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(11) |
EP 0 512 465 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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31.07.1996 Patentblatt 1996/31 |
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Anmeldetag: 04.05.1992 |
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Induktionstiegelofen
Induction crucible furnace
Four à creuset à induction
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Benannte Vertragsstaaten: |
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BE DE ES FR GB IT |
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Priorität: |
10.05.1991 DE 4115279
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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11.11.1992 Patentblatt 1992/46 |
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Patentinhaber: ABB
PATENT GmbH |
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D-68309 Mannheim (DE) |
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Erfinder: |
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- Gillhaus, Horst
W-4660 Dortmund 30 (DE)
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Vertreter: Rupprecht, Klaus, Dipl.-Ing. et al |
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c/o ABB Patent GmbH,
Postfach 10 03 51 68128 Mannheim 68128 Mannheim (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 243 769 DE-C- 629 215 US-A- 1 879 361
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DE-B- 1 050 025 GB-A- 1 067 326 US-A- 2 650 255
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Induktionstiegelofen gemäß dem Oberbegriff des
Anspruchs 1.
[0002] Ein solcher Induktionstiegelofen ist aus der DE-C-629 215 bekannt. Der Ofen ist in
einer Tragekonstruktion befestigt und um einen Zapfen kippbar. Die oberen und unteren
Enden der das Joch bildenden Arme sind durch je einen Ring miteinander verbunden.
[0003] Ein Induktionstiegelofen ist allgemein aus der ABB-Druckschrift Nr. D ME/D 118289
D bekannt und eignet sich zum induktiven Schmelzen von Gußeisen, Stahl, Leichtmetall,
Schwermetall und Legierungen, wobei der Betrieb bei Ausbildung als Mittelfrequenz-Induktionstiegelofen
beispielsweise bei Frequenzen von 125 bis 1000 Hz erfolgt. Zur Einstellung einer Wechselspannung
vorgegebener Frequenz wird ein Stromrichter eingesetzt.
[0004] Der aktive Teil des Induktionstiegelofens ist die Ofenspule, deren Innenraum ein
keramischer Tiegel auskleidet. Der durch die Ofenspule fließende Wechselstrom erzeugt
ein magnetisches Wechselfeld, das innerhalb des Ofentiegels durch das metallene Einsatzmaterial
und ausserhalb der Spule durch die Eisenblechpakete der magnetischen Rückschlüsse
geführt wird. Das magnetische Wechselfeld induziert im metallischen Einsatzmaterial
Wirbelströme, d.h. elektrische Energie, die in Wärme umgesetzt wird. Der Ofen nimmt
aufgrund des transformatorischen Prinzips aus dem speisenden Netz Leistung auf, so
daß unter ständiger Energiezufuhr das Einsatzmaterial zum Schmelzen gebracht wird.
Die auf die Schmelze wirkenden elektromagnetischen Kräfte führen zu einer intensiven
Badbewegung, die für einen schnellen Wärme- und Stoffausgleich sorgt.
[0005] Der Ofenkörper besteht gemäß der ABB-Druckschrift aus einem oberen und einem unteren
Rahmenring, wobei zwischen beiden Rahmenringen eine der Anzahl der magnetischen Rückschlüsse
entsprechende Zahl von Rahmenstäben angeordnet ist. Jeder Rahmenstab preßt den ihm
zugeordneten, als Einzelpaket ausgebildeten magnetischen Rückschluß über mehrere Preßbolzen
gegen die Ofenspule. Beim Induktionstiegelofen gemäß Bild 4 der vorstehend erwähnten
ABB-Druckschrift sind beispielsweise zehn Rahmenstäbe vorgesehen. Es ergibt sich somit
ein relativ aufwendiger Ofenkörper. Desweiteren ergibt sich ein relativ gut leitender
Schwingungsübertragungsweg von der Ofenspule über die magnetischen Rückschlüsse und
die relativ "biegeweichen" Rahmenstäbe mit tiefer Eigenfrequenz bis zum Ofenkörper,
was eine störende Ausbreitung von Schallwellen zur Folge hat.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Induktionstiegelofen der eingangs
genannten Art mit reduzierter Schallabstrahlung anzugeben, dessen Ofenkörper materialsparend
und preisgünstig herstellbar ist.
[0007] Diese Aufgabe wird in Verbindung mit den Merkmalen des Oberbegriffes erfindungsgemäß
durch die im Kennzeichen des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst.
[0008] Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen darin, daß sich durch die vorgeschlagene
Käfigbauweise in quader-, insbesondere kubusförmiger Stabkonstruktion eine erhebliche
Materialeinsparung und damit Kosteneinsparung beim Ofenkörper ergibt. Es ist nicht
notwendig, einen eigenen Rahmenstab je magnetischem Rückschluß vorzusehen. Es wird
ein freier Zugang zur Ofenspule, zu den magnetischen Rückschlüssen mit Blechpaketen
und zu den Anschlüssen (elektrische Anschlüsse und Kühlmittelanschlüsse für kühlmittelgekühlte
Ofenspulen und magnetische Rückschlüsse) ermöglicht. Der erforderliche Bauraum für
gleiche Tiegelgröße und gleiche elektrische Leistung ist im Vergleich zum Induktionstiegelofen
herkömmlicher Bauart erheblich reduziert. Die Bauhöhe der magnetischen Rückschlüsse
kann ohne zusätzlichen Raumbedarf radial vergrößert werden, da die gegen die magnetischen
Rückschlüsse pressenden Rahmenstäbe entfallen.
[0009] Da die Reaktionskräfte des Tiegels lediglich über den "biegesteifen" oberen bzw.
unteren Rahmen mit hoher Eigenfrequenz auf den Ofenkörper übertragen werden, ergibt
sich eine erheblich verminderte Schallabstrahlung infolge der durch die elektromagnetischen
Vorgänge innerhalb des Induktionstiegelofens bewirkten Schwingungen. Es werden aufgrund
der hohen Eigenfrequenzen der sehr steifen Rahmen lediglich entsprechend hohe, unschädliche
Resonanzfrequenzen weitergeleitet, denn durch Einsatz schwingungsdämpfender Elemente
zwischen Rahmen und magnetischen Rückschlüssen wird eine zusätzliche Körperschalldämmung
erzielt. Die tragenden Komponenten des Ofenkörpers weisen eine relativ geringe Oberfläche
auf, wodurch auch die direkte Schallabstrahlung erheblich reduziert wird. Durch Einsatz
schallabsorbierender Seitenwände und/oder Bodenwand und/oder Ofenplattform sind weitere
Schallabsorptionsmaßnahmen möglich, so daß sich insgesamt eine erhebliche Senkung
der Lärmemission ergibt. Zusammenfassend hat der vorgeschlagene Ofenkörper neben der
Materialeinsparung und Kosteneinsparung somit vor allem den Vorteil, daß die Entstehung,
Verstärkung und Ausbreitung von Schallwellen erheblich reduziert wird.
[0010] Weitere zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
[0011] Die Erfindung wird nachstehend anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele
erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine Aufsicht auf einen Induktionstiegelofen,
- Figur 2
- eine Seitenansicht eines Induktionstiegelofens,
- Figur 3
- eine perspektivische Ansicht des Ofenkörpers in Stabkonstruktion,
- Figur 4
- eine Seitenansicht eines Ofenkörpers mit Seitenwand,
- Figur 5
- eine Aufsicht auf einen Ofenkörper mit Seitenwänden,
- Figur 6
- eine Befestigung eines magnetischen Rückschlusses,
- Figur 7
- eine Kippeinrichtung für den Ofenkörper.
[0012] In Figur 1 ist eine Aufsicht auf einen Induktionstiegelofen dargestellt. Der Induktionstiegelofen
weist einen nichtmetallischen, feuerfesten, hohlzylinderförmigen, die Schmelze 34
enthaltenden Tiegel 1 auf. Der vorzugsweise aus Keramik bestehende Tiegel 1 ist mit
einem geschlossenen Boden und einem in Figur 1 aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht
dargestellten Deckel versehen. Eine am Tiegelrand angeformte Gießschnauze 2 dient
zum Abgießen der Schmelze 34 aus dem Ofen in eine Gießpfanne.
[0013] Um den Tiegel 1 ist teilweise eine zylinderförmige, vorzugsweise kühlmittelgekühlte
Ofenspule 3 gewickelt. Die Ofenspule 3 wird über einen Stromrichter mit einer Wechselspannung
vorgebbarer Frequenz gespeist. An der äußeren Mantelfläche der Ofenspule 3 sind stabförmig
eine Reihe magnetischer Rückschlüsse 4 mit elektrisch aktiven Blechpaketen jeweils
parallel zur Ofenachse und unter Bildung von Zwischenräumen angeordnet.
[0014] Der Ofenkörper in Käfigbauweise besteht aus vier vorzugsweise gleich langen, einen
oberen, rechtwinkligen Rahmen bildenden Stäben 6, 7, 8, 9 mit einer Stablänge A, aus
vier vorzugsweise gleich langen, einen unteren, rechtwinkligen Rahmen bildenden Stäben
14, 15, 16, 17 mit Stablänge A (siehe Figur 3) und aus vorzugsweise vier gleich langen
Säulen 10, 11, 12, 13 mit einer Stablänge B zur rechtwinkligen Verbindung des oberen
mit dem unteren Rahmen. Die Verbindungsflächen der Stäbe und Säulen untereinander
sind schraffiert gezeichnet. Die magnetischen Rückschlüsse 4 werden über den oberen
bzw. unteren Rahmen 6, 7, 8, 9 bzw. 14, 15, 16, 17 abgestützt und gegen die Ofenspule
3 gepreßt. Die Abstüzung kann - muß jedoch nicht - über Rahmenringe 5 erfolgen, die
jeweils zwischen den magnetischen Rückschlüssen und den rechtwinkligen Rahmen angeordnet
sind. Wie auch die Rahmen 6, 7, 8, 9 bzw. 14, 15, 16, 17 sind auch die gegebenenfalls
eingesetzten Rahmenringe 5 sehr biegesteif und weisen eine hohe Eigenfrequenz auf.
[0015] In Figur 2 ist eine Seitenansicht eines Induktionstiegelofens dargstellt. Es ist
der Ofenkörper in Käfigbauweise mit Stäben 6, 7, 8, 14, 15, 16 und Säulen 11, 12 zu
erkennen. Die Umrisse des Tiegels 1 sind gestrichelt angedeutet. Die gegen die Ofenspule
3 gepressten magnetischen Rückschlüsse 4 stützen sich gegen den oberen und unteren
Rahmen ab. Der Boden des Ofenkörpers ist von einem kupferplattierten, gekanteten Blech
- der Bodenwand 18 - abgedeckt. Die Bodenwand 18 ist vorzugsweise schalldämmend ausgebildet,
d.h. mit schallabsorbierenden Material versehen.
[0016] In Figur 3 ist eine perspektivische Ansicht des Ofenkörpers in Stabkonstruktion dargestellt.
Es ist der Ofenkörper, bestehend aus den Stäben 6 bis 9 des oberen Rahmens, den Stäben
14 bis 17 des unteren Rahmens und den Säulen 10 bis 13 zwischen oberem und unterem
Rahmen zu erkennen. Im Ausführungsbeispiel gemäß Figur 3 entspricht die Stablänge
A aller Stäbe der Stablänge B aller Säulen, so daß sich ein kubusförmiger Ofenkörper
ergibt. Entsprechend den Abmessungen des Tiegels ist auch ein Ofenkörper mit jeweils
unterschiedlichen Stablängen A und B möglich, so daß ein quaderförmiger Ofenkörper
in Käfigbauweise gebildet wird. Die Stäbe 6 bis 9, 14 bis 17 und Säulen 10 bis 13
sind vorzugsweise als Vierkantrohre mit quadratischem Querschnitt ausgebildet. Aus
statischen Gründen ist es möglich, anstelle eines Stabes oder einer Säule auch zwei,
drei oder mehr Stäbe oder Säulen parallel nebeneinander vorzusehen und miteinander
zu verbinden. Die Stäbe und Säulen bestehen vorzugsweise aus Stahl und die Verbindungen
zwischen den Stäben untereinander und zwischen Stäben und Säulen erfolgt vorzugsweise
durch Schweißen.
[0017] In Figur 4 ist eine Seitenansicht eines Ofenkörpers mit Seitenwänden dargestellt.
Die vier Seiten des Ofenkörpers sind mit Seitenwänden 19, 20, 21, 22 versehen (siehe
Figur 5). Im Auführungsbeispiel gemäß Figur 4 ist die durch die Stäbe 7, 15 und Säulen
11, 12 begrenzte Seitenwand 19 zu erkennen. Die Seitenwände sind in einfacher Weise
montier- und demontierbar (z.B. unter Einsatz von allgemein bekannten Schraubbefestigungsmitteln),
schalldämmend ausgebildet (d.h. die Seitenwände bestehen selbst aus schallabsorbierendem
Material oder sind mit schallabsorbierendem Material versehene Bleche) und stellen
somit eine Schall- und Schutzverkleidung dar. Die Seitenwände 19 bis 22 reduzieren
insbesondere den aus dem Ofenraum nach außen abgestrahlten Schall. Die Seitenwände
können auch als Türen, Klappen oder Rolladen ausgebildet sein. Zur Durchführung von
Kabeln und Schläuchen (z.B. Kühlschläuchen zur Kühlung der magnetischen Rückschlüsse
und der Ofenspule) sind die Seitenwände mit schalldichten Öffnungen versehen.
[0018] Nach Demontage einer oder mehrerer Seitenwände ist ein freier Zugang zur Ofenspule
3, zu den magnetischen Rückschlüssen 4 sowie zu den elektrischen Anschlüssen und Kühlmittelanschlüssen
möglich.
[0019] Die Oberseite des Induktionstiegelofens ist durch eine Ofenplattform 35 abgedeckt.
An der Unterseite der Plattform 35 kann eine Isolierung gegen Schallabstrahlung vom
Ofen und Ofenraum vorgesehen sein. Zur Abdeckung des Tiegels 1 dient ein Deckel 36.
[0020] In Figur 5 ist eine Aufsicht auf einen Ofenkörper mit Seitenwänden dargestellt (bei
entfernter Ofenplattform und entferntem Deckel). Zusätzlich zur Anordnung gemäß Figur
1 sind die vier Seitenwände 19 bis 22 zu erkennen. In Figur 5 ist angedeutet, daß
der Rahmenring 5 alternativ den gesamten Raum zwischen Rahmen 6, 7, 8, 9 und Tiegel
1 ausfüllen kann, wobei zweckmäßig der Raum für die Ofenspule 3 und gegebenenfalls
für die magnetischen Rückschlüsse 4 ausgespart ist.
[0021] In Figur 6 ist eine Befestigung eines magnetischen Rückschlusses dargestellt. Die
Anpressung des magnetischen Rückschlusses 4 an die Ofenspule 3 erfolgt über Preßbolzen
25, die über eine metallene Platte 24 und ein schwingungsdämpfendes Element 23 gegen
den magnetischen Rückschluß 4 drücken. Durch Einsatz der schwingungsdämpfenden Elemente
23 werden die von der Ofenspule 3 erzeugten und über die magnetischen Rückschlüsse
4 übertragenen Schwingungen (Körperschall) erheblich reduziert. Zur Führung der Preßbolzen
25 dient gemäß Figur 6 ein Rahmenbauteil 37. Das Rahmenbauteil 37 kann beispielsweise
am Rahmenring 5 - soweit vorhanden - oder am Rahmen 6, 7, 8, 9 bzw. 14, 15, 16, 17
befestigt sein. Bei der Befestigung der magnetischen Rückschlüsse 4 ist prinzipiell
darauf zu achten, daß diese frei zugänglich sind, so daß eine Demontage - z.B. zu
Reparaturzwecken - in einfacher Weise möglich ist.
[0022] In Figur 7 ist eine Kippeinrichtung für den Ofenkörper dargestellt. Es ist ein in
der Seitenansicht gemäß Figur 7 L-förmiges Kippgestell 26 aus vertikal und horizontal
angeordneten Vierkantrohren zu erkennen. Die Kipplager 27, um die der Induktionstiegelofen
beim Ausgießen der Schmelze gekippt wird, sind am oberen Ende des vertikalen Vierkantrohres
des Kippgestelles 26 angeordnet und über Kipplagerhalterungen 28 mit dem Ofenkörper
verbunden. Die Kipplagerhalterungen 28 stellen Verlängerungen der Stäbe 7 und 9 dar.
Zur Drehbewegung des Ofenkörpers um die Kipplagerachse sind hydraulisch betätigte
Teleskopzylinder 31 vorgesehen, die zwischen einem Lager 29 und einem Lager 32 angeordnet
sind. Die Lager 29 befinden sich an Lagerhalterungen 30, die an den Stäben 7 und 9
angeformt sind. Die Lager 32 sind an Lagerhalterungen 33 der unteren horizontalen
Vierkantrohre des Kippgestelles 26 angeordnet. Die Kippkinematik ist zweckmäßig derart
gestaltet, daß der Schwerpunkt des Induktionstiegelofen während der Schwenkbewegung
um die Kipplagerachse stets zwischen Kipplagern 27 und Teleskopzylindern 31 liegt.
1. Induktionstiegelofen mit einem hohlzylinderförmigen Tiegel (1), einer den Tiegel teilweise
ummantelnden Ofenspule (3), mehreren gegen die Ofenspule gepreßten magnetischen Rückschlüssen
(4) parallel zur Ofenachse und einem quader-, insbesondere kubusförmigen Ofenkörper
in Käfigbauweise mit einem aus mindestens vier Stäben (6,7,8,9) rechtwinklig zusammengesetzten
oberen Rahmen, einem aus mindestens vier Stäben (14,15,16,17) rechtwinklig zusammengesetzten
unteren Rahmen und mindestens einer Säule (10,11,12,13) an jeder Ecke zur rechtwinkligen
Verbindung beider Rahmen zu einem Quader, insbesondere Kubus, wobei ein oberer Rahmenring
(5) innerhalb der Stäbe (6,7,8,9) des oberen Rahmens und ein unterer Rahmenring (5)
innerhalb der Stäbe (14,15,16,17) des unteren Rahmens angeordnet sind, wobei beide
Rahmenringe zur Pressung der magnetischen Rückschlüsse (4) gegen die Ofenspule (3)
geeignet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Pressung der magnetischen Rückschlüsse (4) gegen die Ofenspule (3) über schwingungsdämpfende
Elemente (23) erfolgt.
2. Induktionstiegelofen nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch eine vierkantförmige Ausbildung
der Stäbe (6 bis 9, 14 bis 17) und/oder Säulen (10 bis 13) mit vorzugsweise quadratischem
Querschnitt.
3. Induktionstiegelofen nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die von
Stäben (6 bis 9, 14 bis 17) und Säulen (10 bis 13) begrenzten Seitenflächen des Ofenkörpers
mit rechteckförmen, insbesondere quadratischen Seitenwänden (19,20,21,22) versehen
sind.
4. Induktionstiegelofen nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der von den Stäben (14 bis 17) des unteren Rahmens begrenzte Boden des Ofenkörpers
mit einer Bodenwand (18) versehen ist.
5. Induktionstiegelofen nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die von den Stäben (6,7,8,9) des oberen Rahmens begrenzte Oberseite des Ofenkörpers
mit einer Ofenplattform (35) versehen ist, wobei eine Öffnung in der Ofenplattform
für den Deckel (36) des Tiegels (1) ausgespart ist.
6. Induktionstiegelofen nach wenigstens einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Seitenwände (19 bis 22) und/oder die Bodenwand (18) und/oder die Ofenplattform
(35) schalldämmend ausgebildet sind.
1. Induction crucible furnace with a hollow-cylindrical crucible (1), a furnace coil
(3) partially enveloping the crucible, a plurality of magnetic yokes (4) which are
pressed against the furnace coil and are parallel to the furnace axis, and a cuboidal,
in particular cubic, furnace body of cage-type construction with a top frame assembled
at right angles from at least four bars (6, 7, 8, 9), a bottom frame assembled at
right angles from at least four bars (14, 15, 16, 17), and at least one pillar (10,
11, 12, 13) at each corner for the purpose of connecting the two frames at right angles
to form a cuboid, in particular cube, an upper frame ring (5) being arranged within
the bars (6, 7, 8, 9) of the top frame and a lower frame ring (5) being arranged within
the bars (14, 15, 16, 17) of the bottom frame, both frame rings being suitable for
the purpose of pressing the magnetic yokes (4) against the furnace coil (3), characterized
in that the magnetic yokes (4) are pressed against the furnace coil (3) via vibration-damping
elements (23).
2. Induction crucible furnace according to Claim 2, characterized by a tetrahedral design
of the bars (6 to 9, 14 to 17) and/or pillars (10 to 13) with a preferably square
cross-section.
3. Induction crucible furnace according to Claim 1 and/or 2, characterized in that the
side faces of the furnace body, which are bounded by bars (6 to 9, 14 to 17) and pillars
(10 to 13), are provided with rectangular, in particular square, side walls (19, 20,
21, 22).
4. Induction crucible furnace according to at least one of Claims 1 to 3, characterized
in that the bottom of the furnace body, the said bottom being bounded by the bars
(14 to 17) of the bottom frame, is provided with a bottom wall (18).
5. Induction crucible furnace according to at least one of Claims 1 to 4, characterized
in that the top side of the furnace body, the said top side being bounded by the bars
(6, 7, 8, 9) of the top frame, is provided with a furnace platform (35), an opening
being left in the furnace platform for the cover (36) of the crucible (1).
6. Induction crucible furnace according to at least one of Claims 3 to 5, characterized
in that the said walls (19 to 22) and/or the bottom wall (18) and/or the furnace platform
(35) are of sound-deadening design.
1. Four à creuset à induction comportant un creuset (1) cylindrique creux, une bobine
de four (3) qui entoure partiellement le creuset, plusieurs éléments de retour magnétique
(4) qui sont appliqués contre la bobine de four parallèlement à l'axe du four et un
corps de four parallélépipédique, notamment cubique, en forme de cage comprenant un
cadre supérieur formé d'au moins quatre poutres (6, 7, 8, 9) assemblées à angle droit,
un cadre inférieur formé d'au moins quatre poutres (14, 15, 16, 17) assemblées à angle
droit et au moins un montant (10, 11, 12, 13) disposé dans chaque angle pour relier
entre eux à angle droit les deux cadres et former un parallélépipède, notamment un
cube, un anneau de cadre (5) supérieur et un anneau de cadre (5) inférieur étant disposés
respectivement à l'intérieur des poutres (6,7,8,9) du cadre supérieur et à l'intérieur
des poutres (14, 15, 16, 17) du cadre inférieur, les deux anneaux de cadre étant adaptés
pour presser les éléments de retour magnétique (4) contre la bobine de four (3), caractérisé
en ce que les éléments de retour magnétique (4) sont pressés contre la bobine de four
(3) par l'intermédiaire d'éléments (23) amortissant les vibrations.
2. Four à creuset à induction selon la revendication 1, caractérisé par une forme quadrangulaire
des poutres (6 à 9, 14 à 17) et/ou des montants (10 à 13), avec de préférence une
section carrée.
3. Four à creuset à induction selon la revendication 1 et/ou 2, caractérisé en ce que
les surfaces latérales du corps de four délimitées par les poutres (6 à 9, 14 à 17)
et les montants (10 à 13) sont pourvues de parois latérales (19, 20, 21, 22) de forme
rectangulaire, notamment de forme carrée.
4. Four à creuset à induction selon au moins une des revendication 1 à 3, caractérisé
en ce que le fond du corps de four délimité par les poutres (14 à 17) du cadre inférieur
est pourvu d'une paroi de fond (18).
5. Four à creuset à induction selon au moins une des revendication 1 à 4, caractérisé
en ce que la face supérieure du corps de four délimitée par les poutres (6, 7, 8,
9) du cadre supérieur est pourvue d'une plateforme de four (35), une ouverture étant
aménagée dans la plateforme (35) pour le couvercle (36) du creuset (1).
6. Four à creuset à induction selon au moins une des revendication 3 à 5, caractérisé
en ce que les parois latérales (19 à 22) et/ou la paroi de fond (18) et/ou la plateforme
de four (35) sont insonorisantes.