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EP 0 586 934 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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06.11.1996 Patentblatt 1996/45 |
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Anmeldetag: 17.08.1993 |
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Seitenkanalgebläse mit reduzierter Geräuschentwicklung
Vortex flow blower with reduced noise generation
Soufflante à canal latéral avec génération de bruit reduit
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT DE ES FR GB IT NL SE |
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Priorität: |
08.09.1992 DE 4230014
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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16.03.1994 Patentblatt 1994/11 |
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Patentinhaber: Firma J. Eberspächer |
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73730 Esslingen (DE) |
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Erfinder: |
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- Frank, Erich
D-7311 Hochdorf (DE)
- Mohring, Fritz, Ing.
D-7302 Ostfildern 2 (DE)
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Vertreter: Klunker . Schmitt-Nilson . Hirsch |
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Winzererstrasse 106 80797 München 80797 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
FR-A- 2 319 792 US-A- 3 951 567
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GB-A- 1 402 713
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 6, no. 50 (M-120)(928) 3. April 1982 & JP-A-56 165
795
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Seitenkanalgebläse gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Ein derartiges Seitenkanalgebläse ist für den Fall von Störelementen an der Gasaustrittsseite
aus PATENT ABSTRACTS OF JAPAN, vol. 6, no. 50 (M-120) (928) 3. April 1985 bekannt.
[0003] Die Geräuschentwicklung bei Heizgeräten, die mit einem Gebläse zur Zuführung von
Verbrennungsluft in die Brennkammer des Heizgerätes versehen sind, wird maßgeblich
bestimmt durch von der Verbrennungsluftströmung im Gebläse herrührenden Strömungsgeräuschen.
Insbesondere bei Kleinheizgeräten, wie sie beispielsweise als motorunabhängige Zusatzheizeinrichtung
in Kraftfahrzeugen Verwendung finden, erweist sich diese Geräuschentwicklung wegen
der in der Regel aufgrund der begrenzten Fahrzeugabmessungen in der Nähe der Fahrzeuginsassen
befindlichen Zusatzheizeinrichtung als störend.
[0004] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen, die
den Betrieb eines Gebläses bei reduzierter Geräuschentwicklung ermöglicht.
[0005] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0006] Die erfindungsgemäße Vorrichtung weist zumindest im Bereich des Öffnungsquerschnitts
des Gasaustrittskanals und/oder des Gaseintrittskanals eine Störeinrichtung auf, die
die durch die Gasvortriebseinrichtung beschleunigte Gasströmung in ihrem Strömungsverhalten
beeinflußt. Durch die Beschleunigung der Gasströmung werden im Gebläse, insbesondere
im Bereich des Öffnungsquerschnitts des Gasaustrittskanals und des Gaseintrittskanals,
Druckwellen induziert, deren Ausbreitung zu der bekannten, nachteiligen Geräuschentwicklung
im Gebläse führt. Die Störeinrichtung induziert Strömungswiderstände in der beschleunigten
Gasströmung, die sich behindernd auf die Druckwellenausbreitung auswirken. Auf diese
Art und Weise wird das Entstehen großer Druckwellen, die zu einem entsprechenden Ansteigen
des Geräuschpegels beim Betrieb des Gebläses führen, verhindert. Statt dessen entstehen
kleinere Druckwellen, die bei Ausbreitung im Gebläsegehäuse zu entsprechend geringerer
Geräuschentwicklung führen. Demzufolge wird durch die Störeinrichtung die Geräuschentwicklung
beim Betrieb des Gebläses entscheidend reduziert. Durch die im Anspruch 1 angegebene,
unterschiedliche Ausbildung der Störelemente ergeben sich Interferenzen, welche die
Wirkung der einzelnen Störelemente noch verstärken.
[0007] Seitenkanalgebläse bestehen normalerweise aus zumindest zwei Gehäuseteilen, zwischen
denen ein Flügelrad angeordnet ist. Sowohl der Gaszutritt durch den Gaseintrittskanal
als auch der Gasaustritt durch den Gasaustrittskanal erfolgt auf einer Seite des Flügelrades,
wobei das Gas in einem Kanal, der parallel zur Rotationsebene der Gasvortriebseinrichtung
geführt ist, strömt. Die Anordnung der Störeinrichtung im Randbereich der Fläche des
Unterbrechers, die dem Flügelrad zugewandt ist, erweist sich zur Reduzierung der Geräuschentwicklung
als besonders effektiv, da sich diese Fläche unmittelbar benachbart dem Flügelrad
befindet und daher in diesem Bereich die maximalen Gasgeschwindigkeiten, induziert
durch das Flügelrad, auftreten.
[0008] Die Störelemente können parallel zu der genannten Fläche eine größere Ausdehnung
als senkrecht dazu aufweisen. Hierdurch wird eine weitere Verbesserung der Störwirkung
ermöglicht.
[0009] Als Materialausnehmungen ausgebildete Störelemente können aus Kerben mit einem etwa
V-förmigen Querschnitt bestehen. Die kerbenförmige Ausbildung der Störelemente, beispielsweise
realisierbar durch nach dem Gießvorgang in das Gebläsegehäuse eingebrachte Feilenhiebe,
stellt eine besonders einfache Möglichkeit der Realisierung von Störelementen dar.
Aus Materialausnehmungen gebildete Störelemente bieten auch den Vorteil, daß ihre
Herstellung bereits bei der Fertigung der in der Regel im Gießverfahren hergestellten
Gebläsegehäuse, etwa durch Einlegen entsprechender Formteile in die Gießform, erfolgen
kann.
[0010] Nachfolgend wird eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung
anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Gehäuseteil eines Seitenkanalgebläses mit Seitenkanal und in diesen einmündenden
Gasaustrittskanal und Gaseintrittskanal mit einer sowohl im Bereich des Gaseintrittskanals
als auch im Bereich des Gasaustrittskanals vorgesehenen Störeinrichtung;
- Fig. 2
- einen Gehäuseausschnitt mit Darstellung der Störeinrichtung im Bereich des Gaseintrittskanals
entsprechend einer durch den Pfeil II in Fig. 1 gekennzeichneten Ansicht.
[0011] Fig. 1 zeigt einen Gehäuseteil 10 eines Seitenkanalgebläses 11 mit einem darin ausgebildeten
Seitenkanal 12, sowie einem Gaseintrittskanal 13 und einem Gasaustrittskanal 14.
[0012] Mit durchbrochenem Linienverlauf dargestellt in
Fig. 1 ist ein Flügelrad 15, das zwischen dem Gehäuseteil 10 und einem in
Fig. 1 nicht dargestellten weiteren Gehäuseteil, der mit dem Gehäuseteil 10 zusammen das
Gebläsegehäuse bildet, auf einer Drehachse 16 drehend aufgenommen ist. Das Flügelrad
15 dient als Gasvortriebseinrichtung, mittels der durch den Gaseintrittskanal 13 angesaugtes
Gas im Seitenkanal 12 beschleunigt und durch den Gasaustrittskanal 14 ausgegeben wird.
Bei Verwendung des Seitenkanalgebläses 11 zur Verbrennungsluftzuführung in eine Brennkammer
eines hier nicht dargestellten Heizgerätes ist der Gasaustrittskanal 14 mit diesem
Heizgerät bzw. der Brennkammer des Heizgeräts verbunden. An den Gaseintrittskanal
13 kann eine hier nicht dargestellte Ansaugleitung angeschlossen werden.
[0013] Ein Unterbrecher 25 trennt das eintrittsseitige und das austrittsseitige Ende des
Seitenkanals 12 voneinander. Der Unterbrecher 25 hat eine dem Flügelrad 15 zugewandte
Fläche 17, die in der Ebene der Gehäusetrennfläche liegt.
[0014] Die Fläche 17 des Gehäuseteils 10, die unmittelbar benachbart dem Flügelrad 15 parallel
zu diesem angeordnet ist, ist in ihren den Öffnungsquerschnitten 18, 19 des Gaseintrittskanal
13 bzw. des Gasaustrittskanals 14 benachbarten Randbereichen mit einer Störeinrichtung
20 bzw. 21 versehen. Die in
Fig. 1 bezüglich ihrer Anordnung und Ausgestaltung beispielhaft dargestellten Störeinrichtungen
20, 21 weisen jeweils einzelne Störelemente 22, 23 auf, die jeweils als Kerben mit
V-förmigem Querschnitt (
Fig. 2) ausgebildet sind.
[0015] Fig. 2 zeigt in einer gegenüber der Darstellung in
Fig. 1 um 90° geschwenkten Ansicht den V-förmigen Querschnitt der Störelemente 22, wobei
ersichtlich ist, daß die größte Querschnittstiefe der Störelemente 22 in einer Ebene
senkrecht zur Fläche 17 liegt und die Querschnittstiefe mit zunehmender Ausdehnung
der Störelemente 22 in die Fläche 17 stetig abnimmt, die Kerben also langsam auslaufen.
[0016] Neben der V-förmigen Ausbildung des Kerbenquerschnitts wird durch die in der Fläche
17 geneigte und in dieser auslaufenden Ausbildung der Kerben eine gerichtete Störwirkung
der Störelemente 22 erzeugt.
[0017] In
Fig. 1 sind die Störelemente 22 bzw. 23 der Störeinrichtungen 20, 21 etwa strahlenförmig
um die öffnungsquerschnitte 18, 19 des Gaseintrittskanals 13 bzw. des Gasaustrittskanals
14 angeordnet. Genauso ist es möglich, daß die einzelnen Störelemente 22 bzw. 23 der
Störeinrichtung 20 bzw. 21 im wesentlichen parallel zueinander ausgerichtet sind.
Natürlich können die Störelemente 22 bzw. 23 entgegen der Darstellung in
Fig. 1 auch hinsichtlich ihrer Größe gleich ausgebildet sein. Weiterhin kann es sich als
vorteilhaft erweisen, Störelemente 22, 23 nicht nur im Bereich der Öffnungsquerschnitte
18, 19 oder im Bereich eines dieser beiden Öffnungsquerschnitte anzuordnen, sondern
Störelemente 22, 23 einzeln oder in Gruppen zusammengefaßt verteilt über den gesamten
Randbereich der Fläche 17 vom Öffnungsquerschnitt 18 bis zum Öffnungsquerschnitt 19
vorzusehen. Auch müssen die Störelemente 22, 23 nicht notwendigerweise auf den Bereich
der Fläche 17 beschränkt sein, sondern können auch statt dessen oder zusätzlich unmittelbar
am Öffnungsquerschnitt 18 bzw. 19 des Gaseintrittskanals 13 bzw. des Gasaustrittskanals
14 oder auch innenseitig am äußeren Umfangsrand 24 des Seitenkanals 12 angeordnet
sein.
1. Seitenkanalgebläse (11), insbesondere für die Verbrennungsluftzuführung bei einem
Heizgerät, mit einem Gaseintrittskanal (13), einem Gasaustrittskanal (14), einem Flügelrad
(15) und einem den Eintrittskanal (13) und den Austrittskanal (14) trennenden Unterbrecher
(25), der mit einer Störeinrichtung (20,21) zur Reduzierung der Geräuschentwicklung
des Seitenkanalgebläses (11) versehen ist, die in einem dem Eintrittskanal (13) benachbarten
Randbereich des Unterbrechers (25) und/oder in einem dem Austrittskanal (14) benachbarten
Randbereich des Unterbrechers (25) mehrere nebeneinander angeordnete Störelemente
(22,23) aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die nebeneinander angeordneten Störelemente (22,23) zumindest zum Teil eine unterschiedliche
Größe und/oder eine unterschiedliche Form und/oder unterschiedliche Abstände voneinander
haben.
2. Seitenkanalgebläse (11) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß Störelemente (22,23), die an der dem Flügelrad (15) zugewandten Fläche (17) des
Unterbrechers (25) vorgesehen sind, entlang dieser Fläche (17) eine größere Ausdehnung
als senkrecht hierzu aufweisen.
3. Seitenkanalgebläse (11) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß durch Materialausnehmungen, vorzugsweise mit V-förmigem Querschnitt, gebildete
Störelemente (22,23) vorgesehen sind.
1. A side channel blower (11), in particular for the combustion air supply in a heating
device, having a gas entry channel (13), a gas exit channel (14), an impeller (15)
and an interrupter (25) which separates the entry channel (13) and the exit channel
(14) and which is provided with an interference device (20, 21) for reducing the generation
of noise from the side channel blower (11), which interference device (20, 21) has
in an edge region of the interrupter (25) adjoining the entry channel (13) and/or
in an edge region of the interrupter (25) adjoining the exit channel (14) a plurality
of interference elements (22, 23) arranged one next to the other, characterized in
that at least some of the interference elements (22, 23) arranged one next to the
other have a different size and/or a different shape and/or a different spacing from
one another.
2. A side channel blower (11) according to Claim 1, characterized in that interference
elements (22, 23), which are provided on the face (17) of the interrupter (25) facing
the impeller (15), have a greater expansion along this face (17) than perpendicularly
thereto.
3. A side channel blower (11) according to Claim 1 or 2, characterized in that there
are provided interference elements (22, 23) which are formed by material cutouts and
which preferably have a V-shaped cross-section.
1. Soufflante ou ventilateur à canal latéral (11), en particulier pour amener de l'air
de combustion à un appareil de chauffage, comprenant un canal d'entrée de gaz (13),
un canal de sortie de gaz (14), une roue à pales (15) et un intercepteur (25) séparant
le canal d'entrée (13) et le canal de sortie (14), et pourvu(e) d'un dispositif de
perturbation (20, 21) pour réduire la génération de bruit par le ventilateur à canal
latéral (11), dispositif de perturbation qui comporte, dans une zone marginale voisine
du canal d'entrée (13) de l'intercepteur (25) et/ou dans une zone marginale voisine
du canal de sortie (14) de l'intercepteur (25), plusieurs éléments perturbateurs (22,
23) disposés les uns à côté des autres,
caractérisé(e) en ce que
les éléments perturbateurs (22, 23), disposés les uns à côté des autres, possèdent
en partie au moins des grandeurs différentes et/ou des formes différentes et/ou des
espacements mutuels différents.
2. Soufflante ou ventilateur à canal latéral (11) selon la revendication 1, caractérisé
en ce que des éléments perturbateurs (22, 23) prévus sur la face (17) de l'intercepteur
(15) dirigée vers la roue à pales (15), possèdent une plus grande étendue le long
de cette face (17) que perpendiculairement à elle.
3. Soufflante ou ventilateur à canal latéral (11) selon la revendication 1 ou 2, caractérisé
en ce qu'il comprend des éléments perturbateurs (22, 23) constitués par des évidements
de matériau, ayant de préférence une section droite en V.
