| (19) |
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(11) |
EP 0 710 306 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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07.01.1998 Patentblatt 1998/02 |
| (22) |
Anmeldetag: 12.07.1994 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)6: D21H 19/84 |
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP9402/276 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9502/727 (26.01.1995 Gazette 1995/05) |
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| (54) |
GESTRICHENES ROLLENDRUCKPAPIER UND VERFAHREN ZU SEINER HERSTELLUNG
COATED PAPER FOR WEB PRINTING AND PROCESS FOR PRODUCING THE SAME
PAPIER COUCHE POUR ROTATIVES A BOBINES ET SON PROCEDE DE FABRICATION
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE DK ES FR GB IT LI NL SE |
| (30) |
Priorität: |
17.07.1993 DE 4324028
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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08.05.1996 Patentblatt 1996/19 |
| (73) |
Patentinhaber: Stora Publication Paper Aktiengesellschaft |
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40545 Düsseldorf (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- GREVE, Thomas
D-58093 Hagen (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 542 215 FR-A- 2 456 162
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FR-A- 2 288 186
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- WOCHENBLATT FÜR PAPIERFABRIKATION, September 1988 BIBERACH AN DER RISS (DE), Seiten
337-344, BERGH ET AL. 'Studie über Bindemittelsysteme für LLWC- und MFP-Papiere' in
der Anmeldung erwähnt
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein beidseitig gestrichenes Rollendruckpapier,
insbesondere für den Tiefdruck, das auf einem mineralischen Füllstoff enthaltenden
holzhaltigen Streichrohpapier einen mit einem Messerrakel egalisierten, mineralisches
Pigment und Bindemittel enthaltenden Strich aufweist.
[0002] Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Herstellung des gestrichenen Rollendruckpapiers.
[0003] Zur Gruppe der vorstehend genannten Rollendruckpapiere gehören insbesondere die sogenannten
LWC- (light weight coated) Papiere einschließlich der besonders leichgewichtigen Sorten,
die unter der Bezeichnung "LLWC" und "ULWC" (light-light weight coated bzw. ultra
light weight coated) bekanntgeworden sind.
[0004] Eingesetzt werden diese Papiere zur Herstellung von illustrierten Zeitschriften,
Magazinen und Werbeprospekten, die üblicherweise Tageszeitungen oder illustrierten
Zeitschriften beigefügt werden sowie von Katalogen, die zur Einsparung von Portokosten
bei Postversand kein hohes Gewicht aufweisen dürfen. In letzter Zeit wurden auch zahlreiche
Versuche unternommen, ungestrichene Rollendruckpapiere - SC- (super calandered) Papiere
durch Auftrag einer Pigmentpräparation in ihrer Qualität an die höherwertigen LWC-Papiere
heranzuführen.
[0005] Eine Übersicht über jüngere Entwicklungen für Offsetdruckpapiere gibt die DE-Literaturstelle:
Wochenblatt für Papierfabrikation 9/1988, Seite 337 bis 344. Diese Literaturstelle
gibt für ungestrichene SC-Papiere einen Aschegehalt von 18 bis 25 % an, während bei
den LWC-Papieren und den zugehörigen leichtgewichtigen Sorten für den Offsetdruckbereich
ein Aschegehalt von < 10 Gew.% angegeben wird, womit der Aschegehalt des Streichrohpapieres
gemeint sein dürfte. Bei MFP-(machine finished) Papieren wird ein Aschegehalt < 20
Gew.% angegeben. Zur Beschichtung von MFP- und LLWC-Papieren soll nach dieser Literaturstelle
erfolgreich eine Filmpresse einsetzbar sein. Bei Einsatz eines SD- (short dwell) Coaters
ist zum Erhalt eines befriedigenden Druckglanzes, unter Inkaufnahme einer verringerten
Opazität, ein erhöhtes Bindemittelniveau erforderlich.
[0006] Die Problematik beim Streichen von SC-Papieren, also Papieren mit einem im Vergleich
zu LWC-Papieren hohen Füllstoffanteil, ist ein weiteres Mal in der DE-Literaturstelle:
Wochenblatt für Papierfabrikation 1/1988, Seiten 1 bis 6 beschrieben. Bei einem für
den Offsetdruck vorgesehenen gestrichenen SC-Papier werden dazu bei reduziertem Strichgewicht
50 bis 100 Teile Bindemittel, bezogen auf 100 Teile Pigment statt 15 Teile Bindemittel
bei einem LWC-Papier benötigt. Gestrichene SC-Papiere für den Tiefdruck erreichen
hinsichtlich des Ausdruckverhaltens nicht die Qualität der LWC-Papiere.
[0007] In der DE-Literaturstelle: Wochenblatt für Papierfabrikation 13/1992, Seite 507 bis
515 wird über Versuche zum Streichen hochgefüllter holzhaltiger Papiere mit einer
Messerstreicheinrichtung berichtet, wobei auf die geringen Festigkeiten des Streichpapiers
bei mehr als 20 % Füllstoff und die dadurch entstehende Problematik bei Einsatz einer
Messerstreicheinrichtung verwiesen wird. Gemäß dieser Literaturstelle wird zunächst
eine Filmpressenvorbehandlung mit einer Zusammensetzung vorgeschlagen, die auf 100
Teile Pigment bis zu 50 Teile Bindemittel enthält. Daran anschließend wird mit einer
Messerstreicheinrichtung nach dem short dwell-Prinzip ein Deckstrich von mindestens
7 g/m
2 und Seite aufgetragen. Die anhand der Reißlänge beurteilte Festigkeit des Rohpapiers
nimmt beträchtlich zu, so daß ein problemloses Auftragen des Deckstriches möglich
ist. Nachteilig ist der erforderliche Vorstrich.
[0008] Bei Standard-LWC-Papieren ist der Einsatz einer Messerstreicheinrichtung dagegen
insofern unproblematisch, als die hier eingesetzten Streichrohpapiere schon wegen
ihres geringen Füllstoffgehaltes von ca. 6 bis 8 Gew.% eine höhere Festigkeit aufweisen.
Durch sorgfältige Auswahl des Faserstoffs, Einstellung des Mahlgrades und der Mahlbedingungen
ist zudem eine Festigkeitsoptimierung möglich.
[0009] In der DE-Literaturstelle: Wochenblatt für Papierfabrikation 2/1993, Seiten 53 bis
61, wird für die Oberflächenbehandlung von altpapierhaltigen Druckpapieren die Aufbringung
eines Vorstriches mit Hilfe einer auch unter der Bezeichnung "speed sizer" bekanntgewordenen
Filmpresse vorgeschlagen. Zur Herstellung einer Tiefdruckqualität auf Basis eines
SC-Rohpapiers wird eine Pigmentschicht von 4 bis 5 g/m
2 vorgeschlagen, wobei in einem zweiten Streichvorgang mit einem mit einer Klinge als
Egalisierelement ausgerüsteten dynamic coater ein Deckstrich aufgetragen wird. Als
Nachteil wird auf den hohen Maschinenaufwand, zusätzliche Betriebskosten und daraus
folgend auf eine Verteuerung des Produkts verwiesen. Auch bei LWC-Papieren wird nach
dieser Literaturstelle auf das Rohpapier mit einem speed sizer eine Pigmentschicht
von 3 g/m
2 und Seite aufgetragen, so daß eine anschließende Weiterveredelung in einer mit einer
Streichklinge versehenen Streicheinrichtung möglich ist.
[0010] Die DE-A-36 31 835 betrifft ein Verfahren zur Herstellung vergilbungsresistenter
Spezialpapiere, insbesondere von Papieren, die für spezielle Tapeten, z. B. mit einem
PVC-Schaumauftrag oder für Releasepapiere zum Einsatz kommen sollen. Das einzusetzende
Streichrohpapier besteht aus ausgewählten Zellstoffsorten in einem bestimmten Abmischungsverhältnis.
Zwar wird gemäß dieser Schrift auch ein pigmentierter Oberflächenauftrag vorgesehen
und dazu u. a. auch eine Messerstreicheinrichtung vorgeschlagen. Die Herstellung von
gestrichenen Rollendruckpapieren, insbesondere von holzhaltigen Rollendruckpapieren
ist in dieser Schrift nicht angesprochen.
[0011] Die WO-A-92/22016 betrifft ein blattförmiges Kopierpapier einer Flächenmasse von
80 bis 200 g/m
2, wobei 12 bis 18 g/m
2 auf einen zumindest auf einer Seite aufgetragenen pigmentierten Strich entfallen.
Im Streichrohpapier liegt ein Füllstoffgehalt von 19 bis 28 Gew.% vor; der Faserstoff
des Rohpapiers besteht aus einer Mischung kurzfasriger und langfasriger Zellstoffe.
Ggf. kann ein Vorstrich aufgebracht werden. Beispielhaft ist eine Oberflächenleimung
des Streichrohpapiers erwähnt. Die hier offenbarten hochwertigen Faserstoffzusammensetzungen,
der Flächenmassenbereich des angegebenen Kopierpapiers und das hohe Strichauftragsgewicht
sind nicht auf das Gebiet der Rollendruckpapiere übertragbar.
[0012] Aus dem Stand der Technik sind auch zahlreiche Vorschläge zur Einstellung eines hohen
Füllstoffgehaltes bzw. zur Verbesserung der Füllstoffretention bekanntgeworden, jedoch
betreffen diese Vorschläge nicht die Herstellung von mit einem Messerrakel gestrichenen
Rollendruckpapieren.
[0013] In der DE-A-37 30 887 wird ein Verfahren zur Verbesserung der Bedruckbarkeit von
Papier angegeben, bei dem auf ein Streichrohpapier, insbesondere ein holzhaltiges
Druckpapier, das in den meisten Fällen stark satiniert ist und ein Flächengewicht
von mindestens 30 g/m
2, vorzugsweise mehr als 35 g/m
2 aufweist, ein Strich, bestehend aus einem mineralischen Pigment und einer kationischen
wäßrigen Polymerdispersion eines Papierleimungsmittels mit einer Glasübergangstemperatur
von 5 bis 80 °C und eines die Ausbildung der Oberflächenleimung störenden oberflächenaktiven
Stoffs und/oder eines polymeren Dispergiermittels in einer Menge von 0,5 bis 4 g/m
2 aufgestrichen wird. Als Streicheinrichtungen können Messerstreicheinrichtungen, speed
sizer und short dwell coater eingesetzt werden. Infolge des relativ geringen Auftragsgewichtes,
das beispielhaft lediglich 1 g/m
2 und Seite und vorzugsweise 1 bis 2,5 g/m
2 und Seite beträgt, ist eine befriedigende Abdeckung der Oberfläche des Streichrohpapiers
nicht sichergestellt, so daß zwar verbesserte optische Eigenschaften, jedoch noch
nicht in jedem Fall befriedigende drucktechnische Eigenschaften auftreten.
[0014] Zusammenfassend stellt sich damit der auf dem vorliegenden Fachgebiet bekannte Stand
der Technik wie folgt dar:
- Rollendruckpapiere des LWC-, LLWC- und ULWC-Typs, die aus Streichrohpapieren mit niedrigem
Füllstoffgehalt hergestellt und in einer mit einem Messerrakel versehenen Streicheinrichtung
gestrichen sind;
- Rollendruckpapiere, hergestellt aus Streichrohpapieren mit hohem Füllstoffgehalt,
die unter Einsatz einer Filmpresse (speed sizer) eine Oberflächenpigmentierung erhalten
bzw. nach Erhalt eines mit einer Filmpresse aufgebrachten Vorstriches in einem zweiten
Arbeitsvorgang mit einem Messerrakel einen Deckstrich erhalten.
[0015] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein kostengünstig herstellbares
gestrichenes Rollendruckpapier, insbesondere für den Tiefdruck, zur Verfügung zu stellen,
das über eine gute Opazität, ausreichende Weiße und eine gute Verdruck- bzw. Bedruckbarkeit
verfügt.
[0016] Insbesondere will die Erfindung ein Rollendruckpapier zur Verfügung stellen, das
bei in etwa gleicher Flächenmasse in seiner Qualität den Standard-LWC-Papieren entspricht,
das jedoch keinen Vorstrich oder eine Präparation benötigt.
[0017] Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht in der Entwicklung eines Verfahrens, mit
dem das vorstehend skizzierte Rollendruckpapier hergestellt werden kann.
[0018] Die Erfindung sieht daher ein beidseitig gestrichenes Rollendruckpapier, insbesondere
für den Tiefdruck, vor, das auf einem mineralischen Füllstoff enthaltenden Streichrohpapier
einen mit einem Messerrakel egalisierten, Pigment und Bindemittel enthaltenden Einfachstrich
zur Aufnahme der Druckfarbe aufweist und das dadurch gekennzeichnet ist, daß das Streichrohpapier
- bezogen auf seine Flächenmasse - mehr als 18 Gew.% Füllstoff enthält, der unmittelbar
auf das Streichrohpapier aufgetragene Strich eine Flächenmasse von > 4 bis 8 g/m
2 und Seite aufweist und der Strich - gerechnet als Trockengewichtsanteile - 4 bis
10 Gew.% Bindemittel, bezogen auf 100 Gew.-Teile Pigment, enthält.
[0019] Mit der in Ansprüchen und Beschreibung verwendeten Formulierung, wonach der Strich
unmittelbar auf das Streichrohpapier aufgetragen ist, soll ausgedrückt werden, daß
auf das Streichrohpapier kein Vorstrich oder eine sonstige Präparation aufgebracht
wird, sondern der Auftrag des zur Aufnahme der Druckfarbe vorgesehenen Striches direkt
auf das Streichrohpapier erfolgt. Gleichzeitig soll mit dieser Formulierung der Auftrag
und die Egalisierung der aufgebrachten Streichfarbe mit einer anderen als einer üblichen
Messerstreicheinrichtung z. B. mit einer Filmpresse ausgeschlossen sein. Bei einer
solchen Einrichtung erfolgt eine volumetrische Vordosierung der Streichfarbe auf eine
Übertragungswalze und anschließend der Übertrag der Streichfarbe auf die Streichrohpapieroberfläche.
[0020] Vorzugsweise weist der Strich eine Flächenmasse von 4,5 bis 7 g/m
2 und Seite auf, ganz besonderns bevorzugt von nicht mehr als 6 g/m
2. Der Füllstoffgehalt des Streichrohpapiers beträgt vorzugsweise bis zu 40 Gew.%,
insbesondere bis zu 35 Gew.%.
[0021] Bei der Herstellung des Streichrohpapiers werden vorzugsweise Calciumcarbonat, Kaolin
und Talkum oder eine Mischung dieser Füllstoffe eingesetzt, wobei zur Verbesserung
der Retention übliche Retentionshilfsmittel eingesetzt werden können. Zusätzlich kann
kationische Stärke zugegeben werden, vorzugsweise in einer Menge von 0,3 bis 0,8 Gew.%,
bezogen auf Trockengewichtsanteile des Gesamtstoffes. Durch den hohen Füllstoffanteil
ist das Streichrohpapier in seiner Saugwirkung reduziert, so daß ein Wegschlagen der
nassen Streichfarbe in das Streichrohpapier weitestgehend ausgeschlossen ist. Der
Faserstoff des Streichrohpapiers besteht vorzugsweise aus Zellstoff- und Holzstoffasern,
jedoch können bis zu 25 Gew.% Recyclingfasern zugesetzt sein.
[0022] Zur Erzielung eines qualitativ hochwertigen Rollendruckpapiers, das gleichzeitig
kostengünstig und fertigungstechnisch problemlos herstellbar ist, hat es sich als
besonders vorteilhaft erwiesen, das Flächengewicht des Streichrohpapiers und das Strichauftragsgewicht
in einem bestimmten Verhältnis einzustellen. Vorzugsweise liegt das Verhältnis von
Streichrohpapiergewicht zu Strichauftragsgewicht im Bereich von 1 : 0,2 bis 1 : 0,4,
ganz besonders bevorzugt im Bereich von 1 : > 0,2 bis 1 : 0,35.
[0023] Für die Zwecke der vorliegenden Erfindung kommen insbesondere Streichrohpapiere mit
einer Flächenmasse von 30 bis 65 g/m
2 in Betracht, insbesondere solche Streichrohpapiere, die eine Dichte von > 0,7 bis
< 0,8 g/cm
3 aufweisen.
[0024] Vorzugsweise weist das Streichrohpapier eine Reißlänge in Längsrichtung von mindestens
3.500 m und nicht mehr als 5.500 m auf, während in Querrichtung die Reißlänge im Bereich
von 1.000 bis 1.900 m liegen sollte.
[0025] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform besteht das Bindemittel des Striches
aus einem Kunstharz, das in der Streichfarbe in Form einer anionischen wäßrigen Dispersion
vorliegt.
[0026] Zur Herstellung des beidseitig gestrichenen Rollendruckpapiers ist erfindungsgemäß
ein Verfahren vorgesehen, bei dem auf ein mineralischen Füllstoff enthaltendes Streichrohpapier
zur Erzielung eines die Druckfarbe aufnehmenden Einfachstriches eine Pigment und Bindemittel
enthaltende Streichfarbe aufgetragen, mit einem Messerrakel egalisiert und anschließend
getrocknet wird, wobei das Verfahren dadurch gekennzeichnet ist, daß das Streichrohpapier,
bezogen auf seine Flächenmasse, mehr als 18 Gew.% Füllstoff enthält und der Rakeldruck
auf 1,3 bis 2,0 bar eingestellt wird, so daß auf das Streichrohpapier ein Strich mit
einer Flächenmasse von > 4 bis 8 g/m
2 und Seite, gerechnet als Trockengewichtsanteile, aufgetragen wird. Dabei wird eine
Streichfarbe eingesetzt, die, gerechnet als Trockengewichtsanteil, 4 bis 10 Gew.%
Bindemittel, bezogen auf 100 Gew.-Teile Pigment, enthält.
[0027] Vorzugsweise liegt der Feststoffgehalt der Streichfarbe bei nicht mehr als 60 Gew.%,
bevorzugt nicht unterhalb 40 Gew.% und bei weniger als 55 Gew.%, ganz besonders bevorzugt
bei weniger als 50 Gew.%.
[0028] Hinsichtlich der Flächenmasse des aufzubringenden Striches, des Füllstoffgehaltes
des Streichrohpapiers, der Art der Füllstoffe, der Flächenmasse, der Dichte und der
Reißlänge des Streichrohpapiers gelten für das Verfahren die entsprechenden Angaben,
wie sie vorstehend zu den bevorzugten Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Rollendruckpapiers
gemacht wurden.
[0029] Zur Herstellung des Streichrohpapiers hat sich gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
eine mit Doppelsieb ausgerüstete Papiermaschine erwiesen.
[0030] Durch das mit geringem Anpreßdruck arbeitende Rakelmesser wird es ermöglicht, das
Streichrohpapier, das infolge seines hohen mineralischen Füllstoffgehaltes über eine
relativ geringe Festigkeit verfügt, problemlos zu streichen. Andererseits bewirkt
der hohe Füllstoffgehalt des Streichrohpapieres bereits eine außerordentlich gute
Vergleichmäßigung der Streichrohpapieroberfläche, so daß in Verbindung mit dem aufgetragenen
Strich, trotz dessen relativ geringen Auftragsgewichtes, die Streichrohpapieroberfläche
gut abgedeckt wird, wobei infolge des auf einen Anpreßdruck von 1,3 bis 2,0 bar eingestellten
Rakelmessers zwar eine Auffüllung der im Rohpapier noch bestehenden Vertiefungen mit
Streichmasse erfolgt, andererseits aber ein Spachteleffekt, d. h. ein Freikratzen
der Erhebungen von Streichfarbe oder ein Aufreißen der ausgebildeten Streichmassenschicht
nicht eintritt.
[0031] Zur Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens hat sich eine sogenannte LDTA- (long
dwell time applicator) Streicheinrichtung als geeignet erwiesen. Darunter ist eine
Streicheinrichtung zu verstehen, bei der die auf das Streichrohpapier aufgetragene
Streichmasse bis zur Egalisierung durch eine Rakelstreicheinrichtung noch eine Strecke
von 50 bis 100 cm zurückzulegen hat. Die Streichmasse wird bei einer solchen Streicheinrichtung
z. B. mit einer in die Streichmasse eintauchenden Walze auf das Streichrohpapier übertragen.
Im Gegensatz zu der vorstehend beschriebenen LDTA-Einrichtung stehen die sogenannten
SDTA- (short dwell time applicator) Einrichtungen, bei denen die Egalisierung der
Streichmasse durch eine Rakelstreicheinrichtung unmittelbar nach dem Auftrag auf das
Streichrohpapier erfolgt.
[0032] Zur Erzielung einer besonders glatten Oberfläche hat es sich als vorteilhaft erwiesen,
das Streichrohpapier vor dem Auftrag der Streichfarbe zu glätten.
[0033] Erfindungsgemäß können Streichfarben eingesetzt werden, die bei einem für den Tiefdruck
vorgesehenen Rollendruckpapier einen Bindemittelanteil von 4 bis 10 Gew.% - bezogen
auf das Pigment des getrockneten Striches - enthalten. Als Pigmente werden Kaolin
und/oder Talkum oder Calciumcarbonat bzw. eine Mischung aus Calciumcarbonat und Talkum
eingesetzt. Als Bindemittel werden vorzugsweise Kunststoffdispersionen eingesetzt,
deren Teilchen anionisch geladen sind, insbesondere auf Basis von Acrylat sowie auf
Basis von Polyvinylacetat, Butadienstyrol, bzw. deren Copolymerisaten sowie Abmischungen
dieser Kunststoffdispersionstypen.
[0034] In Beschreibung und Patentansprüchen sind die Angaben zum Füllstoffgehalt als Gewichtsteile
Asche otro (ofentrocken 550 °C zu verstehen.
[0035] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels erläutert:
[0036] Einer Faserstoffmischung aus 66 Gew.% Zellstoff und 34 Gew.% Holzschliff wird eine
aus je 50 Gew.% Kaolin und Calciumcarbonat bestehende Füllstoffmischung und ferner
kationische Stärke sowie ein Retentionshilfsmittel zugegeben. Aus der Faserstoff-/Füllstoffmischung
wird ein Streichrohpapier mit einem Füllstoffanteil von 30 % hergestellt. Die zugegebene
kationische Stärke entspricht einem Anteil von 0,5 Gew.%, bezogen auf Trockengewichtsanteile
(otro) des Gesamtstoffes. Das Streichrohpapier hat eine Flächenmasse von 40 g/m
2. Es wird in der Papiermaschine geglättet und anschließend auf einer mit zwei Messerrakeleinrichtungen
versehenen Streichmaschine beidseitig mit einer Streichfarbe mit einem Feststoffgehalt
von 46,5 Gew.%, bei der auf 100 Gew.-Teile einer aus Calciumcarbonat und Kaolin zusammengesetzten
Pigmentmischung 6,5 Gew.-Teile Bindemittel entfallen mit einem Einfachstrich versehen,
getrocknet und anschließend auf einem Superkalander satiniert. Als Bindemittel wurde
eine anionische wäßrige Kunststoffdispersion auf Acrylatbasis eingesetzt.
[0037] Es wurden je Seite 4,4 g/m
2 otro (= ofentrocken) nach ISO 536 aufgetragen.
Vergleichsbeispiel:
[0038] Unter Verwendung der gleichen Faserstoff- und Pigmentmischung wurde ein Streichrohpapier
von 35 g/m
2 hergestellt, bei dem der Füllstoffanteil jedoch lediglich 7 Gew.% betrug.
[0039] Das hergestellte Streichrohpapier wurde unter den gleichen Maschinenbedingungen wie
vorstehend zum erfindungsgemäßen Beispiel angegeben gestrichen, wobei jedoch je Seite
ein Strich einer Flächenmasse von 7 g/m
2 aufgetragen wurde. Das hergestellte Papier entspricht einem handelsüblichen LWC-Papier
für den Tiefdruck.
[0040] Die nachfolgende Tabelle zeigt einen Vergleich zwischen den Eigenschaften des Rollendruckpapiers
nach der Erfindung bzw. nach dem
Vergleichsbeispiel:
[0041]

[0042] Beurteilung der Bedruck- bzw. Verdruckbarkeit:
[0043] Im Vergleich zu einem Standard-LWC-Papier zeigte das erfindungsgemäße Rollendruckpapier
eine vergleichbar gute Verdruckbarkeit, (Laufverhalten in der Druckmaschine).
[0044] Eine visuelle Beurteilung des Druckglanzes ergab für das erfindungsgemäße Rollendruckpapier
ein etwas besseres Ergebnis. Der Ausdruck zeigte keine Fleckigkeit, die Qualität des
Ausdrucks kann als vergleichbar ruhig im Vergleich zu einer Standard-LWC-Qualität
bezeichnet werden. Gleiches gilt für die Formation (Durchscheinen). Die Anzahl der
auftretenden "missing dots" war im Vergleich zu einer Standard-LWC-Qualität vergleichbar
niedrig.
1. Beidseitig gestrichenes Rollendruckpapier, insbesondere für den Tiefdruck, das auf
einem mineralischen Füllstoff enthaltenden Streichrohpapier einen mit einem Messerrakel
egalisierten, Pigment und Bindemittel enthaltenden, zur Aufnahme der Druckfarbe dienenden
Einfachstrich aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß
- das Streichrohpapier - bezogen auf seine Flächenmasse - mehr als 18 Gew.% Füllstoff
enthält,
- der unmittelbar auf das Streichrohpapier aufgetragene Einfachstrich eine Flächenmasse
von > 4 bis 8 g/m2 und Seite aufweist und
- der Strich - gerechnet als Trockengewichtsanteile - 4 bis 10 Gew.% Bindemittel,
bezogen auf 100 Gewichtsteile Pigment, enthält.
2. Beidseitig gestrichenes Rollendruckpapier nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Strich eine Flächenmasse von 4,5 bis 7 g/m2 und Seite aufweist.
3. Beidseitig gestrichenes Rollendruckpapier nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch
gekennzeichnet, daß das Streichrohpapier einen Füllstoffgehalt bis zu 40 Gew.% aufweist.
4. Gestrichenes Rollendruckpapier nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß das Streichrohpapier einen Füllstoffgehalt bis zu 35 Gew.% aufweist.
5. Gestrichenes Rollendruckpapier nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß der Füllstoff des Streichrohpapiers aus Kaolin, Talkum, Calciumcarbonat oder einer
Mischung dieser Füllstoffe besteht.
6. Beidseitig gestrichenes Rollendruckpapier nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß das Verhältnis der Flächenmasse des Streichrohpapiers zur Flächenmasse
des auf beiden Seiten aufgetragenen Striches im Bereich von 1 : 0,2 bis 1 : 0,4 liegt.
7. Beidseitig gestrichenes Rollendruckpapier nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß das Streichrohpapier eine Flächenmasse von 30 bis 65 g/m2 aüfweist.
8. Beidseitig gestrichenes Rollendruckpapier nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß das Streichrohpapier eine Dichte von > 0,7 bis < 0,8 g/cm3 aufweist.
9. Beidseitig gestrichenes Rollendruckpapier nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß das Streichrohpapier eine l/q-Reißlänge von 3.500/1.000 bis 5.500/1.900
m aufweist.
10. Beidseitig gestrichenes Rollendruckpapier nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß der Strich als Bindemittel ein Kunstharz enthält, das in der Streichfarbe
in Form einer anionischen, wäßrigen Dispersion vorliegt.
11. Verfahren zur Herstellung eines beidseitig gestrichenen Rollendruckpapiers, bei dem
auf ein mineralischen Füllstoff enthaltendes Streichrohpapier zur Erzielung eines
die Druckfarbe aufnehmenden Einfachstriches eine Pigment und Bindemittel enthaltende
Streichfarbe aufgetragen, mit einem Messerrakel egalisiert und anschließend getrocknet
wird, dadurch gekennzeichnet, daß
- das Streichrohpapier, bezogen auf seine Flächenmasse, mehr als 18 Gew.% Füllstoff
enthält und
- der Rakeldruck auf 1,3 bis 2,0 bar eingestellt wird, so daß auf das Streichrohpapier
ein Strich mit einer Flächenmasse von > 4 bis 8 g/m2 und Seite, gerechnet als Trockengewichtsanteile, aufgetragen wird und
- eine Streichfarbe eingesetzt wird, die, gerechnet als Trockengewichtsanteile, 4
bis 10 Gew.% Bindemittel, bezogen auf 100 Gewichtsteile Pigment, enthält.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß eine Streichfarbe aufgetragen
wird, die einen Feststoffgehalt von nicht mehr als 60 Gew.% aufweist.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 und 12, dadurch gekennzeichnet, daß auf das
Streichrohpapier ein Strich einer Flächenmasse von 4,5 bis 7 g/m2 aufgetragen wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß ein Streichrohpapier
mit einem Füllstoffgehalt bis zu 40 Gew.% verwendet wird.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß ein Streichrohpapier
mit einem Füllstoffgehalt bis zu 35 Gew.% verwendet wird.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß ein Streichrohpapier
verwendet wird, dessen Füllstoff aus Kaolin, Talkum, Calciumcarbonat oder einer Mischung
dieser Füllstoffe besteht.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß auf beide
Seiten des Streichrohpapiers insgesamt der Strich in einer Menge aufgetragen wird,
daß seine Flächenmasse zur Flächenmasse des Streichrohpapiers im Bereich von 0,2 :
1 bis 0,4 : 1 liegt.
18. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß ein Streichrohpapier
mit einer Flächenmasse von 30 bis 65 g/m2 verwendet wird.
19. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß ein Streichrohpapier
mit einer Dichte von > 0,7 bis < 0,8 g/cm3 verwendet wird.
20. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß ein Streichrohpapier
verwendet wird, bei dem die l/q-Reißlänge in einem Bereich von 3.500/1.000 bis 5.500/1.900
liegt.
21. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß die verwendete
Streichfarbe als Bindemittel eine anionische, wäßrige Kunstharzdispersion enthält.
22. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß das Streichrohpapier
geglättet wird.
1. Web printing paper coated on both sides, especially for intaglio printing, having
on a coating base paper containing mineral filler a pigment- and binder-containing
single coating levelled with a doctor blade and serving to receive the printing ink,
characterised in that
- the coating base paper, based on its mass per unit area, contains more than 18 %
by weight filler,
- the single coating, which is applied directly to the coating base paper, has a mass
per unit area of > 4 to 8 g/m2 on each side and
- the coating, calculated as dry parts by weight, contains from 4 to 10 % by weight
binder, based on 100 parts by weight pigment.
2. Web printing paper coated on both sides according to claim 1, characterised in that
the coating has a mass per unit area of from 4.5 to 7 g/m2 on each side.
3. Web printing paper coated on both sides according to either claim 1 or claim 2, characterised
in that the coating base paper has a filler content of up to 40 % by weight.
4. Coated web printing paper according to any one of claims 1 to 3, characterised in
that the coating base paper has a filler content of up to 35 % by weight.
5. Coated web printing paper according to any one of claims 1 to 4, characterised in
that the filler of the coating base paper consists of kaolin, talcum, calcium carbonate
or a mixture of those fillers.
6. Web printing paper coated on both sides according to any one of claims 1 to 5, characterised
in that the ratio of the mass per unit area of the coating base paper to the mass
per unit area of the coating applied to both sides is in the range of from 1 : 0.2
to 1 : 0.4.
7. Web printing paper coated on both sides according to any one of claims 1 to 6, characterised
in that the coating base paper has a mass per unit area of from 30 to 65 g/m2.
8. Web printing paper coated on both sides according to any one of claims 1 to 7, characterised
in that the coating base paper has a density of from > 0.7 to < 0.8 g/cm3.
9. Web printing paper coated on both sides according to any one of claims 1 to 8, characterised
in that the coating base paper has a lengthwise/crosswise breaking length of from
3 500/1 000 to 5 500/1 900 m.
10. Web printing paper coated on both sides according to any one of claims 1 to 9, characterised
in that the coating contains as binder a synthetic resin which is present in the coating
liquid in the form of an anionic aqueous dispersion.
11. Process for the preparation of a web printing paper coated on both sides, in which
in order to achieve a single coating for receiving the printing ink, a pigment- and
binder-containing coating liquid is applied to a coating base paper containing mineral
filler, is levelled with a doctor blade and is then dried, characterised in that
- the coating base paper, based on its mass per unit area, contains more than 18 %
by weight filler, and
- the blade pressure is adjusted to from 1.3 to 2.0 bar, so that a coating having
a mass per unit area of > 4 to 8 g/m2 on each side, calculated as dry parts by weight, is applied to the coating base paper,
and
- a coating liquid is used which, calculated as dry parts by weight, contains from
4 to 10 % by weight binder, based on 100 parts by weight pigment.
12. Process according to claim 11, characterised in that the coating liquid applied has
a solids content of not more than 60 % by weight.
13. Process according to either claim 11 or claim 12, characterised in that a coating
having a mass per unit area of from 4.5 to 7 g/m2 is applied to the coating base paper.
14. Process according to any one of claims 11 to 13, characterised in that a coating base
paper having a filler content of up to 40 % by weight is used.
15. Process according to any one of claims 11 to 14, characterised in that a coating base
paper having a filler content of up to 35 % by weight is used.
16. Process according to any one of claims 11 to 15, characterised in that a coating base
paper is used in which the filler consists of kaolin, talcum, calcium carbonate or
a mixture of those fillers.
17. Process according to any one of claims 11 to 16, characterised in that in total the
coating is applied to both sides of the coating base paper in an amount such that
the ratio of its mass per unit area to the mass per unit area of the coating base
paper is in the range of from 0.2 : 1 to 0.4 : 1.
18. Process according to any one of claims 11 to 17, characterised in that a coating base
paper having a mass per unit area of from 30 to 65 g/m2 is used.
19. Process according to any one of claims 11 to 18, characterised in that a coating base
paper having a density of from > 0.7 to < 0.8 g/cm3 is used.
20. Process according to any one of claims 11 to 19, characterised in that a coating base
paper having a lengthwise/crosswise breaking length in the range of from 3 500/1 000
to 5 500/1 900 m is used.
21. Process according to any one of claims 11 to 20, characterised in that the coating
liquid used contains as binder an anionic aqueous synthetic resin dispersion.
22. Process according to any one of claims 11 to 21, characterised in that the coating
base paper is glazed.
1. Papier sans fin couché sur les deux faces, approprié en particulier pour l'héliogravure
rotative, lequel papier présente, sur un support de couche contenant une charge minérale,
une simple couche renfermant un pigment et un liant, égalisée par une racle et destinée
à recevoir l'encre d'imprimerie, caractérisé
- en ce que le support de couche contient, rapporté à la masse par unité de surface,
plus de 18 % en poids de charge,
- en ce que la simple couche appliquée directement sur le support de couche a une
masse par unité de surface de plus de 4 à 8 g par m2 et par face, et
- en ce que la couche contient, exprimé en parties de matières sèches, de 4 à 10 %
en poids de liant pour 100 parties en poids de pigment.
2. Papier sans fin couché sur les deux faces conforme à la revendication 1, caractérisé
en ce que la couche a une masse par unité de surface de 4,5 à 7 g par m2 et par face.
3. Papier sans fin couché sur les deux faces conforme à une des revendications 1 et 2,
caractérisé en ce que le support de couche a une teneur en charge pouvant atteindre
40 % en poids.
4. Papier sans fin couché conforme à une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce
que le support de couche a une teneur en charge pouvant atteindre 35 % en poids.
5. Papier sans fin couché conforme à une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce
que la charge du support de couche est du kaolin, du talc, du carbonate de calcium
ou un mélange de ceux-ci.
6. Papier sans fin couché sur les deux faces conforme à une des revendications 1 à 5
caractérisé en ce que le rapport de la masse par unité de surface du support de couche
à la masse par unité de surface des couches appliquées sur les deux faces est compris
dans l'intervalle allant de 1 : 0,2 à 1 : 0,4.
7. Papier sans fin couché sur les deux faces conforme à une des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce que le support de couche a une masse par unité de surface de 30
à 65 g par m2.
8. Papier sans fin couché sur les deux faces conforme à une des revendications 1 à 7,
caractérisé en ce que le support de couche a une masse volumique allant de plus de
0,7 à moins de 0,8 g/cm3.
9. Papier sans fin couché sur les deux faces conforme à une des revendications 1 à 8,
caractérisé en ce que le support de couche a une longueur de rupture longitudinale/transversale
allant de 3 500/1 000 à 5 500/1 900 m.
10. Papier sans fin couché sur les deux faces conforme à une des revendications 1 à 9,
caractérisé en ce que la couche contient, comme liant, une résine synthétique présente
dans l'enduit de couchage sous forme d'une dispersion anionique dans l'eau.
11. Procédé de fabrication de papier sans fin couché sur les deux faces, dans lequel on
applique, dans le but d'obtenir une simple couche destinée à recevoir l'encre d'imprimerie,
sur un support de couche contenant une charge minérale, un enduit de couchage contenant
un pigment et un liant, on égalise avec une racle puis on sèche, lequel procédé est
caractérisé
- en ce que le support de couche contient, rapporté à la masse par unité de surface,
plus de 18 % en poids de charge,
- en ce que la pression de la racle est ajustée à une valeur comprise entre 1,3 et
2,0 bars de manière à ce qu'une couche ayant une masse par unité de surface de plus
de 4 g à 8 g de matières sèches par m2 et par face soit appliquée sur le support de couche, et
- en ce que l'on utilise un enduit de couchage contenant, comme matières sèches, de
4 à 10 % en poids de liant pour 100 parties en poids de pigment.
12. Procédé conforme à la revendication 11, caractérisé en ce que l'on applique un enduit
de couchage ayant une teneur en matières solides ne dépassant pas 60 % en poids.
13. Procédé conforme à une des revendications 11 et 12, caractérisé en ce que l'on applique
sur le support de couche une couche ayant une masse par unité de surface de 4,5 à
7 g/m2.
14. Procédé conforme à une des revendications 11 à 13, caractérisé en ce que l'on utilise
un support de couche ayant une teneur en charge pouvant atteindre 40 % en poids.
15. Procédé conforme à une des revendications 11 à 14, caractérisé en ce que l'on utilise
un support de couche ayant une teneur en charge pouvant atteindre 35 % en poids.
16. Procédé conforme à une des revendications 11 à 15, caractérisé en ce que l'on utilise
un support de couche dans lequel la charge est du kaolin, du talc, du carbonate de
calcium ou un mélange de ces charges.
17. Procédé conforme à une des revendications 11 à 16, caractérisé en ce que l'on applique
sur les deux faces du support de couche une quantité totale d'enduit telle que le
rapport de sa masse par unité de surface par rapport à la masse par unité de surface
du support de couche soit compris dans l'intervalle allant de 0,2 : 1 à 0,4 : 1.
18. Procédé conforme à une des revendications 11 à 17, caractérisé en ce que l'on utilise
un support de couche ayant une masse par unité de surface de 30 à 65 g/m2.
19. Procédé conforme à une des revendications 11 à 18, caractérisé en ce que l'on utilise
un support de couche ayant une masse volumique de plus de 0,7 à moins de 0,8 g/cm3.
20. Procédé conforme à une des revendications 11 à 19, caractérisé en ce que l'on utilise
un support de couche ayant une longueur de rupture longitudinale/transversale comprise
dans un intervalle allant de 3 500/1 000 m à 5 500/1 900 m.
21. Procédé conforme à une des revendications 11 à 20, caractérisé en ce que l'enduit
de couchage utilisé contient, comme liant, une dispersion aqueuse anionique d'une
résine synthétique.
22. Procédé conforme à une des revendications 11 à 21, caractérisé en ce que le support
de couche subit un lissage.