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(11) |
EP 0 530 632 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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14.02.1996 Patentblatt 1996/07 |
| (22) |
Anmeldetag: 24.08.1992 |
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| (54) |
Verfahren und Anlage zur Herstellung eines Kettengewirks, insbesondere eines Häkelgalongewirks
sowie Kettengewirk hergestellt nach dem Verfahren
Method and device for making warp knit wear, especially galloon crochet wear and warp
knit wear obtained by this method
Procédé et dispositif pour la fabrication d'un tricot chaîne, notamment un tricot
à crochet de galons et tricot chaîne obtenu par ce procédé
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE ES GB IT LI |
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Priorität: |
02.09.1991 CH 2571/91
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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10.03.1993 Patentblatt 1993/10 |
| (73) |
Patentinhaber: Textilma AG |
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CH-6052 Hergiswil (CH) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Speich, Francisco
CH-5264 Gipf-Oberfrick (CH)
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| (74) |
Vertreter: Schmauder, Klaus Dieter et al |
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Schmauder & Wann
Patentanwaltsbüro
Zwängiweg 7 CH-8038 Zürich CH-8038 Zürich (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A-85/01527 DE-A- 1 635 270 US-A- 3 119 167 US-A- 5 007 253
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WO-A-85/04911 DE-A- 2 244 114 US-A- 3 217 680
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Kettengewirks, insbesondere
eines Häkelgalongewirks gemäss Oberbegriff des Anspruches 1 sowie ein nach dem Verfahren
hergestelltes Kettengewirk gemäss Anspruch 7 sowie eine Anlage zur Durchführung des
Verfahrens gemäss Oberbegriff des Anspruches 8.
[0002] Die US-A-5 007 253 beschreibt ein Verfahren, ein Kettengewirk sowie eine Anlage der
eingangs genannten Art, dabei werden die flottierenden Figurfadenabschnitte zunächst
von senkrecht zu Ebene des Kettengewirks angeordneten sichelartigen Messern erfasst
und geschnitten. An einer weiteren Station werden die nun freiliegenden Abschnitte
der flottierenden Figurfäden angehoben und von einer Schneidwalze mit schraubenlinienartig
angeordneten Messern abgeschnitten. Das Verfahren und die Anlage sind relativ kompliziert,
da für jede Bahn der flottierenden Figurfadenabschnitte ein gesondertes sichelartiges
Messer erforderlich ist, das überdies beim Wechsel der Musterung jeweils neu eingestellt
werden muss. Ausserdem können insbesondere flottierende Figurfadenabschnitte die in
Laufrichtung des Kettengewirks liegen, nicht erfasst werden. Ferner besteht die Gefahr,
dass sich die abgeschnittenen Figurfäden im Kettengewirk lösen, da die Enden nicht
fixiert sind. Dieser Stand der Technik ist also relativ kompliziert und in der Handhabung
umständlich und ermöglicht nur eine beschränkte Musterung.
[0003] Aus der US-A-3 217 680 ist es bekannt, Stich- oder Fadenketten, die zwei Textilartikel
verbinden, mittels eines heissen Schneiddrahtes zu trennen. Hierzu ist eine Saugdüse
vorhanden, in der mit Abstand vom Mundstück der heisse Schneiddraht angeordnet ist.
Die Stich- oder Fadenketten müssen eine bestimmte Länge aufweisen, damit das schlaufenartig
eingesaugte Ende der Stich- oder Fadenketten den Schneiddraht erreichen und am Schlaufenende
durchtrennt werden können. Die Schneidvorrichtung ist zum Abtrennen eines flottierenden
Figurfadens der Figurseite eines Kettengewirkes völlig ungeeignet.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zur Herstellung eines Kettengewirks,
insbesondere eines Häkelgalongewirks mit Figurmustern, ferner das gemusterte Kettengewirk
sowie eine Anlage zur Durchführung des Verfahrens der eingangs genannten Art weiter
zu verbessern.
[0005] Die Aufgabe wird erfindungsgemäss gelöst durch:
a) das Verfahren gemäss Anspruch 1;
b) das Kettengewirk gemäss Anspruch 7 und
c) die Anlage gemäss Anspruch 8.
[0006] Durch das Abtrennen der flottierenden Figurfadenabschnitte, z.B. gemäss Anspruch
3 oder 4, kann das Abtrennen nicht nur an einer einzigen Station durchgeführt werden,
sondern es können auf einfachste Art und Weise sämtliche auch in Längsrichtung des
bewegten Kettengewirks liegende flottierende Figurfadenabschnitte erfasst werden.
Durch das thermische Schneiden erhalten die im Grundgewirk verbleibenden Figurfäden,
sofern sie aus thermoplastischem Material bestehen, an den Enden einen Schmelzkopf,
der den Figurfaden fixiert und somit ein Lösen aus dem Grundgewirk verhindert oder
zumindest erschwert. Eine Neueinstellung der Abtrennvorrichtung ist bei einem Wechsel
der Musterung in der Regel nicht erforderlich. Das Verfahren und die Anlage sind also
äusserst einfach und benötigen nur geringsten Wartungs- und Einstellaufwand.
[0007] Dadurch, dass der Figurfaden figurseitig zwischen den Figurmustern flottierend auf
dem Grundgewirk angeordnet wird, ergibt sich eine wesentliche Vereinfachung des Herstellungsverfahrens
und eine grössere Variationsbreite der Musterung. Dennoch wirkt der flottierend auf
dem Grundgewirk angeordnete Figurfaden nicht störend, da er nach der Herstellung des
Kettengewirks abgetrennt wird, so dass nur noch das reine eingebundene Figurmuster
sichtbar ist. Daraus resultieren weitere wesentliche Vorteile. So kann das Kettengewirk
wesentlich dünner und mit einer Vielzahl von Figurmustern in verschiedenen sich überlappenden
Farben ausgeführt sein. Der Materialverbrauch ist geringer, da Deckfäden und deren
Einbindungen entfallen. Die Variationsbreite der Figurmusterung wird auch dadurch
grösser, dass die bisher erforderlichen Legestangen für die Deckfäden wegfallen und
zur Figurmusterung verwendet werden können. Das Kettengewirk ist auch wesentlich schöner
und ansprechender, da es im Zwischenfigurbereich eine homogene Struktur des Grundgewirks,
d.h. ohne Durchschimmern von abgedeckten Figurfäden aufweist. Auch die Rückseite des
so gemusterten Kettengewirks weist in der Struktur des Grundgewirks eine grosse Homogenität
auf, da hier ebenfalls ein Durchschimmern von abgedeckten Figurfäden im Zwischenfigurbereich
entfällt. Besonders vorteilhaft sind Kettengewirke, die im Schusseffekt gemustert
sind, da diese sehr fein strukturiert sein können. Die Feinheit der Bindungsstelle
ist lediglich abhängig von der Anzahl Maschen pro Zentimeter, die eingebunden werden.
Somit ist die Bindungsfeinheit nicht von der Maschenteilung abhängig wie beim bisherigen
im Ketteneffekt gemusterten Kettengewirk. Die Vorteile der Schusseffektmusterung liegen
also einerseits in einer feinen Bindungsstruktur und andererseits in einem Figurmuster,
das reliefartig über dem Grundgewirk vorsteht. Nach dem neuen Verfahren können im
Schusseffekt gemusterte Kettengewirke mit sich überlappenden Figuren und Figurteilen
in beliebigen Farben hergestellt werden. Bei Verwendung von Kettenwirkmaschinen, insbesondere
Häkelgalonmaschinen mit elektronisch gesteuertem Legestangenantrieb können auf einfachste
Weise Figurmuster mit langen Rapporten in beliebiger Legung auf wirtschaftliche Weise
erstellt werden.
[0008] Durch das vorliegende Verfahren und die entsprechende Anlage werden die bis heute
für gemusterte Artikel erforderlichen Farbdruckoperationen eliminiert. Dies bedeutet
eine wesentliche Kosteneinsparung, wirtschaftlichere Fertigung von Kettengewirken,
insbesondere Bändern wie Hosenträger, Gurtbänder, Unterwäschebänder, Spitzenbänder
und dergleichen.
[0009] Vorteilhafte Ausgestaltungen des Verfahren sind in den Ansprüchen 2 bis 6 und vorteilhafte
Ausbildungen der Anlage in den Ansprüchen 9 bis 16 beschrieben.
[0010] Grundsätzlich ist es möglich, das Abtrennen der flottierenden Figurfadenabschnitte
räumlich und zeitlich unabhängig von dem Wirkvorgang durchzuführen. Vorteilhafter
ist jedoch eine Ausbildung des Verfahrens nach Anspruch 2, wonach das Wirken und Abtrennen
der flottierenden Figurfadenabschnitte in direkt aufeinanderfolgenden Arbeitsschritten
erfolgen.
[0011] Das Abtrennen der flottierenden Figurfadenabschnitte wird durch das Verfahren nach
Anspruch 4 erleichtert. Vorteilhaft ist auch eine Weiterbildung des Verfahrens nach
Anspruch 6, wodurch die Qualität der Figurmuster verbessert wird.
[0012] Die Abtrennvorrichtung kann unabhängig von der Kettenwirkmaschine angeordnet sein.
Vorteilhafter ist jedoch eine Ausbildung nach Anspruch 9.
[0013] Besonders vorteilhaft ist eine Ausbildung der Abtrennvorrichtung nach Anspruch 10.
Gegebenenfalls kann es zweckmässig sein, gemäss Anspruch 11 einen Flammenbrenner zum
Abtrennen oder Abschmelzen der flottierenden Figurfadenabschnitte zu verwenden.
[0014] In jedem Falle ist es zweckmässig, die Anlage gemäss Anspruch 12 mit einer Transportvorrichtung
zum längs entspannten Transportieren des Kettengewirks an der Abtrennvorrichtung zu
versehen.
[0015] Das Abtrennen der flottierenden Figurfadenabschnitte wird durch eine Ausgestaltung
der Anlage nach Anspruch 13 erleichtert. Besonders vorteilhaft ist eine Ausgestaltung
der Fadenabhebvorrichtung nach Anspruch 14, wobei die Saugvorrichtung gleichzeitig
auch zum Abführen der abgetrennten Figurfadenabschnitte dienen kann. Auch eine Ausgestaltung
nach Anspruch 15 ist zum Abheben der flottierenden Figurfadenabschnitte möglich.
[0016] In jedem Falle ist es zweckmässig, wenn die Anlage gemäss Anspruch 16 mit einer Absaugvorrichtung
für die abgetrennten Figurfadenabschnitte versehen ist.
[0017] Nach der Erfindung lassen sich die verschiedensten Kettengewirke, insbesondere Häkelgalongewirke
mit den verschiedensten Figurmustern herstellen. Besonders vorteilhaft ist die Erfindung
zur Herstellung von Bändern der verschiedensten Art, insbesondere von Hosenträgern,
Gurtbändern, Unterwäschebändern, Spitzenbändern und dergleichen.
[0018] Ausführungsbeispiele des Gegenstandes der Erfindung werden nachfolgend anhand schematischer
Zeichnungen näher beschrieben, dabei zeigen:
- Figur 1
- ein ungemustertes Kettengewirk in Draufsicht auf die Gutseite;
- Figur 2
- das Kettengewirk der Figur 1 mit Figurmuster und flottierenden Figurfadenabschnitten;
- Figur 3
- das Kettengewirk der Figur 2 nach dem Abtrennen der flottierenden Figurfadenabschnitte;
- Figur 4
- eine erste Anlage zur Herstellung bandförmiger Kettengewirke mit einer thermischen
Schneidvorrichtung, im Vertikalschnitt;
- Figur 5
- die thermische Schneidvorrichtung in Ansicht V der Figur 4 und in grösserem Massstab
sowie teilweise geschnitten;
- Figur 6
- die Abtrennvorrichtung der Anlage nach Figur 4 mit abgewandelter Fadenanhebvorrichtung;
und
- Figur 7
- eine weitere Abtrennvorrichtung mit einem Flammenbrenner, im Vertikalschnitt.
[0019] Die Figur 1 zeigt ein bandförmiges Kettengewirk 1, welches als Grundgewirk 2 dient,
auf dem gemäss Figur 2 Figurmuster 4 eingewirkt sind, die aus vier Figurmusterteilen
4a,4b,4c,4d mit entsprechenden Figurfäden 6a,6b,6c,6d gebildet sind. Die Figurfäden
liegen ausserhalb der Figurenmuster flottierend auf dem Grundgewirk 2. Die Figur 3
zeigt das mit Figurmustern 4 versehene Grundgewirk 2 der Figur 2 nach dem Abtrennen
der flottierenden Figurfadenabschnitte 7a,7b,7c,7d.
[0020] Die Figuren 4 und 5 zeigen eine erste Anlage zur Herstellung eines Kettengewirks
gemäss den Figuren 1 bis 3. Die Anlage enthält eine Kettenwirkmaschine 8, die im vorliegenden
Beispiel als Häkelgalonmaschine ausgestaltet ist. Eine solche Häkelgalonmaschine ist
beispielsweise in der WO 85/01527 und der WO 85/04911 beschrieben. Vor- und zurückgehende
Wirknadeln 10 sind an einer hin- und hergehenden Wirknadelbarre 12 befestigt. Die
als Schiebernadeln ausgestalteten Wirknadeln 10 enthalten Schieber 14, die mittels
einer Schieberbarre 16 hin- und herbewegt werden. Die Wirknadeln 10 sind über eine
Abschlagschiene 18 geführt, der eine Führungsleiste 20 vorgelagert ist. Die Abschlagschiene
18 und die Führungsleiste 20 bilden einen Spalt 22 zur Abführung des hergestellten
Kettengewirks. Den Wirknadeln 10 sind Kettfadenführer 24 vorgelagert, die an einer
Kettfadenlegeschiene 26 auf- und abschwingend sowie hin- und hergehend geführt sind.
Zum Antrieb dient ein Hebelgetriebe 28. Die Kettfadenführer 24 legen die Kettfäden
30 in einer kreisenden Bewegung in die Wirknadeln 10. Oberhalb der Wirknadelebene
ist eine erste Legestange 32 mit Fadenführern 34 zur Einbringung eines Grundfadens
36 angeordnet. Eine zweite Legestange 38 enthält Fadenführer 40 zur Zuführung eines
Gummifadens 42. Weiter ist eine Musterlegestange 44 mit Musterfadenführern 46 dargestellt,
die zur Zuführung eines Figurfadens 6 dient. Obwohl nur eine Musterlegestange 44 mit
Musterfadenführern 46 gezeigt ist, können deren auch mehrere angeordnet sein zur Zuführung
mehrerer Figurfäden, wie beispielsweise der Figurfäden 6a,6b,6c,6d der Figur 2. Der
Figurfaden wird im Schusseffekt zugeführt und eingebunden. Hierzu wird die Musterlegestange
44 in nicht näher dargestellter Weise mit einem Legestangenantrieb betätigt, der elektronisch
gesteuert ist. Damit können auf einfachste Weise Figurmuster mit beliebigen Rapporten
und in beliebiger Legung wirtschaftlich hergestellt werden. Der Wirkstelle 48 ist
eine Abzugsvorrichtung 50 mit paarweise angeordneten Walzen 52 nachgeordnet, über
die das gemusterte Kettengewirk 1 abgezogen wird, welches aus dem Grundgewirk 2 und
den Figurmustern 4 aus dem Figurfaden 6 besteht. Zwischen den Figurmustern 4 weist
der Figurfaden 6 auf dem Grundgewebe 2 flottierend liegende Figurfadenabschnitte 7
auf.
[0021] Der Kettenwirkmaschine 8 ist eine Abtrennvorrichtung 54 nachgeschaltet, der das Kettengewirk
1 über eine Umlenkrolle 56 zugeführt wird. Die Abtrennvorrichtung 54 weist eine Führung
58 auf, über die das Kettengewirk 1 zu einer weiteren Abzugsvorrichtung 60 geführt
ist, die vorzugsweise langsamer läuft als die Abzugsvorrichtung 50 der Kettenwirkmaschine,
so dass das Kettengewirk 1 an der Führung 58 längsentspannt ist. Der Führung 58 ist
eine Fadenanhebvorrichtung 62 zugeordnet, die als Saugvorrichtung ausgestaltet ist
und dazu dient, die flottierenden Figurfadenabschnitte 7 vom Grundgewirk 2 abzuheben,
so dass sie von einer nachgeordneten thermischen Schneidvorrichtung 66 abgetrennt
werden können. Die abgetrennten Figurfadenabschnitte 7 werden durch eine Düse 68 der
Saugvorrichtung 64 abgesaugt und können in einem hier nicht näher dargestellten Auffangbehälter
aufgefangen werden.
[0022] Die Figur 5 zeigt die Abtrennvorrichtung 54 im Detail. Die thermische Schneidvorrichtung
66 weist einen elektrisch heizbaren Schneiddraht 70 auf, der in beidseits der Führung
58 angeordneten Trägern 72 befestigt ist. Auf der einen Seite dient eine Klemmschraube
74 zur Fixierung. Auf der anderen Seite ist am Schneiddraht 70 ein Bolzen 76 mittels
einer Klemmschraube 78 festgeklemmt, an den sich eine Feder 80 zur Vorspannung des
Schneiddrahtes 70 abstützt. Der Schneiddraht 70 ist in nicht näher dargestellter Weise
von einem Strom durchflossen und wird dadurch aufgeheizt. Der Schneiddraht 70 liegt
unmittelbar über dem über die Führung 58 geführten Kettengewirk 1 und trennt die flottierenden
Figurfadenabschnitte 7 ab, die mittels der Düse 68 vom Grundgewirk 2 abgehoben sind.
Durch das thermische Schneiden werden die Enden der flottierenden Figurfäden, die
vorzugsweise aus thermoplastischem Material bestehen, angeschmolzen und gesichert.
[0023] Die Figur 6 zeigt eine weitere Abtrennvorrichtung 54a, die analog der Abtrennvorrichtung
der Figuren 4 und 5 ausgebildet ist, wobei jedoch die Fadenabhebvorrichtung 62a nicht
als Saugvorrichtung sondern als rottierende Bürste 82 ausgestaltet ist. Dieser ist
eine Absaugvorrichtung 84 zum Abtransport der abgeschnittenen Figurfadenabschnitte
7 zugeordnet.
[0024] Die Figur 7 zeigt eine weitere Abtrennvorrichtung 54b, die thermisch ausgestaltet
ist und einen Flammenbrenner 86 aufweist, der vorzugsweise als Gasbrenner ausgebildet
ist. Das über eine Leitung 88 zugeführte Gas wird an eine Düse 90 weitergeleitet,
wobei der Gasstrom mittels eines Reglers 92 regelbar ist. Die an der Düse 90 erzeugte
Flamme 94 dient zum Abbrennen oder Abschmelzen der flottierenden Figurfadenabschnitte
7 des Kettengewirks 1. Eine Saugvorrichtung 64 dient wiederum als Fadenanhebvorrichtung
62 und zum Absaugen der abgetrennten Figurfadenabschnitte.
1. Verfahren zur Herstellung eines Kettengewirks, insbesondere eines Häkelgalongewirks,
mit Figurmustern (4), wobei im Figurbereich mindestens ein Figurfaden (6,6a,6b,6c,6d)
im Schuss- und/oder Ketteffekt eingebunden und figurseitig zwischen den Figurenmustern
(4) flottierend auf dem Grundgewirk (2) angeordnet wird und anschliessend die flottierenden
Abschnitte (7,7a,7b,7c,7d) des Figurfadens (6,6a,6b,6c,6d) abgetrennt werden, dadurch
gekennzeichnet, dass die flottierenden Figurfadenabschnitte (7,7a,7b,7c,7d) mittels
einer thermischen Abtrennvorrichtung (66) abgetrennt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Abtrennen der flottierenden
Figurfadenabschnitte (7,7a,7b, 7c,7d) im Anschluss an den Wirkvorgang erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die flottierenden Figurfadenabschnitte
(7a,7b,7c,7d) mittels eines Schneiddrahtes (70) oder einer Schneidlamelle abgetrennt
werden, der/die heizbar ist und vorzugsweise über die ganze Breite des Kettengewirks
reicht.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die flottierenden
Figurfadenabschnitt (7,7a, 7b,7c,7d) abgebrannt werden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die flottierenden
Figurfadenabschnitte (7,7a, 7b,7c,7d) zum Abtrennen von dem Grundgewirk (2) angehoben
werden.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Kettengewirk
(1) zum Abtrennen der flottierenden Figurfadenabschnitte (7,7a,7b,7c,7d) längs entspannt
wird.
7. Kettengewirk, insbesondere Häkelgalongewirk, hergestellt nach einem der Ansprüche
1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Figurfaden (6,6a,6b,6c,6d) figurseitig an
den Enden der Figurmuster (4) abgetrennt ist.
8. Anlage zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 6, mit einer
Kettenwirkmaschine (8) zur Herstellung von Kettengewirken (1) mit Figurmustern (4)
mit mindestens einem Figurfaden (6,6a,6b,6c,6d), der zwischen den Figurmustern (4)
flottierend auf dem Grundgewebe (2) liegt; und mit einer Vorrichtung (54,54a,54b)
zum Abtrennen der flottierenden Figurfadenabschnitte (7,7a,7b,7c,7d), dadurch gekennzeichnet,
dass die Abtrennvorrichtung (54,54a ,54b) für die flottierenden Figurfadenabschnitte
(7,7a,7b,7c,7d) thermisch arbeitend ausgebildet ist.
9. Anlage nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Abtrennvorrichtung (54,54a,54b)
an der Kettenwirkmaschine (8) angeordnet ist.
10. Anlage nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Abtrennvorrichtung
(54, 54a) ein thermische Schneidvorrinchtung (66) mit einem Schneiddraht (70) oder
einer Schneidlamelle aufweist, der/die heizbar und vorzugsweise über die ganze Breite
des Kettengewirks (1) reicht und mittels einer Feder (80) gespannt ist.
11. Anlage nach einem der Ansprüche 8 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Abtrennvorrichtung
(54b) einen in seiner Intensität regelbaren Flammenbrenner (86) zum Abbrennen oder
Abschmelzen der flottierenden Figurfadenabschnitte (7,7a,7b,7c,7d) aufweist.
12. Anlage nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Transportvorrichtung
(60) zum längsentspannten Transportieren des Kettengewirks (1) an der Abtrennvorrichtung
(54,54a,54b) aufweist.
13. Anlage nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Abtrennvorrichtung
(54,54a,54b) eine Fadenanhebevorrichtung (62,62a,62b) zum Anheben der flottierenden
Figurfadenabschnitte (7,7a,7b,7c,7d) vom Grundgewirk (2) aufweist.
14. Anlage nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Fadenanhebevorrichtung (62)
als Saugvorrichtung (64) ausgebildet ist.
15. Anlage nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Fadenanhebvorrichtung (62a)
als sich bewegende oder rotierende Bürste (82) ausgebildet ist.
16. Anlage nach einem der Ansprüche 8 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Abtrennvorrichtung
(54,54a,54b) eine Absaugvorrichtung (64,84) mit einem Auffangbehälter für Fadenreste
aufweist.
1. Method for producing a warp knitted fabric, especially a crochet galloon fabric, with
figure patterns (4), in the figure region at least one figure thread (6,6a,6b,6c,6d)
being bound in by the weft effect and/or the warp effect and, on the figure side,
being arranged in a floating manner on the knitted ground fabric (2) between the figure
patterns (4), and subsequently the floating portions (7,7a,7b,7c,7d) of the figure
thread (6,6a,6b,6c,6d) being cut, characterized in that the floating figurethread
portions (7,7a,7b,7c,7d) are cut by means of a thermal cutting device (66).
2. Method according to Claim 1, characterized in that the cutting of the floating figure-thread
portions (7,7a,7b,7c,7d) takes place after the knitting operation.
3. Method according to Claim 1 or 2, characterized in that the floating figure-thread
portions (7a,7b,7c,7d) are cut by means of a cutting wire (70) or cutting blade which
is heatable and which extends preferably over the entire width of the warp knitted
fabric.
4. Method according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the floating figure-thread
portion [sic] (7,7a,7b,7c,7d) are burnt off.
5. Method according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the floating figure-thread
portions (7,7a,7b,7c,7d) are raised for cutting from the knitted ground fabric (2).
6. Method according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the warp fabric (1)
is longitudinally stress-relieved for the purpose of cutting the floating figure-thread
portions (7,7a,7b,7c,7d).
7. Warp fabric, especially crochet galloon fabric, produced according to one of Claims
1 to 6, characterized in that, on the figure side, the figure thread (6,6a,6b,6c,6d)
is cut at the ends of the figure patterns (4).
8. Apparatus for carrying out the method according to one of Claims 1 to 6, with a warp-knitting
machine (8) for the production of warp knitted fabrics (1) with figure patterns (4)
having at least one figure thread (6,6a,6b,6c,6d) which lies in a floating manner
on the knitted ground fabric (2) between the figure patterns (4); and with a device
(54,54a,54b) for cutting the floating figure-thread portions (7,7a,7b,7c,7d), characterized
in that the cutting device (54,54a,54b) for the floating figure-thread portions (7,7a,7b,7c,7d)
is designed to work thermally.
9. Apparatus according to Claim 8, characterized in that the cutting device (54,54a,54b)
is arranged on the warp-knitting machine (8).
10. Apparatus according to Claim 8 or 9, characterized in that the cutting device (54,54a)
has a thermal cutting device (66) with a cutting wire (70) or a cutting blade which
is heatable and which extends preferably over the entire width of the warp fabric
(1) and is stressed by means of a spring (80).
11. Apparatus according to one of Claims 8 to 9, characterized in that the cutting device
(54b) has a flame burner (86) of adjustable intensity for burning off or melting off
the floating figure-thread portions (7,7a,7b,7c,7d).
12. Apparatus according to one of Claims 8 to 11, characterized in that it has a transport
device (60) for the longitudinally tension-relieved transportation of the warp fabric
(1) at the cutting device (54,54a,54b).
13. Apparatus according to one of Claims 8 to 12, characterized in that the cutting device
(54,54a,54b) has a thread-raising device (62,62a,62b) for raising the floating figure-thread
portions (7,7a,7b,7c,7d) from the foundation fabric (2).
14. Apparatus according to Claim 13, characterized in that the thread-raising device (62)
is designed as a suction device (64).
15. Apparatus according to Claim 13, characterized in that the thread-raising device (62a)
is designed as a moving or rotating brush (92).
16. Apparatus according to one of Claims 8 to 15, characterized in that the cutting device
(54,54a,54b) has a suck-off device (64,84) with a collecting container for thread
residues.
1. Procédé de fabrication d'un tissu tricoté en chaîne, en particulier d'un tissu à crochets
pour galons, avec des modèles à dessins (4), dans lequel au moins un fil de dessin
(6, 6a, 6b, 6c, 6d) est lié dans la zone des dessins à effet de trame et/ou à effet
de chaîne et du côté des dessins est disposé entre les modèles à dessins (4) de façon
flottante sur le tissu de base (2) et ensuite les sections flottantes (7, 7a, 7b,
7c, 7d) du fil de dessin (6, 6a, 6b, 6c, 6d) sont séparées, procédé caractérisé en
ce que les sections des fils de dessin flottantes (7, 7a, 7b, 7c, 7d) sont séparées
au moyen d'un dispositif de séparation thermique.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la séparation des sections
de fils de dessins (7, 7a, 7b, 7c, 7d) flottantes, a lieu à la suite du processus
de tricotage.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les sections de fils
de dessins (7, 7a, 7b, 7c, 7d), flottantes, sont séparées au moyen d'un fil de coupe
(70) ou d'une lamelle de coupe, qui peut être chauffé ou chauffée et de préférence
s'étend sur toute la largeur du tissu en chaîne.
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé les sections de fils de
dessins (7, 7a, 7b, 7c, 7d), flottantes, sont séparées.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que les sections des
fils de dessins (7, 7a, 7b, 7c, 7d) flottantes sont soulevées pour procéder à la séparation
du tissu de base (2).
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'on détend dans
le sens de la longueur le tissu en chaîne (1) pour séparer les sections de fils de
dessins (7, 7a, 7b, 7c, 7d) flottantes.
7. Tissus tricotés en chaînes, en particulier tissus à crochets pour galons, caractérisé
en ce que les fils des dessins (6, 6a, 6b, 6c, 6d) sont séparés du côté des dessins
aux extrémités du modèle de dessins (4).
8. Installation pour la mise en oeuvre du procédé selon les revendication 1 à 6, avec
un métier à mailles jetées (8) pour fabriquer des tissus en chaîne (1) avec des modèles
de dessins (4), avec au moins un fil de dessin (6, 6a, 6b, 6c, 6d), qui se trouve
flottant entre les modèles de dessins (4) sur le tissu de base (2), et avec un dispositif
(54, 54a, 54b) servant à séparer les sections de fils de dessins (7, 7a, 7b, 7c, 7d),
installation caractérisée en ce que le dispositif de séparation (54, 54a, 54b) pour
les sections de fils de dessins (7, 7a, 7b, 7c, 7d) flottantes, est constitué de façon
à fonctionner thermiquement.
9. Installation selon la revendication 8, caractérisée en ce que le dispositif de séparation
(54, 54a, 54b) est disposé sur le métier à mailles jetées (8).
10. Installation selon la revendication 8 ou la revendication 9, caractérisée en ce que
le dispositif de séparation (54, 54a) présente un fil de coupe (70) ou une lamelle
de coupe (66), qui peut être chauffé ou chauffée et de préférence s'étend sur toute
la largeur du tissu en chaîne et est tendu ou tendue au moyen d'un ressort (80).
11. Installation selon l'une des revendications 8 à 9, caractérisée en ce que le dispositif
servant à séparer (54b) est un brûleur à flamme (86) d'intensité réglable pour séparer
en brûlant ou en faisant fondre les sections de fils de dessins flottantes (7, 7a,
7b, 7c, 7d).
12. Installation selon l'une des revendications 8 à 11, caractérisée en ce qu'elle comporte
un dispositif de transport (60) pour transporter le tissu en chaîne (1) relâché en
longueur sur le dispositif de séparation (54, 54a, 54b).
13. Installation selon l'une des revendications 8 à 12, caractérisée en ce que le dispositif
de séparation (54, 54a, 54b) comporte un dispositif de soulèvement de fils (62, 62a,
62b) pour soulever les sections de fils de dessins (7, 7a, 7b, 7c, 7d) flottantes
par rapport au tissu de base (2).
14. Installation selon la revendication 13, caractérisée en ce que le dispositif de soulèvement
de fils (62) se présente sous la forme d'un dispositif d'aspiration (64).
15. Installation selon la revendication 13, caractérisée en ce que le dispositif de soulèvement
de fils (62a) est constitué par des brosses (82) qui se déplacent ou tournent.
16. Installation selon l'une des revendications 8 à 15, caractérisée en ce que le dispositif
de séparation (54, 54a, 54b) comporte un dispositif d'aspiration (64, 84) avec un
récepteur collecteur pour recevoir les restes de fils.