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EP 0 654 803 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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07.01.1998 Patentblatt 1998/02 |
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Anmeldetag: 22.10.1994 |
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Induktiver elektrischer Wandler
Electrical transformer
Transformateur électrique
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR GB IT LI NL SE |
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Priorität: |
24.11.1993 DE 4340020
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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24.05.1995 Patentblatt 1995/21 |
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Patentinhaber: AEG Sachsenwerk GmbH |
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D-93055 Regensburg (DE) |
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Erfinder: |
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- Reichl, Erwin, Dipl.-Ing.
D-93105 Tegernheim (DE)
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Vertreter: Dreiss, Fuhlendorf, Steimle & Becker |
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Postfach 10 37 62 70032 Stuttgart 70032 Stuttgart (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 365 407 DE-A- 3 803 846 DE-B- 1 003 849 GB-A- 141 232
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CH-A- 240 528 DE-A- 3 913 558 DE-C- 280 418 US-A- 3 138 742
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen induktiven elektrischen Spannungswandler gemäß dem Oberbegriff
des ersten Anspruchs.
[0002] Ein Spannungswandler dieser Art ist aus der CH-A-240 528 bekannt. Diese Ausführung
erfordert aufgrund der Anwendung eines elektrisch leitenden Magnetkerns eine Isolationsschicht
zwischen dem Kern und den Primär- und Sekundärspulen, deren Dicke entsprechend der
zu messenden Hochspannung gewählt sein muß. Zudem ist der magnetische Kreis nicht
geschlossen, so daß dieser Wandler einen hohen magnetischen Streufluß aufweist, der
zu Elektrosmog und zu hohen notwendigen Erregerströmen führt. Auch bedingt die Anwendung
einer die Gesamtanordnung überdeckenden Haube zusätzliche Luftspalte gegenüber den
Wicklungen mit der Gefahr der Glimmentladungen darin. Außerdem muß die Haube noch
zusätzlich am offenen Ende mit einer Abschlußplatte versehen werden. Insbesondere
sind zusätzliche Hilfsmittel nötig, um einen festen Zusammenhalt des Aufbaus zu gewährleisten.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einem Spannungswandler gemäß dem Oberbegriff
des ersten Anspruchs Maßnahmen zu treffen, durch die bei einfachem Aufbau eine Verminderung
des Bauvolumens und eine hohe mechanische sowie elektrische Stabilität erzielt wird.
[0004] Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt gemäß der Erfindung durch die kennzeichnenden Merkmale
des ersten Anspruchs.
[0005] Bei einer Ausgestaltung eines Spannungswandlers gemäß der Erfindung wird durch die
Verwendung von E-förmigen Kernteilen aus einem das erforderliche Wechselstrommagnetfeld
gut leitenden, elektrisch isolierenden hochohmigen Magnetmaterial das Einbringen von
dicken Isolierschichten zwischen Kern und Spulen überflüssig. Dadurch wird ein geschlossener
und streufeldarmer magnetischer Kreis erreicht, wodurch sich das Bauvolumen beachtlich
vermindert, weil die Windungszahl der Spulen bei geringerem Drahtquerschnitt reduziert
werden kann und aufgrund der geringen Potentialunterschiede zwischen der Primärspule
und den benachbarten Abschnitten des elektrisch isolierenden Magnetkerns entsprechend
geringe Isolationsabstände erforderlich sind. Dabei stoßen die im Querschnitt E-förmigen
Kernteile mit ihren offenen Seiten aneinander, wobei die Mittelschenkel zentral in
die Primär- und Sekundärspule von gegenüberliegenden Seiten aus eintauchen. Die Außenschenkel
der Kernteile umschließen die Spulen dabei zumindest über einen Teil ihres Umfanges
und können als aneinandergefügte Topfkerne ausgebildet sein. Für einen mechanisch
wie elektrisch stabilen Aufbau des Wandlers sind die Hohlräume im Bereich der Spulen
sowie der Außenmantel und zumindest eine Stirnseite des Magnetkerns und, soweit offen,
auch der Spulen mit einem fließfähigen, aushärtenden Isoliermaterial ausgegossen bzw.
umgossen.
[0006] Die Erfindung ist nachfolgend anhand der Prinzipskizzen eines Ausführungsbeispiels
näher erläutert.
[0007] Es zeigen:
Fig. 1 einen Spannungswandler mit Kammerspule im Längsschnitt,
Fig. 2 einen Querschnitt durch diesen Spannungswandler.
[0008] Ein induktiver elektrischer Wandler, der vorzugsweise für die Spannungsmessung in
Mittelspannungsnetzen geeignet ist, weist einen für Wechselstrombetrieb geeigneten
weichmagnetischen Kern 1 auf, dem eine Primärwicklung 2 und eine Sekundärwicklung
3 zugeordnet sind. Die senkrecht bzw. rechtwinkelig zur geerdeten Befestigungsfläche
stehende Primärwicklung wird bei Spannungswandlern einerseits an die zu messende Hochspannung
und andererseits an Massepotential angeschaltet, während die Sekundärwicklung ein
Niederspannungssignal für Meß- oder Steuerzwecke abgibt. Hierbei besteht der Magnetkern
1 aus einem zwar magnetisch gut leitenden Magnetmaterial, das jedoch eine sehr geringe
elektrische Leitfähigkeit also einen hohen elektrischen Widerstand aufweist. Hierfür
eignet sich insbesondere ein Ferrit, der insbesondere auf der Basis von Nickel-Zink-Kobald-Eisen-Oxiden
aufgebaut ist. Im Magnetkern 1 entsteht dadurch nicht über seine Ausdehnung hinweg
gleiches elektrisches Potential, vielmehr paßt sich das Spannungspotential des hochohmigen
Magnetkerns entweder über eine direkte erd- bzw. hochspannungsseitige Verbindung und/oder
über die Spannungskopplung infolge von Wicklungskapazitäten an das benachbarte Potential
insbesondere der Primärwicklung an. Das Spannungspotential wird somit sowohl in der
Primärwicklung wie im benachbarten Magnetkern in etwa gleichem Maße über die Strecke
längs der Primärwicklung abgebaut. Hieraus ergibt sich ein entsprechend geringer Potentialunterschied
zwischen benachbarten Wicklungs- und Kernteilen, so daß nur entsprechend geringe Isolationsabstände
erforderlich sind. Das Bauvolumen des Wandlers verringert sich dadurch erheblich.
[0009] Gemäß Fig.1 besteht der Magnetkern 1 aus durchgehend gleichem Magnetmaterial, das
eine geringe elektrische Leitfähigkeit aufweist. Dabei ist die senkrecht bzw. rechtwinklig
zur geerdeten Befestigungsfläche oder Grundfläche 7 stehende Primärspule dieses Spannungswandlers
nach Art einer Kammerspule aufgebaut, bei welcher der Wicklungsdraht in einen in einzelne
Kammern unterteilten Spulenkörper 4 eingewickelt ist. Die einzelnen Kammern liegen
dabei in axialer Richtung der Primärspule 2 nebeneinander, wobei der Wicklungsdraht
von einem Spulenkörperende 5 aus zunächst in eine axial erste endständige Kammer des
Spulenkörpers 4 eingewickelt wird. Bei ausreichender Füllung der ersten Kammer wird
der Wicklungsdraht zur nachfolgenden zweiten Kammer geführt und nach deren ausreichender
Bewicklung weiter von Kammer zu Kammer, bis die der Primärwicklung zugeordnete letzte
Kammer des Spulenkörpers mit der erforderlichen Windungszahl versehen ist. Die Potentialverteilung
in der Primärwicklung nimmt somit im wesentlichen stufenförmig vom an Hochspannung
zu legenden oberen Wicklungsende 5 bis zum unteren an Massepotential zu legenden Wicklungsende
6 über die axiale Länge ab. Aufgrund des wie elektrisches Isoliermaterial wirkenden
Magnetkerns wird beispielsweise nicht das an der unteren, unisolierten Grundfläche
7 des Magnetkerns 1 anliegende Massepotential bis in den Bereich des oberen Wicklungsendes
verschleppt. Vielmehr wirkt der Magnetkern über seine gesamte Länge als elektrischer
Isolator, so daß zusätzliche Isolationsmaßnahmen weitgehend minimiert werden können.
[0010] In der axialen Verlängerung der Primärwicklung 2 befindet sich die Sekundärwicklung
3, die vom gleichen Magnetkern 1 eingeschlossen ist. Die Sekundärwicklung ist dabei
benachbart zum an Masse anzuschaltenden Wicklungsanschluß 6 angeordnet, so daß eine
ggf. dazwischenliegende elektrische Isolierschicht 8 nur auf das Spannungspotential
der Sekundärwicklung abgestimmt zu sein braucht.
[0011] Der Magnetkern gemäß den Fig. 1 bis 2 besteht aus zwei mit ihren offenen Seiten aneinander
anstoßenden und in ihrer Form E-förmigen Kernteilen, wobei die Mittelschenkel 1.13
zentral in die Primär- bzw. Sekundärwicklung 2,3 eintauchen und die Außenschenkel
1.11, 1.12 diese Wicklungen 2,3 zumindest über einen Teil ihres Umfangs umschließen.
Soll im Gegensatz zur Ausführungsform nach Fig. 2 ein voller Umschluß der Wicklungen
2,3 erfolgen, dann werden für die Kernteile Topfkerne verwendet.
[0012] Zur Erzielung einer ausreichenden elektrischen wie mechanischen Stablität werden
die Hohlräume zwischen dem Kern 1 und den Wicklungen 2,3 und auch die nach außen freien
Mantelflächen dieser Teile mit fließfähigem, aushärtendem Isoliermaterial 9 dicht
und blasenfrei aus- bzw. umgossen. Dabei kann die Grundfläche 7 ohne Isolierschicht
bleiben. Die äußere Isolierschicht 9 kann dabei gleichzeitig mit umlaufenden, radial
nach außen gerichteten Rippen 10 versehen werden, welche die Isolierstrecke zwischen
einem in den oberen Abschluß 11 der Isolierschicht eingegossenen, mit dem oberen Wicklungsende
5 verbundenen Anschlußelement 12 und der Grundfläche 7 verlängern. Die äußere Isolierschicht
9 kann zusätzlich im Bereich ihres Mantels mit einem Klemmenkasten 13 versehen sein,
der die notwendigen Anschlussklemmen für die Sekundärwicklung 3 und ggf. für den Erdanschluß
6 der Primärwicklung 2 aufnimmt.
1. Induktiver elektrischer Spannungswandler für Mittelspannung mit einer Primärspule
(2), die nach Art einer Kammerspule ausgebildet ist mit, im Betrieb, stufig über die
axiale Spulenlänge abfallendem Spannungspotential von dem an Hochspannung gelegten
Primärspulenende bis zu dem an Massepotential gelegten Primärspulenende, mit einer
Sekundärspule (3), die in der axialen Verlängerung der hochspannungsführenden Primärspule
(2) liegt und galvanisch von der Primärspule (2) getrennt ist und mit einem weichmagnetischen
Kern (1), der die Primärspule (2) mit der Sekundärspule (3) magnetisch koppelt, wobei
die Primärspule (2) an dem der Sekundärspule (3) benachbarten Ende an Massepotential
zu schalten ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Kern (1) aus zwei mit ihren offenen Seiten aneinander anstoßenden im Querschnitt
E-förmigen Kernteilen und insgesamt aus einem magnetisch leitenden Material mit hohem
elektrischem Widerstand besteht, daß die Mittelschenkel (1.13) der Kernteile zentral
in die Primär- und die Sekundärspule (2, 3) eintauchen und die Außenschenkel (1.11;
1.12) diese Spulen (2, 3) über einen Teil ihres Umfangs umschließen, und daß der Kern
(1) und die Spulen (2, 3) zumindest im Mantelflächenbereich und am hochspannungsseitigen
Kernteil mit fließfähigem, aushärtendem Isoliermaterial (9) beschichtet sind.
2. Spannungswandler nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Kern (1) im Bereich der Spulen (2, 3) mit fließfähigem, aushärtendem Isoliermaterial
ausgegossen ist.
1. Inductive electrical voltage transformer for medium voltage, comprising a primary
coil (2) designed in the manner of a sandwich coil with a voltage potential decreasing
in stages during operation over the axial length of the coil from the primary coil
end connected to high voltage to the primary coil end connected to earth potential,
a secondary coil (3) situated in the axial extension of the high-voltage-conducting
primary coil (2) and galvanically separated from the primary coil (2) and a soft magnetic
core (1) which couples the primary coil (2) magnetically to the secondary coil (3),
the primary coil (2) to be connected to earth potential at the end adjacent to the
secondary coil (3), characterised in that the core (1) consists of two core parts
with an E-shaped cross section abutting one another via their open sides and consists
in its entirety of a permeable material with high electrical resistance, that the
central legs (1.13) of the core parts are immersed centrally into the primary and
secondary coils (2, 3) and the outer legs (1.11; 1.12) enclose these coils (2, 3)
over part of their circumference, and that the core (1) and the coils (2, 3) are coated
at least in the surface region and on the core part at the high-voltage side with
free-flowing, curing insulating material (9).
2. Voltage transformer according to claim 1, characterised in that the core (1) is filled
in the region of the coils (2, 3) with free-flowing, curing insulating material.
1. Transformateur de tension électrique inductif destiné à la moyenne tension, comprenant
un enroulement primaire (2) qui est conformé à la manière d'une bobine à chambres,
avec un potentiel de tension diminuant par degrés, lors du fonctionnement, le long
de la longueur axiale de la bobine en partant de l'extrémité de l'enroulement primaire
se trouvant à la haute tension jusqu'à l'extrémité de l'enroulement secondaire se
trouvant au potentiel de la masse, un enroulement secondaire (3) qui se trouve dans
le prolongement de l'enroulement primaire (2) conduisant la haute tension et qui est
galvaniquement séparé de l'enroulement primaire (2) et un noyau magnétique doux (1)
qui couple l'enroulement primaire (2) avec l'enroulement secondaire (3), dans lequel
l'enroulement primaire (2) doit être raccordé, à son extrémité voisine de l'enroulement
secondaire (3), au potentiel de masse,
caractérisé
en ce que le noyau (1) est constitué de deux parties de noyau adjacentes par leurs
faces ouvertes et présentant en section la forme d'un E et, dans son ensemble, d'un
matériau conducteur du point de vue magnétique et présentant une résistance électrique
élevée, en ce que les branches médianes (1.13) des parties de noyau pénètrent centralement
dans l'enroulement primaire (2) et l'enroulement secondaire (3) et les branches extérieures
(1.11 ; 1.12) entourent ces enroulements (2, 3) sur une partie de leur périphérie
et en ce que le noyau (1) et les enroulements (2, 3) sont recouverts, au moins dans
la zone de la surface d'enveloppe et sur la partie de noyau disposée du côté haute
tension par un matériau isolant (9) fluide à durcissement.
2. Transformateur de tension selon la revendication 1,
caractérisé
en ce que le noyau (1) est garni, dans la zone des enroulements (2, 3), d'un matériau
isolant fluide à durcissement.
