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(11) |
EP 0 640 383 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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06.11.1996 Patentblatt 1996/45 |
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Anmeldetag: 04.08.1994 |
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Verfahren zur Antriebssteuerung einer Mischvorrichtung und Mischvorrichtung zur Durchführung
des Verfahrens
Method and device for drive control of a mixing device
Procédé et dispositif de contrôle d'entraînement d'un dispositif de mélange
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH FR GB IT LI NL SE |
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Priorität: |
27.08.1993 DE 4328825 19.10.1993 DE 4335612
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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01.03.1995 Patentblatt 1995/09 |
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Patentinhaber: Heimbeck, Werner |
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D-83135 Schechen (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Heimbeck, Werner
D-83135 Schechen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Kern, Ralf M., Dipl.-Ing.
Ralf M. Kern & Partner et al |
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Postfach 14 03 29 80453 München 80453 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A-89/08495 DE-C- 969 063
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DE-A- 3 626 732 FR-A- 2 680 887
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Antriebssteuerung einer Mischvorrichtung
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie eine Mischvorrichtung zur Durchführung
des Verfahrens gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 10.
[0002] Ein derartiges Verfahren und eine derartige Vorrichtung sind bereits grundsätzlich
aus der WO 89/08495 A1 bekannt. Diese Druckschrift lehrt jedoch ein stochastisches
Mischverfahren, bei dem die Antriebswellen in unregelmäßiger und nicht vorhersehbarer
Weise angetrieben werden. Der Mischbehälter wird zufallsverteilt unregelmäßig um mehrere
Achsen bewegt, wobei der Mischprozeß zufällig und nicht reproduzierbar ist. Aufgrund
der Zufälligkeit der Mischbewegung ist es möglich, daß ein bestimmter Mischablauf
für ein besonderes Mischproblem nachteilig ist oder sogar zu einer Entmischung führt.
Für den Zweck eines gleichbleibend günstigen Mischergebnisses muß jedoch gewährleistet
sein, daß bestimmte Mischprobleme durch denselben Bewegungsablauf gelöst und somit
reproduzierbare Mischergebnisse erzielt werden.
[0003] Aus der DE-OS 20 22 259 ist bereits eine Vorrichtung in Form eines drehbaren Fasses
bekannt, das um zwei zueinander senkrechte Achsen gedreht bzw. gekippt werden kann.
Ferner ist aus der DE 24 08 204 A1 ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Kühlen von
fließfähigem Gut mittels einer kühlbaren und drehbaren Trommel bekannt, bei dem die
Trommeldrehzahlen intervallmäßig einstellbar sind. Schließlich ist aus der DE 27 34
488 C2 eine Vorrichtung zum Homogenisieren von Flüssigkeiten bekannt, bei der im Abstand
von einer Rotorachse auf dem Rotor ein Rohr zur Aufnahme von Flüssigkeit angeordnet
ist, dem ein von dem Rotorantrieb unabhängiger Rohrantrieb zugeordnet ist.
[0004] Ferner sind bereits Freifallmischer bekannt, die sich um eine Rotationsachse bewegen
und eine schüttelnde Bewegung vollführen. Hierbei entsteht eine Bewegung, die in ihrem
Ablauf nicht beeinflußt werden kann. Unkontrollierte Bewegungen können bei Produkten,
die sich in ihrer Dichte stark unterscheiden, Windsichtungen hervorrufen. Bei einfachen
Drehbewegungen kann durch das Abrollen eine Entmischung auftreten.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, das gattungsgemäße Verfahren zur
Antriebssteuerung einer Mischvorrichtung und die zugehörige Mischvorrichtung derart
weiterzubilden, daß eine schnellere und gleichmäßigere Durchmischung bei allen Mischvorgängen
erzielt werden kann, wobei sich die Mischvorgänge exakt reproduzieren lassen.
[0006] Diese Aufgabe wird beim gattungsgemäßen Verfahren erfindungsgemäß dadurch gelöst,
daß die Drehrichtungen von Innenwelle und Außenwelle jeweils periodisch gewechselt
werden und daß nach jedem Drehrichtungswechsel die jeweilige Welle mit einer vorbestimmten
Drehzahl bzw. zeitlichen Drehzahlfunktion angetrieben wird. Die Drehrichtung der Innenachse
wird somit in einem für die Innenwelle charakteristischen Periodenabstand umgekehrt
und sodann wird eine vorbestimmte Soll-Drehzahl angefahren bzw. ein bestimmter zeitlicher
Drehzahlverlauf eingestellt. In gleicher Weise wird auch die Drehrichtung der Außenwelle
in einem für die Außenwelle charakteristischen Periodenabstand umgekehrt und sodann
wird die Außenwelle auf eine neue vorbestimmte Soll-Drehzahl gebracht bzw. ein bestimmter
zeitlicher Drehzahlverlauf eingestellt. Die Soll-Drehzahlen lassen sich nicht momentan
einstellen, sondern bedürfen aufgrund der Trägheit einer gewissen Zeitdauer, um eine
vorbestimmte Drehzahl zu erreichen. Beim Wechsel der Drehrichtung wird die augenblickliche
Drehzahl zunächst auf Null gefahren und anschließend die Welle in der Gegenrichtung
auf die vorbestimmte Soll-Drehzahl gebracht.
[0007] Die erfindungsgemäße Mischvorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsmittel
mit Drehzahl-Steuermitteln verbunden sind, die zur Änderung der Drehzahl und Drehrichtung
der Wellen geeignet sind, und daß die Steuermittel mit einer Steuereinheit verbunden
sind, die den vorbestimmten Drehzahlen entsprechende Steuerwerte für die Innenwelle
und für die Außenwelle im jeweiligen Periodenabstand gewinnt und an die Steuermittel
liefert. Die erfindungsgemäß eingesetzten Steuermittel ermöglichen eine Änderung der
Drehzahl des zugehörigen Antriebmittels durch Änderung der dem Antriebsmittel zugeführten
Energie. Durch Änderung der Energie wird die Drehzahl erhöht oder gesenkt. Bei Umkehr
der Polarität bzw. Flußrichtung wird die Drehrichtung geändert.
[0008] Das erfindungsgemäße Verfahren und die zugehörige erfindungsgemäße Mischvorrichtung
zeichnen sich dadurch aus, daß Mischabläufe erzielt werden, die sich für jeden Mischvorgang
einstellen und reproduzieren lassen. Eine größtmögliche Scherung des Mischgutes wird
erzielt, da die Drehrichtungen in bestimmten zeitlichen Abständen gewechselt werden,
was zu einer wirkungsvollen Vermischung führt. Durch Wahl von vorbestimmten Drehzahlen
nach jedem Drehrichtungswechsel kann für jedes Mischgut ein optimales Mischprogramm
erzeugt werden, das sich reproduzieren läßt. So kann der Bewegungsablauf, speziell
die Beschleunigungsvorgänge dem zu mischenden Produkt angepaßt werden. Produkte, die
zu Agglomerationen neigen, können besonders stark beschleunigende Mischvorgänge erfahren.
Aggregate, die sehr empfindlich sind, können durch einen schonenden Mischablauf vermischt
werden. Das Verfahren und die Vorrichtung erlauben eine optimale Anpassung an die
speziellen Eigenschaften der zu mischenden Produkte. Auf den Mischablauf kann durch
Einstellung der Beträge der Soll-Drehzahlen bzw. der Amplituden der Drehzahlen der
Wellen und der jeweiligen Periodendauer Einfluß genommen werden.
[0009] In einer Ausführung sind die vorbestimmten Drehzahlen aufeinanderfolgender Perioden
einer Welle unterschiedlich. Dadurch werden sich wiederholende identische Mischabläufe
vermeiden. Durch Änderung der vorbestimmten Drehzahl einer Periode gegenüber der Drehzahl
in der vorangegangenen Periode ist der Drehrichtungswechsel gekoppelt mit einer veränderten
Drehzahl, was die Mischwirkung erhöht. In einer anderen Ausführung sind die Drehzahlen
in zumindest zwei aufeinanderfolgenden Perioden gleich.
[0010] Die Drehzahl jeder Welle wird bevorzugt nach Erreichen einer vorbestimmten Soll-Drehzahl
während einer Zeitdauer konstant gehalten, die kleiner ist als eine Periodendauer.
Wenn die jeweilige Welle die ihr vorbestimmte Soll-Drehzahl erreicht hat, wird diese
Drehzahl während einer vorbestimmten Zeitdauer konstant gehalten, um eine Anpassung
des Mischgutes an konstante Bedingungen zu erreichen.
[0011] Die Perioden von Innenwelle und Außenwelle sind bevorzugt etwa gleich lang. Dies
begünstigt den technischen Aufwand für die Einrichtung der Perioden. Ferner wurde
festgestellt, daß gleiche Periodenlängen für die Steuerzyklen von Innenwelle und Außenwelle
keine störenden Entmischungen zur Folge haben.
[0012] In besonders bevorzugter Weise weisen die Drehzahlen von Innenwelle und Außenwelle
eine Phasendifferenz, beispielsweise von etwa 90 Grad auf. Dadurch ist eine überlagerte
oder gegenläufige Bewegung von Innenwelle und Außenwelle vermieden. Wenn die eine
Welle beim Drehrichtungswechsel durch den Null-Punkt gefahren wird, hat die andere
Welle ihre jeweils vorbestimmte Soll-Drehzahl erreicht. Die Phasendifferenz beträgt
bevorzugt etwa 90°. Sie kann aber im Bereich von 60° < δ < 120° liegen.
[0013] Bevorzugt eilt die Phase der Außenwelle der Phase der Innenwelle voraus. Bei dieser
Einstellung wurde eine besonders wirkungsvolle Vermischung bemerkt.
[0014] Es ist ferner bevorzugt, daß die vorbestimmten Drehzahlen der beiden Wellen in benachbarten
Perioden gleich sind bzw. sich um einen konstanten Faktor unterscheiden. Dies bedeutet,
daß abgesehen von der Phasendifferenz die beiden Wellen mit den selben Drehzahlen
angetrieben werden. Auch dies hat keine Entmischung zur Folge, sondern senkt den technischen
Aufwand der Steuerung.
[0015] In einer bevorzugten Ausführungsform wiederholt sich jede Folge von vorbestimmten
Drehzahlen nach N Folgegliedern. Die Folge ist somit rekursiv. Eine derartige Wiederholung
bestimmter Mischabläufe senkt den Steueraufwand bzw. die Anzahl der zu erzeugenden
Drehzahlwerte. Gleichzeitig führt eine Wiederholung längerer Mischzyklen nicht zu
einer Entmischung.
[0016] In einer Ausführungsform wird die Folge von vorbestimmten Drehzahlwerten durch einen
Algorithmus gewonnen, wobei die Drehzahlwerte beispielsweise durch eine Rekursionsformel
bei gegebenem Anfangswert gewonnen werden. Ein solcher Algorithmus liefert eine besondere
Verteilung der in einem Zyklus auftretenden Drehzahlwerte, was die Mischwirkung verbessert.
[0017] Die Rekursionsformel kann beispielsweise die folgende Form haben:

wobei K
1, K
2, K
3 Konstanten sind und die Folge nach K
3-Werten rekursiv ist. Eine Rekursionsformel dieses Typs eignet sich hervorragend für
die Gewinnung von Werten, die nach K
3-Werten rekursiv sind.
[0018] Alternativ zu dem zuvorgenannten Algorithmus wird die Folge der Drehzahlwerte in
einem Speicher abgelegt und sequentiell abgerufen. Je nach Art der Mischaufgabe lassen
sich somit bestimmte empirisch bevorzugte Mischzyklen für jeden bestimmten Mischauftrag
abspeichern und reproduzieren.
[0019] Ein grundsätzlicher Unterschied zwischen der gespeicherten Folge von Drehzahlwerten
und der rekursiv erzeugten Folge von Drehzahlwerten besteht nicht, wobei die rekursiv
erzeugten Werte keinen Speicher benötigen und die abgespeicherten Werte auch nicht-rekursiv
sein können.
[0020] In einer bevorzugten Ausbildung der eingangs genannten erfindungsgemäßen Mischvorrichtung
weist die Steuereinheit eine speicherprogrammierbare Steuereinrichtung auf, in der
die Speicherwerte abgespeichert und abrufbar sind.
[0021] Alternativ weist die Steuereinheit eine Berechnungseinrichtung auf, die die Steuerwerte
aufgrund einer Rekursionsformel berechnet.
[0022] Die erfindungsgemäßen Antriebsmittel können Elektromotoren, Hydraulikmotoren oder
Pneumatikmotoren sein, je nach dem welches Antriebsmittel für den speziellen Fall
gewünscht wird. Dementsprechend sind die mit den Antriebsmitteln verbundenen Steuermittel
Frequenzumformer für den Fall der Elektromotoren, hydraulische Ventile für den Fall
der Hydraulikmotoren und pneumatische Ventile für den Fall der Pneumatikmotoren. Im
Falle der Wahl von Gleichstrommotoren sind Steuermittel in Form von Drehzahlstellern
vorgesehen, die die Stärke des dem Gleichstrommotor zugeführten Stroms verändern.
Die Frequenzumformer werden im Falle von Wechselstrommotoren eingesetzt, die durch
Änderung der Frequenz gesteuert werden.
[0023] Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen in Verbindung
mit der Zeichnung.
[0024] Fig. 1 zeigt den prinzipiellen Aufbau einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Mischvorrichtung.
[0025] Fig. 2 ein Schaltdiagramm für die Steuerung der Elektromotoren der Mischvorrichtung.
[0026] Fig. 3 ein Steuerdiagramm für die Drehzahl einer Welle.
[0027] Fig. 4 ein alternatives Steuerdiagramm für eine Welle.
[0028] In Fig. 1 ist eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Mischvorrichtung prinzipiell
dargestellt, wobei ein Mischbehälter 2 vorgesehen ist, der kardanisch aufgehängt ist.
Der Mischbehälter 2 ist verbunden mit einer drehbar gelagerten Innenwelle 4, die über
ein Getriebe 18 mit einem Elektromotor 6 verbunden ist.
[0029] Die Innenwelle 4 ist auf einem Halter 5 einer Außenwelle 8 gelagert, die zum Ausgleich
des Gewichtes des Halters ein Gegengewicht 20 aufweist, das dem Halter 5 gegenüber
mit der Außenwelle 8 verbunden ist. Die Welle 8 ist durch Lager 22 geführt und endet
in einem Kegelradgetriebe 24, das mit einem Elektromotor 10 verbunden ist.
[0030] Eine elektrische Zuleitung 30 für den Elektromotor 6 der Innenwelle 4 ist durch eine
Schleifring-Durchführung 28 in das Kegelradgetriebe 24 und von dort durch die hohl
ausgebildete Außenwelle 8 zum Elektromotor 6 geführt. Eine elektrische Zuleitung 32
ist mit dem Elektromotor 10 der Außenwelle verbunden.
[0031] Gemäß Fig. 2 ist die elektrische Zuleitung 32 des Elektromotors 10 mit dem Frequenzumformer
12 für die Außenachse 8 verbunden, während die elektrische Zuleitung 30 des Elektromotors
6 mit dem Frequenzumformer 14 für die Innenachse 4 verbunden ist. Gleichzeitig sind
beide Frequenzumformer 12, 14 mit Netzspannung versorgt. Durch Erhöhung/Erniedrigung
der Frequenz wird die Drehzahl der zugehörigen Welle erhöht bzw. gesenkt. In dieser
Ausführungsform sind die beiden Frequenzumformer mit einem Mikroprozessor 16 verbunden,
der eine speicherprogrammierbare Steuerung aufweist, wobei den Drehzahlwerten entsprechende
Steuerwerte im Speicher abgelegt sind und vom Mikroprozessor 16 in zeitlichen Abständen,
die den jeweiligen Perioden entsprechen, abgerufen werden können. Der Mikroprozessor
16 liefert die Steuerwerte an den jeweiligen Frequenzumformer.
[0032] In Fig. 3 ist ein Steuerdiagramm für die Drehzahl einer Welle gezeigt. Einem der
Frequenzumformer wird zunächst ein Soll-Drehzahlwert 1 gegeben, der durch Anlaufen
der Welle und Erhöhung der Drehzahl bis zum Drehzahlwert 1 erreicht wird. Sodann wird
der Frequenzumformer vom Mikroprozessor 16 instruiert, einen Drehrichtungswechsel
durchzuführen und eine neue Soll-Drehzahl 2 anzufahren. Der Frequenzumformer senkt
seine Frequenz und die Welle läuft über Drehzahl 0 in entgegengesetzter Richtung bis
zum Drehzahlwert 2 an. Sodann werden neue Drehzahlwerte 3, 4 und 5 angefahren, die
voneinander verschieden sind und eine wirksame Vermischung des Mischgutes gewährleisten.
Die Periode zwischen zwei aufeinanderfolgenden Steuerwerten des Mikroprozessor 16
ist die Zeitdauer t. Das Steuerdiagramm der anderen Welle unterscheidet sich von dem
Steuerdiagramm von Fig. 3 lediglich dadurch, daß es um t/2 gegenüber dem Steuerdiagramm
von Fig. 3 verschoben ist, d.h. eine Phasendifferenz von etwa 90° aufweist.
[0033] In Fig. 4 ist ein Steuerdiagramm gezeigt, bei dem jeweils zwei aufeinanderfolgende
Soll-Drehzahlen einer Welle entgegengesetzt gleich sind, d.h. denselben Betrag haben.
Nach der zweiten betragsgleichen Drehzahl ändert sich die Drehzahl derart, daß sie
kleiner oder größer wird für die folgenden zwei Perioden. Das Verhältnis der aufeinanderfolgenden
gleichsinnigen Drehzahlen ist im vorliegenden Fall 1/2 bzw. 2 und ist einstellbar.
[0034] Die obere und die untere Drehzahl (ODZ und UDZ) sind einstellbar, ebenso wie die
Periode t und die genannte Mischdauer T.
[0035] Die andere Welle wird mit einem um t/2 verschobenen Steuerdiagramm betrieben. Ebenfalls
ist das Verhältnis der aufeinanderfolgenden gegensinnigen Drehzahlen dieser Welle
einstellbar.
1. Verfahren zur Antriebssteuerung einer Mischvorrichtung, die einen an einer Innenwelle
(4) und Außenwelle (8) drehbar gelagerten Mischbehälter (2) aufweist, wobei Innenwelle
(4) und Außenwelle (8) einen Winkel miteinander einschließen und voneinander getrennt
antreibbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehrichtungen von Innenwelle (4) und Außenwelle (8) jeweils periodisch gewechselt
werden, und daß nach jedem Drehrichtungswechsel die jeweilige Welle mit einer vorbestimmten
Drehzahl bzw. Drehzahlfunktion angetrieben wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die vorbestimmten Drehzahlen aufeinanderfolgender Perioden einer Welle (4; 8)
unterschiedlich sind.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehzahl jeder Welle (4, 8) nach Erreichen einer vorbestimmten Soll-Drehzahl
während einer Zeitdauer konstant gehalten wird, die kleiner ist als eine Periodendauer.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Perioden von Innenwelle (4) und Außenwelle (8) etwa gleich lang sind.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehzahlverläufe von Innenwelle (4) und Außenwelle (8) eine Phasendifferenz
aufweisen.
6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Phase der Außenwelle der Phase der Innenwelle voraneilt.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die vorbestimmten Drehzahlen der beiden Wellen (4, 8) in benachbarten Perioden
gleich sind.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jede Folge von vorbestimmten Drehzahlen sich nach N Folgegliedern rekursiv wiederholt.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Folge der Drehzahlwerte in einem Speicher abgelegt ist und sequentiell abgerufen
wird.
10. Mischvorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
mit einem an einer Innenwelle (4) und Außenwelle (8) drehbar gelagerten Mischbehälter
(2), wobei Innenwelle (4) und Außenwelle (8) einen Winkel miteinander einschließen
und voneinander getrennt durch Antriebsmittel (6, 10) antreibbar sind, und wobei die
Antriebsmittel (6, 10) mit Drehzahl-Steuermitteln (12, 14) verbunden sind, die zur
Änderung der Drehzahl und Drehrichtung der Wellen (4, 8) geeignet sind, und wobei
die Steuermittel (12, 14) mit einer Steuereinheit (16) verbunden sind, dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuereinheit die den vorbestimmten Drehzahlen entsprechende Steuerwerte für
die Innenwelle (4) und für die Außenwelle (8) im jeweiligen Periodenabstand (t) gewinnt
und an die Steuermittel (12, 14) liefert.
1. Method of controlling the drive of a mixing apparatus which has a mixing container
(2) rotatably mounted on an inner shaft (4) and an outer shaft (8), the inner shaft
(4) and the outer shaft (8) enclosing an angle with one another and being drivable
separately from one another, characterized in that the directions of rotation of the
inner shaft (4) and the outer shaft (8) are changed periodically in each case, and
in that, after each change in the direction of rotation, the respective shaft is driven
at a predetermined rotational speed or with a predetermined rotational-speed function.
2. Method according to Claim 1, characterized in that the predetermined rotational speeds
of successive periods of a shaft (4; 8) are different.
3. Method according to Claim 1 or 2, characterized in that the rotational speed of each
shaft (4, 8) is kept constant, after a predetermined desired rotational speed has
been reached, for a length of time which is shorter than the length of one period.
4. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the periods
of the inner shaft (4) and the outer shaft (8) are approximately equally long.
5. Method according to Claim 4, characterized in that the variations of the rotational
speeds of the inner shaft (4) and the outer shaft (8) have a phase difference.
6. Method according to Claim 4 or 5, characterized in that the phase of the outer shaft
precedes the phase of the inner shaft.
7. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the predetermined
rotational speeds of the two shafts (4, 8) are equal in adjacent periods.
8. Method according to one of the preceding claims, characterized in that each sequence
of predetermined rotational speeds recurs after N sequential time elements.
9. Method according to one of Claims 1 to 7, characterized in that the sequence of rotational-speed
values is stored in a memory and is called up sequentially.
10. Mixing apparatus to carry out the method according to one of Claims 1 to 9, having
a mixing container (2) rotatably mounted on an inner shaft (4) and an outer shaft
(8), the inner shaft (4) and the outer shaft (8) enclosing an angle with one another
and being drivable separately from one another by driving means (6, 10), and the driving
means (6, 10) being connected to rotational-speed control means (12, 14) which are
suitable for changing the rotational speed and the direction of rotation of the shafts
(4, 8), and the control means (12, 14) being connected to a control unit (16), characterized
in that the control unit acquires the control values, corresponding to the predetermined
rotational speeds, for the inner shaft (4) and for the outer shaft (8) in the respective
period interval (t) and supplies them to the control means (12, 14).
1. Procédé pour la commande d'entraînement d'un appareil de mélange, qui comporte un
réservoir de mélange (2) monté en rotation sur un arbre intérieur (4) et un arbre
extérieur (8), dans lequel l'arbre intérieur (4) et l'arbre extérieur (8) enferment
ensemble un angle, et peuvent être entraînés séparément l'un de l'autre, caractérisé
en ce que les directions de rotation de l'arbre intérieur (4) et de l'arbre extérieur
(8) sont modifiées respectivement de manière périodique, et en ce qu'après chaque
changement de direction de rotation, l'arbre correspondant est entraîné avec une vitesse
de rotation, ou une fonction de vitesse de rotation prédéterminée.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les vitesses de rotation prédéterminées
de périodes successives d'un arbre (4 ; 8) sont différentes.
3. Procédé selon l'une ou l'autre des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que la
vitesse de rotation de chaque arbre (4, 8) est maintenue constante, après avoir atteint
une vitesse de rotation de consigne prédéterminée, pendant une durée de temps qui
est inférieure à la durée d'une période.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que
les périodes de l'arbre intérieur (4) et de l'arbre extérieur (8) sont approximativement
de la même longueur.
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce que les évolutions des vitesses
de rotation de l'arbre intérieur (4) et de l'arbre extérieur (8) présentent une différence
de phase.
6. Procédé selon l'une ou l'autre des revendications 4 et 5, caractérisé en ce que la
phase de l'arbre extérieur précède la phase de l'arbre intérieur.
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que
les vitesses de rotation prédéterminées des deux arbres (4, 8) sont égales dans des
périodes voisines.
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce
que chaque suite de vitesses de rotation prédéterminées se répète de manière récursive
toutes les N périodes successives.
9. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que la
suite des valeurs de vitesses de rotation est déposée dans une mémoire et appelée
de manière séquentielle.
10. Appareil de mélange pour mettre en oeuvre le procédé selon l'une des revendications
1 à 9, comprenant un réservoir de mélange (2) monté en rotation sur un arbre intérieur
(4) et un arbre extérieur (8), dans lequel l'arbre intérieur (4) et l'arbre extérieur
(8) enferment ensemble un angle et peuvent être entraînés séparément l'un de l'autre
par des moyens d'entrâinement (6, 10), et dans lesquels les moyens d'entraînement
(6, 10) sont reliés à des organes de commande (12, 14) de la vitesse de rotation,
qui conviennent pour une modification de la vitesse de rotation et de la direction
de rotation des arbres (4, 8), et dans lequel les moyens de commande (12, 14) sont
reliés à une unité de commande (16), caractérisé en ce que l'unité de commande détermine
les valeurs de commande qui correspondent aux vitesses de rotation prédéterminées
pour l'arbre intérieur (4) et pour l'arbre extérieur (8) à des écarts de périodes
respectifs (t), et fournit ces valeurs aux moyens de commande (12, 14).