(19)
(11) EP 0 694 666 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
31.01.1996  Patentblatt  1996/05

(21) Anmeldenummer: 95109499.4

(22) Anmeldetag:  20.06.1995
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6E05C 9/18
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE DK ES FR GB IT LI NL

(30) Priorität: 26.07.1994 DE 9412070 U
11.10.1994 DE 9416225 U
18.05.1995 DE 29508225 U

(71) Anmelder: SIEGENIA-FRANK KG
D-57005 Siegen (DE)

(72) Erfinder:
  • Bröcker, Norbert
    D-57299 Burbach-Würgendorf (DE)
  • Wader, Gerhard
    D-58581 Lüdenscheid (DE)

   


(54) Fenster oder Tür mit Schliessstücken


(57) Vorgeschlagen wird ein Fenster oder eine Tür mit Schließstücken 1 für einen in den Flügel eingebauten Riegelverschluß od. dgl., bei dem die Schließstücke 1 mit geringem Einbauraum-Bedarf ausschließlich durch Verrastung in einer mit Hinterschneidungen 24, 25 versehenen Nut 22 an der Falzfläche 21 des Blendrahmens 19 festgelegt werden können. Hierzu weist jedes Schließstück 1 einen in besonderer Weise mit Haken 4 ausgestatteten Fußteil 3 sowie einen Ausleger 8 mit Leiste 9 auf, die eine zangenartige Verklammerung zwischen den Schließstück 1 und dem im Bereich der Nut 22 zeitweilig elastisch verformten Kunststoff-Hohlprofil des Blendrahmens 19 herbeiführen, während Krallen 31 punktuell von der Leiste 9 nach unten abstehen und in die Falzfläche 21 des Blendrahmens 19 selbstfixierend eindringen.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft ein Fenster oder eine Tür mit Schließstücken für den eingebauten und über Treibstangen betätigbaren Riegelverschluß od. dgl.,
wobei die Schließstücke zur Befestigung an einem aus Kunststoffprofilen, insbesondere Hohlprofilen, zusammengesetzten Blendrahmen vorgesehen sind, der mit einer längs seiner Falzflächen verlaufenden, beidseitig hinterschnitten profilierten Nut versehen ist,
wobei einerseits die Nut der Kunststoffprofile einen Verrasteingriff für Fenster- und Türfunktionsteile, wie z.B. Glashalteleisten, Anschlagleisten und auch die Schließstücke des Riegelverschlusses, bildet und dabei zumindest eine Längsbegrenzung ihres Öffnungsspaltes durch einen über die Falzfläche hochragenden Steg gebildet ist,
wobei andererseits jedes Schließstück ein Fußteil hat, das den Öffnungsspalt der Nut im Kunststoffprofil durchfaßt und mit nach entgegengesetzten Seiten gerichteten Haken und/oder Nasen in die beidseitigen Hinterschneidungen der Nut im Kunststoffprofil verrastbar ist,
und wobei das Fußteil jedes Schließstückes oberhalb seiner Haken und/oder Nasen wenigstens einseitig schneidenartige Vorsprünge trägt, die als Verschiebe-Sicherungselemente innerhalb des Öffnungsspaltes der Nut quer in das Material der Kunststoffprofile eindringen.

[0002] Beim Bau von Fenstern oder Türen aus Kunststoff-Hohlprofilen ist es bereits seit langem bekannt, für das Zusammenwirken mit dem in den Flügel eingebauten und über Treibstangen betätigbaren Riegelverschluß od. dgl. den Blendrahmen mit Schließstücken auszustatten, die über ein angeformtes Fußteil ausschließlich durch Verrasten in einer längs der Falzflächen des Blendrahmens verlaufenden, beidseitig hinterschnitten profilierten Nut festgelegt werden können. Die dabei zum Einsatz gelangenden Schließstücke sind mit einem bereits vorgeformten, aber noch durch eine dünne Wand verschlossenen Durchlaß versehen, der nach Durchbrechung der Wand zur Aufnahme einer Befestigungsschraube geeignet ist, wenn - für besondere Fälle - eine zusätzliche Schraubbefestigung der Schließstücke an den Kunststoff-Hohlprofilen gewünscht oder gefordert wird.

[0003] Die bekannten Schließstücke sind so ausgelegt, daß sie an den Falzflächen des Blendrahmens eine relativ große Einbaubreite - etwa 17 mm - benötigen, wobei die dort vorhandene, beidseitig hinterschnitten profilierte Nut entsprechend breit ausgelegt ist, nämlich im Bereich ihres Öffnungsspaltes eine Breite von etwa 10 mm aufweist, während sie im Hinterschneidungsbereich annähernd eine Breite von 14 mm benötigt.

[0004] Es sind zwar auch schon - beispielsweise durch das DE-GM 92 12 670 - Schließstücke bekannt geworden, die ausschließlich durch Verrastung in Profilnuten an den Falzflächen der aus Kunststoff-Hohlprofilen zusammengesetzten Blendrahmen festgelegt werden können, wobei die Profilnuten einen relativ schmalen Öffnungsspalt - etwa 4 mm - haben.

[0005] Abgesehen davon, daß in diesem Falle die Profilnuten an den Falzflächen des Blendrahmens aber nur eine einseitig hinterschnittene Querschnittsgestalt haben sollen, die bei marktgängigen Kunststoff-Hohlprofilen weitgehend unüblich ist, benötigen die bekannten Schließstücke außerhalb der hinterschnittenen Profilnut an den Falzflächen des Blendrahmens eine relativ große Einbaubreite von mindestens 20 mm.

[0006] Dieser Nachteil der bekannten Schließstücke liegt darin begründet, daß für eine funktionssichere, aber schraublose Festlegung derselben oberhalb des in die hinterschnitten profilierte Nut hakenartig eingreifenden Fußteils von diesen eine sogenannte Überschulterungsstütze von relativ großer Ausladung absteht, die sich als Verrastungs-Widerlager auf den Falzflächen des Blendrahmens mit einer gewissen Vorspannung abstützen muß. Stellt sich diese Vorspannung, beispielsweise wegen der unvermeidbaren Fertigungstoleranzen für die Kunststoff-Hohlprofile, nicht ein oder geht sie, z.B. wegen auftretender Temperaturschwankungen an den eingebauten Fenstern oder Türen verloren, dann ist auch der sichere Sitz bzw. die einwandfreie Positionierung der Schießstücke an den Falzflächen des Blendrahmens nicht auf Dauer gewährleistet.

[0007] Der Erfindung ist das Ziel gesetzt, Fenster oder Türen der eingangs näher spezifizierten Art mit Schließstücken für den eingebauten und über Treibstangen betätigbaren Riegelverschluß od. dgl. anzugeben, bei denen die Schließstücke an den Falzflächen des Blendrahmens nicht nur mit einer relativ geringen Einbaubreite - von etwa 12 mm - auskommen, sondern zugleich bzw. darüber hinaus auch noch einen dauerhaft festen und/oder verschiebesicheren Verrastsitz im Bereich einer - üblicherweise - beidseitig hinterschnitten profilierten Nut an den Falzflächen des Blendrahmens erhalten, die auch noch als Verrasteingriff für andere Fenster- und Türfunktionsteile, wie z.B. Glashalteleisten und Anschlagleisten, genutzt werden kann.

[0008] Zur Lösung dieser komplexen Aufgabenstellung sieht die Erfindung vor,
daß das Fußteil der Schließstücke - vorzugsweise auf seiner ganzen Länge - einen sich von oben nach unten verjüngenden und nur einseitig in einen Haken auslaufenden Querschnitt hat,
daß im Abstand vom unteren Ende des Fußteils und nach der vom Haken abgewendeten Seite hin mindestens auf halber Fußteillänge eine Nase widerhakenartig absteht,
daß oberhalb des Fußteils vom Schließstück nach rückwärts ein - relativ kurz bemessener - Ausleger weggerichtet ist, der den von der Falzfläche hochragenden Steg des Kunststoffprofils übergreift,
daß der Ausleger eine nach abwärts geführte Leiste aufweist, die eine geringere Profilhöhe als der Steg des Kunststoffprofils hat,
und daß die Leiste mit ihrer der Hakenseite des Fußteils zugewendeten Flanke die freie Längsfläche des Steges am Kunststoffprofil wenigstens an ihrer oberen Begrenzungskante eng hinterfaßt,
während die Leiste mit ihrem freien Ende im Abstand von der Falzfläche des Kunststoffprofils endet.

[0009] Eine weitere Lösung sieht vor,
daß das Fußteil der Schließstücke - vorzugsweise auf seiner ganzen Länge - einen sich von oben nach unten verjüngenden und nur einseitig in einen Haken auslaufenden Querschnitt hat,
daß oberhalb des Fußteils vom Schließstück nach rückwärts ein - relativ kurz bemessener - Ausleger weggerichtet ist, der den von der Falzfläche hochragenden Steg des Kunststoffprofils übergreift,
daß der Ausleger eine nach abwärts geführte Leiste aufweist, die eine geringere Profilhöhe als der Steg des Kunststoffprofils hat, aber mit einer oder mehreren nach abwärts gerichteten Krallen versehen ist,
und daß die Leiste mit ihrer der Hakenseite des Fußteils zugewendeten Flanke die freie Längsfläche des Steges am Kunststoffprofil wenigstens an ihrer oberen Begrenzungskante eng hinterfaßt,
während die Leiste mit ihrem freien Ende im Abstand von der Falzfläche des Kunststoffprofils endet und ihre Krallen in dessen Falzflächen eindringen bzw. eingreifen.

[0010] Es wurde gefunden, daß durch diese erfindungsgemäße Merkmalsausstattung eines gattungsgemäßen Fensters oder einer gattungsgemäßen Tür eine den Gebrauchswert desselben bzw. derselben wesentlich erhöhende, nämlich platzparend konzipierte, Schließstück-Anordnung an aus Kunststoffprofilen zusammengesetzten Blendrahmen gewährleistet werden kann, die von Fertigungstoleranzen der Kunststoff-Hohlprofile und beispielsweise von temperaturbedingten Formänderungen derselben weitestgehend unabhängig ist.

[0011] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die die widerhakenartige(n) Nase(n) tragende Fläche am Fußteil des Schließstück konvex bogenförmig gekrümmt verläuft, so daß das Schließstück bei der Montage durch eine längs dieses Bogens unter gleichzeitiger Kraftanwendung (Druck, Schlag) stattfindende Verlagerungsbewegung mit ihrem Fußteil in die hinterschnitten profilierte Nut des Blendrahmens eingerückt sowie bei dieser Einrückbewegung außerhalb der Nut mit dem von der Falzfläche hochragenden Steg des Kunststoffprofils über den Ausleger und seine Leiste sichernd verklammert werden kann, während Haken und Nase des Fußteils die Hinterschneidungsbereiche der Profilnut in den Blendrahmen-Falzflächen verrastend untergreifen.

[0012] Stabilisiert wird der Sitz des Schließstückes an der Falzfläche des Blendrahmens nach der Erfindung noch dadurch, daß dieses auf gleicher Höhe mit dem Ausleger einen nach der entgegengesetzten Richtung vorspringenden Stützanschlag aufweist.

[0013] Stützanschlag und Ausleger bilden nämlich miteinander relativ zu Haken und Nase des Fußteils ein symmetrisches Widerlager, das die rastende Verankerung des Schließstücks in der beidseitig hinterschnitten profilierten Nut an den Blendrahmen-Falzflächen gegen Kippmomente optimiert.

[0014] Eine hohe Befestigungsstabilität für das Schließstück am Blendrahmen wird dann erhalten, wenn erfindungsgemäß der Ausleger und die Leiste sowie auch der Stützanschlag sich über die gesamte Länge des Fußteils erstrecken.

[0015] Bewährt hat es sich auch, die widerhakenartige Nase mit einer normal von der Widerhakenkante vorspringenden Schneide zu versehen, weil diese innerhalb der hinterschnittenen Nut zusätzlich in das Material des Kunststoffhohlprofils zwecks Verbesserung der Verschiebesicherung eindringt.

[0016] Die übrigen schneidenartigen Vorsprünge des Schließstücks können an der der Leiste des Auslegers zugewendeten Seitenfläche des Fußteils sitzen und dort eine sich in Abwärtsrichtung verjüngende Gestalt haben. Es wird hierdurch erreicht, daß sie in das Material des von Ausleger und Leiste hakenartig umfaßten Steges am Blendrahmen zwangsläufig eindringen müssen.

[0017] Um eine besonders hohe Befestigungsstabilität für das Schließstück am Blendrahmen zu erhalten, ist es erfindungsgemäß vorgesehen, daß bei Schließstücken, bei denen der Ausleger und die Leiste sowie auch der Stützanschlag sich über die gesamte Länge des Fußteils erstrecken, die Krallen jeweils punktuell von beiden Enden und von der halben Länge der Leiste abstehen.

[0018] In manchen Fällen kommt es vor, daß die zuletzt angegebenen Schließstücke sehr hohe Kräfte aufzunehmen haben. Spezielle Schließstücke, die diesen Anforderungen Rechnung tragen und auch die Besonderheiten unterschiedlicher Profile berücksichtigen, bedeuten jedoch einen zusätzlichen Herstellungs- und Lageraufwand.

[0019] Der Erfindung liegt daher zusätzlich die Aufgabe zugrunde, mit geringem Aufwand eine zusätzliche Befestigung eines Schließstückes zu ermöglichen, ohne auf die grundsätzlichen Vorteile einer schraublosen Befestigung zu verzichten.

[0020] Die Problemlösung wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß der Ausleger eine Vorrichtung zur lösbar formschlüssigen Kupplung des Schließteils mit einem Befestigungsteil aufweist, und daß das Befestigungsteil einerseits den Ausleger übergreift und andererseits mittels Befestigungselementen, z.B. Schrauben, am Blendrahmen festlegbar ist.

[0021] Nach DE-AS 24 36 289 ist ein Beschlagteil bekannt, welches eine Nase aufweist, die beim Einbau in eine Hinterschneidung eines leistenartigen Vorsprungs des Blendrahmens eingeschoben wird und das andererseits mit einem Ansatz versehen ist, welcher den leistenartigen Vorsprung übergreift und sich mittels einer Schraube auf einer Fläche des Blendrahmens derart abstützt, daß sich das Beschlagteil durch Eindrehen der Schraube mit der Nase in der Hinterschneidung festklemmt. Diese Ausführung setzt aber eine grundsätzliche Verwendung der Schraube voraus. Die Schraube bewirkt dabei zwar zunächst eine Klemmbefestigung, jedoch wird im Laufe der Zeit das Material unterhalb der Schraube weggedrückt, was besonders bei weicheren Blendrahmenmaterialien zu einer Lockerung des Beschlagteils führt.

[0022] Eine sehr einfache und daher bevorzugte Ausgestaltung sieht vor, daß die formschlüssige Kupplung aus mindestens einem von der Oberseite des Auslegers vorstehenden Steg und einer dazu komplementär geformten Eingriffsausnehmung im Befestigungsteil besteht.

[0023] In einem weiteren Ausführungsbeispiel ist der Steg materialeinheitlich und quer an den Riegelsteg angeschlossen und hat an seinem dem Riegelsteg zugewandten Ende nahezu die gleiche Höhe wie der Riegelsteg, wobei diese Höhe zu dem dem Befestigungsteil zugewendeten Ende hin abfällt.

[0024] Zweckmäßig ist es, daß der Steg senkrecht zum Ausleger verlaufende Hinterschneidungen aufweist, und mit komplementär dazu ausgeformten Vorsprüngen in der Ausnehmung zusammenwirken kann.

[0025] Es ist weiterhin sinnvoll, daß der Ausleger durch von dem Befestigungsteil U-förmig abstehende Schenkel untergreifbar ist.

[0026] Eine weitere vorteilhafte Weiterentwicklung ergibt sich für den Fall, daß der Ausleger am Schließstück eine nach abwärts geführte Leiste aufweist, die eine geringere Profilhöhe hat als die Profilhöhe des Steges am Kunststoffprofil, und daß die Leiste mit ihrer der Hakenseite des Fußteils zugewendeten Flanke die freie Längsfläche des Steges am Kunststoffprofil wenigstens an ihrer oberen Begrenzungskante eng hinterfaßt, während sie mit ihrem freien Ende im Abstand von der Falzfläche des Kunststoffprofils endet. Sie besteht darin, daß die Leiste mit ihrer Außenseite an einer Gegenfläche des Befestigungsteils anliegt, bzw. abgestützt ist.

[0027] Zweckmäßig ist es in diesem Fall auch, wenn die Leiste Ausschnitte aufweist, die ein Eingreifen der Schenkel auf der Unterseite des Auslegers ermöglichen.

[0028] Anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen wird der Gegenstand der Erfindung nachfolgend ausführlich erläutert. Dabei zeigt
Fig. 1
die Draufsicht eines Schließstücks für mit eingebautem Riegelverschluß od. dgl., versehene Fenster oder Türen,
Fig. 2
das Schließstück nach Fig. 1 in Pfeilrichtung II gesehen,
Fig. 3
das Schließstück nach Fig. 1 in Pfeilrichtung III gesehen,
Fig. 4
das Schließstück nach Fig. 2 in Pfeilrichtung IV gesehen,
Fig. 5
in beträchtlich größerem Maßstab den erfindungswesentlichen Bereich eines aus Kunststoff-Hohlprofilen zusammengesetzten Blendrahmens für Fenster oder Türen im Querschnitt mit zugeordnetem Schließstück zu Beginn von dessen Rast-Befestigungsvorgang,
Fig. 6
eine der Fig. 5 entsprechende Darstellung, jedoch nach Vollendung des Rast-Befestigungsvorgangs für das Schließstück,
Fig. 7
eine Teilansicht in Pfeilrichtung VII der Fig. 6,
Fig. 8
eine Teilansicht in Pfeilrichtung VIII der Fig.6,
Fig. 9
eine Draufsicht eines Schließstücks für mit eingebautem Riegelverschluß od. dgl., versehene Fenster oder Türen, mit zusätzlichem Befestigungsteil,
Fig. 10
eine Draufsicht des Schließstücks mit Befestigungsteil nach Fig. 1, aber an einem Blendrahmen montiert,
Fig. 11
eine Seitenansicht von Fig. 1,
Fig. 12
eine Seitenansicht von Fig. 2,
Fig. 13
die Draufsicht eines anderen Ausführungsbeispieles mit zusätzlichem Befestigungsteil,
Fig. 14
die Draufsicht einer weiteren Kupplungsausführung zwischen Schließstück und Befestigungsteil.


[0029] Die Fig. 1 bis 4 der Zeichnung zeigen - etwa in doppelter Vergrößerung - verschiedene Ansichten (Draufsicht, Seitenansicht, Rückansicht, Unteransicht) eines Schließstücks 1 zur Befestigung an einem aus Kunststoffprofilen, insbesondere Kunststoff-Hohlprofilen, zusammengesetzten Blendrahmen von Fenstern oder Türen, wie es für das Zusammenwirken mit einem in den zugehörigen Flügel des Fensters oder der Tür eingebauten und über Treibstangen betätigbaren Riegelverschluß od. dgl. benötigt wird.

[0030] Das Schließstück 1 kann dabei als Formteil aus metallischem Werkstoff, beispielsweise Druckguß, aber auch als solches aus formfestem Kunststoffmaterial, z.B. Spritzguß, gefertigt sein. Es weist den eigentlichen Riegelsteg 2 auf, mit dem ein Riegelansatz an der Treibstange des flügelseitigen Riegelverschlusses in und außer Wirkverbindung treten kann. An die Unterseite des Riegelsteges 2 schließt sich, vorzugsweise einstückig und über dessen gesamte Länge hinweg, ein Fußteil 3 an, das an seinem unteren Ende und an der vom Riegelsteg 2 abgewandten Seite in einen Haken 4 ausläuft. Von der dem Haken 4 abgewendeten Seitenfläche 5 des Fußteils 3 steht im Abstand von dessen unterem Ende mindestens auf halber Fußteillänge eine Nase 6 widerhakenartig ab, wie das deutlich aus Fig. 2 hervorgeht. In Fig. 4 wird angedeutet, das eine Nase 6 auf halber Fußteillänge von der Seitenfläche 5 des Fußteils 3 angebracht ist. Jedoch können solche Nasen 6 auch an anderen Stellen über die Fußteillänge verteilt vorgesehen werden. Auch die Anzahl dieser Nasen 6 kann bedarfsweise variiert werden.

[0031] Der Haken 4 sollte sich vorzugsweise ununterbrochen über die ganze Länge des Fußteils 3 erstrecken. Er kann aber natürlich auch eine in Längsrichtung mehrfach unterbrochene Gestaltung erhalten.

[0032] Besonders den Fig. 2, 5 und 6 läßt sich entnehmen, daß das Fußteil 3 des Schließstücks 1 einen sich von unten nach oben verjüngenden und in den einseitigen Haken 4 auslaufenden Querschnitt hat, wobei seine die widerhakenartige(n) Nase(n) 6 tragende Seitenfläche 5 zweckmäßigerweise konvex bogenförmig gekrümmt verläuft. Die oberhalb des Hakens 4 gelegene Seitenfläche 7 desselben ist im wesentlichen eben ausgeführt.

[0033] Oberhalb des Fußteils 3 und im Anschluß an dessen ebene Seitenfläche 7 ist vom Schließstück 1 ein kurzer und etwa waagerechter Ausleger 8 weggerichtet, an dessen Unterseite sich eine Leiste 9 anschließt. Deren der Seitenfläche 7 des Fußteils 3 zugewendete Flanke 10 schließt zur Unterseite des Auslegers 8 einen Winkel ein, welcher vorzugsweise etwas größer als 90° bemessen ist.

[0034] Erkennbar ist aus den Fig. 2, 5 und 6 der Zeichnung, daß der Fußteil 3 des Schließstücks 1 eine Profilhöhe 11 hat, die wesentlich größer bemessen ist, als die Profilhöhe 12 der vom Ausleger 8 nach unten abstehenden Leiste 9.

[0035] An die Unterseite des Auslegers 8 und die Seitenfläche 7 des Fußteils 3 ist - mindestens auf halber Fußteillänge, vorzugsweise jedoch mehrfach über diese verteilt angeordnet - ein schneidenartiger Vorsprung 14 angeformt, wie das nicht nur den Fig. 2, 5 und 6, sondern noch deutlicher der Fig. 8 entnommen werden kann. In der Eckzone zwischen der Unterseite des Auslegers 8 und der Flanke 10 der Leiste 9 kann im Bereich jedes schneidenartigen Vorsprungs 14 als Toleranz-Ausgleichselement noch ein kleiner Nocken 15 ausgeformt sein.

[0036] Aus Fig. 7 ist ein Ausführungsbeispiel zu entnehmen, bei dem - abweichend von Fig. 4 - die widerhakenartig aus der konvex bogenförmig gekrümmten Seitenfläche 5 des Fußteils 3 vorstehende Nase 6 mit mindestens einer normal von ihrer Widerhakenkante 16 vorspringenden Schneide 17 ausgestattet ist.

[0037] Bei dem in Fig. 4 gezeigten Ausführungsbeispiel, ist die bogenförmig aus der konvex gekrümmten Seitenfläche 5 des Fußteils 3 vorstehende Nase 6 in einer Spitze 13 auslaufend.

[0038] Es ist auch noch wichtig, daß das Schließstück 1 auf gleicher Höhe mit dem Ausleger 8 einen nach der entgegengesetzten Richtung vorspringenden Stützanschlag 18 aufweist, welcher jeweils in den Fig. 2, 4 und 5 bis 7 der Zeichnung zu sehen ist.

[0039] In den Fig. 5 und 6 der Zeichnung wird der erfindungswesentliche Teilbereich eines aus Kunststoff-Hohlprofilen zusammengesetzten Blendrahmens 19 für ein Fenster oder eine Tür gezeigt, an dem die Schließstücke 1 ausschließlich durch Verrastung - also ohne Benutzung von zusätzlichen Befestigungsschrauben - funktionssicher festgelegt werden sollen. Im Anschluß an die raumeinwärts gerichtete Stirnfläche 20 der den Blendrahmen 19 bildenden Kunststoff-Hohlprofile sind diese an der Seite ihrer Falzfläche 21 mit einer in Profil-Längsrichtung verlaufend eingeformten Nut 22 ausgestattet. Diese weist einen relativ schmalen Öffnungsspalt 23 auf und hat im Anschluß an diesen beidseitig und in verschiedenen Höhenlagen jeweils eine Hinterschneidung 24 bzw. 25. Die der raumseitigen Stirnfläche 20 näher liegende Hinterschneidung 24 ist dabei etwa auf gleicher Höhe mit der Falzfläche 21 ausgebildet, während die andere Hinterschneidung 25 eine unter das Niveau der Falzfläche 21 versetzte Lage einnimmt sowie unterhalb eines über die Falzfläche 21 hochragenden Steges 26 des Kunststoff-Hohlprofils liegt. Die Höhe 27 des Steges 26 entspricht dabei mindestens der Dicke 28 eines Hakenansatzes 29 des Kunststoff-Hohlprofils, welcher in der Nut 22 im Anschluß an den Öffnungsspalt 23 die Hinterschneidung 24 nach oben begrenzt.

[0040] Die Art und Weise der Anbringung und die daraus resultierende Festlegung der Schließstücke 1 am Blendrahmen 19 eines Fensters oder einer Tür läßt sich besonders deutlich an den Fig. 5 und 6 der Zeichnung nachvollziehen.

[0041] Im Bereich der mit den Hinterschneidungen 24 und 25 ausgestatteten Nut 22 der Kunststoff-Hohlprofile wird das Schließstück 1 zunächst in der aus Fig. 5 ersichtlichen Lage in den Öffnungsspalt 23 eingeführt. Dann wird auf dieses Schließstück 1, beispielsweise auf dessen Riegelsteg 2, eine Kraftwirkung (Druck oder Schlag) etwa in Pfeilrichtung 30 ausgeübt. Unter Verschwenkung um den vom Ausleger 8 und dessen Leiste 9 umfaßten Steg 26 des Kunststoff-Hohlprofils dringt dann das Fußteil 3 weiter nach unten in die Nut 22 ein, während sich der den Hakenansatz 29 tragende und der raumseitigen Stirnfläche 20 benachbarte Abschnitt des Kunststoff-Hohlprofils elastisch etwas verformt, bis der Stützanschlag 18 auf die Oberseite des Hakenansatzes 29 trifft und die Unterseite des Auslegers 8 flach auf der oberen Endfläche des Steges 26 aufliegt. Das gesamte Schließstück 1 nimmt dann die aus Fig. 6 ersichtliche Lage relativ zum Kunststoff-Hohlprofil des Blendrahmens 19 ein.

[0042] Der Haken 4 des Fußteils 3 ist seitwärts in die Hinterschneidung 25 eingerückt, während jede Nase 6 mit ihrer Widerhakenkante 16 die Hinterschneidung 24 unterfaßt sowie mit der Schneide 17 in die Unterkante des Hakenansatzes 29 eindringt.

[0043] Weiterhin dringen die schneidenartigen Vorsprünge 14 keilartig von oben her in den Steg 26 des Kunststoff-Hohlprofils am Blendrahmen 19 ein und die Nocken 15 legen sich zwecks Toleranzausgleichs stützend gegen die vom Öffnungsspalt 23 abgewendete Oberkante des Steges 26 an.

[0044] Da die Profilhöhe 12 der vom Ausleger 8 nach unten abstehenden Leiste 9 geringer bemessen ist, als die Höhe 27 des von der Falzfläche 21 des Blendrahmens 19 hochragenden Steges 26, kann deren unteres Ende die Falzfläche 21 des Blendrahmens zu keiner Zeit berühren. Es ist aber auch möglich, daß von diesem Ende der Leiste 9 mehrere Krallen 31 punktuell nach abwärts gerichtet sind, die in die Falzfläche 21 des Blendrahmens 19 eindringen bzw. eingreifen und dadurch das Schließstück 1 selbsttätig verschiebesicher am Blendrahmen 19 fixieren. Nach Fig. 3 der Zeichnung ist je eine Kralle 31 an beiden Enden und auf halber Länge der Leiste 9 vorgesehen.

[0045] Durch die besondere Art des Zusammenwirkens des Fußteils 3, des Auslegers 8, der mit den Krallen 31 versehenen Leiste 9 und des Stützanschlags 18 am Schließstück 1 mit dem Blendrahmen 19 im Bereich der die Hinterschneidungen 24 und 25 aufweisenden Nut 22 und mit dem ihrem Öffnungsspalt 23 benachbarten Steg 26 ergibt sich eine ohne weitere Befestigungsmittel (Schrauben) auskommende Befestigungsart für die Schließstücke 1, welche allen aus der Benutzung der flügelseitigen Riegelverschlüsse resultierenden Kraftwirkungen und Beanspruchungen sicher widersteht.

[0046] Andererseits ist es aber relativ leicht, die einzelnen Schließstücke 1 im Bedarfsfalle durch gerichtete Kraftausübung mit der die Hinterschneidungen 24 und 25 enthaltenden Nut 22 zu entkuppeln.

[0047] Wie in Fig. 9 gezeigt ist, kann für den Fall, daß die Riegelverschlüsse sehr hohe Kräfte aufnehmen müssen oder besondere Sicherheitsanforderungen an die Befestigung der Schließstücke 1 gestellt sind , ein Befestigungsteil 32 zusätzlich zur bestehenden Rastbefestigung verwendet werden. Das Befestigungsteil 32 besitzt eine Durchgangsöffnung 33, die ein Durchtreten eines - nicht dargestellten - Befestigungselementes ermöglicht.
Vorzugsweise wird als Befestigungselement eine im Fenster- und Türenbau übliche Senkkopfschraube verwendet, deren Kopf von der Senkung 34 aufgenommen wird. Die Schraubenmittelachse 35 der Durchdringungsöffnung 33 liegt dabei, wie in Fig. 10 zu erkennen ist, außerhalb des Auslegers 8 wenn das Befestigungsteil 32 ordnungsgemäß mit dem bereits am Blendrahmen 19 verankertem Schließstück 1 in Halteeingriff gebracht ist.

[0048] Das Befestigungsteil 32 hat einen im Grundriß z.B. halbkreisförmigen Grundkörper 36 an den sich einstückig ein in Richtung des Schließstücks 1 weisender Arm 37 anschließt. Der Arm 37 weist in seiner Unterseite eine beispielsweise als Schlitz gestaltete Eingriffsausnehmung 39 auf. Der Arm 37 endet mit einer Kante 40, die parallel zur einer Kante 41 des Grundkörpers 36 verläuft. Das Schließstück 1 hat auf der Oberseite 42 des Auslegers 8 einen Steg 43, der im Beispiel quer zum Riegelsteg 2 verläuft und an seinem dem Riegelsteg 2 zugewendeten Ende 44 materialeinheitlich mit diesem ausgebildet ist, während das dem Befestigungsteil 32 zugewendete Ende 45 abfällt, bis es auf die Höhe der Oberseite 42 des Auslegers 8 ausläuft. Dadurch ergibt sich, wie in Fig. 11 gut zu erkennen, eine Dreiecksform des Steges 43. Der Steg 43 ist mit senkrecht zum Ausleger 8 verlaufenden Hinterschneidungen 46 versehen (Fig. 9), denen in der Eingriffsausnehmung 39 komplementär dazu geformte Vorsprünge 47 zugeordnet sind. Die Eingriffsausnehmung 39 und der Steg 43 erhalten dadurch eine genau definierte Lage zueinander, da die Vorsprünge 47 mit den Hinterschneidungen 46 eine formschlüssige Führung senkrecht zum Ausleger 8 bilden, wobei die Abstände dabei so abgestimmt sind, daß einerseits die Kante 40 an den Riegelsteg 2 und andererseits die Kante 41 an die Endkante des Auslegers 8 anstößt.

[0049] Fig. 10 zeigt die Draufsicht eines am Blendrahmen 19 montierten Schließstücks 1 und des zusätzlich daran angreifenden Befestigungsteils 32. Das Befestigungsteil 32 übergreift einerseits mit dem Arm 37 den Ausleger 8 und stützt sich andererseits mit dem Grundkörper 36 auf der Falzfläche 21 des Blendrahmens 19 ab (Fig. 12).

[0050] Die lösbare Kupplung erlaubt es, das Schließstück 1 in bereits beschriebener Art und Weise zu montieren und jederzeit nachträglich bzw. bedarfsweise das Befestigungsteil 32 zuzufügen. Hierfür wird nur geringfügiger zusätzlicher Raum auf der Falzfläche 21 benötigt, der über die Tiefe 48 des Grundkörpers 36 nicht hinausgeht. Die Schraubachse 35 liegt, wie bereits erwähnt, neben dem Ausleger 8, so daß keine bei normaler schraubenloser Befestigung störend wirkende Kanten oder Durchbrüche in diesem notwendig werden. In Fig. 10 ist gut zu erkennen, daß das Befestigungsteil 32 sowohl mit seiner Kante 40 an den Riegelsteg 2 als auch seiner Kante 41 an den Ausleger 8 des Schließstücks 1 stößt und dadurch eine zusätzliche Stützwirkung erreicht.

[0051] Fig. 11 zeigt in einer Seitenansicht, wie das Befestigungsteil 32 mit dem Schließstück 1 zusammengeführt wird. Der Steg 43 stützt, wie bereits erwähnt, durch seine Dreiecksform den Riegelsteg 2 gegen den Ausleger 8 ab und bietet daher der Senkung 34 ausreichend Raum. Die Höhe 49 des Armes 37 entspricht dabei nahezu der Höhe 50 des Riegelstegs 2. Ebenso ist das Maß 51, um das der Grundkörper 36 den Arm 37 nach unten überragt, auf die Höhe 12 der Leiste 9 am Schließstück 1 abgestimmt. Das Maß 53 wird auf das Maß 54 so abgestimmt, daß die Kante 40 des Armes 37 am Riegelsteg 2 anliegt und die Kante 41 des Grundkörpers 36 an die Begrenzung der Leiste 9 reicht.

[0052] In Fig. 12 ist das fertig montierte Schließstück 1 in einer Seitenansicht mit dem Befestigungsteil 32 an einem Blendrahmen 19 zu sehen. Das Befestigungsteil 32 übergreift den Ausleger 8 mit dem Arm 37 auf seiner gesamten Breite und stützt sich mit dem Grundkörper 36 auf der Falzfläche 21 ab. Der Ausleger 8 wird dadurch auf den Steg 26 niedergedrückt und es wird ein Kippen oder Ausweichen des Schließstückes 1 verhindert. Zusätzlich wird das Schließstück in Längsrichtung mit der den Steg 43 umgreifenden Eingriffsausnehmung 39 in Längsrichtung lagenfixiert.

[0053] Fig. 13 zeigt in Draufsicht ein Ausführungsbeispiel, bei dem am Grundkörper 36 des Befestigungsteils 32 parallel zur Längsachse des Schließstücks 1 verlaufende Ausleger 55 in quer zu dieser Richtung abgewinkelten Schenkeln 56 enden. Die Schenkel 56 können dabei den Ausleger 8 untergreifen und in Ausschnitte 57 der Leiste 9 einrücken. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist die Montage des Befestigungsteils 32 nur von der Seite aus quer zum Riegelsteg 2 möglich. Daher ist eine derartige Kupplungsverbindung nur bei einer breiten Falzfläche 21 oder aber schon vor dem Einsetzen des Schließstücks 1 möglich.

[0054] In Fig. 14 ist eine Ausführungsform der Erfindung dargestellt, bei der das Schließstück 1 auf der Oberseite 42 des Auslegers 8 zwei parallele Stege 58 aufweist, die einen Zwischenraum 59 seitlich begrenzen. Das Befestigungsteil 32 greift bei der Montage mit seinem Arm 37 in diesen Zwischenraum 59 ein und überlappt dort den Ausleger 8. Durch die beiden Stege 58 wird eine besonders stabile Verbindung des Auslegers 8 mit dem Riegelsteg 2 erreicht.

[0055] Zusätzlich soll erwähnt werden, daß falls ausreichend Raum an der Falzfläche 21 vorhanden ist, das Befestigungsteil 32 selbstverständlich symmetrisch ausgebildet werden und einen zweiten in entgegengesetzte Richtung zum Arm 37 weisende Arm aufweisen kann um die Montage zu erleichtern.
Auch die Höhe 38 des Grundkörpers 36 kann durch Anpassung an unterschiedliche Blendrahmenprofile variieren.

[0056] Selbstverständlich ist der Formschluß der Verbindung des Schließstücks 1 mit dem Befestigungsteil 32 auch über Zapfen-Lochverbindungen denkbar. Schließlich sind die in den Fig. 1 bis 4 dargestellten Lösungen des an den Riegelsteg 2 materialeinheitlich anschließenden Steges 43 auch geeignet, auf den Riegelsteg 2 ausgeübte Kräfte auf den Ausleger 8 zu übertragen und so die Stabilität des Schließstückes 1 zu erhöhen.

Bezugszeichenliste:



[0057] 
1
Schließstück
2
Riegelsteg
3
Fußteil
4
Haken
5
Seitenfläche (konvex bogenförmig gekrümmt)
6
Nase
7
Seitenfläche (eben)
8
Ausleger
9
Leiste
10
Flanke
11
Profilhöhe des Fußteils 3
12
Profilhöhe der Leiste 9
13
Schneide
14
schneidenartiger Vorsprung
15
Nocken
16
Widerhakenkante
17
Spitze
18
Stützanschlag
19
Blendrahmen
20
raumseitige Stirnfläche
21
Falzfläche
22
Nut
23
Öffnungsspalt
24
Hinterschneidung
25
Hinterschneidung
26
Steg
28
Dicke
29
Hakenansatz
30
Pfeilrichtung
31
Kralle
32
Befestigungsteil
33
Durchgangsöffnung
34
Senkung
35
Schraubenmittelachse
36
Grundkörper
37
Arm
39
Eingriffsausnehmung
40
Kante
41
Kante
42
Oberseite
43
Steg
44
Ende
45
Ende
46
Hinterschneidungen
47
Vorsprünge
48
Tiefe
49
Höhe
50
Höhe
51
Maß
53
Maß
54
Maß
55
Ausleger
56
Schenkel
57
Ausschnitte
58
Stege
59
Zwischenraum



Ansprüche

1. Fenster oder Tür mit Schließstücken (1) für den eingebauten und über Treibstangen betätigbaren Riegelverschluß od. dgl., wobei die Schließstücke (1) zur Befestigung an einem aus Kunststoffprofilen, insbesondere Hohlprofilen, zusammengesetzten Blendrahmen (19) vorgesehen sind, der mit einer längs seiner Falzflächen (21) verlaufenden, beidseitig hinterschnitten (24, 25) profilierten Nut (22) versehen ist, wobei einerseits die Nut (22) der Kunststoffprofile einen Verrasteingriff für Fenster- und Türfunktionsteile, wie z.B. Glashalteleisten, Anschlagleisten und auch die Schließstücke (1) des Riegelverschlusses, bildet und dabei zumindest eine Längsbegrenzung ihres Öffnungsspaltes (23) durch einen über die Falzfläche (21) hochragenden Steg (26) gebildet ist,
wobei andererseits jedes Schließstück (1) ein Fußteil (3) hat, das den Öffnungsspalt (23) der Nut (22) im Kunststoffprofil durchfaßt und mit nach entgegengesetzten Seiten gerichteten Haken (4) und/oder Nasen (6) in die beidseitigen Hinterschneidungen (25 und 24) der Nut (22) im Kunststoffprofil verrastbar ist,
und wobei das Fußteil (3) jedes Schließstücks (1) oberhalb seiner Haken (4) und/oder Nasen (6) wenigstens einseitig schneidenartige Vorsprünge (14) trägt, die als Verschiebe-Sicherungselemente innerhalb des Öffnungsspaltes (23) der Nut (22) quer in das Material der Kunststoffprofile eindringen,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Fußteil (3) der Schließstücke (1) - vorzugsweise auf seiner ganzen Länge - einen sich von oben nach unten verjüngenden und nur einseitig in einen Haken (4) auslaufenden Querschnitt hat,
daß im Abstand vom unteren Ende des Fußteils (3) und nach der vom Haken (4) abgewendeten Seite (5) hin mindestens auf halber Fußteillänge eine Nase (6) widerhakenartig absteht,
daß oberhalb des Fußteils (3) vom Schließstück (1) nach rückwärts ein Ausleger (8) weggerichtet ist, der den von der Falzfläche (21) hochragenden Steg (26) des Kunststoffprofils übergreift,
daß der Ausleger (8) eine nach abwärts geführte Leiste (9) aufweist, die eine geringere Profilhöhe (12) hat als die Profilhöhe (27) des Steges (26) am Kunststoffprofil, und daß die Leiste (9) mit ihrer der Hakenseite (7) des Fußteils (3) zugewendeten Flanke (10) die freie Längsfläche des Steges (26) am Kunststoffprofil wenigstens an ihrer oberen Begrenzungskante eng hinterfaßt, während die Leiste (9) mit ihrem freien Ende im Abstand von der Falzfläche (21) des Kunststoffprofils endet.
 
2. Fenster oder Tür mit Schließstücken (1) für den eingebauten und über Treibstangen betätigbaren Riegelverschluß od. dgl., wobei die Schließstücke (1) zur Befestigung an einem aus Kunststoffprofilen, insbesondere Hohlprofilen, zusammengesetzten Blendrahmen (19) vorgesehen sind, der mit einer längs seiner Falzflächen (21) verlaufenden, beidseitig hinterschnitten (24, 25) profilierten Nut (22) versehen ist, wobei einerseits die Nut (22) der Kunststoffprofile einen Verrasteingriff für Fenster- und Türfunktionsteile, wie z.B. Glashalteleisten, Anschlagleisten und auch die Schließstücke (1) des Riegelverschlusses, bildet und dabei zumindest eine Längsbegrenzung ihres Öffnungsspaltes (23) durch einen über die Falzfläche (21) hochragenden Steg (26) gebildet ist,
wobei andererseits jedes Schließstück (1) ein Fußteil (3) hat, das den Öffnungsspalt (23) der Nut (22) im Kunststoffprofil durchfaßt und mit nach entgegengesetzten Seiten gerichteten Haken (4) und/oder Nasen (6) in die beidseitigen Hinterschneidungen (25 und 24) der Nut (22) im Kunststoffprofil verrastbar ist,
und wobei das Fußteil (3) jedes Schließstücks (1) oberhalb seiner Haken (4) und/oder Nasen (6) wenigstens einseitig schneidenartige Vorsprünge (14) trägt, die als Verschiebe-Sicherungselemente innerhalb des Öffnungsspaltes (23) der Nut (22) quer in das Material der Kunststoffprofile eindringen,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Fußteil (3) der Schließstücke (1) - vorzugsweise auf seiner ganzen Länge - einen sich von oben nach unten verjüngenden und nur einseitig in einen Haken (4) auslaufenden Querschnitt hat,
daß oberhalb des Fußteils (3) vom Schließstück (1) nach rückwärts ein Ausleger (8) weggerichtet ist, der den von der Falzfläche (21) hochragenden Steg (26) des Kunststoffprofils übergreift,
daß der Ausleger (8) eine nach abwärts geführte Leiste (9) aufweist, die eine geringere Profilhöhe (12) hat als die Profilhöhe (27) des Steges (26) am Kunststoffprofil, aber mit einer oder mehreren nach abwärts gerichteten Krallen (31) versehen ist,
und daß die Leiste (9) mit ihrer der Hakenseite (7) des Fußteils (3) zugewendeten Flanke (10) die freie Längsfläche des Steges (26) am Kunststoffprofil wenigstens an ihrer oberen Begrenzungskante eng hinterfaßt, während die Leiste (9) mit ihrem freien Ende im Abstand von der Falzfläche (21) des Kunststoffprofils endet und ihre Krallen (31) in dessen Falzfläche (21) eindringen bzw. eingreifen.
 
3. Fenster oder Tür mit Schließstücken (1) für den eingebauten und über Treibstangen betätigbaren Riegelverschluß od. dgl., wobei die Schließstücke (1) zur Befestigung an einem aus Kunststoffprofilen, insbesondere Hohlprofilen, zusammengesetzten Blendrahmen (19) vorgesehen sind, der mit einer längs seiner Falzflächen (21) verlaufenden, beidseitig hinterschnitten (24, 25) profilierten Nut (22) versehen ist, wobei einerseits die Nut (22) der Kunststoffprofile einen Verrasteingriff für Fenster- und Türfunktionsteile, wie z.B. Glashalteleisten, Anschlagleisten und auch die Schließstücke (1) des Riegelverschlusses, bildet und dabei zumindest eine Längsbegrenzung ihres Öffnungsspaltes (23) durch einen über die Falzfläche (21) hochragenden Steg (26) gebildet ist, wobei andererseits jedes Schließstück (1) ein Fußteil (3) hat, das den Öffnungsspalt (23) der Nut (22) im Kunststoffprofil durchfaßt und mit nach entgegengesetzten Seiten gerichteten Haken (4) und/oder Nasen (6) in die beidseitigen Hinterschneidungen (25 und 24) der Nut (22) im Kunststoffprofil verrastbar ist, wobei das Fußteil (3) jedes Schließstücks (1) oberhalb seiner Haken (4) und/oder Nasen (6) wenigstens einseitig schneidenartige Vorsprünge (14) trägt, die als Verschiebe-Sicherungselemente innerhalb des Öffnungsspaltes (23) der Nut (22) quer in das Material der Kunststoffprofile eindringen, wobei das Fußteil (3) - vorzugsweise auf seiner ganzen Länge - einen sich von oben nach unten verjüngenden und nur einseitig in einen Haken (4) auslaufenden Querschnitt hat, wobei im Abstand vom unteren Ende des Fußteils (3) und nach der vom Haken (4) abgewendeten Seite (5) hin mindestens auf halber Fußteillänge eine Nase (6) widerhakenartig absteht, und wobei oberhalb des Fußteils (3) vom Schließstück (1) nach rückwärts ein Ausleger (8) weggerichtet ist, der den von der Falzfläche (21) hochragenden Steg (26) des Kunststoffprofils übergreift,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Ausleger (8) eine Vorrichtung zur lösbar formschlüssigen Kupplung des Schließteils (1) mit einem Befestigungsteil (32) aufweist, und daß das Befestigungsteil (32) einerseits den Ausleger (8) übergreift und andererseits mittels Befestigungselementen, z.B. Schrauben, am Blendrahmen (19) festlegbar ist.
 
4. Fenster oder Tür mit Schließstücken nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die die widerhakenartige Nase (6) tragende Fläche (5) am Fußteil (3) des Schließstückes (1) konvex bogenförmig gekrümmt verläuft.
 
5. Fenster oder Tür mit Schließstücken nach einem der Ansprüche 1 und 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Schließstück (1) auf gleicher Höhe mit dem Ausleger (8) einen nach der entgegengesetzten Richtung vorspringenden Stützanschlag (18) aufweist.
 
6. Fenster oder Tür mit Schließstücken nach einem der Ansprüche 1, 4 und 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Ausleger (8) und die Leiste (9) sowie der Stützanschlag (18) sich über die gesamte Länge des Fußteils (3) erstrecken.
 
7. Fenster oder Tür mit Schließstücken nach einem der Ansprüche 1 und 4 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die widerhakenartige Nase (6) mit einer normal von der Widerhakenkante (16) vorspringenden Schneide (17) versehen ist.
 
8. Fenster oder Tür mit Schließstücken nach einem der Ansprüche 1 und 4 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die schneidenartigen Vorsprünge (14) an der der Leiste (9) des Auslegers (8) zugewendeten Seitenfläche (7) des Fußteils (3) sitzen und eine sich in Abwärtsrichtung verjüngende Gestalt haben.
 
9. Fenster oder Tür mit Schließstücken nach Anspruch 2, bei dem der Ausleger (8) und die Leiste (9) sowie der Stützanschlag (18) sich über die gesamte Länge des Fußteils (3) erstrecken,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Krallen (21) jeweils punktuell von beiden Enden und von der halben Länge der Leiste (9) abstehen.
 
10. Fenster oder Tür nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die formschlüssige Kupplung aus mindestens einem von der Oberseite (42) des Auslegers (8) vorstehenden Steg (43) und einer dazu komplementär geformten Eingriffsausnehmung (39) im Befestigungsteil (32) besteht.
 
11. Fenster oder Tür nach einem der Ansprüche 3 oder 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Steg (43) materialeinheitlich und quer an den Riegelsteg (2) anschließt sowie an seinem zum Riegelsteg (2) gewandten Ende (44) nahezu die gleiche Höhe (50) wie der Riegelsteg (2) hat und daß diese Höhe (50) zu dem dem Befestigungsteil (32) zugewendeten Ende (45) hin abfällt.
 
12. Fenster oder Tür nach einem der Ansprüche 3, 10 und 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Steg (43) senkrecht zum Ausleger (8) verlaufende Hinterschneidungen (46) aufweist, und mit komplementär dazu ausgeformten Vorsprüngen (47) in der Eingriffsausnehmung (39) zusammenwirkt.
 
13. Fenster oder Tür nach einem der Ansprüche 3 und 10 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Ausleger (8) durch von dem Befestigungsteil (32) U-förmig abstehende Schenkel (56) untergreifbar ist.
 
14. Fenster oder Tür mit Schließstücken nach einem der Ansprüche 3 und 10 bis 13,
bei dem bzw. der der Ausleger (8) am Schließstück (1) eine nach abwärts geführte Leiste (9) aufweist, die eine geringere Profilhöhe (12) hat als die Profilhöhe (27) des Steges (26) am Kunststoffprofil, bei dem die Leiste (9) mit ihrer der Hakenseite (7) des Fußteils (3) zugewendeten Flanke (10) die freie Längsfläche des Steges (26) am Kunststoffprofil wenigstens an ihrer oberen Begrenzungskante eng hinterfaßt, während sie mit ihrem freien Ende im Abstand von der Falzfläche (21) des Kunststoffprofils endet,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Leiste (9) mit ihrer Außenseite an einer Gegenfläche (41) des Befestigungsteils (32) anliegt, bzw. abgestützt ist.
 
15. Fenster oder Tür nach einem der Ansprüche 3 und 10 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Leiste (9) Ausschnitte (57) aufweist, die ein Eingreifen der Schenkel (56) auf der Unterseite des Auslegers (8) ermöglichen.
 




Zeichnung



















Recherchenbericht