| (19) |
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(11) |
EP 0 711 247 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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29.10.1997 Patentblatt 1997/44 |
| (22) |
Anmeldetag: 06.05.1995 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)6: B65H 71/00 |
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP9501/730 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9532/141 (30.11.1995 Gazette 1995/51) |
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| (54) |
VORRICHTUNG ZUM BEAUFSCHLAGEN EINER FADENSCHAR MIT FLÜSSIGKEIT
DEVICE FOR APPLYING LIQUID TO A WARP
DISPOSITIF D'APPLICATION DE LIQUIDE SUR UNE NAPPE DE FILS
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE ES FR GB GR IT LI NL PT SE |
| (30) |
Priorität: |
25.05.1994 DE 4418144
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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15.05.1996 Patentblatt 1996/20 |
| (73) |
Patentinhaber: Akzo Nobel N.V. |
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6824 BM Arnhem (NL) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- KREMERS, Arnold
D-52525 Heinsberg (DE)
- KNOLL, Helmut
D-52525 Heinsberg (DE)
- KNOLL, Volker
D-52525 Heinsberg (DE)
- SCHMITT, Reiner
D-52525 Heinsberg (DE)
- RÜSCHENBAUM, Volker
D-52525 Heinsberg (DE)
- GREBING, Gerhard
D-42113 Wuppertal (DE)
- TOBERGTE, Werner
D-63906 Erlenbach (DE)
- SCHAUPP, Hans-Joachim
D-63785 Obernburg (DE)
- NITSCHKE, Gerhard
D-41812 Erkelenz (DE)
- WALLRAVEN, Heinrich
D-52525 Heinsberg (DE)
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| (74) |
Vertreter: Fett, Günter et al |
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Akzo Nobel Faser AG,
Kasinostrasse 19-21 42103 Wuppertal 42103 Wuppertal (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
FR-A- 2 321 563
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US-A- 4 042 360
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Beaufschlagen einer Fadenschar mit einer
Flüssigkeit.
[0002] Eine derartige Vorrichtung ist aus DE-A-34 12 039 bekannt. Hierbei wird die Flüssigkeit
der Fadenschar über eine flüssigkeitsdurchlässige Fläche, die aus einem Sintermaterial
besteht, zugeführt. Die flüssigkeitsdurchlässige Fläche kann Nuten aufweisen. Da der
Flüssigkeitsweg durch die Nuten aufweisende, flüssigkeitsdurchlässige Fläche unterschiedliche
Länge aufweist, ist eine gleichmäßige Zufuhr von Flüssigkeit auf die einzelnen Fäden
nicht gewährleistet. Während im Nutgrund relativ viel Flüssigkeit austritt, ist an
den Wänden nur eine geringe Menge an Flüssigkeit zu beobachten. Aus diesem Grunde
wird offensichtlich auch empfohlen, zwei derartige Flächen zu verwenden, die in Bezug
auf die Fadenschar gegenüberliegend angeordnet sind. Nachteilig bei der Verwendung
von Sintermaterial ist außerdem, daß dieses bei längerem Gebrauch punktuell verstopft,
sodaß bei dessen Gebrauch zur Beaufschlagung von Fäden einer Fadenschar nach einiger
Zeit nicht mehr alle Fäden mit derselben Menge an Flüssigkeit beaufschlagt werden
können. Tritt dieser Fall ein, muß der ganze Sintermaterialkörper ausgetauscht werden.
Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß die bekannte Vorrichtung nur unter großem
Aufwand an Fadenscharen unterschiedlicher Fadenzahlen und/oder - abstände angepaßt
werden können.
[0003] Desweiteren ist aus US-A-4042360 eine Vorrichtung gemäß Oberbegriff des Anspruchs
1 bekannt. Auch hier besteht der Nachteil, daß die bekannte Vorrichtung nur unter
großem Aufwand an Fadenscharen unterschiedlicher Fadenzahlen und/oder -abstände angepaßt
werden können. Außerdem wird bei der bekannten Vorrichtung die Flüssigkeit dem Flüssigkeitsverteiler
über eine Pumpe zugeführt, sodaß aufgrund des Druckgefälles im Flüssigkeitsverteiler
nicht wirksam vermieden werden kann, daß den einzelnen Flüssigkeitszuführungen und
somit den Fadenführungsnuten unterschiedliche Mengen an Flüssigkeit zugeführt wird,
sodaß nicht jeder Faden mit derselben Menge an Flüssigkeit beaufschlagt wird.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung zum Beaufschlagen von
Fäden einer Fadenschar mit einer Flüssigkeit, welche für jeden Faden eine Fadenführungsnut
aufweist, wobei in die Fadenführungsnut eine Flüssigkeitszuführung einmündet, und
alle Flüssigkeitszuführungen aus einem Flüssigkeitsverteiler gespeist werden, wobei
ein Fadenbenetzungselement vorgesehen ist, welches mindestens eine Fadenführungsnut
aufweist, wobei zu jeder Fadenführungsnut jeweils eine Flüssigkeitszuführung zugeordnet
ist, wobei die Flüssigkeitszuführungen als Bohrungen oder Nuten ausgebildet sind,
wobei der Flüssigkeitsverteiler als Halter für das Fadenbenetzungselement ausgeildet
ist, und wobei der Flüssigkeitsverteiler mit dem Fadenbenetzungselement verbunden
ist, und wobei mehrere Fadenbenetzungselemente vorgesehen sind, derart auszubilden,
daß die Beaufschlagung gleichmäßig erfolgt, und daß die Vorrichtung in besonders einfacher
Weise unterschiedlichen Fadenzahlen und/oder -abständen angepaßt werden kann.
[0005] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß alle Fadenbenetzungselemente miteinander und
mit dem Flüssigkeitsverteiler verbunden sind, und daß der Flüssigkeitsverteiler einen
Überlauf für die Flüssigkeit aufweist, der mit den Flüssigkeitszuführungen in Kontakt
steht.
[0006] Bei der Beaufschlagung von Einzelfäden sind zwar Fadenbenetzungselemente bekannt,
die eine Fadenführungsnut und eine der Fadenführungsnut zugeordnete Flüssigkeitszuführung
enthalten, deren Flüssigkeitzuführungen aber jeweils über Leitungen gespeist werden
(DE-U-74 42 133, DE-A-24 33 507). Diese Vorrichtungen sind sehr aufwendig, da dafür
gesorgt werden muß, daß alle Leitungen zu den Flüssigkeitszuführungen mit derselben
Menge an Flüssigkeit gespeist werden, was in der Regel derart erreicht wird, daß diese
Leitungen dieselbe Länge aufweisen. Zum Beaufschlagen von Fäden von Fadenscharen eignen
sich diese Vorrichtungen überhaupt nicht, weil die bekannten Vorrichtungen, die zur
Behandlung von Einzelfäden vorgesehen sind, große Fadenabstände erfordern würden.
Dies hat zur Folge, daß für eine solche Vorrichtung einer enormer Platzbedarf erforderlich
wäre. Insofern wurden die für die Benetzung von Einzelfäden bekannten Fadenbenetzungselemente
für die Verwendung zur Benetzung von Fadenscharen bisher verworfen.
[0007] Durch exakte waagerechte Ausrichtung der Überlaufkante des Überlaufs und Konstanthaltung
der Flüssigkeitshöhe im Flüssigkeitsverteiler kann auf sehr einfache Weise sichergestellt
werden, daß jedem Faden dieselbe, zumindest in etwa dieselbe Flüssigkeitsmenge zugeführt
wird.
[0008] Überraschenderweise hat es sich gezeigt, daß die erfindungsgemäße Vorrichtung nicht
nur zum Auftragen von Flüssigkeiten wie Avivagen, Antistatikas, Spulölen, Schlichtemitteln
Farbstoffen o. ä. geeignet ist, sondern auch dazu eingesetzt werden kann, bei der
Herstellung von Mono- oder Multifilamentfäden mit Flüssigkeiten zu beaufschlagen,
die der Ausreaktion des noch nicht fertigen Fadens, oder der Auswaschung bzw. der
Einbringung von chemischen Stoffen aus den bzw. in die Fäden dienen. In diesem Falle
können durch die Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung in vielen Fällen auf
die bisher üblichen Bäder, in die die Fadenscharen mehrfach eingetaucht werden müssen,
verzichtet werden. Beispiel hierfür ist der Einsatz der erfindungsgemäßen Vorrichtung
zu Flüssigkeitsnachbehandlungen von über Lösungsmittelgemischen ersponnenen Monofil-
oder Multifilamentfäden, beispielsweise aus cellulosischen Materialien wie Cuproammonium,
Viskose oder NMMO, aus Aramiden o. ä.
[0009] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zeichnet sich insbesondere dadurch aus, daß der
Abstand benachbarter Fadenführungsnuten frei gewählt und durch Austausch der Benetzungselemente
den Erfordernissen angepaßt werden kann. Ein Abstand benachbarter Fadenführungsnuten
von 2 bis 30 mm, insbesondere von 3 bis 4 mm hat sich bestens bewährt.
[0010] Bei engen Fadenabständen der Fadenschar hat sich die erfindungsgemäße Vorrichtung
insbesondere dann bewährt, wenn aufeinanderfolgende Fadenführungsnuten unterschiedliche
Abstände zum Flüssigkeitsverteiler aufweisen, wobei die Fadenführungsnuten alternierend
versetzt angeordnet sind. Hierbei ist ein Versatz benachbarter Fadenführungsnuten
von 2 bis 10 mm als besonders vorteilhaft anzusehen. Auf diese Weise wird auch bei
kleiner Fadenteilung in der Fadenschar sichergestellt, daß bei der Behandlung von
insbesondere noch empfindlichen Fäden, benachbarte Fäden nicht miteinander verkleben
oder sich in sonstiger Weise beeinflussen können.
[0011] Die Einsatzfähigkeit für Fadenscharen unterschiedlicher Fadenzahlen und/oder -abstände
gelingt besonders günstig, wenn bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung die Fadenbenetzungselemente
2 bis 20 Fadenführungsnuten aufweisen.
[0012] Hierbei hat es sich besonders bewährt, wenn jedes Fadenbenetzungselement über einen
Schnappverschluß mit dem Flüssigkeitsverteiler verbunden ist.
[0013] Gelingt die Fadenbehandlung bei erhöhter Temperatur besonders günstig, sollte bei
der erfindungsgemäßen Vorrichtung der Flüssigkeitsverteiler Heizeinrichtungen enthalten,
die die Temperatur der im Flüssigkeitsverteiler enthaltenen Flüssigkeit auch über
dessen Länge konstant hält.
[0014] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Flüssigkeitszuführungen in die Fadenführungsnut
auf der Fadeneinlaufseite einmünden. Auf diese Weise wird erreicht, daß die gesamte
Länge der Flüssigkeitsnut zur Flüssigkeitsbeaufschlagung zur Verfügung steht.
[0015] Bei Flüssigkeitsbehandlungen, die an gegen mechanische Beanspruchung noch empfindlichen
Fäden ausgeführt werden, hat es sich bewährt, die Flüssigkeitszuführungen derart auszubilden,
daß die Flüssigkeit den Fadenführungsnuten zumindest überwiegend laminar zugeführt
wird, und einen Winkel von 60 bis 90° mit der Laufrichtung der Fadenführungsnut bilden.
Ist in der Fadenführungsnut ein Faden zur Behandlung vorhanden, wird also dem Faden
die Flüssigkeit in einem Winkel von 60 bis 90° zugeführt.
[0016] Soweit es die Stabilität der Fäden zuläßt, kann es je nach Behandlungsfall auch von
Vorteil sein, wenn die Flüssigkeitszuführungen derart ausgebildet sind, daß die Flüssigkeit
den Fadenführungsnuten zumindest überwiegend turbulent zugeführt wird, und einen Winkel
von 10 bis 80° mit der Laufrichtung der Fadenführungsnut bilden. Hierdurch kann die
Behandlung der Fäden intensiviert werden. Insbesondere bei Multifilamentfäden kann
durch die Zuführung von turbulenter Flüssigkeit erreicht werden, daß die Filamente
des Fadens auseinandergedrängt werden, wodurch eine gleichmäßige Behandlung jedes
einzelnen Filaments möglich wird.
[0017] Durch besondere Einfachheit zeichnet sich die erfindungsgemäße Vorrichtung dann aus,
wenn die Flüssigkeitszuführungen Nuten sind.
[0018] Die gegenseitige Beeinflussung benachbarter Fäden der Fadenschar kann insbesondere
dann wirksam verhindert werden, wenn in Fadenlaufrichtung am Ende jeder Fadenführungsnut
Trennmittel zum Nachbarfaden vorhanden sind, die ein Überspringen des Flüssigkeitsfilms
zum Nachbarfaden verhindern. Zusätzliche Einrichtungen sorgen bei nicht belegten Stellen
für eine gezielte Flüssigkeitsabfuhr und vermeiden so die Beeinflussung von belegten
Nebenstellen. Beispiele für derartige Mittel ergeben sich aus DE-U-74 42 133 und DE-A-24
33 507).
[0019] Die erfindungsgemäße Vorrichtung wird anhand der nachfolgenden Figuren näher erläutert.
[0020] Es zeigen:
- Figur 1
- Einen Querschnitt durch eine erfindungsgemäße Vorrichtung,
- Figur 2
- eine Seitenansicht der Vorrichtung nach Figur 1,
- Figur 3
- die Draufsicht auf die Vorrichtung nach Figur 1,
- Figur 4
- eine Seitenansicht eines einzelnen Fadenbenetzungselements der Vorrichtung gemäß den
Figuren 1 bis 3,
- Figur 5
- die Draufsicht auf das Fadenbenetzungselement gemäß Figur 4,
- Figur 6
- die Einzelheit X gemäß Figur 5,
- Figur 7
- Ansicht U des Fadenbenetzungselements gemäß Figur 4,
- Figur 8
- Ansicht V des Fadenbenetzungselements gemäß Figur 4.
[0021] In Figur 1 ist ein Querschnitt, in Figur 2 eine Seitenansicht und in Figur 3 eine
Draufsicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung dargestellt. Ein Fadenbenetzungselement
1 weist eine Flüssigkeitszuführung in Form einer Nut 2 auf, welche in einem Winkel
von etwa 80° zur Fadenlaufrichtung, die mit der Richtung der Fadenführungsnut 3 übereinstimmt,
verläuft. Das Fadenbenetzungselement 1 ist über den Schnappverschluß 12 mit einem
Flüssigkeitsverteiler 4 verbunden. Der Flüssigkeitsverteiler 4 weist einen Vorratsbehälter
5 auf, aus dem die (nicht dargestellte) Flüssigkeit über den Überlauf 6 der Flüssigkeitszuführung
2 zugeführt wird. Die Flüssigkeitsmenge, die jedem einzelnen Faden zugeführt wird,
kann durch die einstellbare Höhe des Überlaufs 8 in den Abführkanal 7 beeinflußt und
konstant gehalten werden. Der Flüssigkeitsverteiler 4 ist mit dem Halter 13 über Schrauben
14 verbunden. Der Halter 13 ist das Bindeglied zu einer nicht dargestellten Vorrichtung
zur Behandlung oder zur Herstellung von Fäden, die diese nicht dargestellte Vorrichtung
als Fadenschar durchlaufen. Mehrere Fadenbenetzungselemente 1 sind mit Hilfe einer
Gewindestange 9 und zwei Muttern 15 miteinander verbunden. Die Fadenbenetzungselemente
1 weisen (in Fadenlaufrichtung) am Ende der Fadenführungsnut 3 Mittel zum Abführen
der überschüssigen Flüssigkeit in Form einer speziell geformten Nut 10 auf. Über Dichtungen
11 ist das Fadenbenetzungselement 1 gegen den Flüssigkeitsverteiler 4 abgedichtet.
Abdichtwände 18, welche über den Kalter 16 und Schrauben 17 am Flüssigkeitsverteiler
4 befestigt sind, verhindern, daß die Flüssigkeit aus dem Flüssigkeitsbehälter 4 außerhalb
der Fadenbenetzungselemente 1 überlaufen kann. Über die Anzahl der Fadenbenetzungslemente
1, die im gezeigten Fall 6 Fadenführungsnuten 3 aufweisen, kann die erfindungsgemäße
Vorrichtung leicht auf jede Fadenzahl eingestellt werden. Im vorliegenden Fall, bei
dem jedes einzelne Fadenbenetzungselement 1 sechs Fadenführungsnuten 3 aufweist, können
die Fäden von Fadenscharen benetzt werden, welche ein Vielfaches von 6, also beispielsweise
48, 60, 144 Fäden aufweisen. Weist die Fadenzahl im vorliegenden Fall eine nicht durch
sechs teilbare Zahl auf, können entweder einzelne Fadenführungsnuten unbelegt bleiben,
da ja die einer unbelegten Fadenführungsnut 3 zugeführte Flüssigkeit über die Abführungsnut
10 wieder in eine (nicht dargestellte) Auffangwanne abgeführt wird, oder am Ende ein
einzelnes Fadenbenetzungselement 1 mit einer anderen Anzahl von Fadenführungsnuten
3 eingesetzt werden. Der Flüssigkeitsverteiler 4 ist nach beiden Seiten über Anschläge
19 und Seitenwände 20 abgeschlossen, wobei in den Figuren lediglich die eine Seite
dargestellt ist, während auf der anderen Seite der Flüssigkeitsverteiler 4 abgeschnitten
dargestellt ist (punktierte Linie).
[0022] In Figur 4 ist ein einzelnes Fadenbenetzungselement in Seitenansicht und in Figur
5 in Draufsicht dargestellt. Die Flüssigkeitszuführung in Form einer Nut ist wiederum
mit 2 und die Fadenführungsnut mit 3 bezeichnet. Das Fadenbenetzungselement weist
einen Ansatz 21 auf, über den es über eine entsprechende Aussparung (Nr 24 in Figur
7) mit dem nächsten Fadenbenetzungselement zusammengesteckt werden kann. Die Fadenführungsnuten
3 weisen zum (hier nicht dargestellten) Flüssigkeitsverteiler hin unterschiedliche
Abstände auf, sodaß die Fadenführungsnuten 3a und 3b in alternierende Abständen zum
Flüssigkeitsverteiler hin angeordnet sind. Dies wird in Figur 6, in welcher die Einzelheit
X gemäß Figur 5 dargestellt ist, noch einmal deutlich hervorgehoben.
[0023] Figur 7 zeigt eine weitere Seitenansicht des Fadenbenetzungselements 1, welche Seitenansicht
in Figur 4 mit U bezeichnet ist, während in Figur 8 die mit V bezeichnete Seitenansicht
dieses Fadenbenetzungselementes dargestellt ist. Über die Nase 23, die, wie in Figur
1 dargestellt, in eine Dichtung 11 greift, den federnden Teil 26 des Fadenbenetzungselementes
1 und den Schnappverschluß 12 können alle Fadenbenetzungselemente auf den Flüssigkeitsverteiler
4 in besonders einfacher Weise aufgeklemmt werden. Die Fadenbenetzungselemente können
entweder einzeln auf den Flüssigkeitsverteiler aufgeklemmt werden, wobei alle Fadenbenetzungselemente
anschließend über die Gewindestange 9 und die Muttern 15 ineinander geschoben werden,
oder, sofern es das Gewicht es zuläßt, vorher zusammengesteckt und miteinander verschraubt
werden, bevor diese gemeinsam auf den Flüssigkeitsverteiler aufgeklemmt werden. Für
die Gewindestange 9 weist jedes Fadenbenetzungselement eine Bohrung 25 auf. Zur besseren
Abfuhr überschüssiger Flüssigkeit weist die Flüssigkeitsabführungsnut 10 eine Kerbe
22 auf, über die wirksam ein Abtropfen am Ende der Fadenführungsnut 3 verhindert wird.
1. Vorrichtung zum Beaufschlagen von Fäden einer Fadenschar mit einer Flüssigkeit, welche
für jeden Faden eine Fadenführungsnut (3) aufweist, wobei in die Fadenführungsnut
(3) eine Flüssigkeitszuführung (2) einmündet, und alle Flüssigkeitszuführungen (2)
aus einem Flüssigkeitsverteiler (4) gespeist werden, wobei ein Fadenbenetzungselement
(1) vorgesehen ist, welches mindestens eine Fadenführungsnut (3) aufweist, wobei zu
jeder Fadenführungsnut (3) jeweils eine Flüssigkeitszuführung (2) zugeordnet ist,
wobei die Flüssigkeitszuführungen (2) als Bohrungen oder Nuten ausgebildet sind, wobei
der Flüssigkeitsverteiler (4) als Halter für das Fadenbenetzungselement ausgebildet
ist, wobei der Flüssigkeitsverteiler (4) mit dem Fadenbenetzungselement (1) verbunden
ist und wobei mehrere Fadenbenetzungselemente (1) vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet,
daß alle Fadenbenetzungselemente (1) miteinander und mit dem Flüssigkeitsverteiler
(4) verbunden sind, daß der Flüssigkeitsverteiler (4) einen Überlauf (6) für die Flüssigkeit
aufweist, der mit den Flüssigkeitszuführungen (2) in Kontakt steht.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand benachbarter
Fadenführungsnuten (2) 2 bis 30 mm beträgt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand 3 bis 4 mm beträgt.
4. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß aufeinanderfolgende Fadenführungsnuten (3) unterschiedliche Abstände zum Flüssigkeitsverteiler
(4) aufweisen, wobei die Fadenführungsnuten (3a, 3b) alternierend versetzt angeordnet
sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Versatz benachbarter
Fadenführungsnuten (3a, 3b) 2 bis 10 mm beträgt.
6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Fadenbenetzungselemente (1) 2 bis 20 Fadenführungsnuten aufweisen.
7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Fadenbenetzungselemente (1) über einen Schnappverschluß (12) mit dem Flüssigkeitsverteiler
(4) verbunden sind.
8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß der Flüssigkeitsverteiler (4) Heizeinrichtungen enthält, die die Temperatur der
im Flüssigkeitsverteiler (4) enthaltenen Flüssigkeit auch über dessen Länge konstant
hält.
9. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die Flüssigkeitszuführungen (2) in die Fadenführungsnut (3) auf der Fadeneinlaufseite
einmünden.
10. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die Flüssigkeitszuführungen (2) derart ausgebildet sind, daß die Flüssigkeit den
Fadenführungsnuten (3) zumindest überwiegend laminar zugeführt wird, und einen Winkel
von 60 bis 90° mit der Laufrichtung der Fadenführungsnut (3) bilden.
11. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die Flüssigkeitszuführungen (2) derart ausgebildet sind, daß die Flüssigkeit den
Fadenführungsnuten (3) zumindest überwiegend turbulent zugeführt wird, und einen Winkel
von 10 bis 80° mit der Laufrichtung der Fadenführungsnut (3) bilden.
12. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
daß die Flüssigkeitszuführungen Nuten (2) sind.
13. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet,
daß in Fadenlaufrichtung am Ende jeder Fadenführungsnut (3) an sich bekannte Mittel
(10, 22) vorgesehen sind, die überschüssige Flüssigkeit abführen.
1. Device for applying a liquid to yarns of a yarn sheet, comprising a yarn guide groove
(3) for each yarn, wherein a liquid feed (2) opens into the yarn guide groove (3)
and all of the liquid feeds (2) are supplied from a liquid distributor (4), wherein
a yarn wetting element (1) is provided which comprises at least one yarn guide groove
(3), wherein there is one liquid feed (2) associated with each yarn guide groove (3),
wherein the liquid feeds (2) take the form of bores or grooves, wherein the liquid
distributor (4) takes the form of a holder for the yarn wetting element, wherein the
liquid distributor (4) is connected to the yarn wetting element (1) and wherein a
plurality of yarn wetting elements (1) are provided, characterized in that all of
the yarn wetting elements (1) are connected to one another and to the liquid distributor
(4), that the liquid distributor (4) comprises an overflow (6) for the liquid, which
is in contact with the liquid feeds (2).
2. Device according to claim 1, characterized in that the distance between adjacent yarn
guide grooves (2) is 2 to 30 mm.
3. Device according to claim 2, characterized in that the distance is 3 to 4 mm.
4. Device according to one or more of claims 1 to 3, characterized in that successive
yarn guide grooves (3) are at differing distances from the liquid distributor (4),
the yarn guide grooves (3a, 3b) being arranged in an alternately staggered manner.
5. Device according to claim 4, characterized in that the stagger of adjacent yarn guide
grooves (3a, 3b) is 2 to 10 mm.
6. Device according to one or more of claims 1 to 5, characterized in that the yarn wetting
elements (1) comprise 2 to 20 yarn guide grooves.
7. Device according to one or more of claims 1 to 6, characterized in that the yarn wetting
elements (1) are connected by a snap lock (12) to the liquid distributor (4).
8. Device according to one or more of claims 1 to 7, characterized in that the liquid
distributor (4) contains heating devices which keep the temperature of the liquid
contained in the liquid distributor (4) constant also over the latter's length.
9. Device according to one or more of claims 1 to 8, characterized in that the liquid
feeds (2) open into the yarn guide groove (3) at the yarn inlet side.
10. Device according to one or more of claims 1 to 9, characterized in that the liquid
feeds (2) are designed so as to feed the liquid as an at least predominantly laminar
flow to the yarn guide grooves (3) and are at an angle of 60 to 90° to the longitudinal
direction of the yarn guide groove (3).
11. Device according to one or more of claims 1 to 9, characterized in that the liquid
feeds (2) are designed so as to feed the liquid as an at least predominantly turbulent
flow to the yarn guide grooves (3) and are at an angle of 10 to 80° to the longitudinal
direction of the yarn guide groove (3).
12. Device according to one or more of claims 1 to 11, characterized in that the liquid
feeds are grooves (2).
13. Device according to one or more of claims 1 to 12, characterized in that provided
in yarn feed direction at the end of each yarn guide groove (3) are known means (10,
22) of removing surplus liquid.
1. Dispositif pour appliquer un liquide sur des fils d'une nappe de fils, comportant
une rainure guide-fil (3) pour chaque fil, un orifice (2) d'arrivée de liquide débouchant
dans la rainure guide-fil (3) et tous les orifices (2) d'arrivée de liquide étant
alimentés à partir d'un distributeur (4) de liquide, un élément (1) de mouillage de
fil étant prévu, lequel élément présente au moins une rainure guide-fil (3), un orifice
(2) d'arrivée de liquide étant associé à chaque rainure guide-fil (3), les arrivées
(2) de liquide étant agencées sous la forme de perçages ou de rainures, le distributeur
de liquide (4) étant conformé en support pour l'élément de mouillage de fil, le distributeur
de liquide (4) étant relié à l'élément (1) de mouillage de fil et plusieurs éléments
(1) de mouillage de fil étant prévus, caractérisé par le fait que tous les éléments
(1) de mouillage de fil sont liés entre eux et au distributeur de liquide (4), que
le distributeur de liquide (4) comporte un déversoir (6) à débordement pour le liquide
qui est relié aux orifices (2) d'arrivée de liquide.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé par le fait que la distance entre
des rainures guide-fils (3) voisines est de 2 à 30 mm.
3. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé par le fait que la distance est de
3 à 4 mm.
4. Dispositif selon une ou plusieurs des revendications 1 à 3, caractérisé par le fait
que des rainures guide-fils (3) consécutives présentent des distances différentes
par rapport au distributeur de liquide (4) les rainures guide-fils (3a ,3b) étant
décalées en alternance.
5. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé par le fait que le décalage entre
des nervures guide-fils (3) voisines est de 2 à 20 mm.
6. Dispositif selon une ou plusieurs des revendications 1 à 5, caractérisé par le fait
que les éléments (1) de mouillage de fil comportent 2 à 20 rainures guide-fils.
7. Dispositif selon une ou plusieurs des revendications 1 à 6, caractérisé par le fait
que les éléments (1) de mouillage de fil sont reliés au distributeur de liquide (4)
par un moyen de verrouillage (12) à encliquetage.
8. Dispositif selon une ou plusieurs des revendications 1 à 7, caractérisé par le fait
que le distributeur de liquide (4) comporte des dispositifs de chauffage qui maintiennent
constante la température du liquide contenu dans le distributeur de liquide (4), également
sur toute la longueur de celui-ci.
9. Dispositif selon une ou plusieurs des revendications 1 à 8, caractérisé par le fait
que les arrivées (2) de liquide débouchent dans la rainure guide-fil (3) côté entrée
du fil.
10. Dispositif selon une ou plusieurs des revendications 1 à 9, caractérisé par le fait
que les arrivées (2) de liquide sont agencées de telle sorte que le liquide arrive
de manière au moins essentiellement laminaire dans les rainures guide-fils (3) et
forment un angle de 60 à 90° avec la direction de la rainure guide-fil (3).
11. Dispositif selon une ou plusieurs des revendications 1 à 9, caractérisé par le fait
que les arrivées (2) de liquide sont agencées de telle sorte que le liquide arrive
de manière au moins essentiellement turbulente dans les rainures guide-fils (3) et
forment un angle de 10 à 80° avec la direction de la rainure guide-fil (3).
12. Dispositif selon une ou plusieurs des revendications 1 à 11, caractérisé par le fait
que les arrivées (2) de liquide sont des rainures.
13. Dispositif' selon une ou plusieurs des revendications 1 à 12, caractérisé par le fait
qu'il est prévu à l'extrémité de chaque rainure guidefil (3), dans la direction de
marche du fil, des moyens (10, 22) connus qui évacuent le liquide en excédent.