[0001] Die Erfindung betrifft ein Gebäudefenster der im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen
Art.
[0002] Bei der Ausführung von Gebäudefassaden sind ästhetische Erwägungen neben technischen
und wirtschaftlichen Gesichtspunkten von zentraler Bedeutung. Dabei treten Anforderungsprofile
auf, in denen die ästhetischen Erwägungen - gegebenenfalls in Verbindung mit oder
unmittelbar in Gestalt von denkmalpflegerischen Forderungen - technisch überholte
oder im konkreten Fall nicht anwendbare und/oder wirtschaftlich nicht vertretbare
Lösungen zu erzwingen scheinen. Typische Fallbeispiele hierfür sind die Rekonstruktion
historischer bzw. regionaltypischer Fassaden oder das Aufgreifen von Stilelementen
solcher Fassaden bei der Ausführung von Neubauten.
[0003] Derartige Widersprüche zeigen sich besonders ausgeprägt bei der Konstruktion der
Fenster bzw. - allgemeiner gesprochen - transparenten Fassadenabschnitte, da hier
die Funktionsunterschiede neuzeitlicher Lösungen gegenüber "klassischen" Konstruktionen
besonders tiefgreifend sind und technische Zugeständnisse zudem in Anbetracht aktueller
Normen, die beispielsweise die Realisierung bestimmter Wärme- und Schalldämmwerte
oder Arbeitsplatzparameter fordern, nur sehr bedingt zulässig sind.
[0004] So ist die Ausführung von Schiebefenstern - ebenso wie von Flügelfenstern heute bei
der Ausführung vielgeschossiger Bürogebäude angesichts der bestehenden energetischen
und argonomischen Anforderungen praktisch unmöglich. Solche Fenster sind jedoch prägende
und weitverbreitete Stilelemente von Gebäuden aus dem amerikanischen Kulturkreis sowie
von Bauten der klassischen Moderne. Daher besteht im Zusammenhang mit der Rekonstruktion
solcher Bauten sowie mit der Benutzung des Stilzitates in Neubauten ein Bedarf nach
einer neuzeitlichen Fensterkonstruktion mit einem entsprechenden äußeren Erscheinungsbild.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine solche Fensterkonstruktion anzugeben.
[0006] Diese Aufgabe wird durch ein Fenster mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
[0007] Die Erfindung schließt den Gedanken ein, ein im wesentlichen festverglastes und daher
mit den heute geforderten Wärme- und Schalldämmparametern realisierbares und heutigen
Arbeitsschutzvorschriften entsprechendes Fenster mit dem äußeren Erscheinungsbild
eines Schiebefensters, aber ohne dessen Öffnungsfunktion, bereitzustellen.
[0008] In einer ersten Ausführung, die die besonders in Nordamerika sehr verbreitete äußere
Erscheinungsform des vertikalen Schiebefensters hat, befindet sich der erste verglaste
Abschnitt in Einbaulage des Fensters oberhalb des zweiten verglasten Abschnitts und
seine Verglasungsfläche ist gegenüber derjenigen des zweiten Abschnitts zur Gebäudeaußenhaut
hin versetzt.
[0009] Mit der angegebenen Konstruktion lassen sich auch Ecklösungen realsieren, bei denen
zwei erste und zwei zweite Abschnitte vorgesehen sind, deren Ebenen sich, insbesondere
unter einem rechten Winkel, schneiden und bei denene ein gegenüber einem unteren Eckabschnitt
zur Gebäudeaußenhaut hin versetzter oberer Eckabschnitt gebildet ist. Hierfür wird
speziell ein im Querschnitt im wesentlichen L- oder Doppel-L-förmiger separater Eckverbinder
vorgeschlagen. Dieser hat insbesondere einen gegenüber den Erstreckungsebenen der
unter dem Eckwinkel zueinander verlaufenden Rahmenprofilteile abgeschrägten Stirnseitenabschnitt,
kann aber auch ohne eine solche Abschrägung ausgeführt werden.
[0010] Alternativ zum vertikalen Schiebefenster (oder gegebenenfalls auch in Kombination
mit diesem an ein und derselben Fassade) ist mit der Erfindung ein modernes Fenster
mit der äußeren Gestalt eines horizontalen Schiebefensters ausführbar, bei dem der
erste verglaste Abschnitt seitlich vom zweiten verglasten Abschnitt und diesem gegenüber
in der Tiefe versetzt angeordnet ist.
[0011] Bei beiden Ausführungen kann der erste und/oder der zweite verglaste Abschnitt durch
ein zweites Rahmenprofilteil (und wahlweise noch weitere) in mindestens zwei Teilabschnitte
unterteilt sein, die dann insbesondere in ein und derselben Erstreckungsebene liegen.
Entsprechend den verbreitetsten Stilmustern verlaufen das zweite und die wahlweise
vorgesehenen weiteren Rahmenprofilteil/e parallel zum ersten Rahmenprofilteil, das
das äußere Erscheinungsbild der Schiebeführung liefert.
[0012] Dabei ist bevorzugt mindestens das zweite Rahmenprofilteil gegenüber dem ersten Rahmenprofilteil
in Einbaulage des Fensters um 2 bis 10 Zentimeter, vorzugsweise um 4 bis 6 Zentimeter,
zur Gebäudeaußenhaut hin vorstehend ausgeführt, wodurch eine Begrenzung des scheinbar
schiebbaren Abschnitts zum Ausdruck gebracht wird.
[0013] Das erste Rahmenprofilteil weist zur versetzten Aufnahme der beiden Verglasungsflächen
zweckmäßigerweise ein im Querschnitt im wesentlichen L-oder Doppel-L-förmiges Profilelement
auf, mit dem das Fenster wirtschaftlich herstellbar ist. Zur Gewichtseinsparung und
zur erleichterten Realisierung unterschiedlicher Oberflächen mit demselben Grundaufbau
weist vorzugsweise mindestens das erste Rahmenprofilteil ein Kernprofilteil und ein
gabäudeaußenseitig angeordnetes Mantelprofilteil auf, wobei die Verglasungsflächen
vom Mantelprofilteil begrenzt sind. Zusätzlich kann - und wird in der Regel - weiterhin
ein gebäudeinnenseitig angeordnetes Mantelprofilteil vorgesehen sein. Diese kann aus
einem anderen Material als das äußere Mantelprofil bestehen.
[0014] In einem besonders einfach montierbaren Verbundaufbau hat das Kernprofilteil an seiner
dem Mantelprofilteil zugewandten Oberfläche klammerartig ausgebildete Ausnehmungen
und das Mantelprofilteil an seiner dem Kernprofilteil zugewandten Oberfläche in ihrer
Gestalt mit den Ausnehmungen korespondierende Fortsätze derart, daß das Mantelprofilteil
auf das Kernprofilteil aufschiebbar ist und auf diesem im wesentlichen durch Reibschluß
der Fortsätze in den Ausnehmungen gehalten wird.
[0015] Sowohl das Kernteil als auch das Mantelprofilteil (bzw. die Mantelprofilteile) sind
zweckmäßigerweise - vereinfacht dargestellt - im wesentlichen in L- oder Doppel-L-Querschnittsform
ausgebildet.
[0016] Unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten für die Rekonstruktion von Bauten der
klassischen Moderne (bei denen verbreitet Stahl-Fensterrahmen eingesetzt wurden) interessant
ist eine spezielle Ausführung, bei der sämtliche Rahmenprofilteile ein Leichtmetall-Kernprofilteil
und ein das Kernprofilteil in Einbaulage des Fensters gebäudeaußenseitig im wesentlichen
vollständig überdeckendes Stahl-Mantelprofilteil aufweisen. Natürlich sind je nach
angestrebter Außenwirkung auch andere Materialkombinationen - etwa mit Polyamid für
die Mantelteile - möglich, wobei man in der Regel auf den technologisch ausgereiften
Aufbau mit einem Leichtmetallkern zurückgreifen wird.
[0017] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet
bzw. werden nachstehend zusammen mit der Beschreibung der bevorzugten Ausführung der
Erfindung anhand der Figuren näher dargestellt. Es zeigen:
Figur 1 eine schematische Perspektivdarstellung eines Fensters nach einer ersten Ausführungsform,
Figur 2 eine schematische Perspektivdarstellung eines Fensters nach einer zweiten
Ausführungsform,
Figur 3a eine schematische Perspektivdarstellung eines Eckfensters nach einer dritten
Ausführungsform,
Figur 3b eine Detaildarstellung zur Ausführungsform nach Fig. 3a,
Figur 3c eine gegenüber Fig. 3b modifizierte Detaildarstellung,
Figur 4 eine schematische Perspektivdarstellung einer Mehrfachanordnung von Fenstern
nach der zweiten und dritten Ausführungsform und
Figur 5 eine Querschnittsdarstellung des Aufbaus der Rahmenprofile bei einer speziellen
Ausführung des in Fig. 1 gezeigten Fensters.
[0018] Fig. 1 zeigt in perspektivischer Darstellung ein Fenster 1 mit dem äußeren Erscheinungsbild
eines vertikalen Schiebefensters, das einen in zwei getrennte Glasflächen 2a, 2b aufgeteilten
oberen Teil 2 und einen in gleicher Weise in zwei Glasflächen 3a, 3b geteilten unteren
Teil 3 hat. Die Glasflächen 2a, 2b, 3a und 3b sind zueinander planparallel und haben
hier sämtlich die gleiche Größe. In modifiziereten Ausführungen können sie auch unterschiedlich
groß sein; für den beabsichtigten optischen Eindruck ist es jedoch von Vorteil, wenn
zumindest die untere Glasfläche 2b des Oberteils und die obere Glasfläche 3a des Unterteils
gleich groß sind.
[0019] Die Glasflächen des Fenster-Oberteils 2 und des Unterteils 3 sind - mit Ausnahme
der Kanten, mit denen beide aneinandergrenzen - in herkömmliche Rahmenprofile 5 bzw.
6 gefaßt. Jeweils ein horizontales Profilteil 5a bzw. 6a mit ebenfalls herkömmlichem
Aufbau trennt die Teilflächen voneinander und faßt eine von deren Kanten, während
zwischen Ober- und Unterteil ein spezielles Profilteil 4 mit (vereinfacht betrachtet)
Doppel-L-Querschnitt vorgesehen ist. Wie in der Figur zu erkennen ist, ist die Fläche
des Oberteils 2 gegenüber der des Unterteils 3 nach vorn, d.h. zur Gebäudeaußenseite
hin, versetzt. Die Unterteilungs-Profile 5a, 5b stehen gegenüber dem Profilteil 4
etwas nach vorn vor.
[0020] Durch die skizzierte Gesamtanordnung wird für den entfernten Betrachter insgesamt
der optische Eindruck eines klassichen vertikalen Schiebefensters erzeugt, obwohl
alle Glasflächen unbeweglich sind und das Fenster konstruktiv insgesamt sämtlichen
aktuellen Wärme-, Schall- und Arbeitsschutzanforderungen gerecht wird.
[0021] In einer modifizierten Ausführung können Teilabschnitte des in Fig. 1 gezeigten Fensters
auch beweglich, etwa kippbar, sein. Weiterhin können derartige Fenster, insbesondere
horizontal, unmittelbar aneinandergereiht sein.
[0022] In Fig. 2 ist - in schematischer perspektivischer Ausschnittsdarstellung - ein Fenster
11 mit dem äußeren Erscheinungsbild eines horizontalen Schiebefensters in einer zu
Fig. 1 alternativen Ausführung des Erfindungsgedankens gezeigt. Das Fenster 11 ist
durch ein mittig vertikal verlaufendes, im Querschnitt (vereinfacht dargestellt) L-Form
aufweisendes Profilteil 14 in zwei in Tiefenrichtung der Fassade gegeneinander versetzte,
zueinander planparallele Teile 12 und 13 geteilt, und der in der Zeichnung linke Teil
12 ist durch ein vertikal verlaufendes Profilteil 15a eines Rahmens 15 nochmals in
zwei separate Glasflächen 12a, 12b unterteilt, während der Rahmen 16 des rechten Teils
13 zusammenhängend verglast ist.
[0023] Auch bei dieser Ausführung sind in Anpassung an die konkreten Einsatzanforderungen
vielfältige Modifikationen durch abweichende (auch feinere) Flächenteilung, kippbare
oder schwenkbare Ausführung eines oder mehrerer Teile, unmittelbare Reihung eines
oder mehrerer Elemente etc. möglich.
[0024] Fig. 3a gibt eine Prinzipdarstellung eines Eckfensters 21 nach einer dritten Ausführungsform
der Erfindung, das ein Eck-Oberteil 22 mit zwei im rechten Winkel zueinander stehenden
Glasflächen 22a, 22b und ein diesem gegenüber zurückversetztes Eck-Unterteil 23 mit
zwei ebenfalls rechtwinklig zueinander stehenden Glasflächen 23a, 23b umfaßt und bei
dem eine spezielle Eckverbindung mit zu beiden Glasflächen unter jeweils um 45° geneigten
Rahmenteilen 25, 26 und einem Eckverbinder 27 vorgesehen ist. In diesem laufen die
Rahmenteile 25, 26 und die den oberen vom unteren Teil des Eckfensters trennenden,
(vereinfacht dargestellt) doppel-L-förmigen Rahmenteile 24a, 24b zusammen.
[0025] Fig. 3b zeigt in einer Detaildarstellung der Ausführungsform nach Fig. 3a den Eckverbinder
27 in seinem grundsätzlichen Aufbau. Hierbei sind die Enden der horizontalen Rahmenteile
24a, 24b aus Fig. 3a (ebenfalls stark vereinfacht) in entsprechende Ausnehmungen 27a,
27b des Verbinders eingesetzt gezeigt, während Nuten 27c, 27d zur Aufnahme von Endabschnitten
der vertikalen Rahmenteile 25 und 26 lediglich angedeutet und diese Rahmenteile selbst
in Fig. 3b nicht gezeigt sind. Es ist zu erkennen, daß der Verbinder gegenüber beiden
Seitenflanken 27e, 27f abgeschrägte Stirnflächen 27g1 und 27g2 hat.
[0026] Fig. 3c zeigt einen gegenüber dem Eckverbinder nach Fig. 3b modifizierten Verbinder
27', der keine abgeschrägte Stirnfläche, sondern senkrecht aufeinanderstehende Seitenflanken
27e', 27f' aufweist und daher in einem Fensteraufbau ähnlich zu Fig. 3a mit entsprechend
rechtwinklig abgekanteten vertikalen Profilen, die die rechtwinklig zueinander verlaufenden
Fensterabschnitte halten, einzusetzen ist. (Die übrigen Teile des Eckverbinders 27'
stimmen mit den in Fig. 3b gezeigten überein, sind daher mit entsprechenden Bezugsziffern
bezeichnet und werden hier nicht nochmals erläutert.)
[0027] Fig. 4 ist eine perspektivische Prinzipdarstellung einer Mehrfachanordnung 31 aus
zwei Fenstern 11A', 11B' mit dem Aufbau der zweiten Ausführungsform (Fig. 2) und einem
Eckfenster 21 gemäß der dritten Ausführungsform (Fig. 3a). Für der einzelnen Fenster
wurden die Bezugszeichen der genannten Figuren übernommen bzw. eine an diese angelehnte
Bezeichnung gewählt. Die Verbindung zwischen dem Eckfenster und den benachbarten Fenstern
wird durch je zwei vertikal in ihrer Längsrichtung gereihte Profile 27A, 28A und 27B,
28B hergestellt, wobei die Profile 28A, 28B zur Schaffung des Flächenversatzes zwischen
den Fensterflächen 12A' und 23b bzw. 23a und 12B' ein ähnliches L-Profil aufweisen
wie die in den einzelnen Fenstern zur Realisierug des Flächenversatzes verwendeten
Profile. In der Figur ist eine Ausführung dargestellt, bei der die Rahmenteile 24b,
27A und 28A bzw. 24a, 27B und 28B stumpf aufeinanderstoßen; in einer zweckmäßig modifizierten
Ausführung ist statt dessen ein dreidimensionaler Winkelverbinder vorgesehen, in den
alle Rahmenteile einsteckbar sind.
[0028] In ähnlicher Weise kann ein Eckfenster auch mit zwei Fenstern nach der ersten Ausführungsform
kombiniert sein, oder es können Fenster gemäß der zweiten und dritten Ausführung in
ein und derselben Fassade über Eck miteinander kombiniert sein, ohne daß das Eckfenster
gemäß der dritten Ausführungsform eingesetzt wird.
[0029] Fig. 5 ist eine vertikale Querschnittdarstellung des Aufbaus einiger Rahmenprofile
bei einer speziellen Ausführung des in Fig. 1 gezeigten Fensters 1. Die bereits dort
gezeigten und beschriebenen Teile werden hier nicht nochmals beschrieben. Der Verlauf
der Glasflächen ist in Fig. 5 lediglich angedeutet.
[0030] Wie in der Figur zu erkennen, weisen die Profilteile 4, 5a und 6a (ebenso wie die
weiteren Profilteile, die aber in der Figur nicht zu erkennen sind) einen Kern-Mantel-Aufbau
auf, wobei die Kern-Teile 50a und 60a noch jeweils in sich zweiteilig sind und jeweils
ein äußeres und ein inneres Mantel-Teil 51a, 52a bzw. 41, 42 bzw. 61a, 62a vorgesehen
ist. Sämtliche Mantel-Teile sind mit in Einbaulage nach innen, zum jeweiligen Kern-Teil
hin weisenden (in der Figur nicht einzeln bezeichneten) Fortsätzen versehen, und die
Kern-Teile weisen in entsprechender Lage klammerartige Ausnehmungen auf, in die die
Fortsätze der Mantel-Teile eingreifen und in denen die Mantel-Teile mithin auf den
Kern-Teilen gehalten werden. Die Kern-Teile 40, 50a, 60a sind aus Leichtmetall-Standardprofilen
gefertigt, während die Mantel-Teile 41, 42, 51a, 52a und 61a, 62a aus Stahlblech bestehen.
[0031] Die Erfindung beschränkt sich in ihrer Ausführung nicht auf das vorstehend angegebene
bevorzugte Ausführungsbeispiel. Vielmehr ist eine Anzahl von Varianten denkbar, welche
von der dargestellten Lösung auch bei grundsätzlich anders gearteten Ausführungen
Gebrauch macht.
1. Gebäudefenster zum vertikalen Einbau mit mindestens einem ersten und einem zweiten
aneinandergereihten, durch ein erstes Rahmenprofilteil voneinander getrennten verglasten
Abschnitt, bei dem der erste und zweite verglaste Abschnitt mindestens nicht aufeinander
zu beweglich, vorzugsweise feststehend, und die Ebenen, in denen sich die Verglasungsflächen
des ersten und zweiten Abschnitts erstrecken, zueinander im wesentlichen parallel
sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ebenen, in denen sich die Verglasungsflächen des ersten und des zweiten verglasten
Abschnitts erstrecken, einen Abstand im Bereich zwischen 2 und 20 Zentimetern, vorzugsweise
zwischen 4 und 8 Zentimetern, zueinander aufweisen.
2. Gebäudefenster nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der erste verglaste Abschnitt in Einbaulage des Fensters oberhalb des zweiten
verglasten Abschnitts und seine Verglasungsfläche gegenüber derjenigen des zweiten
Abschnitts zur Gebäudeaußenhaut hin versetzt ist.
3. Gebäudefenster nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwei erste und zwei zweite Abschnitt vorgesehen sind, wobei die Ebenen von deren
Verglasungsflächen sich, insbesondere unter einem rechten Winkel, schneiden, daß ein
Eckfenster mit einem gegenüber einem unteren Eckabschnitt zur Gebäudeaußenhaut hin
versetzten oberen Eckabschnitt gebildet ist.
4. Gebäudefenster nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der erste verglaste Abschnitt in Einbaulage des Fensters seitlich vom zweiten
verglasten Abschnitt angeordnet ist.
5. Gebäudefenster nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der erste und/oder der zweite verglaste Abschnitt durch ein zweites und wahlweise
weitere Rahmenprofilteil/e in mindestens zwei Teilabschnitte unterteilt ist/sind derart,
daß die Verglasungsflächen der Teilabschnitte des ersten und/oder zweiten verglasten
Abschnitts jeweils im wesentlichen in einer gemeinsamen Ebene liegen.
6. Gebäudefenster nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite und die wahlweise vorgesehenen weiteren Rahmenprofilteil/e parallel
zum ersten Rahmenprofilteil verläuft/verlaufen.
7. Gebäudefenster nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens das zweite Rahmenprofilteil gegenüber dem ersten Rahmenprofilteil
in Einbaulage des Fensters um 2 bis 10 Zentimeter, vorzugsweise um 4 bis 6 Zentimeter,
zur Gebäudeaußenhaut hin vorsteht.
8. Gebäudefenster nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Rahmenprofilteil ein im Querschnitt im wesentlichen L-oder Doppel-L-förmiges
Profilelement aufweist.
9. Gebäudefenster nach Anspruch 8 und einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein im Querschnitt im wesentlichen L- oder Doppel-L-förmiger separater Eckverbinder
vorgesehen ist, der insbesondere einen gegenüber den Erstreckungsebenen der unter
dem Eckwinkel zueinander verlaufenden Rahmenprofilteile abgeschrägten Stirnseitenabschnitt
aufweist.
10. Gebäudefenster nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens das erste Rahmenprofilteil ein Kernprofilteil und ein gabäudeaußenseitig
angeordnetes Mantelprofilteil aufweist, wobei die Verglasungsflächen vom Mantelprofilteil
begrenzt sind.
11. Gebäudefenster nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß weiterhin ein gebäudeinnenseitig angeordnetes Mantelprofilteil vorgesehen ist.
12. Gebäudefenster nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Kernprofilteil an seiner dem Mantelprofilteil zugewandten Oberfläche klammerartig
ausgebildete Ausnehmungen und das Mantelprofilteil an seiner dem Kernprofilteil zugewandten
Oberfläche in ihrer Gestalt mit den Ausnehmungen korespondierende Fortsätze aufweist
derart, daß das Mantelprofilteil auf das Kernprofilteil aufschiebbar ist und auf diesem
im wesentlichen durch Reibschluß der Fortsätze in den Ausnehmungen gehalten wird.
13. Gebäudefenster nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß alle Rahmenprofilteile aus ein Leichtmetall-Kernprofilteil und ein das Kernprofilteil
in Einbaulage des Fensters gebäudeaußenseitig im wesentlichen vollständig überdeckendes
Stahl-Mantelprofilteil aufweisen.
14. Gebäudefenster nach Anspruch 8 und einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl das Kernteil als auch das/die Mantelprofilteil/e im wesentlichen in L-
oder Doppel-L-Querschnittsform ausgebildet sind.
15. Anordnung mit mindestens zwei Gebäudefenstern nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Fenster unmittelbar aneinander angrenzen und im Bereich der Stoßkante ein
gemeinsames Profilteil aufweisen.