[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur gesteuerten Rückführung von Abgasen zum
Ansaugkrümmer eines Verbrennungsmotors, mit einem in eine Öffnung der Ansaugkrümmerwandung
einsetzbaren, metallischen Abgasrohr zur Abgasführung zwischen einem EGR-Ventil (Exhaust
Gas Recirculation Ventil) und dem Ansaugkrümmer, welches in seinem gegenüber der Ansaugkrümmerwandung
abzudichtenden Bereich von einer Wärmedämmschicht umfaßt wird.
[0002] Bei modernen Otto- und Dieselmotoren wird ein Teil der Abgase der Ansaugseite des
Motors zugeführt, um im Abgas enthaltene unverbrannte Kohlenwasserstoffe und gegebenenfalls
auch Rußpartikel zu verbrennen. Die zur Ansaugseite des Motors zurückgeführte Abgasmenge
wird mit Hilfe eines sogenannten EGR-Ventils lastabhängig geregelt.
[0003] Beim heutigen Stand der Technik erfolgt eine Abgasrückführung nur während gewisser
Betriebszustände des Motors, d. h. das EGR-Ventil ist häufig geschlossen. Um jedoch
die ab 1998 geltenden strengeren Abgasnormen zu erfüllen, muß das EGR-Ventil ständig
in Betrieb sein, d. h. es muß ständig Abgas zur Motor-Ansaugseite zurückgeführt werden,
auch wenn die zurückgeführte Abgasmenge lastabhängig geregelt wird.
[0004] Bis vor einiger Zeit handelte es sich beim Ansaugkrümmer um ein Leichtmetall-Gußteil;
aus Kostengründen sowie zur Gewichtseinsparung werden bei modernen Motoren als Ansaugkrümmer
jedoch im Spritzgußverfahren hergestellte Kunststoff-Formteile verwendet.
[0005] Vom EGR-Ventil führt ein metallisches Abgasrohr zum Ansaugkrümmer und ragt in eine
Öffnung der Ansaugkrümmerwandung hinein, wobei diese Öffnung größer ist als der Außendurchmesser
des Abgasrohres, so daß letzteres die Ansaugkrümmerwandung nicht berührt. Da die rückgeführten
Abgase im Bereich des vom EGR-Ventil wegführenden Abgasrohres noch Temperaturen von
350 bis 400°C haben, gegenüber welchen der Kunststoff des Ansaugkrümmers nicht beständig
ist, erfolgt beim Stand der Technik die Fixierung des vom EGR-Ventil wegführenden
Abgasrohres im Ansaugkrümmer sowie seine Abdichtung gegenüber dem Ansaugkrümmer wie
folgt: An dem metallischen Abgasrohr ist eine metallische Hülse angeschweißt, die
das Rohr mit Abstand umgibt, so daß sich zwischen dem letzteren und der Hülse ein
ringförmiger Luftspalt ergibt, welcher der Wärmeisolierung dient; damit die metallische
Hülse am Abgasrohr angeschweißt werden kann, besitzt sie an ihrem dem EGR-Ventil zugewandten
Ende einen konusförmigen Bereich, der mit seinem kleinen Durchmesser gegen den Außenumfang
des Abgasrohres anliegt und dort angeschweißt ist, während das Ansaugkrümmer-seitige
Ende der Hülse offen ist. Der Ansaugkrümmer besitzt nun einen die genannte Öffnung
in der Ansaugkrümmerwandung umgebenden, kurzen, rohrstutzenförmigen Ansatz, in den
die metallische Hülse samt Abgasrohr eingesteckt wird und gegenüber dessen Innenwandung
der Außenumfang der Hülse mittels eines O-Ringes abgedichtet ist.
[0006] Eine ähnliche Abgas-Rückführvorrichtung ergibt sich aus der EP-A-0 647 779; bei dieser
Vorrichtung ist an dem der Abgasrückführung dienenden metallischen Abgasrohr gleichfalls
eine ungefähr konusförmige metallische Hülse befestigt, und zwar z. B. durch Löten,
wobei die Befestigungsstelle nicht dem EGR-Ventil, sondern dem Kunststoff-Ansaugkrümmer
zugekehrt ist. Außerdem erfolgt die Abdichtung nicht mittels eines O-Ringes, sondern
mittels einer flexiblen Kunststoff-Manschette, welche einerseits am Ansaugkrümmer
und andererseits mit ihrem vom letzteren abgewandten, die metallische Hülse umfassenden
Endbereich an dieser Hülse festgelegt ist, und zwar an dem den größten Durchmesser
aufweisenden Hülsenbereich mittels eines Spannringes.
[0007] Diese Art der Einführung des metallischen Abgasrohres in einen Kunststoff-Ansaugkrümmer
reicht aus, wenn die Abgasrückführung nur kurzzeitig erfolgt, sie ist jedoch ungeeignet,
wenn ständig Abgas zur Ansaugseite des Motors zurückgeführt wird, weil dann die der
metallischen Hülse benachbarten Bereiche des aus Kunststoff bestehenden Ansaugkrümmers
zu heiß werden würden.
[0008] Der Erfindung lag deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Abgas-Rückführvorrichtung der
eingangs erwähnten Art zu schaffen, die auch dann mit einem Kunststoff-Ansaugkrümmer
kombiniert werden kann, wenn das EGR-Ventil ständig in Betrieb ist, und die hohe Standzeiten
und geringe Herstellungskosten ermöglicht.
[0009] Grundgedanke der vorliegenden Erfindung ist es, die mindestens denjenigen Bereich
des metallischen Abgasrohres, welcher nach der Montage der Ansaugkrümmerwandung benachbart
ist, abschirmende Wärmedämmschicht aus einer einfach zu verarbeitenden, hoch temperaturbeständigen
und gute Wärmedämmeigenschaften aufweisenden, aushärtbaren Formmasse zu bilden, welche
möglichst auch noch gut an dem metallischen Abgasrohr haftet, wobei, wie sich aus
dem Folgenden noch ergeben wird, eine solche Haftung ohne weiteres durch andere Befestigungs-
und Abdichtmaßnahmen ersetzt werden kann.
[0010] Eine besonders geeignete Formmasse ergibt sich aus der in Form der WO 95/26938 veröffentlichten
Internationalen Patentanmeldung PCT/EP95/00561 der Firma Elring Klinger GmbH, weshalb
gemäß der vorliegenden Erfindung vorgeschlagen wird, eine Vorrichtung der eingangs
erwähnten Art so zu gestalten, daß die Wärmedämmschicht von einem aus einer aushärtbaren,
ein hochtemperaturfestes Bindemittel, Partikel eines porenhaltigen Materials sowie
eine faser- oder nadelförmige Verstärkungskomponente enthaltenden Formmasse hergestellten,
hülsenförmigen Formteil gebildet wird, welches einerseits gasdicht im Bereich der
Öffnung der Ansaugkrümmerwandung an letzterer festlegbar und andererseits mit mindestens
einem axialen Abschnitt seiner Innenwandfläche gegen den Außenumfang des Abgasrohres
anliegt, um so das Abgasrohr bezüglich des Ansaugkrümmers sowie das Formteil bezüglich
des Abgasrohres zu positionieren.
[0011] Ein aus einer solchen Formmasse hergestelltes Formteil ist nicht nur besonders temperaturbeständig
und wärmeisolierend, sondern es hat auch die für den Motorbetrieb erforderliche mechanische
Dauerfestigkeit, so daß auch die im Motorbetrieb ständig auftretenden Vibrationen
nicht zu Rissen oder Dauerbrüchen führen.
[0012] Grundsätzlich würde es ausreichen, wenn die Innenwandfläche des Formteils und der
Außenumfang des Abgasrohres längs einer um das letztere herumlaufenden Linie oder
in drei auf dieser Linie liegenden Punkten gegeneinander anliegen würden, um das Formteil
am metallischen Abgasrohr zu positionieren oder im Falle der Festlegung des Formteils
am Ansaugkrümmer und/oder am EGR-Ventil das metallische Abgasrohr bezüglich des Ansaugkrümmers
festzulegen. Wenn hingegen das Formteil als eine über ihre ganze Länge gegen den Außenumfang
des Abgasrohres anliegende Hülse ausgebildet ist, läßt sich das Formteil in situ auf
dem metallischen Abgasrohr aus der Formmasse formen und aushärten, wobei bei entsprechender
Wahl des in der Formmasse enthaltenen Bindemittels auch eine dauerhafte Verbindung
zwischen Formteil und Abgasrohr erzielt werden kann.
[0013] Um bei einer solchen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung das mit dem
Formteil versehene Abgasrohr gasdicht in den Ansaugkrümmer einzuführen, empfiehlt
es sich, zur Abdichtung gegenüber der Ansaugkrümmerwandung eine ringförmige, mit radialer
Pressung gegen den Außenumfang der Hülse anliegende Dichtung aus elastischem Material
vorzusehen, welche dann auch noch ein weiteres Wärmedämmelement am Übergang zu der
Kunststoffwandung des Ansaugkrümmers bildet.
[0014] Mit Hilfe des erfindungsgemäß vorzusehenden Formteils läßt sich aber auch zusätzlich
die Luftspalt-Wärmedämmung der eingangs beschriebenen bekannten Vorrichtung verwirklichen,
indem das Formteil so gestaltet wird, daß es lediglich in seinem ventilseitigen Endbereich
mit seiner Innenwandfläche gegen den Außenumfang des Abgasrohres anliegt und im übrigen
mit radialem Abstand von diesem Außenumfang verläuft, so daß sich zwischen Innenwandfläche
des Formteils und Außenumfang des Abgasrohres ein Ringraum ergibt, welcher mit Luft,
Abgas oder einem Gemisch hieraus gefüllt ist und einen zusätzlichen Wärmedämmeffekt
mit sich bringt.
[0015] Bei der erfindungsgemäßen Lösung kann aber auch völlig darauf verzichtet werden,
das Formteil mit dem Abgasrohr fest und dauerhaft zu verbinden. Bei Konstruktionen
ohne eine solche Verbindung erfolgt die Fixierung des Formteils zweckmäßigerweise
unter anderem dadurch, daß sich das Formteil mit seiner ventilseitigen Stirnfläche
in axialer Richtung gegen eine bezüglich des Abgasrohres feste Stirnfläche abstützt.
Auf der anderen Seite wird man das Formteil so gestalten, daß es (an seinem vom EGR-Ventil
abgewandten Endbereich) eine Stirnfläche besitzt, welche sich insbesondere über einen
Dichtring an der Ansaugkrümmerwandung abstützt. In einem solchen Fall kann das Formteil
auch noch besonders einfach in Richtung quer zur Abgasrohrachse am Ansaugkrümmer festgelegt
werden, indem man das Formteil an seinem vom EGR-Ventil abgewandten Endbereich mit
einem abgestuften Außendurchmesser versieht, so daß es mit einem axialen Abschnitt
kleineren Durchmessers in die Öffnung der Ansaugkrümmerwandung passend eingesetzt
werden kann.
[0016] Bei besonders vorteilhaften Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist
das Formteil ein solches nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 16 der in Form
der WO 95/26938 veröffentlichten Internationalen Patentanmeldung PCT/EP95/00561.
[0017] Weitere Merkmale, Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den beigefügten
Ansprüchen und/oder aus der beigefügten zeichnerischen Darstellung sowie der nachfolgenden
Beschreibung zweier besonders vorteilhafter Ausführungsformen der erfindungsgemäßen
Abgasrückführvorrichtung; in der Zeichnung zeigen:
- Fig. 1
- einen Längsschnitt durch eine erste Ausführungsform, wobei in Fig. 1 links auch noch
das EGR-Ventil in Seitenansicht und rechts ein Teil der Ansaugkrümmerwandung im Schnitt
dargestellt wurden;
- Fig. 2
- einen Ausschnitt aus Fig. 1, nämlich das der Wärmedämmung dienende Formteil wiederum
im Längsschnitt, jedoch in größerem Maßstab als in Fig. 1, und
- Fig. 3
- eine der Fig. 1 entsprechende Darstellung einer zweiten Ausführungsform, jedoch ohne
EGR-Ventil.
[0018] Die Fig. 1 zeigt ein EGR-Ventil 10 in einer Seitenansicht, von dem ein der Abgasrückführung
dienendes metallisches Abgasrohr 12 zu einem als Ganzes mit 14 bezeichneten Ansaugkrümmer
führt. Von dem letzteren wurde nur derjenige Bereich einer Krümmerwandung 16 dargestellt,
in dem die letztere eine Öffnung 18 für den Eintritt des Abgasrohres 12 in das Innere
des Ansaugkrümmers 14 aufweist.
[0019] Auf dem dem EGR-Ventil 10 zugewandten Endbereich des Abgasrohrs 12 ist eine Manschette
20 fest angebracht, welche eine gemäß Fig. 1 rechte Stirnfläche 20a besitzt, die senkrecht
zur Achse 12a des Abgasrohrs 12 verläuft und, wie sich aus dem Folgenden noch ergeben
wird, eine Anschlag- und Abdichtfläche bildet. Vorzugsweise handelt es sich bei der
Manschette 20 um ein Teil aus einem Werkstoff, welcher mindestens ungefähr den gleichen
Temperaturausdehnungskoeffizienten wie das Metall des Abgasrohrs 12 hat; außerdem
sollte die Manschette 20 gasdicht auf der Außenumfangsfläche des Abgasrohrs 12 sitzen.
[0020] Die Stirnfläche 20a könnte aber auch durch eine umlaufende Schulter, einen Ringbund
des metallischen Abgasrohres 12 oder eine Stirnfläche des EGR-Ventils 10 gebildet
werden.
[0021] Zwischen der Stirnfläche 20a und der Krümmerwandung 16 verläuft ein hülsenförmiges
Formteil 24, welches aus einer Formmasse hergestellt wurde, wie sie in der Druckschrift
WO 95/26938 beschrieben und beansprucht wurde. Das Formteil 24 ist erfindungsgemäß
rotationssymmetrisch zur Achse 12a ausgebildet und hat gemäß Fig. 1 links einen ungefähr
konischen axialen Abschnitt, an den sich nach rechts ein ganz grob kreiszylindrischer
Abschnitt anschließt, so daß sich zwischen dem Abgasrohr 12 und dem Formteil 24 ein
gasgefüllter Ringraum 26 ergibt. Erfindungsgemäß ist der kleinste Innendurchmesser
des Formteils 24 gleich oder nur ganz geringfügig größer als der Außendurchmesser
des Abgasrohres 12 (zumindest an der vom linken Endbereich des Formteils 24 umgebenen
Stelle), so daß das Formteil 24 beim Aufschieben auf das Abgasrohr 12 auf letzterem
zentriert wird.
[0022] Wie die Figuren 1 und 2 erkennen lassen, hat das Formteil 24 an seinem gemäß den
Zeichnungsfiguren rechten Ende einen abgestuften Außendurchmesser und bildet so eine
senkrecht zur Achse 12a verlaufende Stirnfläche 30 sowie einen Ansatz 32 mit kleinerem
Außendurchmesser. Der letztere ist nun erfindungsgemäß gleich oder ganz geringfügig
kleiner wie der Durchmesser der Öffnung 18 in der Krümmerwandung 16, so daß das Formteil
24 mit dem Ansatz 32 auch bezüglich der Öffnung 18 des Ansaugkrümmers 14 zentriert
werden kann.
[0023] In der Stirnfläche 30 und einer der letzteren gegenüberliegenden Stirnfläche 34 des
Formteils 24 befindet sich jeweils eine Ringnut 36 bzw. 38, in die jeweils ein nicht
dargestellter O-Ring eingelegt werden kann, um so die Fuge zwischen der Ansaugkrümmerwandung
16 und dem Formteil 24 bzw. zwischen der Manschette 20 und dem Formteil 24 abzudichten,
wenn die erfindungsgemäße Vorrichtung am Ansaugkrümmer 14 montiert wird - dabei wird
das Formteil 24 in axialer Richtung zwischen der Manschette 20 und der Ansaugkrümmerwandung
16 eingespannt.
[0024] In Fig. 3 wurden der ersten Ausführungsform entsprechende Teile mit denselben Bezugszeichen
wie in den Figuren 1 und 2 versehen, jedoch unter Hinzufügung eines A.
[0025] Bei der in Fig. 3 dargestellten zweiten Ausführungsform besitzt die aus Kunststoff
bestehende Wandung 16A des Ansaugkrümmers um ihre Öffnung 18A herum einen rohrstutzenförmigen
Ansatz 50A, durch den das metallische Abgasrohr 12A samt einem das Abgasrohr mantelartig
umgebenden, wärmedämmenden Formteil 24A hindurchragt. Bei dieser zweiten Ausführungsform
ist das Formteil 24A fest mit dem Abgasrohr 12A verbunden, was z. B. dadurch erreicht
werden kann, daß das Formteil 24A in situ auf dem Abgasrohr 12A gebildet wird. Wie
in Fig. 3 angedeutet, kann es sich empfehlen, das Abgasrohr 12A an seinem Außenumfang
mit einer Ringnut 52A zu versehen, so daß die Formmasse in diese Ringnut eintritt,
wenn das Formteil 24A in situ auf dem Abgasrohr 12A gebildet wird. Des weiteren bildet
ein Ringbund 54A des Abgasrohrs 12A eine axiale Anschlag- und Abdichtfläche für das
Formteil 24A.
[0026] Damit das Abgasrohr 12A samt Formteil 24A in der Öffnung 18A der Ansaugkrümmerwandung
16A zentriert und gasdicht gehalten wird, ist zwischen dem Ansatz 50A der Krümmerwandung
16A und dem Außenumfang des Formteils 24A eine ringförmige Dichtung 60A aus einem
elastischen und temperaturbeständigen Material angeordnet, die ringförmig ist und
einen ungefähr L-förmigen Querschnitt hat sowie so bemessen ist, daß sie mit radialer
Pressung einerseits auf dem Formteil 24A gehalten wird und andererseits gegen die
Innenwandfläche des Ansatzes 50A anliegt.
[0027] Wie die Figuren 1 und 3 erkennen lassen, ist das Abgasrohr 12 bzw. 12A in axialer
Richtung Vorzugsweise so bemessen, daß es ein Stück weit in das Innere des Ansaugkrümmers
hineinragt, d. h. über die Krümmerwandung 16 bzw. 16A übersteht.
1. Vorrichtung zur gesteuerten Rückführung von Abgasen zum Ansaugkrümmer eines Verbrennungsmotors,
mit einem in eine Öffnung der aus einem Kunststoff bestehenden Ansaugkrümmerwandung
einsetzbaren, metallischen Abgasrohr zur Abgasführung zwischen einem EGR-Ventil und
dem Ansaugkrümmer, welches in seinem gegenüber der Ansaugkrümmerwandung abzudichtenden
Bereich von einer Wärmedämmschicht umfaßt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Wärmedämmschicht von einem aus einer aushärtbaren, ein hochtemperaturfestes
Bindemittel, Partikel eines porenhaltigen Materials sowie eine faser- oder nadelförmige
Verstärkungskomponente enthaltenden Formmasse hergestellten, hülsenförmigen Formteil
(24; 24A) gebildet wird, welches einerseits in der Öffnung (18; 18A) der Ansaugkrümmerwandung
(16; 16A) sowie gegenüber letzterer abgedichtet festlegbar und andererseits mit mindestens
einem axialen Abschnitt seiner Innenwandfläche gegen den Außenumfang des Abgasrohres
(12; 12A) anliegt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Formteil (24A) als eine
über ihre ganze Länge gegen den Außenumfang des Abgasrohres (12A) anliegende Hülse
ausgebildet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Abdichtung gegenüber
der Ansaugkrümmerwandung (16A) eine ringförmige, mit radialer Pressung gegen den Außenumfang
der Hülse (24A) anliegende Dichtung (60A) vorgesehen ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Formteil (24) lediglich
in seinem ventilseitigen Endbereich mit seiner Innenwandfläche gegen den Außenumfang
des Abgasrohres (12) anliegt und im übrigen mit radialem Abstand von diesem Außenumfang
verläuft.
5. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß sich das Formteil (24; 24A) mit seiner ventilseitigen Stirnfläche in axialer Richtung
gegen eine bezüglich des Abgasrohres (12; 12A) feste Stirnfläche (20a; 54A) abstützt.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch einen zwischen den beiden Stirnflächen
angeordneten Dichtring.
7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das Formteil (24) an seinem vom EGR-Ventil (10) abgewandten Endbereich eine Stirnfläche
(30) besitzt, welcher ein Dichtring zur Abdichtung gegenüber der Außenfläche der Ansaugkrümmerwandung
(16) zugeordnet ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Dichtring in eine
Ringnut (36, 38) des Formteils (24) eingelegt ist.
9. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß das Formteil (24) an seinem vom EGR-Ventil (10) abgewandten Endbereich einen abgestuften
Außendurchmesser besitzt und mit einem axialen Abschnitt (32) kleineren Durchmessers
in die Öffnung (18) der Ansaugkrümmerwandung (16) passend einsetzbar ist.
10. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das Formteil (24; 24A) ein solches nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis
16 der Internationalen Anmeldung PCT/EP95/00561 ist.