Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einem Verfahren zur Herstellung einer Brennkammer nach
der Gattung des Anspruchs 1 und einer nach dem Verfahren hergestellten Brennkammer
für gasbeheizte Wassererhitzer nach der Gattung des Anspruchs 13.
[0002] Bei einem bekannten Verfahren der genannten Gattung werden zur Bildung einer Brennkammer
die beiden aus Edelstahl bestehenden Wandbleche zunächst jedes für sich mit der Kanalführung
entsprechenden Ausformungen versehen, die nach dem Zusammenschweißen der Wandbleche
miteinander korrespondierend die Kanäle bilden. Danach werden die Wandbleche zu U-förmigen
Teilen gebogen und jeweils zwei Teile zu einer rundumgeschlossenen Brennkammer zusammengeschweißt.
Bei dieser Ausführung lassen sich Spalte zwischen den Wandblechen in den an die Kanäle
angrenzenden Zonen nicht oder nur mit einem hohen Aufwand beim Verschweißen der Bleche
vermeiden. In diesen Zonen besteht daher die Gefahr der Spaltkorrosion, so daß auch
an die Blechqualität hohe Anforderungen gestellt werden müssen.
[0003] Darüberhinaus ist es bekannt, bei der Herstellung von ebenen Wärmetauschern zwei
aus Edelstahl bestehende Wandbleche zunächst durch Schweißnähte lokal miteinander
zu verbinden und danach mit einem fluiden Arbeitsmittel unter hohem Druck zur Bildung
von Kanälen aufzuweiten.
Vorteile der Erfindung
[0004] Beim erfindungsgemäßen Verfahren mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs
1 werden die Strömungskanäle durch die Schweißnähte begrenzt. Dadurch werden Spalte
zwischen den Wandblechen in den neben den Kanälen sich erstreckenden Zonen und daher
eine Spaltkorrosion ohne zusätzlichen Aufwand vermieden. Das Schweißen erfolgt im
noch ebenen Zustand der Wandbleche, wodurch der Fertigungsprozeß und die Lagerhaltung
erleichtert werden. Außerdem kann beim Aufweiten der Kanäle gleichzeitig deren Dichtheit
kontrolliert werden, so daß sich ein besonderer Arbeitsgang hierfür erübrigt.
[0005] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Verfahrensmerkmale sind vorteilhafte
Ausgestaltungen und Weiterbildungen des Verfahrens nach dem Anspruch 1 möglich.
[0006] Durch die Aufnahme der Wandbleche zwischen einem äußeren und einem inneren Werkzeug
gemäß den Merkmalen des Anspruchs 2, erfolgt auch in den Eckenbereichen der Brennkammer
eine gleichmäßige Aufweitung der Kanäle für die Strömungsführung und es wird verhindert,
daß sich das innenliegende Wandblech faltet und sich dort die Kanalquerschnitte verengen.
[0007] Dadurch, daß die Abstände eines äußeren Werkzeuges im Eckenbereich großer als in
den gestreckten Stützbereichen bemessen sind, können die Strömungskanäle in den Eckenbereichen
mit derselben Querschnittsbreite wie in den gestreckten Kanalbereichen hergestellt
werden.
[0008] Die Ausnehmungen des inneren Werkzeuges münden unmittelbar vor den Eckenbereichen
in zur Aufnahme überschüssigen Materials dienende vertiefte Taschen ein. Dadurch wird
eine Versteifung erzielt, die zu einer höheren Stabilität beiträgt, wenn ein Wärmeübertrager
für zu erhitzendes Wasser auf die Brennkammer montiert wird. Zusätzlich wird einer
Faltenbildung des inneren Wandbleches entgegengewirkt.
[0009] Die die Wandbleche verbindenden Schweißnähte werden bei der Herstellung der Kanäle
für die wassergekühlte Brennkammer in vorteilhafter Weise nicht direkt zwischen dem
inneren und äußeren Werkzeug abgestützt. Die Schweißnähte sowie die daran angrenzenden
Blechbereiche werden damit bei der Herstellung der Kanäle gereckt, wodurch die Zugfestigkeit
erhöht, sowie die Wandstärke der Blechbereiche reduziert wird.
[0010] Zum Zuführen des die Kanäle aufweitenden fluiden Arbeitsmittels kann einfach eines
der beiden Wandbleche vor dem Verschweißen mit dem anderen Wandblech mit einer Öffnung
versehen werden, die auch zum späteren Anschließen einer Leitung für ein fluides Betriebsmittel,
insbesondere Heizungswasser, dienen kann.
[0011] Diese Öffnung wird zweckmäßig in einer domartigen Ausbringung des Wandblechs vorgesehen,
um Druckverluste in der Strömung der Arbeits- und Betriebsmittel gering zu halten.
[0012] Das Verschweißen der Wandbleche wird erleichtert und die zur Verfügung stehende Wandflächen
der Brennkammer werden für einen Wärmeaustausch mit dem fluiden Betriebsmittel optimal
genutzt, wenn die Schweißnähte so angeordnet und ausgebildet werden, daß sich parallel
laufende Einzelkanäle und deren Eingangs- und Ausgangsbereichen gemeinsame Kammern
ergeben, und ferner wenn die Öffnungen für die Anschlußleitungen im Bereich der außenliegenden
Kammern vorgesehen werden.
[0013] Bei dieser Anordnung der Schweißnähte und Kanäle kann der Faltenbildung in den Eckenbereichen
der Wandbleche zusätzlich entgegengewirkt werden, wenn die Schweißnähte so angeordnet
werden, daß sich gemeinsame Kammern über die Eckenbereiche der Wandbleche erstrecken.
Dem gleichen Zweck dient der Vorschlag, den Beginn der Einzelkanäle versetzt zueinander
anzuordnen.
[0014] Die vorliegende Erfindung schlägt weiterhin vor, daß die Enden der Schweißnähte kreislinienförmig
auslaufend ausgeführt werden. Dadurch ist erreicht, daß sich beim Übergang der Einzelkanäle
in die gemeinsamen Kammern gleichmäßige,

kissenförmige" Aufweitungen ergeben und daher eine unzulässig hohe Spannungsbeanspruchung
des Materials vermieden wird.
[0015] Die Herstellung einer gekühlten Brennkammer für gasbeheizte Wassererhitzer und die
Wartung der in der Brennkammer enthaltenen Funktionselemente, wie Brenner und Wärmeübertrager,
wird erleichtert, wenn die miteinander verschweißten Wandbleche zu einem die Rückwand
und die Seitenwände der Brennkammer bildenden U-förmigen Körper gebogen werden, und
die Vorderwand der Brennkammer als getrenntes Teil hergestellt und mit den Seitenwänden
lösbar verbindbar ausgestaltet wird.
Zeichnung
[0016] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und in der
nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen Figur 1 in perspektivischer
Darstellung eine Brennkammer für gasbeheizte Wassererhitzer mit einem nach oben abgehobenen,
als Lamellenblock mit hindurchgeführten Wasserrohren ausgebildeten Wärmeübertrager
und einer lösbar mit den Seitenwänden der Brennkammer verbindbaren Vorderwand, Figur
2 in vergrößertem Maßstab einen senkrechten Schnitt durch die Seitenwand der Brennkammer
und einen Teilschnitt durch den aufgesetzten Wärmeübertrager nach Figur 1, Figur 3
eine Draufsicht auf eine aus zwei miteinander verschweißten Wandblechen bestehende
Platine, die nach dem Schweißen zu einem die Rückwand und die beiden Seitenwände der
Brennkammer bildenden U-förmigen Teil gebogen wird, Figur 4 einen vergrößerten Schnitt
nach der Linie IV in Figur 3, Figur 5 einen Querschnitt durch einen Eckenbereich der
Brennkammmer, in deren vor dem Wärmeübertrager liegenden Eingangsbereich, Figur 6
einen der Figur 5 entsprechenden Querschnitt durch einen alternativ ausgeführten Eckenbereich
der Brennkammer, Figur 7 eine Draufsicht auf einen Eckenbereich der Brennkammer, Figur
8 einen Teilschnitt durch eine alternative Ausführung der Vorderwand, Figur 9 und
Figur 10 Teilschnitte durch eine aus einem inneren und äußeren Werkzeug bestehenden
Vorrichtung zur Aufnahme der U-förmig gebogenen Brennkammer sowie Figur 11 ein Spannungs-Dehnungs-Diagramm.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
[0017] Der Wassererhitzer hat eine Brennkammer (10) mit einer Rückwand (12) und zwei einstückig
mit diesen verbundenen Seitenwänden (14,16), an denen eine Vorderwand (18) lösbar
befestigt ist. Auf die Brennkammer (10) ist von oben her ein Wärmeübertrager (20)
aufsetzbar, der als Lamellenblock mit durchgeführten Wasserrohren ausgebildet ist.
Die Seitenwände (14, 16) der Brennkammer (10) sind mit zum oberen Stirnrand hin offenen
Ausnehmungen (22) versehen, die zur paßgerechten Aufnahme von über die äußeren Lamellen
(24) hervorstehenden Rohrenden (26) (Figur 2) des Wärmeübertrager (20) dienen. Die
zwischen den Ausnehmungen (22) gebildeten zinnenartigen Abschnitte (28) der Seitenwände
(14,16) sind mit sickenförmigen Vertiefungen (30) versehen, die an den äußeren Lamellen
(24) spaltfrei anliegen und den Wärmeübertrager (20) spielfrei festlegen. Die Rohrenden
(26) sind durch Kappen (32a,b,c) miteinander verbunden, an denen auch die Anschlüsse
(34,36) des Wärmeübertrager (20) vorgesehen sind.
[0018] Die Brennkammerwände bestehen je aus zwei aneinander anliegenden und miteinander
verschweißten Wandblechen (38,40) aus Edelstahl, die ausgeformte Blechbereiche (42,44)
aufweisen, zwischen denen ein nachstehend noch näher beschriebenes Kanalsystem (46)
für einen die Brennkammer (10) kühlenden Heizungswasserstrom gebildet ist. Das Kanalsystem
(46) wird dadurch hergestellt, daß die Wandbleche (38,40) zunächst noch in ihrer im
wesentlichen ebenen Ausgangsform durch geradlinige Schweißnähte (48) miteinander verbunden
werden und erst danach das Kanalsystem (46) durch Ausformen der zwischen den Schweißnähten
(48) sich befindenden Blechbereiche (42,44) mittels eines mit Preßdruck zwischen die
Wandbleche (38,40) eingeführten fluiden Arbeitsmittels gebildet wird.
[0019] Das Kanalsystem (46) in der Rückwand (12) und den Seitenwänden (14,16) ist gemäß
der Abwicklung dieser Wandteile nach Figur 3 gebildet durch eine in sich geschlossene
umlaufende Schweißnaht (48a) und vier gestreckte Einzelschweißnähte (48b,c,d,e). Demzufolge
ergeben sich in der Seitenwand (14) zwei Einzelkanäle (46a) die randzeitig über eine
Kammer (46b) miteinander verbunden sind und in eine Kammer (46c) mündet. Von dieser
führen drei parallele Einzelkanäle (46d) in der Rückwand (12) weiter in eine Kammer
(46e), die über zwei Einzelkanäle (46f) in der Seitenwand (16) mit einer äußeren Kammer
(46g) verbunden ist. Analog zu dieser Ausbildung sind auch die beiden Wandbleche der
Vorderwand (18) durch eine umlaufende Schweißnaht (48f) und durch Einzelschweißnähte
(48g,h) miteinander verbunden, zwischen den Kanäle (46h) gebildet sind, die beidseitig
in Kammern (46i,j) münden.
[0020] Vor dem Verschweißen werden in das außenliegende Wandblech an den Anschlußstellen
des Kanalsystems (46) domartige Ausprägungen (50) mit Öffnungen (52) zum Einsetzen
von Anschlußstutzen (54) eingeformt. In gleicher Weise wird die Vorderwand (18) mit
Anschlußelementen (56) versehen. Nach dem Verschweißen wird die in Figur 3 dargestellte
Platine mit Hilfe einer nicht dargestellten Biegevorrichtung in die U-Form nach Figur
1 mit einem Biegeradius r
2 gebogen. Durch die in Figur 3 gestrichelt gezeichneten Linien (58) sind die Lage
und die Grenzen der sich ausbildenden Eckenbereiche, im folgenden als Biegezonen (60)
bezeichnet, dargestellt.
[0021] Nachdem die Brennkammer 10 U-förmig gebogen wurde, wird sie in eine aus einem inneren
(80) und einem äußeren Werkzeug (82) bestehende Vorrichtung (Fig. 9) gespannt, wobei
die beiden Biegezonen (60) des inneren Wandbleches 40 auf dem inneren Werkzeug (80)
aufliegen. Der Biegeradius des inneren Werkzeuges (80) stimmt dabei mit dem Biegeradius
r
2 des inneren Wandbleches (40) überein. In den übrigen Zonen werden zwischen dem inneren
Wandblech (40) und dem inneren Werkzeug (80) Ausnehmungen und zwischen dem äußeren
Wandblech (38) und dem äußeren Werkzeug (82) Abstände für das herzustellende Kanalsystem
(46) gebildet.
[0022] Das fluide Arbeitsmittel zum Aufweiten der zwischen den Schweißnähten (48) liegenden
Blechbereiche (42,44) wird zwischen die Wandbleche (38,40) gepreßt, wobei die auszuformenden
Blechbereiche (42,44) in die Ausnehmungen und die Abstände hineingedrückt werden.
Im Bereich der Biegezonen (60) wird nur das äußere Wandblech (38) nach außen verformt,
während das innere Wandblech (40) in diesem Bereich unverformt bleibt. Das äußere
Werkzeug (82) ist in den Biegezonen (60) mit einem größeren Abstand vom äußeren Wandblech
(38) versehen. Damit kann es sich in stärkerem Maße als in den gestreckten Kanalbereichen
nach außen aufweiten. In der in Fig. 9 gezeigten Ausführung der Vorrichtung wird bei
dem äußeren Werkzeug (82) in den Biegezonen (60) auf ein Gegenstück für die Begrenzung
des äußeren Wandbleches (38) verzichtet, da durch eine definierte Druckzufuhr die
gewünschte Kanalbreite a hergestellt werden kann.
[0023] Wie Figur 10 zeigt, werden die das innere und äußere Wandblech (38, 40) verbindenden
Schweißnähte (48) zur Bildung des Kanalsystems (46) beim Aufweiten der Blechbereiche
(42, 44) bewußt nicht abgestützt. Dadurch wird auf die Schweißnähte (48) sowie auf
die daran angrenzenden Blechbereiche definiert eine Zugkraft aufgebracht und das Material
gereckt. Dieses Recken erfolgt wie am Spannungs-Dehnungs-Diagramm in Figur 11 dargestellt,
bis in den plastischen Bereich mit einer bleibenden Dehnung ε
r. Die gestrichelt dargestellte Linie a zeigt den Spannungs-Dehnungsverlauf für das
verwendete Reckverfahren, während Linie b einen vergleichbaren Kurvenverlauf ohne
Recken darstellt. Durch das Recken bis in den plastischen Bereich wird einhergehend
mit einer Wandstärkenreduzierung die Zugfestigkeit im Schweißnahtbereich erhöht und
die Dehnung reduziert. Der für die Herstellung der wassergekühlten Brennkammer verwendete
rostfreie Stahl eignet sich aufgrund seiner hohen Bruchdehnung besonders für dieses
Reckverfahren.
[0024] Dem herzustellenden Kanalsystem (46) wird ein minimaler Strömungsquerschnitt a
min zugrundegelegt, der für eine ausreichende Kühlung der Brennkammer (10) Sorge trägt.
Daher ist die Anordnung so getroffen, daß bei einer möglichst großflächigen Kühlung
der Brennkammer (10) die Kanalbreite sowohl im gestreckten Kanalbereich (Summe aus
Tiefe b und Breite c) als auch im Eckenbereich (Breite a) so gewählt ist, daß der
minimale Strömungsquerschnitt a
min eingehalten wird.
[0025] Weiterhin ist die Breite a des Strömungsquerschnitts in den Biegezonen (60) gleich
der Summe aus der Tiefe b und der Breite c im gestreckten Kanalbereich gewählt. Dadurch
und durch den Umstand, daß sich in den Biegezonen (60) die Kammern (46c,e) befinden,
wird die Wasserströmung in den Eckenbereichen bzw. Biegezonen (60) nicht oder nur
unwesentlich beeinträchtigt. Zur Ausbildung von symmetrischen Blechbereichen (42,44)
wird die Tiefe b des Querschnitts der Ausnehmung gleich der Breite c des Querschnitts
des Abstandes gewählt.
[0026] Bei der alternativen Ausführung nach Figur 6 ist das innere Werkzeug (80) neben den
Biegezonen (60) örtlich mit vertieften Ausnehmungen versehen, so daß sich dort überschüssiges
Material (62) des inneren Wandblechs (40) hineinformen kann. In den den Anschlußstutzen
(54) gegenüberliegenden Stützflächen ist das innere Werkzeug (80) je mit einer muldenförmigen
Vertiefung zur Bildung einer kuppenförmigen Auswölbung des inneren Wandblechs (40)
versehen, wodurch sich der Strömungswiderstand am Eingang und am Ausgang des Kanalsystems
(46) weiter verringert.
[0027] Die zwischen den Einzelkanälen verlaufenden Schweißnähte (48) haben kreislinienförmig
verlaufende Enden (66), damit sich dort beim Aufweiten der Einzelkanäle das Blechmaterial
ohne Rißbildungsgefahr faltenlos kissenförmig aufwölben kann. Der Kreisdurchmesser
der Enden (66) sollte nicht kleiner als 5 mm, aber auch nicht größer als 15 mm sein,
um den dadurch bedingten Verlust an wirksamer Wärmeübergangsfläche in vertretbarem
Rahmen zu halten. Bei einer bevorzugten Ausführung wurde der Kreisdurchmesser mit
12 mm gewählt. Einer Faltenbildung wird auch durch die weitere Maßnahme entgegengewirkt,
daß die Enden (66) der parallel laufenden Einzelkanäle (48c, d bzw. 48g,h) versetzt
zueinander angeordnet werden.
[0028] Aus Figur 3 ist ersichtlich, daß sich das Kanalsystem (46) in der Rückwand (12) nach
oben bis in den den Wärmeübertrager (20) übergreifenden Bereich erstreckt und daß
dort die Wandbleche (38,40) in den Biegezonen (60) unmittelbar aneinander anliegen.
Die Brennkammer (10) hat in diesem oberen, den Wärmeübertrager (20) eng umgreifenden
Bereich einen Eckenradius r
1 von beispielsweise 5 mm, wogegen in den darunterliegenden Eckenbereichen der Brennkammer
(10), über die sich auch die Kammern (46c,e) des Kanalsystems (46) erstrecken, der
Eckenradius r
2 wesentlich größer bemessen ist und beispielsweise 20 mm beträgt. Der Übergang von
einem zum anderen Eckenradius ist spaltfrei dadurch hergestellt, daß die gesamte Platine
nachdem sie mit dem größeren Eckenradius r
2 gebogen wurde und zwischen dem inneren und äußeren Werkzeug abgestützt wird mit dem
kleineren Eckenradius r
1 durch Verstrecken der Wandbleche (38,40) von innen nach außen geformt wird.
[0029] Die einzelnen Kanäle des Kanalsystems (46) werden durch die Schweißnähte (48) unmittelbar
begrenzt, so daß sich an ihren Längsrändern (78) (Figur 2) keine Spalte bilden, in
denen sich Korrosionsprodukte ablagern könnten. Die Schweißnähte (48) werden im praktisch
noch ebenen Zustand der Wandbleche (38,40) hergestellt, wodurch die Fertigung erleichtert
wird. Durch die lösbaren Verbindungen von Wärmeübertrager (20) und Vorderwand (18)
von den übrigen Wandteilen (12,14,16) der Brennkammer (10) wird Wartung und Montage
des Wärmeübertragers (20), sowie die Fertigung der Brennkammer (10) erleichtert. Die
Anschlüsse (54,56) des Kanalsystems (46) sind vorteilhaft so gelegt, daß das Kanalsystem
von unten nach oben durchströmt wird. Dadurch läßt sich das System einfacher entlüften.
Der Heizungswirkungsgrad kann verbessert werden, wenn der Wärmeübergang von Heizgas
auf die Brennkammerwand durch Vergrößerung der Strahlungszahl y infolge Oxidation
oder Schwärzung der Innenoberfläche erhöht wird.
[0030] Die in Figur 8 dargestellte Vorderwand (68) besteht aus einem äußeren Wandblech (70)
und einem im Parallelabstand dazu angeordneten inneren Wandblech (72), welches aus
einem besonders temperaturfesten Material besteht. Auf der Innenseite des Wandblechs
(70) ist vorzugsweise eine metallisch-glänzende Strahlungsschutzschicht (74), gegebenenfalls
in Form eines zusätzlichen Blechteils, vorgesehen. Der zwischen den beiden Wandblechen
(70,72) gebildete Raum (76) geht zum Hindurchführen eines Luftstromes, der dort aufgenommene
Wärme zum Wärmübertrager (20) transportiert.
1. Verfahren zur Herstellung einer Brennkammer, insbesondere für gasbeheizte Wassererhitzer,
deren Wände je aus zwei miteinander verschweißten Wandblechen bestehen, die mit örtlichen
Ausformungen zur Bildung von Kanälen für ein Fluid, insbesondere für als Kühlmittel
dienendes Heizungswasser, versehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Kanäle (46)
nach dem Verschweißen entlang der späteren Kanalränder durch Ausformen der zwischen
den Schweißnähten (48) sich befindenden Blechbereiche (42,44) mittels eines mit Druck
zwischen die Wandbleche (38,40) eingeführten fluiden Arbeitsmittels gebildet werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1 zur Herstellung einer Brennkammer mit im wesentlichen rechteckigem
Querschnitt, dadurch gekennzeichnet, daß ein Wandblech (40) vor dem Zuführen des fluiden
Arbeitsmittels im Eckenbereich (60) auf einem inneren Werkzeug (80) abgestützt wird,
während ansonsten zwischen einem inneren Wandblech (40) und dem inneren Werkzeug (80)
Ausnehmungen und zwischen einem äußeren Wandblech (38) und einem äußeren Werkzeug
(82) Abstände gebildet werden, die nach dem Zuführen des fluiden Arbeitsmittels die
Grenzen für die Ausformung der Kanäle (46) bilden.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstände des äußeren Werkzeuges
(82) zum äußeren Wandblech (38) im Eckenbereich (60) größer als in den gestreckten
Stützbereichen bemessen sind.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein inneres Werkzeug
(80) verwendet wird, dessen Ausnehmungen vor dem Eckenbereich (60) in zur Aufnahme
überschüssigen Materials (62) dienende vertiefte Taschen einmünden.
5. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schweißnähte (48) sowie
die daran angrenzenden Blechbereiche (42, 44) bei der Herstellung der Kanäle (46)
gereckt werden, indem die Schweißnähte zwischen dem inneren Werkzeug (80) und dem
äußeren Werkzeug (82) abstützungsfrei angeordnet werden.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Recken bis in den plastischen
Bereich mit einer bleibenden Dehnung εr erfolgt.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schweißnähte (48) so angeordnet werden, daß sich gemeinsame Kammern (46c,e) über die
Eckenbereiche (60) der Wandbleche (38,40) erstrecken.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
äußere Wandblech (38) vor dem Verschweißen mit dem inneren Wandblech (40) mit einer
Öffnung (52) zum Zuführen des fluiden Arbeitsmittels und späteren Anschließen einer
Leitung für ein fluides Betriebsmittel, insbesondere Heizungwasser, versehen wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnung (52) in einer domartigen
Ausprägung (50) des Wandblechs (38) vorgesehen wird.
10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Schweißnähte (48)
so angeordnet und ausgebildet werden, daß sich parallel verlaufende Einzelkanäle (46a,d,f,h)
und in deren Eingangs- und Ausgangsbereichen gemeinsame Kammern (46b,c,e,g,i,j) ergeben,
und ferner, daß die Öffnungen (52) für die Anschlußleitungen im Bereich der außenliegenden
Kammern (46b,g,i,j) vorgesehen werden.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Schweißnähte (48) so angeordnet
werden, daß sich gemeinsame Kammern (46c,e) über die Eckenbereiche (60) der Wandbleche
(38,40) erstrecken.
12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Beginn von Einzelkanäler
(46d,h) zueinander versetzt angeordnet wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Enden
(66) der Schweißnähte (48) kreislinienförmig auslaufend ausgeführt werden.
14. Verfahren nach Anspruch 2, zum Herstellen einer Brennkammer mit reckteckigem Querschnitt,
dadurch gekennzeichnet, daß die miteinander verschweißten Wandbleche (38,40) zu einem
die Rückwand (12) und die Seitenwände (14,16) der Brennkammer (10) bildenden U-förmigen
Körper gebogen werden, und die Vorderwand (18) der Brennkammer (10) als getrenntes
Teil hergestellt und mit den Seitenwänden (14,16) lösbar verbindbar ausgeführt wird.
15. Brennkammer für gasbeheizte Wassererhitzer, deren Wände aus zwei miteinander verschweißten
Wandblechen bestehen, zwischen denen in örtlichen Ausformungen Kanäle für einen die
Brennkammer kühlenden Wasserdurchlauf gebildet sind, nach einem der Ansprüche 1 bis
12, dadurch gekennzeichnet, daß der minimale Strömungsquerschnitt amin der für eine Kühlung der Brennkammer (10) notwendigen Durchflußmenge für das Fluid,
insbesondere Heizungswasser, entspricht und daß bei einer vorgegebenen Kühlfläche
für die Brennkammer (10) die Kanalbreite sowohl im gestreckten Kanalbereich (Summe
aus Tiefe b und Breite c) als auch im Eckenbereich (Breite a) größer oder gleich dem
minimalen Strömungsquerschnitt amin ist.
16. Brennkammer nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß im gestreckten Kanalbereich
die Tiefe b der Ausnehmung gleich der Breite c des Abstandes ist.
17. Brennkammer nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite a des
Strömungsquerschnitts in den Eckenbereichen (60) gleich der Summe aus der Tiefe b
der Ausnehmung und der Breite c des Abstandes ist.