[0001] Die Erfindung betrifft ein Fenster oder eine Tür mit Schließstücken für den eingebauten
und über Treibstangen betätigbaren Riegelverschluß od. dgl.,
wobei die Schließstücke zur Befestigung an einem aus Kunststoffprofilen, insbesondere
Hohlprofilen, zusammengesetzten Blendrahmen vorgesehen sind, der mit einer längs seiner
Falzflächen verlaufenden, beidseitig hinterschnitten profilierten Nut versehen ist,
wobei einerseits die Nut der Kunststoffprofile einen Verrasteingriff für Fenster-
und Türfunktionsteile, wie z.B. Glashalteleisten, Anschlagleisten und auch die Schließstücke
des Riegelverschlusses, bildet und dabei zumindest eine Längsbegrenzung ihres Öffnungsspaltes
durch einen über die Falzfläche hochragenden Steg gebildet ist,
wobei andererseits jedes Schließstück ein Fußteil hat, das den Öffnungsspalt der Nut
im Kunststoffprofil durchfaßt und mit nach entgegengesetzten Seiten gerichteten Haken
und/oder Nasen in die beidseitigen Hinterschneidungen der Nut im Kunststoffprofil
verrastbar ist,
und wobei das Fußteil jedes Schließstückes oberhalb seiner Haken und/oder Nasen wenigstens
einseitig schneidenartige Vorsprünge trägt, die als Verschiebe-Sicherungselemente
innerhalb des Öffnungsspaltes der Nut quer in das Material der Kunststoffprofile eindringen.
[0002] Beim Bau von Fenstern oder Türen aus Kunststoff-Hohlprofilen ist es bereits seit
langem bekannt, für das Zusammenwirken mit dem in den Flügel eingebauten und über
Treibstangen betätigbaren Riegelverschluß od. dgl. den Blendrahmen mit Schließstücken
auszustatten, die über ein angeformtes Fußteil ausschließlich durch Verrasten in einer
längs der Falzflächen des Blendrahmens verlaufenden, beidseitig hinterschnitten profilierten
Nut festgelegt werden können. Die dabei zum Einsatz gelangenden Schließstücke sind
mit einem bereits vorgeformten, aber noch durch eine dünne Wand verschlossenen Durchlaß
versehen, der nach Durchbrechung der Wand zur Aufnahme einer Befestigungsschraube
geeignet ist, wenn - für besondere Fälle - eine zusätzliche Schraubbefestigung der
Schließstücke an den Kunststoff-Hohlprofilen gewünscht oder gefordert wird.
[0003] Die bekannten Schließstücke sind so ausgelegt, daß sie an den Falzflächen des Blendrahmens
eine relativ große Einbaubreite - etwa 17 mm - benötigen, wobei die dort vorhandene,
beidseitig hinterschnitten profilierte Nut entsprechend breit ausgelegt ist, nämlich
im Bereich ihres Öffnungsspaltes eine Breite von etwa 10 mm aufweist, während sie
im Hinterschneidungsbereich annähernd eine Breite von 14 mm benötigt.
[0004] Es sind zwar auch schon - beispielsweise durch das DE-GM 92 12 670 - Schließstücke
bekannt geworden, die ausschließlich durch Verrastung in Profilnuten an den Falzflächen
der aus Kunststoff-Hohlprofilen zusammengesetzten Blendrahmen festgelegt werden können,
wobei die Profilnuten einen relativ schmalen Öffnungsspalt - etwa 4 mm - haben.
[0005] Abgesehen davon, daß in diesem Falle die Profilnuten an den Falzflächen des Blendrahmens
aber nur eine einseitig hinterschnittene Querschnittsgestalt haben sollen, die bei
marktgängigen Kunststoff-Hohlprofilen weitgehend unüblich ist, benötigen die bekannten
Schließstücke außerhalb der hinterschnittenen Profilnut an den Falzflächen des Blendrahmens
eine relativ große Einbaubreite von mindestens 20 mm.
[0006] Dieser Nachteil der bekannten Schließstücke liegt darin begründet, daß für eine funktionssichere,
aber schraublose Festlegung derselben oberhalb des in die hinterschnitten profilierte
Nut hakenartig eingreifenden Fußteils von diesen eine sogenannte Überschulterungsstütze
von relativ großer Ausladung absteht, die sich als Verrastungs-Widerlager auf den
Falzflächen des Blendrahmens mit einer gewissen Vorspannung abstützen muß. Stellt
sich diese Vorspannung, beispielsweise wegen der unvermeidbaren Fertigungstoleranzen
für die Kunststoff-Hohlprofile, nicht ein oder geht sie, z.B. wegen auftretender Temperaturschwankungen
an den eingebauten Fenstern oder Türen verloren, dann ist auch der sichere Sitz bzw.
die einwandfreie Positionierung der Schießstücke an den Falzflächen des Blendrahmens
nicht auf Dauer gewährleistet.
[0007] Der Erfindung ist das Ziel gesetzt, Fenster oder Türen der eingangs näher spezifizierten
Art mit Schließstücken für den eingebauten und über Treibstangen betätigbaren Riegelverschluß
od. dgl. anzugeben, bei denen die Schließstücke an den Falzflächen des Blendrahmens
nicht nur mit einer relativ geringen Einbaubreite - von etwa 12 mm - auskommen, sondern
zugleich bzw. darüber hinaus auch noch einen dauerhaft festen und/oder verschiebesicheren
Verrastsitz im Bereich einer - üblicherweise - beidseitig hinterschnitten profilierten
Nut an den Falzflächen des Blendrahmens erhalten, die auch noch als Verrasteingriff
für andere Fenster- und Türfunktionsteile, wie z.B. Glashalteleisten und Anschlagleisten,
genutzt werden kann.
[0008] Zur Lösung dieser komplexen Aufgabenstellung sieht die Erfindung vor,
daß das Fußteil der Schließstücke - vorzugsweise auf seiner ganzen Länge - einen sich
von oben nach unten verjüngenden und nur einseitig in einen Haken auslaufenden Querschnitt
hat,
daß im Abstand vom unteren Ende des Fußteils und nach der vom Haken abgewendeten Seite
hin mindestens auf halber Fußteillänge eine Nase widerhakenartig absteht,
daß oberhalb des Fußteils vom Schließstück nach rückwärts ein - relativ kurz bemessener
- Ausleger weggerichtet ist, der den von der Falzfläche hochragenden Steg des Kunststoffprofils
übergreift,
daß der Ausleger eine nach abwärts geführte Leiste aufweist, die eine geringere Profilhöhe
als der Steg des Kunststoffprofils hat,
und daß die Leiste mit ihrer der Hakenseite des Fußteils zugewendeten Flanke die freie
Längsfläche des Steges am Kunststoffprofil wenigstens an ihrer oberen Begrenzungskante
eng hinterfaßt,
während die Leiste mit ihrem freien Ende im Abstand von der Falzfläche des Kunststoffprofils
endet.
[0009] Eine weitere Lösung sieht vor,
daß das Fußteil der Schließstücke - vorzugsweise auf seiner ganzen Länge - einen sich
von oben nach unten verjüngenden und nur einseitig in einen Haken auslaufenden Querschnitt
hat,
daß oberhalb des Fußteils vom Schließstück nach rückwärts ein - relativ kurz bemessener
- Ausleger weggerichtet ist, der den von der Falzfläche hochragenden Steg des Kunststoffprofils
übergreift,
daß der Ausleger eine nach abwärts geführte Leiste aufweist, die eine geringere Profilhöhe
als der Steg des Kunststoffprofils hat, aber mit einer oder mehreren nach abwärts
gerichteten Krallen versehen ist,
und daß die Leiste mit ihrer der Hakenseite des Fußteils zugewendeten Flanke die freie
Längsfläche des Steges am Kunststoffprofil wenigstens an ihrer oberen Begrenzungskante
eng hinterfaßt,
während die Leiste mit ihrem freien Ende im Abstand von der Falzfläche des Kunststoffprofils
endet und ihre Krallen in dessen Falzflächen eindringen bzw. eingreifen.
[0010] Es wurde gefunden, daß durch diese erfindungsgemäße Merkmalsausstattung eines gattungsgemäßen
Fensters oder einer gattungsgemäßen Tür eine den Gebrauchswert desselben bzw. derselben
wesentlich erhöhende, nämlich platzparend konzipierte, Schließstück-Anordnung an aus
Kunststoffprofilen zusammengesetzten Blendrahmen gewährleistet werden kann, die von
Fertigungstoleranzen der Kunststoff-Hohlprofile und beispielsweise von temperaturbedingten
Formänderungen derselben weitestgehend unabhängig ist.
[0011] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die die widerhakenartige(n)
Nase(n) tragende Fläche am Fußteil des Schließstück konvex bogenförmig gekrümmt verläuft,
so daß das Schließstück bei der Montage durch eine längs dieses Bogens unter gleichzeitiger
Kraftanwendung (Druck, Schlag) stattfindende Verlagerungsbewegung mit ihrem Fußteil
in die hinterschnitten profilierte Nut des Blendrahmens eingerückt sowie bei dieser
Einrückbewegung außerhalb der Nut mit dem von der Falzfläche hochragenden Steg des
Kunststoffprofils über den Ausleger und seine Leiste sichernd verklammert werden kann,
während Haken und Nase des Fußteils die Hinterschneidungsbereiche der Profilnut in
den Blendrahmen-Falzflächen verrastend untergreifen.
[0012] Stabilisiert wird der Sitz des Schließstückes an der Falzfläche des Blendrahmens
nach der Erfindung noch dadurch, daß dieses auf gleicher Höhe mit dem Ausleger einen
nach der entgegengesetzten Richtung vorspringenden Stützanschlag aufweist.
[0013] Stützanschlag und Ausleger bilden nämlich miteinander relativ zu Haken und Nase des
Fußteils ein symmetrisches Widerlager, das die rastende Verankerung des Schließstücks
in der beidseitig hinterschnitten profilierten Nut an den Blendrahmen-Falzflächen
gegen Kippmomente optimiert.
[0014] Eine hohe Befestigungsstabilität für das Schließstück am Blendrahmen wird dann erhalten,
wenn erfindungsgemäß der Ausleger und die Leiste sowie auch der Stützanschlag sich
über die gesamte Länge des Fußteils erstrecken.
[0015] Bewährt hat es sich auch, die widerhakenartige Nase mit einer normal von der Widerhakenkante
vorspringenden Schneide zu versehen, weil diese innerhalb der hinterschnittenen Nut
zusätzlich in das Material des Kunststoffhohlprofils zwecks Verbesserung der Verschiebesicherung
eindringt.
[0016] Die übrigen schneidenartigen Vorsprünge des Schließstücks können an der der Leiste
des Auslegers zugewendeten Seitenfläche des Fußteils sitzen und dort eine sich in
Abwärtsrichtung verjüngende Gestalt haben. Es wird hierdurch erreicht, daß sie in
das Material des von Ausleger und Leiste hakenartig umfaßten Steges am Blendrahmen
zwangsläufig eindringen müssen.
[0017] Um eine besonders hohe Befestigungsstabilität für das Schließstück am Blendrahmen
zu erhalten, ist es erfindungsgemäß vorgesehen, daß bei Schließstücken, bei denen
der Ausleger und die Leiste sowie auch der Stützanschlag sich über die gesamte Länge
des Fußteils erstrecken, die Krallen jeweils punktuell von beiden Enden und von der
halben Länge der Leiste abstehen.
[0018] In manchen Fällen kommt es vor, daß die zuletzt angegebenen Schließstücke sehr hohe
Kräfte aufzunehmen haben. Spezielle Schließstücke, die diesen Anforderungen Rechnung
tragen und auch die Besonderheiten unterschiedlicher Profile berücksichtigen, bedeuten
jedoch einen zusätzlichen Herstellungs- und Lageraufwand.
[0019] Der Erfindung liegt daher zusätzlich die Aufgabe zugrunde, mit geringem Aufwand eine
zusätzliche Befestigung eines Schließstückes zu ermöglichen, ohne auf die grundsätzlichen
Vorteile einer schraublosen Befestigung zu verzichten.
[0020] Die Problemlösung wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß der Ausleger eine Vorrichtung
zur lösbar formschlüssigen Kupplung des Schließteils mit einem Befestigungsteil aufweist,
und daß das Befestigungsteil einerseits den Ausleger übergreift und andererseits mittels
Befestigungselementen, z.B. Schrauben, am Blendrahmen festlegbar ist.
[0021] Nach DE-AS 24 36 289 ist ein Beschlagteil bekannt, welches eine Nase aufweist, die
beim Einbau in eine Hinterschneidung eines leistenartigen Vorsprungs des Blendrahmens
eingeschoben wird und das andererseits mit einem Ansatz versehen ist, welcher den
leistenartigen Vorsprung übergreift und sich mittels einer Schraube auf einer Fläche
des Blendrahmens derart abstützt, daß sich das Beschlagteil durch Eindrehen der Schraube
mit der Nase in der Hinterschneidung festklemmt. Diese Ausführung setzt aber eine
grundsätzliche Verwendung der Schraube voraus. Die Schraube bewirkt dabei zwar zunächst
eine Klemmbefestigung, jedoch wird im Laufe der Zeit das Material unterhalb der Schraube
weggedrückt, was besonders bei weicheren Blendrahmenmaterialien zu einer Lockerung
des Beschlagteils führt.
[0022] Eine sehr einfache und daher bevorzugte Ausgestaltung sieht vor, daß die formschlüssige
Kupplung aus mindestens einem von der Oberseite des Auslegers vorstehenden Steg und
einer dazu komplementär geformten Eingriffsausnehmung im Befestigungsteil besteht.
[0023] In einem weiteren Ausführungsbeispiel ist der Steg materialeinheitlich und quer an
den Riegelsteg angeschlossen und hat an seinem dem Riegelsteg zugewandten Ende nahezu
die gleiche Höhe wie der Riegelsteg, wobei diese Höhe zu dem dem Befestigungsteil
zugewendeten Ende hin abfällt.
[0024] Zweckmäßig ist es, daß der Steg senkrecht zum Ausleger verlaufende Hinterschneidungen
aufweist, und mit komplementär dazu ausgeformten Vorsprüngen in der Ausnehmung zusammenwirken
kann.
[0025] Es ist weiterhin sinnvoll, daß der Ausleger durch von dem Befestigungsteil U-förmig
abstehende Schenkel untergreifbar ist.
[0026] Eine weitere vorteilhafte Weiterentwicklung ergibt sich für den Fall, daß der Ausleger
am Schließstück eine nach abwärts geführte Leiste aufweist, die eine geringere Profilhöhe
hat als die Profilhöhe des Steges am Kunststoffprofil, und daß die Leiste mit ihrer
der Hakenseite des Fußteils zugewendeten Flanke die freie Längsfläche des Steges am
Kunststoffprofil wenigstens an ihrer oberen Begrenzungskante eng hinterfaßt, während
sie mit ihrem freien Ende im Abstand von der Falzfläche des Kunststoffprofils endet.
Sie besteht darin, daß die Leiste mit ihrer Außenseite an einer Gegenfläche des Befestigungsteils
anliegt, bzw. abgestützt ist.
[0027] Zweckmäßig ist es in diesem Fall auch, wenn die Leiste Ausschnitte aufweist, die
ein Eingreifen der Schenkel auf der Unterseite des Auslegers ermöglichen.
[0028] Anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen wird der Gegenstand
der Erfindung nachfolgend ausführlich erläutert. Dabei zeigt
- Fig. 1
- die Draufsicht eines Schließstücks für mit eingebautem Riegelverschluß od. dgl., versehene
Fenster oder Türen,
- Fig. 2
- das Schließstück nach Fig. 1 in Pfeilrichtung II gesehen,
- Fig. 3
- das Schließstück nach Fig. 1 in Pfeilrichtung III gesehen,
- Fig. 4
- das Schließstück nach Fig. 2 in Pfeilrichtung IV gesehen,
- Fig. 5
- in beträchtlich größerem Maßstab den erfindungswesentlichen Bereich eines aus Kunststoff-Hohlprofilen
zusammengesetzten Blendrahmens für Fenster oder Türen im Querschnitt mit zugeordnetem
Schließstück zu Beginn von dessen Rast-Befestigungsvorgang,
- Fig. 6
- eine der Fig. 5 entsprechende Darstellung, jedoch nach Vollendung des Rast-Befestigungsvorgangs
für das Schließstück,
- Fig. 7
- eine Teilansicht in Pfeilrichtung VII der Fig. 6,
- Fig. 8
- eine Teilansicht in Pfeilrichtung VIII der Fig.6,
- Fig. 9
- eine Draufsicht eines Schließstücks für mit eingebautem Riegelverschluß od. dgl.,
versehene Fenster oder Türen, mit zusätzlichem Befestigungsteil,
- Fig. 10
- eine Draufsicht des Schließstücks mit Befestigungsteil nach Fig. 1, aber an einem
Blendrahmen montiert,
- Fig. 11
- eine Seitenansicht von Fig. 1,
- Fig. 12
- eine Seitenansicht von Fig. 2,
- Fig. 13
- die Draufsicht eines anderen Ausführungsbeispieles mit zusätzlichem Befestigungsteil,
- Fig. 14
- die Draufsicht einer weiteren Kupplungsausführung zwischen Schließstück und Befestigungsteil.
[0029] Die Fig. 1 bis 4 der Zeichnung zeigen - etwa in doppelter Vergrößerung - verschiedene
Ansichten (Draufsicht, Seitenansicht, Rückansicht, Unteransicht) eines Schließstücks
1 zur Befestigung an einem aus Kunststoffprofilen, insbesondere Kunststoff-Hohlprofilen,
zusammengesetzten Blendrahmen von Fenstern oder Türen, wie es für das Zusammenwirken
mit einem in den zugehörigen Flügel des Fensters oder der Tür eingebauten und über
Treibstangen betätigbaren Riegelverschluß od. dgl. benötigt wird.
[0030] Das Schließstück 1 kann dabei als Formteil aus metallischem Werkstoff, beispielsweise
Druckguß, aber auch als solches aus formfestem Kunststoffmaterial, z.B. Spritzguß,
gefertigt sein. Es weist den eigentlichen Riegelsteg 2 auf, mit dem ein Riegelansatz
an der Treibstange des flügelseitigen Riegelverschlusses in und außer Wirkverbindung
treten kann. An die Unterseite des Riegelsteges 2 schließt sich, vorzugsweise einstückig
und über dessen gesamte Länge hinweg, ein Fußteil 3 an, das an seinem unteren Ende
und an der vom Riegelsteg 2 abgewandten Seite in einen Haken 4 ausläuft. Von der dem
Haken 4 abgewendeten Seitenfläche 5 des Fußteils 3 steht im Abstand von dessen unterem
Ende mindestens auf halber Fußteillänge eine Nase 6 widerhakenartig ab, wie das deutlich
aus Fig. 2 hervorgeht. In Fig. 4 wird angedeutet, das eine Nase 6 auf halber Fußteillänge
von der Seitenfläche 5 des Fußteils 3 angebracht ist. Jedoch können solche Nasen 6
auch an anderen Stellen über die Fußteillänge verteilt vorgesehen werden. Auch die
Anzahl dieser Nasen 6 kann bedarfsweise variiert werden.
[0031] Der Haken 4 sollte sich vorzugsweise ununterbrochen über die ganze Länge des Fußteils
3 erstrecken. Er kann aber natürlich auch eine in Längsrichtung mehrfach unterbrochene
Gestaltung erhalten.
[0032] Besonders den Fig. 2, 5 und 6 läßt sich entnehmen, daß das Fußteil 3 des Schließstücks
1 einen sich von unten nach oben verjüngenden und in den einseitigen Haken 4 auslaufenden
Querschnitt hat, wobei seine die widerhakenartige(n) Nase(n) 6 tragende Seitenfläche
5 zweckmäßigerweise konvex bogenförmig gekrümmt verläuft. Die oberhalb des Hakens
4 gelegene Seitenfläche 7 desselben ist im wesentlichen eben ausgeführt.
[0033] Oberhalb des Fußteils 3 und im Anschluß an dessen ebene Seitenfläche 7 ist vom Schließstück
1 ein kurzer und etwa waagerechter Ausleger 8 weggerichtet, an dessen Unterseite sich
eine Leiste 9 anschließt. Deren der Seitenfläche 7 des Fußteils 3 zugewendete Flanke
10 schließt zur Unterseite des Auslegers 8 einen Winkel ein, welcher vorzugsweise
etwas größer als 90° bemessen ist.
[0034] Erkennbar ist aus den Fig. 2, 5 und 6 der Zeichnung, daß der Fußteil 3 des Schließstücks
1 eine Profilhöhe 11 hat, die wesentlich größer bemessen ist, als die Profilhöhe 12
der vom Ausleger 8 nach unten abstehenden Leiste 9.
[0035] An die Unterseite des Auslegers 8 und die Seitenfläche 7 des Fußteils 3 ist - mindestens
auf halber Fußteillänge, vorzugsweise jedoch mehrfach über diese verteilt angeordnet
- ein schneidenartiger Vorsprung 14 angeformt, wie das nicht nur den Fig. 2, 5 und
6, sondern noch deutlicher der Fig. 8 entnommen werden kann. In der Eckzone zwischen
der Unterseite des Auslegers 8 und der Flanke 10 der Leiste 9 kann im Bereich jedes
schneidenartigen Vorsprungs 14 als Toleranz-Ausgleichselement noch ein kleiner Nocken
15 ausgeformt sein.
[0036] Aus Fig. 7 ist ein Ausführungsbeispiel zu entnehmen, bei dem - abweichend von Fig.
4 - die widerhakenartig aus der konvex bogenförmig gekrümmten Seitenfläche 5 des Fußteils
3 vorstehende Nase 6 mit mindestens einer normal von ihrer Widerhakenkante 16 vorspringenden
Schneide 17 ausgestattet ist.
[0037] Bei dem in Fig. 4 gezeigten Ausführungsbeispiel, ist die bogenförmig aus der konvex
gekrümmten Seitenfläche 5 des Fußteils 3 vorstehende Nase 6 in einer Spitze 13 auslaufend.
[0038] Es ist auch noch wichtig, daß das Schließstück 1 auf gleicher Höhe mit dem Ausleger
8 einen nach der entgegengesetzten Richtung vorspringenden Stützanschlag 18 aufweist,
welcher jeweils in den Fig. 2, 4 und 5 bis 7 der Zeichnung zu sehen ist.
[0039] In den Fig. 5 und 6 der Zeichnung wird der erfindungswesentliche Teilbereich eines
aus Kunststoff-Hohlprofilen zusammengesetzten Blendrahmens 19 für ein Fenster oder
eine Tür gezeigt, an dem die Schließstücke 1 ausschließlich durch Verrastung - also
ohne Benutzung von zusätzlichen Befestigungsschrauben - funktionssicher festgelegt
werden sollen. Im Anschluß an die raumeinwärts gerichtete Stirnfläche 20 der den Blendrahmen
19 bildenden Kunststoff-Hohlprofile sind diese an der Seite ihrer Falzfläche 21 mit
einer in Profil-Längsrichtung verlaufend eingeformten Nut 22 ausgestattet. Diese weist
einen relativ schmalen Öffnungsspalt 23 auf und hat im Anschluß an diesen beidseitig
und in verschiedenen Höhenlagen jeweils eine Hinterschneidung 24 bzw. 25. Die der
raumseitigen Stirnfläche 20 näher liegende Hinterschneidung 24 ist dabei etwa auf
gleicher Höhe mit der Falzfläche 21 ausgebildet, während die andere Hinterschneidung
25 eine unter das Niveau der Falzfläche 21 versetzte Lage einnimmt sowie unterhalb
eines über die Falzfläche 21 hochragenden Steges 26 des Kunststoff-Hohlprofils liegt.
Die Höhe 27 des Steges 26 entspricht dabei mindestens der Dicke 28 eines Hakenansatzes
29 des Kunststoff-Hohlprofils, welcher in der Nut 22 im Anschluß an den Öffnungsspalt
23 die Hinterschneidung 24 nach oben begrenzt.
[0040] Die Art und Weise der Anbringung und die daraus resultierende Festlegung der Schließstücke
1 am Blendrahmen 19 eines Fensters oder einer Tür läßt sich besonders deutlich an
den Fig. 5 und 6 der Zeichnung nachvollziehen.
[0041] Im Bereich der mit den Hinterschneidungen 24 und 25 ausgestatteten Nut 22 der Kunststoff-Hohlprofile
wird das Schließstück 1 zunächst in der aus Fig. 5 ersichtlichen Lage in den Öffnungsspalt
23 eingeführt. Dann wird auf dieses Schließstück 1, beispielsweise auf dessen Riegelsteg
2, eine Kraftwirkung (Druck oder Schlag) etwa in Pfeilrichtung 30 ausgeübt. Unter
Verschwenkung um den vom Ausleger 8 und dessen Leiste 9 umfaßten Steg 26 des Kunststoff-Hohlprofils
dringt dann das Fußteil 3 weiter nach unten in die Nut 22 ein, während sich der den
Hakenansatz 29 tragende und der raumseitigen Stirnfläche 20 benachbarte Abschnitt
des Kunststoff-Hohlprofils elastisch etwas verformt, bis der Stützanschlag 18 auf
die Oberseite des Hakenansatzes 29 trifft und die Unterseite des Auslegers 8 flach
auf der oberen Endfläche des Steges 26 aufliegt. Das gesamte Schließstück 1 nimmt
dann die aus Fig. 6 ersichtliche Lage relativ zum Kunststoff-Hohlprofil des Blendrahmens
19 ein.
[0042] Der Haken 4 des Fußteils 3 ist seitwärts in die Hinterschneidung 25 eingerückt, während
jede Nase 6 mit ihrer Widerhakenkante 16 die Hinterschneidung 24 unterfaßt sowie mit
der Schneide 17 in die Unterkante des Hakenansatzes 29 eindringt.
[0043] Weiterhin dringen die schneidenartigen Vorsprünge 14 keilartig von oben her in den
Steg 26 des Kunststoff-Hohlprofils am Blendrahmen 19 ein und die Nocken 15 legen sich
zwecks Toleranzausgleichs stützend gegen die vom Öffnungsspalt 23 abgewendete Oberkante
des Steges 26 an.
[0044] Da die Profilhöhe 12 der vom Ausleger 8 nach unten abstehenden Leiste 9 geringer
bemessen ist, als die Höhe 27 des von der Falzfläche 21 des Blendrahmens 19 hochragenden
Steges 26, kann deren unteres Ende die Falzfläche 21 des Blendrahmens zu keiner Zeit
berühren. Es ist aber auch möglich, daß von diesem Ende der Leiste 9 mehrere Krallen
31 punktuell nach abwärts gerichtet sind, die in die Falzfläche 21 des Blendrahmens
19 eindringen bzw. eingreifen und dadurch das Schließstück 1 selbsttätig verschiebesicher
am Blendrahmen 19 fixieren. Nach Fig. 3 der Zeichnung ist je eine Kralle 31 an beiden
Enden und auf halber Länge der Leiste 9 vorgesehen.
[0045] Durch die besondere Art des Zusammenwirkens des Fußteils 3, des Auslegers 8, der
mit den Krallen 31 versehenen Leiste 9 und des Stützanschlags 18 am Schließstück 1
mit dem Blendrahmen 19 im Bereich der die Hinterschneidungen 24 und 25 aufweisenden
Nut 22 und mit dem ihrem Öffnungsspalt 23 benachbarten Steg 26 ergibt sich eine ohne
weitere Befestigungsmittel (Schrauben) auskommende Befestigungsart für die Schließstücke
1, welche allen aus der Benutzung der flügelseitigen Riegelverschlüsse resultierenden
Kraftwirkungen und Beanspruchungen sicher widersteht.
[0046] Andererseits ist es aber relativ leicht, die einzelnen Schließstücke 1 im Bedarfsfalle
durch gerichtete Kraftausübung mit der die Hinterschneidungen 24 und 25 enthaltenden
Nut 22 zu entkuppeln.
[0047] Wie in Fig. 9 gezeigt ist, kann für den Fall, daß die Riegelverschlüsse sehr hohe
Kräfte aufnehmen müssen oder besondere Sicherheitsanforderungen an die Befestigung
der Schließstücke 1 gestellt sind , ein Befestigungsteil 32 zusätzlich zur bestehenden
Rastbefestigung verwendet werden. Das Befestigungsteil 32 besitzt eine Durchgangsöffnung
33, die ein Durchtreten eines - nicht dargestellten - Befestigungselementes ermöglicht.
Vorzugsweise wird als Befestigungselement eine im Fenster- und Türenbau übliche Senkkopfschraube
verwendet, deren Kopf von der Senkung 34 aufgenommen wird. Die Schraubenmittelachse
35 der Durchdringungsöffnung 33 liegt dabei, wie in Fig. 10 zu erkennen ist, außerhalb
des Auslegers 8 wenn das Befestigungsteil 32 ordnungsgemäß mit dem bereits am Blendrahmen
19 verankertem Schließstück 1 in Halteeingriff gebracht ist.
[0048] Das Befestigungsteil 32 hat einen im Grundriß z.B. halbkreisförmigen Grundkörper
36 an den sich einstückig ein in Richtung des Schließstücks 1 weisender Arm 37 anschließt.
Der Arm 37 weist in seiner Unterseite eine beispielsweise als Schlitz gestaltete Eingriffsausnehmung
39 auf. Der Arm 37 endet mit einer Kante 40, die parallel zur einer Kante 41 des Grundkörpers
36 verläuft. Das Schließstück 1 hat auf der Oberseite 42 des Auslegers 8 einen Steg
43, der im Beispiel quer zum Riegelsteg 2 verläuft und an seinem dem Riegelsteg 2
zugewendeten Ende 44 materialeinheitlich mit diesem ausgebildet ist, während das dem
Befestigungsteil 32 zugewendete Ende 45 abfällt, bis es auf die Höhe der Oberseite
42 des Auslegers 8 ausläuft. Dadurch ergibt sich, wie in Fig. 11 gut zu erkennen,
eine Dreiecksform des Steges 43. Der Steg 43 ist mit senkrecht zum Ausleger 8 verlaufenden
Hinterschneidungen 46 versehen (Fig. 9), denen in der Eingriffsausnehmung 39 komplementär
dazu geformte Vorsprünge 47 zugeordnet sind. Die Eingriffsausnehmung 39 und der Steg
43 erhalten dadurch eine genau definierte Lage zueinander, da die Vorsprünge 47 mit
den Hinterschneidungen 46 eine formschlüssige Führung senkrecht zum Ausleger 8 bilden,
wobei die Abstände dabei so abgestimmt sind, daß einerseits die Kante 40 an den Riegelsteg
2 und andererseits die Kante 41 an die Endkante des Auslegers 8 anstößt.
[0049] Fig. 10 zeigt die Draufsicht eines am Blendrahmen 19 montierten Schließstücks 1 und
des zusätzlich daran angreifenden Befestigungsteils 32. Das Befestigungsteil 32 übergreift
einerseits mit dem Arm 37 den Ausleger 8 und stützt sich andererseits mit dem Grundkörper
36 auf der Falzfläche 21 des Blendrahmens 19 ab (Fig. 12).
[0050] Die lösbare Kupplung erlaubt es, das Schließstück 1 in bereits beschriebener Art
und Weise zu montieren und jederzeit nachträglich bzw. bedarfsweise das Befestigungsteil
32 zuzufügen. Hierfür wird nur geringfügiger zusätzlicher Raum auf der Falzfläche
21 benötigt, der über die Tiefe 48 des Grundkörpers 36 nicht hinausgeht. Die Schraubachse
35 liegt, wie bereits erwähnt, neben dem Ausleger 8, so daß keine bei normaler schraubenloser
Befestigung störend wirkende Kanten oder Durchbrüche in diesem notwendig werden. In
Fig. 10 ist gut zu erkennen, daß das Befestigungsteil 32 sowohl mit seiner Kante 40
an den Riegelsteg 2 als auch seiner Kante 41 an den Ausleger 8 des Schließstücks 1
stößt und dadurch eine zusätzliche Stützwirkung erreicht.
[0051] Fig. 11 zeigt in einer Seitenansicht, wie das Befestigungsteil 32 mit dem Schließstück
1 zusammengeführt wird. Der Steg 43 stützt, wie bereits erwähnt, durch seine Dreiecksform
den Riegelsteg 2 gegen den Ausleger 8 ab und bietet daher der Senkung 34 ausreichend
Raum. Die Höhe 49 des Armes 37 entspricht dabei nahezu der Höhe 50 des Riegelstegs
2. Ebenso ist das Maß 51, um das der Grundkörper 36 den Arm 37 nach unten überragt,
auf die Höhe 12 der Leiste 9 am Schließstück 1 abgestimmt. Das Maß 53 wird auf das
Maß 54 so abgestimmt, daß die Kante 40 des Armes 37 am Riegelsteg 2 anliegt und die
Kante 41 des Grundkörpers 36 an die Begrenzung der Leiste 9 reicht.
[0052] In Fig. 12 ist das fertig montierte Schließstück 1 in einer Seitenansicht mit dem
Befestigungsteil 32 an einem Blendrahmen 19 zu sehen. Das Befestigungsteil 32 übergreift
den Ausleger 8 mit dem Arm 37 auf seiner gesamten Breite und stützt sich mit dem Grundkörper
36 auf der Falzfläche 21 ab. Der Ausleger 8 wird dadurch auf den Steg 26 niedergedrückt
und es wird ein Kippen oder Ausweichen des Schließstückes 1 verhindert. Zusätzlich
wird das Schließstück in Längsrichtung mit der den Steg 43 umgreifenden Eingriffsausnehmung
39 in Längsrichtung lagenfixiert.
[0053] Fig. 13 zeigt in Draufsicht ein Ausführungsbeispiel, bei dem am Grundkörper 36 des
Befestigungsteils 32 parallel zur Längsachse des Schließstücks 1 verlaufende Ausleger
55 in quer zu dieser Richtung abgewinkelten Schenkeln 56 enden. Die Schenkel 56 können
dabei den Ausleger 8 untergreifen und in Ausschnitte 57 der Leiste 9 einrücken. Bei
diesem Ausführungsbeispiel ist die Montage des Befestigungsteils 32 nur von der Seite
aus quer zum Riegelsteg 2 möglich. Daher ist eine derartige Kupplungsverbindung nur
bei einer breiten Falzfläche 21 oder aber schon vor dem Einsetzen des Schließstücks
1 möglich.
[0054] In Fig. 14 ist eine Ausführungsform der Erfindung dargestellt, bei der das Schließstück
1 auf der Oberseite 42 des Auslegers 8 zwei parallele Stege 58 aufweist, die einen
Zwischenraum 59 seitlich begrenzen. Das Befestigungsteil 32 greift bei der Montage
mit seinem Arm 37 in diesen Zwischenraum 59 ein und überlappt dort den Ausleger 8.
Durch die beiden Stege 58 wird eine besonders stabile Verbindung des Auslegers 8 mit
dem Riegelsteg 2 erreicht.
[0055] Zusätzlich soll erwähnt werden, daß falls ausreichend Raum an der Falzfläche 21 vorhanden
ist, das Befestigungsteil 32 selbstverständlich symmetrisch ausgebildet werden und
einen zweiten in entgegengesetzte Richtung zum Arm 37 weisende Arm aufweisen kann
um die Montage zu erleichtern.
Auch die Höhe 38 des Grundkörpers 36 kann durch Anpassung an unterschiedliche Blendrahmenprofile
variieren.
[0056] Selbstverständlich ist der Formschluß der Verbindung des Schließstücks 1 mit dem
Befestigungsteil 32 auch über Zapfen-Lochverbindungen denkbar. Schließlich sind die
in den Fig. 1 bis 4 dargestellten Lösungen des an den Riegelsteg 2 materialeinheitlich
anschließenden Steges 43 auch geeignet, auf den Riegelsteg 2 ausgeübte Kräfte auf
den Ausleger 8 zu übertragen und so die Stabilität des Schließstückes 1 zu erhöhen.
Bezugszeichenliste:
[0057]
- 1
- Schließstück
- 2
- Riegelsteg
- 3
- Fußteil
- 4
- Haken
- 5
- Seitenfläche (konvex bogenförmig gekrümmt)
- 6
- Nase
- 7
- Seitenfläche (eben)
- 8
- Ausleger
- 9
- Leiste
- 10
- Flanke
- 11
- Profilhöhe des Fußteils 3
- 12
- Profilhöhe der Leiste 9
- 13
- Schneide
- 14
- schneidenartiger Vorsprung
- 15
- Nocken
- 16
- Widerhakenkante
- 17
- Spitze
- 18
- Stützanschlag
- 19
- Blendrahmen
- 20
- raumseitige Stirnfläche
- 21
- Falzfläche
- 22
- Nut
- 23
- Öffnungsspalt
- 24
- Hinterschneidung
- 25
- Hinterschneidung
- 26
- Steg
- 28
- Dicke
- 29
- Hakenansatz
- 30
- Pfeilrichtung
- 31
- Kralle
- 32
- Befestigungsteil
- 33
- Durchgangsöffnung
- 34
- Senkung
- 35
- Schraubenmittelachse
- 36
- Grundkörper
- 37
- Arm
- 39
- Eingriffsausnehmung
- 40
- Kante
- 41
- Kante
- 42
- Oberseite
- 43
- Steg
- 44
- Ende
- 45
- Ende
- 46
- Hinterschneidungen
- 47
- Vorsprünge
- 48
- Tiefe
- 49
- Höhe
- 50
- Höhe
- 51
- Maß
- 53
- Maß
- 54
- Maß
- 55
- Ausleger
- 56
- Schenkel
- 57
- Ausschnitte
- 58
- Stege
- 59
- Zwischenraum
1. Fenster oder Tür mit Schließstücken (1) für den eingebauten und über Treibstangen
betätigbaren Riegelverschluß od. dgl., wobei die Schließstücke (1) zur Befestigung
an einem aus Kunststoffprofilen, insbesondere Hohlprofilen, zusammengesetzten Blendrahmen
(19) vorgesehen sind, der mit einer längs seiner Falzflächen (21) verlaufenden, beidseitig
hinterschnitten (24, 25) profilierten Nut (22) versehen ist, wobei einerseits die
Nut (22) der Kunststoffprofile einen Verrasteingriff für Fenster- und Türfunktionsteile,
wie z.B. Glashalteleisten, Anschlagleisten und auch die Schließstücke (1) des Riegelverschlusses,
bildet und dabei zumindest eine Längsbegrenzung ihres Öffnungsspaltes (23) durch einen
über die Falzfläche (21) hochragenden Steg (26) gebildet ist,
wobei andererseits jedes Schließstück (1) ein Fußteil (3) hat, das den Öffnungsspalt
(23) der Nut (22) im Kunststoffprofil durchfaßt und mit nach entgegengesetzten Seiten
gerichteten Haken (4) und/oder Nasen (6) in die beidseitigen Hinterschneidungen (25
und 24) der Nut (22) im Kunststoffprofil verrastbar ist,
und wobei das Fußteil (3) jedes Schließstücks (1) oberhalb seiner Haken (4) und/oder
Nasen (6) wenigstens einseitig schneidenartige Vorsprünge (14) trägt, die als Verschiebe-Sicherungselemente
innerhalb des Öffnungsspaltes (23) der Nut (22) quer in das Material der Kunststoffprofile
eindringen,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Fußteil (3) der Schließstücke (1) - vorzugsweise auf seiner ganzen Länge -
einen sich von oben nach unten verjüngenden und nur einseitig in einen Haken (4) auslaufenden
Querschnitt hat,
daß im Abstand vom unteren Ende des Fußteils (3) und nach der vom Haken (4) abgewendeten
Seite (5) hin mindestens auf halber Fußteillänge eine Nase (6) widerhakenartig absteht,
daß oberhalb des Fußteils (3) vom Schließstück (1) nach rückwärts ein Ausleger (8)
weggerichtet ist, der den von der Falzfläche (21) hochragenden Steg (26) des Kunststoffprofils
übergreift,
daß der Ausleger (8) eine nach abwärts geführte Leiste (9) aufweist, die eine geringere
Profilhöhe (12) hat als die Profilhöhe (27) des Steges (26) am Kunststoffprofil, und
daß die Leiste (9) mit ihrer der Hakenseite (7) des Fußteils (3) zugewendeten Flanke
(10) die freie Längsfläche des Steges (26) am Kunststoffprofil wenigstens an ihrer
oberen Begrenzungskante eng hinterfaßt, während die Leiste (9) mit ihrem freien Ende
im Abstand von der Falzfläche (21) des Kunststoffprofils endet.
2. Fenster oder Tür mit Schließstücken (1) für den eingebauten und über Treibstangen
betätigbaren Riegelverschluß od. dgl., wobei die Schließstücke (1) zur Befestigung
an einem aus Kunststoffprofilen, insbesondere Hohlprofilen, zusammengesetzten Blendrahmen
(19) vorgesehen sind, der mit einer längs seiner Falzflächen (21) verlaufenden, beidseitig
hinterschnitten (24, 25) profilierten Nut (22) versehen ist, wobei einerseits die
Nut (22) der Kunststoffprofile einen Verrasteingriff für Fenster- und Türfunktionsteile,
wie z.B. Glashalteleisten, Anschlagleisten und auch die Schließstücke (1) des Riegelverschlusses,
bildet und dabei zumindest eine Längsbegrenzung ihres Öffnungsspaltes (23) durch einen
über die Falzfläche (21) hochragenden Steg (26) gebildet ist,
wobei andererseits jedes Schließstück (1) ein Fußteil (3) hat, das den Öffnungsspalt
(23) der Nut (22) im Kunststoffprofil durchfaßt und mit nach entgegengesetzten Seiten
gerichteten Haken (4) und/oder Nasen (6) in die beidseitigen Hinterschneidungen (25
und 24) der Nut (22) im Kunststoffprofil verrastbar ist,
und wobei das Fußteil (3) jedes Schließstücks (1) oberhalb seiner Haken (4) und/oder
Nasen (6) wenigstens einseitig schneidenartige Vorsprünge (14) trägt, die als Verschiebe-Sicherungselemente
innerhalb des Öffnungsspaltes (23) der Nut (22) quer in das Material der Kunststoffprofile
eindringen,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Fußteil (3) der Schließstücke (1) - vorzugsweise auf seiner ganzen Länge -
einen sich von oben nach unten verjüngenden und nur einseitig in einen Haken (4) auslaufenden
Querschnitt hat,
daß oberhalb des Fußteils (3) vom Schließstück (1) nach rückwärts ein Ausleger (8)
weggerichtet ist, der den von der Falzfläche (21) hochragenden Steg (26) des Kunststoffprofils
übergreift,
daß der Ausleger (8) eine nach abwärts geführte Leiste (9) aufweist, die eine geringere
Profilhöhe (12) hat als die Profilhöhe (27) des Steges (26) am Kunststoffprofil, aber
mit einer oder mehreren nach abwärts gerichteten Krallen (31) versehen ist,
und daß die Leiste (9) mit ihrer der Hakenseite (7) des Fußteils (3) zugewendeten
Flanke (10) die freie Längsfläche des Steges (26) am Kunststoffprofil wenigstens an
ihrer oberen Begrenzungskante eng hinterfaßt, während die Leiste (9) mit ihrem freien
Ende im Abstand von der Falzfläche (21) des Kunststoffprofils endet und ihre Krallen
(31) in dessen Falzfläche (21) eindringen bzw. eingreifen.
3. Fenster oder Tür mit Schließstücken (1) für den eingebauten und über Treibstangen
betätigbaren Riegelverschluß od. dgl., wobei die Schließstücke (1) zur Befestigung
an einem aus Kunststoffprofilen, insbesondere Hohlprofilen, zusammengesetzten Blendrahmen
(19) vorgesehen sind, der mit einer längs seiner Falzflächen (21) verlaufenden, beidseitig
hinterschnitten (24, 25) profilierten Nut (22) versehen ist, wobei einerseits die
Nut (22) der Kunststoffprofile einen Verrasteingriff für Fenster- und Türfunktionsteile,
wie z.B. Glashalteleisten, Anschlagleisten und auch die Schließstücke (1) des Riegelverschlusses,
bildet und dabei zumindest eine Längsbegrenzung ihres Öffnungsspaltes (23) durch einen
über die Falzfläche (21) hochragenden Steg (26) gebildet ist, wobei andererseits jedes
Schließstück (1) ein Fußteil (3) hat, das den Öffnungsspalt (23) der Nut (22) im Kunststoffprofil
durchfaßt und mit nach entgegengesetzten Seiten gerichteten Haken (4) und/oder Nasen
(6) in die beidseitigen Hinterschneidungen (25 und 24) der Nut (22) im Kunststoffprofil
verrastbar ist, wobei das Fußteil (3) jedes Schließstücks (1) oberhalb seiner Haken
(4) und/oder Nasen (6) wenigstens einseitig schneidenartige Vorsprünge (14) trägt,
die als Verschiebe-Sicherungselemente innerhalb des Öffnungsspaltes (23) der Nut (22)
quer in das Material der Kunststoffprofile eindringen, wobei das Fußteil (3) - vorzugsweise
auf seiner ganzen Länge - einen sich von oben nach unten verjüngenden und nur einseitig
in einen Haken (4) auslaufenden Querschnitt hat, wobei im Abstand vom unteren Ende
des Fußteils (3) und nach der vom Haken (4) abgewendeten Seite (5) hin mindestens
auf halber Fußteillänge eine Nase (6) widerhakenartig absteht, und wobei oberhalb
des Fußteils (3) vom Schließstück (1) nach rückwärts ein Ausleger (8) weggerichtet
ist, der den von der Falzfläche (21) hochragenden Steg (26) des Kunststoffprofils
übergreift,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Ausleger (8) eine Vorrichtung zur lösbar formschlüssigen Kupplung des Schließteils
(1) mit einem Befestigungsteil (32) aufweist, und daß das Befestigungsteil (32) einerseits
den Ausleger (8) übergreift und andererseits mittels Befestigungselementen, z.B. Schrauben,
am Blendrahmen (19) festlegbar ist.
4. Fenster oder Tür mit Schließstücken nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die die widerhakenartige Nase (6) tragende Fläche (5) am Fußteil (3) des Schließstückes
(1) konvex bogenförmig gekrümmt verläuft.
5. Fenster oder Tür mit Schließstücken nach einem der Ansprüche 1 und 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Schließstück (1) auf gleicher Höhe mit dem Ausleger (8) einen nach der entgegengesetzten
Richtung vorspringenden Stützanschlag (18) aufweist.
6. Fenster oder Tür mit Schließstücken nach einem der Ansprüche 1, 4 und 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Ausleger (8) und die Leiste (9) sowie der Stützanschlag (18) sich über die
gesamte Länge des Fußteils (3) erstrecken.
7. Fenster oder Tür mit Schließstücken nach einem der Ansprüche 1 und 4 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die widerhakenartige Nase (6) mit einer normal von der Widerhakenkante (16) vorspringenden
Schneide (17) versehen ist.
8. Fenster oder Tür mit Schließstücken nach einem der Ansprüche 1 und 4 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die schneidenartigen Vorsprünge (14) an der der Leiste (9) des Auslegers (8) zugewendeten
Seitenfläche (7) des Fußteils (3) sitzen und eine sich in Abwärtsrichtung verjüngende
Gestalt haben.
9. Fenster oder Tür mit Schließstücken nach Anspruch 2, bei dem der Ausleger (8) und
die Leiste (9) sowie der Stützanschlag (18) sich über die gesamte Länge des Fußteils
(3) erstrecken,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Krallen (21) jeweils punktuell von beiden Enden und von der halben Länge der
Leiste (9) abstehen.
10. Fenster oder Tür nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die formschlüssige Kupplung aus mindestens einem von der Oberseite (42) des Auslegers
(8) vorstehenden Steg (43) und einer dazu komplementär geformten Eingriffsausnehmung
(39) im Befestigungsteil (32) besteht.
11. Fenster oder Tür nach einem der Ansprüche 3 oder 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Steg (43) materialeinheitlich und quer an den Riegelsteg (2) anschließt sowie
an seinem zum Riegelsteg (2) gewandten Ende (44) nahezu die gleiche Höhe (50) wie
der Riegelsteg (2) hat und daß diese Höhe (50) zu dem dem Befestigungsteil (32) zugewendeten
Ende (45) hin abfällt.
12. Fenster oder Tür nach einem der Ansprüche 3, 10 und 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Steg (43) senkrecht zum Ausleger (8) verlaufende Hinterschneidungen (46) aufweist,
und mit komplementär dazu ausgeformten Vorsprüngen (47) in der Eingriffsausnehmung
(39) zusammenwirkt.
13. Fenster oder Tür nach einem der Ansprüche 3 und 10 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Ausleger (8) durch von dem Befestigungsteil (32) U-förmig abstehende Schenkel
(56) untergreifbar ist.
14. Fenster oder Tür mit Schließstücken nach einem der Ansprüche 3 und 10 bis 13,
bei dem bzw. der der Ausleger (8) am Schließstück (1) eine nach abwärts geführte Leiste
(9) aufweist, die eine geringere Profilhöhe (12) hat als die Profilhöhe (27) des Steges
(26) am Kunststoffprofil, bei dem die Leiste (9) mit ihrer der Hakenseite (7) des
Fußteils (3) zugewendeten Flanke (10) die freie Längsfläche des Steges (26) am Kunststoffprofil
wenigstens an ihrer oberen Begrenzungskante eng hinterfaßt, während sie mit ihrem
freien Ende im Abstand von der Falzfläche (21) des Kunststoffprofils endet,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Leiste (9) mit ihrer Außenseite an einer Gegenfläche (41) des Befestigungsteils
(32) anliegt, bzw. abgestützt ist.
15. Fenster oder Tür nach einem der Ansprüche 3 und 10 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Leiste (9) Ausschnitte (57) aufweist, die ein Eingreifen der Schenkel (56)
auf der Unterseite des Auslegers (8) ermöglichen.