[0001] Die Erfindung betrifft einen Waschmittelzusatz für gewebeweichmachende Waschmittel
(Softergents) auf der Basis von Agglomeraten eines smektitischen Schichtsilicats,
die mit einem feinteiligen Partikeln umhüllt sind, sowie ein Waschmittel, das einen
solchen Waschmittelzusatz enthält.
[0002] Beim herkömmlichen Waschverfahren wird zur Reinigung der Wäsche ein übliches Waschmittel
eingesetzt, welches unter anderem nichtionische und anionische Tenside enthält. Zur
Erzielung einer verbesserten Gewebeweichheit werden kationische Tenside eingesetzt.
Da sich kationische und anionische Tenside im Waschbad durch Bildung einer schwerlöslichen
Verbindung inaktivieren, muß der Wäscheweichspüler separat im Spülgang eingesetzt
werden.
[0003] Softergents enthalten gewebeweichmachende Zusätze, welche nicht durch die Inhaltsstoffe
des Waschmittels desaktiviert werden und daher Bestandteil der Formulierung des Waschmittels
sein können.
[0004] Die gebräuchlichsten gewebeweichmachenden Waschmittelzusätze sind quellfähige, natürliche
smektitische Schichtsilicate, wie Montmorillonit und Hectorit. Die Anwendung derartiger
Schichtsilikate in Waschmittels ist beispielsweise in der GB-A-2 121 843 beschrieben.
Ein solcher Waschmittelzusatz enthält Agglomerate von feinteiligem Bentonit mit einer
Teilchengröße von weniger als 74 µm, die zu Teilchen mit einer Größe von etwa 150
bis 2000 µm agglomeriert sind und die einen Feuchtigkeitsgehalt von 8 bis 13 % haben.
Die Agglomerate enthalten etwa 1 bis 5 Gew.-% eines Bindemittels in Form einer Wasserglaslösung.
Die unter Verwendung derartiger Waschmittelzusätze hergestellten Waschmittel enthalten
ein anionisches oder nichtionisches Tensid oder ein Gemisch dieser Tenside, einen
Builder oder ein Builder-Gemisch auf der Basis von Phosphaten, vorzugsweise Polyphosphaten,
oder von Nitrilotriacetaten sowie von Carbonaten, wie Natriumcarbonat oder Natriumbicarbonat.
Weiterhin können als Builder Zeolithe, wie Zeolith A, verwendet werden. Die Zeolithe
sind jedoch nicht mit den Bentonit-Aggregaten verbunden, sondern werden erst der Waschmittelformulierung
zugesetzt.
[0005] Aus der EP-A-0 385 748 sind ferner Waschmittelzusätze für gewebeweichmachende Waschmittel
auf der Basis von Agglomeraten eines smektitischen Schichtsilicats, wie Bentonit,
bekannt, die mit einem feinteiligen Weißpigment umhüllt sind, um den Weißgrad zu erhöhen.
Die Agglomerate enthalten Zusätze von nichtionischen Tensiden, die die Haftung des
feinteiligen Weißpigments an den Agglomeraten verbessern sollen.
[0006] Die unter Verwendung derartiger Waschmittelzusätze hergestellten Waschmittel können
die gleichen Komponenten wie die Waschmittel nach der GB-A-2 121 843 enthalten, d.h.
auch Zeolithe, jedoch sind diese Zeolithe nicht mit den Bentonitagglomeraten verbunden,
so daß hartes Wasser vor dem Eindringen in die Bentonitagglomerate nicht enthärtet
wird.
[0007] Aus der EP-A 0 026 529 sind Waschmittelrezepturen bekannt, welche neben den üblichen
Tensiden Bentonit, quaternäre Ammoniumverbindungen und tertiäre Amine enthalten. Einige
dieser Waschmittelrezepturen enthalten Zeolith, doch wird dieser nicht zur Umhüllung
von agglomeriertem Bentonit verwendet.
[0008] Aus der EP-A 0 164 797 sind Gewebeweichemacher-Agglomerate auf der Basis smektitischen
Schichtsilicaten bekannt, die mit Dispergiermitteln, wie quaternären Ammoniumsalzen,
umhüllt sind. Durch diese Maßnahme soll die Verstopfung von automatischen Waschmaschinen
verhindert werden.
[0009] Aus der US-A-4 339 335 ist ein gewebeweichmachendes Waschmittel bekannt, das neben
den üblichen Bestandteilen Zeolithteilchen enthält, die mit Hilfe von nichtionischen
Tensiden an der Oberfläche von Builder-Teilchen (Natriumcarbonat, usw.) angeheftet
sind. Im wesentlichen handelt es sich um ein Granulat, bestehend aus Natriumcarbonat,
nichtionischen Tensiden, einem Überzug aus Zeolith und gegebenenfalls quaternären
Ammoniumverbindungen. Der Zeolith soll das durch das Tensid klebrig gewordene Granulat
abpudern und in der Waschlauge Calciumionen binden.
[0010] Aus der DE-A-39 43 019 ist ein granulares Waschmittel-Additiv bekannt, welches 20
bis Gew.-% eines Schichtsilicats, wie Bentonit, 15 bis 20 Gew.-% feinkristallinen,
synthetischen Zeolith, 0 bis 5 Gew.-% wasserlösliche Alkalisalze aus der Klasse der
Sulfate, Carbonate und Phosphate, 0 bis 7 Gew.-% polymere Acrylsäuresalze und 0 bis
20 Gew.-% nichtionische Tenside enthält. Aus diesen Komponenten wird ein wäßriger
Ansatz hergestellt, der sprühgetrocknet wird. Eine Umhüllung von trockenem Bentonitgranulat
mit Zeolith ist nicht beabsichtigt.
[0011] Die DE-A-39 42 066 beschreibt die Herstellung eines granularen Waschmittel-Additivs,
welches 30 bis 90 Gew.-% eines Schichtsilicats, 1 bis 40 Gew.-% feinkristallinen synthetischen
Zeolith und 0 bis 30 Gew.-% wasserlösliche Alkalisalze aus der Klasse der Sulfate,
Carbonate und Silicate enthält. Hierbei wird der Zeolith in den Granulaten homogen
verteilt und befindet sich nicht auf der Oberfläche der Bentonitgranulate.
[0012] Aus der DE-A-38 33 648 ist ein Verfahren zur Herstellung teilchenförmiger Waschmittel
oder Waschmittelzusätze bekannt, wobei in den Sprühkegel einer wäßrigen Aufschlämmung
von Waschmittelinhaltsstoffen quellfähige Tone in Teilchenform eingeblasen werden
und das Gemisch durch erhitzende Gase getrocknet werden. Der nach diesem Verfahren
verwendete Zeolith befindet sich ebenfalls nicht auf der Oberfläche von Tonagglomeraten.
[0013] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen im trockenen Zustand mechanisch stabilen
agglomerierten Waschmittelzusatz bereitzustellen, der andererseits in einer Waschlauge
mit hoher Wasserhärte leicht quillt und zerfällt.
[0014] Gegenstand der Erfindung ist somit ein Waschmittelzusatz des eingangs definierten
Typs, der dadurch gekennzeichnet ist, daß die Agglomerate mit Teilchen eines Kationenaustauschers,
die durch ein Sieb mit einer lichten Maschenweite von 45 µm hindurchgehen und die
eine durchschnittliche Teilchengröße von weniger als 10 µm haben, umhüllt sind, wobei
die Menge der Kationenaustauscherteilchen 2 bis 30 Gew.-% (bezogen auf das Trockengewicht
der nicht umhüllten Agglomerate) beträgt. Vorzugsweise wird ein anorganischer Kationenaustauscher
verwendet.
[0015] Der Verwendung eines Kationenaustauschers liegen folgende Überlegungen zugrunde:
[0016] Wird das smektitische Schichtsilicat in Form von Agglomeraten eingesetzt, so ist
es für die Wirksamkeit sehr wesentlich, daß das Schichtsilicat sofort nach Kontakt
mit dem Wasser aufquillt. Bei dem entstehenden Quelldruck muß das Agglomeratteilchen
schnellstmöglich in kleine Partikelchen zerfallen, welche dann durch weitere Quellung
im Wasser und durch die mechanische Bewegung beim Waschprozess in Primärteilchen des
Schichtsilicats zerfallen.
[0017] Die optimale Quellung und Dispergierung der Agglomerate gelingt dann, wenn keine
mehrwertigen Kationen in der Waschlauge vorhanden sind. Mehrwertige Kationen wie Ca
2+ oder Mg
2+, wie sie in nicht enthärtetem Wasser enthalten sind, verzögern die Quellung der Agglomerate,
was zu einer Verschlechterung der Dispergierbarkeit in Hartwasser und damit zu einer
Verschlechterung des Softening-Effekts führt. Da die Waschmittel in Gegenden eingesetzt
werden, in denen Wasser bis zum Härtegrad 40°dH vorkommt, besteht ein Bedarf, die
optimale Quellung und Dispergierbarkeit der Agglomerate auch in Gegenden mit sehr
hartem Wasser zu gewährleisten.
[0018] Dieser Effekt wird nicht erzielt, wenn die Teilchen des Kationenaustauschers nicht
mit den Agglomeraten des smektitischen Schichtsilicats verbunden sind, sondern erst
der Waschmittelformulierung zugesetzt werden, wie es bei den Waschmitteln nach der
GB-A-2 121 843, der EP-A-0 385 748 und der EP-A-0 026 529 der Fall ist.
[0019] Gelangen die mit den Teilchen des anorganischen Kationenaustauschers umhüllten Agglomerate
in Kontakt mit Hartwasser, so muß dieses, bevor es mit dem Agglomerat in Kontakt kommt,
die Schicht des Kationenaustauschers durchdringen, wodurch die im Wasser enthaltenen
zweiwertigen Kationen im Kationenaustauscher gebunden werden und das Wasser enthärtet
wird.
[0020] Das Ergebnis ist, daß die Agglomerate nach dem Kontakt mit dem enthärtetem Wasser
optimal in kleinere Partikel zerfallen können. Als Folge der verbesserten Dispergierbarkeit
und Quellfähigkeit findet man eine signifikante Verbesserung der gewebeweichmachenden
Eigenschaften des smektitischen Schichtsilicats.
[0021] Die Menge der Kationenaustauscherteilchen hängt innerhalb des vorstehend angegebenen
Bereichs von der Härte des Waschwassers ab.
[0022] Die angegebenen Teilchengrößen sind insofern wichtig, als bei höheren Teilchengrößen
die Kationenaustauscherteilchen nicht mehr so gut an den Agglomeraten haften.
[0023] Als smektitisches Schichtsilicat wird vorzugsweise feingemahlener Bentonit verwendet.
Bentonit enthält als Hauptmineral Montmorillonit, welcher ein quellfähiges dioktaedrisches
natürliches Schichtsilicat der allgemeinen Formel
Na
0,66 (OH)
4Si
8(Al
3,34 · Mg
0,66)O
20
darstellt. Jeweils eine Schicht setzt sich aus drei Teilelementen zusammen, wobei
zwei Tetraederschichten mit Si als Zentralatom eine Oktaederschicht mit Al als Zentralatom
einschließen. Wie aus der allgemeinen Formel ersichtlich, ist Al
3+ teilweise isomorph durch Mg
2+ ersetzt. Der hierdurch entstehende Ladungsüberschuß wird zwischen den Schichten durch
Na
+ bzw. Ca
2+ ausgeglichen. Man spricht dann von Natriumbentonit bzw. Calciumbentonit.
[0024] Das Bentonitpulver weist vorzugsweise eine Restfeuchte von etwa 10 Gew.-% und einen
Siebrückstand von maximal 30 % auf 45 µm auf.
[0025] Der Weißgrad der Kationenaustauscherteilchen beträgt vorzugsweise 75 bis 96 %. Der
Weißgrad wird als R 457 (Reflexion bei einer Wellenlänge von 457 nm mit Hilfe eines
Elrepho-Geräts (Datacolor 2000) gegenüber einem Bariumsulfat-Standard gemessen.
[0026] Vorzugsweise beträgt die Restfeuchte der Agglomerate 5 bis 20 Gew.-%, insbesondere
7 bis 13 Gew.-%. Bei niedrigeren Restfeuchten vermindert sich die Haftung der Kationenaustauscherteilchen
an den Agglomeraten. Überraschend ist jedoch, daß die Kationenaustauscherteilchen
bei den angegebenen, relative niedrigen Restfeuchtewerten auch ohne Bindemittel an
den Agglomeraten haften, ohne daß eine Entmischung erfolgt.
[0027] Die Menge der Kationenaustauscherteilchen beträgt vorzugsweise 7 bis 15 Gew.-% (bezogen
auf das Trockengewicht der nicht umhüllten Agglomerate).
[0028] Das Calciumbindevermögen des Kationenaustauschers soll möglichst hoch sein, da nur
eine relativ kleine Menge davon an der Oberfläche der Agglomerate haftet, andererseits
aber möglichst viele Calciumionen gebunden werden sollen. Der Kationenaustauscher
hat deshalb vorzugsweise ein Calciumbindevermögen von 120 bis 200 mg CaO/g. Der Kationenaustauscher
soll ferner einer Stoffgruppe angehören, die ohnehin in Waschmitteln verwendet wird,
z.B. ein Natriumaluminiumsilicat, vorzugsweise ein Zeolith. Diese Teilchen legen sich
vollständig an die Agglomeratoberfläche an, ohne daß sich noch ungebundene Teilchen
zwischen den Agglomeraten befinden. Ähnlich günstig verhalten sich synthetische Natriumsilicate
mit Schichtstruktur.
[0029] Gegenstand der Erfindung ist ferner ein Verfahren zur Herstellung des vorstehend
definierten Waschmittelzusatzes, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man ein pulverförmiges
smektitisches Schichtsilicat durch Zusatz von Wasser bei einem Gesamtwassergehalt
von etwa 20 bis 40 Gew.-% (bezogen auf das trockene Pulver) agglomeriert, das feuchte
Agglomerat gegebenenfalls auf eine Restfeuchte von etwa 5 bis 20 %, vorzugsweise etwa
7 bis 13 Gew.-%, trocknet, das Agglomerat im wesentlichen ohne weitere Zerkleinerung
mit dem pulverförmigen Kationenaustauscher vermischt, bis dieser vollständig an der
Oberfläche der Agglomerate angelagert ist, worauf man das Anlagerungsprodukt, falls
es zuvor noch nicht getrocknet wurde, trocknet.
[0030] Zur Agglomeration des smektitischen Schichtsilicats wird vorzugweise Wasser verwendet,
das auch anionische oder nichtionische Tenside enthalten kann.
[0031] Die Agglomeration kann vorzugsweise durchgeführt werden, indem das Pulver des smektitischen
Schichtsilicats in einem Zwangsmischer mit hoher Drehzahl des Mischwerkzeugs (z.B.
in einem Eirich-Mischer) mit Wasser versetzt wird. Bei etwa 20 % beginnt das Pulver
zu agglomerieren. Anschließend kann das feuchte Agglomerat in einem Trockner auf die
angegebene Restfeuchte getrocknet werden. Durch Absieben über ein Taumelsieb wird
das Agglomerat in beliebige Kornfraktionen zwischen 0,2 und 2 mm verbracht.
[0032] Dann wird der pulverförmige Kationenaustauscher bei niedriger Drehzahl des Mischers
in den Mischer verbracht. Der Kationenaustauscher pudert die Oberfläche der Agglomerate
ab und erhöht deren Weißgrad. Nach der Trocknung der Agglomerate verbleibt der Kationenaustauscher
an der Oberfläche der Agglomeratpartikel und erhöht somit den Weißgrad des abgesiebten
Agglomerats. Es verbleibt nach einer Mischzeit von 5 Minuten kein Pulver des Kationenaustauschers
im Endprodukt. Bedingt durch die unregelmäßige Oberfläche der Agglomerate haften die
Teilchen des Kationenaustauschers sehr gut an der Agglomeratoberfläche, so daß keine
nachträgliche Entmischung auftritt. Wenn die Agglomerate vor dem Zumischen des pulverförmigen
Kationenaustauschers nicht getrocknet wurden, wird das Anlagerungsprodukt getrocknet.
[0033] Gegenstand der Erfindung ist ferner ein Waschmittel, das den vorstehend beschriebenen
Waschmittelzusatz enthält. Alle anderen Komponenten des Waschmittels (Tensid, Builder
usw.) sind konventionell.
[0034] Die Erfindung ist durch die nachstehenden Beispiele erläutert:
Beispiel 1
[0035] 2 kg eines pulverförmigen Natriumbentonits (Gesamtionenaustauschkapazität 75 mVal/100
g, davon austauschbare Na-Ionen 65 mVal/100 g, Wassergehalt 10 Gew.-%) wurden im Eirich-Mischer
bei 1500 U/min durch Zugabe von 300 ml Wasser bei 2 Minuten Mischzeit agglomeriert.
Der Gesamtwassergehalt des Agglomerats betrug 25 Gew.-%. Das Agglomerat wurde bei
einer Temperatur von 100°C im Trockenschrank über einen Zeitraum von 60 Minuten auf
eine Restfeuchte von 10 Gew.-% getrocknet, und die Kornfraktion von 0,2 bis 2 mm wurde
ausgesiebt.
[0036] Dieses Agglomerat wurde in einem Telschig-Trommel-Mischer mit 10 Gew.-% Natriumaluminiumsilicat
mit einer durchschnittlichen Teilchengröße von 3 µm und einem Weißgrad (R 457) von
95 % (Zeolith A; Handelsprodukt Wessalith P der Firma Degussa) bei 30 U/min 5 Minuten
trocken gemischt. Durch dieses schonende Mischverfahren wurde ein staubfreies Agglomerat
erhalten, dessen Oberfläche vollständig mit dem Natriumaluminiumsilicat abgedeckt
war. Der Weißgrad des Agglomerats verbesserte sich durch die Umhüllung mit dem Natriumaluminiumsilicat
von 48 auf 60 %.
[0037] Zur Bestimmung der Quellfähigkeit der Agglomerate wurden diese portionsweise in Meßzylinder
gegeben, die mit Wasser gefüllt waren, welches folgende Härtegrade aufwies: 0°dH,
10°dH, 20°dH, 30°dH und 40°dH.
[0038] Die Bestimmung der Quellung erfolgte 1 Stunde nach Beendigung der Agglomeratzugabe
durch Ablesung der Höhe des gequollenen Agglomerats auf der Skaleneinteilung des Meßzylinders.
Es zeigte sich, daß sich die Quelleigenschaften des nicht umhüllten Agglomerats bei
Härtegraden ab 20°dH signifikant verschlechterten, während sie sich bei den erfindungsgemäß
umhüllten Agglomeraten praktisch nicht änderten.
[0039] Zur Bestimmung der Dispergierbarkeit wurden jeweils 5 g der Agglomerate in 1 Liter
Wasser verschiedenen Härtegrads bei 500 U/min gerührt und die Zeit gemessen, bis die
Agglomerate visuell vollständig dispergiert waren, d.h. bis alle Agglomeratteilchen
zerfallen waren. Die erfindungegemäß umhüllten Agglomerate zerfielen schneller als
die nicht umhüllten Agglomerate.
[0040] Zur Bestätigung des Zusammenhangs zwischen Softening-Effekt und Dispergierbarkeit
wurde ein Grifftest in einer Haushaltswaschmaschine durchgeführt.
Waschbedingungen
[0041]
- Waschtemperatur: 40°C
- Waschmittel: kommerzielles Vollwaschmittel ("Tandil(R)")
- Bentonitagglomerat-Dosierung: 14 % bezogen auf das Vollwaschmittel
- Waschmitteldosierung: 7,5 g/Liter + Bentonitagglomerat
- Wasserhärte: 0°dH, 10°dH, 20°dH, 30°dH, 40°dH
- Anzahl der Waschzyklen: 5
- Grifftest: paarweiser Vergleich von Frottierhandtüchern durch Panel aus 14 Personen;
jede Person vergibt an das weichere Waschmittel einen Punkt; anschließend Aufsummierung
der Punkte; Unterschiede ab 10 Punkten gelten als signifikant.
[0042] Die Ergebnisse sind in der nachstehenden Tabelle I angegeben:
[0043]
Tabelle I
| Quellung |
| Härtegrad |
Bentonit ohne Zeolith A |
Bentonit + 10 % Zeolith A |
| 0°dH |
26 ml |
26 ml |
| 10°dH |
26 ml |
26 ml |
| 20°dH |
23 ml |
26 ml |
| 30°dH |
20 ml |
25 ml |
| 40°dH |
18 ml |
24 ml |
| |
| Zerfallszeit des Agglomerats - Dispergierbarkeit |
| Härtgegrad |
Bentonit ohne Zeolith A |
Bentonit + 10 % Zeolith A |
| 0°dH |
45 sec |
40 sec |
| 10°dH |
50 sec |
50 sec |
| 20°dH |
130 sec |
70 sec |
| 30°dH |
180 sec |
70 sec |
| 40°dH |
240 sec |
80 sec |
Grifftest Härtegrad 40°dH
[0044]
- Bentonit ohne Zeolith A:
- 6 Punkte
- Bentonit mit 10 % Zeolith A:
- 22 Punkte
Beispiel 2
[0045] Analog Beispiel 1 wurden Bentonit-Agglomerate hergestellt, die jedoch mit 4, 6 und
10 Gew.-% eines synthetischen Natriumsilikats mit Schichtstruktur mit einer mittleren
Teilchengröße von 5 µm (gemahlenes SKS 6, Handelsprodukt der Firma Hoechst AG) beschichtet
wurden. Das Natriumsilicat-Pulver haftete fest an den Agglomeraten.
Bieispiel 3
[0046] Analog Beispiel 1 wurden Bentonit-Agglomerate hergestellt. In Abwandlung zu Beispiel
1 wurden die Agglomerate jedoch nicht getrocknet (Feuchtigkeitsgehalt 25 Gew.-%).
Den feuchten Agglomeraten wurden 10 Gew.-% des Zeoliths von Beispiel 1 (bezogen auf
den trockenen Bentonit) unter niedriger Drehzahl (300 U/min) zugemischt. Nach einer
Minute Mischzeit wurden die Agglomerate getrocknet (Restfeuchte 10 %) und die Kornfraktion
0,2 bis 1,0 mm wurde abgesiebt.
[0047] Die nach den Beispielen 2 und 3 erhaltenen Weißgrade der umhüllten Agglomerate sowie
die Weißgrade der Weißpigmente sind in Tabelle II angegeben. Der Weißgrad des nicht
umhüllten Bentonits betrug wie nach Beispiel 1 48 %.
[0048]
Tabelle II
| Beisp. Nr. |
Kationenaustauscher Typ |
Anteil Kationenaustauscher (%) |
Weißgrad des Kationenaustauschers (R 457) % |
Weißgrad der umhüllten Agglomerate (R 457) % |
| |
| 2 |
SKS 6 |
4 |
90 |
49 |
| |
|
6 |
|
51 |
| |
|
10 |
|
57 |
| |
| 3 |
Wessalith P |
10 |
95 |
59 |
1. Waschmittelzusatz für gewebeweichmachende Waschmittel auf der Basis von Agglomeraten
eines smektitischen Schichtsilikats, die mit feinteiligen Partikeln umhüllt sind,
dadurch gekennzeichnet, daß die Agglomerate mit Teilchen eines Kationenaustauschers,
die durch ein Sieb mit einer lichten Maschenweite von 45 µm hindurchgehen und die
eine durchschnittliche Teilchengröße von weniger als 10 µm haben, umhüllt sind, wobei
die Menge der Kationenaustauscherteilchen 2 bis 30 Gew.-% (bezogen auf das Trockengewicht
der nicht umhüllten Agglomerate) beträgt.
2. Waschmittelzusatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Weißgrad der Kationenaustauscherteilchen
75 bis 96 % (R 457 Elrepho) beträgt.
3. Waschmittelzusatz nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Restfeuchte
der Agglomerate 5 bis 20 Gew.-%, vorzugsweise 7 bis 13 Gew.-%, beträgt.
4. Waschmittelzusatz nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Menge der Kationenaustauscherteilchen 5 bis 15 Gew.-% (bezogen auf das Trockengewicht
der nicht umhüllten Agglomerate) beträgt.
5. Waschmittelzusatz nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der
Kationenaustauscher ein Calciumbindevermögen von 120 bis 200 mg CaO/g hat.
6. Waschmittelzusatz nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der
Kationenaustauscher ein Natriumaluminiumsilicat, vorzugsweise einen Zeolith, darstellt.
7. Waschmittelzusatz nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dagekennzeichnet, daß der Kationenaustauscher
ein synthetisches Natriumsilicat mit Schichtstruktur darstellt.
8. Verfahren zur Herstellung eines Waschmittelzusatzes nach einem der Ansprüche 1 bis
7, dadurch gekennzeichnet, daß man ein pulverförmiges smektitisches Schichtsilicat
durch Zusatz von Wasser bei einem Gesamtwassergehalt von etwa 20 bis 40 Gew.-% (bezogen
auf das trockene Pulver) agglomeriert, das feuchte Agglomerat gegebenenfalls auf eine
Restfeuchte von etwa 5 bis 20 %, vorzugsweise etwa 7 bis 13 Gew.-%, trocknet, das
Agglomerat im wesentlichen ohne weitere Zerkleinerung mit dem pulverförmigen Kationenaustauscher
vermischt, bis dieser vollständig an der Oberfläche der Agglomerate angelagert ist,
worauf man das Gemisch, falls es zuvor noch nicht getrocknet wurde, trocknet.
9. Waschmittel, enthaltend einen Waschmittelzusatz nach einem der Ansprüche 1 bis 7 bzw.
hergestellt nach dem Verfahren von Anspruch 8.
1. Detergent additive for fabric-softening detergents that is based on agglomerates of
a smectite-type laminar silicate that are coated with fine particles, characterized
in that the agglomerates are coated with particles of a cation exchanger that pass
through a screen with a mesh size of 45 µm and have an average particle size of less
than 10 µm, the amount of cation exchanger particles used being 2-30 wt-%, calculated
on the dry weight of the uncoated agglomerates.
2. Detergent additive as in Claim 1, characterized in that the cation exchanger particles
have a degree of whiteness of 75-96% (R 457, Elrepho).
3. Detergent additive as in Claim 1 or 2, characterized in that the agglomerates contain
5-20 wt-% and preferably 7-13 wt-% of residual moisture.
4. Detergent additives as in any one of Claims 1-3, characterized in that the cation
exchanger particles are used in an amount of 5-15 wt-%, calculated on the dry weight
of the uncoated agglomerates.
5. Detergent additive as in any one of Claims 1-4, characterized in that the cation exchanger
has a calcium binding capacity of 120-200 mg of CaO per gram.
6. Detergent additive as in any one of Claims 1-5, characterized in that the cation exchanger
is a sodium aluminium silicate and preferably a zeolite.
7. Detergent additive as in any one of Claims 1-5, characterized in that the cation exchanger
is a synthetic sodium silicate that has a laminar structure.
8. Process for the preparation of a detergent additive as in any one of Claims 1-7, characterized
in that a smectite-type laminar silicate in powder form is agglomerated by adding
to it enough water to make the total water content about 20-40 wt-%, calculated on
the dry powder, the wet agglomerate is dried, if appropriate, to a residual moisture
content of about 5-20 wt-% and preferably 7-13 wt-%, and the agglomerate is mixed
- essentially without any further comminution - with the cation exchanger in powder
form until the latter has been completely deposited on the surface of the agglomerates,
after which the mixture is dried, if this has not been done before.
9. Detergent containing a detergent additive as in any one of claims 1-7, prepared by
the process described in Claim 8.
1. Additif pour détergent adoucissant pour textile, à base d'agglomérats d'un silicate
lamellaire de type smectite, qui sont enrobés de particules finalement divisées, caractérisé
en ce que les agglomérats sont enrobés de particules d'un échangeur de cations qui
passe à travers un tamis ayant une ouverture de maille de 45 µm et qui ont une granulométrie
moyenne inférieure à 10 µm, la quantité des particules d'échangeur de cations étant
de 2 à 30 % en poids (par rapport au poids à sec des agglomérats non enrobés).
2. Additif pour détergent selon la revendication 1, caractérisé en ce que le degré de
blancheur des particules d'échangeur de cations est de 75 à 96 % (R 457 Elrepho).
3. Additif pour détergent selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'humidité
résiduelle des agglomérats est de 5 à 20 % en poids et de préférence de 7 à 13 % en
poids.
4. Additif pour détergent selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que
la quantité des particules d'échangeur de cations est de 5 à 15 % en poids (par rapport
au poids à sec des agglomérats non enrobés).
5. Additif pour détergent selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que
l'échangeur de cations a un pouvoir de fixation du calcium de 120 à 200 mg CaO/g.
6. Additif pour détergent selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que
l'échangeur de cations est un aluminosilicate de sodium, de préférence une zéolite.
7. Additif pour détergent selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que
l'échangeur de cations est un silicate de sodium synthétique à structure lamellaire.
8. Procédé pour fabriquer un additif pour détergent selon l'une des revendications 1
à 7, caractérisé en ce qu'on agglomère un silicate lamellaire de type smectite pulvérulent
par addition d'eau, pour une teneur totale en eau d'environ 20 à 40 % en poids (par
rapport à la poudre sèche), on sèche éventuellement l'agglomérat humide jusqu'à une
humidité résiduelle d'environ 5 à 20 % et de préférence d'environ 7 à 13 % en poids,
on mélange avec l'agglomérat, essentiellement sans broyage plus poussé, l'échangeur
de cations en poudre, jusqu'à ce que ce dernier soit complètement fixé à la surface
des agglomérats, après quoi on sèche le mélange, au cas où il n'aurait pas encore
été séché.
9. Détergent contenant un additif pour détergent selon l'une des revendications 1 à 7,
ou préparé par le procédé selon la revendication 8.