[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum beidseitigen Beschleifen von Steinen
oder Kunststeinen, insbesondere von Ziegelsteinen oder Steinrohlingen, also auch ungebrannten
Steinen, oder von feuerfesten Steinen oder dergleichen, insbesondere keramischen Bauelementen
insbesondere mit planparallelen Seitenflächen, mit einem als horizontaler Endlosförderer
ausgebildeten Transportmittel, auf dem die Steine während ihrer Bearbeitung - parallel
zu ihren zu beschleifenden Seitenflächen - angeordnet und vorwärts bewegbar sind,
wobei oberhalb des Transportmittels ein Niederhalter zum Andrücken der Steine an dem
Transportmittel und zum Festlegen während der Vorschubbewegung und Bearbeitung und
beidseits des Transportmittels und des Transportweges der Steine jeweils Schleifwerkzeuge,
insbesondere Schleifscheiben, angeordnet sind, an denen die Steine während ihrer Bearbeitung
vorbeibewegbar sind.
[0002] Eine derartige Vorrichtung oder Maschine ist aus der DE-OS 20 08 265 bekannt. Dadurch
ist es möglich, Steine gleicher Breite im Durchlaufsystem an zwei parallelen Seitenflächen
gleichzeitig zu beschleifen und somit auf ein genaues Maß zu bringen. Als Transportmittel
dient dabei ein Förderband, über dessen Längsränder der zu bearbeitende Rohling seitlich
jeweils etwas übersteht. Als Schleifscheiben dienen sogenannte Trennschleifscheiben,
bei denen die Schleiffläche rechtwinklig zur Drehachse angeordnet ist. Durch den Niederhalter
werden die zu bearbeitenden Steine oder Steinrohlinge an diesem Transportband angedrückt,
so daß der Vorschub trotz des von den Schleifwerkzeugen ausgehenden Widerstandes möglich
ist.
[0003] Da solche Werkstücke, insbesondere Ziegelsteine, nicht immer sehr präzise gearbeitet
sind, ergibt sich an ihnen häufig eine unebene Auflagefläche, das heißt die Auflagefläche
ist in vielen Fällen ballig und/oder verzogen. Daraus ergibt sich der Nachteil, daß
die ballige Fläche des Werkstückes zu einer Schräglage des Werkstückes auf dem Transportband
führen kann, so daß die eigentlich rechtwinklig zu der Auflagefläche stehenden und
zu bearbeitenden Seitenflächen unter einem unzulässigen Winkel beschliffen werden
können.
[0004] Es besteht deshalb die Aufgabe, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen,
bei welcher eine Auflage von Steinen mit vertikaler Anordnung der zu beschleifenden
Seitenflächen auch dann möglich ist, wenn die aufzulegende Fläche dieses Steines oder
Rohlings ungenau, insbesondere ballig und/oder verzogen ist.
[0005] Zur Lösung dieser Aufgabe ist die eingangs genannte Vorrichtung dadurch gekennzeichnet,
daß als Transportmittel für den Vorschub wenigstens zwei mit Abstand parallel zueinander
angeordnete, synchron bewegbare schmale Transportelement zum Aufnehmen der ihren Abstand
überbrückenden Steine vorgesehen sind, daß diese Transportelemente in ihrem Tragbereich
jeweils unterstützt sind und daß sie eine Seitenführung zum Verhindern seitlicher
Auslenkungen aufweisen.
[0006] Durch den scheinbaren Mehraufwand mit zwei parallelen schmalen Transportelementen
ergibt sich der erhebliche Vorteil, daß die zu erfassenden Steine jeweils nur in ihren
beiden parallelen Randbereichen untergriffen und getragen werden, so daß dazwischen
befindliche Ungenauigkeiten der unteren Auflagefläche nicht zu einem Verkippen der
Steine auf ihrem Transportmittel führen. Ballige Abweichungen der Auflagefläche insbesondere
nach unten finden zwischen den beiden schmalen Transportelementen Platz, so daß die
Steine jeweils mit ihren zu bearbeitenden Seitenflächen genau ausgerichtet den Schleifscheiben
zugeführt werden können, selbst wenn an der Unterseite erhebliche Ungenauigkeiten
vorhanden sind.
[0007] Darüber hinaus ermöglicht die erfindungsgemäße Verwendung von zwei parallel zueinander
angeordneten Transportelementen, die jeweils und auch zusammen eine geringere Breite
als der zu bearbeitende Stein haben, eine besonders vorteilhafte Ausgestaltungsmöglichkeit
der Erfindung, die darin besteht, daß der Abstand der beiden parallelen Transportelemente
zueinander und der Abstand der Schleifwerkzeuge verstellbar sind. Dadurch ist es möglich,
Veränderungen in der Breite der Werkstücke auf einfache Weise zu berücksichtigen.
Mit einer derartigen Vorrichtung oder Maschine können Steine oder Rohlinge ganz unterschiedlicher
Breiten auf ein jeweils gewünschtes Maß beschliffen werden, was mit einem einzigen
Transportband mit festliegender Breite allenfalls in ganz geringem Umfang möglich
wäre. Es ist bekannt, daß es vor allem Ziegelsteine unterschiedlichster Abmessungen
gibt, die aufgrund der Verstellbarkeit der Transportelemente und der Schleifscheiben
dennoch alle mit derselben Vorrichtung bearbeitet werden können.
[0008] Eine einfache Ausgestaltungsmöglichkeit besteht dabei darin, daß zur Veränderung
des Abstandes wenigstens eines der Transportelemente und ein diesem benachbartes oder
zugeordnetes Schleifwerkzeug quer zur Vorschubrichtung verstellbar sind. Es kann also
je nach Anforderung genügen, eines der beiden parallelen Transportelemente zusammen
mit dem oder den zugehörigen Schleifwerkzeugen zu verstellen, um dadurch den Abstand
zwischen den Transportelementen und den Schleifwerkzeugen bedarfsweise anzupassen
und zu verändern.
[0009] Für eine Bearbeitung von Steinen unterschiedlichen Abstandes zwischen den beiden
parallelen zu beschleifenden Flächen kann es vorteilhaft sein, wenn die Transportelemente
und die Schleifwerkzeuge gegenüber einer zwischen ihnen befindlichen Längsmittelebene
vorzugsweise jeweils um den gleichen Betrag quer zur Vorschubrichtung voneinander
weg und aufeinander zu, insbesondere spiegelsymmetrisch, verstellbar sind. Dadurch
kann erreicht werden, daß die Schleifwerkzeuge von der Längsmittelebene aus zusammenmit
den Transportelementen jeweils seitwärts verstellt werden können, um unterschiedliche
Steinabmessungen zu berücksichtigen. Vor allem kann erreicht werden, daß die Schleifwerkzeuge
von der Längsmittelebene und somit der Mitte des zu bearbeitenden Steines jeweils
den gleichen verstellbaren Abstand haben, so daß auch die Beschleifung und Bearbeitung
der beiden parallelen Seitenflächen eines solchen Steines zu einer zu der Längsmittelebene
symmetrischen Form und Abmessung führt. Gleichzeitig bleibt der Vorteil erhalten,
daß eine Balligkeit an der Unterseite des jeweiligen Werkstückes nicht zu einer unstabilen
Auflage führt, weil die Transportelemente jeweils so verstellt werden, daß der eine
Balligkeit aufweisende Bereich des Werkstückes im wesentlichen zwischen ihnen angeordnet
wird.
[0010] Für eine hohe Präzision bei der Zuführung der Steine oder Werkstücke ist es zweckmäßig,
wenn die Transportelemente jeweils über zwei Umlenkwalzen oder -rollen geführte und
über mindestens eine dieser Umlenkwalzen angetriebene Förderketten sind, die an ihrer
umlaufenden Außenseite insbesondere eine elastische Auflage gegebenenfalls mit einer
Oberflächenprofilierung zur Erhöhung der Reibung gegenüber dem aufliegenden Stein
haben. Eine Förderkette kann verhältnismäßig schmal ausgebildet werden und dennoch
relativ hohe Gewichtskräfte übernehmen, so daß Förderketten besonders gut geeignet
sind, als zwei parallele Transportelemente die zu beschleifenden Steine zu untergreifen
und zu tragen. Gleichzeitig erlauben sie eine präzise Bewegung und eine einfache Unterstützung
mittels Schienen, wenn die Förderketten Rollenketten sind. Falls sie eine elastische
Auflage gegebenenfalls noch mit Oberflächenprofilierung haben, wird der jeweils transportierte
Stein nicht nur exakt geführt, sondern durch den Niederhalter auch so festgelegt,
daß beim Beschleifen kein Schlupf entgegen der Vorschubbewegung auftritt.
[0011] Wichtig ist für eine präzise Bearbeitung der beiden einander gegenüberliegenden parallelen
Seitenflächen eines Steines oder Rohlings, daß keine seitlichen Auslenkungen des Transportmittels
bzw. der Transportelemente auftreten können. Schon geringfügige Seitwärtsbewegungen
beispielsweise aufgrund eines etwas unterschiedlichen Schleifdruckes der einen Schleifscheibe
gegenüber der anderen ergäben nicht mehr tolerierbare Maßabweichungen an einem beschliffenen
Stein. Es ist deshalb zweckmäßig, wenn die Transportelemente oder Förderketten an
ihrer Innenseite nach innen ragende Vorsprünge oder Stege haben, die zumindest in
dem durch eine Führungsschiene unterstützten Tragbereich seitlich geführt sind, insbesondere
in eine nutenförmige Längsführung dieser Führungsschienen eingreifen. Dadurch kann
ausgeschlossen werden, daß in dem Tragbereich zwischen den Schleifscheiben die jeweilige
Förderkette seitlich und/oder nach unten ausgelenkt wird, so daß während der im Durchlauf
stattfindenden Bearbeitung der Stein eine ganz präzise und exakte Lage relativ zu
den Schleifscheiben behält.
[0012] Für einen möglichst leichtgängigen Bewegungsablauf ist es vorteilhaft, wenn die nutenförmigen
Längsführungen für die an der Innenseite der Förderkette angeordneten Stege eine Auskleidung
zum Beispiel aus Kunststoff aufweisen. Die ergibt einerseits eine exakte seitliche
Führung und andererseits eine geringere Reibung, als wenn metallische Vorsprünge,
Stege oder Laschen in einer Metallschiene verschoben werden müssen. Außerdem können
vom Schleifvorgang erzeugte Vibrationen oder dergleichen auf diese Weise an der Führung
gedämpft werden.
[0013] Eine besonders zweckmäßige konstruktive Verwirklichung der Erfindung kann darin bestehen,
daß auf einem Maschinenbett zwei nebeneinander angeordnete Ständer vorgesehen sind,
deren jeder eines der Transportelemente und ein Schleifwerkzeug trägt, und daß diese
Ständer zur Änderung des Abstandes quer zur Vorschubrichtung relativ zueinander beispielsweise
über einen Spindeltrieb oder dergleichen auf Führungen des Maschinenbettes verstellbar
sind. Dies ergibt eine sehr einfache Verstellung der Schleifwerkzeuge und der Transportelemente
voneinander weg oder aufeinander zu, indem einfache die beiden Ständer weiter auseinander
oder näher zusammengeschoben werden können. Die entsprechenden Einstellbewegungen
erfolgen dabei exakt rechtwinklig zur Vorschubrichtung. Da die Achsen der Schleifscheiben
miteinander fluchten und rechtwinklig zur Vorschubrichtung angeordnet sind, werden
durch die Verschiebungen der beiden Ständer in jeweils entgegengesetzten Richtungen
die beiden Schleifscheiben auseinander oder zusammenbewegt, behalten aber ihre fluchtende
Position, so daß also der Schleifdruck an zwischen ihnen bearbeiteten Steinen unabhängig
von deren Abmessung immer neutralisiert werden kann. Vor allem wird sichergestellt,
daß die Transportelemente und die Schleifwerkzeuge gleichzeitig auf die jeweilige
Abmessung eines zu bearbeitenden Steines eingestellt werden, also nicht einzeln an
unterschiedlich bemessene Steine angepaßt werden müssen.
[0014] Für das Andrücken der Steine an die Transportelemente oder Förderketten kann ein
etwa in der Mitte angeordneter Niederhalter ausreichend sein. Besonders vorteilhaft
ist es jedoch, wenn der Niederhalter aus zwei parallelen Niederhalterelementen oder
Druckteilen gebildet ist, die als Endlosband in Vorschubrichtung mit ihrem Untertrum
an der Oberseite eines oder mehrerer zu bearbeitender Steine mit Vorschubgeschwindigkeit
umlaufen. Mit nur einem Niederhalter könnten dann Probleme auftreten, wenn die beiden
Ständer in ihrem Abstand verstellt werden, weil der Niederhalter zweckmäßigerweise
an einem der Ständer verbleiben müßte, so daß er dann unter Umständen nicht mehr genau
in der Mitte angreift und somit seine Druckkraft nicht mehr gleichmäßig auf beide
Transportelemente übertragen würde. Zwei parallele Niederhalterelemente ermöglichen
nun, deren Wirkung jeweils auf die beiden Transportelemente zu übertragen, was zu
einer exakten Einspannung des durchlaufenden Steines während seines Durchlaufes führt.
Besonders vorteilhaft ist es dabei, wenn jeweils vertikal oberhalb eines Transportelementes
ein Niederhalterelement angeordnet ist. Die zum Festlegen dienende Druckkraft des
jeweiligen Niederhalterelementes wird dann auf direktem Wege vertikal von oben nach
unten in das Transportelement eingeleitet.
[0015] Dabei ist es vor allem für eine Vorrichtung oder Maschine, bei welcher der Abstand
der Transportelemente zur Anpassung an unterschiedlich bemessene Steine verstellbar
ist, vorteilhaft, wenn die Niederhalterelemente mit den Transportelementen quer zur
Vorschubrichtung relativ zueinander zur Veränderung ihres gegenseitigen Abstandes
verstellbar sind. Dadurch bleibt dann der Vorteil erhalten, daß die Niederhalterelemente
jeweils in gleichbleibender Relation zu den Transportelementen angeordnet bleiben,
selbst wenn deren Abstände verstellt werden. Am einfachsten kann dies dadurch erreicht
werden, daß auch die beiden Niederhalterelemente jeweils an einem der Ständer gelagert
sind, der auch jeweils ein Schleifwerkzeug und ein Transportelement trägt.
[0016] Ein gewisses Problem besteht bei einer derartigen Schleifvorrichtung oder Schleifmaschine
mit zwischen wenigstens zwei um horizontale Wellen rotierenden Schleifscheiben und
dazwischen durchlaufenden Steinen darin, daß die einander folgenden Steine hinsichtlich
ihrer Höhe gegenüber ihrer Auflage etwas variieren können. Damit nun neben einem etwas
höheren Stein auch ein niedrigerer Stein von dem Niederhalter erfaßt und an dem jeweiligen
Transportelement mit ausreichender Kraft angedrückt werden kann, können die Niederhalterelemente
als endlos umlaufende Ketten ausgebildet sein, deren Untertrum auf die Oberseite des/der
Steine drückt und an der Innenseite eine elastisch nachgiebige Zwischenlage hat, die
vorzugsweise zwischen einem die Niederhaltekraft aufbringenden Druckbalken und einem
die Kette unmittelbar beaufschlagenden Gleitstück angeordnet ist. Somit wird in die
Niederhalterelemente eine gewisse etwa vertikale Nachgiebigkeit eingebaut, die eine
Anpassung an verschieden hohe Steine erlaubt. Diese als Niederhalterelement dienende
umlaufende Kette kann auf kurze Strecken nachgeben, so daß Höhentoleranzen der Werkstücke
oder Steine ausgeglichen werden, trotzdem aber diese Steine an den bearbeitenden Schleifscheiben
vorbeigefahren, dabei an den Transportelementen angedrückt und einwandfrei und ohne
Ausweichmöglichkeit mit großer Präzision bearbeitet werden können. Die elastisch nachgiebige
Zwischenlage kann Moosgummi, ein Druckluftschlauch, Federn oder dergleichen sein.
[0017] Die beiden Niederhalterelemente können jeweils in vertikaler Richtung einzeln gegen
eine Rückstellkraft nachgiebig gelagert sein. Dadurch ist eine noch bessere Anpassung
an Unregelmäßigkeiten der zu bearbeitenden Steine möglich.
[0018] Die angetriebenen Umlenkrollen für die Niederhalterelemente können über eine Kardanwelle
miteinander gekuppelt sein und einen gemeinsamen Antriebsmotor haben. Die Kardanwelle
erlaubt etwas unterschiedliche Höhenanordnungen der beiden Niederhalterelemente je
nach den Abmessungen der zu bearbeitenden Steine, ohne daß auf einen synchronen Antrieb
beider Niederhalterelemente mit Hilfe eines einzigen Antriebsmotors verzichtet werden
muß. Dabei ist in Querrichtung eine Schiebehülse zweckmäßig, mit der dennoch die seitliche
Verstellung der beiden Niederhalterelemente beim Ändern des Abstandes der Schleifscheiben
durchgeführt werden kann.
[0019] Die beiden separaten Ständer können gegenüber einer Längsmittelebene der gesamten
Vorrichtung oder Maschine in Stufen oder stufenlos verstellbar sein. Eine Verstellung
in Stufen ist dann ausreichend, wenn Werkstücke unterschiedlicher Breite nacheinander
bearbeitet werden sollen und diese Breiten und damit die einstellbaren Abstände vorgegeben
sind. Eine stufenlose Verstellbarkeit erlaubt eine Anpassung an beliebige Abmessungen
von zu bearbeitenden Steinen unabhängig von eventuell vorgegebenen Maßen, also auch
die Bearbeitung von Sondergrößen.
[0020] Die Transportelemente können jeweils Zweifachrollenketten sein, die im Bearbeitungs-
und Transportbereich auf jeweils einer Führungsschiene laufen, wobei die jeweils oberen
Auflageflächen der Transportelemente auf gleicher Höhe angeordnet sein können. Dadurch
kann die Tragfähigkeit auch für große Steine und dabei gleichzeitig mehrere in Vorschubrichtung
hintereinander angeordnete Steine erhöht werden.
[0021] Eine zweckmäßige Ausgestaltung der Erfindung kann darin bestehen, daß die Transportelemente
als Nockenketten ausgebildet sind, an denen an der Außenseite insbesondere in gleichen
Abständen und auf gleicher Höhe Nocken vorstehen, so daß also die von den Nocken quer
zur Vorschubrichtung beaufschlagte Rückseite eines Steines rechtwinklig zur Vorschubrichtung
angeordnet ist. Auf diese Weise ist eine Bearbeitung von Werkstücken möglich, bei
denen zwei oder drei Seiten rechtwinklig zueinander angeordnet sein müssen oder bei
denen die Breite die Durchlauflänge übersteigt.
[0022] Vorteilhaft ist es dabei, wenn die Nocken zur Justierung der Winkeligkeit in Längsrichtung
der Transportelemente verstellbar sind. Somit können Ungenauigkeiten an den Transportelementen
und/oder den Steinen ausgeglichen werden, damit die Steine mit den zu beschleifenden
Flächen genau im Winkel zu der an den Nocken abgestützten Fläche angeordnet sind.
[0023] Besonders günstig ist es dabei, wenn die Nocken zweiteilig ausgebildet sind und ihr
Oberteil relativ zu dem mit der Kette verbundenen Halteteil in Vorschubrichtung verstellbar
ist. Die Befestigung des Nockens an der Kette kann dann also unverändert bleiben und
dennoch kann die Wirkfläche des Nockens, mit der dieser an einem Stein jeweils anschlägt,
in Vorschubrichtung und entgegengesetzt dazu verstellt und justiert werden.
[0024] Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann nicht nur mit einem Paar von zwei einander
zugewandten Schleifscheiben arbeiten, sondern in Vorschubrichtung hintereinander können
auch mehrere derartige Schleifwerkzeuge und Schleifscheiben jeweils paarweise angeordnet
sein, so daß dann in Vorschubrichtung das erste Schleifscheibenpaar ein Vorschleifen
durchführt, während mit dem nächsten Schleifscheibenpaar ein noch stärkeres Beschleifen
durchgeführt werden kann. Ein solches in Vorschubrichtung stufenweises Beschleifen
ist vor allem dann vorteilhaft, wenn ein großer Schleifabtrag durchgeführt werden
soll, der mit einem einzigen Schleifvorgang in einem Durchlauf nicht erzielt werden
kann.
[0025] Insgesamt ergibt sich eine Schleifmaschine zum Bearbeiten jeweils paralleler Flächen
von Steinen oder Steinrohlingen, die eine Bearbeitung mit hoher Präzision erlaubt,
selbst wenn die Auflagefläche des Steines ballig oder ungenau ist und bei der die
Möglichkeit besteht, eine konstruktiv und von der Handhabung her einfache Anpassung
an unterschiedliche Abmessungen der Steine durchzuführen, weil das Transportmittel
für die Steine in Vorschubrichtung nicht ein einziges breites Förderband ist, sondern
durch wenigstens zwei schmale und beabstandete Transportelemente gebildet wird, deren
Abstand verstellbar gestaltet sein kann und zwischen denen eine ballige oder unregelmäßige
Auflagefläche eines Steines nicht unterstützt wird, also nicht zu einem Verkippen
des Steines führen kann.
[0026] Nachstehend ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung näher
beschrieben. Es zeigt in zum Teil schematisierter Darstellung:
- Fig.1
- eine Seitenansicht einer Vorrichtung oder Maschine zum gleichzeitigen beidseitigen
Beschleifen von Steinen mit zwei spiegelsymmetrisch angeordneten Schleifaggregaten,
deren Schleifscheiben auf jeweils miteinander fluchtenden horizontalen Antriebswellen
angeordnet sind, zwischen denen zu beschleifende Steine auf einem horizontalen Endlosförderer
mit Obertrum und Untertrum in Vorschubrichtung hindurchbewegbar sind, wobei ein oberhalb
der Steine befindlicher Niederhalter die Steine an den Endlosförderer andrückt,
- Fig.2
- eine Draufsicht der Vorrichtung gemäß Fig.1 mit einer Draufsicht auf zwei beabstandete
Niederhalterelemente, die ihrerseits oberhalb zweier als Transportmittel dienender
beabstandeter Transportelemente angeordnet sind, so daß davon erfaßte Steine jeweils
in der Mitte ihres Auflagebereiches freiliegen,
- Fig.3
- eine Draufsicht der Vorrichtung ohne die Schleifaggregate, wobei zwei beabstandete,
nebeneinander angeordnete Ständer erkennbar sind, die jeweils ein Schleifaggregat,
eines der Transportelemente und eines der Niederhalterelemente tragen und mittels
einer quer verlaufenden Spindel in ihrem Abstand verstellbar sind,
- Fig.4
- eine Draufsicht des die Ständer tragenden Maschinenbettes mit parallelen Führungen
zum Verstellen der beiden Ständer quer zur Vorschubrichtung, der Steine und mit einer
Draufsicht auf die Verstellspindel zum gleichzeitigen gegensinnigen Verstellen der
beiden Ständer mit Hilfe von gegensinnigen Gewindeabschnitten an der Verstellspindel,
- Fig.5
- eine Stirnansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit dem Maschinenbett und den
beiden darauf quer zur Vorschubrichtung voneinander weg und zueinander hin verstellbaren
Ständern, die jeweils ein Transportelement und ein Niederhalterelement tragen, wobei
die Schleifaggregate der besseren Übersicht wegen weggelassen sind,
- Fig.6
- einen Querschnitt der Vorrichtung mit Ansicht auf die Ständer für die Niederhalterelemente,
wobei zwischen den Transportelementen und den Niederhalterelementen ein zu bearbeitender
Stein gehalten ist,
- Fig.7
- in vergrößertem Maßstab eine teilweise im Schnitt gehaltene Stirnansicht der beiden
Niederhalterelemente und der Kupplung ihrer parallelen Umlenkrollen mit Hilfe einer
Doppelgelenk- oder Kardanwelle, deren eines Ende mit einer Schiebebuchse verbunden
ist,
- Fig.8
- einen Querschnitt der beiden Niederhalterelemente und insbesondere ihres Untertrums,
das etwas elastisch nachgiebig ausgebildet ist,
- Fig.8a
- einen Querschnitt der beiden Transportelemente und insbesondere ihres Obertrums mit
seiner Unterstützung und Führung im Trag- und Arbeitsbereich,
- Fig.9
- eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung ohne die Schleifaggregate,
wobei die Transportelemente Nockenketten sind,
- Fig.10
- in vergrößertem Maßstab eine Seitenansicht und
- Fig.11
- ebenfalls in vergrößertem Maßstand eine Draufsicht zweier Nockenketten, die mit ihren
Nocken an einer quer zur Vorschubrichtung verlaufenden Längsseite eines Steines angreifen,
der an den Stirnseiten beschliffen werden soll, sowie
- Fig.12
- in noch weiter vergrößertem Maßstab einen Längsschnitt durch einen Nocken, der mit
einem unteren Halteteil an der Kette befestigt ist und einen in Förderrichtung oder
entgegengesetzt dazu verstellbaren Oberteil als Anschlag gegenüber einem Stein hat.
[0027] Eine im ganzen mit 1 bezeichnete Vorrichtung oder Maschine dient zum gleichzeitigen
beidseitigen Beschleifen paralleler Seitenflächen von Steinen 2, die auch Kunststeine
oder Ziegelsteine oder aber Steinrohlinge, zum Beispiel ungebrannte Ziegelsteine,
sein können.
[0028] Diese Vorrichtung 1 hat ein als horizontaler Endlosförderer ausgebildetes, im folgenden
noch näher zu beschreibendes Transportmittel, auf welchem die Steine 2 mit ihrer Unterseite
während ihrer Bearbeitung angeordnet und abgestützt sind und mittels welchem sie in
der durch den Pfeil Pf1 angedeuteten Vorschubrichtung im Durchlauf durch die Vorrichtung
1 vorwärtsbewegbar sind. Oberhalb des Transportmittels ist ein im ganzen mit 3 bezeichneter
Niederhalter zum Andrücken der Steine 2 an dem Transportmittel und zum Festlegen während
der Vorschubbewegung und der Bearbeitung vorgesehen und beidseits des Transportmittels
und des Transportweges der Steine 2 sind jeweils Schleifwerkzeuge, im Ausführungsbeispiel
Schleifscheiben 4 mit ihren Antriebsmotoren 5 angeordnet, an denen die Steine 2 während
ihrer Bearbeitung vorbeibewegbar sind, wobei die Schleifscheiben 4 dann die zu bearbeitenden
paralleleln Seitenflächen der Steine 2 beaufschlagen und um einen erforderlichen Betrag
abtragen. Es handelt sich im Ausführungsbeispiel um Schleifscheiben, die mit ihrer
rotierenden, rechtwinklig zur Antriebsachse angeordneten Flächen schleifen und einander
als ein Paar gegenüberliegend angeordnet sind.
[0029] Vor allem anhand der Figuren 6 und 8a erkennt man, daß als die Steine 2 jeweils von
unten unterstützendes und in Vorschubrichtung vorwärtsbewegendes Transportmittel zwei
mit Abstand parallel zueinander angeordnete, synchron bewegbare schmale Transportelemente
6 vorgesehen sind, deren Abstand jeweils durch die Steine 2 überbrückt wird. Diese
Transportelemente 6 sind in ihrem Tragbereich jeweils unterstützt und haben eine noch
zu beschreibende Seitenführung zum Verhindern seitlicher Auslenkungen. Falls also
die zum Auflegen auf das Transportmittel dienende Unterseite 2a des Steines 2 ballig
oder verzogen ist, führt dies nicht zu einem Verkippen des Steines 2, sondern solche
in der Regel etwa in der Mitte der Unterseite 2a am stärksten ausgeprägten Unregelmäßigkeiten
befinden sich zwischen den beiden Transportelementen 6, wo sie unschädlich bleiben.
[0030] Anhand der Figuren 3 und 4 ist angedeutet, daß der Abstand der beiden parallelen
Transportelemente 6 zueinander und damit auch der Abstand der Schleifwerkzeuge 4 verstellbar
ist, wobei die Parallelität der Transportelemente 6 und die Position der Schleifwerkzeuge
4 relativ zueinander - von ihrem Abstand abgesehen - gleichbleibt. Dies geschieht
dadurch, daß auf einem in Fig.4 in Draufsicht gesondert dargestellten Maschinenbett
7 zwei nebeneinander angeordnete Ständer 8 vorgesehen sind, die man in Fig.3 in Draufsicht
erkennt. Jeder dieser Ständer 8 trägt eines der Transportelemente 6 und ein Schleifwerkzeug
4 mit seinem Antrieb, was in Fig.3 der besseren Übersicht wegen nicht dargestellt
ist, aber in Fig.2 erkennbar ist. Diese beiden Ständer 8 können zur Änderung des Abstandes
quer zur Vorschubrichtung relativ zueinander, im Ausführungsbeispiel über einen Spindeltrieb
9 mit einer Spindel mit zwei gegensinnigen Gewinden auf Führungen 10 des Maschinenbettes
7 verstellt werden. Man erkennt vor allem bei gleichzeitiger Betrachtung der Figuren
4 und 6, daß die Führungen 10 rechtwinklig zur Vorschubrichtung der Transportelemente
6 angeordnet sind. Durch eine einfache Verstellbewegung mit nur einem einzigen Stellmotor
11 für den Spindeltrieb 9 können also die Transportelemente 6 und die Schleifwerkzeuge
4 gegenüber einer zwischen ihnen befindlichen gedachten Längsmittelebene jeweils um
den gleichen Betrag quer zur Vorschubrichtung voneinander weg oder aufeinander zu
verstellt werden. Somit ist eine bequeme und effektive Anpassung an zu bearbeitende
Steine 2 unterschiedlicher Breitenabmessungenmöglich, ohne Einbußen bei der Präzision
der Bearbeitung hinnehmen zu müssen.
[0031] Es wäre aber auch eine Ausführungsform möglich, bei der zur Veränderung des Abstandes
zwischen den Transportelementen 6 und den Schleifwerkzeugen 4 nur eines der Transportelemente
6 und ein oder gegebenenfalls mehrere diesem benachbarte und zugeordnete Schleifwerkzeuge
4 quer zur Vorschubrichtung verstellbar sind, während das andere Transportelement
6 und das oder die zugehörigen Schleifelemente 4 feststehen.
[0032] Die Transportelemente 6 sind in allen Fällen jeweils über zwei Umlenkwalzen oder
-rollen 12 geführte und über mindestens eine dieser Umlenkwalzen angetriebene Förderketten,
insbesondere Rollenketten, die einen sehr präzisen Vorschub und Transport ermöglichen
und gleichzeitig eine hohe Belastung zulassen. Zur Erhöhung der Reibkraft gegenüber
den zu bearbeitenden Steinen 2 haben sie außerdem an ihrer umlaufenden Außenseite
eine elastische Auflage 13 (vgl.Fig.8a), die gegebenenfalls noch mit einer Profilierung
ihrer Oberfläche zur weiteren Erhöhung der Reibung gegenüber den aufliegenden Steinen
2 haben kann.
[0033] Die Transportelemente 6 oder Förderketten können für ihre schon erwähnte Seitenführung
zum Verhindern seitlicher Auslenkungen gemäß Fig.8a, 10 und 12 an ihrer Innenseite
nach innen ragende Vorsprünge, Laschen oder Stege 14 haben, die zumindest in dem durch
eine Führungsschiene 15 unterstützten Tragbereich am Obertrum der Transportelemente
6 seitlich geführt sind, zum Beispiel in eine nutförmige Längsführung dieser Führungsschienen
15 eingreifen, wie es in Fig.6 und 8a angedeutet ist. Beispielsweise kann die Führungsschiene
15 einen U-förmigen Querschnitt haben, so daß die Laschen oder Stege 14 von oben her
zwischen die U-Schenkel einer solchen Führungsschiene 15 eingreifen können, während
die Ränder der U-Schenkel die als Rollenkette ausgebildete Förderkette unterstützen.
Die nutenförmigen Längsführungen können dabei für die an der Innenseite der Förderkette
6 angeordneten Stege 14 eine Auskleidung 15a zum Beispiel aus Kunststoff haben, um
Vibrationen bei der Schleifbearbeitung zu dämpfen, wozu aber außerdem auch die schon
erwähnte Auflage 13 beitragen kann.
[0034] Zum Andrücken der zu bearbeitenden Steine 2 an die Transportelemente 6 könnte ein
einziger Niederhalter 3 genügen. Im Ausführungsbeispiel ist jedoch vorgesehen, daß
der Niederhalter 3 aus zwei parallelen Niederhalterelementen 16 gebildet ist, die
jeweils als Endlosband oder -kette in Vorschubrichtung mit ihrem Untertrum an der
Oberseite eines oder mehrerer zu bearbeitender Steine 2 mit Vorschubgeschwindigkeit
und in Vorschubrichtung umlaufen. Somit wird der jeweilige Stein 2 zwischen zwei Niederhalterelementen
16 und zwei Transportelementen 6 fest eingespannt, wobei die Andruckkraft ausreichend
groß gewählt wird, um einen Schlupf aufgrund des Schleifwiderstandes zu verhindern.
[0035] In den Figuren 5 und 6 wird deutlich, daß jeweils vertikal oberhalb eines Transportelementes
6 ein Niederhalterelement 16 angeordnet ist, so daß die Einspannkräfte ohne seitlichen
Versatz und somit ohne Biegebeanspruchung in die Steine 2 eingeleitet werden. Entsprechend
effektiv kann sich die Andruckkraft des jeweiligen Niederhalterelementes 16 an dem
unmittelbar darunter befindlichen Transportelement 6 auswirken.
[0036] Dabei erkennt man vor allem in Fig.6, daß die Niederhalterelemente 16 jeweils an
einem der Ständer 8 über entsprechende Träger 17 gelagert sind, so daß sie mit den
Transportelementen 6 zusammen quer zur Vorschubrichtung relativ zueinander und zur
Veränderung ihres gegenseitigen Abstandes insbesondere zur Anpassung an Steine unterschiedlicher
Abmessungen verstellbar sind. Außerdem sind die höhenverstellbar.
[0037] Durch die Figuren 7 und 8 ist verdeutlicht, daß die Niederhalterelemente 6 als endlos
umlaufende Ketten ausgebildet sind, wobei man diesen endlosen Umlauf mit Obertrum
und Untertrum auch in Fig.1 und 9 erkennt. Das Untertrum drückt dabei auf die Oberseite
des oder der Steine 2 und hat gemäß Fig.8 an der Innenseite eine elastisch nachgiebige
Zwischenlage 18, die im Ausführungsbeispiel zwischen einem die Niederhaltekraft aufbringenden
Druckbalken 19 und einem die Kette unmittelbar beaufschlagenden Gleitstück 20 aus
Kunststoff angeordnet ist. Es leuchtet ein, daß aufgrund dieser Anordnung in Längsrichtung
der Niederhalterelemente 16 diese bereichsweise nachgeben können, so daß sie beispielsweise
einen geringen Höhenunterschied zwischen einander nachfolgenden Steinen 2 problemlos
ausgleichen können, also trotz unterschiedlich hoher Steine diese jeweils alle mit
ausreichender Andruckkraft niederhalten können.
[0038] Zweckmäßig kann es dabei noch sein, wenn die beiden Niederhalterelemente 16 jeweils
in vertikaler Richtung einzeln gegen eine Rückstellkraft nachgiebig gelagert sind,
um auch Unregelmäßigkeiten der Steine selbst auszugleichen. Deshalb sind die angetriebenen
Umlenkrollen 21 für die Niederhalterelemente 16 gemäß Fig.7 über eine Doppelgelenk-
oder Kardanwelle 22 miteinander gekuppelt, so daß sie dennoch einen gemeinsamen Antriebsmotor
haben können. Durch eine Schiebebuchse 23 ist dennoch die Relativverstellung zueinander
möglich. Dabei können die beiden separaten Ständer 8 gegenüber dem Maschinenbett 7
und einer Längsmittelebene in Stufen oder stufenlos verstellbar sein.
[0039] Vor allem in Fig.8a und 11 erkennt man, daß die Transportelemente 6 jeweils Zweifachrollenketten
sein können, die eine entsprechend höhere Belastung und dennoch auch eine präzise
Seitenführung erlauben, weil die Laschen oder Stege 14 jeweils zwischen den beiden
Gliederreihen nach unten vorstehen können, wobei im Ausführungsbeispiel nur an jedem
zweiten Kettenglied ein solcher Führungssteg 14 nach unten übersteht. Diese Zweifachrollenketten
laufen jeweils auf der schon erwähnten Führungsschiene 15, wobei gemäß Fig.10 die
jeweils oberen Auflageflächen der Transportelemente 6 auf gleicher Höhe angeordnet
sind, damit der Stein 2 an den Seitenflächen genau vertikal beschliffen wird.
[0040] Fig.10 bis 12 zeigt dabei noch eine Ausgestaltungsmöglichkeit dahingehend, daß die
Transportelemente 6 gleichzeitig als Nockenketten ausgebildet sein können, an denen
an der Außenseite in gleichen Abstanden und auf gleicher Höhe Nocken 24 vorstehen.
Somit kann ein Stein 2 auch so aufgelegt werden, daß seine größte Abmessung quer zur
Vorschubrichtung gemäß dem Pfeil Pf1 angeordnet ist, so daß auch die Stirnflächen
planparallel beschliffen werden können, bevor oder nachdem die längeren Seitenflächen
bearbeitet werden. Dabei können die Nocken 24 zur Justierung der Winkligkeit zwischen
diesen im rechten Winkel zueinander angeordneten Flächen in Längsrichtung der Transportelemente
6 einstellbar und justierbar sein. Eine diesbezügliche Möglichkeit ist in Fig.12 näher
dargestellt. Demgemäß sind die Nocken 24 zweiteilig ausgebildet und haben einen mit
dem Transportelement verbundenen Halteteil 24a, relativ zu dem ein Oberteil 24b in
Vorschubrichtung oder entgegengesetzt verstellbar und festlegbar ist. Dieses Oberteil
24b bildet in Gebrauchsstellung den Anschlag an dem Stein 2.
[0041] Die Vorrichtung 1 dient zum Beschleifen paralleler Flächen an Steinen 2, die auch
Rohlinge wie ungebrannte Ziegelsteine sein können. Sie hat dazu zwei Schleifscheiben
4, deren quer zu ihren Drehachsen angeordneten wirksamen Schleifflächen in Gebrauchsstellung
vertikal und beidseits des Vorschubweges der Steine 2 angeordnet sind. Der Vorschub
wird mit endlos umlaufenden Transportelementen 6 bewirkt, die einen Abstand zueinander
haben, so daß an der Auflageseite der Steine vorhandene Unregelmäßigkeiten nicht zu
einem Verkippen dieser Steine führen. In gleicher Weise sind Niederhalterelemente
16 vorgesehen. Dies ermöglicht ferner eine Verstellung des Abstandes der Transportelemente
6 und der Schleifscheiben 4, so daß eine Anpassung der Vorrichtung 1 an unterschiedlich
bemessene Steine oder an die unterschiedlichen Abmessungen, die quaderförmige Steine
haben, problemlos möglich ist.
1. Vorrichtung (1) zum beidseitigen Beschleifen paralleler Seitenflächen von Steinen
(2) oder Kunststeinen, insbesondere von Ziegelsteinen oder Steinrohlingen oder feuerfesten
Steinen oder dergleichen, insbesondere keramischen Bauelementen, mit einemals horizontaler
Endlosförderer ausgebildeten Transportmittel, auf dem die Steine (2) während ihrer
Bearbeitung angeordnet und vorwärts bewegbar sind, wobei oberhalb des Transportmittels
ein Niederhalter (3) zum Andrücken der Steine (2) an dem Transportmittel und zum Festlegen
während der Vorschubbewegung und Bearbeitung und beidseits des Transportmittels und
des Transportweges der Steine (2) jeweils Schleifwerkzeuge, insbesondere Schleifscheiben
(4) angeordnet sind, an denen die Steine (2) während ihrer Bearbeitung vorbeibewegbar
sind, dadurch gekennzeichnet, daß als Transportmittel für den Vorschub wenigstens zwei mit Abstand parallel zueinander
angeordnete, synchron bewegbare schmale Transportelemente (6) zum Aufnehmen der ihren
Abstand überbrückenden Steine vorgesehen sind, daß diese Transportelemente (6) in
ihrem Tragbereich jeweils unterstützt sind und daß sie eine Seitenführung zum Verhindern
seitlicher Auslenkungen aufweisen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand der beiden parallelen
Transportelemente (6) zueinander und der Abstand der Schleifwerkzeuge (4) verstellbar
sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Veränderung des
Abstandes zwischen den Transportelementen (6) und den Schleifwerkzeugen (4) wenigstens
eines der Transportelemente (6) und ein oder mehrere diesem zugeordnete Schleifwerkzeuge
(4) quer zur Vorschubrichtung verstellbar sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Transportelemente
(6) und die Schleifwerkzeuge (4) gegenüber einer zwischen ihnen befindlichen Längsmittelebene
jeweils um den gleichen Betrag quer zur Vorschubrichtung voneinander weg oder aufeinander
zu verstellbar sind.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Transportelemente
(6) jeweils über zwei Umlenkwalzen oder -rollen (12) geführte und über mindestens
eine dieser Umlenkwalzen angetriebene Förderketten, insbesondere Rollenketten sind,
die an ihrer umlaufenden Außenseite insbesondere eine elastische Auflage (13) gegebenenfalls
mit einer Oberflächenprofilierung zur Erhöhung der Reibung gegenüber dem aufliegenden
Stein (2) haben.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Transportelemente
(6) oder Förderketten an ihrer Innenseite nach innen ragende Vorsprünge, Laschen oder
Stege (14) haben, die zumindest in dem durch eine Führungsschiene (15) unterstützten
Tragbereich für die Steine (2) seitlich geführt sind, insbesondere in eine nutenförmige
Längsführung dieser Führungsschienen (15) eingreifen.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die nutenförmige
Längsführung für die an der Innenseite der Förderkette (6) angeordneten Stege (14)
eine Auskleidung, zum Beispiel aus Kunststoff, aufweist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß auf einem
Maschinenbett (7) zwei nebeneinander angeordnete Ständer (8) vorgesehen sind, deren
jeder eines der Transportelemente (6) und ein Schleifwerkzeug (4) trägt, und daß diese
Ständer (8) zur Änderung des Abstandes quer zur Vorschubrichtung relativ zueinander
beispielsweise über einen Spindeltrieb (9) oder dergleichen auf Führungen (10) des
Maschinenbettes (7) verstellbar sind.
9. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Niederhalter (3) aus zwei parallelen Niederhalterelementen (16) gebildet ist, die
als Endlosband in Vorschubrichtung mit ihrem Untertrum an der Oberseite eines oder
mehrerer zu bearbeitender Steine (2) mit Vorschubgeschwindigkeit umlaufen.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils
vertikal oberhalb eines Transportelementes (6) ein Niederhalterelement (16) angeordnet
ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Niederhalterelemente
(16) mit den Transportelementen (6) quer zur Vorschubrichtung relativ zueinander zur
Veränderung ihres gegenseitigen Abstandes verstellbar sind.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Niederhalterelemente
(6) als endlos umlaufende Ketten ausgebildet sind, deren Untertrum auf die Oberseite
des/der Steine (2) drückt und an der Innenseite eine elastisch nachgiebige Zwischenlage
(18) hat, die vorzugsweise zwischen einem die Niederhaltekraft aufbringende Druckbalken
(19) und einem die Kette unmittelbar beaufschlagenden Gleitstück angeordnet ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden
Niederhalterelemente (16) jeweils in vertikaler Richtung einzeln gegen eine Rückstellkraft
nachgiebig gelagert sind.,
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die angetriebenen
Umlenkrollen (21) für die Niederhalterelemente (16) über eine Kardanwelle (22) miteinander
gekuppelt sind und einen gemeinsamen Antriebsmotor haben.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden
separaten Ständer (8) gegenüber einer Längsmittelebene in Stufen oder stufenlos verstellbar
sind.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Transportelemente
(6) jeweils Zweifachrollenketten sind, die im Bearbeitungs- und Transportbereich auf
jeweils einer Führungsschiene (15) laufen, wobei die jeweils oberen Auflageflächen
der Transportelemente (6) auf gleicher Höhe angeordnet sind.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Transportelemente
(6) als Nockenketten ausgebildet sind, an denen an der Außenseite insbesondere in
gleichen Abständen und auf gleicher Höhe Nocken (24) vorstehen.
18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Nocken (24) zur Justierung
der Winkeligkeit in Längsrichtung der Transportelemente (6) einstellbar sind.
19. Vorrichtung nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Nocken (24)
zweiteilig ausgebildet sind und ihr Oberteil (24b) relativ zu dem mit dem Transportelement
(6) verbundenen Halteteil (24a) in Vorschubrichtung verstellbar ist.
20. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in
Vorschubrichtung hintereinander mehrere Paare von jeweils zwei beabstandeten Schleifwerkzeugen
(4) angeordnet sind.