(19)
(11) EP 0 533 106 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
30.10.1996  Patentblatt  1996/44

(21) Anmeldenummer: 92115762.4

(22) Anmeldetag:  15.09.1992
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6D03D 47/12

(54)

Steuerungsmechanismus für Greiferköpfe an Webmaschinen

Control device for the gripper heads of looms

Dispositif de commande pour les têtes de pinces dans les métiers à tisser


(84) Benannte Vertragsstaaten:
CH DE ES GB IT LI NL

(30) Priorität: 16.09.1991 BE 9100859

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
24.03.1993  Patentblatt  1993/12

(73) Patentinhaber: N.V. Michel Van de Wiele
B-8510 Kortrijk (Marke) (BE)

(72) Erfinder:
  • Debaes, Johnny
    B-8410 Wenduine (BE)

(74) Vertreter: Prechtel, Jörg, Dipl.-Phys. Dr. et al
Patentanwälte H. Weickmann, Dr. K. Fincke F.A. Weickmann, B. Huber Dr. H. Liska, Dr. J. Prechtel, Dr. B. Böhm Postfach 86 08 20
81635 München
81635 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
DE-B- 2 934 474
US-A- 3 927 699
FR-A- 1 574 626
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft einen Mechanismus zum zwangsläufig gesteuerten Öffnen von wenigstens einem Greiferkopf einer mit wenigstens einem Greiferkopf ausgerüsteten Webmaschine gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

    [0002] Bei Greiferwebmaschinen besteht ein Problem, um beim Fertigstellen der Einführung des Schußfadens diesen im richtigen Augenblick von dem Nehmergreifer freizumachen. Falls der Schußfaden von dem Nehmergreifer zu früh freigegeben wird, dann springt der Schußfaden in dem Fach zurück, und es fehlt dann ein Stückchen Schußfaden in dem Gewebe an jener Webkante. Hierdurch entstehen Schußfehler; das erhaltene Gewebe ist hinsichtlich seiner Qualität nicht in Ordnung. Wenn andererseits der Schußfaden zu lang von dem Nehmergreifer festgehalten wird, dann entstehen lange Schußfadenenden außerhalb der Webkanten, wodurch die Verluste an Schußfaden zunehmen.

    [0003] Außerdem werden mit Doppelgreifer-Webmaschinen Gewebe mit unterschiedlicher Polhöhe gewebt. Dies bedeutet, daß die Greifer verschiedene Stellungen in der Höhe einnehmen können, und daß der Greiferabstand eingestellt werden soll. Daraus erfolgt, daß die Greiferkopfansteuerung auch in der Höhe und in gegenseitigem Abstand einstellbar sein soll entsprechend dem eingestellten Greiferabstand und der zu webenden Polhöhe.

    [0004] Bei den Greiferwebmaschinen kommt es darauf an, daß die Freigabe des Schußfadens durch den Nehmergreifer im richtigen Augenblick angesteuert werden kann, die obengenannten Nachteile ausbleiben.

    [0005] Um hier Abhilfe zu schaffen, wird das Öffnen der Greiferköpfe von einer Gesamtheit von Stangenübertragungen gesteuert. Der Antrieb der Stangenköpfe wird von einer Nockenscheibe aus mitunter auch noch mit einer Rückzugsfeder sichergestellt.

    [0006] Diese kinematische Kette ist jedoch zu lang, und es entsteht infolge der unterschiedlichen Spielräume in den zahlreichen Scharnierpunkten und Lagerungen zuviel Spiel an dem Endhebel. Es entstehen nämlich in dem Endhebel Schwingungen, die die Öffnung des Nehmergreifers in Schwierigkeiten bringen. Diese Schwingungen verursachen eine Abnutzung der Stangenköpfe, die dann auch ausgewechselt werden müssen.

    [0007] Ein Steuermechanismus gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ist aus der DE-B-29 34 474 bekannt. Bei diesem bekannten Mechanismus ist ein Arm im Bereich eines Endes desselben drehfest auf einer Webladenwelle angebracht. Im Bereich seines anderen Endes ist an dem Arm ein Steuerhebel wiederum mit einem anderen Ende desselben um eine im wesentlichen parallel zur Webladenwelle verlaufende Achse schwenkbar angebracht. An seinem anderen Ende, d.h. mit der Steuerhebelspitze, betätigt der Steuerhebel eine Klemmvorrichtung, in welcher der Schußfaden festgeklemmt ist und von welcher der Schußfaden bei Betätigung durch den Steuerhebel freigegeben wird. Die Schwenkbewegung des Steuerhebels bezüglich des Arms wird durch einen Schwinghebel gesteuert, welcher wiederum um eine zur Webladenwelle parallele Achse schenkbar an einem an der Webmaschine feststehenden Teil gelagert ist. Der Schwinghebel ist über eine Koppel mit dem Steuerhebel gekoppelt, so daß bei einer Schwenkbewegung des Schwinghebels diese Schwenkbewegung auf den Steuerhebel übertragen wird und auch dieser bezüglich des Arms verschwenkt wird. Die Schwenkbewegung des Steuerhebels wird wiederum durch eine auf einem Exzenter vorgesehenen Steuerkurve gesteuert, an welcher der Schwinghebel über eine Abtastrolle anliegt. Dabei ist der Exzenter 9 wiederum um eine im wesentlichen zur Webladenwelle und somit den Schwenkachsen des Steuerhebels und des Schwinghebels parallel verlaufenden Achse drehbar.

    [0008] Bei diesem Mechanismus besteht jedoch das Problem, daß-zum Öffnen der Klemmvorrichtung, und somit zur Freigabe des Schußfadens, einerseits die Drehbewegung des Steuerhebels gesteuert werden muß und andererseits die Schwenkbewegung des Schwinghebels gesteuert werden muß. Die Überlagerung zweier Schwenkbewegungen, welche zu einer einzigen Schwenkbewegung des Steuerhebels bezüglich des Arms führen soll, führt jedoch zu einem komplexen Steuermechanismus. Es muß dabei jede der Schwenkbewegungen für sich sehr exakt gesteuert werden, um nicht zu einer Fehlfunktion des Steuerhebels zu führen. Darüberhinaus müssen die beiden Schwenkbewegungen des Arms und des Schwinghebels derart aufeinander abgestimmt werden, daß sie eine exakte Bewegung des Steuerhebels verursachen.

    [0009] Es ist demgegenüber Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Steuermechanismus zum zwangsläufigen Steuern von wenigstens einem Greiferkopf einer mit wenigstens einem Greifer ausgerüsteten Webmaschine vorzusehen, welcher bei einfachem Aufbau eine hochpräzise Steuerung des Öffnens des wenigstens einen Greiferkopfs, insbesondere bei hohen Webgeschwindigkeiten, ermöglicht. Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch einen Steuermechanismus gemäß dem Anspruch 1 gelöst.

    [0010] In den Unteransprüchen sind vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Steuermechanismus angegeben.

    [0011] Die Erfindung betrifft ferner eine mit dem erfindungsgemäßen Steuermechanismus ausgestatteten Webmaschine.

    [0012] Weitere Merkmale und Vorteile des Steuerungsmechanismus für das Öffnen der Greiferköpfe gemäß der Erfindung werden aus der sich hier anschließenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform eines derartigen Steuerungsmechanismus für eine Doppelgreifer-Webmaschine hervorgehen, ohne daß die Erfindung auf diese Art Webmaschine beschränkt wird, da jene auch bei einer Einzelgreifer-Webmaschine angewendet werden kann. Diese Beschreibung wird anhand der beigefügten Figuren veranschaulicht.

    [0013] Figur 1 ist eine perspektivische Wiedergabe eines Steuerungsmechanismus gemäß der Erfindung für eine Doppelgreifer-Webmaschine.

    [0014] Figur 2 ist ein Querschnitt durch die Steuerrollen des in Figur 1 dargestellten Mechanismus.

    [0015] Wie in Figur 1 dargestellt, sind die Greiferköpfe (1) und (1') jeweils mit einem Fadenklemmhebel (2) bzw. (2') versehen, die unter dem Druck zweier Rollen (3) und (3') aufgeht.

    [0016] Die Rollen (3) und (3') sind an Lagern (30) und (30') montiert, die mittels Schrauben und Muttern (31) bzw. (31') auf Achsen (4) und (4') höhenverstellbar festgemacht sind.

    [0017] Die Achsen (4) und (4') sind selbst auf den betreffenden Steuerhebeln (5) bzw. (5') in der Länge einstellbar. Diese Steuerhebel (5) und (5') sind unmittelbar mit einer Schwingachse (6) eines Kurvenhebels (7) verbunden. Dieser Kurvenhebel ist mit zwei Kurvenröllchen (8) und (9) versehen, die hinsichtlich einer Scheibe (10) symmetrisch angeordnet sind, welche mit einer doppelten Kammkurve versehen ist. Diese doppelte Kammkurve läuft in einem Ölbad innerhalb eines geschlossenen Gehäuses (11), das einen Teil des Trägers (12) des Steuerungsmechanismus gemäß der Erfindung bildet. Dieser Träger (12) ist an einem Querbalken (13) der Webmaschine hinsichtlich der Webbreite einstellbar. Dafür ist dieser Querbalken mit einer Rille (17) versehen, in der ein Vorsprung (18) des Trägers (12) verschoben und mittels einer Schraube und einer Mutter (19) festgemacht werden kann.

    [0018] Fernerhin ist die Achse (14) der doppelten Kammnockenscheibe (10), die zum Steuerungsmechanismus der Greiferköfpe gemäß der Erfindung gehört, über ein Kardangelenk (15) an eine Kardanachse (16) gekoppelt, die in einer anderen Kardanachse (20) verschiebbar ist und daran mittels eines Manchons (21) festgeschraubt wird, der mit zwei Druckstiften (22) versehen ist. Die Kardanachse (20) wird normal von der Hauptachse der Webmaschine aus durch bekannte, nicht dargestellte Hilfsmittel angetrieben.

    [0019] Mittels des Fadenklemmhebels (2) und (2') können sich die Nehmergreifer der Greiferköpfe unter einem ziemlich kurzen Befehlswinkel (z.B. 20°) öffnen. Die Umsetzung der Drehbewegung in eine Schwingungsbewegung geschieht über eine sehr kurze, kinematische Kette. Wegen der doppelten Kammkurven verfügt man über einen zwangsläufigen und spielfreien Antrieb. Die Gesamtheit des Steuerungsmechanismus der Greiferköpfe ist, wie erläutert, sehr kompakt und kann nahe an den Breithaltern angeordnet werden. Eine Geschwindigkeit von 450 Umdrehungen je Minute kann bei einer Doppelgreifer-Webmaschine erhalten werden.

    [0020] Aufgrund der vertikal orientierten Schwingachse (6) und der wahlweisen Höhenverstellbarkeit der Rollen (3,3') kann die beschriebene Steuereinrichtung ohne weiteres nach einer Änderung der jeweiligen Höhenposition der vertikal übereinanderliegenden Greiferstangen angepaßt werden. Eine derartige Höhenpositionänderung kann dann stattfinden, wenn die Florhöhe des jeweils zu webenden Doppelgewebes geändert wird. Zur Gestalt der Kurvenscheibe (10) sei nachgetragen, daß diese an den beiden einander gegenüberliegenden Stirnflächen jeweils eine radial zur Achse (14) orientierte Kurvenringfläche (10a) und (10b) aufweist, die im wesentlichen gleich verlaufen, so daß die beiden Kurvenröllchen (8,9) im wesentlichen spielfrei an diesen Flächen abrollen. Man erhält auf diese Weise eine spielfreie zwangsweise Hin- und Herbewegung von Kurvenhebel (7) und damit auch des Steuerhebels (5) samt den Rollen (3,3').


    Ansprüche

    1. Steuerungsmechanismus zum zwangsläufig gesteuerten Öffnen von wenigstens einem Greiferkopf (1, 1'), einer mit wenigstens einem Greifer ausgerüsteten Webmaschine, umfassend:

    - einen um eine Schwenkachse auf den wenigstens einen Greiferkopf (1, 1') zu- bzw. von diesem wegschwenkbaren Steuerhebel (5, 5'),

    - im Bereich eines greiferkopfnahen Endes des Steuerhebels (5, 5') am Steuerhebel (5, 5') vorgesehene Greiferkopföffnungsmittel (3, 3') zum Öffnen des wenigstens einen Greiferkopfes (1, 1'),
    wobei die Greiferkopföffnungsmittel (3, 3') vermittels um eine Drehachse drehbarer Kammkurvenmittel (10) zum Öffnen des wenigstens einen Greiferkopfes (1, 1') steuerbar sind,

    gekennzeichnet durch einen Kurvenhebel (7), welcher im Bereich der Schwenkachse mit dem Steuerhebel (5, 5') zur gemeinsamen Schwenkbewegung um die Schwenkachse im wesentlichen starr gekoppelt ist und welcher mit einem schwenkachsenfernen Endabschnitt desselben zur gesteuerten Schwenkbewegung an den Kammkurvenmitteln angreift.
     
    2. Steuerungsmechanismus nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine zur Schwenkachse konzentrisch angeordnete, um die Schwenkachse drehbare Schwingachse (6), wobei der Steuerhebel (5, 5') und der Kurvenhebel (7) jeweils im Bereich ihrer schwenkachsennahen Enden an der Schwingachse (6) festgelegt sind.
     
    3. Steuerungsmechanismus nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die drehbaren Kammkurvenmittel (10) durch eine Webmaschinenhauptachse drehbar sind.
     
    4. Steuerungsmechanismus nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerhebel (5, 5') mit einer Achse (4, 4') versehen ist und daß die Greiferkopföffnungsmittel (3, 3') wenigstens eine Rolle (3, 3') umfassen, welche auf der Achse (4, 4') drehbar angebracht ist und welche zum Öffnen des wenigstens einen Greiferkopfs (1, 1') auf einen Fadenklemmhebel (2, 2') des wenigstens einen Greiferkopfs (1, 1') drückt.
     
    5. Steuerungsmechanismus nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die wenigstens eine Rolle (3, 3') auf einem Lager (30, 30') an der Achse (4, 4') höhenverstellbar angebracht ist.
     
    6. Steuerungsmechanismus nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse (4, 4') auf dem Steuerhebel (5, 5') in der Länge einstellbar angebracht ist.
     
    7. Steuerungsmechanismus nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammkurvenmittel (10) eine Kammkurvenscheibe (10) umfassen, welche an wenigstens einer Stirnfläche derselben eine Kurvenfläche aufweist.
     
    8. Steuerungsmechanismus nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die wenigstens eine Kurvenfläche (10a, 10b) als zu einer Drehachse (14) der Kammkurvenscheibe (10) konzentrische, im wesentlichen radial verlaufende Kurvenringfläche ausgebildet ist zur Auslenkung eines an ihr anliegenden Kurvenfolgers des Kurvenhebels (7) in Richtung parallel zur Drehachse bei der Drehung der Kammkurvenscheibe (10).
     
    9. Steuerungsmechanismus nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Kurvenscheibe mit zwei im wesentlichen gleich verlaufenden Kurvenringflächen (10a, 10b) ausgebildet ist, welche von zwei Kurvenfolgern (8, 9) des Kurvenhebels (7) gleichzeitig abtastbar sind.
     
    10. Steuerungsmechanismus nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Kurvenringflächen (10a, 10b) jeweils an entgegengesetzten Stirnflächen der Kammkurvenscheibe (10) ausgebildet sind.
     
    11. Steuerungsmechanismus einem der Ansprüche 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Kurvenhebel (7) mit zwei Kurvenrollen (8, 9) als Kurvenfolger versehen ist, wobei jede der Rollen (8, 9) jeweils an einer der Kurvenringflächen (10a, 10b) anliegt.
     
    12. Steuerungsmechanismus nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammkurvenscheibe (10) in einem Ölbad innerhalb eines geschlossenen Gehäuses (11) läuft.
     
    13. Steuerungsmechanismus nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammkurvenscheibe (10) unter Steuerung einer Kardanachse (16) drehbar ist, wobei die Kardanachse (16) von der Webmaschinenhauptachse angetrieben ist und mittels eines Kardangelenks (15) mit der Drehachse (14) verbunden ist.
     
    14. Steuerungsmechanismus nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Kardanachse (16) an einer weiteren Kardanachse (20) verschiebbar und in ihrer Länge einstellbar angebracht ist, wobei die weitere Kardanachse (20) von der Webmaschinenhauptachse angetrieben ist.
     
    15. Steuerungsmechanismus nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß er von einem Träger (12) getragen ist, der an einem Querbalken (13) der Webmaschine auf der Webbreite einstellbar ist.
     
    16. Steuerungsmechanismus nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Webmaschine eine Doppelgreiferwebmaschine mit zwei vertikal übereinanderliegenden Greifern umfaßt und daß die Schwenkachse, um welche der Steuerhebel (5, 5') und der Kurvenhebel (7) gemeinsam schwenkbar sind, im wesentlichen vertikal verläuft.
     
    17. Steuerungsmechanismus nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß am Steuerhebel (5, 5') jedem Greiferkopf (1, 1') zugeordnete Greiferkopföffnungsmittel (3, 3') angeordnet sind und daß jedes der Greiferkopföffnungsmittel (3, 3') separat höhenverstellbar ist.
     
    18. Webmaschine mit wenigstens einem Greifer und einem Steuerungsmechanismus nach einem der Ansprüche 1 bis 17 zum gesteuerten Öffnen des Greiferkopfes (1, 1') des wenigstens einen Greifers.
     


    Claims

    1. Control mechanism for the positively controlled opening of at least one gripper head (1, 1') of a weaving machine equipped with at least one gripper, comprising:

    - a control lever (5, 5') capable of being pivoted about a pivot shaft towards and away from the at least one gripper head (1, 1'),

    - gripper-head opening means (3, 3') for opening the at least one gripper head (1, 1'), the said gripper-head opening means (3, 3') being provided on the control lever (5, 5') in the region of an end of the control lever (5, 5') located near the gripper head, the gripper-head opening means (3, 3') being capable of being controlled by a reed-cam means (10) for opening the at least one gripper head (1, 1'), the said reed-cam means (10) being rotatable about a rotary shaft,

    characterized by a cam lever (7) which is coupled essentially rigidly in the region of the pivot shaft to the control lever (5, 5') for the joint pivoting movement about the pivot shaft and which, for the controlled pivoting movement, engages on the reed-cam means by means of an end portion of the said cam lever (7) remote from the pivot shaft.
     
    2. Control mechanism according to Claim 1, characterized by an oscillating shaft (6) arranged concentrically relative to the pivot shaft and rotatable about the pivot shaft, the control lever (5, 5') and the cam lever (7) being fixed to the oscillating shaft (6) in each case in the region of their ends located near the pivot shaft.
     
    3. Control mechanism according to Claim 1 or 2, characterized in that the rotatable reed-cam means (10) are rotatable by means of a main weaving-machine shaft.
     
    4. Control mechanism according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the control lever (5, 5') is provided with a shaft (4, 4'), and in that the gripper-head opening means (3, 3') comprise at least one roller (3, 3'), which is mounted rotatably on the shaft (4, 4') and which, to open the at least one gripper head (1, 1'), presses onto a thread-clamping lever (2, 2') of the at least one gripper head (1, 1').
     
    5. Control mechanism according to Claim 4, characterized in that the at least one roller (3, 3') is mounted on the shaft (4, 4') vertically adjustably on a bearing (30, 30').
     
    6. Control mechanism according to Claim 4 or 5, characterized in that the shaft (4, 4') is mounted adjustably in length on the control lever (5, 5').
     
    7. Control mechanism according to one of the preceding claims, characterized in that the reed-cam means (10) comprise a reed-cam disc (10) which has a cam face on at least one end face of the latter.
     
    8. Control mechanism according to Claim 7, characterized in that the at least one cam face (10a, 10b) is designed as an essentially radially extending annular cam face concentric relative to a rotary shaft (14) of the reed-cam disc (10), for deflecting a cam follower of the cam lever (7) in the direction parallel to the rotary shaft during the rotation of the reed-cam disc (10), the said cam follower bearing on the said annular cam face.
     
    9. Control mechanism according to Claim 8, characterized in that the cam disc is designed with two essentially identically extending annular cam faces (10a 10b) which can be sensed simultaneously by two cam followers (8, 9) of the cam lever (7).
     
    10. Control mechanism according to Claim 9, characterized in that the two annular cam faces (10a, 10b) are formed in each case on opposite end faces of the reed-cam disc (10).
     
    11. Control mechanism according to one of Claims 9 or 10, characterized in that the cam lever (7) is provided with two cam rollers (8, 9) as cam followers, each of the rollers (8, 9) bearing in each case on one of the annular cam faces (10a, 10b).
     
    12. Control mechanism according to one of Claims 7 to 11, characterized in that the reed-cam disc (10) runs in an oil bath within a closed housing (11).
     
    13. Control mechanism according to one of Claims 8 to 12, characterized in that the reed-cam disc (10) is rotatable under the control of a cardan shaft (16), the cardan shaft (16) being driven by the main weaving-machine shaft and being connected to the rotary shaft (14) by means of a cardan joint (15).
     
    14. Control mechanism according to Claim 13, characterized in that the cardan shaft (16) is mounted displaceably and adjustably in length on a further cardan shaft (20), the further cardan shaft (20) being driven by the main weaving-machine shaft.
     
    15. Control mechanism according to one of the preceding claims, characterized in that it is carried by a carrier (12) which is adjustable to the weaving width on a transverse beam (13) of the weaving machine.
     
    16. Control mechanism according to one of Claims 1 to 15, characterized in that the weaving machine comprises a double gripper weaving machine with two grippers located vertically one above the other, and in that the pivot shaft, about which the control lever (5, 5') and the cam lever (7) are jointly pivotable, extends essentially vertically.
     
    17. Control mechanism according to Claim 16, characterized in that gripper-head opening means (3, 3') assigned to each gripper head (1, 1') are arranged on the control lever (5, 5'), and in that each of the gripper-head opening means (3, 3') is separately vertically adjustable.
     
    18. Weaving machine having at least one gripper and a control mechanism according to one of Claims 1 to 17, for the controlled opening of the gripper head (1, 1') of the at least one gripper.
     


    Revendications

    1. Dispositif de commande pour l'ouverture à commande forcée d'au moins une tête de pince (1, 1') d'un métier à tisser équipé d'au moins une pince, comprenant

    - un levier de commande (5, 5') pivotant autour d'un axe de pivotement vers la au moins une tête de pince (1, 1') respectivement à l'écart de celle-ci,

    - dans la région d'une extrémité du levier de commande (5, 5') proche de la tête de pince, des moyens (3, 3') d'ouverture de la tête de pince prévus sur le levier de commande (5, 5') pour ouvrir la au moins une tête de pince (1, 1'), les moyens (3, 3') d'ouverture de la tête de pince pouvant être commandés à l'aide de moyens courbes cannelés (10) tournant autour d'un axe de rotation pour ouvrir la au moins une tête de pince (1, 1'),

    caractérisé par un levier courbe (7), qui est couplé de façon essentiellement rigide au levier de commande (5, 5') dans la région de l'axe de pivotement pour un mouvement pivotant commun autour de l'axe de pivotement et qui est en prise avec les moyens courbes cannelés par un tronçon d'extrémité de celui-ci éloigné de l'axe de pivotement en vue du mouvement pivotant commandé.
     
    2. Dispositif de commande suivant la revendication 1, caractérisé par un axe d'oscillation (6) disposé concentriquement à l'axe de pivotement et tournant autour de l'axe de pivotement, le levier de commande (5, 5') et le levier courbe (7) étant chacun fixés à l'axe d'oscillation (6) dans la région de leurs extrémités proches de l'axe de pivotement.
     
    3. Dispositif de commande suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les moyens courbes cannelés rotatifs (10) peuvent être mis en rotation par un axe principal du métier à tisser.
     
    4. Dispositif de commande suivant l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le levier de commande (5, 5') est pourvu d'un axe (4, 4') et en ce que les moyens (3, 3') d'ouverture de la tête de pince comprennent au moins un galet (3, 3'), qui est monté de façon rotative sur l'axe (4, 4') et qui appuie sur un levier de serrage de fil (2, 2') de la au moins une tête de pince (1, 1') pour ouvrir la au moins une tête de pince (1, 1').
     
    5. Dispositif de commande suivant la revendication 4, caractérisé en ce que le au moins un galet (3, 3') est monté de façon réglable en hauteur par un roulement (30, 30') sur l'axe (4, 4').
     
    6. Dispositif de commande suivant la revendication 4 ou 5, caractérisé en ce que l'axe (4, 4') est monté de façon réglable en longueur sur le levier de commande (5, 5').
     
    7. Dispositif de commande suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les moyens courbes cannelés (10) comprennent une came cannelée (10), qui présente une surface courbe dans au moins une face d'extrémité de celle-ci.
     
    8. Dispositif de commande suivant la revendication 7, caractérisé en ce que la au moins une surface courbe (10a, 10b) est constituée par une surface annulaire courbe orientée en direction essentiellement radiale, concentrique à un axe de rotation (14) de la came cannelée (10), pour dévier un suiveur de courbe du levier courbe (7) appliqué sur elle dans une direction parallèle à l'axe de rotation lors de la rotation de la came cannelée (10).
     
    9. Dispositif suivant la revendication 8, caractérisé en ce que la came est réalisée avec deux surfaces annulaires courbes (10a, 10b) orientées de façon essentiellement identique, qui sont palpées simultanément par deux suiveurs de courbe (8, 9) du levier courbe (7).
     
    10. Dispositif de commande suivant la revendication 9, caractérisé en ce que les deux surfaces annulaires courbes (10a, 10b) sont réalisées respectivement dans les faces d'extrémité opposées de la came cannelée (10).
     
    11. Dispositif de commande suivant l'une des revendications 9 ou 10, caractérisé en ce que le levier courbe (7) est pourvu de deux galets de came (8, 9) servant de suiveurs de courbe, chacun des galets (8, 9) s'appliquant respectivement sur l'une des surfaces annulaires courbes (10a, 10b).
     
    12. Dispositif de commande suivant l'une des revendications 7 à 11, caractérisé en ce que la came cannelée (10) tourne dans un bain d'huile à l'intérieur d'un carter fermé (11).
     
    13. Dispositif de commande suivant l'une des revendications 8 à 12, caractérisé en ce que la came cannelée (10) peut tourner sous la commande d'un axe de cardan (16), l'axe de cardan (16) étant entraîné par l'axe principal du métier à tisser et étant relié à l'axe de rotation (14) au moyen d'une articulation à cardan (15).
     
    14. Dispositif de commande suivant la revendication 13, caractérisé en ce que l'axe de cardan (16) est monté de façon coulissante et réglable en longueur sur un autre axe de cardan (20), l'autre axe de cardan (20) étant entraîné par l'axe principal du métier à tisser.
     
    15. Dispositif de commande suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est porté par un support (12), qui est réglable suivant la largeur de tissage sur une traverse (13) du métier à tisser.
     
    16. Dispositif de commande suivant l'une des revendications 1 à 15, caractérisé en ce que le métier à tisser comprend un métier à tisser à double pince avec deux pinces disposées verticalement l'une au-dessus de l'autre et en ce que l'axe de pivotement, autour duquel le levier de commande (5, 5') et le levier courbe (7) peuvent pivoter en commun, est orienté en direction essentiellement verticale.
     
    17. Dispositif de commande suivant la revendication 16, caractérisé en ce que des moyens (3, 3') d'ouverture de la tête de pince sont associés à chaque tête de pince (1, 1') sur le levier de commande (5, 5') et en ce que chacun des moyens (3, 3') d'ouverture de la tête de pince est réglable en hauteur de façon séparée.
     
    18. Métier à tisser avec au moins une pince et un mécanisme de commande suivant l'une des revendications 1 à 17 pour l'ouverture commandée de la tête de pince (1, 1') de la au moins une pince.
     




    Zeichnung