorteilhafterweise
reduziert werden.
[0013] Die Erfindung wird im folgenden anhand von Ausführungsbeispielen beschrieben. Es
zeigt
Figur 1 einen Drehteller und eine Spinnkanne im Längsschnitt;
Figur 2 eine räumliche Darstellung der Bandkanalebenen;
Figuren 3 bis 5 eine Darstellung des Verlaufs der Mittellinie eines Bandkanals;
Figuren 6 bis 8 eine Darstellung eines Bandkanals.
[0014] Figur 1 zeigt einen Schnitt durch einen erfindungsgemäßen Drehteller 1 mit einem
Bandkanal 2. Faserband tritt in den Bandkanal 2 in einem Einlauf 5 ein, durchläuft
den Bandkanal 2 und tritt an einem Auslauf 6 aus dem Bandkanal 2 wieder aus. Der Einlauf
5 des Bandkanals 2 ist zentrisch in dem Drehteller 1 angeordnet. Eine Gußmasse 4 verbindet
den Bandkanal 2 mit einem Tellerhalter 3. Dadurch ist gewährleistet, daß der Bandkanal
2 stets richtig positioniert ist und durch äußere Einflüsse seine Lage nicht verändert.
Der Bandkanal 2 ist an seinem Auslauf 6 ebenfalls mit einer Gußmasse 8 fixiert. Durch
die Gußmasse 8 wird gewährleistet, daß ein spaltfreier Übergang zwischen dem Bandkanal
2 und dem Drehteller 1 an der Unterseite des Drehtellers 1 gewährleistet ist. In einer
erfindungsgemäßen Ausführung ist die Unterseite des Drehtellers 1 mit einer Abdeckung
7 versehen. Die Abdeckung 7 ist vorteilhafterweise aus Edelstahl hergestellt. Dadurch
wird gewährleistet, daß zwischen dem in einer Spinnkanne 10 abgelegten Faserband und
der Unterseite des Drehtellers 1 äußerst geringe Reibung und wenig Verschleiß auftritt.
Darüber hinaus wird eine aufwendige Bearbeitung des Bodens des Drehtellers 1, insbesondere
Schleifen und Spachteln des Aluminiumgußteiles Drehteller 1 vermieden. Auch muß weniger
Sorgfalt beim Eingießen des Bandkanals 2 mit der Gußmasse 8 in den Drehteller 8 aufgewendet
werden.
[0015] Je nach Faserbandablageeinrichtung und Spinnkanne 10 besteht zwischen Drehteller
1 und Spinnkanne 10 ein mehr oder weniger großer Abstand 9. Die erfindungsgemäße Vorrichtung
bewirkt in vorteilhafter Weise, daß bei einem großen Abstand 9 kein Faserband über
den Spinnkannenrand bei der Ablage hinausgeschleudert wird. Das Faserband wird vielmehr
ohne großer radialer Geschwindigkeitskomponente in der Spinnkanne 10 abgelegt. Dadurch
wird eine besonders gleichmäßige und geordnete Ablage des Faserbandes gewährleistet.
Außerdem ist durch die geordnete Ablage auch ein günstiges Abziehen des Faserbandes
aus der Kanne 10 sichergestellt. Dies wirkt sich insbesondere bei hohen Liefergeschwindigkeiten
aus. Das Herausschleudern des Faserbandes ist insbesondere bei den ersten in der Spinnkanne
10 abgelegten Lagen des Faserbandes bei bekannten gattungsgemäßen Vorrichtungen zu
beobachten.
[0016] Eine Drehachse 11 des Drehtellers 1 ist eine Tangente an dem Einlaufbogen des Bandkanals
2. Durch Drehung des Drehtellers 1 und der Kanne 10 entsteht eine zykloidenförmige
Ablage des Faserbandes in der Spinnkanne 10. Eine Mittellinie 14 des Bandkanals 2
verläuft von der Drehachse 11 am Einlauf 5 des Bandkanals 2 bis zum Auslauf 6 und
stellt im wesentlichen die Verformung des Faserbandes beim Durchlaufen des Bandkanals
2 dar.
[0017] In Figur 2 ist die Mittellinie 14 des Bandkanals 2 in einem XYZ-Koordinatensystem
dargestellt. Das Koordinatensystem ist dabei derart gelegt, daß der Einlauf 5 X und
Y-Werte 0 hat und der Auslauf 6 Y- und Z-Werte 0 hat. Die Mittellinie 14 ist aus zwei
Kreisbögen gebildet. Der erste Kreisbogen weist einen Mittelpunkt M1 auf und bezeichnet
den Auslaufbogen. Der Einlaufbogen hat sein Zentrum in einem Mittelpunkt M2. Beide
Bögen weisen einen gleichen Radius R auf. Durch den gleichen Radius R wird in einer
vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung erreicht, daß das Faserband einer geringstmöglichen
Belastung beim Durchlaufen des Bandkanals 2 ausgesetzt wird. Damit eine gleichmäßige
Kraft auf das Faserband während des gesamten Durchlaufs durch den Bandkanal 2 herrscht,
ist der Radius R möglichst groß zu wählen. Zur Erzielung möglichst großer Radien R
ist es erfindungsgemäß vorteilhaft, wenn die Kreisbögen, die um die Mittelpunkt M1
und M2 geschlagen sind, unmittelbar ineinander übergehen. Die Kreisbögen weisen daher
in einem Wendepunkt W eine gemeinsame Tangente T auf. Das Ende des Auslaufbogens 15
ist bestimmt durch einen festgelegten Ablageradius Ra, einen Ablagewinkel α1 der Austrittstangente
zur Drehtellerbodenfläche, welche der Y-Achse des Koordinatensystems entspricht und
durch eine Höhe H des Bandkanals 2. Zur Erreichung dieser vorgegebenen geometrischen
Abmessungen ist eine Ebene E in welchem der Einlaufbogen 16 sich befindet zu einer
Ebene A, in welcher sich der Auslaufbogen 15 befindet, um einen Winkel δ zueinander
geneigt. Für einen raumsparenden Einbau des Drehtellers 1 in eine Faserbandablageeinrichtung
hat sich als vorteilhaft erwiesen, wenn der Einlaufbogen 16 kürzer als der Auslaufbogen
15 ist. Durch die Neigung der Ebene E in einem Winkel α zur Y-Achse wird ein kurzer
und für das Faserband beschleunigungsarmer Weg durch den Bandkanal 2 gewährleistet.
[0018] Figur 3 zeigt eine Darstellung der Neigung der Ebene E des Einlaufbogens 16 zu der
Ebene A des Auslaufbogens 15. Der Neigungswinkel δ beträgt in dem dargestellten Ausführungsbeispiel
etwa 125°. Die Ebenen E und A schneiden sich in der Tangente T. Die Mittelpunkte M1
und M2 der beiden Kreisbögen des Bandkanals 2 liegen ebenfalls in der Ebene A bzw.
E. Eine Ansicht B der Figur 3 ist in Figur 4 dargestellt. Figur 4 zeigt eine Darstellung
der Mittellinie 14 des Bandkanals 2, bei welcher der Einlaufbogen 16 unverzerrt dargestellt
ist. Der Einlaufbogen 16 weist den Radius R um den Mittelpunkt M2 auf. In dem vorliegenden
Ausführungsbeispiel erstreckt sich der Einlaufbogen 16 über einen Winkel ß1, der hier
etwa 70° beträgt. Der Auslaufbogen 15 um den Mittelpunkt M1 ist in Figur 4 wegen der
Neigung der Ebene A zu der Ebene E verzerrt dargestellt. Figur 4 zeigt neben dem Auslaufbogen
15 und dem Einlaufbogen 16 eine Gerade 12 vor dem Einlaufbogen 16. Die Gerade 12 ist
bei dem Halbfertigprodukt aus fertigungstechnischen Gründen angeordnet. Es wird dadurch
eine toleranzgenaue Biegung der Bögen 15 und 16 gewährleistet, da das Werkstück in
eine Biegevorrichtung eingespannt werden kann. Die Gerade 12 wird bei der Fertigbearbeitung
des Bandkanals 2 von den Bögen 15 und 16 abgetrennt. Durch Entgraten des Einlaufs
5 wird eine reibungsarme Einführung des Faserbandes in den Bandkanal 2 sichergestellt.
[0019] Figur 5 zeigt eine Ansicht in Pfeilrichtung C der Figur 3. In Figur 5 ist der Auslaufbogen
15 unverzerrt dargestellt. Die Mittellinie 14 des Bandkanals 2 weist im Auslaufbogen
15 einen Radius R und den Mittelpunkt M1 auf. Einlaufbogen 16 geht in dem Wendepunkt
W unmittelbar in den Auslaufbogen 15 über. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel
weist der Auslaufbogen 15 einen Winkel ß2 auf, der etwa 127° beträgt. Aus fertigungstechnischen
Gründen ist im Anschluß an den Auslaufbogen 15 beim Halbfertigprodukt eine Gerade
13 angeordnet. Ebenso wie bei der Gerade 12 am Einlaufbogen 16 ist durch die Gerade
13 am Auslaufbogen 15 ein sicheres Einspannen des vorzugsweise Edelstahlrohres, das
für die Bildung des Bandkanals 2 verwendet wird, im Biegewerkzeug sichergestellt.
Die Gerade 13 wird bei der Fertigstellung des Bandkanals 2 abgetrennt. Das Ende des
Auslaufbogen 15 wird vorzugsweise entgratet.
[0020] Figur 6 zeigt einen Bandkanal 2 in einer Ansicht radial zu dem Drehteller 1. Die
beim Fertigprodukt abgetrennten Geraden 12 und 13 sind gestrichelt dargestellt. Es
ist in Figur 6 deutlich zu erkennen, daß der Einlaufbogen 16 in dem Wendepunkt W mit
dem Auslaufbogen 15 eine gemeinsame Tangente T bilden. Sowohl Einlaufbogen 16 als
auch Auslaufbogen 15 weisen denselben Biegeradius R auf. Dies hat sich als besonders
vorteilhaft erwiesen, da hierdurch die Beschleunigungskräfte auf das Faserband besonders
gleichmäßig sind. Dadurch wird eine geordnete Abgabe des Faserbandes erzielt, ohne
daß das Faserband bei der Ablage gegenüber seinem Zustand beim Einlauf in den Bandkanal
2 verändert wurde. Der Auslauf 6 ist derart ausgebildet, daß er mit dem Boden des
Drehtellers 1 plan abschließt. Der Auslaufbogen 15 tritt in den Boden des Drehtellers
2 unter einem Ablagewinkel α1 ein. Als vorteilhaft hat sich für eine verzugsfreie
Ablage des Faserbandes ein Ablagewinkel von 15° herausgestellt. Bei dem dargestellten
Ausführungsbeispiel hat sich ein Radius R von etwa 80mm als besonders schonend für
das Faserband ergeben.
[0021] Figur 7 zeigt eine Darstellung des Bandkanals 2 in Drehrichtung des Drehtellers 1.
Auch hier ist der unmittelbare Übergang des Einlaufbogens 16 in den Auslaufbogen 15
in den Wendepunkt W dargestellt. Die Höhe H des Bandkanals 2 ist durch die baulichen
Voraussetzungen der Faserbandablageeinrichtung vorgegeben. Nach dieser Höhe H und
nach einem weiteren vorgegebenen Ablageradius Ra richtet sich die Wahl der eingesetzten
Kreisbögen für den Einlaufbogen 16 und den Auslaufbogen 15, sowie der Neigung der
Ebenen B und A zueinander.
[0022] In Figur 8 ist eine Ansicht in axialer Richtung des Drehtellers auf den Bandkanal
2 dargestellt. Aus der Darstellung in Figur 8 ist deutlich zu entnehmen, daß bei dem
dargestellten Ausführungsbeispiel ein rundes Rohr als Ausgangsmaterial verwendet wurde.
Erfindungsgemäß können jedoch auch andere Querschnitte für den Bandkanal verwendet
werden. Im dargestellten Ausführungsbeispiel beträgt der Ablageradius Ra etwa 140mm.
Dies hat sich als vorteilhaft erwiesen bei der Ablage von Faserband in Spinnkannen
10 mit einem Durchmesser von 450mm. Dadurch wird eine verzugsfreie Ablage des Faserbandes
bei optimaler Füllung der Spinnkanne 10 mit Faserband gewährleistet.
[0023] Die vorliegende Erfindung ist nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt.
1. Drehteller (1) für Faserbandablageeinrichtungen, insbesondere von Strecken und Karden,
mit einem räumlich gekrümmten Bandkanal (2) mit einem Einlauf (5) und einem Auslauf
(6) für Faserband, dadurch gekennzeichnet, daß der Bandkanal (2) aus einem Rohrstück mit jeweils einem im Bereich des Einlaufs
(5) und einem im Bereich des Auslaufs (6) angeordneten Kreisbogen (15, 16) gebildet
ist, daß jeder der beiden Kreisbögen (15, 16) einen gleichbleibenden Radius aufweist,
daß die beiden Kreisbögen (15, 16) unmittelbar ineinander übergehen und in zwei zueinander
geneigten Ebenen (A, E) angeordnet sind.
2. Drehteller nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beide Kreisbögen (15, 16) im wesentlichen gleichen Radius (R) aufweisen.
3. Drehteller nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß beide Kreisbögen (15, 16) an ihrem Übergang eine gemeinsame Tangente (T) aufweisen.
4. Drehteller nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der eine Kreisbogen (16) am Einlauf (5) des Faserbandes in den Bandkanal (2)
beginnt und/oder der andere Kreisbogen (15) am Auslauf (6) des Faserbandes aus dem
Bandkanal (2) endet.
5. Drehteller nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Neigung der Ebenen (A, E) etwa 130° beträgt.
6. Drehteller nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Bandkanal (2) einen Ablagewinkel (α1) von etwa 15° mit der Unterseite des
Drehtellers einschließt.
7. Drehteller nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Bandkanal (2) und/oder eine Abdeckung (7) des Drehtellers (1) an dessen Unterseite
aus Edelstahl gefertigt ist.
1. A turntable (1) for sliver-depositing devices, in particular of drawing frames and
carding machines, with a sliver channel (2) curved in three dimensions with an inlet
(5) and an outlet (6) for sliver, characterized in that the sliver channel (2) is formed by a tube member with one arc (15) situated in the
region of the inlet (5) and one arc (16) situated in the region of the outlet (6)
respectively, each of the two arcs (15, 16) has a constant radius, the two arcs (15,
16) pass directly into each other and are situated in two planes (A, E) at an inclination with respect to each other.
2. A turntable according to Claim 1, characterized in that the two arcs (15, 16) have a substantially equal radius (R).
3. A turntable according to Claim 1 or 2, characterized in that the two arcs (15, 16) have a common tangent (T) at their transition.
4. A turntable according to one of Claims 1 to 3, characterized in that one arc (16) starts at the inlet (5) of the sliver into the sliver channel (2) and/or
the other arc (15) terminates at the outlet (6) of the sliver out of the sliver channel
(2).
5. A turntable according to one or more of Claims 1 to 4, characterized in that the inclination of the planes (A, E) amounts to substantially 130°.
6. A turntable according to one or more of Claims 1 to 5, characterized in that the sliver channel (2) forms a deposition angle (α1) of substantially 15° with the underside of the turntable.
7. A turntable according to one or more of Claims 1 to 6, characterized in that the sliver channel (2) and/or a cover (7) of the turntable (1) is produced from special
steel on the underside thereof.
1. Plateau tournant (1) pour des dispositifs de dépôt de rubans de fibres textiles, notamment
de bancs d'étirage et de cardes, comportant un canal coudé (2) de ruban avec une entrée
(5) et une sortie (6) pour un ruban de fibres, caractérisé en ce que le canal (2)
de ruban est formé par un tronçon de tuyau présentant respectivement un arc de cercle
(15, 16) dans le domaine de l'entrée (5) et dans le domaine de la sortie (6); en ce
que chacun des deux arcs en cercle (15, 16) présente un rayon invariable et en ce
que les deux arcs en cercle (15, 16) se confondent immédiatement et qu'ils sont disposés
sur deux plans (A, E) inclinés l'un par rapport à l'autre.
2. Plateau tournant selon la revendication 1, caractérisé en ce que les deux arcs en
cercle (15, 16) présentent un rayon essentiellement identique.
3. Plateau tournant selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les deux arcs
en cercle (15, 16) présentent une tangente (T) commune à leur point de transition.
4. Plateau tournant selon une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'un des
arcs en cercle (16) commence à l'entrée (5) du ruban de libres textiles dans le canal
(2) de ruban et/ou l'autre arc en cercle (15) finit à la sortie (6) du ruban de fibres
textiles hors du canal de ruban (2).
5. Plateau tournant selon une ou plusieurs des revendications 1 à 4, caractérisé en ce
que l'inclinaison des plans (A, E) s'élève à environ 130°.
6. Plateau tournant selon une ou plusieurs des revendications 1 à 5, caractérisé en ce
que le canal (2) de ruban renferme un angle (α1) de dépôt d'environ 15° avec la face
inférieure du plateau tournant.
7. Plateau tournant selon une ou plusieurs des revendications 1 à 6, caractérisé en ce
que le canal (2) de ruban et/ou un recouvrement (7) prévu sur la face inférieure du
plateau tournant (1) sont fabriqués en acier spécial.