[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Backofen nach dem Oberbegriff von Anspruch
1, weiter eine Verwendung nach dem Oberbegriff von Anspruch 7 und eine Schutzeinlage
nach dem Oberbegriff von Anspruch 10.
[0002] Bei Backöfen mit innenliegendem Unterhitze-Heizkörper ist es üblich den Schutz des
Backrohrbodens, insbesondere katalytisch emaillierter Backrohre, vor vorzeitiger Verlackung
durch Backgutbestandteile, wie von überlaufenden Gefässen dadurch zu gewährleisten,
dass zwischen Backrohrboden und Unterhitze-Heizkörper eine dünne (40 - 50 µm) Alufolie
eingelegt wird, welche gleichzeitig die Wärmestrahlung des Heizkörpers ins Backrohr
reflektiert.
[0003] Je nach Gebrauchsintensität sind diese als Schutzeinlagen eingesetzten Folien relativ
rasch zu ersetzen. Sie müssen nach kurzer Zeit entsorgt werden. Die scharfen Folienränder
bilden bei der Handhabung eine akute Verletzungsgefahr. Bereits bei neuen Geräten
ergibt sich durch die Forminstabilität der eingelegten Schutzeinlagefolie ein störendes
Aussehen, weil auch da nur schwer ein glattes Anliegen gewährleistet werden kann.
[0004] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, diese Nachteile zu beheben. Dies wird
am Backofen eingangs genannter Art nach dem Kennzeichen von Anspruch 1 gelöst bzw.
durch eine Verwendung nach dem Kennzeichen von Anspruch 7 bzw. durch Bereitstellung
einer Schutzeinlage nach dem Kennzeichen von Anspruch 10.
[0005] Bevorzugte Ausführungsformen des erfindungsgemässen Backofens, der erfindungsgemässen
Verwendung sowie der erfindungsgemässen Schutzeinlage sind in den abhängigen Ansprüchen
spezifiziert.
[0006] Die Erfindung wird anschliessend beispielsweise anhand von Figuren erläutert. Es
zeigen:
- Fig. 1
- perspektivisch anhand einer ersten Ausführungsvariante einer erfindungsgemässen Schutzeinlage
ein daran realisiertes Prinzip,
- Fig. 2
- das Backrohr eines erfindungsgemässen Backofens in geöffnetem Zustand perspektivisch
dargestellt mit einer erfindungsgemässen Schutzeinlage in bevorzugter Ausführungsform,
- Fig. 3
- perspektivisch eine bevorzugte Ausführungsform einer erfindungsgemässen Schutzeinlage,
- Fig. 4a - 4e
- verschiedene Möglichkeiten der Randausgestaltung an der bevorzugten Schutzanlage nach
Fig. 3,
- Fig. 5
- geschnitten die hintere Partie eines Backrohres an einem erfindungsgemässen Backofen.
[0007] In Fig. 1 ist die Ausbildung einer ersten Ausführungsvariante einer erfindungsgemässen
Schutzeinlage perspektivisch dargestellt.
Definition
[0008] Wenn im folgenden von einem folienartigen Material gesprochen wird, so wird darunter
ein Material verstanden, welches derart dünn ist, dass es sich bei geringer Druckspannung
biegt. Die Materialdicke beträgt von ca. 40µm bis ca. 100µm.
[0009] Gemäss Fig. 1 besteht eine erfindungsgemässe Schutzeinlage aus einem folienartigen
Material, welches quer zu seiner flächigen Ausdehnung formstabilisierend verformt
ist, wie in Fig. 1 beispielsweise dargestellt, mittels eines Prägemusters 4.
[0010] Mindestens die eine Seite o der erfindungsgemässen Einlage ist wärmereflektierend.
Mindestens diese Oberfläche ist deshalb bevorzugterweise metallisiert. In einer bevorzugten
Ausführungsform besteht die Schutzeinlage aus einem dünnen Metallblech, welches formend
bearbeitet wurde, vorzugsweise aus einem dünnen Al-Blech, welches auch mit schmutzabweisender
Beschichtung, hitzeresistenter Lackierung etc. ausgestattet sein kann.
[0011] In Fig. 2 ist ein Backrohr 3 eines erfindungsgemässen Backofens dargestellt. Zwischen
einem Unterhitze-Heizkörper 5, welcher frei im Backrohr 3 liegt und der Bodenfläche
7 des Backrohres 3, ist eine erfindungsgemässe Schutzeinlage 1a eingelegt in noch
zu beschreibender, bevorzugter Ausführungsform dargestellt. Durch leichtes Anheben
des Unterhitze-Heizkörpers 5 kann die Schutzeinlage 1 bzw. 1a leicht entfernt, gereinigt
und wieder eingeschoben werden.
[0012] In Fig. 3 ist die erfindungsgemässe Schutzeinlage 1a in bevorzugter Ausführungsform
dargestellt. Dabei ist die formstabilisierende Formung gebildet durch mindestens drei
aufgebogene Seitenränder 4a. Bevorzugterweise wird auch der vierte Seitenrand 4b analog
zu den Seitenrändern 4a wandartig hochgebogen, wobei aber, wie sich aus Betrachtung
aus Fig. 2 ergibt, durchaus entsprechend 4b die hintere oder vordere Randaufbiegung
weggelassen werden kann. In bevorzugter Ausführungsform sind alle vier Seitenränder
hochgebogen, so dass sich gemäss Fig. 3 die erfindungsgemässe Schutzeinlage als allseits
berandete Wanne 11 präsentiert.
[0013] Anstelle des Vorsehens einer einteiligen Schutzeinlage, z.B. gemäss Fig. 3, am Backofen
gemäss Fig. 2, welche die Bodenfläche des Backrohres praktisch vollständig abdeckt
ist es durchaus möglich, die Schutzeinlage mehrteilig einzulegen, beispielsweise in
Form einzelner sich über die ganze Backrohr-Tiefenausdehnung y erstreckender Einzelwannen
oder sich hintereinander über die ganze Querausdehnung x erstreckender Einzelwannen
bzw. Schutzeinlagen.
[0014] In Fig. 4a - 4e sind verschiedene Varianten dargestellt, wie die aufgebogenen Ränder
4a bzw. 4b der bevorzugten Schutzeinlage gemäss Fig. 3 weiter formstabilisierend ausgebildet
sein können. Gemäss Fig. 4a sind die Ränder lediglich aufgebogen und gegebenenfalls
in den Eckbereichen verschweisst oder besser einteilig tiefgezogen. Gemäss den Fig.
4b bis 4e sind diese Ränder 4a bzw. 4b unterschiedlich umgebördelt, wobei es durchaus
möglich ist, beispielsweise den gemäss Fig. 2 vorne liegenden Rand 4b gemäss Fig.
4e unterschiedlich auszugestalten als die übrigen, um damit eine bessere Auszugsmöglichkeit
der Schutzeinlage zu realisieren. Gegebenenfalls können weiter die umgebördelten Partien,
wie in Fig. 4b dargestellt, mit einer Verstärkungseinlage, beispielsweise einem Verstärkungsdraht,
versehen sein. Im weiteren ist es durchaus möglich die Wanneneinlage 11 gemäss Fig.
3 zusätzlich, z.B. gemäss Fig. 1 zu prägen.
[0015] In Fig. 5 ist im Querschnitt der hintere Teil eines Backrohres am erfindungsgemässen
Backofen mit eingeführter Schutzeinlage-Wanne 11 gemäss Fig. 3 dargestellt. Daraus
ist ersichtlich, dass, sofern ein hinterer Rand 3b an der Einlage 11 vorgesehen ist,
mindestens dieser höchstens im wesentlichen gleich hoch aufragt, wie das Mass h, mit
welchem der Heizkörper 5 über dem Backrohrboden 7 liegt.
[0016] Die erfindungsgemässe schalenförmige Schutzeinlage gemäss Fig. 3 oder gebildet durch
mehrere Schalen ist entsprechend der Norm von Backrohren mit gegen das Backrohr freiliegenden
Unterhitze-Heizkörpern ausgelegt. Dementsprechend beträgt ihre Dimensionierung vorzugsweise

oder

[0017] Wie erwähnt wurde, wird durch das erfindungsgemässe Vorgehen erreicht, dass keine
Metall-, insbesondere Aluminiumfolie, in regelmässigen Abständen entsorgt werden muss.
Es wird die Verletzungsproblematik beim Vorgehen bekannter Art behoben und es präsentiert
sich der erfindungsgemässe Backofen mit formstabilier Schutzeinlage auch optisch optimal.
Die Schutzeinlage erfindungsgemässer Ausgestaltung kann leicht gereinigt und wieder
eingesetzt werden.
[0018] Die erfindungsgemässe Schutzeinlage wird insbesondere bei Backrohren mit katalytischem
Belag eingesetzt.
1. Backofen mit innenliegendem Unterhitze-Heizkörper (5) sowie einer zwischen Unterhitze-Heizkörper
(5) und Backrohrboden vorgesehenen, entfernbaren flächigen und wärmereflektierenden
Schutzeinlage (1, 1a), dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzeinlage aus folienartigem
Material gebildet ist, und mindestens eine bleibende, formstabilisierende Formung
(4, 4a, 4b) quer zu ihrer Flächenausdehnung aufweist.
2. Backofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzeinlage (11) mindestens
drei hochgebogene Ränder (4a) aufweist, vorzugsweise vier (4a, 4b) und somit schalenförmig
ausgebildet ist.
3. Backofen nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzeinlage
flächig mit einem Prägemuster (4) versehen ist.
4. Backofen nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens
die dem Backrohrinnern zugewandte Fläche (o) der Schutzeinlage aus Metall, vorzugsweise
aus Aluminium besteht.
5. Backofen nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens
ein der Rückwand des Backrohres zugewandter hochgebogener Rand (4b) im wesentlichen
gleich hoch ist oder tiefer als das Mass (h), mit welchem der Unterhitze-Heizkörper
(5) über dem Backrohrboden (7) liegt.
6. Backofen nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzeinlage
eine im wesentlichen den gesamten Backrohrboden abdeckende Schale (11) mit mindestens
drei hochgewölbten Rändern ( 4a, 4b) ist.
7. Verwendung eines flächigen, mindestens einseitig wärmereflektierenden Gebildes aus
an sich forminstabilem, folienartigen Material mit quer zu seiner Flächenausdehnung
vorgesehener formstabilisierender Ausformung (4, 4a, 4b) als Schutzeinlage an einem
Backofen mit innenliegendem Unterhitze-Heizkörper, bei dem die Schutzeinlage zwischen
Heizkörper (5) und Backrohrboden (7) eingeführt wird.
8. Verwendung nach Anspruch 7, bei der das flächige Gebilde schalenförmig mit mindestens
drei hochgebogenen Rändern (4a, 4b) ist.
9. Verwendung nach einem der Ansprüche 7 oder 8, bei der das flächige Gebilde formstabilisierend
flächig geprägt (4) ist.
10. Schalenförmige Schutzeinlage für Backofen, bestehend aus einem mindestens einseitig
wärmereflektierenden folienartigen Material, dadurch gekennzeichnet, dass sie quer
zu ihrer flächigen Ausdehnung eine formstabilisierende Ausformung (4, 4a, 4b) umfasst,
und Aussenabmessungen von

wobei n eine ganze Zahl ist.
11. Schutzeinlage nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die formstabilisierende
Formung mindestens drei hochgebogene Ränder umfasst.