[0001] Die Erfindung geht aus von einem elektrischen Miniaturschalter mit den im Oberbegriff
des Anspruchs 1 angegebenen Merkmalen. Solche Miniaturschalter werden als Positionsschalter
eingesetzt, z. B. um die Endposition einer eingeschobenen Audio- oder Videocassette
im Laufwerk eines Audio- bzw. Videorecorders elektrisch zu signalisieren. Die Miniaturschalter
bestehen üblicherweise aus einem Kunststoffgehäuse, in welchem zwei einander gegenüberliegende
Kontaktfedern angeordnet sind, indem diese in der Nähe ihrer Anschlußenden mit bestimmtem
Abstand zueinander in eine Wand des Gehäuses eingebettet oder eingespannt sind. Eine
der Kontaktfedern liegt an ihrem gegenüberliegenden Ende mit ihrer kontaktgebenden
Seite federnd einem gehäusefesten Anschlag an. Die Rückseite der ihr gegenüberliegenden
Kontaktfeder liegt hingegen federnd einem Schalthebel an, der um eine im Gehäuse gelagerte
Achse schwenkbar ist. Der Schalthebel hat eine Ruhelage; wird er aus der Ruhelage
ausgelenkt, drückt er die ihm anliegende Kontaktfeder gegen die gegenüberliegende
Kontaktfeder und schließt dadurch den Miniaturschalter. Wird der Hebel wieder freigegeben,
drückt ihn die Kontaktfeder durch ihre Federkraft in seine Ruhelage zurück und öffnet
dadurch den Miniaturschalter.
[0002] Von solchen Minaturschaltern wird eine hohe Ortsauflösung verlangt, d.h., die Lage
einer Videocassette oder eines anderen Gegenstandes, in welcher dieser auf den Schalthebel
einwirkt und den Miniaturschalter schließt, soll mit hoher Genauigkeit wiederholbar
sein. Wie gut das gelingt, hängt davon ab, wie genau innerhalb einer Schalterserie
der Abstand der beiden Kontaktfedern und der Schaltweg angesichts unvermeidbarer Fertigungstoleranzen
wiederholbar gleich gehalten werden können. Dabei stehen nicht alle technisch möglichen
Wege zur Minimierung von Fertigungstoleranzen zur Verfügung, denn gleichzeitig besteht
die Forderung, dass die Miniaturschalter als Massenprodukte extrem kostengünstig sein
müssen. Das Gehäuse und der Schalthebel werden deshalb üblicherweise durch Spritzgießen
aus Kunststoff hergestellt. Dabei können sich mehr als fünf Einzeltoleranzen (Lage
des Anschlags für die eine Kontaktfeder, Fehler in der Maßhaltigkeit der Kontaktfedern
selbst, Lage der Schwenkachse des Schalthebels, Fehler in der Maßhaltigkeit des Schalthebels)
zur Toleranz des Schaltweges addieren.
[0003] Ein Schalter, der bis auf die Verwendung einer Schaltwalze anstelle eines Schalthebels
alle im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 angegebenen Merkmale aufweist, ist in der
DE-B-1153435 offenbart.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Weg zur Verringerung
der Schalttoleranz von solchen Miniaturschaltern aufzuzeigen.
[0005] Diese Aufgabe wird gelöst durch einen Minaturschalter mit den im Anspruch 1 angegebenen
Merkmalen. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen
Ansprüche.
[0006] Erfindungsgemäss ist der die Ruhelage der zweiten Kontaktfeder bestimmende Anschlag
nicht mehr ortsfest im Gehäuse angeordnet, sondern an dem schwenkbar gelagerten Schalthebel
ausgebildet. Anders als beim Stand der Technik liegt beim erfindungsgemässen Miniaturschalter
daher nicht nur die erste Kontaktfeder, sondern auch die zweite Kontaktfeder am Schalthebel
an. Die beiden Oberflächenbereiche des Schalthebels, an welchen die beiden Kontaktfedern
anliegen, werden hier nachstehend als "Schaltkonturen" bezeichnet. Für die Toleranz
des gegenseitigen Abstandes der Kontaktfedern und ihres Schaltweges addieren sich
beim erfindungsgemässen Miniaturschalter nicht länger eine Vielzahl von Einzeltoleranzen,
vielmehr kommt es lediglich auf die Toleranz in der Gestalt und Lage der beiden Schaltkonturen
relativ zueinander an. Da beide an ein und demselben Bauteil ausgebildet sind, nämlich
am Schalthebel, kommt es nur noch auf die Fertigungsgenauigkeit für dieses eine Bauteil
an. Maßtoleranzen des Gehäuses, der Lage der Kontaktfedern im Gehäuse und der Lage
der Schwenkachse des Schalthebels sind auf die Schaltgenauigkeit ohne Einfluß. Es
genüg deshalb, für das Spritzgießen des Schalthebels ein Präzisionswerkzeug herzustellen;
die Spritzgießwerkzeuge für die Gehäuseteile dürfen hingegen Standardtoleranzen aufweisen.
Auf diese Weise wird nicht nur die Schaltgenauigkeit des Miniaturschalters erhöht,
sondern auch seine Herstellung verbilligt. Eine weitere Verbilligung ergibt sich daraus,
dass infolge der erreichbaren höheren Schaltgenauigkeit die Ausschußrate in der Herstellung
der neuen Miniaturschalter verringert werden kann.
[0007] Bei einem bekannten Miniaturschalter beträgt der vorgegebene Kontaktabstand 0,15
mm, welcher mit einer Genauigkeit von ± 0,07 mm eingehalten werden konnte. Bei einem
für denselben Einsatzzweck hergestellten erfindungsgemässen Schalter konnte hingegen
eine Toleranz von ± 0,04 mm eingehalten werden, die Schaltgenauigkeit mithin fast
verdoppelt werden.
[0008] Die Schwenkachse des Schalthebels kann in unterschiedlicher Richtung in Bezug auf
die Kontaktfedern orientiert werden. Vorzugsweise verläuft die Schwenkachse jedoch
rechtwinklig zur Längserstreckung und zur Bewegungsrichtung der Kontaktfedern; das
hat den Vorteil, dass die Schaltkonturen symmetrisch zur Längsmittellinie der Kontaktfedern
auf diese einwirken können, so dass kein Kippmoment um die Längsmittellinie der jeweiligen
Kontaktfeder erzeugt wird. Um einen solchen symmetrischen Angriff der Schaltkontur
gleichzeitig an beiden Kontaktfedern zu erreichen, sind zwei Weiterbildugnn der Erfindung
besonders geeignet: In der einen Ausführungsform hat eine der Kontaktfedern, nämlich
die der Schwenkachse des Schalthebels nächstliegende, einen Ausschnitt, durch welchen
die vorspringende Schaltkontur für die andere Kontaktfeder hindurchgreift. Bei der
zweiten Ausführungsform ist eine der Kontaktfedern, und zwar ebenfalls die der Schwenkachse
des Schalthebels nächstliegende, wenigstens auf einem Teil ihrer Länge schmaler als
die andere Kontaktfeder und die Schaltkontur für die breitere Kontaktfeder greift
beidseits an der schmalen Kontaktfeder vorbei, so dass die schmalere Kontaktfeder
in einer Ausnehmung der Schaltkontur für die breitere Kontaktfeder liegt, wobei der
Boden der Ausnehmung die Schaltkontur für die schmalere Kontaktfeder bildet, welche
dadurch sogar eine seitliche Führung erhält.
[0009] Obwohl erfindungsgemäss beide Kontaktfedern an ein und demselben Schalthebel anliegen,
müssen nicht beide Kontaktfedern bewegt werden, wenn der Miniaturschalter geschlossen
oder geöffnet wird. Es genügt vielmehr, eine der Kontaktfedern (hier als die erste
Kontaktfeder bezeichnet) durch eine der Schaltkonturen (hier als die erste Schaltkontur
bezeichnet) durch Verschwenken des Schalthebels auszulenken, wobei der Winkel, um
welchen der Hebel verschwenkt werden muss, um den offenen Schalter zu schließen, abhängt
vom Kontaktabstand, von der Gestalt der ersten Schaltkontur und ihrem Abstand von
der Schwenkachse des Schalthebels. Wenn die zweite Schaltkontur, welche an der zweiten
Kontaktfeder angreift, einen Verlauf in Gestalt eines Kreisbogens hat, dessen Mittelpunkt
auf der Schwenkachse des Schalthebels liegt, dann wird die zweite Kontaktfeder beim
Verschwenken des Schalthebels nicht ausgelenkt, solange sie nicht mit der ersten Kontaktfeder
Kontakt macht und durch deren Bewegung vom Schalthebel abgehoben wird.
[0010] Es ist aber auch durchaus möglich, die Schaltkontur für die zweite Kontaktfeder abweichend
zu gestalten, insbesondere um den Schaltvorgang zu verkürzen: Dies gelingt dadurch,
dass man die zweite Schaltkontur so ausbildet, dass sich die beiden Kontaktfedern
beim Verschwenken des Schalthebels gegenläufig bewegen, beim Schließen des Miniaturschalters
aufeinander zu und beim Öffnen des Miniaturschalters voneinander weg. Auf diese Weise
kann bei vorgegebenem Kontaktabstand im geöffneten Schalter der zum Schließen erforderliche
Schwenkwinkel verkleinert oder bei vorgegebenem Schwenkwinkel der Kontaktabstand im
geöffneten Schalter vergrößert und dadurch die Spannungsfestigkeit erhöht werden.
Das Rückstellen des Schalters kann wie beim Stand der Technik durch die Eigenfederung
der Kontaktfedern bewirkt werden.
[0011] Ein besonderer Vorteil des erfindungsgemässen Miniaturschalters besteht darin, dass
er anders als die bekannten Minaturschalter problemlos nicht nur als Schließer, sondern
auch als Öffner ausgebildet werden kann. Hat man beispielsweise einen Miniaturschalter,
dessen eine Schaltkontur kreisbogenförmig verläuft mit dem Mittelpunkt auf der Schwenkachse
des Schalthebels, und dessen andere Schaltkontur eine von der Kreisbogenform abweichende
Gestalt hat, dann bildet man einen Schließer am einfachsten Fall dadurch, dass man
die kreisbogenförmige Kontur für die von der Schwenkachse des Schalthebels weiter
entfernt liegende Kontaktfeder vorsieht und die der Schwenkachse nächstliegende Kontaktfeder
der anderen Schaltkontur anlegt; umgekehrt verwirklicht man einen Öffner am einfachsten
dadurch, dass man die kreisbogenförmige Schaltkontur für die der Schwenkachse nächstliegende
Kontaktfeder vorsieht und die andere Kontaktfeder der nicht kreisbogenförmigen Schaltkontur
anlegt.
[0012] Ein besonderer Vorteil der Erfindung liegt darin, dass man mehrere der erfindungsgemässen
Schalter zu einer Reihenanordnung zusammenfassen kann, die en bloc die Positionen
unterschiedlicher Elemente abfragen und signalisieren. Dieses für jeden Miniaturschalter
der Reihenanordnung mit einer ebenso niedrigen Schalttoleranz zu verwirklichen wie
für einen einzelnen Miniaturschalter war mit dem durch Spritzgießen hergestellten
Miniaturschalter nach dem Stand der Technik nicht möglich, ergibt sich aber bei einer
aus erfindungsgemässen Miniaturschaltern gebildeten Reihenanordnung ohne weiteres,
da die Gehäusetoleranzen, welche sich in der Reihenanordnung addieren, für die Schaltgenauigkeit
einer erfindungsgemässen Reihenanordnung irrelevant sind, weil die Schaltgenauigkeit
in jedem Schalterelement der Reihenanordnung im wesentlichen nur durch die Genauigkeit
des einzelnen Schalthebels bestimmt ist.
[0013] Der weiteren Erläuterung der Erfindung dienen die beigefügten Zeichnungen, welche
Miniaturschalter stark vergrößert darstellen.
- Figur 1
- zeigt zum Vergleich mit der Erfindung einen bekannten Miniaturschalter in einem Längsschnitt,
- Figur 2
- zeigt einen erfindungsgemässen Miniaturschalter im Längsschnitt,
- Figur 3
- zeigt denselben Miniaturschalter im Querschnitt längs der Schnittlinie III-III,
- Figur 4
- zeigt ein anderes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemässen Miniaturschalters im
Längsschnitt, und
- Figur 5
- zeigt den Miniaturschalter aus Figur 4 im Querschnitt längs der Schnittlinie V-V.
[0014] In den verschiedenen Figuren sind gleiche und einander entsprechende Teile mit übereinstimmenden
Bezugszahlen bezeichnet.
[0015] Der in Figur 1 dargestellte Miniaturschalter von bekanntem Aufbau hat ein mehrteiliges
quaderförmiges Gehäuse 1 aus Kunststoff. In eine der Gehäusewände sind zwei Kontaktfedern
2 und 3 eingespritzt, welche parallel zueinander verlaufen und jeweils ein Kontaktstück
4 bzw. 5 tragen, welche aus Drahtabschnitten gebildet, auf die Kontaktfedern 2 und
3 aufgeschweißt und einander kreuzweise gegenüberliegend angeordnet sind. Zwischen
den beiden Seitenwänden, welche parallel zu den beiden Kontaktfedern 2 und 3 verlaufen,
erstreckt sich eine Achse 6 quer zur Längserstreckung und Bewegungsrichtung der Kontaktfedern
2 und 3. Die Achse 6 ist in den beiden Seitenwänden drehbar gelagert und trägt einen
Schalthebel 7, dessen eines Ende aus einer Öffnung 18 des Gehäuses nach aussen ragt.
Dem gegenüberliegenden Ende des Hebels 7 liegt die erste Kontaktfeder 2 mit ihrer
Rückseite federnd an. Dieses im Gehäuse 1 liegende Ende des Hebels 7 hat eine sattelförmige
Schaltkontur 8. Durch die Sattelform sind zwei Höcker 9 und 10 gebildet, welche bei
geöffnetem Schalter beide der Rückseite der ersten Kontaktfeder 2 anliegen. Wenn auf
den Hebel 7 sonst keine Kräfte einwirken, drückt die erste Kontaktfeder 2 den Schalthebel
7 in die in Figur 1 dargestellte Lage. Die Vorderseite der zweiten Kontaktfeder 3
liegt federnd einem gehäusefesten Anschlag 11 an. Wird der Schalthebel 7 in Richtung
des Pfeils 11 ausgelenkt, weil z. B. ein Gegenstand auf den ausserhalb des Gehäuses
1 liegenden Hebelarm trifft, dann drückt der entgegen dem Uhrzeigersinn schwenkende
Höcker 9 die erste Kontaktfeder 2 gegen die zweite Kontaktfeder 3 unter gleichzeitigem
Abheben des Höckers 10 von der Kontaktfeder 2, bis das Kontaktstück 4 am Kontaktstück
5 anschlägt, dadurch den Schalter schließt und bei einer weitergehenden Schwenkbewegung
des Schalthebels 7 die zweite Kontaktfeder 3 vom Anschlag 11 abhebt. Die Schließkraft
des Miniaturschalters ist bestimmt durch die Federkraft der zweiten Kontaktfeder 3.
Wird der Schalthebel 7 bei geöffnetem Schalter entgegen dem Pfeil 12 verschwenkt,
dann wird die Kontaktfeder 2 durch den Höcker 10 ausgelenkt unter gleichzeitigem Abheben
des Höckers 9. Wird danach der aus dem Gehäuse 1 herausragende Hebelarm wieder freigegeben,
dann übt die Kontaktfeder 2 ein Rückstellmoment auf den Schalthebel 7 aus, so dass
dieser in seine in Figur 1 dargestellte Ruhelage zurückkehrt, welche stabil ist. Die
Schaltgenauigkeit des Miniaturschalters, die man an der Toleranz des Schwenkwinkels
ablesen kann, um welchen der Schalthebel 7 verschwenkt werden muss, bis der Schalter
geschlossen ist, hängt von mehreren Maßtoleranzen ab, von der Maßhaltigkeit des Anschlages
11, von der Toleranz seiner Lage im Gehäuse, von der Maßhaltigkeit der Achse 6 und
ihrer Lage im Gehäuse, von der Maßhaltigkeit des Schalthebels 7, insbesondere von
der Toleranz seiner beiden Hebelarme l
1 und l
2, und schließlich auch vom Abstand der Kontaktstücke 4 und 5.
[0016] Demgegenüber liegt beim erfindungsgemässen Miniaturschalter die zweite Kontaktfeder
3 nicht an einem gehäusefesten Anschlag 11 an, sondern an einer weiteren Schaltkontur
13 des Schalthebels 7. Im Ausführungsbeispiel gemäss Figuren 2 und 3 hat die erste
Kontaktfeder zu diesem Zweck auf einem Teil ihrer Länge eine rechteckige Ausnehmung
14, durch welche die zweite Schaltkontur 13, welche beidseits von der ersten Schaltkontur
8 flankiert ist und über diese vorspringt, hindurchgreift, so dass die zweite Kontaktfeder
3 mit ihrer Vorderseite federnd an der zweiten Schaltkontur 13 anliegt. Die erste
Schaltkontur 8 liegt mit ihren beiden beidseits der zweiten Schaltkontur 13 angeordneten
Abschnitten an der Rückseite der ersten Kontaktfeder an (siehe Figur 3).
[0017] Im Ausführungsbeispiel gemäss den Figuren 2 und 3 ist die erste Schaltkontur 8 wie
in Figur 1 sattelförmig ausgebildet, die zweite Schaltkontur 13 in Form eines Abschnitts
einer Zylinderfläche, deren Achse mit der Schwenkachse 6 zusammenfällt. Wird der Schalthebel
7 ausgehend von der in Figur 2 dargestellten Ruhelage, in welcher der Schalter geöffnet
ist, verschwenkt, dann ändert die zweite Kontaktfeder 3 infolge der gewählten Schaltkontur
13 ihre Lage zunächst nicht, wohl aber die erste Kontaktfeder 2, welche gegen die
zweite Kontaktfeder 3 bewegt wird, bis sie Kontakt machen. Wird der aus dem Gehäuse
vorstehende Hebelarm wieder freigegeben, wird der Schalthebel 7 durch die Kontaktfeder
2 zurückgestellt in die in Figur 2 dargestellte stabile Ruhelage.
[0018] Das in den Figuren 4 und 5 dargestellte Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von
dem in den Figuren 2 und 3 dargestellten Ausführungsbeispiel darin, dass die erste
Kontaktfeder 2 und der Schalthebel 7 anders ausgebildet sind. Die erste Kontaktfeder
2 ist schmaler als die zweite Kontaktfeder 3 ausgebildet und liegt in einer Ausnehmung
15 des Schalthebels 7, deren Boden die erste Schaltkontur 8 bildet, welche ebenso
wie in Figur 2 sattelförmig ausgebildet sein könnte, im konkreten Fall jedoch ein
Stück weit ebenflächig ausgebildet ist und dann an den beiden Enden des ebenen Abschnittes
in einen bogenförmigen Verlauf übergeht, dort, wo sich im Beispiel gemäss Figur 2
die Höcker 9 und 10 befunden haben. Auch mit einer solchen ebenen Ausbildung erhält
man eine stabile Ruhelage bei geöffnetem Miniaturschalter. Die beiden den Ausschnitt
15 des Schalthebels 7 flankierenden Vorsprünge 16 und 17 tragen die zweite Schaltkontur
13, an welcher die breitere, zweite Kontaktfeder 3 anliegt. Die zweite Schaltkontur
13 ist wie im Beispiel gemäss Figur 2 durch einen Abschnitt eines Zylindermantels
gebildet, dessen Achse mit der Schwenkachse 6 zusammenfällt. Der Bewegungsablauf bei
dem Schalter gemäss Figur 4 und 5 ist derselbe wie bei dem gemäss Figur 2 und 3.
[0019] Vertauscht man in den Ausführungsbeispielen gemäss Figuren 2 bis 5 die Funktionen
der Schaltkonturen 8 und 13 dahingehend, dass die erste Kontaktfeder an einer Schaltkontur
anliegt, welche durch einen Abschnitt eines Zylindermantels gebildet ist, dessen Achse
mit der Schwenkachse 6 zusammenfällt, wohingegen die zweite, von der Schwenkachse
6 weiter entfernt liegende Kontaktfeder 3 an einer Schaltkontur anliegt, welche sattelförmig
oder teilweise ebenflächig ausgebildet ist wie in Figur 4, dann wird bei einem Verschwenken
des Schalthebels 7 die erste Kontaktfeder 2 ihre Lage beibehalten, aber die zweite
Kontaktfeder 3 ausgelenkt und von ihr entfernt, so dass auf diese Weise anstelle eines
Schließers ein Öffner verwirklicht werden kann.
[0020] Die Schaltgenauigkeit erfindungsgemässer Schalter hängt im wesentlichen nur von der
Maßgenauigkeit des Schalthebels 7 ab, und zwar von der Reproduzierbarkeit der Gestalt
und dem gegenseitigen Abstand der beiden Schaltkonturen 8 und 13.
1. Elektrischer Miniaturschalter mit zwei in einem Gehäuse (1) aus Kunststoff angeordneten,
miteinander in Kontakt bringbaren Kontakffedern (2, 3),
mit einem schwenkbar im Gehäuse (1) gelagerten Schalthebel (7) mit einem eine erste
Schaltkontur bildenden Oberflächenbereich (8), an welchem die erste Kontaktfeder (2)
federnd anliegt,
und mit einem Anschlag, an welchem die zweite Kontakffeder (3) mit ihrer kontaktgebenden
Seite federnd anliegt,
dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag als zweite Schaltkontur des Schalthebels (7) an einem weiteren Oberflächenbereich
(13) ausgebildet ist und daß entweder eine (2) der Kontakffedern (2, 3) einen Ausschnitt
(14) hat, durch welchen die Schaltkontur (13) für die andere Kontaktfeder (3) hindurchgreift
oder eine (2) der Kontaktfedern (2, 3) wenigstens auf einem Teil ihrer Länge schmaler
ist als die andere Kontaktfeder (3) und die Schaltkontur (13) für die breitere Kontakffeder
(3) beidseits an der schmalen Kontakffeder (2) vorbeigreift.
2. Miniaturschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Schaltkontur (13) im Gegensatz zur ersten Schaltkontur (8) ein Kreisringabschnitt
ist, der koaxial zur Schwenkachse (6) des Schalthebels (7) angeordnet ist.
3. Miniaturschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gestalt der Schaltkonturen (8, 13) so aufeinander abgestimmt ist, daß sich
die Kontaktfedern (2, 3) beim Schwenken des Schalthebels (7) gegenläufig bewegen.
4. Miniaturschalter nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Schaltkontur (8) eine stabile Ruhelage ist, in welcher die erste Kontakffeder
(2) ihr längs zweier Linien oder flächig anliegt.
5. Anordnung mehrerer Miniaturschalter nach einem der vorstehenden Ansprüche in Reihe
mit der Maßgabe, dass mehrere Gruppen von Kontaktfederpaaren und Schalthebeln in Reihe
in einem gemeinsamen Gehäuse angeordnet oder mehrere Gehäuse samt darin befindlichen
Kontaktfederpaaren und Schalthebeln in Reihe miteinander verbunden sind.
1. Miniaturized electric switch having two contact springs (2, 3) that are arranged in
a housing (1) made of plastics and are to be brought in contact with each other,
having a switch lever (7) being pivotable in the housing (1), with a surface area
(8) forming a first switching contour, against which the first contact spring (2)
rests in resilient engagement,
and having a stop, against which the contacting side of the second contact spring
(3) rests in resilient engagement,
characterized in that the stop is formed as a second switching contour of the switch lever (7) at a further
surface area (13) thereof, and that either one (2) of the contact springs (2, 3) has
a cutout (14), through which the switching contour (13) for the other contact spring
(3) passes, or one (2) of the contact springs (2, 3) is narrower than the other contact
spring (3) at least on part of its length and the switching contour (13) for the wider
contact spring (3) passes the narrow contact spring (2) on both sides thereof.
2. Miniaturized electric switch according to claim 1, characterized in that in contrast to the first switching contour (8) the second switching contour (13)
is a sector of an annulus, which is arranged coaxially to the pivot axis (6) of the
switch lever (7).
3. Miniaturized electric switch according to claim 1, characterized in that the shapes of the switching contours (8, 13) are matched to each other, so that upon
pivoting of the switch lever (7) the contact springs (2, 3) will move in opposite
directions.
4. Miniaturized electric switch according to any one of the preceding claims, characterized in that the first switching contour (8) defines a stable rest position where the first contact
spring (2) rests against it along two lines or in flat engagement.
5. Arrangement in series of several miniaturized electric switches according to any one
of the preceding claims, with the provision that several groups of pairs of contact
springs and switch levers are arranged in series in a common housing, or that several
housings along with pairs of contact springs and switch levers situated therein are
connected in series with each other.
1. Microrupteur électrique comprenant deux lames de contact (2, 3), montées dans un boîtier
(1) en matière plastique, qui peuvent être mises en contact l'une avec l'autre, comprenant
un levier de commutation (7), monté de manière à pouvoir pivoter dans le boîtier (1)
et muni d'une première surface (8), formant un premier profil de connexion, contre
laquelle vient s'appuyer par contact élastique la première lame de contact (2), et
comprenant une butée, contre laquelle vient s'appuyer par contact élastique la deuxième
lame de contact (3),
caractérisé en ce que la butée est conçue comme un deuxième profil de connexion
du levier de commutation (7) formé par une autre surface (13), et en ce que soit l'une
(2) des lames de contact (2, 3) est munie d'une découpe (14), à travers laquelle s'engage
le profil de connexion (13) pour l'autre lame de contact (3), soit l'une (2) des lames
de contact (2, 3) est, au moins sur une partie de sa longueur, plus étroite que l'autre
lame de contact (3) et le profil de connexion (13) pour la lame de contact (3) plus
large passe à côté des deux faces de la lame de contact (2) étroite.
2. Microrupteur selon la revendication 1, caractérisé en ce que le deuxième profil de
connexion (13), à l'inverse du premier profil de connexion (8), constitue une partie
en forme de couronne, qui est disposée coaxialement par rapport à l'axe de rotation
(6) du levier de commutation (7).
3. Microrupteur selon la revendication 1, caractérisé en ce que la conception de chaque
profil de connexion (8, 13) est définie par rapport à l'autre profil de connexion,
de telle sorte que les lames de contact (2, 3) s'écartent l'une de l'autre lors du
pivotement du levier de commutation (7).
4. Microrupteur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en
ce que le premier profil de connexion (8) représente la position permanente de contact
rupteur, dans laquelle la première lame de contact (2) vient en appui contre ledit
profil de connexion le long de deux lignes ou sur toute la surface.
5. Disposition en ligne de plusieurs microrupteurs conçus selon l'une quelconque des
revendications précédentes, dans laquelle il est nécessaire de monter en ligne dans
un boîtier commun plusieurs groupes de couples de lames de contact et leviers de commutation
ou de relier en ligne les uns avec les autres plusieurs boîtiers, y compris les couples
de lames de contact et les leviers de commutation montés dans lesdits boîtiers.