[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zur Sicherung mindestens eines Kontaktes
in einem dafür vorgesehenen Kontaktgehäuse mit den Merkmalen des Oberbegriffes des
Patentanspruches 1 oder des Patentanspruches 2.
[0002] Die Anordnung weist ein Kontaktgehäuse mit Kontaktaufnahmekammern zur Aufnahme von
Kontakten auf, im Kontaktgehäuse ist zur Sicherung der Kontakte eine Kontaktsicherungsplatte
senkrecht zur Steckrichtung von einer ersten Stellung, in der die Kontakte in das
Kontaktgehäuse einbringbar sind, in eine zweite Stellung, in der die Kontakte im Kontaktgehäuse
gesichert sind, verschiebbar angeordnet, am Kontaktgehäuse zum Aufstecken eines Gegengehäuses
eine Aufsetzhilfe senkrecht zur Steckrichtung von einer ersten Stellung in eine zweite
Stellung verschiebbar angeordnet, die Aufsetzhilfe weist mindestens einen Mitnehmer
auf, der mit der Kontaktsicherungsplatte im Kontaktgehäuse zusammenwirkt.
[0003] Aus der EP 655 799 A1 ist eine gattungsgemässe Anordnung bekannt. Ein elektrischer
Verbinder besteht aus einem mehrteiligen Kontaktgehäuse mit einer Vielzahl unterschiedlich
grosser Kontakte in dazu passenden Kontaktaufnahmekammern. Im Kontaktgehäuse ist eine
Kontaktsicherungsplatte von einer ersten in eine zweite Stellung verschiebbar angeordnet.
Wenn die Kontakte nicht vollständig und richtig in die Aufnahmekammern eingesetzt
sind, kann die Kontaktsicherungsplatte nicht von der ersten in die zweite Stellung
verschoben werden. Der Deckel kann auf das Kontaktgehäuse nur angebracht werden, wenn
die Kontaktsicherungsplatte sich in der zweiten Stellung befindet. Das Gegengehäuse
kann ungeachtet der Stellung der Kontaktsicherungsplatte gesteckt werden.
[0004] Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es Aufgabe der Erfindung, eine Anordnung
zur Sicherung von Kontakten in einem Kontaktgehäuse anzugeben, die gewährleistet,
dass die Kontakte im gesteckten Zustand in jedem Fall gesichert sind.
[0005] Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Anordnung zur Sicherung mindestens eines Kontaktes
in einem dafür vorgesehenen Kontaktgehäuse mit den Merkmalen des Patentanspruches
1 oder des Patentanspruches 2.
[0006] Das Kontaktgehäuse weist Kontaktaufnahmekammern zur Aufnahme von Kontakten auf, im
Kontaktgehäuse ist zur Sicherung der Kontakte eine Kontaktsicherungsplatte senkrecht
zur Steckrichtung von einer ersten Stellung, in der die Kontakte in das Kontaktgehäuse
einbringbar sind, in eine zweite Stellung, in der die Kontakte im Kontaktgehäuse gesichert
sind, verschiebbar angeordnet, am Kontaktgehäuse ist zum Aufstecken eines Gegengehäuses
eine Aufsetzhilfe senkrecht zur Steckrichtung von einer ersten Stellung in eine zweite
Stellung verschiebbar angeordnet, die Aufsetzhilfe weist mindestens einen Mitnehmer
auf, der mit der Kontaktsicherungsplatte im Kontaktgehäuse zusammenwirkt, durch die
Bewegung der Aufsetzhilfe mit dem Mitnehmer von der ersten Stellung in die zweite
Stellung wird die Kontaktsicherungsplatte von der ersten Stellung in die zweite Stellung
verschoben, bei der Bewegung der Aufsetzhilfe mit dem Mitnehmer von der zweiten Stellung
in die erste Stellung verbleibt die Kontaktsicherungsplatte in der zweiten Stellung.
[0007] Es ist von Vorteil, dass die Anordnung eine Sicherung der Kontakte, nachdem diese
erstmalig in das Kontaktgehäuse eingebracht und gesichert wurden, in allen nachfolgenden
Arbeitsschritten gewährleistet, wenn nicht bewusst und beabsichtet die Kontaktsicherungsplatte
von der zweiten in die erste Stellung bewegt wird.
[0008] Dies wird dadurch erreicht, dass die Kontaktsicherungsplatte nach einer erstmaligen
Bewegung von der ersten in die zweite Stellung einrastbar ist, in der zweiten Stellung
verbleibt und durch eine darauffolgende Bewegung der Aufsetzhilfe von der zweiten
in die erste Stellung vom Mitnehmer nicht wieder mitgenommen wird.
[0009] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der Figuren beschrieben. Es zeigen:
Figur 1 eine teilweise geschnittene Ansicht des bevorzugten Ausführungsbeispiels in
einer ersten Stellung, und
Figur 2 eine teilweise geschnittene Ansicht der Anordnung von Figur 1 in einer zweiten
Stellung.
[0010] In Figur 1 und in Figur 2 ist eine Teilansicht eines mehrpoligen Steckers 100 schematisch
dargestellt. Ein Kontaktgehäuse 1 nimmt einen Kontakt 2 in einer dafür vorgesehenen
Kontaktaufnahmekammer 20 auf. Im Kontaktgehäuse 1 ist eine Kontaktsicherungsplatte
3 senkrecht zur Steckrichtung verschiebbar angeordnet. Die Richtung der Verschiebung
wird mit dem Pfeil A angedeutet. In Figur 1 befindet sich die Kontaktsicherungsplatte
3 in einer ersten Stellung, bei der die Kontakte 2 in der Kontaktaufnahmekammer 20
des Kontaktgehäuses 1 eingebracht werden können, jedoch nicht darin gesichert sind.
[0011] In Figur 2 ist die gleiche Anordnung von Figur 1 in der zweiten Stellung dargestellt.
Die Kontaktsicherungsplatte 3 befindet sich in einer zweiten Stellung, in der die
Kontakte 2 in der Kontaktaufnahmekammer 20 des Kontaktgehäuses 1 gesichert sind. Am
Kontaktgehäuse 1 ist eine Aufsetzhilfe 4 ebenfalls von einer ersten in eine zweite
Stellung verschiebbar angeordnet. Die Bewegungsrichtung der Schiebebewegung der Aufsetzhilfe
4 wird in Figur 1 mit einem Pfeil C angedeutet. Die Aufsetzhilfe 4 befindet sich in
der Steckrichtung am Kontaktgehäuse 1 gesehen auf der Seite des hier nicht dargestellten
Gegengehäuses. Die Aufsetzhilfe 4 weist mindestens einen Mitnehmer 5 auf, der mit
der Kontaktsicherungsplatte 3 im Kontaktgehäuse 1 zusammenwirkt.
[0012] Der Mechanismus, der die Bewegung der Aufsetzhilfe 4 an die Bewegung der Kontaktsicherungsplatte
3 von der ersten in die zweite Stellung koppelt, kann aus einem Fingerteil 15 der
Aufsetzhilfe 4 in einer Aussparung der Kontaktsicherungsplatte 3 bestehen. Dieser
Mechanismus kann innerhalb oder ausserhalb des Kontaktgehäuses 1 mit der Kontaktsicherungsplatte
3 zusammenwirken.
[0013] Der Mitnehmer 5 der Aufsetzhilfe 4 wirkt nur in einer Richtung mit der Kontaktsicherungsplatte
3 zusammen, nämlich in der Richtung von der ersten in die zweite Stellung der Kontaktsicherungsplatte
3. In der umgekehrten Richtung, von der zweiten in die erste Stellung, wirkt der Mitnehmer
5 jedoch nicht mit der Kontaktsicherungsplatte 3 zusammen.
[0014] Die Kontaktsicherungsplatte 3 weist eine Verlängerung 8 seitlich ausserhalb vom Kontaktgehäuse
1 auf. Ein weiterer Mechanismus zur Mitnahme der Kontaktsicherungsplatte 3 wird dargestellt
durch ein L-förmiges Teil 14 der Aufsetzhilfe 4, das mit der Verlängerung 8 der Kontaktsicherungsplatte
3 zusammenwirkt. Bei der Steckung des Gegengehäuses auf das Kontaktgehäuse 1 dient
die Aufsetzhilfe 4 dazu, dass die beiden Gehäusehälften sicher gesteckt werden. Die
Aufsetzhilfe 4 weist hierzu Steuerflächen 16 auf, die mit Nocken am hier nicht dargestellten
Gegengehäuse zusammenwirken. Durch die Formgebung der Steuerflächen 16 an der Aufsetzhilfe
4 und durch die Verlängerung 8 der Kontaktsicherungsplatte 3 wird gewährleistet, dass,
beim Aufsetzen des Gegengehäuses auf das Kontaktgehäuse 1, die Kontakte 2 von der
Kontaktsicherungsplatte 3 gesichert werden bevor die Gegenkontakte des Gegengehäuses
die Kontakte 1 berühren.
[0015] Am Kontaktgehäuse 1 ist ein Hebelarm 6 drehbar angeordnet. Der Hebelarm 6 weist mindestens
einen Exzenternocken 7 auf, der mit der Aufsetzhilfe 4 zusammenwirkt. Die Bewegungsrichtung
des Hebelarms 6 wird in Figur 1 mit einem Pfeil B angedeutet. Der Hebelarm 6 dient
vor allem dazu, dass die Steckkräfte, die bei mehrpoligen Steckern auftreten können,
klein gehalten werden.
[0016] In Figur 1 ist der Hebelarm 6 in der ersten Stellung dargestellt. In dieser Stellung
können die Kontakte 2 in den Kontaktaufnahmekammern 20 ohne die Sicherung durch die
Kontaktsicherungsplatte 3 eingesetzt werden. In dieser Stellung wird noch keine Verbindung
des Kontaktgehäuses 1 mit dem Gegengehäuse hergestellt. In Figur 2 ist der Hebelarm
6 in der zweiten Stellung dargestellt. In dieser Stellung werden die eingesetzten
Kontakte 2 in den Kontaktaufnahmekammern 20 durch die Kontaktsicherungsplatte 3 gesichert.
Durch Umlegen des Hebelarms 6 kann die Verbindung des Kontaktgehäuses 1 mit dem Gegengehäuse
hergestellt werden.
[0017] Durch die Bewegung des Hebelarms 6 von der ersten in die zweite Stellung wird über
die Exzenternocken 7 die Aufsetzhilfe 4 von der ersten in die zweite Stellung bewegt
und somit die Kontaktsicherungsplatte 3 von der ersten in die zweite Stellung geschoben.
Diese Bewegung kann auch ausgeführt werden, ohne dass das Gegengehäuse gesteckt wird.
Hiermit wird erreicht, dass die Kontakte in der Vormontage, vor dem endgültigen Einsatz,
schon gesichert werden können.
[0018] Weil die Mitnehmer 5 nur in einer Richtung mit der Kontaktsicherungsplatte 3 zusammenwirken,
bleiben die Kontakte 2 auch dann gesichert, wenn die Aufsetzhilfe 4 und der Hebelarm
6 von der zweiten in die erste Stellung zurück bewegt werden.
[0019] Die erste und die zweite Stellung der Kontaktsicherungsplatte 3 wird eindeutig festgelegt
durch Rastmittel am Kontaktgehäuse 1, die mit komplementären Rastmitteln an der Kontaktsicherungsplatte
3 zusammenwirken. Auch die Aufsetzhilfe 4 und der Hebelarm 6 können in der ersten
und in der zweiten Stellung verrastbar angeordnet sein. Mit der Verlängerung 8, die
sich seitlich ausserhalb vom Kontaktgehäuse 1 befindet, kann die Kontaktsicherungsplatte
3, wenn nötig auch ohne Betätigung des Hebelarms 6, von der ersten in die zweite Stellung
und von der zweiten in die erste Stellung bewegt werden. Da das Entsichern der Kontakte
2 im Kontaktgehäuse 1 weniger oft notwendig ist, ist eine Kopplung der Bewegung der
Kontaktsicherungsplatte 3 an die Bewegung der Aufsetzhilfe 4 und des Hebelarms 6 in
der Richtung von der zweiten in die erste Stellung nicht notwendig und nicht sinnvoll.
Durch das Zusammenwirken der Aufsetzhilfe 4 mit der Kontaktsicherungsplatte 3 in der
Bewegung von der ersten in die zweite Stellung ist auf jeden Fall eine Kontaktsicherung
gewährleistet, wenn das Kontaktgehäuse 1 mit dem Gegengehäuse gesteckt wird.
[0020] Die Anordnung zur Sicherung von Kontakten wird in ein- oder mehrpoligen Buchsen-
oder Stiftgehäusen verwendet. Nach dem vollständigen Einsetzen der Kontakte 2 in das
Kontaktgehäuse 1 werden die Kontakte 2 durch die Bewegung der Kontaktsicherungsplatte
3 gesichert. Das Kontaktgehäuse 1 wird im einsatzfertigen Zustand verpackt und beim
Endverbraucher angeliefert.
[0021] Als nächster Arbeitsschritt wird normalerweise das Gegengehäuse mit dem Kontaktgehäuse
1 zusammengesteckt. Um das Gegengehäuse aufstecken zu können, muss der Hebelarm 6
geöffnet werden und das Gegengehäuse in die Aufsetzhilfe 4 eingesetzt werden. Daraufhin
wird der Hebelarm 6 wieder von der ersten in die zweite Stellung umgelegt, die Aufsetzhilfe
4 von der ersten in die zweite Stellung verschoben und das Gegengehäuse mit dem Kontaktgehäuse
1 verbunden. Durch das Oeffnen des Hebelarms 6 und das Verschieben der Aufsetzhilfe
4 werden auf jedem Fall die Kontakte 2 im Kontaktgehäuse 1 nicht wieder entsichert.
1. Anordnung zur Sicherung mindestens eines Kontaktes in einem dafür vorgesehenen Kontaktgehäuse,
mit folgenden Merkmalen:
a) das Kontaktgehäuse (1) weist Kontaktaufnahmekammern zur Aufnahme von Kontakten
(2) auf,
b) im Kontaktgehäuse (1) ist zur Sicherung der Kontakte (2) eine Kontaktsicherungsplatte
(3) senkrecht zur Steckrichtung von einer ersten Stellung, in der die Kontakte (2)
in das Kontaktgehäuse (1) einbringbar sind, in eine zweite Stellung, in der die Kontakte
(2) im Kontaktgehäuse (1) gesichert sind, verschiebbar angeordnet,
c) am Kontaktgehäuse (1) ist zum Aufstecken eines Gegengehäuses eine Aufsetzhilfe
(4) senkrecht zur Steckrichtung von einer ersten Stellung in eine zweite Stellung
verschiebbar angeordnet,
d) die Aufsetzhilfe (4) weist mindestens einen Mitnehmer (5) auf, der mit der Kontaktsicherungsplatte
(3) im Kontaktgehäuse (1) zusammenwirkt,
dadurch gekennzeichnet,
dass durch die Bewegung der Aufsetzhilfe (4) mit dem Mitnehmer (5) von der ersten
Stellung in die zweite Stellung die Kontaktsicherungsplatte (3) von der ersten Stellung
in die zweite Stellung verschoben wird,
und dass bei der Bewegung der Aufsetzhilfe (4) mit dem Mitnehmer (5) von der zweiten
Stellung in die erste Stellung die Kontaktsicherungsplatte (3) in der zweiten Stellung
verbleibt.
2. Anordnung zur Sicherung mindestens eines Kontaktes (2) im dafür vorgesehenen Kontaktgehäuse
(1), mit folgenden Merkmalen:
a) das Kontaktgehäuse (1) weist Kontaktaufnahmekammern (20) zur Aufnahme von Kontakten
(2) auf,
b) im Kontaktgehäuse (1) ist zur Sicherung der Kontakte (2) eine Kontaktsicherungsplatte
(3) senkrecht zur Steckrichtung von einer ersten Stellung, in der die Kontakte (2)
in das Kontaktgehäuse (1) einbringbar sind, in eine zweite Stellung, in der die Kontakte
(2) im Kontaktgehäuse (1) gesichert sind, verschiebbar angeordnet,
c) am Kontaktgehäuse (1) ist zum Aufstecken eines Gegengehäuses eine Aufsetzhilfe
(4) senkrecht zur Steckrichtung von einer ersten Stellung in eine zweite Stellung
verschiebbar angeordnet,
d) am Kontaktgehäuse (1) ist ein Hebelarm (6) derart drehbar angeordnet und mit der
Aufsetzhilfe (4) über Exzenternocken (7) derart verbunden, dass durch die Drehbewegung
des Hebelarms (6) von einer ersten Stellung in eine zweite Stellung die Aufsetzhilfe
(4) senkrecht zur Steckrichtung von der ersten Stellung in die zweite Stellung verschoben
wird,
e) die Aufsetzhilfe (4) weist mindestens einen Mitnehmer (5) auf, der mit der Kontaktsicherungsplatte
(3) im Kontaktgehäuse (1) zusammenwirkt,
dadurch gekennzeichnet,
dass durch die Drehbewegung des Hebelarms (6) von der ersten Stellung in die zweite
Stellung die Kontaktsicherungsplatte (3) und die Aufsetzhilfe (4) mit dem Mitnehmer
(5) von der ersten Stellung in die zweite Stellung verschoben werden und
dass durch die Drehbewegung des Hebelarms (6) von der zweiten Stellung in die erste
Stellung nur die Aufsetzhilfe (4) mit dem Mitnehmer (5) von der zweiten Stellung in
die erste Stellung verschoben wird.
3. Anordnung zur Sicherung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktsicherungsplatte
(3) in der ersten und in der zweiten Stellung verrastbar angeordnet ist.
4. Anordnung zur Sicherung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
dass die Aufsetzhilfe (4) und/oder der Hebelarm (6) in der ersten und in der zweiten
Stellung verrastbar angeordnet sind.
5. Anordnung zur Sicherung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
dass die Kontaktsicherungsplatte (3) senkrecht zur Steckrichtung seitlich ausserhalb
vom Kontaktgehäuse (1) eine Verlängerung (8) aufweist, derart, dass die Kontaktsicherungsplatte
(3) ohne Betätigung des Hebelarms (6) von der ersten Stellung in die zweite Stellung
und von der zweiten Stellung in die erste Stellung bewegbar ist.