(19)
(11) EP 0 654 608 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
16.07.1997  Patentblatt  1997/29

(21) Anmeldenummer: 94117703.2

(22) Anmeldetag:  10.11.1994
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6: F15B 9/09, F15B 15/22, F15B 15/08

(54)

Verfahren zum Steuern der Bewegung eines Druckmittelzylinders und Druckmittelzylinder

Method of controlling the movement of a fluid pressure cylinder and fluid pressure cylinder

Procédé pour commander le mouvement d'un vérin à fluide et vérin à fluide


(84) Benannte Vertragsstaaten:
DE FR GB IT

(30) Priorität: 19.11.1993 DE 4339444

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
24.05.1995  Patentblatt  1995/21

(73) Patentinhaber: HYGRAMA AG
CH-6343 Rotkreuz (CH)

(72) Erfinder:
  • Drittel, Volker
    D-71272 Renningen (DE)
  • V. Biedersee, Hanserdmann
    D-71065 Sindelfingen (DE)
  • Rohatschek, Peter
    D-72622 Nürtingen (DE)

(74) Vertreter: Patentanwälte Ruff, Beier, Schöndorf und Mütschele 
Willy-Brandt-Strasse 28
70173 Stuttgart
70173 Stuttgart (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 040 075
DE-A- 3 435 027
EP-A- 0 479 399
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung geht aus von einem kolbenstangenlosen Druckmittelzylinder. Bei Druckmittelzylindern dieser Art erfolgt die Bewegung des Kolbens durch einen Druckunterschied zwischen seinen beiden Stirnseiten. Die Bewegung des Kolbens wird durch einen seitlichen Ansatz abgenommen, der durch einen Längsschlitz des Gehäuses nach außen ragt. Der Längsschlitz ist mindestens auf der Innenseite durch ein Dichtband abgedichtet, das innerhalb des Kolbens von dem Längsschlitz abgehoben wird.

    [0002] Die Bewegung erfolgt bei den zum Stand der Technik gehörenden Druckmittelzylindern dadurch, daß in den einen Teilinnenraum Druckluft eingelassen wird, während ein Druckmitteldurchgang im Bereich des anderen Endes geöffnet wird. Der Kolben wird dadurch verschoben und die auf der anderen Seite des Kolbens vorhandene Luft wird durch den Druckmittelauslaß ins Freie befördert. Der Widerstand, den der Antrieb überwinden muß, wird unter anderem auch durch den Strömungswiderstand des Druckmittelauslasses bestimmt. Die Bremsung erfolgt dadurch, daß an der Antriebsseite des Kolbens der Druck auf Atmosphärendruck verringert wird. Der Kolben wird dann bis zum Stillstand abgebremst, wobei die Bremskraft durch den Strömungswiderstand beim Ausströmen der Luft bestimmt wird. Um in allen Fällen ein sicheres Abbremsen zu gewährleisten, ist der Strömungswiderstand relativ groß gewählt, d. h. daß die Öffnungsquerschnitte klein gewählt werden. Diese kleinen Öffnungsquerschnitte wirken aber während der gesamten Bewegung des Kolbens, so daß die mit einem solchen Druckmittelzylinder erreichbare Geschwindigkeit begrenzt ist.

    [0003] Es ist bereits ein pneumatischer Drehantrieb für die genaue Positionierung eines Kraftabnehmers bekannt (EP-A-479 399), bei dem die Merkmale des ersten Teils des Anspruchs 1 und des Anspruchs 8 vorhanden sind. Bei diesem pneuamtischen Antrieb wird ein linear beweglicher Kolben dadurch exakt positioniert, daß in den beiden Kolbenstirnräumen kurzzeitig ein taktweise erzeugbares Kräftegleichgewicht der Druckluft einstellbar ist. Über das Abbremsen des Kolbens wird hier nichts ausgesagt.

    [0004] Weiterhin bekannt ist ein kolbenstangenloser Zylinder (DE-A1-34 35 027), der an beiden Enden des Zylindergehäuses je einen Druckluftanschluß aufweist.

    [0005] Bei einem weiteren hydraulischen Betätiger (EP-A1-40 075) werden im Stillstand des Kolbens die beiden Zylinderinnenräume auf beiden Stirnseiten des Kolbens über eine Leitung miteinander verbunden.

    [0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Möglichkeit zu schaffen, bei einem kolbenstangenlosen Druckmittelzylinder die mögliche Geschwindigkeit unter Ausnutzung der sonstigen Vorteile des Druckmittelzylinders zu vergrößern.

    [0007] Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie einen Druckmittelzylinder mit den Merkmalen des Anspruchs 8 vor. Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der jeweiligen Unteransprüche.

    [0008] Würde man zur Erhöhung der Geschwindigkeit nur den Querschnitt des Strömungsmitteldurchgangs vergrößern und damit den Strömungswiderstand verkleinern, so müßte man für das Abbremsen eine größere Strecke verwenden, was dazu führen würde, daß der Druckmittelzylinder nur über einen Teil seiner Länge zum Antrieb benutzt werden könnte. Der Vorteil der kolbenstangenlosen Druckmittelzylinder liegt jedoch gerade darin, daß praktisch die gesamte Länge des Gehäuses auch als Hubweg zur Verfügung steht.

    [0009] Nach der Erfindung wird es möglich, größere Querschnitte bei den Öffnungen zu verwenden, ohne daß dadurch sich die ausnutzbare Hublänge verringert.

    [0010] Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, daß im Stillstand beide Innenräume des Zylinders entlüftet werden, d. h. daß der Druck in beiden Innenräumen abgebaut wird. Es kann vorgesehen sein, daß der Druck, der den Kolben vorwärts bewegt, schon vor dem Stillstand abgebaut wird, gegebenenfalls gleichzeitig mit dem Belüften des jeweils anderen Innenraums.

    [0011] Da Druckmittelzylinder normalerweise in einer Anlage eine ständig gleiche Funktion übernehmen, kann erfindungsgemäß vorgesehen sein, daß die Gegenbelüftung zeitabhängig ausgelöst wird, d. h. nach Ablauf einer bestimmten Zeit ab Beginn der Bewegung. Dieser Zeitpunkt kann auf die jeweilige Anwendungssituation abgestimmt werden.

    [0012] Es kann erfindungsgemäß in Weiterbildung vorgesehen sein, daß die Position des Kolbens gemessen und dann gegebenenfalls auch seine Geschwindigkeit ermittelt wird. Auf diese Weise kann bei der Auslösung der Gegenbelüftung auch die Geschwindigkeit oder die Position des Kolbens berücksichtigt werden.

    [0013] Es kann erfindungsgemäß vorgesehen sein, daß bei dem Abbremsvorgang überprüft wird, ob der Kolben das Ende seines Wegs, den er zurücklegen soll, auch erreicht. Dies kann beispielsweise so vor sich gehen, daß nach einer bestimmten Zeit, nach der der Kolben die Endposition eigentlich erreicht haben müßte, seine Position festgestellt wird. Es ist ebenfalls möglich, daß im Augenblick des Abbremsens oder kurz danach die Geschwindigkeit des Kolbens vermittelt wird. Stellt man nun fest, daß der Kolben seine Endposition nicht oder wahrscheinlich nicht erreichen wird, so kann die Abbremsung unterbrochen werden, indem der Gegendruckaufbau kurzzeitig unterbrochen wird. Dies kann beispielsweise auch taktend geschehen, insbesondere, wenn die Überprüfung wiederholt wird.

    [0014] Die Erfindung schlägt in Weiterbildung vor, daß am Ende des Gehäuses ein Stoßdämpfer angeordnet werden kann, der die restliche kinetische Energie des Kolbens bei Auftreffen an dem Gehäuseende absorbieren kann. Es kann sich hierbei um einen üblichen hydraulischen oder sonstigen Stoßdämpfer handeln. Auf diese Weise wird es möglich, die Baulänge noch besser auszunutzen, da man die Abbremsung sogar so steuern kann, daß der Kolben noch mit einer von Null verschiedenen Geschwindigkeit am Gehäuseende anlangen kann.

    [0015] Der von der Erfindung vorgeschlagene kolbenstangenlose Druckmittelzylinder hat eine Steuereinrichtung, die die Ventile ansteuern kann und derart ausgebildet ist, daß sie die oben erwähnten Vorgänge durchführen kann.

    [0016] Erfindungsgemäß kann die Steuereinrichtung ein Zeitglied aufweisen, das zu Beginn der Bewegung gestartet wird und nach Ablauf einer eingestellten Zeit die Gegenbelüftung und/oder die Öffnung des Ventils auf der Antriebsseite auslöst.

    [0017] Erfindungsgemäß kann der Druckmittelzylinder eine Meßeinrichtung zur Messung der Position und/oder der Geschwindigkeit des Kolbens aufweisen. Die Steuereinrichtung kann dann diese Größen bei der Ansteuerung der Ventile berücksichtigen.

    [0018] Insbesondere kann vorgesehen sein, daß die Steuereinrichtung derart ausgebildet ist, daß sie die Ventile taktend betätigen kann.

    [0019] Erfindungsgemäß kann der Druckmittelzylinder einen Stoßdämpfer zur Abbremsung des Kolbens am Ende des Gehäuses aufweisen.

    [0020] Es kann vorgesehen sein, daß durch eine Eingabeeinrichtung oder eine Programmiereinrichtung die Bedingungen, wann eine Gegenbelüftung erfolgen soll, eingegeben und geändert werden können.

    [0021] Der Kolben kann so betrieben werden, daß er in beide Richtungen in gleicher Weise arbeitet, so daß er also in beiden Richtungen mit hoher Geschwindigkeit betrieben werden kann. Es ist aber ebenfalls möglich, ihn beispielsweise nur in eine Richtung mit hoher Geschwindigkeit arbeiten zu lassen, ihn aber in der anderen Richtung dann mit einer gedrosselten Einrichtung fahren zu lassen.

    [0022] Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorzüge ergeben sich aus den Patentansprüchen, deren Wortlaut durch Bezugnahme zum Inhalt der Beschreibung gemacht wird, der folgenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sowie anhand der Zeichnung. Hierbei zeigt die einzige Zeichnungsfigur schematisch die Anordnung eines Druckmittelzylinders nach der Erfindung mit der zugehörigen Steuereinrichtung.

    [0023] Der stark vereinfachte Druckmittelzylinder enthält ein langgestrecktes Gehäuse 1, das einen im wesentlichen kreiszylindrischen Innenraum 2 enthält. An der in Fig. 1 oberen Seite weist das Gehäuse 1 einen sich in Längsrichtung über die gesamte Länge des Gehäuses 1 erstreckenden Längsschlitz 3 auf, von dem in der Figur die eine Seitenwand zu sehen ist. Im Bereich beider Enden ist das Gehäuse durch je einen Abschlußkopf 4 abgeschlossen. Einzelheiten dieser Befestigung und der zugehörigen Dichtungen sind nicht dargestellt, da dieser Druckmittelzylinder insoweit bekannt ist.

    [0024] Im Innern des Gehäuses befindet sich in dem Innenraum 2 ein Kolben 5, der im Bereich seiner beiden Stirnseiten 6 den Innenraum 2 vollständig ausfüllt und diesem gegenüber abgedichtet ist, beispielsweise durch umlaufende Lippendichtungen o. dgl. Dadurch ist der Innenraum 2 in zwei Teilräume 2a, 2b aufgeteilt, die durch den Kolben 5 gegenseitig abgedichtet sind.

    [0025] Jeder der Abschlußköpfe 4 enthält einen Druckmitteldurchlaß 7, der außerhalb des Druckmittelzylinders über eine Druckmittelleitung 8 mit einem Ventil 9 verbunden ist. Je nach gewünschter Bewegung wirken die Druckmitteldurchlässe 7 einmal als Einlaß und einmal als Auslaß. Die Ventile 9 sind so ausgebildet, daß sie die zugehörige Druckmittelleitung 8 entweder mit Atmosphäre verbinden können, was in dieser Beschreibung als Öffnung bezeichnet wird. Zum anderen können sie die Druckmittelleitung 8 auch mit einer nicht dargestellten Druckmittelquelle verbinden, beispielsweise einer Druckluftquelle. Die Ventile 9 werden elektrisch angesteuert. Sie sind im spannungsfreien Zustand beide offen, damit bei Ausfall der Spannungsversorgung keine Schäden entstehen.

    [0026] Die Ansteuerung der Ventile 9 erfolgt über die elektrischen Steuerleitungen 10 von einer Steuerung 11 her. Die Steuerung 11 enthält eine Steuereinrichtung 12, die die zum Betätigen der Ventile 9 erforderlichen Signale liefert. Die Steuerung enthält weiterhin eine Programmiereinheit 13, in der verschiedene Parameter der Steuerung eingegeben werden können.

    [0027] In Längsrichtung des Gehäuses 1 verläuft parallel zum Gehäuse 1 eine Positionsmeßeinheit 14, die über eine Leitung 15 mit der Steuereinheit 12 verbunden ist. Die Positionsmeßeinheit 14 liefert ein Signal, das der Steuereinheit 12 die augenblickliche Position des Kolbens 5 angibt. Beispielsweise kann der seitlich an dem Kolben 5 angebrachte Ansatz 16 mit der Positionsmeßeinheit 14 zusammenwirken und dadurch die Position des Kolbens 5 angeben. Die Steuereinrichtung 12 kann aus den Positionsangaben und ihr aufgrund eines Zeitglieds 17 bekannten Zeitablaufs die Geschwindigkeit des Kolbens berechnen.

    [0028] Die Wirkungsweise der Steuerung 11 des von der Erfindung vorgeschlagenen Druckmittelzylinders ist die folgende:

    [0029] Soll der Kolben 5 von seiner einen Endstellung, beispielsweise links in der Figur, nach rechts bewegt werden, so wird das Ventil 9 auf der rechten Seite geöffnet, d. h. der Druckmitteldurchlaß 7 an Atmosphäre gelegt. Gleichzeitig wird zum Auslösen der Bewegung das linke Ventil 9 so geschaltet, daß der dortige Druckmitteldurchlaß 7 mit einer Druckmittelquelle verbunden wird. Im linken Teilraum 2a herrscht ein größerer Druck als im rechten Teilraum 2b, so daß sich der Kolben 5 in Bewegung versetzt. Kurz vor Erreichen der gewünschten Endposition, was entweder aufgrund des Zeitablaufs mit Hilfe des Zeitglieds 17 oder durch Erreichen einer bestimmten Position festgestellt wird, wird das Ventil 9 auf der Seite, zu der sich der Kolben 5 bewegt, so umgeschaltet, daß die Druckleitung 8 mit der Druckmittelquelle verbunden wird. Der Raum 2b wird also belüftet. Dies bremst den Kolben 5 stark ab. Gleichzeitig oder auch später kann das dem anderen Teilraum 2a zugeordnete Ventil 9 so gesteuert werden, daß der Teilraum 2a entlüftet wird.

    [0030] Um sicherzustellen, daß der Kolben 5 seine Endposition auch tatsächlich erreicht, können nun zwei verschiedene Möglichkeiten vorgesehen werden. Zum einen kann die Steuereinrichtung 12 nach Ablauf einer bestimmten Zeit nach Auslösen der Gegenbelüftung abfragen, ob der Kolben 5 die Endposition erreicht hat. Diese Zeit kann am Gerät 13 eingestellt werden. Eine solche Situation kann auftreten, wenn beispielsweise der Gegenstand, der von dem Kolben 5 bewegt werden soll, durch äußere Umstände gehindert oder gehemmt wird. Falls also die Steuereinheit 12 feststellt, daß die Endposition nicht erreicht ist, so kann sie durch nochmaliges Entlüften des Teilraums 2b und Belüften des Teilraums 2a den Kolben noch weiter bewegen. Steht zu diesem Zeitpunkt der linke Teilraum 2a noch unter Druck, reicht natürlich eine gegebenenfalls kurzzeitige Entlüftung des Teilraums 2b aus. Diese zeitweilige Entlüftung kann durch ein taktendes Ansteuern des Ventils 9 erreicht werden.

    [0031] Eine zweite Möglichkeit zur Gewährleistung des sicheren Erreichens der Endposition kann darin bestehen, daß während des Abbremsens die Geschwindigkeit ermittelt wird und dann, wenn diese Geschwindigkeit eine Normalgeschwindigkeit unterschreitet, schon dann eine Unterbrechung der Bremsung erfolgt, um den Kolben 5 gar nicht erst zum Stillstand kommen zu lassen.

    [0032] Ein Anwendungsbeispiel für einen Druckmittelzylinder dieser Art ist das Abschneiden von Folienbahnen, die kontinuierlich produziert und aufgerollt werden. Sobald eine Rolle voll ist, muß die Folienbahn durch ein quer zur Längsrichtung der Folie bewegtes Messer getrennt werden. Dabei kann die Bewegung der Folie selbst nicht abgestellt werden. Das Trennmesser ist direkt an der Kolbenbefestigung des Hochgeschwindigkeitszylinders montiert und wird mit dem Kolben über die gesamte Hublänge geführt. Je höher die Geschwindigkeit des Kolbens ist, desto rechtwinkliger kann das Messer die Folie schneiden. Dadurch läßt sich die Produktivität einer solchen Anlage deutlich erhöhen.


    Ansprüche

    1. Verfahren zur Steuerung der Bewegung des Kolbens (5) eines Druckmittelzylinders, bei dem

    durch Einbringen eines unter Druck stehenden Fluids in den Teilinnenraum (2a, 2b) des Zylinders vor der einen Stirnseite (6) des Kolbens (5) der Kolben (5) angetrieben wird,

    während der Bewegung des Kolbens (5) der Innenraum (2b, 2a) des Zylinders vor der anderen Stirnseite (6) des Kolbens (5) entlüftet wird, dadurch gekennzeichnet, daß

    kurz vor Erreichen des Endes der Bewegung der Innenraum (2b, 2a) vor der anderen Stirnseite (6) des Kolbens (5) durch Einbringen des unter Druck stehenden Fluids unter Druck gesetzt wird.


     
    2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem im Stillstand beide Teilinnenräume (2a, 2b) des Zylinders entlüftet werden.
     
    3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, bei dem der jeweilige Antriebsinnenraum (2a, 2b) schon vor dem Stillstand entlüftet wird, gegebenenfalls gleichzeitig mit dem Belüften des jeweils anderen Innenraums (2b, 2a).
     
    4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Gegenbelüftung zeitabhängig ausgelöst wird.
     
    5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Position und/oder die Geschwindigkeit des Kolbens (5) gemessen und vorzugsweise die Gegenbelüftung in Abhängigkeit von der Position und/oder Geschwindigkeit des Kolbens (5) ausgelöst wird.
     
    6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem nach Beginn des Abbremsens überprüft wird, ob der Kolben (5) das Ende des Wegs erreicht, und gegebenenfalls die Gegenbelüftung unterbrochen wird.
     
    7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Bewegung des Kolbens (5) am Ende des Gehäuses (1) zusätzlich von einem Stoßdämpfer abgebremst wird.
     
    8. Kolbenstangenloser Druckmittelzylinder, mit

    einem einen Innenraum (2) aufweisenden Gehäuse (1)

    einem in dem Innenraum (2) verschiebbar angeordneten Kolben (5), der
       den Innenraum (2) in zwei gegenseitig abgedichtete Teilräume (2a, 2b) aufteilt,

    im Bereich jedes Endes des Gehäuses (1) je mindestens einem Druckmitteldurchgang (7), der
       mit je einem Ventil (9) verbunden ist, sowie mit

    einer Steuereinrichtung (12) zum Ansteuern der Ventile (9), die
       zur Bewegung des Kolbens (5) das dem einen Teilraum (2a, 2b) zugeordnete Ventil (9) mit einer Druckmittelquelle verbindet und
       das dem anderen Teilraum (2b, 2a) zugeordnete Ventil (9) zur Atmosphäre öffnet, dadurch gekennzeichnet, daß
       die Steuereinrichtung (12) kurz vor Erreichen des Endes der Bewegung des Kolbens (5) diesen Teilraum (2b, 2a) durch Umschalten des zugeordneten Ventils (9) mit einer Druckmittelquelle verbindet.


     
    9. Kolbenstangenloser Druckmittelzylinder nach Anspruch 8, bei dem die Steuereinrichtung (12) im Stillstand die den beiden Teilräumen (2a, 2b) zugeordnete Ventile (9) öffnet.
     
    10. Kolbenstangenloser Druckmittelzylinder nach einem der Ansprüche 8 oder 9, bei dem die Steuereinrichtung (12) das den Antrieb bewirkende Ventil (9) schon vor dem Stillstand öffnet, gegebenenfalls gleichzeitig mit dem Beginn der Gegenbelüftung.
     
    11. Kolbenstangenloser Druckmittelzylinder nach einem der Ansprüche 8 bis 10, bei dem die Steuereinrichtung (12) ein Zeitglied (17) aufweist, das nach Ablauf einer eingestellten Zeit die Gegenbelüftung auslöst.
     
    12. Kolbenstangenloser Druckmittelzylinder nach einem der Ansprüche 8 bis 11, mit einer Meßeinrichtung (14) zur Messung der Position und/oder der Geschwindigkeit des Kolbens (5).
     
    13. Kolbenstangenloser Druckmittelzylinder nach einem der Ansprüche 8 bis 12, bei dem die Steuereinrichtung (12) derart ausgebildet ist, daß sie die Ventile (9) taktend betätigen kann.
     
    14. Kolbenstangenloser Druckmittelzylinder nach einem der Ansprüche 8 bis 13, mit einem Stoßdämpfer zur Abbremsung des Kolbens (5) am Ende des Gehäuses (1).
     
    15. Kolbenstangenloser Druckmittelzylinder nach einem der Ansprüche 8 bis 14, mit einer Eingabeeinrichtung (13) zum Festlegen und/oder Ändern der Bedingungen des Gegenbelüftens.
     


    Claims

    1. Method for the control of the movement of the piston (5) of a pressure medium cylinder, wherein by introducing a pressurized fluid into the partial inner space (2a, 2b) of the cylinder upstream of one end face (6) of the piston (5), the latter is driven, during the movement of the piston (5) the inner space (2b, 2a) of the cylinder upstream of the other end face (6) of the piston (5) is vented, characterized in that shortly before reaching the end of the movement the inner space (2b, 2a) upstream of the other end face (6) of the piston (5) is placed under pressure by introducing the pressurized fluid.
     
    2. Method according to claim 1, wherein both partial inner spaces (2a, 2b) of the cylinder are vented in the stationary state.
     
    3. Method according to one of the claims 1 or 2, wherein the particular drive inner space (2a, 2b) is vented prior to the stationary state and optionally simultaneously with the ventilating of the in each case other inner space (2b, 2a).
     
    4. Method according to one of the preceding claims, wherein the counterventilation is initiated in time-dependent manner.
     
    5. Method according to one of the preceding claims, wherein the position and/or speed of the piston (5) is measured and preferably the counterventilation is initiated as a function of the position and/or speed of the piston (5).
     
    6. Method according to one of the preceding claims, wherein after the start of braking a check is made to establish whether the piston (5) has reached the end of the path and optionally the counterventilation is interrupted.
     
    7. Method according to one of the preceding claims, wherein the movement of the piston (5) at the end of the casing (1) is additionally decelerated by a shock absorber.
     
    8. Piston rod-free pressure medium cylinder having a casing (1) provided with an inner space (2), a piston (5) displaceably located in the inner space (2) and which divides the latter into two mutually sealed partial spaces (2a, 2b), in the vicinity of each end of the casing (1) is in each case provided at least one pressure medium passage (7), which is connected to in each case one valve (9), as well as with a control device (12) for controlling the valves (9), which for moving the piston (5) connects the valve (9) associated with one partial space (2a, 2b) to a pressure medium source and the valve (9) associated with the other partial space (2b, 2a) is opened to the atmosphere, characterized in that the control device (12), shortly before reaching the end of the movement of the piston (5), connects said partial space (2b, 2a) to a pressure medium source by switching over the associated valve (9).
     
    9. Piston rod-free pressure medium cylinder according to claim 8, in which, in the stationary state, the control device (12) opens the valve (9) associated with the two partial spaces (2a, 2b).
     
    10. Piston rod-free pressure medium cylinder according to one of the claims 8 or 9, wherein the control device (12) opens the valve (9) responsible for the drive prior to the stationary state and optionally simultaneously with the start of counterventilation.
     
    11. Piston rod-free pressure medium cylinder according to one of the claims 8 to 10, wherein the control device (12) has a timer (17), which initiates counterventilation at the end of a set time.
     
    12. Piston rod-free pressure medium cylinder according to one of the claims 8 to 11, having a measuring device (14) for measuring the position and/or speed of the piston (5).
     
    13. Piston rod-free pressure medium cylinder according to one of the claims 8 to 12, wherein the control device (12) is constructed in such a way that it can operate the valves (9) in synchronized manner.
     
    14. Piston rod-free pressure medium cylinder according to one of the claims 8 to 13, having a shock absorber for decelerating the piston (5) at the end of the casing (1).
     
    15. Piston rod-free pressure medium cylinder according to one of the claims 8 to 14, having an input device (13) for fixing and/or modifying the counterventilation conditions.
     


    Revendications

    1. Procédé pour commander le déplacement du piston (5) d'un vérin à fluide sous pression, dans lequel le piston (5) est entraîné par l'introduction d'un fluide sous pression dans le volume intérieur partiel (2a, 2b) du vérin devant l'un des côtés frontaux (6) du piston (5), et le volume intérieur (2b, 2a) du vérin qui est situé devant l'autre côté frontal (6) du piston (5) est mis à l'atmosphère pendant le déplacement du piston (5), caractérisé par le fait que le volume intérieur (2b, 2a) qui est situé devant l'autre côté frontal (6) du piston (5) est mis sous pression par introduction du fluide sous pression peu avant que la fin du déplacement ne soit atteinte.
     
    2. Procédé selon la revendication 1, dans lequel les deux volumes intérieurs partiels (2a, 2b) du vérin sont mis à l'atmosphère à l'arrêt.
     
    3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, dans lequel le volume intérieur d'entraînement respectif (2a, 2b) est déjà mis à l'atmosphère avant l'arrêt, et le cas échéant en même temps qu'a lieu la mise sous pression du volume intérieur (2b, 2a) qui est l'autre à chaque fois.
     
    4. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel la mise sous pression antagoniste est déclenchée en fonction du temps.
     
    5. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel on détermine la position et/ou la vitesse du piston (5), et on déclenche de préférence la mise sous pression antagoniste en fonction de la position et/ou de la vitesse du piston (5).
     
    6. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel on vérifie après le début du freinage si le piston (5) a atteint l'extrémité du trajet, et on interrompt la mise sous pression antagoniste le cas échéant.
     
    7. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel le déplacement du piston (5) est freiné en supplément par un amortisseur de chocs à l'extrémité du carter (1).
     
    8. Vérin à fluide sous pression sans tige de piston, comprenant un carter (1) qui comporte un volume intérieur (2), un piston (5) qui est disposé dans le volume intérieur (2) en pouvant coulisser et qui divise le volume intérieur (2) en deux volumes partiels (2a, 2b), ceux-ci étant rendus étanches l'un par rapport à l'autre, au moins un passage à fluide sous pression (7) qui est situé dans la région de chaque extrémité du carter (1) et qui est relié à une valve (9) à chaque fois, et un dispositif de commande (12) qui est destiné à exciter les valves (9), qui, en vue du déplacement du piston (5), relie à une source de fluide sous pression la valve (9) associée à l'un des volumes partiels (2a, 2b) et qui ouvre à l'atmosphère la valve (9) associée à l'autre volume partiel (2b, 2a), caractérisé par le fait que le dispositif de commande (12) relie ce volume partiel (2b, 2a) à une source de fluide sous pression par commutation de la valve associée (9) peu avant que la fin du déplacement du piston (5) ne soit atteinte.
     
    9. Vérin à fluide sous pression sans tige de piston selon la revendication 8, dans lequel le dispositif de commande (12) ouvre à l'arrêt les valves (9) qui sont associées aux deux volumes partiels (2a, 2b).
     
    10. Vérin à fluide sous pression sans tige de piston selon l'une des revendications 8 et 9, dans lequel le dispositif de commande (12) ouvre la valve (9) qui produit l'entraînement dès avant l'arrêt, et le cas échéant en même temps que commence la mise sous pression antagoniste.
     
    11. Vérin à fluide sous pression sans tige de piston selon l'une des revendications 8 à 10, dans lequel le dispositif de commande (12) comporte une horloge (17) qui déclenche la mise sous pression antagoniste après qu'une durée pré-réglée s'est écoulée.
     
    12. Vérin à fluide sous pression sans tige de piston selon l'une des revendications 8 à 11, comprenant un dispositif de mesure (14) pour déterminer la position et/ou la vitesse du piston (5).
     
    13. Vérin à fluide sous pression sans tige de piston selon l'une des revendications 8 à 12, dans lequel le dispositif de commande (12) est constitué de manière à pouvoir actionner les valves (9) d'une manière cadencée.
     
    14. Vérin à fluide sous pression sans tige de piston selon l'une des revendications 8 à 13, comprenant un amortisseur de chocs pour freiner le piston (5) à l'extrémité du carter (1).
     
    15. Vérin à fluide sous pression sans tige de piston selon l'une des revendications 8 à 14, comprenant un dispositif d'introduction des données (13) pour fixer et/ou modifier les conditions de la mise sous pression antagoniste.
     




    Zeichnung