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EP 0 590 418 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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14.08.1996 Patentblatt 1996/33 |
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Anmeldetag: 16.09.1993 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: H01J 35/16 |
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Hochspannungsröhre
High voltage tube
Tube à haute tension
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR GB IT LI |
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Priorität: |
10.12.1992 DE 4241572 02.10.1992 DE 4233206
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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06.04.1994 Patentblatt 1994/14 |
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Patentinhaber: |
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- Licentia Patent-Verwaltungs-GmbH
D-60596 Frankfurt (DE)
- ANDREX RADIATION PRODUCTS A/S
DK-2300 Copenhagen S (DK)
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Erfinder: |
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- Schenk, Christian, Dr.-Ing.
D-89124 Blaustein (DE)
- Madsen, Jens Ulrik
DK-Lyngby (DK)
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Vertreter: Weber, Gerhard, Dipl.-Phys. et al |
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AEG Aktiengesellschaft 60591 Frankfurt 60591 Frankfurt (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 448 497 US-A- 2 202 687 US-A- 3 911 306
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FR-A- 1 354 436 US-A- 2 238 319
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Hochspannungsröhre nach dem Oberbegriff des
Patentanspruchs 1. Insbesondere betrifft sie eine Röntgenröhre. Eine derartige Röntgenröhre
ist z.B. aus der DE-PS 24 48 497 und der AEG-Telefunkenschrift "Röntgenröhren in Metallkeramiktechnik"
Juni 1983, Abbildung 3 bekannt.
[0002] Das Bestreben bei solchen Röhren geht dahin die Hochspannungsfestigkeit weiter zu
verbessern und die Röhren kleiner zu bauen und mit höheren Spannungen betreiben zu
können.
[0003] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer eingangs genannten
Röhre die Hochspannungsfestigkeit weiter zu erhöhen.
[0004] Diese Aufgabe wird durch die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruches 1 angegebenen
Merkmale gelöst.
[0005] Der eingefügte metallische Rohrabschnitt bewirkt eine Homogenisierung des elektrischen
Feldverlaufs und verringert die Gefahr, daß insbesondere im Befestigungsbereich der
Elektrodendurchführung am inneren Umfang der Öffnung des ringscheibenförmigen Isolators
unregelmäßige und erhöhte Feldstärkebelastungen auftreten die zu Hochspannungsdurchbrüchen
führen können.
[0006] Anhand der in den Figuren 1, 2 und 3 dargestellten Ausführungsbeispiele wird die
Erfindung nachfolgend näher erklärt.
[0007] Die Figur 1 zeigt schematisch im Querschnitt das kathodenseitige Ende einer Röntgenröhre.
Das Vakuumgehäuse wird durch den im wesentlichen zylindrischen Außenmantel 2 aus Metall,
den scheibenförmigen Isolator 3 aus Keramik und die in der zentralen öffnung des Isolators
3 angeordnete Durchführung 1, die rohrförmig ausgebildet ist und vakuumseitig 7 die
Kathode 8 trägt, gebildet. Die Metall-Keramik-Verbindungen sind vakuumdicht ausgeführt
und beispielsweise als Lötverbindungen ausgebildet. Üblicherweise liegt der metallene
Außenmantel 2 auf Massepotential und die Kathodendurchführung 1 auf einem dagegen
starken negativen Potential von z.B. -300 bis -450 Kilovolt. An der Innenfläche des
Außenmantels 2 kann noch ein ringförmiger Fortsatz 5 angeordnet sein, dem eine Abschirmwirkung
gegen Sekundärelektronen zukommt. Mit 8 ist die im Vakuumraum 7 befindliche Kathodenwendel
bezeichnet. Die Röhre ist im wesentlichen rotationssymmetrisch zur Röhrenlängsachse
9 aufgebaut.
[0008] Zur Verbesserung der Hochspannungsfestigkeit, insbesondere zur Homogenisierung und
Verringerung der Feldstärke im Bereich der Verbindung zwischen der zentralen Kathodendurchführung
1 und der keramischen Isolierscheibe 3 ist diese Isolierscheibe 3 in zwei zueinander
konzentrisch angeordneten Ringteile 31 und 32 aufgeteilt und ein metallischer Rohrabschnitt
4 zwischengefügt. Die Verbindungen zwischen diesem Rohrabschnitt 4 und den Keramikringteilen
31 und 32 sind vakuumdicht, insbesondere Lötverbindungen. Bevorzugt besitzt der Rohrabschnitt
einen sich etwa trichterförmig erweiternden, in den Vakuumraum 7 hineinragenden Fortsatz
6, dem abschirmende und das elektrische Feld beeinflussende Wirkungen zukommen.
[0009] Der rotationssymmetrisch zur Längsachse 9 angeordnete Rohrabschnitt 4 stellt sicher,
daß sich an ihm ein bestimmtes Potential einstellt und somit eine gewisse Homogenisierung
des elektrischen Hochspannungsfeldes zwischen dem Außenmantel 2 und der Kathodendurchführung
1 bewirkt wird.
[0010] Es kann weiterhin zweckmäßig sein, an diesen Rohrabschnitt 4 ein von außen zugeführtes
Potential anzulegen, was bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ohne weiteres möglich
ist da der vakuumdicht eingelötete Rohrabschnitt 4 von außen kontaktierbar ist. Es
ist bei geeigneter Wahl der Größe der angelegten Spannung, die einen Wert zwischen
der Spannung an dem Außenmantel 2 und der Kathodendurchführung 1 aufweisen muß, möglich,
die elektrische Feldstärke im kritischen Bereich der Durchführung 1 zu verringern.
Je nach Durchmesser des Rohrabschnitts 4 im Vergleich zu den Durchmessern der Durchführung
1 und des Außenmantels 2 kann die an Rohrabschnitt 4 angelegte Spannung z.B. -200KV
betragen, wenn an die Durchführung 1 eine Spannung von -400 KV gegenüber dem Massepotential
OV am Außenmantel angelegt ist. Bei optimierter Lage und Spannung des Rohrabschnittes
4 kann die Feldstärke in dem besonders kritischen Bereich, in dem die Durchführung
1 durch die Keramikscheibe 3 hindurchgeführt ist bis zu etwa 30% reduziert werden.
[0011] Gegebenenfalls kann es zweckmäßig sein, die Isolierscheibe 3 durch zwei oder mehrere
Rohrabschnitte in 3 oder mehr konzentrisch zueinander angeordnete ringförmige Isolierteil
aufzuteilen. Auch kann der Rohrabschnitt 4 lediglich aus einer Lötmetallschicht bestehen,
mit der die konzentrischen Ringteile 31 und 32 vakuumdicht miteinander verbunden sind.
[0012] In den Figuren 2 und 3 sind weitere bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung
dargestellt, wobei gleiche Ziffern für gleiche verwendet sind.
[0013] In Figur 2 überlappen sich die Ringteile 31 und 32 aus Isoliermaterial in radialer
Richtung, d.h. der Innendurchmesser das äußeren Ringteils 32 ist kleiner als der Außendurchmesser
des inneren Ringteils 31. Zusätzlich sind die Ringteile 31 und 32 in Richtung der
Röhrenlängsachse 9 versetzt zueinander angeordnet. Das innere Ringteil 31 ist bei
diesem Ausführungsbeispiel näher zur Kathode 8 hin angeordnet.
[0014] In Figur 3 ist ein Ausführungsbeispiel gezeigt, bei dem das äußere Ringteil 32 näher
zur Kathode 8 hin angeordnet ist. Der Rohrabschnitt 4 weist jeweils einen dessen Durchmesser
ändernden Absatz auf.
[0015] Das Potential des metallischen Rohrabschnitts 4 ist zweckmäßig mit Rücksicht auf
die maximale Feldstärke zu wählen, die an dem äußeren isolierenden Ringteil auftritt,
das ist an der äußeren Oberfläche des zwischengefügten metallischen Rohrabschnittes
4. Auch in den Figuren 2 und 3 ist ausschnittsweise der kathodenseitige Bereich einer
im wesentlichen rotationssymmetrisch zur Röhrenlängsachse 9 aufgebauten Röntgenröhre
dargestellt.
1. Hochspannungsröhre konzentrischen Aufbaus, deren Vakuumgehäuse einen metallischen
zylindrischen Außenmantel, eine ringscheibenförmige Isolierscheibe und eine stabförmige
oder rohrförmige zentrale Elektrodendurchführung aufweist, wobei die Isolierscheibe
außen am Umfang vakuumdicht mit dem Außenmantel und am inneren Umfang vakuumdicht
mit der Elektrodendurchführung verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Isolierscheibe (3) durch wenigstens einen vakuumdicht eingefügten metallischen
Rohrabschnitt (4) in wenigstens zwei konzentrisch zur Längsachse (9) angeordnete Ringteile
(31) und (32) aufgeteilt ist.
2. Hochspannungsröhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektrodendurchführung
(1) auf einen gegenüber dem Außenmantel (2) stark negativen Potential liegt.
3. Hochspannungsröhre nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der
zylindrische Rohrabschnitt (4) einen in den Vakuumraum (7) hineinragenden Fortsatz
(6) aufweist.
4. Hochspannungsröhre nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Fortsatz (6) sich
trichterförmig erweiternd ausgebildet ist.
5. Hochspannungsröhre nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der
Rohrabschnitt (4) an ein Potential angelegt ist, das positiver ist als das Potential
der Durchführung (1) und negativer als das Potential des Außenmantels (2).
6. Hochspannungsröhre nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch die Ausbildung
als Röntgenröhre bei der die Elektrodendurchführung (1) als Träger für die im Vakuuminneren
angeordnete Kathode ausgebildet ist.
7. Hochspannungsröhre nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Ringteile (31, 32) in Richtung der Längsachse (9) versetzt zueinander angeordnet sind.
8. Hochspannungsröhre nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der innere Durchmesser
des äußeren Ringteils (32) kleiner ist als der äußere Durchmesser des inneren Ringteils
(31).
9. Hochspannungsröhre nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß das innere
Ringteil (31) näher zur Kathode (8) hin angeordnet ist, als das äußere Ringteil (32).
10. Hochspannungsröhre nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß das innere
Ringteil (31) weiter von der Kathode (8) entfernt angeordnet ist als das äußere Ringteil
(32).
1. High-voltage tube of concentric construction, the vacuum casing of which comprises
a metallic cylindrical outer jacket, an annular disc-shaped insulating disc and a
rod-shaped or tubular central electrode collar, wherein the insulating disc is vacuum-tightly
connected outwardly at the circumference with the outer jacket and vacuum-tightly
at the inner circumference with the electrode collar, characterised thereby that the
insulating disc (3) is divided by at least one vacuum-tightly inserted metallic pipe
portion (4) into at least two annular parts (31 and 32) arranged concentrically with
respect to the longitudinal axis (9).
2. High-voltage tube according to claim 1, characterised thereby that the electrode collar
(1) lies at a strong negative potential relative to the outer jacket (2).
3. High-voltage tube according to claim 1 or claim 2, characterised thereby that the
cylindrical pipe portion (4) comprises a projection (6) protruding into the vacuum
space (7).
4. High-voltage tube according to claim 3, characterised thereby that the projection
(6) is constructed to widen out in funnel shape.
5. High-voltage tube according to one of claims 1 to 4, characterised thereby that the
pipe portion (4) lies at a potential which is more positive than the potential of
the collar (1) and more negative than the potential of the outer jacket (2).
6. High-voltage tube according to one of claims 1 to 5, characterised by the construction
as an X-ray tube in which the electrode collar (1) is constructed as a support for
the cathode arranged in the vacuum interior.
7. High-voltage tube according to one of claims 1 to 6, characterised thereby that the
annular parts (31, 32) are arranged to be offset relative to one another in direction
of the longitudinal axis (9).
8. High-voltage tube according to claim 7, characterised thereby that the inner diameter
of the outer annular part (32) is smaller than the outer diameter of the inner annular
part (31).
9. High voltage tube according to claim 7 or 8, characterised thereby that the inner
annular part (31) is arranged closer to the cathode (8) than the outer annular part
(32).
10. High voltage tube according to claim 7 or 8, characterised thereby that the inner
annular part (31) is arranged further from the cathode (8) than the outer annular
part (32).
1. Tube à haute tension avec constitution concentrique, dont le boîtier sous vide présente
: une enveloppe extérieure cylindrique métallique, un disque isolant en forme de disque
annulaire et un passage d'électrode central en forme de barre ou en forme de tube,
le disque isolant étant relié extérieurement, à la périphérie, étanche au vide, avec
l'enveloppe extérieure, et, à la périphérie intérieure, étanche au vide, avec le passage
d'électrode, caractérisé en ce que le disque isolant (3) est partagé, par au moins une section de tube (4) métallique,
insérée étanche au vide, en au moins deux parties annulaires (31) et (32) agencées
concentriquement par rapport à l'axe longitudinal (9).
2. Tube à haute tension selon la revendication 1, caractérisé en ce que le passage d'électrode
(1) se trouve à un potentiel fortement négatif par rapport à l'enveloppe extérieure
(2).
3. Tube à haute tension selon la revendication 1 ou la revendication 2, caractérisé en
ce que la section de tube (4) cylindrique présente un prolongement (6) faisant saillie
intérieurement dans l'espace sous vide (7).
4. Tube à haute tension selon la revendication 3, caractérisé en ce que le prolongement
(6) est constitué en s'élargissant en forme d'entonnoir.
5. Tube à haute tension selon une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la
section de tube (4) est soumise à un potentiel, qui est plus positif que le potentiel
du passage (1) et plus négatif que le potentiel de l'enveloppe extérieure (2).
6. Tube à haute tension selon une des revendications 1 à 5, caractérisé par la constitution
comme tube à rayons X, lors de laquelle, le passage d'électrode (1) est constitué
comme support pour la cathode agencée dans l'intérieur sous vide.
7. Tube à haute tension selon une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que les
parties annulaires (31, 32) sont agencées décalées l'une par rapport à l'autre en
direction de l'axe longitudinal (9).
8. Tube à haute tension selon la revendication 7, caractérisé en ce que le diamètre intérieur
de la partie annulaire (32) extérieure est plus petit que le diamètre extérieur de
la partie annulaire (31) intérieure.
9. Tube à haute tension selon la revendication 7 ou la revendication 8, caractérisé en
ce que la partie annulaire (31) intérieure est agencée plus proche en direction vers
la cathode (8) que la partie annulaire (32) extérieure.
10. Tube à haute tension selon la revendication 7 ou la revendication 8, caractérisé en
ce que la partie annulaire (31) intérieure est agencée en s'éloignant plus loin de
la cathode (8) que la partie annulaire (32) extérieure.

