[0001] Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zur Übertragung eines Meßstroms von
einer eigensicheren Sensoranordnung in einen nicht-eigensicheren Bereich mittels eines
in diesem liegenden Strom-Meßwiderstand.
[0002] Nach einem seit langem bestehenden Standard der industriellen Meßtechnik werden von
Sensoren abgegebene elektrische Signale, die die Sensoren aufgrund einer pysikalischen
oder chemischen Gesetzmäßigkeit erzeugen, in einen dem Meßbereich eines Sensors entsprechenden
Meßstrom von 4 mA bis 20 mA umgeformt. Oft ist der Sensor durch eine hierfür vorgesehene
und mit dem Sensor baulich vereinigte Umformstufe erweitert und bildet eine Sensoranordnung.
[0003] Der Meßstrom kann einerseits über eine Übertragungsleitung, z.B über eine Zweidrahtleitung,
zu einem geeigneten Anzeigeort, z.B. zu einer Meßzentrale, geleitet werden. Über die
Übertragungsleitung erfolgt andererseits die Energieversorgung der Sensoranordnung.
[0004] In letzterem Zusammenhang ist in der DE-A 27 01 184 eine Schaltungsanordnung beschrieben,
die zur Übertragung eines von einer Sensoranordnung an einer Meßstelle abgegebenen
Meßstroms zu einem davon entfernt liegenden Strom-Meßwiderstand bei gleichzeitiger
Energieversorgung der Sensoranordnung über den in Serie zu einer Energiequelle liegenden
Strom-Meßwiderstand mittels einer Zweidrahtleitung dient.
[0005] Ferner ist in der DE-A 35 26 997 eine Schaltungsanordnung beschrieben, die zur Übertragung
eines in einem ersten Stromkreis erzeugten Meßstroms von 0 mA bis 20 mA in einen zweiten
Stromkreis mittels eines Transformators dient, der zu einem der Energieversorgung
des ersten Stromkreises benutzten und auf dessen Seite liegenden Gleichspannungswandler
gehört, wobei der Transformator auf der Seite des zweiten Stromkreises zwei in Serie
geschaltete Teilwicklungen aufweist, an deren Verbindungspunkt ein erster Pol einer
Energiequelle und an deren vom Verbindungspunkt abgewandten Anschlüssen ein zweiter
Pol der Energiequelle liegt.
[0006] Schließlich ist in der DE-A 38 12 861 eine Schaltungsaßordnung zur eigensicheren
Energieversorgung von einem nicht-eigensicheren Bereich aus mittels eines in diesem
Bereich liegenden Gleichspannungswandlers beschrieben, zu dem ein Gegentakt-Transformator
gehört, der eine dem nicht-eigensicheren Bereich zugewandte Primärwicklung mit zwei
gleichen, gegensinnig in Serie geschalteten Teilwicklungen und eine dem eigensicheren
Bereich zugewandte Sekundärwicklung mit zwei gleichen, gegensinnig in Serie geschalteten
Teilwicklungen aufweist.
[0007] Eine Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Schaltungsanordnung zur Übertragung
eines von einer Sensoranordnung an einer in einem eigensicheren Bereich liegenden
Meßstelle abgegebenen Meßstroms zu einem nichteigensicheren Bereich mittels eines
in diesem liegenden Strom-Meßwiderstands bei gleichzeitiger Energieversorgung der
Sensoranordnung vom nicht-eigensicheren Bereich aus mittels eines Gleichspannungswandlers
zu schaffen.
[0008] Zur Lösung dieser Aufgabe besteht die Erfindung in einer Schaltungsanordnung zur
Übertragung eines von einer Sensoranordnung an einer in einem eigensicheren Bereich
liegenden Meßstelle abgegebenen Meßstroms über einen Transformator zu einem nicht-eigensicheren
Bereich mittels eines in diesem liegenden Strom-Meßwiderstands bei gleichzeitiger
Energieversorgung der Sensoranordnung mittels eines Gleichspannungswandlers, zu dem
der Transformator gehört, der eine dem nicht-eigensicheren Bereich zugewandte Primärwicklung
mit zwei gleichen, gleichsinnig in Serie geschalteten Teilwicklungen und eine einzige
dem eigensicheren Bereich zugewandte Sekundärwicklung aufweist, bei welcher Schaltungsanordnung
- ein erstes Ende des Strom-Meßwiderstands an einem Schaltungsnullpunkt und ein zweites
Ende des Strom-Meßwiderstands an einem Mittenabgriff einer Ausgangsstufe des Gleichspannungswandlers
liegt,
- der Mittenabgriff am Eingang einer Offset-Einstellstufe angeschlossen ist,
- ein Ausgang der Offset-Einstellstufe mit dem Eingang eines Spannungs-Strom-Wandlers
verbunden ist und
- ein erster Pol einer Energiequelle am Verbindungspunkt der Teilwicklungen und ein
zweiter Pol der Energiequelle am Schaltungsnullpunkt liegt.
[0009] Ein Vorteil der Erfindung besteht darin, daß mittels der Offset-Einstellstufe die
Wirkung der Leerlaufverluste auf die Proportionalität des übertragenen Meßstroms minimiert
werden kann.
[0010] Die Erfindung und weitere Vorteile werden nun anhand eines Ausführungsbeispiels,
das in der Figur der Zeichnung dargestellt ist, näher erläutert.
[0011] Im Blockschaltbild der Figur ist eine Schaltungsanordnung zur Übertragung eines von
einer Sensoranordnung 1 mit einem Sensor 11 abgegebenen Meßstroms I über einen Transformator
2 gezeigt. Die Sensoranordnung 1 mit dem Sensor 11, also eine Meßstelle, liegt dabei
in einem eigensicheren Bereich 10, wie durch die beiden nach links weisenden Pfeile
angedeutet ist. Die Bedingungen für einen eigensicheren Bereich sind z.B. in den europäischen
Normen EN 50014 bis EN 50039 definiert.
[0012] Der Sensor 11 wandelt eine physikalische Meßgröße, wie z.B. einen Druck, eine Temperatur,
einen Durchfluß, einen Füllstand, einen pH-Wert, ein Redox-Potential, eine Gaskonzentration,
eine Feuchtekonzentration etc., in eine entsprechende elektrische Größe um, wie z.B.
einen Strom oder eine Spannung. Die Sensoranordnung 1 erzeugt dann aus diesem Strom
oder aus dieser Spannung den dazu proportionalen Meßstrom I, der den eingangs erwähnten
Standard-Bereich von 4 mA bis 20 mA umfassen kann.
[0013] Der Transformator 2 liegt zusammen mit weiteren, noch zu beschreibenden Komponenten
und Teilschaltungen in einem nicht-eigensicheren Bereich 20, wie durch die nach rechts
weisenden Pfeile angedeutet ist. Der Transformator 2 gehört zu einem Gleichspannungswandler
3, der eine dem nichteigensicheren Bereich 20 zugewandte Primärwicklung mit zwei gleichen,
gleichsinnig in Serie geschalteten Teilwicklungen 21, 22 und eine einzige dem eigensicheren
Bereich 10 zugewandte Sekundärwicklung 23 aufweist.
[0014] Der Gleichspannungswandler 3 umfaßt ferner eine Ausgangsstufe 31, die im Ausführungsbeispiel
der Figur eine Gegentaktendstufe mit zwei mit ihren gesteuerten Strompfaden in Serie
liegenden MOS-Leistungstransistoren ist, und eine Oszillatorstufe 32, die bevorzugt
Rechteckimpulse zur Ansteuerung der Ausgangsstufe 31 erzeugt.
[0015] Die Versorgung der Ausgangsstufe 31 erfolgt durch eine Energiequelle 4, von der ein
erster Pol am Verbindungspunkt der beiden Teilwicklungen 21, 22 und ein zweiter Pol
an einem Schaltungsnullpunkt SN angeschlossen ist, der zum nicht-eigensicheren Bereich
20 gehört.
[0016] Ein erstes Ende eines Strom-Meßwiderstands 5 liegt am Schaltungsnullpunkt SN und
ein zweites Ende des Strom-Meßwiderstands an einem Mittenabgriff der Ausgangsstufe
31. An diesem Mittenabgriff und somit auch am vom Schaltungsnullpunkt SN abgewandten
zweiten Ende des Strom-Meßwiderstands 5 liegt der Eingang einer Offset-Einstellstufe
6. Deren Ausgang ist mit dem Eingang eines Spannungs-Strom-Wandlers 7 verbunden, an
dessen Ausgang der Meßstrom I abgenommen werden kann.
[0017] Die Offset-Einstellstufe 6 erhält ein entsprechendes Einstellsignal zugeführt und
dient hauptsächlich der Korrektur bzw. der Kompensation von Leerlaufverlusten des
Transformators 2, die den Strom-Meßwiderstand 5 als Leerlaufstrom zusammen mit einem
von der Sekundärseite des Transformators 2 her übertragenen, dem Meßstrom I proportionalen
Strom durchfließen. Somit ist aber die am Meßwiderstand 5 abfallende Spannung nicht
proportional zum Meßstrom I. Die Offset-Einstellstufe 6 ist bevorzugt mittels eines
Operationsverstärkers realisiert, dessen Verstärkungsgrad mittels eines Potentiometres
einstellbar gemacht ist.
[0018] Die Sekundärseite des Transformators 2 speist eine Gleichrichter- und Glättungsstufe
8 und diese ihrerseits eine Eigensicherheit-Konditionierungsstufe 9. In dieser sind
diejenigen Komponenten enthalten, die entsprechend den erwähnten Normen die darin
vorgeschriebenen Spannungs- und Strom-Maximalwerte einzuhalten gestatten. Diese Komponenten
sind insb. Längs-Widerstände in jeder der Zuleitungen zur Sensoranordung 1 und zu
diesen parallelgeschaltete Schutzdioden, z.B. Z-Dioden.
1. Schaltungsanordnung zur Übertragung eines von einer Sensoranordnung (1) an einer in
einem eigensicheren Bereich (10) liegenden Meßstelle abgegebenen Meßstroms (I) über
einen Transformator (2) zu einem nicht-eigensicheren Bereich (20) mittels eines in
diesem liegenden Strom-Meßwiderstands (5) bei gleichzeitiger Energieversorgung der
Sensoranordnung mittels eines Gleichspannungswandlers (3), zu dem der Transformator
gehört, der eine dem nichteigensicheren Bereich zugewandte Primärwicklung mit zwei
gleichen, gleichsinnig in Serie geschalteten Teilwicklungen (21, 22) und eine einzige,
dem eigensicheren Bereich zugewandte Sekundärwicklung (23) aufweist, bei welcher Schaltungsanordnung
- ein erstes Ende des Strom-Meßwiderstands (5) an einem Schaltungsnullpunkt (SN) und
ein zweites Ende des Strom-Meßwiderstands an einem Mittenabgriff einer Ausgangsstufe
(31) des Gleichspannungswandlers (3) liegt,
- der Mittenabgriff am Eingang einer Offset-Einstellstufe (6) angeschlossen ist,
- ein Ausgang der Offset-Einstellstufe mit dem Eingang eines Spannungs-Strom-Wandlers
(7) verbunden ist und
- ein erster Pol einer Energiequelle (4) am Verbindungspunkt der Teilwicklungen (21,
22) und ein zweiter Pol der Energiequelle am Schaltungsnullpunkt liegt.