(19)
(11) EP 0 613 943 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
31.07.1996  Patentblatt  1996/31

(21) Anmeldenummer: 94102507.4

(22) Anmeldetag:  19.02.1994
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6C11D 3/12, C11D 17/00

(54)

Waschmittelzusatz für gewebeweichmachende Waschmittel

Detergent additiv for textile softening washing agents

Additif pour détérgent pour agents de lavage adoucissant pour textile


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE DK ES FR GB GR IT LI LU NL PT SE

(30) Priorität: 03.03.1993 DE 4306665

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
07.09.1994  Patentblatt  1994/36

(73) Patentinhaber:
  • SÜD-CHEMIE AG
    D-80333 München (DE)
  • DALLI-WERKE WÄSCHE-UND KÖPERPFLEGE GmbH & Co.KG.
    D-52224 Stolberg/Rhld. (DE)

(72) Erfinder:
  • Hirsch, Rüdiger Dr.
    D-52223 Stolberg/Rheinland (DE)
  • Hähn, Reinhard Dr.
    D-84186 Vilsheim (DE)
  • Schall, Norbert Dr.
    D-85465 Langenpreising (DE)

(74) Vertreter: Patentanwälte Dipl.-Ing. R. Splanemann Dr. B. Reitzner Dipl.-Ing. K. Baronetzky 
Tal 13
80331 München
80331 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 385 748
GB-A- 2 121 843
EP-A- 0 452 016
US-A- 4 339 335
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft einen Waschmittelzusatz für gewebeweichmachende Waschmittel (Softergents) auf der Basis von Agglomeraten eines smektitischen Schichtsilicats, die mit einem feinteiligen Partikeln umhüllt sind, sowie ein Waschmittel, das einen solchen Waschmittelzusatz enthält.

    [0002] Beim herkömmlichen Waschverfahren wird zur Reinigung der Wäsche ein übliches Waschmittel eingesetzt, welches unter anderem nichtionische und anionische Tenside enthält. Zur Erzielung einer verbesserten Gewebeweichheit werden kationische Tenside eingesetzt. Da sich kationische und anionische Tenside im Waschbad durch Bildung einer schwerlöslichen Verbindung inaktivieren, muß der Wäscheweichspüler separat im Spülgang eingesetzt werden.

    [0003] Softergents enthalten gewebeweichmachende Zusätze, welche nicht durch die Inhaltsstoffe des Waschmittels desaktiviert werden und daher Bestandteil der Formulierung des Waschmittels sein können.

    [0004] Die gebräuchlichsten gewebeweichmachenden Waschmittelzusätze sind quellfähige, natürliche smektitische Schichtsilicate, wie Montmorillonit und Hectorit. Die Anwendung derartiger Schichtsilikate in Waschmittels ist beispielsweise in der GB-A-2 121 843 beschrieben. Ein solcher Waschmittelzusatz enthält Agglomerate von feinteiligem Bentonit mit einer Teilchengröße von weniger als 74 µm, die zu Teilchen mit einer Größe von etwa 150 bis 2000 µm agglomeriert sind und die einen Feuchtigkeitsgehalt von 8 bis 13 % haben. Die Agglomerate enthalten etwa 1 bis 5 Gew.-% eines Bindemittels in Form einer Wasserglaslösung. Die unter Verwendung derartiger Waschmittelzusätze hergestellten Waschmittel enthalten ein anionisches oder nichtionisches Tensid oder ein Gemisch dieser Tenside, einen Builder oder ein Builder-Gemisch auf der Basis von Phosphaten, vorzugsweise Polyphosphaten, oder von Nitrilotriacetaten sowie von Carbonaten, wie Natriumcarbonat oder Natriumbicarbonat. Weiterhin können als Builder Zeolithe, wie Zeolith A, verwendet werden. Die Zeolithe sind jedoch nicht mit den Bentonit-Aggregaten verbunden, sondern werden erst der Waschmittelformulierung zugesetzt.

    [0005] Aus der EP-A-0 385 748 sind ferner Waschmittelzusätze für gewebeweichmachende Waschmittel auf der Basis von Agglomeraten eines smektitischen Schichtsilicats, wie Bentonit, bekannt, die mit einem feinteiligen Weißpigment umhüllt sind, um den Weißgrad zu erhöhen. Die Agglomerate enthalten Zusätze von nichtionischen Tensiden, die die Haftung des feinteiligen Weißpigments an den Agglomeraten verbessern sollen.

    [0006] Die unter Verwendung derartiger Waschmittelzusätze hergestellten Waschmittel können die gleichen Komponenten wie die Waschmittel nach der GB-A-2 121 843 enthalten, d.h. auch Zeolithe, jedoch sind diese Zeolithe nicht mit den Bentonitagglomeraten verbunden, so daß hartes Wasser vor dem Eindringen in die Bentonitagglomerate nicht enthärtet wird.

    [0007] Aus der EP-A 0 026 529 sind Waschmittelrezepturen bekannt, welche neben den üblichen Tensiden Bentonit, quaternäre Ammoniumverbindungen und tertiäre Amine enthalten. Einige dieser Waschmittelrezepturen enthalten Zeolith, doch wird dieser nicht zur Umhüllung von agglomeriertem Bentonit verwendet.

    [0008] Aus der EP-A 0 164 797 sind Gewebeweichemacher-Agglomerate auf der Basis smektitischen Schichtsilicaten bekannt, die mit Dispergiermitteln, wie quaternären Ammoniumsalzen, umhüllt sind. Durch diese Maßnahme soll die Verstopfung von automatischen Waschmaschinen verhindert werden.

    [0009] Aus der US-A-4 339 335 ist ein gewebeweichmachendes Waschmittel bekannt, das neben den üblichen Bestandteilen Zeolithteilchen enthält, die mit Hilfe von nichtionischen Tensiden an der Oberfläche von Builder-Teilchen (Natriumcarbonat, usw.) angeheftet sind. Im wesentlichen handelt es sich um ein Granulat, bestehend aus Natriumcarbonat, nichtionischen Tensiden, einem Überzug aus Zeolith und gegebenenfalls quaternären Ammoniumverbindungen. Der Zeolith soll das durch das Tensid klebrig gewordene Granulat abpudern und in der Waschlauge Calciumionen binden.

    [0010] Aus der DE-A-39 43 019 ist ein granulares Waschmittel-Additiv bekannt, welches 20 bis Gew.-% eines Schichtsilicats, wie Bentonit, 15 bis 20 Gew.-% feinkristallinen, synthetischen Zeolith, 0 bis 5 Gew.-% wasserlösliche Alkalisalze aus der Klasse der Sulfate, Carbonate und Phosphate, 0 bis 7 Gew.-% polymere Acrylsäuresalze und 0 bis 20 Gew.-% nichtionische Tenside enthält. Aus diesen Komponenten wird ein wäßriger Ansatz hergestellt, der sprühgetrocknet wird. Eine Umhüllung von trockenem Bentonitgranulat mit Zeolith ist nicht beabsichtigt.

    [0011] Die DE-A-39 42 066 beschreibt die Herstellung eines granularen Waschmittel-Additivs, welches 30 bis 90 Gew.-% eines Schichtsilicats, 1 bis 40 Gew.-% feinkristallinen synthetischen Zeolith und 0 bis 30 Gew.-% wasserlösliche Alkalisalze aus der Klasse der Sulfate, Carbonate und Silicate enthält. Hierbei wird der Zeolith in den Granulaten homogen verteilt und befindet sich nicht auf der Oberfläche der Bentonitgranulate.

    [0012] Aus der DE-A-38 33 648 ist ein Verfahren zur Herstellung teilchenförmiger Waschmittel oder Waschmittelzusätze bekannt, wobei in den Sprühkegel einer wäßrigen Aufschlämmung von Waschmittelinhaltsstoffen quellfähige Tone in Teilchenform eingeblasen werden und das Gemisch durch erhitzende Gase getrocknet werden. Der nach diesem Verfahren verwendete Zeolith befindet sich ebenfalls nicht auf der Oberfläche von Tonagglomeraten.

    [0013] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen im trockenen Zustand mechanisch stabilen agglomerierten Waschmittelzusatz bereitzustellen, der andererseits in einer Waschlauge mit hoher Wasserhärte leicht quillt und zerfällt.

    [0014] Gegenstand der Erfindung ist somit ein Waschmittelzusatz des eingangs definierten Typs, der dadurch gekennzeichnet ist, daß die Agglomerate mit Teilchen eines Kationenaustauschers, die durch ein Sieb mit einer lichten Maschenweite von 45 µm hindurchgehen und die eine durchschnittliche Teilchengröße von weniger als 10 µm haben, umhüllt sind, wobei die Menge der Kationenaustauscherteilchen 2 bis 30 Gew.-% (bezogen auf das Trockengewicht der nicht umhüllten Agglomerate) beträgt. Vorzugsweise wird ein anorganischer Kationenaustauscher verwendet.

    [0015] Der Verwendung eines Kationenaustauschers liegen folgende Überlegungen zugrunde:

    [0016] Wird das smektitische Schichtsilicat in Form von Agglomeraten eingesetzt, so ist es für die Wirksamkeit sehr wesentlich, daß das Schichtsilicat sofort nach Kontakt mit dem Wasser aufquillt. Bei dem entstehenden Quelldruck muß das Agglomeratteilchen schnellstmöglich in kleine Partikelchen zerfallen, welche dann durch weitere Quellung im Wasser und durch die mechanische Bewegung beim Waschprozess in Primärteilchen des Schichtsilicats zerfallen.

    [0017] Die optimale Quellung und Dispergierung der Agglomerate gelingt dann, wenn keine mehrwertigen Kationen in der Waschlauge vorhanden sind. Mehrwertige Kationen wie Ca2+ oder Mg2+, wie sie in nicht enthärtetem Wasser enthalten sind, verzögern die Quellung der Agglomerate, was zu einer Verschlechterung der Dispergierbarkeit in Hartwasser und damit zu einer Verschlechterung des Softening-Effekts führt. Da die Waschmittel in Gegenden eingesetzt werden, in denen Wasser bis zum Härtegrad 40°dH vorkommt, besteht ein Bedarf, die optimale Quellung und Dispergierbarkeit der Agglomerate auch in Gegenden mit sehr hartem Wasser zu gewährleisten.

    [0018] Dieser Effekt wird nicht erzielt, wenn die Teilchen des Kationenaustauschers nicht mit den Agglomeraten des smektitischen Schichtsilicats verbunden sind, sondern erst der Waschmittelformulierung zugesetzt werden, wie es bei den Waschmitteln nach der GB-A-2 121 843, der EP-A-0 385 748 und der EP-A-0 026 529 der Fall ist.

    [0019] Gelangen die mit den Teilchen des anorganischen Kationenaustauschers umhüllten Agglomerate in Kontakt mit Hartwasser, so muß dieses, bevor es mit dem Agglomerat in Kontakt kommt, die Schicht des Kationenaustauschers durchdringen, wodurch die im Wasser enthaltenen zweiwertigen Kationen im Kationenaustauscher gebunden werden und das Wasser enthärtet wird.

    [0020] Das Ergebnis ist, daß die Agglomerate nach dem Kontakt mit dem enthärtetem Wasser optimal in kleinere Partikel zerfallen können. Als Folge der verbesserten Dispergierbarkeit und Quellfähigkeit findet man eine signifikante Verbesserung der gewebeweichmachenden Eigenschaften des smektitischen Schichtsilicats.

    [0021] Die Menge der Kationenaustauscherteilchen hängt innerhalb des vorstehend angegebenen Bereichs von der Härte des Waschwassers ab.

    [0022] Die angegebenen Teilchengrößen sind insofern wichtig, als bei höheren Teilchengrößen die Kationenaustauscherteilchen nicht mehr so gut an den Agglomeraten haften.

    [0023] Als smektitisches Schichtsilicat wird vorzugsweise feingemahlener Bentonit verwendet. Bentonit enthält als Hauptmineral Montmorillonit, welcher ein quellfähiges dioktaedrisches natürliches Schichtsilicat der allgemeinen Formel

            Na0,66 (OH)4Si8(Al3,34 · Mg0,66)O20

    darstellt. Jeweils eine Schicht setzt sich aus drei Teilelementen zusammen, wobei zwei Tetraederschichten mit Si als Zentralatom eine Oktaederschicht mit Al als Zentralatom einschließen. Wie aus der allgemeinen Formel ersichtlich, ist Al3+ teilweise isomorph durch Mg2+ ersetzt. Der hierdurch entstehende Ladungsüberschuß wird zwischen den Schichten durch Na+ bzw. Ca2+ ausgeglichen. Man spricht dann von Natriumbentonit bzw. Calciumbentonit.

    [0024] Das Bentonitpulver weist vorzugsweise eine Restfeuchte von etwa 10 Gew.-% und einen Siebrückstand von maximal 30 % auf 45 µm auf.

    [0025] Der Weißgrad der Kationenaustauscherteilchen beträgt vorzugsweise 75 bis 96 %. Der Weißgrad wird als R 457 (Reflexion bei einer Wellenlänge von 457 nm mit Hilfe eines Elrepho-Geräts (Datacolor 2000) gegenüber einem Bariumsulfat-Standard gemessen.

    [0026] Vorzugsweise beträgt die Restfeuchte der Agglomerate 5 bis 20 Gew.-%, insbesondere 7 bis 13 Gew.-%. Bei niedrigeren Restfeuchten vermindert sich die Haftung der Kationenaustauscherteilchen an den Agglomeraten. Überraschend ist jedoch, daß die Kationenaustauscherteilchen bei den angegebenen, relative niedrigen Restfeuchtewerten auch ohne Bindemittel an den Agglomeraten haften, ohne daß eine Entmischung erfolgt.

    [0027] Die Menge der Kationenaustauscherteilchen beträgt vorzugsweise 7 bis 15 Gew.-% (bezogen auf das Trockengewicht der nicht umhüllten Agglomerate).

    [0028] Das Calciumbindevermögen des Kationenaustauschers soll möglichst hoch sein, da nur eine relativ kleine Menge davon an der Oberfläche der Agglomerate haftet, andererseits aber möglichst viele Calciumionen gebunden werden sollen. Der Kationenaustauscher hat deshalb vorzugsweise ein Calciumbindevermögen von 120 bis 200 mg CaO/g. Der Kationenaustauscher soll ferner einer Stoffgruppe angehören, die ohnehin in Waschmitteln verwendet wird, z.B. ein Natriumaluminiumsilicat, vorzugsweise ein Zeolith. Diese Teilchen legen sich vollständig an die Agglomeratoberfläche an, ohne daß sich noch ungebundene Teilchen zwischen den Agglomeraten befinden. Ähnlich günstig verhalten sich synthetische Natriumsilicate mit Schichtstruktur.

    [0029] Gegenstand der Erfindung ist ferner ein Verfahren zur Herstellung des vorstehend definierten Waschmittelzusatzes, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man ein pulverförmiges smektitisches Schichtsilicat durch Zusatz von Wasser bei einem Gesamtwassergehalt von etwa 20 bis 40 Gew.-% (bezogen auf das trockene Pulver) agglomeriert, das feuchte Agglomerat gegebenenfalls auf eine Restfeuchte von etwa 5 bis 20 %, vorzugsweise etwa 7 bis 13 Gew.-%, trocknet, das Agglomerat im wesentlichen ohne weitere Zerkleinerung mit dem pulverförmigen Kationenaustauscher vermischt, bis dieser vollständig an der Oberfläche der Agglomerate angelagert ist, worauf man das Anlagerungsprodukt, falls es zuvor noch nicht getrocknet wurde, trocknet.

    [0030] Zur Agglomeration des smektitischen Schichtsilicats wird vorzugweise Wasser verwendet, das auch anionische oder nichtionische Tenside enthalten kann.

    [0031] Die Agglomeration kann vorzugsweise durchgeführt werden, indem das Pulver des smektitischen Schichtsilicats in einem Zwangsmischer mit hoher Drehzahl des Mischwerkzeugs (z.B. in einem Eirich-Mischer) mit Wasser versetzt wird. Bei etwa 20 % beginnt das Pulver zu agglomerieren. Anschließend kann das feuchte Agglomerat in einem Trockner auf die angegebene Restfeuchte getrocknet werden. Durch Absieben über ein Taumelsieb wird das Agglomerat in beliebige Kornfraktionen zwischen 0,2 und 2 mm verbracht.

    [0032] Dann wird der pulverförmige Kationenaustauscher bei niedriger Drehzahl des Mischers in den Mischer verbracht. Der Kationenaustauscher pudert die Oberfläche der Agglomerate ab und erhöht deren Weißgrad. Nach der Trocknung der Agglomerate verbleibt der Kationenaustauscher an der Oberfläche der Agglomeratpartikel und erhöht somit den Weißgrad des abgesiebten Agglomerats. Es verbleibt nach einer Mischzeit von 5 Minuten kein Pulver des Kationenaustauschers im Endprodukt. Bedingt durch die unregelmäßige Oberfläche der Agglomerate haften die Teilchen des Kationenaustauschers sehr gut an der Agglomeratoberfläche, so daß keine nachträgliche Entmischung auftritt. Wenn die Agglomerate vor dem Zumischen des pulverförmigen Kationenaustauschers nicht getrocknet wurden, wird das Anlagerungsprodukt getrocknet.

    [0033] Gegenstand der Erfindung ist ferner ein Waschmittel, das den vorstehend beschriebenen Waschmittelzusatz enthält. Alle anderen Komponenten des Waschmittels (Tensid, Builder usw.) sind konventionell.

    [0034] Die Erfindung ist durch die nachstehenden Beispiele erläutert:

    Beispiel 1



    [0035] 2 kg eines pulverförmigen Natriumbentonits (Gesamtionenaustauschkapazität 75 mVal/100 g, davon austauschbare Na-Ionen 65 mVal/100 g, Wassergehalt 10 Gew.-%) wurden im Eirich-Mischer bei 1500 U/min durch Zugabe von 300 ml Wasser bei 2 Minuten Mischzeit agglomeriert. Der Gesamtwassergehalt des Agglomerats betrug 25 Gew.-%. Das Agglomerat wurde bei einer Temperatur von 100°C im Trockenschrank über einen Zeitraum von 60 Minuten auf eine Restfeuchte von 10 Gew.-% getrocknet, und die Kornfraktion von 0,2 bis 2 mm wurde ausgesiebt.

    [0036] Dieses Agglomerat wurde in einem Telschig-Trommel-Mischer mit 10 Gew.-% Natriumaluminiumsilicat mit einer durchschnittlichen Teilchengröße von 3 µm und einem Weißgrad (R 457) von 95 % (Zeolith A; Handelsprodukt Wessalith P der Firma Degussa) bei 30 U/min 5 Minuten trocken gemischt. Durch dieses schonende Mischverfahren wurde ein staubfreies Agglomerat erhalten, dessen Oberfläche vollständig mit dem Natriumaluminiumsilicat abgedeckt war. Der Weißgrad des Agglomerats verbesserte sich durch die Umhüllung mit dem Natriumaluminiumsilicat von 48 auf 60 %.

    [0037] Zur Bestimmung der Quellfähigkeit der Agglomerate wurden diese portionsweise in Meßzylinder gegeben, die mit Wasser gefüllt waren, welches folgende Härtegrade aufwies: 0°dH, 10°dH, 20°dH, 30°dH und 40°dH.

    [0038] Die Bestimmung der Quellung erfolgte 1 Stunde nach Beendigung der Agglomeratzugabe durch Ablesung der Höhe des gequollenen Agglomerats auf der Skaleneinteilung des Meßzylinders. Es zeigte sich, daß sich die Quelleigenschaften des nicht umhüllten Agglomerats bei Härtegraden ab 20°dH signifikant verschlechterten, während sie sich bei den erfindungsgemäß umhüllten Agglomeraten praktisch nicht änderten.

    [0039] Zur Bestimmung der Dispergierbarkeit wurden jeweils 5 g der Agglomerate in 1 Liter Wasser verschiedenen Härtegrads bei 500 U/min gerührt und die Zeit gemessen, bis die Agglomerate visuell vollständig dispergiert waren, d.h. bis alle Agglomeratteilchen zerfallen waren. Die erfindungegemäß umhüllten Agglomerate zerfielen schneller als die nicht umhüllten Agglomerate.

    [0040] Zur Bestätigung des Zusammenhangs zwischen Softening-Effekt und Dispergierbarkeit wurde ein Grifftest in einer Haushaltswaschmaschine durchgeführt.

    Waschbedingungen



    [0041] 
    • Waschtemperatur: 40°C
    • Waschmittel: kommerzielles Vollwaschmittel ("Tandil(R)")
    • Bentonitagglomerat-Dosierung: 14 % bezogen auf das Vollwaschmittel
    • Waschmitteldosierung: 7,5 g/Liter + Bentonitagglomerat
    • Wasserhärte: 0°dH, 10°dH, 20°dH, 30°dH, 40°dH
    • Anzahl der Waschzyklen: 5
    • Grifftest: paarweiser Vergleich von Frottierhandtüchern durch Panel aus 14 Personen; jede Person vergibt an das weichere Waschmittel einen Punkt; anschließend Aufsummierung der Punkte; Unterschiede ab 10 Punkten gelten als signifikant.


    [0042] Die Ergebnisse sind in der nachstehenden Tabelle I angegeben:

    [0043] 
    Tabelle I
    Quellung
    Härtegrad Bentonit ohne Zeolith A Bentonit + 10 % Zeolith A
    0°dH 26 ml 26 ml
    10°dH 26 ml 26 ml
    20°dH 23 ml 26 ml
    30°dH 20 ml 25 ml
    40°dH 18 ml 24 ml
     
    Zerfallszeit des Agglomerats - Dispergierbarkeit
    Härtgegrad Bentonit ohne Zeolith A Bentonit + 10 % Zeolith A
    0°dH 45 sec 40 sec
    10°dH 50 sec 50 sec
    20°dH 130 sec 70 sec
    30°dH 180 sec 70 sec
    40°dH 240 sec 80 sec

    Grifftest Härtegrad 40°dH



    [0044] 
    Bentonit ohne Zeolith A:
    6 Punkte
    Bentonit mit 10 % Zeolith A:
    22 Punkte

    Beispiel 2



    [0045] Analog Beispiel 1 wurden Bentonit-Agglomerate hergestellt, die jedoch mit 4, 6 und 10 Gew.-% eines synthetischen Natriumsilikats mit Schichtstruktur mit einer mittleren Teilchengröße von 5 µm (gemahlenes SKS 6, Handelsprodukt der Firma Hoechst AG) beschichtet wurden. Das Natriumsilicat-Pulver haftete fest an den Agglomeraten.

    Bieispiel 3



    [0046] Analog Beispiel 1 wurden Bentonit-Agglomerate hergestellt. In Abwandlung zu Beispiel 1 wurden die Agglomerate jedoch nicht getrocknet (Feuchtigkeitsgehalt 25 Gew.-%). Den feuchten Agglomeraten wurden 10 Gew.-% des Zeoliths von Beispiel 1 (bezogen auf den trockenen Bentonit) unter niedriger Drehzahl (300 U/min) zugemischt. Nach einer Minute Mischzeit wurden die Agglomerate getrocknet (Restfeuchte 10 %) und die Kornfraktion 0,2 bis 1,0 mm wurde abgesiebt.

    [0047] Die nach den Beispielen 2 und 3 erhaltenen Weißgrade der umhüllten Agglomerate sowie die Weißgrade der Weißpigmente sind in Tabelle II angegeben. Der Weißgrad des nicht umhüllten Bentonits betrug wie nach Beispiel 1 48 %.

    [0048] 
    Tabelle II
    Beisp. Nr. Kationenaustauscher Typ Anteil Kationenaustauscher (%) Weißgrad des Kationenaustauschers (R 457) % Weißgrad der umhüllten Agglomerate (R 457) %
     
    2 SKS 6 4 90 49
        6   51
        10   57
     
    3 Wessalith P 10 95 59



    Ansprüche

    1. Waschmittelzusatz für gewebeweichmachende Waschmittel auf der Basis von Agglomeraten eines smektitischen Schichtsilikats, die mit feinteiligen Partikeln umhüllt sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Agglomerate mit Teilchen eines Kationenaustauschers, die durch ein Sieb mit einer lichten Maschenweite von 45 µm hindurchgehen und die eine durchschnittliche Teilchengröße von weniger als 10 µm haben, umhüllt sind, wobei die Menge der Kationenaustauscherteilchen 2 bis 30 Gew.-% (bezogen auf das Trockengewicht der nicht umhüllten Agglomerate) beträgt.
     
    2. Waschmittelzusatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Weißgrad der Kationenaustauscherteilchen 75 bis 96 % (R 457 Elrepho) beträgt.
     
    3. Waschmittelzusatz nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Restfeuchte der Agglomerate 5 bis 20 Gew.-%, vorzugsweise 7 bis 13 Gew.-%, beträgt.
     
    4. Waschmittelzusatz nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Menge der Kationenaustauscherteilchen 5 bis 15 Gew.-% (bezogen auf das Trockengewicht der nicht umhüllten Agglomerate) beträgt.
     
    5. Waschmittelzusatz nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Kationenaustauscher ein Calciumbindevermögen von 120 bis 200 mg CaO/g hat.
     
    6. Waschmittelzusatz nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Kationenaustauscher ein Natriumaluminiumsilicat, vorzugsweise einen Zeolith, darstellt.
     
    7. Waschmittelzusatz nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dagekennzeichnet, daß der Kationenaustauscher ein synthetisches Natriumsilicat mit Schichtstruktur darstellt.
     
    8. Verfahren zur Herstellung eines Waschmittelzusatzes nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß man ein pulverförmiges smektitisches Schichtsilicat durch Zusatz von Wasser bei einem Gesamtwassergehalt von etwa 20 bis 40 Gew.-% (bezogen auf das trockene Pulver) agglomeriert, das feuchte Agglomerat gegebenenfalls auf eine Restfeuchte von etwa 5 bis 20 %, vorzugsweise etwa 7 bis 13 Gew.-%, trocknet, das Agglomerat im wesentlichen ohne weitere Zerkleinerung mit dem pulverförmigen Kationenaustauscher vermischt, bis dieser vollständig an der Oberfläche der Agglomerate angelagert ist, worauf man das Gemisch, falls es zuvor noch nicht getrocknet wurde, trocknet.
     
    9. Waschmittel, enthaltend einen Waschmittelzusatz nach einem der Ansprüche 1 bis 7 bzw. hergestellt nach dem Verfahren von Anspruch 8.
     


    Claims

    1. Detergent additive for fabric-softening detergents that is based on agglomerates of a smectite-type laminar silicate that are coated with fine particles, characterized in that the agglomerates are coated with particles of a cation exchanger that pass through a screen with a mesh size of 45 µm and have an average particle size of less than 10 µm, the amount of cation exchanger particles used being 2-30 wt-%, calculated on the dry weight of the uncoated agglomerates.
     
    2. Detergent additive as in Claim 1, characterized in that the cation exchanger particles have a degree of whiteness of 75-96% (R 457, Elrepho).
     
    3. Detergent additive as in Claim 1 or 2, characterized in that the agglomerates contain 5-20 wt-% and preferably 7-13 wt-% of residual moisture.
     
    4. Detergent additives as in any one of Claims 1-3, characterized in that the cation exchanger particles are used in an amount of 5-15 wt-%, calculated on the dry weight of the uncoated agglomerates.
     
    5. Detergent additive as in any one of Claims 1-4, characterized in that the cation exchanger has a calcium binding capacity of 120-200 mg of CaO per gram.
     
    6. Detergent additive as in any one of Claims 1-5, characterized in that the cation exchanger is a sodium aluminium silicate and preferably a zeolite.
     
    7. Detergent additive as in any one of Claims 1-5, characterized in that the cation exchanger is a synthetic sodium silicate that has a laminar structure.
     
    8. Process for the preparation of a detergent additive as in any one of Claims 1-7, characterized in that a smectite-type laminar silicate in powder form is agglomerated by adding to it enough water to make the total water content about 20-40 wt-%, calculated on the dry powder, the wet agglomerate is dried, if appropriate, to a residual moisture content of about 5-20 wt-% and preferably 7-13 wt-%, and the agglomerate is mixed - essentially without any further comminution - with the cation exchanger in powder form until the latter has been completely deposited on the surface of the agglomerates, after which the mixture is dried, if this has not been done before.
     
    9. Detergent containing a detergent additive as in any one of claims 1-7, prepared by the process described in Claim 8.
     


    Revendications

    1. Additif pour détergent adoucissant pour textile, à base d'agglomérats d'un silicate lamellaire de type smectite, qui sont enrobés de particules finalement divisées, caractérisé en ce que les agglomérats sont enrobés de particules d'un échangeur de cations qui passe à travers un tamis ayant une ouverture de maille de 45 µm et qui ont une granulométrie moyenne inférieure à 10 µm, la quantité des particules d'échangeur de cations étant de 2 à 30 % en poids (par rapport au poids à sec des agglomérats non enrobés).
     
    2. Additif pour détergent selon la revendication 1, caractérisé en ce que le degré de blancheur des particules d'échangeur de cations est de 75 à 96 % (R 457 Elrepho).
     
    3. Additif pour détergent selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'humidité résiduelle des agglomérats est de 5 à 20 % en poids et de préférence de 7 à 13 % en poids.
     
    4. Additif pour détergent selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la quantité des particules d'échangeur de cations est de 5 à 15 % en poids (par rapport au poids à sec des agglomérats non enrobés).
     
    5. Additif pour détergent selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que l'échangeur de cations a un pouvoir de fixation du calcium de 120 à 200 mg CaO/g.
     
    6. Additif pour détergent selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que l'échangeur de cations est un aluminosilicate de sodium, de préférence une zéolite.
     
    7. Additif pour détergent selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que l'échangeur de cations est un silicate de sodium synthétique à structure lamellaire.
     
    8. Procédé pour fabriquer un additif pour détergent selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce qu'on agglomère un silicate lamellaire de type smectite pulvérulent par addition d'eau, pour une teneur totale en eau d'environ 20 à 40 % en poids (par rapport à la poudre sèche), on sèche éventuellement l'agglomérat humide jusqu'à une humidité résiduelle d'environ 5 à 20 % et de préférence d'environ 7 à 13 % en poids, on mélange avec l'agglomérat, essentiellement sans broyage plus poussé, l'échangeur de cations en poudre, jusqu'à ce que ce dernier soit complètement fixé à la surface des agglomérats, après quoi on sèche le mélange, au cas où il n'aurait pas encore été séché.
     
    9. Détergent contenant un additif pour détergent selon l'une des revendications 1 à 7, ou préparé par le procédé selon la revendication 8.