(19)
(11) EP 0 534 132 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
29.05.1996  Patentblatt  1996/22

(21) Anmeldenummer: 92114199.0

(22) Anmeldetag:  20.08.1992
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6D03D 47/30

(54)

Verfahren zum Schussfadeneintrag auf einer Luftdüsenwebmaschine

Process for the weft insertion in an air-jet loom

Procédé pour l'insertion de trame dans un métier à tisser à jet d'air


(84) Benannte Vertragsstaaten:
BE CH FR GB IT LI

(30) Priorität: 21.09.1991 DE 4131474

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
31.03.1993  Patentblatt  1993/13

(73) Patentinhaber: LINDAUER DORNIER GESELLSCHAFT M.B.H
D-88131 Lindau (DE)

(72) Erfinder:
  • Wahhoud, Adnan, Dr.-Ing.
    W-8990 Lindau-Bodolz (DE)
  • Teufel, Dieter, Dipl.-Ing.
    W-7994 Langenargen (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 112 145
FR-A- 2 508 941
WO-A-89/12122
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Schußfadeneintrag auf einer Luftdüsenwebmaschine nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

    [0002] Beim Betreiben von Luftdüsenwebmaschinen ist allgemein bekannt, daß der Transport des Schußfadens durch den Eintragkanal im Webblatt und hier insbesondere die für den Schußeintrag benötigte Eintragszeit bzw. notwendige Geschwindigkeit von mehreren Faktoren abhängig ist.
    So sind beispielsweise Unterschiede in der Luftwirksamkeit des Fadens von ein und demselben Fadenvorrat und Schwankungen in der Aufwickeldichte des Fadenvorrates, d.h. die Schußfäden der oberen Fadenlagen eines Fadenvorrates weisen in aller Regel eine für den Luftangriff ungünstigere Oberflächenstruktur auf, als die Mittel- und Endlagen des Fadenvorrates, durch einen entsprechenden Verfahrensablauf beim Schußfadeneintrag in der Webmaschine zu beheben.
    Um diese Unzulänglichkeiten ausgleichen zu können und die fest in der Programmsteuerung vorgegebene Eintragszeit oder Geschwindigkeit des Schußfadens innerhalb eines Webzyklus zu gewährleisten, ist bekannt, die Eintragszeit oder die Geschwindigkeit des Schußfadens im Sinne einer Erhöhung oder Verringerung der Luft-Impulsdauer durch die Hauptdüse einer Luftdüsenwebmaschine zu beeinflussen.
    Bekannt ist aus der FR-PS 2 508 941 ein Verfahren zum Weben auf einer Düsenwebmaschine, wonach die Schußfäden von Vorratspulen abgezogen, abgemessen und von einer mit einem Transportfluidum gespeisten Hauptdüse in das Webfach eingetragen werden und wobei zur Vermeidung negativer Einflüsse aus dem Übergang des Schußfadens von einer Vorratsspule zur anderen auf die Dauer des Schußeintrags der Speisedruck der Hauptdüse zeitweilig geändert wird.
    Dies unter Einbeziehung der Stafettendüsen oder durch die Stafettendüsen selbst zu bewerkstelligen ist nicht bekannt.

    [0003] Gemäß der DE-OS 38 18 766 ist bekannt, die Ansteuerung der Stafettendüsen einer Luftdüsenwebmaschine so weiterzubilden, daß in aufeinanderfolgenden Arbeitsgängen unterschiedliche Garnqualitäten verarbeitet werden können. Dazu werden die Stafettendüsen gruppenweise angesteuert und die Dauer der Impulslänge der Ansteuerung in Abhängigkeit von der Luftwirksamkeit des jeweils zu verarbeitenden Garns geregelt.
    Einflüsse, die beim Übergang des Schußfadens von einem Fadenvorrat auf einen anderen Vorrat negativ auf den Webprozeß wirken, können mit der bekannten Lösung nicht beseitigt werden.

    [0004] Bei der Verarbeitung von Fäden ein und derselben Qualität, die jedoch von zwei verschiedenen miteinander verbundenen Fadenvorräten abgezogen werden, treten diese Unzulänglichkeiten in gleicher Weise auf. Hinzu kommen weitere Einflüsse, nämlich solche, die entstehen, wenn der erste Fadenvorrat, von welchem der Schußfaden gerade abgezogen wurde zu Ende geht und auf den nächsten Fadenvorrat übergegangen wird. Hier ist das Fadenende des auslaufenden Vorrats mit dem Fadenanfang des z.B. vollen Vorrats verbunden.
    Obwohl, wie bereits ausgeführt, es sich hierbei um die gleiche Schußfadenqualität handelt, sind die Einflüsse, die aus dem Fadenübergang resultieren, nicht ohne weiteres über die bekannte Stafettendüsen-Steuerung zu beheben.
    Mit den einzelnen Stafettendüsen oder Gruppen von Stafettendüsen wäre nämlich ein neues programmgemäßes Wanderfeld aufzubauen und mit einem vergleichsweise höheren Druck, also höherem Energiebedarf aufrecht zu erhalten und auf den Schußfaden wirken zu lassen. Die einmal vorgegebenen Eintragsparameter für den Schußfaden müßten also verändert werden, was nicht ohne Einfluß auf die Produktivität der Webmaschine bliebe. Darüber hinaus würde diese Maßnahme einen unerwünscht hohen Verbrauch an Eintragsfluidum verursachen, was aber auszuschließen ist.

    [0005] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, zusätzlich zu den bereits von den Stafettendüsen zum Transport des Schußfadens durch den Schußfadeneintragskanal gebildeten programmgemäßen Wanderfeld ein Übergangswanderfeld auszubilden, mit dem nachteilige Einflüsse, die beim Übergang des Schußfadens von einem Fadenvorrat zum nächstfolgenden auf den Schußfadeneintrag wirken, zu eliminieren.

    [0006] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst,
    • daß während oder unmittelbar nach dem Übergang des Schußfadens von dem einen Fadenvorrat auf den nächstfolgenden dem programmgemäß ausgebildeten Wanderfeld zeitweilig ein Übergangswanderfeld überlagert wird,
    • daß das Übergangswanderfeld solange aufrechterhalten bleibt, bis eine Anfangsmenge von Schußfäden vom nächstfolgenden Fadenvorrat abgezogen ist oder bis die Fadenflugzeit ihren Soll-Wert erreicht hat
      und
    • daß nachfolgend zu dem programmgemäß ausgebildeten Wanderfeld zurückgekehrt wird.


    [0007] Es hat sich gezeigt, daß die nachteiligen Einflüsse auf den Schußfadeneintrag während des Übergangs des Schußfadens von dem leeren zu dem vollen Fadenvorrat im wesentlichen nur durch eine zeitweilige Verlängerung der Impulsdauer der das programmgemäße Wanderfeld ausbildenden Gruppen von Stafettendüsen erreichbar ist. Überraschenderweise hat sich auch gezeigt, daß die Verlängerung der Impulsdauer aber bereits nach wenigen, mittels des Übergangswanderfeldes eingetragenen Schußfäden aufgehoben werden kann. Damit wird gewährleistet, daß ein für den Aufbau und die Aufrechterhaltung des Übergangswanderfeldes veranschlagter höherer Luftverbrauch nicht zu verzeichnen ist.

    [0008] Weitere, die erfindungsgemäße Lösung vorteilhaft ausgestaltende Merkmale, ergeben sich aus den Unteransprüchen.

    [0009] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert.
    Figur 1
    zeigt die Abhängigkeit der Fadenflugzeit (FFZ) und des Energiebedarfs (EB) vom Durchmesser der Fadenspule ohne Schußeintragsregelung,
    Figur 2
    die Abhängigkeit der Fadenflugzeit (FFZ) und des Energiebedarfs (EB) vom Durchmesser der Fadenspule mit Schußeintragsregelung,
    Fig. 3
    die Abhänigkeit der Fadenflugzeit (FFZ) und des Energiebedarfs (EB) vom Durchmesser der Fadenspule unter Verwendung eines Spulenüberlaufsensors und mit Schußeintragsregelung.


    [0010] In den Figuren 1 bis 3 wird anhand der Diagramme der Einfluß der Spulendurchmesser-Verringerung an einer Luftdüsenwebmaschine, d.h. der zur Durchmesser-Verringerung führende Schußfadenverbrauch auf die wichtigen Parameter, wie Fadenflugzeit (Zeit des Schußfadens, die er vom Fadenstart auf der Schußfadeneintragsseite bis zur Fadenankunft auf der Schußfadenankunftseite der Webmaschine benötigt) und Energieverbrauch (Menge des Fluidums je Zeiteinheit für den Schußfadeneintrag in das Webfach) dargestellt.
    Bei diesen Darstellungen wird zur Verdeutlichung der Vorteilswirkung der Erfindung noch zwischen einem Schußfadeneintrag ohne und einem Schußfadeneintrag mit Schußeintragsregelung unterschieden.

    [0011] Auf der Abszisse der Diagramme ist die Abnahme des Spulendurchmessers D zu d oder des Schußfadenverbrauchs (SFV) und auf der Ordinate sind Fadenflugzeit (FFZ) und Energiebedarf (EB) aufgetragen.

    [0012] In Figur 1 ist der Verlauf der Flugzeit des Schußfadens in Abhängigkeit vom Durchmmesser des Fadenvorrates bei konstantem Energieeinsatz EB für den Schußfadeneintrag in das Webfach einer Webmaschine gezeigt. Hierbei ist eine Regelung des Schußfadeneintrages nicht vorgesehen. Daraus wird deutlich, daß bei abnehmenden Durchmesser des Fadenvorrats von D nach d auch die Flugzeit FFZ des Schußfadens durch das Webfach abnimmt.
    Ferner ist gezeigt, daß der Energiebedarf EB an Luft, ein wichtiger Parameter für den Schußfadeneintrag bei Luftdüsenwebmaschinen, unabhängig von der Fadenvorratsmenge, also konstant ist. Die Fadenflugzeit FFZ und der Energieeinsatz für den Schußfadeneintrag stehen hier also nicht in gegenseitiger Abhängigkeit. Dies sind gravierende Nachteile, weil zum einen unterschiedliche Fadenflugzeiten sich negativ auf die Leistung der Webmaschine auswirken und weil zum anderen der gleiche Energiebedarf, wie er für den Schußfadenabzug von einem vollen Fadenvorrat erforderlich ist, bei einem auslaufenden Fadenvorrat ebenfalls in Ansatz gebracht wird. Das heißt, ein durchgängig konstanter Energiebedarf wird nicht benötigt.

    [0013] Ausgehend von den vorgenannten Sachverhalten ist der Fachmann bestrebt, auf die Schußeintragsgeschwindigkeit und damit auf die Schußfadenflugzeit FFZ im Sinne einer Konstanthaltung Einfluß zu nehmen. Dazu war der über die nicht dargestellten Stafettendüsen zum Zwecke des Schußfadentransports durch das Webfach erforderliche Energiebedarf EB an die sich ändernden Bedingungen am Fadenvorrat 1A anzupassen.
    Diese Anpassung erfolgte mittels einer an sich bekannten Schußeintragsregelung, deren Ablauf anhand der Fig. 2 gezeigt ist.
    Hiernach ist ein Soll-Wert 5 für die Fadenflugzeit FFZ des Schußfadens durch das Webfach festgelegt. Der für die Gewährleistung einer von Schußeintrag zu Schußeintrag über die Breite des Webfaches konstant zu haltenden Fadenflugzeit FFZ eingesetzte Energiebedarf EB steht dabei in Abhängigkeit zu der momentanen Menge des auf der jeweiligen Fadenspule 1A, 2A, 3A usw. vorhandenen Fadenvorrates. Das heißt, der Bedarf an Transportmedium, der über die einzelnen Stafettendüsen oder Stafettendüsengruppen erforderlich ist, um den in das Webfach einzutragenden Schußfaden zu transportieren, nimmt bei abnehmenden Garnvorrat auf der Fadenspule 1A, 2A usw. im wesentlichen kontinuierlich bis zum Fadenvorrat "Null" auf den Spulen 1B, 2B usw. ebenfalls ab.
    Bezogen auf die Zeitdauer der Ansteuerung der Stafettendüsen oder Gruppen von Stafettendüsen in der Webmaschine bedeutet dies, daß dadurch die Zeitdauer der Ansteuerung der den Stafettendüsen vorgeschalteten Ventile und damit die Blasdauer der Stafettendüsen reduziert ist.
    Beim Übergang des Schußfadens von einem leerlaufenden Fadenvorrat 1B zu einem gefüllten Fadenvorrat 2A ist aufgrund der Bedingungen, wie sie zum Zeitpunkt des Fadenüberganges vorliegen, ein Ansteigen der Fadenflugzeit über den Soll-Wert 5 auf einen Ist-Wert 6 je Schußfadeneintrag zu verzeichnen. Der Anstieg der Fadenflugzeit FFZ auf einen über dem Soll-Wert 5 liegenden Wert wird in Fig. 2 gezeigt.
    Da der durch die Steuerung vorgegebene Energiebedarf EB (Soll-Wert 4.1), wie er beim Start eines von einem gefüllten Fadenvorrat abzuziehenden Schußfadens auf selbigen wirkt und beim Fadenübergang nicht überschritten werden kann, kommt es zwangsläufig in diesem Zeitintervall zu einer Verlängerung der Fadenflugzeit Δ FFZ₁. Dies führt zu lockeren Fäden in dem zu fertigenden Gewebe und damit zu minderwertiger Webware.
    Die erfindungsgemäße Lösung stellt nun auch diesen Mangel ab.

    [0014] In Fig. 3 ist zwischen dem abnehmenden Fadenvorrat 1B und dem gefüllten Fadenvorrat 2A ein Spulenüberlaufsensor 7 eingebunden. Dieser Sensor 7 dedektiert den Übergang des Schußfadens von dem einen Fadenvorrat 1B zum anderen Fadenvorrat 2A an die hier nicht dargestellte Steuereinheit der Luftdüsenwebmaschine.
    Daraufhin wird dem programmgemäßen Wanderfeld, welches durch aufeinanderfolgendes Ansteuern der über die Webbreite verteilt angeordneten Stafettendüsen oder Gruppen von Stafettendüsen ausgebildet wird, also noch vor, während oder unmittelbar nach dem Auslaufen des Fadenvorrats 1B, durch Umschalten von dem Soll-Energiebedarf 4.2 auf den Soll-Energiebedarf 4.1, also durch vergleichsweise Druckerhöhung des auf den Schußfaden wirkenden Mediums, das Betriebsintervall 8 eines Übergangswanderfeldes überlagert.
    Dies führt dazu, wie Fig. 3 zeigt, daß die Schußfadenflugzeit der Schußfäden des auslaufenden Vorrats 1B, 2B zeitweilig gegenüber der programmgemäß vorgegebenen Fadenflugzeit FFZ (Soll-Wert 5) unterschritten wird. Der Schußfaden wird also zunächst im Betriebsintervall 8, um den Zeitbetrag FFZ - Δ FFZ₂ schneller durch das Webfach getragen. Nachdem eine Anfangsmenge von Schußfäden vom Fadenvorrat 2A, 3A abgezogen ist oder bis die Fadenflugzeit ihren Soll-Wert 5 wieder erreicht hat, wird zu dem programmgemäß ausgebildeten Wanderfeld zurückgekehrt.

    [0015] Mit diesen erfindungsgemäßen Schritten wird erreicht, daß es nicht, wie aus dem Diagramm gem. Fig. 2 zu erkennen - als Folge des direkten Übergangs von leerem Vorrat zu vollem Vorrat - in der Übergangsphase von Fadenvorrat zu Fadenvorrat zu verlängerten Schußeintragszeiten, zu lockeren Fäden in dem Gewebe oder gar zur Abstellung der Webmaschine kommt. Mit der Ausbildung des Übergangswanderfeldes werden diese nachteiligen Folgen vollkommen ausgeschaltet.

    ZEICHNUNGS-LEGENDE



    [0016] 
    1A
    Spule/Fadenvorrat voll
    1B
    Spule/Fadenvorrat auslaufend
    2A
    Spule/Fadenvorrat voll
    2B
    Spule/Fadenvorrat auslaufend
    3A
    Spule/Fadenvorrat voll
    4
    Energiebedarf - Soll-Wert
    5
    Fadenflugzeit - Soll-Wert
    6
    Fadenflugzeit - Ist-Wert
    7
    Spulenüberlaufsensor
    8
    Betriebsintervall Übergangswanderfeld
    D
    Spulendurchmesser volle Spule
    d
    Spulendurchmesser auslaufende Spule
    Δ FFZ₁
    Differenzbetrag Fadenflugzeit
    Δ FFZ₂
    Differenzbetrag Fadenflugzeit



    Ansprüche

    1. Verfahren zum Schußfadeneintrag auf einer Luftdüsenwebmaschine mit mehreren einen Fadenvorrat bildenden Fadenspulen, wonach zum kontinuierlichen Bereitstellen eines Schußfadens das Schußfadenende eines Fadenvorrats mit dem Schußfadenanfang eines anderen Fadenvorrats verbunden ist, wonach der Übergang des Schußfadens von dem einen zum anderen Fadenvorrat detektiert wird, wonach Haupt- und Stafettendüsen gemäß einem einen Programmträger vorgegebenen Schußfadeneintragprogramm mit Druckluft gespeist werden und wonach die Stafettendüsen, entsprechend der zwischen dem Programmträger und einer Steuereinheit bestehenden Verknüpfung, durch einzelne oder gruppenweise Ansteuerung beim Schußfadeneintrag in das Webfach ein Wanderfeld aufbauen,
    dadurch gekennzeichnet, daß während oder unmittelbar nach dem Übergang des Schußfadens von dem einen Fadenvorrat auf den nächstfolgenden dem programmgemäßen Wanderfeld zeitweilig ein Übergangswanderfeld überlagert wird, daß das Übergangswanderfeld solange aufrechterhalten bleibt, bis eine Anfangsmenge von Schußfäden vom Fadenvorrat abgezogen ist oder bis die Fadenflugzeit ihren Sollwert erreicht hat und daß nachfolgend zu dem programmgemäß ausgebildeten Wanderfeld zurückgekehrt wird.
     
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Übergang des Fadens detektiert und das Übergangswanderfeld anhand dieser Detektierung aktiviert wird.
     
    3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Faden in an sich bekannter Art und Weise durch eine Detektierzone geführt wird.
     


    Claims

    1. Process for weft thread input on an air jet loom with a plurality of thread spools forming a thread store, according to which, in order that a weft thread can be held in readiness in an uninterrupted manner, the weft thread end of one thread store is connected to the weft thread start of another thread store; according to which the transfer of the weft thread from the one thread store to the other is detected; according to which main and relaying jets are supplied with pressurised air according to a weft thread input program which was previously entered into a program carrier; and according to which the relaying jets, corresponding to the link existing between the program carrier and a control unit, build up a moving field by means of individual or group control during the input of the weft thread into the shed, characterised in that, during or immediately after the transfer of the weft thread from the one thread store to the next one, a transfer moving field is temporarily superimposed on the moving field according to the program; in that the transfer moving field is maintained until a start amount of weft threads is drawn off from the thread store or until the thread flight time has reached its intended value; and in that, subsequently, a return to the moving field which is formed according to the program is performed.
     
    2. Process according to claim 1, characterised in that the transfer of the thread is detected and the transfer moving field is activated using this detection.
     
    3. Process according to claim 1 and claim 2, characterised in that the thread is conducted through a detection zone in a manner known per se.
     


    Revendications

    1. Procédé pour introduire du fil de trame dans une machine ou un métier à tisser à buses à jet d'air, ce métier comportant plusieurs bobines de fil formant une réserve de fil, procédé selon lequel, pour préparer en continu un fil de trame, l'extrémité d'un fil de trame d'une réserve de fil est liée au début d'un fil de trame d'une autre réserve de fil, après quoi le passage du fil de trame de cette réserve de fil à une autre réserve de fil est décelé, procédé selon lequel des buses principales et auxiliaires (en "estafette") sont alimentées en air comprimé selon un programme préétabli d'introduction d'un fil de trame, programme présent sur un support de programme, et selon lequel les buses auxiliaires, en fonction de la liaison entre le support de trame et une unité de commande forment par commande individuelle ou en groupe un champ d'onde progressive lors de l'introduction du fil de trame dans la foule,
       procédé caractérisé en ce que, pendant ou immédiatement après le passage de transition du fil de trame d'une réserve de fil à la réserve suivante selon le programme dans le champ progressif, ce fil est soumis pendant un certain temps à un champ transitoire progressif, en ce que le champ transitoire progressif demeure maintenu jusqu'à ce qu'une certaine quantité de départ de fils de trame ait été retirée de la réserve de fil ou jusqu'à ce que le temps de déplacement ou de vol du fil ait atteint sa valeur de consigne et qu'il y ait ensuite retour au champ d'onde progressive formé selon le programme.
     
    2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le passage de transition du fil est décelé et le champ d'onde progressive pour le passage est activé en tenant compte de cette détection.
     
    3. Procédé selon la revendication 1 et 2, caractérisé en ce que le fil est acheminé, de façon connue en soit et de manière à traverser une zone de détection.
     




    Zeichnung