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(11) |
EP 0 660 765 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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07.01.1998 Patentblatt 1998/02 |
| (22) |
Anmeldetag: 10.09.1993 |
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE9300/836 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9406/582 (31.03.1994 Gazette 1994/08) |
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| (54) |
VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG VON FASERVERBUND-FEINGUSSTEILEN
PROCESS FOR PRODUCING FIBER COMPOSITE PRECISION CASTINGS
PROCEDE DE FABRICATION DE PIECES COULEES DE PRECISION REALISEES EN MATERIAU COMPOSITE
CONTENANT DES FIBRES
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR GB IT LI NL |
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Priorität: |
16.09.1992 DE 4230970
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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05.07.1995 Patentblatt 1995/27 |
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Patentinhaber: |
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- NOLTE, Markus
33104 Paderborn (DE)
- SCHÄDLICH-STUBENRAUCH, Jürgen
NL-6291 CN Vaals (NL)
- NEUSSL, Eric
52070 Aachen (DE)
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Erfinder: |
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- NOLTE, Markus
33104 Paderborn (DE)
- SCHÄDLICH-STUBENRAUCH, Jürgen
NL-6291 CN Vaals (NL)
- NEUSSL, Eric
52070 Aachen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Hilleringmann, Jochen, Dipl.-Ing. et al |
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Patentanwälte
von Kreisler-Selting-Werner,
Bahnhofsvorplatz 1 (Deichmannhaus) 50667 Köln 50667 Köln (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 071 449
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DE-A- 1 508 655
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 16, no. 314 (M-1278)9. Juli 1992 & JP,A,04 089 155
(HITACHI METAL PRECISION LTD) 23. März 1992
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 16, no. 422 (M-1305)4. September 1992 & JP,A,04 143
063 (SANKIYOU ENJINIARINGU KK) 18. Mai 1992
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Faserverbund-Feingußteilen
gemäß dem einleitenden Teil von Anspruch 1.
[0002] Es ist ein Verfahren zur Herstellung von Feingußteilen bekannt, bei dem unter Verwendung
eines Modellwerkstoffs ein Modell gebildet, dann um das Modell herum eine keramische
Form aufgebaut, anschließend der Modellwerkstoff ausgeschmolzen, ausgebrannt und/oder
vergast und schließlich flüssiges Metall in die Form eingebracht wird.
[0003] Nach einem derartigen Verfahren lassen sich Feingußteile sehr komplexer Geometrie
herstellen. Aufgrund einer solchen Geometrie und aufgrund der Tatsache, daß die nach
diesem Verfahren gebildete keramische Form nur relativ niedrigen Drücken beim Einbringen
des flüssigen Metalls in die Form standhält, wird bei diesem Verfahren die Verwendung
von Verstärkungsfasern, also die Herstellung von Faserverbund-Feingußteilen, noch
nicht praktiziert.
[0004] Aus EP-A-0 071 449 ist ein Verfahren zum Herstellen von faserverstärkten Feingußteilen
bekannt. Dabei wird um einen Modell-Vorkörper, der aus in einem "flüchtigen" Matrix-Material
(Modellwerkstoff) eingebetteten Fasern besteht, eine keramische Form aufgebaut, die
mit einer gasdichten Schicht versehen ist (applying a coating of a ceramic sealant",
Zeilen 24 und 15 von Anspruch 1 von EP-A-0 071 449). Die keramische Form ist mit einem
Einlaß und mit einem Auslaß versehen. Nach dem Verflüchtigen des Modellwerkstoffs
wird über den Einlaß das flüssige Metall eingebracht, wobei durch Erzeugen eines Unterdrucks
am Auslaß ein Druckgefälle innerhalb der keramischen Form aufgebaut wird. Infolge
dieses Druckgefälles soll das Fasermaterial mit dem flüssigen Metall durchsetzt werden.
Damit dies auch tatsächlich erfolgt, muß das Fasermaterial zwischen dem Einlaß und
dem Auslaß angeordnet sein, so daß die keramische Form in zwei Halbräume unterteilt
ist, wobei in den einen der Einlaß und in den anderen der Auslaß einmündet. Es muß
nämlich vermieden werden, daß eine ("Bypass-")Verbindung zwischen Einlaß und Auslaß
entsteht, die sich ausschließlich nicht durch das Fasermaterial erstreckt und/oder
an dem Fasermaterial vorbeiführt. Andernfalls würde nämlich eine Infiltration des
Fasermaterials mit dem flüssigen Metall nicht oder nur unzureichend und lediglich
bereichsweise erfolgen. Das Fasermaterial muß also derart in der Form angeordnet und
darüber hinaus diese Form derart ausgebildet sein, daß sich der (einzige) Auslaß an
der dem Einlaß abgewandten Seite des Fasermaterials befindet. Diese Erfordernisse
der Abschottung des Auslasses gegenüber dem Einlaß durch das dazwischen befindliche
Fasermaterial schränken die Gestaltungsmöglichkeiten der nach dem bekannten Verfahren
herstellbaren Feingußteile recht stark ein.
[0005] Aus DE-A-15 08 655 ist es bekannt, ein vergasbares Gießmodell aus aufgeschäumtem
Kunststoff zum Schutz der Oberfläche mit einem Überzug zu versehen, der als ein aus
einem anorganischen hitzebeständigen Fasermaterial bestehenden Gewebe besteht. Dieser
Überzug weist eine Gießöffnung auf, über die nach dem Vergasen des Gießmodells flüssiges
Metall in den vom Überzug umschlossenen Raum eingebracht wird.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Herstellen von faserverstärkten
Feingußteilen zu schaffen, mit dem sich Feingußteile unterschiedlicher komplexer Gestalt
herstellen lassen.
[0007] Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs erwähnten Art erfindungsgemäß
durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Aus einem Modellwerkstoff und aus in diesen
eingebetteten Fasern wird mindestens ein Modell-Vorkörper erzeugt, der Bestandteil
eines Modells oder das Modell selbst wird; dann wird um das Modell herum eine gasdurchlässige
keramische Form aufgebaut, anschließend der Modellwerkstoff entfernt, wobei die Fasern
des Modell-Vorkörpers in der keramischen Form verbleiben; schließlich wird Metall
flüssig, flüssig-fest oder pulverförmig in die Form eingebracht, wobei im Falle einer
pulverförmigen Einbringung das Metall in der Form zumindest teilweise verflüssigt
wird. Ein solcher Vorkörper bietet weitreichende Gestaltungsfreiheit. Der Vorkörper
kann also dem zu erzeugenden Gußteil leicht angepaßt werden. Damit kann der Faserverlauf
und die damit bezweckte Materialverstärkung im Gußteil plaziert an den gewünschten
Stellen erreicht werden. Die Gasdurchlässigkeit der Form und das Druckgefälle zwischen
dem Inneren und der Umgebung der Form gewährleisten das vollständige Ausfüllen der
Zwischenräume zwischen den Fasern mit Metall.
[0008] Durch Pressen und/oder Saugen werden die Zwischenräume zwischen den Fasern mit flüssigem
Metall vollständig ausgefüllt. Das Pressen erfolgt durch Druckeinwirkung auf das in
der Form befindliche flüssige Metall, das Saugen dadurch, daß die gasdurchlässige
Form in einen Behälter eingesetzt wird, in dem Unterdruck herrscht.
[0009] Gemäß einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist vorgesehen, daß als
Fasern Mineralfasern verwendet werden. Dabei kann es sich um Al
2O
3- oder SiC-Fasern handeln, die z.B. 10 µm dick sind. Der Umgang mit derartigen Fasern
kann eine Gesundheitsgefährdung darstellen, wenn diese Fasern freiliegen. Nach dem
vorliegenden Verfahren ist es aber möglich, derartige Fasern maschinell zu Vorkörpern
zu verarbeiten. Beim Handling dieser Vorkörper sind diese Fasern aber dann von dem
Modellwerkstoff eingeschlossen und demzufolge nicht mehr gesundheitsgefährdend.
[0010] Gemäß einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist vorgesehen, daß die
Fasern in Form eines Bündels von Monofilamenten oder Multifilamenten oder als Gewebe,
Vliese oder Gelege oder als Faservorformlinge mit Bindebrücken verwendet werden. Die
Auswahl aus den hier gegebenen Möglichkeiten kann nach den jeweiligen Formen und Erfordernissen
des zu erstellenden Gußteils getroffen werden.
[0011] Nach einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist vorgesehen, daß als
Modellwerkstoff Wachs verwendet wird. Dieser Modellwerkstoff ist der am häufigsten
angewandte und in der Regel am einfachsten zu behandelnde. Für seine Entfernung aus
der Form ist nur ein relativ niedriger Energieaufwand erforderlich.
[0012] Das erfindungsgemäße Verfahren kann ferner so ausgeführt werden, daß als Modellwerkstoff
Kunststoffharz verwendet wird. Aufgrund der ausgewählten Fasern und auch im Hinblick
auf die jeweilige Raumform kann dieser Modellwerkstoff für spezielle Anwendungen besonders
geeignet sein.
[0013] Nach einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist vorgesehen, daß der
Vorkörper an den Enden oder Rändern von dem Modellwerkstoff befreit wird und die somit
freiliegenden Faserpartien beim Aufbau der keramischen Form in diese fixiert eingebettet
werden. Auf diese Weise kann der Vorkörper besonders exakt in der Form und damit in
dem zu erstellenden Gußteil plaziert werden.
[0014] Das erfindungsgemäße Verfahren kann ferner so ausgeführt werden, daß der Vorkörper
durch entsprechende Formung den Erfordernissen hinsichtlich Geometrie und Belastung
des herzustellenden Feingußteils angepaßt wird.
[0015] Gemäß einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist vorgesehen, daß das
Modell allein aus mindestens einem Vorkörper gebildet wird. Der Vorkörper kann also
schon unmittelbar die Form des zu erstellenden Gußteils einnehmen, braucht also nicht
mehr durch das Aufbringen von Modellwerkstoff weitergebildet zu werden. Ein solches
Vorgehen bietet insbesondere bei einfachen Formen Vorteile.
[0016] Gemäß einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist vorgesehen, daß ein
oder mehrere Vorkörper zum Zwecke des Aufbaus eines Modells mit Modellwerkstoff umgeben
werden. Auch auf diese Weise läßt sich eine ausreichend präzise Plazierung des bzw.
der Vorkörper in dem Modell herbeiführen.
[0017] Das erfindungsgemäße Verfahren erfordert für die genaue Plazierung der Fasern keine
bleibende Bindung in Form von Binderbrücken oder dergl. zwischen den Fasern, wie dies
bisher bei der Verwendung von Preforms bekannt ist. Dort behindern derartige Binderbrücken
der Preforms die Metallinfiltration. Beim erfindungsgemäßen Verfahren kann auf derartige
Binderbrücken deshalb verzichtet werden, weil die Fasern in dem Vorkörper solange
von dem Modellwerkstoff gehalten werden, bis der Formhohlraum geschlossen ist und
dann der Modellwerkstoff entfernt wird.
[0018] Im folgenden Teil der Beschreibung werden einige Ausführungsformen des erfindunggemäßen
Verfahrens anhand von Zeichnungen beschrieben. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine Vorrichtung zur Herstellung von stab- oder blockförmigen Vorkörpern,
- Fig. 2
- Beispiele von Querschnitten derartiger Formkörper,
- Fig. 3
- ein Ausführungsbeispiel einer Hälfte eines Spritzgießwerkzeuges mit eingelegtem Vorkörper
in Draufsicht und Seitenansicht,
- Fig. 4
- ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Hälfte eines Spritzwerkzeugs mit eingelegtem
Vorkörper,
- Fig. 5
- ein fertiges Modell mit an den Enden freiliegenden Faserpartien und
- Fig. 6
- das Modell nach Fig. 5 eingebettet in eine Formschale.
[0019] In Fig. 1 ist schematisch dargestellt, wie aus "endlosen" Fasern 1 auf die gewünschte
Länge zugeschnittene strangförmige Vorkörper 2 gebildet werden. Zu diesem Zwecke werden
mehrere Fasern 1 mittels Rollen durch ein beheiztes Wachsbad 4 hindurchgeführt und
dort mit Wachs imprägniert, so daß alle einzelnen Fasern 1 mit Wachs benetzt sind.
Der so imprägnierte Wachs-Faserstrang wird in einer beheizten Matrize 5 zu dem gewünschten
Querschnitt geformt und in einer nachfolgenden Kühleinrichtung 6 verfestigt. Der somit
erhaltene, zunächst "endlose" Wachs-Faser-Vorkörper wird mittels einer Trennvorrichtung
3 auf die gewünschten Längen abgelängt.
[0020] Fig. 2 zeigt einige Beispiele verschiedener Querschnitte derartiger Vorkörper 2.
Es lassen sich auf diese Weise Profile mit einer großen Packungsdichte der Fasern
sowie Profile mit hohem Widerstandsmoment und Kombinationen daraus realisieren. In
Fig. 2 ist ferner ein flächig ausgebildeter Vorkörper 7 dargestellt, der z.B. in Form
eines Gewebes erstellt werden kann.
[0021] Fig. 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer Hälfte 8 eines aus zwei Hälften bestehenden
Spritzgießwerkzeuges. In dieser Hälfte 8 ist ein Vorkörper 2 eingelegt, um den herum
ein Modell 9 aufgebaut ist. Dabei ragt der Vorkörper 2 an seinen beiden Enden über
das Modell 9 hinaus. Nach dem Zusammensetzen des Spritzgießwerkzeuges wird der Vorkörper
2 durch einen Einspritzkanal 10 mit Modellwachs umspritzt und damit die Modellkontur
ausgefüllt.
[0022] Fig. 4 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer Hälfte 12 eines Spritzgießwerkzeuges,
bei dem eingelegte Vorkörper 2 nicht aus dem Modellkörper austreten. Zum Einlegen
der Vorkörper 2 in reproduzierbare Modellpositionen im Spritzgießwerkzeug können Wickelvorrichtungen
eingesetzt werden. Nach Schließen des Spritzgießwerkzeuges wird auch hier Modellwachs
eingespritzt, das den bzw. die Vorkörper umschließt, so daß ein Modell gebildet wird.
[0023] Fig. 5 zeigt ein fertiges Modell mit aus diesem austretenden freigelegten Faserenden.
Diese Enden dienen zur Fixierung der Fasern 1 in einer Feingußformschale. Die freigelegten
Faserpartien werden durch bei der Feingußformschalenherstellung verwendeten Keramikschlicker
und Besandungsmaterial umgeben und somit fest in der entstehenden Formschale verankert.
Der Modellwerkstoff wird dann ausgeschmolzen, ausgebrannt, vergast oder ausgelöst.
Beim Einbringen des Metalls können die so in der Formschale verankerten Fasern nicht
mehr aus ihrer vorgegebenen, gewünschten Position herausbewegt werden.
[0024] Fig. 6 schließlich zeigt das Modell gemäß Fig. 5 in einer aus Keramikschlicker und
Besandungsmaterial gebildeten Feingußformschale.
1. Verfahren zur Herstellung von Faserverbund-Feingußteilen, wobei
- aus einem Modellwerkstoff und aus in diesem eingebetteten Fasern mindestens ein
Modell-Vorkörper erzeugt wird, der Bestandteil eines Modells oder das Modell selbst
wird,
- dann um das Modell herum eine keramische Form aufgebaut wird,
- anschließend der Modellwerkstoff ausgeschmolzen, ausgebrannt und/oder vergast wird,
wobei die Fasern des Modell-Vorkörpers in der keramischen Form verbleiben, und
- schließlich flüssiges Metall in die Form eingebracht wird, dadurch gekennzeichnet,
daß die um das Modell herum aufgebaute Form gasdurchlässig ist und der Druck in der
Formumgebung unter den Druck im Innern der Form abgesenkt oder der Druck im Innern
der Form über den Druck in der Formumgebung erhöht wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Fasern Mineralfasern verwendet
werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Fasern in Form eines
Bündels von Monofilamenten oder Multifilamenten oder als Gewebe, Vliese oder Gelege
oder als Faservorformlinge mit Binderbrücken verwendet werden.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als
Modellwerkstoff Wachs verwendet wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Modellwerkstoff
Kunststoffharz verwendet wird.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Vorkörper an den Enden oder Rändern von dem Modellwerkstoff befreit wird und die somit
freiliegenden Faserpartien beim Aufbau der keramischen Form in diese fixiert eingebettet
werden.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Vorkörper durch entsprechende Formung den Erfordernissen hinsichtlich Geometrie und
Belastung des herzustellenden Feingußteiles angepaßt wird.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
Modell allein aus mindestens einem Vorkörper gebildet wird.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein
oder mehrere Vorkörper zum Zwecke des Aufbaus eines Modells mit Modellwerkstoff umgeben
werden.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
gasdurchlässige keramische Form in einen Behälter eingesetzt wird, in dem ein Unterdruck
erzeugt wird.
1. A process for producing fiber composite investment castings, wherein
- at least one preliminary pattern body is made of a pattern material and of fibers
embedded therein, which is then used as part of a pattern or the pattern itself, -
a ceramic mold is then formed around the pattern,
- the pattern material is subsequently removed by melting off and/or burning out and/or
gasifying, with the fibers of the preliminary pattern body remaining in the ceramic
mold, and
- liquid metal is finally introduced into the mold,
characterized in
that the mold formed around the pattern is gas-impermeable and that the pressure in
the mold environment is lowered below the pressure in the mold interior, or the pressure
in the mold interior is raised above the pressure in the mold mold environment.
2. The process according to claim 1, characterized in that mineral fibers are used as
said fibers.
3. The process according to claim 1 or 2, characterized in that the fibers are used in
the form of a bundle of monofilaments or multifilaments or as wovens, nonwovens or
laid-down fibers or as fiber parisons with binder bridges.
4. The process according to any one of the preceding claims, characterized in that wax
is used as pattern material.
5. The process according to any one of claims 1 to 3, characterized in that synthetic
resin is used as pattern material.
6. The process according to any one of the preceding claims, characterized in that the
preliminary body is freed from the pattern material at the ends or edges and the thus
bare fiber sections are fixedly embedded into the ceramic mold when forming it.
7. The process according to any one of the preceding claims, characterized in that the
preliminary body is adapted by corresponding shaping to the requirements with respect
to geometry and load of the investment casting to be produced.
8. The process according to any one of the preceding claims, characterized in that the
pattern body is solely made of at least one preliminary body.
9. The process according to any one of the preceding claims, characterized in that one
or a plurality of preliminary bodies are surrounded by pattern material for forming
a pattern.
10. The process according to any one of the preceding claims, characterized in that the
gas-impermeable ceramic mold is inserted into a vessel wherein a vacuum is generated.
1. Procédé de fabrication de pièces obtenues par coulée de précision et réalisées dans
un matériau composite contenant des fibres, procédé dans lequel :
◆ on produit, à partir d'un matériau du modèle et des fibres contenues dans ce matériau,
au moins un corps préalable servant de modèle, lequel corps préalable est un élément
constitutif du modèle ou le modèle lui-même,
◆ on constitue ensuite un moule en céramique autour du modèle,
◆ le matériau du modèle subit ensuite un processus de fusion, de cuisson et/ou de
gazéification, où les fibres du corps préalable servant de modèle restent dans le
moule en céramique,
◆ le métal en fusion étant enfin déposé dans le moule
caractérisé
◆ en ce que le moule constitué autour du modèle est perméable au gaz, et
◆ en ce que la pression autour du moule est plus basse par rapport à la pression à
l'intérieur du moule, ou
◆ en ce que la pression à l'intérieur du moule est plus élevée par rapport à la pression
autour du moule.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les fibres utilisées sont
des fibres minérales.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les fibres sont utilisées
sous forme d'un faisceau de monofilaments ou de multifilaments ou comme des tissus,
des voiles ou des tissus non tissés ou comme des ébauches en fibres dotées de ponts
de liaison.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que
l'on utilise de la cire comme matériau du modèle.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'on
utilise de la résine synthétique comme matériau du modèle.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que
le corps préalable, au niveau des extrémités ou des bords, est dégagé du matériau
du modèle et en ce que les parties de fibres ainsi dégagées sont introduites et fixées
dans le moule en céramique au moment où ledit moule est constitué.
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que
le corps préalable, grâce à un formage adéquat, est adapté aux exigences concernant
la géométrie et la charge de la pièce à fabriquer par coulée de précision.
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que
le modèle, seul, est formé au moins par un corps préalable.
9. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un
ou plusieurs corps préalables sont entourés du matériau du modèle afin de constituer
un modèle.
10. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que
le moule en céramique perméable au gaz est introduit dans un récipient dans lequel
on produit une dépression.