[0001] Die Erfindung betrifft eine hydraulische Steuervorrichtung der im Oberbegriff des
Patentanspruchs 1 angegebenen Art.
[0002] Gemäß DE-C-42 43 973 ist beim Zulaufregler des Proportional-Wegesteuerventils eine
Mengenreduziervorrichtung vorgesehen, um die vom Zulaufregler bereitgestellte Menge
und damit die Bewegungsgeschwindigkeit des Verbrauchers lastdruckabhängig zu reduzieren.
Sobald die Mengenreduziervorrichtung wirkt, wird die Geschwindigkeit des Verbrauchers
begrenzt und werden die Stoßfaktoren in dem mit der Steuervorrichtung ausgestatteten
Hebezeug vermindert. Auf diese Weise wird die Überlastgrenze dieses Hebezeugs ausgedehnt.
Dies bedeutet, daß bei eingreifender Mengenreduziervorrichtung eine größere Last als
die bei maximaler Geschwindigkeit zulässige Last langsamer oder eine kleine Last langsam
und weiter nach außen bewegt werden kann als bei maximaler Geschwindigkeit. Innerhalb
der bezüglich der maximalen Geschwindigkeit festgelegten Überlastgrenze werden ohne
Ansprechen der Mengenreduziervorrichtung auch große Lasten schnell bewegt. Dadurch
läßt sich das Hebezeug besser ausnutzen. Jedoch ist der bauliche Aufwand groß. Diese
Ausbildung ist aufwendig und teuer und kann dazu führen, daß Druckschwingungen im
System nicht zufriedenstellend rasch und wirksam abgedämpft werden. Es müssen deshalb,
z.B. in den Proportional-Wegesteuerventilen, aufwendige bauliche Maßnahmen zum Abdämpfen
von Druckschwingungen getroffen werden.
[0003] In der Praxis ist es ferner bekannt, den die Geschwindigkeit beeinflussenden Dreiwegeregler
durch ein umgehendes Schaltventil vollständig auszuschalten. Dies hat jedoch den Nachteil,
daß die beim Dreiwegeregler vorgesehe Dämpfungsvorrichtung nicht mehr wirksam werden
kann und Druckschwingungen den Betrieb, insbesondere in einem Hebezeug, nachhaltig
stören. Ferner ist es in der Praxis bekannt, z.B. zum Manipulieren eines Hubkorbes
(für einen Arbeiter) mittels des Hebezeugs einen eigenen Regler vorzusehen, der die
Bewegung des Hubkorbs nur mit stark verringerter Geschwindigkeit ermöglicht. Aufgrund
dieses zusätzlich zum Dreiwegeregler für den unbegrenzten Volumenstrom vorgesehenen
Reglers wird jedoch die Anfälligkeit der Steuervorrichtung auf Druckschwankungen im
System gesteigert. Die Anordnung des zusätzlichen Reglers und der Umschalteinrichtung
zwischen den Reglern ist aufwendig und teuer.
[0004] Aus WO90/02882 ist eine elektrohydraulische Steuervorrichtung bekannt, die nach dem
"load sensing"-Prinzip arbeitet. Dem Zweiwege-Zulaufregler jedes Wegesteuerventils
ist ein Kolben zugeordnet, der gegen die Regelfeder des Zulaufreglers wirkt und auf
diese Weise die Druckdifferenz zwischen dem höchsten Lastdruck und dem Versorgungsdruck
proportional zu einer Abnahme dieser Druckdifferenz ändert, sobald die Druckdifferenz
unter einem bestimmten Wert sinkt. Bewirkt wird dies durch einen von einer Druckwandeleinrichtung
erzeugten Hilfssteuerdruck. Durch die Änderung des Gleichgewichts bzw. der Druckdifferenz
wird entweder vermieden, daß der die höchste Last bewegende Verbraucher anhält, weil
insgesamt eine größere Menge als die maximale Fördermenge der Pumpe gebraucht wird,
oder bewußt die Geschwindigkeit eines Verbrauchers gesenkt zugunsten der Geschwindigkeit
eines anderen Verbrauchers (Prioritisierung).
[0005] Weiterer Stand der Technik ist enthalten in einem Artikel der US-Fachzeitschritt
"Hydraulics und Pneumatics", 39 (1986), Oktober Nr. 10, S. 47 bis 57.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine hydraulische Steuervorrichtung der
eingangs genannten Art zu schaffen, bei der auf einfache bauliche Weise die Bewegungsgeschwindigkeit
ausgewählter Verbraucher individuell begrenzbar ist und trotzdem Druckschwingungen
im System wirksam und rasch abgedämpft werden.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
[0008] Unabhängig davon, ob bei ausgewählten Verbrauchern die Geschwindigkeit reduziert
ist (reduzierter Volumenstrom durch die Drossel in der Pumpenleitung), oder ob alle
Verbraucher mit der maximalen Geschwindigkeit (maximaler Volumenstrom unter Umgehung
der Drossel in der Pumpenleitung) bewegt werden, arbeitet der einzige vorgesehene
Dreiwegeregler auf die vorbestimmte Weise und bleibt das an diesem vorgesehene Dämpfungssystem
wirksam, so daß Druckschwankungen im System stets wirksam und rasch abgedämpft werden.
Das Dämpfungssystem des Dreiwegereglers wird nämlich in jedem Betriebszustand verwendet.
Dabei ist im System kein zusätzliches Glied enthalten, von dem Druckschwankungen iniziiert
werden könnten. Ferner ist unabhängig davon, ob die Drossel den Volumenstrom begrenzt,
oder nicht, jeweils der maximal mögliche Druck nutzbar, so daß in jedem Fall auch
schwere Lasten bewegt werden können. Dennoch wird bei Eingriffnahme der Drossel die
Lastmomentgrenze ausgedehnt, d.h., daß eine große Last nur mit reduzierter Geschwindigkeit
bewegt werden kann, wobei die für die Sicherheit z.B. eines Hebezeugs, zu berücksichtigenden
Stoßfaktoren außerhalb der an sich für die maximale Bewegungsgeschwindigkeit zu berücksichtigenden
Lastmomentgrenze derart verringert sind, daß die Sicherheit des Hebezeugs nicht gefährdet
wird. Das Hebezeug erhält mit der Steuervorrichtung einen erweiterten Einsatzbereich
und hat bei jedem Betriebszustand ein im Hinblick auf Druckschwankungen oder Druckschwingungen
stabiles Betriebsverhalten.
[0009] Gemäß Anspruch 2 läßt sich die bei Eingriffnahme der Drossel auftretende Mengenbegrenzung
exakt an den jeweiligen Anwendungsfall anpassen.
[0010] Das Schaltventil erbringt gemäß Anspruch 3 in seiner Sperrstellung die mengenbegrenzende
Drosselwirkung. Wird das Schaltventil in seine Durchgangsstellung geschaltet, dann
ist die Drossel umgangen, und das Druckmittel nimmt den Weg über die Leitungsschleife,
wobei die maximale und vom Dreiwege-Regler eingesteuerte Menge die maximale Geschwindigkeit
der Verbraucher stromab der Drossel ermöglicht. Jedem Verbraucher wird über den Zulaufregler
seines Proportional-Wegesteuerventils lastunabhängig die gerade notwendige Menge zugeteilt,
die sich nach der Verstellung des Proportional-Wegesteuerventils richtet. Der Zulaufregler
hält die Druckdifferenz über das Proportional-Wegesteuerventil lastunabhängig konstant.
Sowohl bei Eingriffnahme der Drossel als auch bei Umgehung der Drossel ist der maximal
nutzbare Druck verfügbar.
[0011] Herstellungs- und montagetechnisch wird gemäß Anspruch 4 zweckmäßig die Zwischenplatte
stromab des oder der Gehäuse in der Batterieanordnung eingebaut, dessen oder deren
Verbraucher keiner Begrenzung der Bewegunggeschwindigkeit bedürfen. Dabei kann eine
Zwischenplatte vor mehreren Gehäusen vorgesehen sein, oder können mehrere Zwischenplatten
zwischen Gehäusen eingebaut werden, um einzelne Verbraucher individuell ansteuern
zu können. In diesem Fall können sich ggfs. die in den Zwischenplatten vorgesehenen
Drosseln in ihren Drosseldurchgangsgrößen unterscheiden.
[0012] Gemäß Anspruch 5 werden Druckschwingungen im System, auf die der Dreiwegeregler ansprechen
würde, rasch und wirksam abgedämpft. Die beiden gegensinnig sperrenden Rückschlagventile
kooperieren mit der Dämpfdrossel auf optimale Weise und kappen Maxima und Minima von
Druckschwingungs-Amplituden derart, daß in Kooperation mit der Dämpfdrossel die Druckschwingungen
für den Dreiwegeregler kaum mehr spürbar werden. Die Dämpfdrossel läßt sich dank der
beiden Rückschlagventile relativ stramm einstellen, was für die Dämpfungswirkung günstig
ist, da die Rückschlagventile auch bei noch kaltem Druckmittel das Regelspiel des
Dreiwegereglers zulassen, was mit der Dämpfdrossel allein nicht der Fall wäre. Das
im Schließsinn höher vorgespannte Rückschlagventil öffnet zweckmäßigerweise in der
Richtung, in der der Dreiwegeregler bei seinem Regelspiel den Druck in der Pumpenleitung
verringert, wobei die Vorspannung dieses Rückschlagventils auch zur Dämpfung der Druckschwankungen
beiträgt. Hingegen ermöglicht das nur wenig oder gar nicht vorgespannte andere Rückschlagventil
ein weitgehend ungedämpftes Ansprechen des Dreiwegereglers in Schließrichtung (Erhöhen
des Drucks in der Pumpenleitung).
[0013] Zweckmäßigerweise ist gemäß Anspruch 6 bei dem Dämpfungssystem eine zusätzliche Blende
in der Lastdruck-Steuerleitung vorgesehen.
[0014] Das Schaltventil, mit dem wahlweise die Drossel in der Pumpenleitung umgehbar ist,
wird zweckmäßigerweise magnetisch betätigt, und zwar steuerseitig während des Betriebs.
Es ist aber auch möglich, das Schaltventil lastdruckabhängig und z.B. hydraulisch
zu betätigen.
[0015] Anhand der Zeichnung wird eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes erläutert.
Fig. 1 zeigt in einem Blockschaltbild eine hydraulische Steuervorrichtung S, die zweckmäßigerweise
für ein Hebezeug wie einen Mobilkran ausgelegt ist, mit dem beispielsweise auch in
besonderen Anwendungssituationen ein Hubkorb manipuliert wird.
[0016] Die Steuervorrichtung S weist einzelne, blockförmige Gehäuse 1, 3 und wenigstens
eine Zwischenplatte 2 auf, die in einer Batterieanordnung 4 (Steuerblock) zusammengefaßt
sind. In den Gehäusen 1 sind Proportional-Wegesteuerventile P1, P2, P3 üblicher Bauweise
mit ihren Zulaufreglern Z und weiteren Komponenten untergebracht. Die Gehäuse 1, 3
und die Zwischenplatten 2 sind an ihren Anschlußseiten miteinander verschraubt, so
daß alle mittels der Proportional-Wegesteuerventile P1, P2, P3 (und gegebenenfalls
weiterer, nicht gezeigter) zu versorgenden Verbraucher V, z.B. Hyraulikmotoren oder
Hydraulikzylinde,r an eine gemeinsame Pumpenleitung P angeschlossen sind. Ferner verläuft
in der Batterieanordnung 4 eine gemeinsame Rücklaufleitung R zu einem Tank 6. Die
Druckversorgung erfolgt beispielsweise über eine Pumpe 5, z.B. eine Konstantpumpe.
Jedes Proportional-Wegesteuerventil P1, P2, P3 ist über eine den Zulaufregler Z enthaltende
Anschlußleitung 7 an die Pumpenleitung P angeschlossen. Von der Rücklaufleitung R
führen Rücklauf-Anschlußleitungen 8 zu den Proportional-Wegesteuerventilen P1, P2,
P3. Jeder Verbraucher V ist über zwei (oder nur eine) Arbeitsleitungen A, B an das
zugehörige Proportional-Wegesteuerventil P1, P2, P3 angeschlossen und dient zum Bewegen
einer Last L.
[0017] Der Zulaufregler Z ist ein Zweiwegeregler, der als Druckwaage über eine Steuerleitung
9 in Schließrichtung mit dem am Proportional-Wegesteuerventil P1 in der Anschlußleitung
7 anstehenden Druck und in Öffnungsrichtung über eine Steuerleitung 10 mit dem aus
einer der Arbeitsleitungen A, B abgeleiteten Lastdruck und von einer Regelfeder 11
beaufschlagt wird. Die Steuerleitung 10 ist über einen Steuerleitungszweig 12 und
ein Wechselventil 13 an eine gemeinsame Lastdruck-Steuerleitung 14 angeschlossen,
die durch die Gehäuse 1, 3 und die Zwischenplatte 2 verläuft. Aufgrund der Wechselventile
13 führt die Lastdruck-Steuerleitung 14 den jeweils höchsten Lastdruck eines Verbrauchers.
[0018] Im Gehäuse 3 ist ein Dreiwegeregler D üblicher Bauart angeordnet, der einen als Druckwaage
arbeitenden Regelkolben 15 besitzt, der blendenartig den Durchgang eines Verbindungskanals
16 zwischen der Pumpenleitung P und der Rücklaufleitung R überwacht und in Abhängigkeit
von seiner momentanen Stellung mehr oder weniger oder gar kein Druckmittel aus der
Pumpenleitung P in die Rücklaufleitung R abläßt. Der Regelkolben 15 wird in Öffnungsrichtung
des Dreiwegereglers (zur Verringerung des Drucks in der Pumpenleitung P) über eine
Steuerleitung 17 mit dem Druck in der Pumpenleitung beaufschlagt (Öffnungsseite des
Dreiwegereglers). An der Schließseite und in Schließrichtung des Dreiwegereglers wird
hingegen der Regelkolben 15 von einer Regelfeder 18 und mit dem Druck in einer Steuerleitung
19 beaufschlagt, die über ein Dämpfungssystem C an die Lastdruck-Steuerleitung 14
angeschlossen ist.
[0019] Im Dämpfungssystem C ist eine Dämpfdrossel 20 enthalten, die mittels zweier gegensinniger
Rückschlagventile 21 und 23 in jeweils einer Strömungsrichtung umgehbar ist. Zwischen
der Dämpfdrossel 20 und dem nächstliegenden Wechselventil 13 in der Lastdruck-Steuerleitung
14 ist eine Blende 24 vorgesehen. Das in Öffnungsrichtung des Dreiwegereglers D (Verringern
des Drucks in der Pumpenleitung P) öffnende eine Rückschlagventil 21 ist mit einer
Feder 22 im Schließsinn vorgespannt und zwar höher als das andere Rückschlagventil
23, das im Schließsinn gegebenenfalls gering oder überhaupt nicht vorgespannt ist.
[0020] In der Zwischenplatte 2 ist in der Pumpenleitung P eine mengenbegrenzende Drossel
25 angeordnet, deren Durchgangsquerschnitt zweckmäßigerweise verstellbar ist. Die
Drossel 25 wird in der Pumpenleitung P durch eine Leitungsschleife 26 umgangen, in
der ein Schaltventil 27, z.B. ein 2/2-Wege-Magnetschaltventil, enthalten ist, das
mittels eines Schaltmagneten 28 zwischen der in Fig.1 gezeigten und durch eine Feder
gehaltenen Sperrstellung und einer Durchgangsstellung a verstellbar ist, in der die
Drossel 25 umgangen wird. Das Schaltventil 27 ist bei der gezeigten Ausführungsform
mit einem Rückschlagventil (Sitzventil, leckagefrei) ausgestattet, das in Strömungsrichtung
zu den Proportional-Wegesteuerventilen P2, P3 sperrt. Das Proportional-Wegesteuerventil
P1 im Gehäuse 1 befindet sich z.B. stromauf der Zwischenplatte 2 und wird durch die
Drossel 25 bzw. das Schaltventil 27 nicht beeinflußt.
[0021] In der gezeigten Stellung des Schaltventils 27 gemäß Fig. 1 erhält das Proportional-Wegesteuerventil
P1 den nach Maßgabe des Lastdrucks in der Steuerleitung 19 vom Dreiwegeregler D zugeteilten
Volumenstrom, und zwar mit dem maximalen Druck. Die Bewegungsgeschwindigkeit des mit
dem Proportional-Wegesteuerventils P1 gesteuerten Verbrauchers richtet sich nach der
Auslenkung des Proportional-Wegesteuerventils P1. Die am Wegesteuerventil P1 eingesteckte
Bewegungsgeschwindigkeit wird lastunabhängig durch den Zulaufregler Z aufrechterhalten.
[0022] Die Proportional-Wegesteuerventile P2 und P3 erhalten über die Drossel 25 hingegen
einen mengenreduzierten Volumenstrom, wobei sich die maximal reduzierte Menge nach
der Einstellung der Drossel 25 richtet. Für die Proportional-Wegesteuerventile P2,
P3 ist jedoch auch der maximale Druck nutzbar. Die Bewegungsgeschwindigkeiten der
Verbraucher, die mittels der Proportional-Wegesteuerventils P2, P3 gesteuert werden,
sind nicht allein von der Auslenkung des jeweiligen Proportional-Wegesteuerventils
P2 oder P3 abhängig, sondern nach oben durch die Drossel 25 begrenzt. Mit den Verbrauchern
können somit auch große Lasten (der maximale Druck ist nutzbar) über die bei maximaler
Geschwindigkeit zu berücksichtigende Lastmomentgrenze hinaus langsam bewegt werden,
ohne die Sicherheit des Systems bzw. des Hebezeugs zu gefährden.
[0023] Wird das Schaltventil 27 umgestellt in seine Schaltstellung a, dann ist die Drossel
25 umgangen und steht auch für die Proportional-Wegesteuerventile P2 und P3 der maximale
Volumentsstrom zur Verfügung. In der Schaltstellung a des Schaltventils ist für die
Proportional-Wegesteuerventile P2 und P3 der maximale Druck im System nutzbar, um
auch große Lasten innerhalb der Lastmomentgrenze bewegen zu können.
[0024] Für besondere Anforderungen ist es denkbar, mehrere Zwischenplatten 2 jeweils mit
einer Drossel 25 und einem Schaltventil 27 vorzusehen. Diese Zwischenplatten 2 können
zwischen den Gehäusen 1 verteilt sein, um individuell auf einzelne Verbraucher in
einer größeren Batterieanordnung als der gezeigten einzuwirken. In diesen mehreren
Zwischenplatten 2 könnten unterschiedlich eingestellte Drosseln 25 vorgesehen sein.
Ferner ist es denkbar, die Drossel 25 direkt in das Schaltventil 27 zu integrieren
und dieses Schaltventil dann direkt in die Pumpenleitung P zu setzen.
1. Hydraulische Steuervorrichtung (S), insbesondere für ein Hebezeug wie einen Mobilkran,
für eine Gruppe von Verbrauchern (V), die parallel über je ein Proportional-Wegesteuerventil
(P1, P2, P3) an eine Pumpenleitung (P) und eine Rücklaufleitung (R) angeschlossen
sind, mit einem stromauf jedes Proportional-Wegesteuerventils in einer Anschlußleitung
(7) angeordneten Zulaufregler (Z), der vom Lastdruck des zugehörigen Verbrauchers
entgegengesetzt zum Zulaufdruck des Proportional-Wegesteuerventils beaufschlagt ist,
mit einem allen Verbrauchern (V) gemeinsamen Dreiwegeregler (D) zwischen der Pumpenleitung
(P) und der Rücklaufleitung (R), der vom Pumpendruck und dem höchsten Lastdruck steuerbar
ist, und mit einem an der Schließseite des Dreiwegereglers (D) in einer Lastdruck-Steuerleitung
(14) angeordneten Dämpfungssystem (C) für Druckschwingungen, dadurch gekennzeichnet, daß in der Pumpenleitung (P) zwischen dem Dreiwegeregler (D) und wenigstens einem
Proportional-Wegesteuerventil (P1, P2, P3) der Verbrauchergruppe eine wahlweise umgehbare,
mengenbegrenzende Drossel (25) angeordnet ist.
2. Hydraulische Steuervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Drossel (25) verstellbar ausgebildet ist.
3. Hydraulische Steuervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der Pumpenleitung (P) eine die Drossel (25) umgehende Leitungsschleife (26)
mit einem Schaltventil (27), vorzugsweise einem 2/2-Wege-Magnetschaltventil, angeordnet
ist.
4. Hydraulische Steuervorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Proportional-Wegesteuerventil (P1, P2, P3) mit seinem Zulaufregler (Z)
in einem blockförmigen Gehäuse (1) enthalten ist, daß die Gehäuse (1) mit ihren Anschlußseiten
batterieartig aneinandergesetzt sind, daß die Drossel (25) mit dem Schaltventil (27)
in einer Zwischenplatte (2) enthalten ist, und daß die Zwischenplatte (2) wahlweise
an der Anschlußseite jedes Gehäuses (1) anbringbar ist.
5. Hydraulische Steuervorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Dreiwegeregler (D) einen als Druckwaage wirkenden Regelkolben (15) aufweist,
der an der Öffnungsseite und in Öffnungsrichtung des Dreiwegereglers (D) (Verringern
des Drucks in der Pumpenleitung (P)) vom Pumpendruck und an der Schließseite und in
Schließrichtung (Erhöhen des Drucks in der Pumpenleitung) vom höchsten Lastdruck eines
der Verbraucher (V) sowie einer Regelfeder (18) beaufschlagbar ist, und daß das an
der Schließseite des Dreiwegereglers (10) in der Lastdruck-Steuerleitung (14) angeordnete
Dämpfungssystem (C) für Druckschwingungen aus einer Dämpfdrossel (20) und zwei gegensinnig
die Dämpfdrossel (20) umgehenden Rückschlagventilen (21, 23) besteht, von denen das
eine Rückschlagventil (21), vorzugsweise das in Öffnungsrichtung des Dreiwegereglers
(D) öffnende Rückschlagventil, höher im Schließsinn vorgespannt ist als das andere
Rückschlagventil (23).
6. Hydraulische Steuervorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß an der dem Dreiwegeregler (D) abgewandten Seite des Dämpfungssystems (C) in der
Lastdruck-Steuerleitung (14) eine Blende (24) vorgesehen ist.