(19)
(11) EP 0 588 185 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
07.01.1998  Patentblatt  1998/02

(21) Anmeldenummer: 93114189.9

(22) Anmeldetag:  04.09.1993
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6F28D 19/04

(54)

Regenerativ-Wärmetauscher

Regenerative heat-exchanger

Echangeur de chaleur à régénération


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT CH DE DK ES FR GB IT LI NL SE

(30) Priorität: 09.09.1992 DE 4230133

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
23.03.1994  Patentblatt  1994/12

(73) Patentinhaber: Apparatebau Rothemühle Brandt & Kritzler Gesellschaft mit beschränkter Haftung
57482 Wenden-Rothemühle (DE)

(72) Erfinder:
  • Kritzler, Gerhard, Dipl.-Ing.
    D 57258 Freudenberg (DE)
  • Schlüter, Siegfried, Dipl.-Ing.
    D 57482 Wenden-Rothemühle (DE)

(74) Vertreter: Müller, Gerd, Dipl.-Ing. et al
Patentanwälte Hemmerich-Müller-Grosse Pollmeier-Valentin-Gihske Hammerstrasse 2
57072 Siegen
57072 Siegen (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
DE-A- 3 437 945
DE-B- 1 266 435
FR-A- 1 168 896
FR-A- 1 447 765
FR-A- 2 337 866
US-A- 2 665 120
DE-B- 1 093 392
FR-A- 1 088 412
FR-A- 1 402 853
FR-A- 2 216 538
FR-A- 2 419 488
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft einen Regenerativ-Wärmetauscher mit einem umlaufenden, radial und axial abgedichtete Speichermassenzellen aufweisenden Rotor, wobei das den Rotor peripher umschließende Gehäuse mit abgedichteten Umfangskammern ausgebildet ist und der Wärmetauscher von heißem Abgas und im Gegenstrom von kaltem Reingas oder Luft durchströmt ist, wobei der Rotor eine kalte und eine heiße Stirnseite aufweist. Der Regenerativ-Wärmetauscher läßt sich sowohl für Luftvorwärmer (Luvos) als auch für Gasvorwärmer (Gavos) einsetzen.

    [0002] Bei Kraftwerks- und Industriefeuerungsanlagen werden die Abgase in einem Regenerativ-Wärmetauscher zur Vorwärmung der Verbrennungsluft genutzt. Bei diesem Prozeß können beispielsweise die im Abgas enthaltenen Stickoxide (NOx) weitgehend reduziert werden, indem in diesem Fall die Speichermassen des Regenerativ-Luftvorwärmers ganz oder teilweise als katalytisch wirksame Elemente ausgeführt sind und vor allem Ammoniak als Reduktionsmittel zugegeben wird. In der Regel ist das NOx-haltige Abgas das Rauchgas einer Feuerung, das am Ende eines Dampferzeugers zur Vorwärmung der Verbrennungsluft den Regenerativ-Wärmetauscher durchströmt.

    [0003] Ein Regenerativ-Wärmetauscher der eingangs genannten Art ist durch die FR-A-1 447 765 bekanntgeworden. Zur Abdichtung der Umfangskammern sind dort zahlreiche Dichtungsblocks zu Dichtungsringen aneinandergereiht. Zur federnden Aufhängung der Dichtungsblocks sind diese übergreifende U-förmige Gehäuse erforderlich, in denen die Dichtungsblocks in aufrechter Position mit Bolzen festgelegt sind; die Dichtungsblocks liegen dem Rotor mit ihren Schmalflächen an, und zur Erhöhung der Abdichtung ist es erforderlich, in den Schmalflächen eine Art Labyrinthdichtung in Form von Kehlen bzw. Rillen einzuarbeiten. Der Aufwand für die Herstellung und Montage der Abdichtung ist außerordentlich groß, ohne dabei den gewünschten Dichtheitsgrad zu erreichen.

    [0004] Es entspricht weiterhin dem Stand der Technik (vgl. den Prospekt "Regenerativ-Wärmetauscher " der Firma Lugat Aktiengesellschaft für Luft- und Gastechnik, Basel), daß bei Regenerativ-Wärmetauschern mit umlaufenden Speichermassen die Rotoren und damit die Rotor- bzw. Speichermassenkammern sowohl in radialer als auch in Umfangsrichtung abgedichtet sind, um den Übertritt von einem in das andere Medium, d.h. von Rohgas in das Reingas zu vermeiden. Bei Rotorabdichtungen mit rotierenden Heizflächen werden daher federnde Streifbleche eingesetzt. Diese sind an allen Radialwänden befestigt und so einjustiert, daß sie über die Radialholme des Wärmetauschergehäuses schleifen. Außerdem befinden sich Streifbleche im Umfangsbereich beider Rotorstirnseiten, die ebenfalls schleifend am Rotorgehäuse anliegen. Durch die Radialdichtungen werden die den Wärmetauscher durchströmenden Medien voneinander getrennt, und durch die Umfangsdichtungen lassen sich vornehmlich Bypass-Strömungen vermeiden.

    [0005] Bei Anlagen zur Abgasreinigung bzw. Schadgasminderung sind die Anforderungen an die einzelnen Komponenten heutzutage sehr hoch. So wird beispeilsweise für einen Wärmetauscher, der in einer Müllverbrennungsanlage das Abgas zur katalytischen Reinigung auf die nötige Reaktionstemperatur vorwärmt, ein Leckage-Wert von deutlich unter 0,3% gefordert, um Dioxin- und Furan-Emissionen zu vermeiden. Dabei hat es sich herausgestellt, daß bei den bekannten, federnden Dichtungssystemen bei einem Regenerativ-Wärmetauscher mit umlaufenden Speichermassen eine solche Forderung nicht erfüllt werden kann.

    [0006] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen, die bei einem Regenerativ-Wärmetauscher der eingangs genannten Art einen hohen Dichtheitsgrad erlauben und Leckagen weitestgehend vermeiden.

    [0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Umfangskammern mit an der kalten und heißen Stirnseite am äußeren Umfang des Rotors im Rotorgehäuse angeordneten, stationären flachen, ringartigen Umfangsdichtungen gegen den Rotor abgedichtet sind, und daß, den Innendurchmesser der Umfangsdichtungen überbrückend, radial zwischen den wärmetauschenden Medien beidseitig des Rotors stationäre flache Radialdichtungen angeordnet sind, wobei die Umfangs- und die Radialdichtungen eine in einer gemeinsamen Ebene liegende, an den Stoßstellen lückenlos durchgehende Dichtfläche bilden sowie elastisch an den Rotor angedrückt sind. Mit dieser Art der Rotorabdichtung wird vermieden, daß das Medium mit dem höheren Druck direkt zum Medium mit dem geringeren Druck übertritt; Spaltleckagen sammeln sich vielmehr zunächst im Wärmetauschergehäuse und strömen erst dann von da aus über die nächsten Dichtungen in die Bereiche mit geringeren Drücken ab. Die strömenden Medien sind an jeder Rotorstirnseite in sich völlig abgedichtet, und im Wärmetauscher liegen in radialer Richtung an allen Stellen Doppeldichtungen vor. Die Dichtungen sind im Unterschied zu den bekannten Dichtungen als axial aufliegende, breite Dichtleisten ausgebildet, die sich der betriebsbedingten Wärmeausdehnung des Rotors problemlos anpassen. Sie lassen sich dem jeweiligen Betriebszustand folgend über eine Sensorsteuerung, wie bekannt, vollautomatisch anstellen.

    [0008] Eine Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß die Umfangskammern unterteilt sind, h.h. bei einem Regenerativ-Wärmetauscher mit vertikaler Drehachse eine obere und eine untere bzw. bei einem Regenerativ-Wärmetauscher mit einer horizontalen Drehachse eine hintere und eine vordere Kammer aufweisen. Im Bereich der beiden Kammern sind zur Unterteilung zylindrische Dichtungen um den Rotor gelegt. Die unterteilten Umfangskammern erlauben in vorteilhafter Weise eine Betriebsweise des Regenerativ-Wärmetauschers, bei der gezielt und angemessen den örtlich im Wärmetauscher gegebenen Druckverhältnissen entsprechend an den jeweiligen Dichtstellen abgesaugt, gesperrt, ausgeblasen oder ausgesaugt werden kann. Eine solche Betriebsweise ist allerdings auch bei nicht unterteilten Umfangskammern möglich.

    [0009] Die erfindungsgemäß radial erreichten Doppeldichtungen erlauben es in vorteilhafter Weise, an die Sperrkammern entweder eine Absaugung, z.B. einen Ventilator, oder eine Sperrgasleitung anzuschließen und damit entweder einen Unter- oder einen Überdruck zu erzeugen, sowie an die Radialkammern eine Spülgaszuleitung anzuschließen. Das bietet die Möglichkeit, Spaltleckagen in Regenerativ-Wärmetauschern auf einfache Art und Weise gezielt teilweise oder auch völlig zu vermeiden, z.B. durch Absaugung oder Zuführung von Sperrgas. Außerdem können über die betreffenden Radialbereiche Schleißverluste durch Ausblasen minimiert werden. Schließlich wird mit jedem Spülvorgang zusätzlich erreicht, daß jede Speichermassenzelle bzw. -kammer vom schadstoffbeladenen Rohgassektor kommend im Bereich der radiale Doppeldichtung mit sauberem Gas ausgespült wird, bevor sie in den Reingassektor eintritt.

    [0010] Sämtliche Rotor-Abdichtungen lassen sich mit mechanischen Vorrichtungen den jeweiligen Betriebsverhältnissen entsprechend an die Rotorstirnflächen dicht anlegen. Die Verstellungen können von Hand oder auch automatisch durchgeführt werden; dabei lassen sich größere Bereiche der Umfangsdichtungen, deren Bogenmaß mindestens der Bogenlänge von zwei Speichermassenkammern entsprechen sollte, von einzelnen Betätigungspunkten aus feststellen. Zur Betätigung lassen sich Hebel einsetzen, die von den Betätigungspunkten aus zu den einzelnen Verbindungsstellen an den Dichtungen reichen. Die Anzahl der Betätigungsvorrichtungen läßt sich auf diese Weise verringern. Damit die Betätigungs- und Andruckkräfte der Dichtungen möglichst gering sind, werden die Gewichte der Dichtplatten bzw. -ringe durch Gegengewichte über die vorhandenen Hebelgestänge ausgeglichen. Gegenüber Anstellfedern haben Gegengewichte den Vorteil, daß die Reaktionskräfte auch bei unterschiedlichen Abdichtungspositionen konstant bleiben.

    [0011] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und der nachfolgenden Beschreibung, in der einige Ausführungsbeispiele des Gegenstandes der Erfindung näher erläutert sind. Es zeigen:
    Figur 1
    den Querschnitt eines erfindungsgemäßen Regenerativ-Wärmetauschers mit umlaufenden Speichermassen, schematisch dargestellt;
    Figur 2
    den Regenerativ-Wärmetauscher gemäß Fig. 1 entlang der Linie II-II geschnitten;
    Figur 3
    in teilweise geschnittener Darstellung die Vorderansicht eines Regenerativ-Wärmetauschers mit einer angeschlossenen Leckage-Absaugung; und
    Figur 4
    in teilweise geschnittener Darstellung die Vorderansicht eines Regenerativ-Wärmetauschers mit einem Sperrgasanschluß.


    [0012] Der Regenerativ-Wärmetauscher 1 gemäß Fig. 1 besitzt einen um eine vertikale Drehachse 2 rotierenden Rotor 3, der zahlreiche Speichermassenzellen bzw. -kammern 4 (vgl. Fig. 2) aufweist. Der Regenerativ-Wärmetauscher 1 wird gemäß Pfeilrichtung 5, d.h. von oben nach unten von heißem, von einem nicht dargestellten Dampferzeuger über einen Kanal zugeführtes Abgas durchströmt, während im Gegenstrom gemäß Pfeilrichtung 6 Reingas oder Luft, den von dem Abgas aufgeheizten Speichermassenkammern 4 zugeführt wird. Das Reingas bzw. die Luft kühlt die Speichermassenkammern 4 ab und strömt oben, d.h. an der heißen Seite 7 aus dem Wärmetauscher 1 heraus.

    [0013] Sowohl an der heißen Seite 7 als auch an der kalten Seite 8 sind auf den Rotor 3 an dessen äußerem Umfang bzw. Rand ringartige Umfangsdichtungen 9 aufgelegt, die segmentartig unterteilt sind und eine Bogenlänge 11 aufweisen, die ein Mehrfaches der Bogenlänge einer Speichermassenkammer 4 entsprechen (vgl. Fig. 2); in dem in Fig. 2 dargestellten Beispiel bestehen die Umfangsdichtungen 9 aus vier an den Stoßstellen eng aneinandergefügten Viertelkreisringen. Die Umfangsdichtungen 9 schaffen in dem Bereich zwischen dem das den Rotor 3 axial umschließende Gehäuse 12 und dem Rotor 3 Sperr- bzw. Umfangskammern 13.

    [0014] Weiterhin sind in den die beiden Medienströme 5 bzw. 6 voneinander trennenden Trennzonen 14 Radialkammern 15 (vgl. Fig. 1) ausgebildet, indem in diesen Zonen Radialdichtungen 16 jeweils oben und unten auf den Rotor 3 aufgelegt sind; die Radialdichtungen 16 sind im wesentlichen streifenförmig, mit sich weitenden Enden ausgebildet und so bemessen, daß sie eine Speichermassenkammer 4 völlig abdecken. Auf diese Weise sind die den Regenerativ-Wärmetauscher 1 im Gegenstrom durchströmenden Medien 5 bzw. 6 auf jeder Rotorstirnseite, d.h. sowohl an der heißen als auch an der kalten Seite 7 bzw. 8 in sich völlig abgedichtet; im Wärmetauscher liegen in der radialen Erstreckung des Rotors 3 somit Doppeldichtungen vor. Die Radialdichtungen 16 sind so bemessen, daß sie sich - den Durchmesser der Umfangsdichtungen 9 überbrückend - in die Umfangsdichtungen 9 einpassen lassen. Sämtliche aufgrund der Umfangsdichtungen 9 und der Radialdichtungen 16 entstehenden Dichtflächen liegen in einer Ebene, d.h. es liegt kein Versatz zwischen ihnen vor; außerdem besitzen sie keinerlei Durchdringungen von Antriebs- und sonstigen Betätigungselementen.

    [0015] Die Umfangsdichtungen 9 und die Radialdichtungen 16 sind elastisch, d.h. nachgiebig federnd angestellt bzw. an den Rotor angedrückt. Zu diesem Zweck sind für die Umfangsdichtungen 9 sowohl an der heißen als auch an der kalten Seite 7 bzw. 8 des Rotors 3 mehrereBetätigungspunkte 17 für den manuellen oder vollautomatischen Betrieb vorhanden; jeweils einem größeren Bereich der Umfangsdichtungen 9 ist dabei ein Betätigungspunkt 17 zugeordnet, von dem aus sich Hebel 18 zu den Dichtungen erstrecken. Damit ist es möglich, von wenigen Betätigungspunkten 17 aus die gesamten Umfangsdichtungen 9 soweit wie nötig zu beeinflussen. Zum Andrücken der Radialdichtungen 16 sind an den in den Trennzonen 14 ausgebildeten, geschlossenen Radialkammern 15 Anstellfedern 19 (vgl. Fig. 1) angeordnet.

    [0016] Bei dem in Fig. 1 dargestellten Regenerativ-Wärmetauscher 1 sind die Umfangskammern 13 durch eine um den Mantel des Rotors 3 gelegte Ringdichtung 21 in eine obere und eine untere Kammer 13a, 13b unterteilt. An die obere Kammer 13a ist eine Zuleitung 22 für eine obere Absaugung bzw. Abdrückung und an die untere Kammer 13b ist eine Zuleitung 23 für eine untere Absaugung bzw. Abdrückung angeordnet; die Zuleitungen dienen zur Leckage-Minimierung bzw. -Vermeidung. Die Umfangskammern 13 bzw. 13a, 13b und die Radialkammern 15 lassen sich nämlich gemeinsam oder getrennt über einen separaten Ventilator absaugen und damit auf einem Unterdruck halten, oder in umgekehrter Weise mit Sperr- oder Spülgas beaufschlagen und auf einen Überdruck bringen.

    [0017] Bei der Ausführung eines Regenerativ-Wärmetauschers 100 nach Fig. 3 ist eine Leckage-Absaugung für das Sperrkammer- und Dichtungssystem genauer dargestellt; sie besteht aus Rohranschlüssen 24, 25, über die ein nicht dargestellter Ventilator in Pfeilrichtung 26 Leckagen aus der in diesem Fall nicht unterteilten Umfangskammer 13 und der unteren Radialkammer 15 absaugt.

    [0018] Der in Fig. 4 dargestellte Regenerativ-Wärmetauscher 200 unterscheidet sich von der Ausführung nach Fig. 3 im wesentlichen lediglich dadurch, daß über die Rohranschlüsse 24 bzw. 25 in umgekehrter Richtung, d.h. gemäß den Pfeilen 27 Sperr- bzw. Spülgas in die Umfangskammer 13 bzw. Radialkammer 15 eingebracht wird. Außerdem ist noch eine Rohrleitung 28 an die obere Radialkammer 15 angeschlossen, über die das eingeleitete Sperr- bzw. Spülgas nach dem Durchströmen des Sperrkammer- und Dichtungssystems wieder nach außen austreten kann.

    Bezugszeichenliste



    [0019] 
    1, 100, 200
    Regenerativ-Wärmetauscher
    2
    Drehachse
    3
    Rotor
    4
    Speichermassenkammer
    5
    Pfeilrichtung
    6
    Pfeilrichtung
    7
    heiße Seite
    8
    kalte Seite
    9
    Umfangsdichtung
    10 11
    Bogenlänge
    12
    Gehäuse
    13, 13a, 13b
    Sperrkammer
    14
    Trennzone
    15
    Radialkammer
    16
    Radialdichtung
    17
    Befestigungspunkt
    18
    Hebel
    19
    Anstellfeder
    20 21
    Ringdichtung
    22
    Zuleitung
    23
    Zuleitung
    24
    Rohranschluß
    25
    Rohranschluß
    26
    Pfeilrichtung
    27
    Pfeil
    28
    Rohrleitung



    Ansprüche

    1. Regenerativ-Wärmetauscher (1, 100, 200) mit einem umlaufenden, radial und axial abgedichtete Speichermassenzellen (4) aufweisenden Rotor (3), wobei das den Rotor (3) peripher umschließende Gehäuse (12) mit abgedichteten Umfangskammern (13; 13a, 13b) ausgebildet ist und der Wärmetauscher von heißem Abgas (5) und im Gegenstrom von kaltem Reingas oder Luft (6) durchströmt ist, wobei der Rotor (3) eine kalte und eine heiße Stirnseite (8 bzw. 7 ) aufweist, wobei
    die Umfangskammern (13; 13a; 13b) mit an der kalten und heißen Stirnseite (7, 8) am äußeren Umfang des Rotors (3) im Rotorgehäuse (12) angeordneten, stationären flachen, ringartigen Umfangsdichtungen (9) gegen den Rotor (3) abgedichtet sind, und daß, den Innendurchmesser der Umfangsdichtungen (9) überbrückend, radial zwischen den wärmetauschenden Medien beidseitig des Rotors stationäre flache Radialdichtungen (16) angeordnet sind, wobei die Umfangs- und Radialdichtungen (9, 16) eine in einer gemeinsamen Ebene liegende, an den Stoßstellen lückenlos durchgehende Dichtfläche bilden sowie elastisch an den Rotor (3) angedrückt sind.
     
    2. Regenerativ-Wärmetauscher nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Umfangsdichtungen (9) als Dichtleisten mit einer dem Bogenmaß von mindestens zwei Speichermassenzellen (4) entsprechenden Länge ausgebildet sind.
     
    3. Regenerativ-Wärmetauscher nach Anspruch 1 oder 2,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die beidseitig des Rotors (3) in Trennzonen (14) angeordneten Radialdichtungen (16) jeweils mindestens eine Speichermassenzelle (4) voll abdecken.
     
    4. Regenerativ-Wärmetauscher nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Umfangskammern in eine obere bzw. hintere und eine untere bzw. vordere Kammer (13a, 13b) unterteilt sind.
     
    5. Regenerativ-Wärmetauscher nach Anspruch 4,
    gekennzeichnet durch
    eine zwischen den beiden Kammern (13a, 13b) an den Mantel des Rotors (3) gelegte Dichtung (21).
     
    6. Regenerativ-Wärmetauscher nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß an die Umfangskammern (13, 13a, 13b) eine Absaugung angeschlossen ist.
     
    7. Regenerativ-Wärmetauscher nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß an die Umfangskammern (13, 13a, 13b) eine Sperrgaszuleitung angeschlossen ist.
     
    8. Regenerativ-Wärmetauscher nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7,
    dadurch gekennzeichnet, daß in den Trennzonen (14) zwischen Abgas und Luft Radialkammern (15) ausgebildet sind, an die eine Spülgaszuleitung angeschlossen ist.
     
    9. Regenerativ-Wärmetauscher nach Anspruch 4,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß entsprechend den im Wärmetauscher (1, 100, 200) gegebenen Druckverhältnissen an den jeweiligen Dichtstellen der oberen und unteren kammern (13a, 13b) abgesaugt, gesperrt, ausgeblasen oder ausgesaugt wird.
     


    Claims

    1. Regenerative heat exchanger (1, 100, 200) with a rotating, radially and axially sealed rotor (3) having storage mass cells (4), wherein the housing (12) peripherally surrounding the rotor (3) is constructed with sealed circumferential chambers (13; 13a, 13b) and the heat exchanger is flowed through by hot waste gas (5) and in counterflow by cold clean gas or air (6), wherein the rotor (3) has a cold and a hot end face (8 and 7), wherein the circumferential chambers (13; 13a, 13b) are sealed relative to the rotor (3) by stationary, flat, annular circumferential seals (9) arranged at the cold and hot end faces (7, 8) at the outer circumference of the rotor (3) in the rotor housing (12) and that stationary, flat radial seals (16) are arranged radially between the heat-exchanging medium at both sides of the rotor to bridge over the inner diameter of the circumferential seals (9), wherein the circumferential and radial seals (9, 16) form a sealing surface, which lies in a common plane and is gaplessly continuous at the abutment locations, and are resiliently pressed against the rotor (3).
     
    2. Regenerative heat exchanger according to claim 1, characterised thereby that the circumferential seals (9) are constructed as sealing strips with a length corresponding to the curve dimension of at least two storage mass cells (4).
     
    3. Regenerative heat exchanger according to claim 1 or 2, characterised thereby that the axial seals (16) arranged at both sides of the rotor (3) in separating zones (14) each completely cover at least one storage mass cell (4).
     
    4. Regenerative heat exchanger according to one or more of claims 1 to 3, characterised thereby that the circumferential chambers are subdivided into an upper or rearward and a lower or forward chamber (13a, 13b).
     
    5. Regenerative heat exchanger according to claim 4, characterised by a seal (21) placed between the two chambers (13a, 13b) at the circumferential surface of the rotor (3).
     
    6. Regenerative heat exchanger according to one or more of claims 1 to 5, characterised thereby that a suction device is connected to the circumferential chambers (13, 13a, 13b).
     
    7. Regenerative heat exchanger according to one or more of claims 1 to 6, characterised thereby that a blocking gas duct is connected to the circumferential chambers (13, 13a, 13b).
     
    8. Regenerative heat exchanger according to one or more of claims 1 to 7, characterised thereby that radial chambers (15), to which a flushing gas duct is connected, are formed in the separating zones (14) between waste gas and air.
     
    9. Regenerative heat exchanger according to claim 4, characterised thereby that the upper and lower chambers (13a, 13b) are evacuated, blocked, blown out or sucked out in correspondence with the pressure ratios, which are given in the heat exchanger (1, 100, 200), at the respective sealing locations.
     


    Revendications

    1. Echangeur de chaleur à régénération (1, 100, 200) comportant un rotor (3) périphérique, présentant une masse de cellules d'accumulation (4) qui sont radialement et axialement étanches, le châssis (12) qui entoure le rotor (3) en périphérie étant exécuté avec des chambres périphériques (13; 13a, 13b) étanches et l'échangeur de chaleur étant traversé par les gaz résiduaires (5) chauds et, à contre courant, par du gaz pur ou de l'air (6) froid, le rotor (3) présentant une face froide et une face chaude (8 resp. 7), les chambres périphériques (13; 13a, 13b) étant étanchées par rapport au rotor (3) par des garnitures périphériques (9) en forme d'anneaux, plates et stationnaires, disposées du côté froid et du côté chaud (7, 8) à la périphérie extérieure du rotor (3) dans le châssis (12) du rotor et des garnitures radiales (16), plates et stationnaires, étant disposées, en recouvrant le diamètre intérieur des garnitures périphériques (9), radialement entre les milieux échangeurs de chaleur des deux côtés du rotor, les garnitures périphériques et radiales (9, 16) formant une surface étanche, qui se trouve dans un plan commun et qui est continue au niveau du joint, et étant comprimées élastiquement contre le rotor (3).
     
    2. Echangeur de chaleur à régénération selon la revendication 1, caractérisé en ce que les garnitures périphériques (9) sont exécutées en forme de bandes étanches dont la longueur correspond au radian d'au moins deux masses de cellules d'accumulation (6).
     
    3. Echangeur de chaleur à régénération selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les garnitures radiales (16) disposées des deux côtés du rotor (3) dans des zones de séparation (14) recouvrent chaque fois complètement au moins une masse de cellules d'accumulation (4).
     
    4. Echangeur de chaleur à régénération selon une ou plusieurs des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les chambres périphériques sont divisées en une chambre supérieure ou arrière et une chambre inférieure ou avant (13a, 13b).
     
    5. Echangeur de chaleur à régénération selon la revendication 4, caractérisé par une garniture (21) placée entre les deux chambres (13a, 13b) le long de l'enveloppe du rotor (3).
     
    6. Echangeur de chaleur à régénération selon une ou plusieurs des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'une aspiration est raccordée aux chambres périphériques (13; 13a, 13b).
     
    7. Echangeur de chaleur à régénération selon une ou plusieurs des revendications 1 à 6, caractérisé en ce qu'un conduit d'alimentation de gaz d'arrêt est raccordé aux chambres périphériques (13; 13a, 13b).
     
    8. Echangeur de chaleur à régénération selon une ou plusieurs des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que des chambres radiales (15) sont formées dans les zones de séparation (14), entre les gaz résiduaires et l'air, auxquelles sont raccordées un conduit d'alimentation de gaz de rinçage.
     
    9. Echangeur de chaleur à régénération selon la revendication 4, caractérisé en ce que, conformément aux rapports de pression qui existent dans l'échangeur de chaleur (1, 100, 200), on aspire, arrête, souffle ou évacue par aspiration au niveau des différents points étanches des chambres supérieure et inférieure (13a, 13 b).
     




    Zeichnung