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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT DE FR GB IT SE |
| (30) |
Priorität: |
30.10.1993 DE 4337148
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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14.08.1996 Patentblatt 1996/33 |
| (73) |
Patentinhaber: J.D. Theile GmbH & Co. KG |
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D-58239 Schwerte (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- BERGHOFF, Jürgen
D-58238 Schwerte (DE)
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| (74) |
Vertreter: Elbertzhagen, Otto et al |
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Patentanwälte Thielking & Elbertzhagen
Gadderbaumer Strasse 20 33602 Bielefeld 33602 Bielefeld (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
US-A- 3 830 054
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US-A- 4 729 872
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- DATABASE WPI Week 8702, Derwent Publications Ltd., London, GB; AN 87-011787 & JP,A,61
270 355 (SUMITOMO METAL IND KK) 29. November 1986
- DATABASE WPI Week 7748, Derwent Publications Ltd., London, GB; AN 77-85841 & JP,A,52
126 611 (DAIDO KOGYO KK) 24. Oktober 1977
- DATABASE WPI Week 7827, Derwent Publications Ltd., London, GB; AN 78-48872 & JP,A,53
060 813 (KOBE STEEL KK UND OSAKA SEISA ZOKI KK) 31. Mai 1978
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TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die Erfindung betrifft die Verwendung einer Edelstahl-Legierung mit Anteilen von
Kohlenstoff, Silicium, Mangan, Phosphor, Schwefel, Chrom, Molybdän, Nickel, Aluminium
und Eisen mit herstellungsbedingten Verunreinigungen als Rest gemäß den Merkmalen
des Patentanspruchs als Werkstoff zur Herstellung von Ketten und Kettenbauteilen.
STAND DER TECHNIK
[0002] Grundsätzlich ist eine solche Legierung aus der US-PS 4,729,872 bekannt. Dies gilt
allerdings nicht für die Verwendung einer solchen Legierung für Ketten oder Kettenbauteile.
[0003] Ein konventioneller Werkstoff für Ketten und Kettenbauteile hat bezüglich der wesentlichen
Nebenbestandteile folgende chemische Zusammensetzung:
| C |
Si |
Mn |
P |
S |
Cr |
| 0,20-0,26% |
< 0,25% |
1,10-1,40% |
< 0,020% |
< 0,020% |
0,40-0,60% |
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| Mo |
Ni |
Al |
Cu |
N |
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| 0,50-0,60% |
0,90-1,10% |
0,020-0,050% |
< 0,25% |
< 0,012% |
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[0004] Man hat zur Optimierung dieses bekannten Werkstoffs zum Teil eine Einengung der angegebenen
Toleranzgrenzen und zum Teil eine Überschreitung der Toleranzgrenzen für die Legierungsanteile
vorgenommen, im wesentlichen jedoch die Zusammensetzung unverändert gelassen, weil
neben der Festigkeit auch die notwendige Warmbehandlung der Edelstähle bei der Herstellung
von Ketten und Kettenbauteilen berücksichtigt werden muß, denn insbesondere bei der
Herstellung von Kettengliedern muß mit Abbrenn- und Widerstandsschweißen gearbeitet
werden. Hier kommt es darauf an, daß auch in der Schweißzone der Kettenglieder die
erforderlichen technologischen Eigenschaften des Werkstoffes erhalten bleiben. Außerdem
muß bei der Warmbehandlung der fertigen Kette ein Kompromiß zwischen der Härte, also
der Materialfestigkeit, und dem Verschleißwiderstand gefunden werden, um der bei höherer
Festigkeit allgemein verminderten Zähigkeitseigen- schaften Rechnung zu tragen.
[0005] Um den steigenden Anforderungen an Rundstahlketten und -zubehör für den Bergbau,
den sogenannten Bergbauketten, gerecht zu werden, hat man durch Geometrieveränderungen
an den Kettengliedern und den Kettenbauteilen höhere Standzeiten erzielt. Man stößt
dabei jedoch schnell an die geometrischen Randbedingungen, die von den Einsatzfällen
vorgegeben werden. Bei Förderketten werden mit größerer Dimension größere Kettenräder
erforderlich, die eine entsprechende Bauhöhe bedingen. Vor allem im Untertagebetrieb
kommt es bei Förderanlagen auf die Einsparung von Einbauhöhe an, wozu man in der geometrischen
Gestaltung der Kettenglieder und Kettenschlösser schon zu unterschiedlichen Mitteln,
wie Abflachung von Kettengliedern oder unterschiedliche Teilungen der vertikal- und
der horizontallaufenden Kettenglieder, gegriffen hat.
DIE ERFINDUNG
[0006] Die Erfindung beruht auf der Verwendung einer verbesserten Werkstofflegierung für
die Kettenbauteile und das Kettenzubehör. Man erreicht mit der erfindungsgemäß zu
verwendenden Legierung wegen des zusätzlichen Legierungsanteils von Wolfram eine höhere
Festigkeit und Zähigkeit des für Ketten und Kettenzubehör vorgesehenen Edelstahls,
ohne daß die Schmiede- und Schweißfähigkeit sowie die Warmbehandlungseigenschaften
der Kette beeinträchtigt sind, was für hochfeste Ketten und Kettenbauteile, insbesondere
für Bergbauketten und -zubehör eine unerläßliche Forderung ist.
[0007] Die erfindungsgemäß verwendete Edelstahl-Legierung für Ketten und Kettenzubehör ermöglicht
bei gleichen geometrischen Abmessungen der Kettenglieder oder der Kettenbauteile ein
verbessertes Leistungsvermögen, umgekehrt kann man bei gleichem Leistungsvermögen
den Materialeinsatz bei Ketten und Kettenzubehör reduzieren. So ergibt sich ferner
im Vergleich zu den bisher erzielten Leistungssteigerungen bei Ketten und Kettenbauteilen
durch Geometrieveränderungen eine Energie- und Rohstoffeinsparung.